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Utarica

Was heißt 'Fehlbiß' eigentlich aus Betroffenen-Sicht?

Was heißt eigentlich "Fehlbiß" (z.B. bei einem zu engen/zu weit hinten liegenden Oberkiefer) lim täglichen Erleben? Ich habe Null Probleme mit Beissen und Kauen und wenn ich mit dem Gebiß klappere, treffen die dicken Backenzähne rechts und links kräftig aufeinander (wenn auch schief und verdreht mal die innere/mal die äußere Spitze von oben auf den Gegenzahn unten trifft - und der Gegenzahn ist auch nicht der numerisch richtige, sondern ein anderer aus der Reihe weil der Unterkiefer ja vorsteht). Weder Kaugummikauen noch harte Brote oder zähe Karamelbonbons beissen ist ein Problem für mich.

Die Vorderzähne berühren sich 'leer' beim Klappern quasi nicht bzw. nur an einer seitlichen Stelle - aber wenn ich etwas abbeissen will, wie z.B. eine Karotte, dann funktioniert das doch trotzdem weil ja eben die Karotte dazwischen ist. Insofern ist der 'offene Biß' doch nur eine optische Sache im Ruhezustand?

Ist so etwas dann dennoch ein typischer/schlimmer/ behandlungsbedürftiger 'Fehlbiß' - und warum eigentlich behandlungsbedürftig, wenn ich doch einwandfrei kauen und beißen kann?

Danke für Kommentare aus Eurem eigenen Erleben/Leidensdruck und Eurer Kenntnisse der kiefertechnischen Zusammenhänge,

Grüße, Utarica

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Hallo Utarica,

"ob" und "was" du behandeln willst, ist ganz allein deine Entscheidung.

Du schriebst in einem anderen Beitrag, dass du ohne Behandlung ein Leben lang Invisalign oder Schienen nachts tragen müsstest.... für einige andere Patienten wäre dies wohl eine zu große Belastung, diejenigen würden sich "deswegen" für eine OP entscheiden. Wenn dir das aber nichts ausmacht und auch sonst alltägliche Dinge nicht, dann liegt es in zweiter Linie auch im Ermessen deines KFO's, der dich über Langzeitfolgen aufklärt! Hat er das schon gemacht?

Ich habe schon gehört, dass bei einem offenen Biss Zahnverlust drohen kann, an den Stellen, die nicht belastet werden (die keinen Gegenspieler haben), weil sich dort der Knochen abbauen kann. Aber ich weiß nicht, wie es ist, wenn du diese Zähne, die im "Leeren" stehen, beim Abbeißen benutzt, ob da die Chancen dann wieder besser sind!?!?

Ich habe auch einen offenen Biss und ich komme einfach nicht klar damit, weil ich dauernd knirsche und versuche, die Zähne zueinander zu führen, den fehlenden Kontakt wettzumachen, obwohl der Verstand ja weiß, dass das rein physiologisch nicht geht. Deshalb ist für viele Patienten der offene Biss weitaus viiiiel mehr als nur eine "optische Sache".

Beim Essen hab ich auch weniger Probleme, man hat sich ja mit der "Abreiß-Methode" arrangiert und beherrscht die auch bei Sachen wie z.B. Spare-Ribs essen :wink:

Also wie schon gesagt, lass dich über die Spätfolgen aufklären und denke dann drüber nach.

Falls keine Spätfolgen zu erwarten sind und du keine Belastungen im Alltag verspürst, dann würde ja nichts dagegen sprechen, so weiterzuleben, wie bisher.

Aber das ist alles eine sehr lange Entscheidungsfindung, an der mehrere Faktoren eine große Rolle spielen.

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Ich kann mich Anna da nur anschließen.

Mit dem offenen Biss (der bei mir wirklich sehr extrem ist) kann ich leben, ich kann essen (okay, ab und an ist das problematisch, z.B. bei Döner...;) Aber es gibt ja die Abreiss-Methode, wie Anna schon sagte.). Ich merke nur, dass ich an den Backenzähnen eine höhere Abnutzung habe und dementsprechend auch oft Füllungen ausgetauscht bekomme :(

Meine Zähne treffen erst ab dem kleinen Backenzahn zusammen.

Ich könnte damit leben und lebe auch schon 22 Jahre damit, aber mich haben auch die Spätfolgen überzeugt, es machen zu lassen. Mir ist eine dauerhafte Gesundheit, auch im Gesichtsbereich, dann wichtiger.

Grüße

Katrin

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Da kann ich mich auch nur anschließen- die Spätfolgen können noch viel gravierender ausfallen- im schlimmsten Fall kann dabei eine Kieferarthrose entstehen, denn Du kannst weder "normal" abbeißen noch kauen- du kennst es nur nicht anders.

Ich kann vom ungekehrten Fall erzählen- meine Zähne haben die Fehlstellung so gut kompenisert, daß ich eine "normale" Okklusion hatte, d.h. ich konnte wirklich normal kauen und abbeißen. Da die Abnutzung der Zähne und vor allem die Belastung der Kiefer trotzdem eine unvergleichlich große ist, habe ich mich für die Behandlung entschieden, obwohl ich GAR keine Probleme hatte. Aber allein der Gedanke, daß es irgendwann kommen kann und daß man dann kaum noch etwas machen kann, hat mich überzeugt. Jetzt hat man die Kompensation rückgängig gemacht, so daß ich vorne auch kein Zahnkontakt habe: klar kann ich damit essen, aber angenehm finde ich es nicht. Vor allem weil ich weiß, daß es auch anders geht.

Und jetzt freue ich mich auf die Zeit nach der OP bzw. nach der Klammer, wenn ich wieder mal in einen Apfel beißen kann und etwas abbeißen kann (und nicht reißen muß).

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...schliesse mich meinen Vorrednerinnen an, ich habe NUR einen einseitigen Kreuzbiss und auch mir wurde recht anschaulich verdeutlich was das eventuell für Spätfolgen haben kann, zumal ich jetzt schon so langsam Probleme bekomme ( Kiefergelenk knacken und schmerzen, fehlerhafter Abrieb/Abnutzung der Backenzähne, falsche Kraftverteilungen auf die Wurzeln,u.s.w.).

Überlege dir es gut, möchte den Teufel nicht an die Wand malen, aber oftmals kann ein kleiner Mangel große Auswirkungen haben.

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