Ronon

OP-Bericht GNE am 23.07.2008 in der Uniklinik Köln von PD Dr. Dr. Mischkowski

Ich beginne also meinen OP-Bericht meiner Gaumennahterweiterung in der Uni-Klinik Köln.

Ich habe den Bericht bereits im Krankenhaus auf meinem Notebook getippt, von daher ist er Tagesaktuell geschrieben.

Operiert worden bin ich vom OA Dr. M. und mind. 2 weiteren (zumindest im OP) anwesenden Ärzten.

Zudem ist der Bericht recht lang geworden, aber lest selber !!!

Dienstag 22.07.2008, Tag 1 prä OP

Ankunft um 10:00 auf Station

Aushändigung Laufzettel durch „Case-Manager“

  • Patientenaufnahme
  • Anästhesie-Gespräch (Warten 3 h, Dauer 10 m)
  • Aufnahme auf Station und Bezug von Zimmer

Leider gibts in der Uni-Klinik keinen öffentlichen WLAN-Hotspot, also nüüüs mit Internet im Zimmer. :cry: Aber ich werde es überleben !!!

Aber kann damit per DVBT zumindest bequemer Fern sehen als auf dauer eine Nackensteife vom ständigen hochschauen zum aufgehangenen Klinik-TV.

Verbringen des restlichen Tages abwechselnd mit Langweilen, Fernsehen, Musik hören.

Mittwoch 23.07.2008, OP-Tag

Aufgewacht bin ich um 7:30, ich war ja laut Planung als 4ter um 10:30 dran, aber wie das immer mit Planungen ist, kann man sie nicht einhalten. Ich lag also ab 10:00 OP-Fertig mit OP-Kittel, Thrombose-Strümpfen und diesem schicken Unterhöschen *ggg* in meinem Bett und wartete. Und ich wartete. Und ich wartete. Bis es dann um 12:30 plötzlich alles ganz schnell ging. Eine der Schwestern und ein Mitarbeiter des Transportdienstes standen am Bett, und meinten es geht jetzt los. LMAA-Tablette bekommen (Dormikum, aber das hilft bei mir *sehr* zeitverzögert, angeblich nach 20 Minuten, aber darauf komme ich noch mal zurück *hihi*).

Ab in den Betten-Aufzug, und Ausstieg auf der OP-Ebene. Anstatt ruhiger zu werden, ging mir immer mehr die Düse (Dormikum halt) und schon war ich in der OP-Schleuse, wo ich warten musste, dass ein anderer Patient aus dem Vorbereitungs-Raum in den OP-Saal geschoben wurde. Na ja, noch mal warten. Mittlerweile war es 13:30 und ich hatte Mega-Durst und mein Magen hing mir in den Kniekehlen. Dann ging’s aber los. Anästhesieschwester Julia kam zu mir und führte mit mir einen kleinen Smalltalk. „Na, wie geht’s?“ „Sie sind nüchtern?“ „Sind Sie aufgeregt?“ „Ach ich sehe, Sie sind ja schon mehrfach operiert worden, haben Sie die Narkosen gut überstanden?“ Alles schön beantwortet, und dann, man versieht sich, liege ich im Vorbereitungsraum, und muss auf die OP-Liege. Ich erwähnte ja, dass Dormikum bei mir mit Verzögerung wirkt, na ja, JETZT wirkte es !!! Ich brauchte hier ein klein wenig Hilfe, da ich ein paar Grob- und Feinmotorische Fehlschaltungen wegen des Dormikums hatte. Dann lag ich aber auch da, wo ich sollte und bekam dann die EKG-Elektroden geklebt (von denen dreien am Abend des 1ten Tages nach der OP immer noch eine auf meinem Rücken klebte), meinen Venenzugang und nach etwas mehr Smalltalk mit der netten Julia hatte ich plötzlich eine Maske mit „Sauerstoff“ (ja ja, die können mir erzählen was sie wollen, da war unter Garantie auch „Lachgas“ mit drin, weil ich das plötzlich total amüsant fand) über der Nase und Julia gab mit dann mein Phentanyl, und ich hatte mir ja vorgenommen, an was schönes zu Denken, was ich auch tat, und ich kann mich dunkel daran erinnern, dass ich vielleicht was geträumt habe. Nun ja, es wurde dunkel ...

... bis ich dann wieder diese Stimme von *gefühlt-ganz-weit-weg* hörte „Herr So-und-So, Sie sind jetzt im Aufwachraum, alles ist gut verlaufen!!“ Und dann wieder Dunkelheit. Das erste an das ich mich explizit erinnern kann, war dass ich einen Schlauch in einem Nasenloch hatte und nicht durch den Mund atmen konnte, nur durch diesen Schlauch.

Die Stimme von *gefühlt-ganz-weit-weg* fragte noch ob ich Schmerzen hätte, ich hab natürlich ja gesagt, man fragt Wasser ja auch nicht, ob es nass ist. Bekam ich Tramal gespritzt, und ich dachte nur noch: „Paasst schoa’ !!!“ Nun ja, in der Not frisst der Teufel Fliegen. Man nimmt was man bekommt.

Dann sagte wieder diese Stimme von *gefühlt-ganz-weit-weg* „Schlucken Sie mal bitte“ Gesagt getan, und ich merkte schon, dass mein Magen das gar nicht toll fand, ganz und gar nicht.

Zwischendurch habe ich herausbekommen, dass man der Sauerstoff-Sättigungs-Finger-Clip sehr gut die Aufmerksamkeit der Schwestern im Aufwachraum erhalten kann. Einfach abmachen, dann kommt schon einer, prima Trick! :grin:

Es kam wie es kommen musst, ich musste spucken. Nur war keiner da, um eine Schale zu halten. Laut sprechen konnte ich auch nicht, geschweige denn rufen! Finger-Clip abgemacht, und die Schwester war mit einer Schale da, und hat mir diesen Schlauch aus der Nase gezogen und da habe ich erst gesehen, wie lang der war. Dennoch landete ein Teil des Kladderadatschs auf dem Boden.

Ich muss dann ein verzweifelt / benommenes „Tut mir leid für die Sauerei“ rausbekommen haben, und die Schwester entgegnete total verständnisvoll: „Besser auf den Boden, als ins Bett. Ist schon Ok.“

Habe dann noch was gegen die Übelkeit bekommen, dann wurde weiter geschlafen. Ich habe dann noch mal mit einer Sterofundin-Lösung (schmeckt das Zeug furchtbar *buah*) gespült und etwas später ging es dann zurück auf Station, allerdings ging das komplett an mit vorbei. Nix von mitbekommen.

Mein Zimmernachbar erzählte dann, dass es 20:30 gewesen wäre, wie ich zurück gewesen wäre, bei einer OP von ca. 60 Minuten. Also knappe 6 Stunden im Aufwachraum.

Gegen 2 oder 3 Uhr nachts musste ich dringend aufs Klo, und mir diese elendige OP-Hose in eine richtige Unterhose umziehen. Nach der Schwester geklingelt, wollte die mir eine Bettflasche andrehen, aber nicht mit mir. Ich also aufgestanden, noch mal den Mund ausgespült, Hose umgezogen, noch was gegen die Schmerzen verlangt und weiter geschlafen.

Donnerstag 24.07.2008 - Tag 1 post OP

Habe die Nacht ganz gut verbracht, wie man so schön sagt: „Den Umständen entsprechend“. Viel war allerdings nicht mit mir anzufangen, habe permanent blutig ausgespuckt, konnte und wollte deswegen nicht viel essen und noch viel weniger trinken (Dass sich das noch rächen wird, konnte ich jetzt noch nicht ahnen).

In der Sprechstunde beim Stationsarzt hörte ich dann so Sachen wie „Das sieht aber gut aus“ oder „Prima Arbeit“ und „Alle Nähte schön dicht.“ Tat aber noch was weh.

Habe dann den Tag mit Stero-Lösung mit Novalgin rum bekommen, aber es ging mir immer schlechter. Magenschmerzen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel. Ich konnte abends dann weder sitzen noch liegen. Ich bekam dann von der Nachtschwester eine Schlaftablette und was gegen die Übelkeit (ich glaube es war Paspartam), ich konnte dann eine oder anderthalb Stunden schlafen, dann aber wieder aufgewacht, aber dann ging das Drama los.

Na ja, da ich mehrmals nach der Nachtschwester geklingelt habe, holte sie dann die Stationsätzin aus der Notaufnahme hoch, die mir dann Vomex-A gegen die Übelkeit gab, und normalerweise schläft man danach tief und fest. Und da ich nicht genug getrunken hatte, waren noch die Narkose-Mittel und das Tramal noch nicht abgebaut und ich hab totale Hallos und Paras geschoben. War total unruhig, konnte weder liegen, geschweige denn schlafen. Ich würde es wie das „Restless-Leg-Syndrom“ beschreiben, bin hier herumgetigert und dann zum Schluss auf eine Bank vorm Krankenhaus gesetzt, herumgelaufen, und so die Nacht herumgebracht. Das war die pure Hölle.

In dem Moment stand ich gaaaaanz kurz davor, alles abzublasen und alles rückgängig zu machen !!!

Dann habe ich mir doch noch gegen 6 Uhr 2 von diesen Gemüse-Pürees von dem Hersteller der Tütensuppen reingezwängt, und konnte dann noch ein kleines Nickerchen von 60 Minuten machen.

Freitag 25.07.2008 - Tag 2 post OP

Dann gab’s Frühstück (flüssiges und ich muss sagen, mir HÄNGTS ZUM HALS RAUS !!!) und ich habe mal angefangen, etwas zu essen (löffeln) und zu trinken und siehe da, mir ging’s merklich besser. So dass ich jetzt auf 2 bis 3 Liter am Tag komme. Alles an Narkose-Mitteln raus und hab gut geschlafen. Nur so rennt man alle 30 Minuten Richtung Toilette. Aber wenn’s hilft !

Erwähnenswertes gibt es eigentlich nicht zu berichten, es geht mir gut, brauche aber noch ein bis zwei Ibuprofen am Tag und dann noch eine in der Nacht, weil die Schwellungen ziemlich drücken und es so etwas weh tut.

Den Tag habe ich dann mit Fernsehen, DVDs schauen und Musik hören überbrückt.

Samstag 26.07.2008 - Tag 3 post OP

Habe gut geschlafen.

Mittlerweile pieken die Fäden etwas, da die Schwellungen von den extrahierten 8tern weg sind, und die eine Naht am Zahnfleischrand zwischen den Schneidezähnen die nervt ohne Ende. Und meine Zunge ist mittlerweile vorne aufgeraut, da ich permanent gegen irgendein Teil der Gaumenspange oder an die scharfe Kante hinten am unteren linken Siebener stoße, die der Achter da ja verdeckt hat. Ich glaube, die muss ich mir noch abschleifen lassen, wenn ich wieder zu Hause bin.

Aber ich muss sagen, dass die OP gut verlaufen ist, und dass Herr Dr. M. und sein Team echt was von ihrem Handwerk verstehen. Keine Blutungen mehr nach knappen 2 bis 3 Tagen, keine direkten Schmerzen im Mund (nur an den Schwellungen wo der Kiefer angesägt wurde und die Schleimhaut eingeschnitten wurde), und von Anfang an keinerlei Blutergüsse oder blauen Flecken im Gesicht. Ich hatte mich ja schon auf das Schlimmste eingestellt. :-P

Heute wurde zum ersten Mal an der Gaumenspange gedreht und ich hab schon ne kleine Lücke von einem halben Millimeter. Ist eigentlich gar nicht schlimm, im ersten Moment drückt es etwas auf dem Jochbein, so wie der Arzt auf das Jochbein drückt, um zu bestimmen, ob man eine Nasennebenhöhlenentzündung hat. Ist etwas komisch, geht aber nach einer oder anderthalb Stunden wieder weg. Bei mir mischt sich das mit dem Druckschmerz der Schwellung. Und so langsam bekomme ich Muskelkater im Unterkiefer, da ich permanent bei geschlossenen Lippen die Zunge nach vorne rausstrecke, da sogar die Kaumuskeln keinen Platz mehr zum kontrahieren in den Wangen haben. Jetzt mit der Gaumenspange ist im OK kein Platz für die Zunge.

Heute habe ich mir Brühe mit Einlage bestellt und nicht mehr diese ekligen Creme-Suppen, die alle gleich schmecken. Hoffentlich kann ich bald nach Hause.

Verbringen des restlichen Tages abwechselnd mit Langweilen, Fernsehen, Musik hören

Sonntag 27.07.2008 - Tag 4 post OP

Habe gut geschlafen, Schwellungen sind etwas geringer geworden

Mittlerweile bekomm ich dann am Kinn und an den Wangen gelbe Flecken, ist aber ein gutes Zeichen, dass es heilt, das meinte zumindest mein Doc in der Untersuchung heute morgen.

Gedreht wird erstmal nicht weiter, da eine Nahtstelle sich etwas geweitet hat, und es kurz geblutet hat. Erst soll das nochmal einen Tag weiter heilen und habe so eine Gummi-Salbe drauf bekommen, dass die dicht ist.

Verbringen des restlichen Tages abwechselnd mit Langweilen, Fernsehen, Musik hören

Montag 28.07.2008 - Tag 5 post OP

Habe gut geschlafen, Schwellungen sind etwas geringer geworden

Die gelben Flecken werden größer, aber kein Grund zur Besorgnis.

Heute morgen dann nochmal Kontrolle in der Ambulanz und der Stationsarzt Dr. D. ist sehr zufrieden mit dem Heilungsverlauf, und hat mir die Wahl gelassen, noch eine Nacht zu bleiben oder heute nach Hause zu gehen.

Keine Frage was ich da gesagt habe, ich also Sachen gepackt (ich wär auf jeden Fall auch auf eigene Verantwortung gegangen!) noch einmal gefrühstückt, mich bei dem Pflegedienst und den Stationsärzten verabschiedet und meinen Dad angerufen.

Dann ist gleich noch Kontrolle beim KFO und letztliche Aktivierung der Gaumenspange.

Viele Grüße

Thomas

PS: Das Bild zeigt mich am 2ten Tag nach der OP, mein Gott war ich da angeschwollen !!! Mein Zimmernachbar muss das gemacht haben, da ich mich gar nicht mehr erinnern kann, muss wohl noch im Narkose-Delirium gewesen sein. :-)

ronongneplus1tag.th.jpg

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

-Werbung-

-Werbung-

Hallo Thomas,

toller Bericht und endlich mal ein richtig ausführlicher :-). Wie habe ich mir so eine GNE OP vorzustellen? Ich hab' gelesen, das der Knochen geschwächt wird bei Erwachsenen. Wie lange musst Du diese Apperatur jetzt tragen?? Ich bin gespannt, ob mir so etwas auch bevor steht weil man OK viel zu schmal ist. Drehst Du schon fleißig an Deinem Rädchen?

LG

Dinah

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Hallo Thomas,

toller Bericht und endlich mal ein richtig ausführlicher :-). Wie habe ich mir so eine GNE OP vorzustellen? Ich hab' gelesen, das der Knochen geschwächt wird bei Erwachsenen. Wie lange musst Du diese Apperatur jetzt tragen?? Ich bin gespannt, ob mir so etwas auch bevor steht weil man OK viel zu schmal ist. Drehst Du schon fleißig an Deinem Rädchen?

LG

Dinah

Heey Thomas,

alles gute zur überstandenen Op !!

Hoffe dir gehts besser ?

Wünsch dir eine Gute Besserung!!

Dinah, bei mir wurde auch der Gaumen geschwächt.

Ich denke mal wenn dein OK auch zu schmal ist wirst du wohl auch eine GNE Op machen müssen.

Weil man eine Gne eig. macht damit der Ok breiter wird und die Zähne somit mehr Platz haben.

Meine Apparatur musste ich 3 einhalb Monate tragen.

Wie ist das bei dir Thomas weißt du schon wann du sie evtl. raus bekommst?

Wie lange musst du voraussichtlich drehen?

Lg Sandra

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Hallo Thomas,

toller Bericht und endlich mal ein richtig ausführlicher :-). Wie habe ich mir so eine GNE OP vorzustellen? Ich hab' gelesen, das der Knochen geschwächt wird bei Erwachsenen. Wie lange musst Du diese Apperatur jetzt tragen?? Ich bin gespannt, ob mir so etwas auch bevor steht weil man OK viel zu schmal ist. Drehst Du schon fleißig an Deinem Rädchen?

LG

Dinah

Hallo Dinah

Danke für dein Lob. Ich wollte den am Anfang eigentlich etwas kürzer schreiben, aber da ich ja mein Laptop mit hatte und es so STINKEND Langweilig war, habe ich mich zu diesen literarischen Ergüssen hinreißen lassen, ich konnt nicht anders ! :lol:

Genau, bei mir wurde die Gaumennaht geschwächt, allerdings wurde auch der Kiefer in den Backentaschen (dort wo die Lippe anfängt, ich kanns grad nicht anders beschreiben) ebenfalls geschwächt. Jetzt hab ich halt Hamsterbacken, aber wenn schee' macht !!! :lol:

Ich hab dir mal 2 Bilder von meiner Gaumenspange mit hochgeladen, da hast du schon mal einen ersten Eindruck. (Die sind dann ganz unten im Beitrag)

Tragen muss ich die Spange laut meinem KFC (ist eigentlich schonmal jemand aufgefallen, dass die Abkürzung "KFC" auch die einer Hähnchenbraterei-Kette ist ???? :mrgreen: ) mind. 3 Monate, mein KFO spricht von 6 Monaten, anschließend gibt es einen sogenannten Gaumenbügel. Das ist ein gebogener Draht, der den Kiefer in der Breite langzeitig stabilisieren soll. Der wird an den Bändern um die 6er in eine Öse eingehakt.

Gedreht habe ich schon fleißig, am Montag 4 mal in der Praxis, dann noch einmal zu hause, und heute 2 x 2 mal, also zusammen 9 mal.

Das ist im ersten Moment was unangenehm weil es etwas Druck gibt, aber das vergeht wieder schnell bei mir.

Ich drück dir die Daumen für deine GNE, im Nachhinein war es echt halb so wild !!

Viele Grüße

Thomas

gne1.th.jpg gne2.th.jpg

Hallo Sandra

Vielen dank für die Glückwünsche.

Mir gehts wieder prima, abgesehen von den leichten Schwellungen und den gelben Flecken. Beim Lachen ist es etwas unangenehm, aber ist auszuhalten. Nicht zu vergleichen mit meinen Paras in der ersten Nacht nach der OP !!! :-P

Ich schrieb ja schon, dass es sich so um 3 bis 6 Monate handelt, die Angaben schwanken da etwas.

Mein KFO will auf ca. 4 mm kommen, und einmal Drehen sind 0,25mm. Demnach bin ich bei 9 mal drehen bei 1,25mm, es fehlen nur noch 3 (2 oder 3 Tage). Also das Ende ist absehbar.

Viele Grüße

Thomas

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo zusammen

Heute ist der 5te Tag, an dem ich jetzt an der Gaumenspange drehe, und es hat sich einiges getan.

Gestern war ich nochmal in der Uni und hab mir ein paar Fäden ziehen lassen (die an den herausgenommenen 8tern und einen an den Schneidezähnen). Die Ambulanzärztin, ist sehr zufrieden, wie es derzeit aussieht. Die Heilung verläuft wohl schneller als gedacht. Schmerzen habe ich eigentlich auch keine mehr, nur morgens noch ein wenig Kopfweh. ist aber auszuhalten.

Ich hab mal Bilder gemacht (da ich mir jetzt ne gescheite Digi-Cam zugelegt habe) und die mal angehangen. Einmal eins von der Gaumenspange über einen Spiegel, man sieht noch ein paar der Nähte. Das zweite ist mein derzeitiger Biss, so wie ich ihn derzeit schließen kann (der offene Biss ist noch offener geworden *bibber*) und man sieht die Zahnlücke. Ist schon recht groß geworden.

opthreadpost5gnespange1.th.jpg opthreadpost5bissgne.th.jpg

Drehen an der Spange soll ich noch bis nächsten Freitag, dann habe ich wieder einen Termin beim KFO zur Kontrolle. Er will den OK so weit dehnen, dass jegliche Okklosion aufgehoben wird.

Mal schauen wie ich dann aussehe !!! :P

Ich halte euch auf dem Laufenden !

Viele Grüße

Thomas

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo Thomas,

erstmal herzlichen Glückwunsch zur überstandenen OP, die erste Hürde ist nun also geschafft ;-)

Hab gerade etwa verwundert dein Bild gesehen, du hast ja Schnitte am Gaumen... Das habe ich noch nie gesehen oder gelesen, bei meiner GNE waren die Schnitte nur außerhalb des Zahnbogens. Und bei den mir bekannten anderen Fällen ebenfalls.

Ist das bei deinem Chirurg so üblich? Hat er was gesagt? Stelle ich mir schmerzhaft vor, da ja bei jedem Drehen die Naht mitgedehnt wird. Oder etwa nicht?

LG Christina

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo Christina

Vielen Dank für die Glückwünsche, ich habe ja auch lange genung auf den Termin gewartet. Ich hatte ja auch meine schwachen Momente (wie im Bericht zu lesen ist), aber die sind vorbei. :lol:

Jetzt beginnt der lange Weg zum Abbeissen vom Maiskolben !!! :P

Soweit ich weiß, wird in der Uni nach dieser Technik operiert, ansonsten wäre Dr. M. nicht an das Gaumendach gekommen. In der Op-Vorbesprechung sind wir an den Modellen die OP durchgegangen und er hat mir gezeigt wo geschnitten und gesägt wird. Das Gaumendach wurde angesägt und geschwächt. Zudem wurde auch oberhalb des Zahnbogens und von außen geschnitten und der Kiefer angesägt.

Weh tut beim Drehen eigentlich überhaupt nichts, da die Naht dicht ist und gut verwachsen ist. Die dehnt sich mit und stört auch gar nicht und ist auch nicht aufgegangen.

Ist bei dir die Gaumennaht nicht geschwächt, sondern durch die Spange "gesprengt" worden? DAS würde ich mir schmerzhafter vorstellen.

Viele Grüße

Thomas

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Ist bei dir die Gaumennaht nicht geschwächt, sondern durch die Spange "gesprengt" worden? DAS würde ich mir schmerzhafter vorstellen.

Hmm, bei mir wurde nur oberhalb der Zähne der Kiefer geschwächt und ehrlich gesagt habe ich bis vorhin gedacht, das läuft immer so! Die Apparatur wurde bereits in der OP aufgedreht, sodass ich beim Aufwachen schon eine Lücke von etwa 2-3mm hatte. Deshalb habe ich die "Sprengung" ja nicht mitbekommen...

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Das scheint dann der Unterscheid zu sein, da bei mir in der OP noch nicht gedreht wurde, erst am 3ten Tag nach der OP. Da war die Naht durch das Drehen etwas gespannt, aber ich hab da dann was "Gummi-Salbe" drauf bekommen, um die Naht zu versiegeln.

Viele Grüße

Thomas

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo Thomas,

auch von mir erst mal Glückwunsch zur überstandenen OP.

Bei mir wurde die gleiche OP-Methode angewendet. Meine GNE war im Januar 08 und bei mir wurde auch das Gaumendach geschwächt. Ich fand die Naht zeitweise etwas unangenehm. Manchmal war sie beim essen etwas empfindlich und als sich die Fäden dann so langsam aufgelöst haben, hing ab und zu so ein kleiner Faden vom Gaumen runter. Aber sonst war`s Okay. Ich dachte eigentlich, daß dies die gängige OP-Methode sei, ist aber wohl doch nicht so. (Man lernt halt nie aus, gelle?!)

lg Steffi

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo Steffi

Vielen Dank auch Dir für die Glückwünsche !

Ich dachte auch, dass es nur mit der Gaumenschwächung geht, aber da scheine auch ich mich geirrt zu haben.

Wie lange musst du noch deine Gaumenspange tragen (oder ist die schon raus)? Hattest du auch micht sich rurückziehenden Zahnfleisch an den Schneidezähnen zu kämpfen?

Viele Grüße

Thomas

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo Thomas,

ich habe meine GNE noch drin. Mein KFO und auch der KC sind sich da absolut einig, daß sie mind. 6 Monate drin bleiben sollte, damit das Gewebe und so sich auch richtig "angepaßt" hat. Am 02.09. ist es dann soweit, dann werde ich das Ding endlich los. Freu! :-)

Mein KFO meinte, in Amerika wäre es wohl schon die Regel, dieses Teil 12 Monate drin zu lassen. Naja, mir reichen diese 6,5 Monate dann vollkommen. Bin mal gespannt, ob ich dann noch einen Gaumenbügel bekomme, hab ganz vergessen zu fragen. Vor allem freue ich mich aber, wenn ich meine Schraube im UK raus bekomme. Bei mir wurde auch noch eine Unterkieferdistraktion durchgeführt, und die Schraube ist wesentlich unangenehmer als die GNE. Aber ich hab`s ja bald geschafft.

Das Zahnfleisch ist an den Schneidezähnen schon ordentlich zurückgegangen. Da ich eh große Schneidezähne habe (oben), sehen die schon fast riesig aus. Ich hoffe, daß sich das Zahnfleisch wieder etwas regeneriert und die großen Zähne nach der Bimax nicht mehr so auffallen.

Wie sieht`s denn bei dir mit essen aus. Darfst du auch nur weiches essen für ca. 6 Wochen?

lg Steffi

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo Steffi

Da freu ich mich für dich, dass du das Ding bald los bist, ich zähle auch schon die Tage bis dahin. Mein KFO meinte, dass ich die Spange 6 Monate tragen muss, aber mein KC meint, 3 Monate würden reichen. Mal sehen, wer sich durchsetzt ! :lol:

Ich bekomme auf jeden Fall einen Gaumenbügel, der lange drinbleiben soll, ich frag mich nur wie lange. Genau geäußert hat er sich noch dazu.

Um eine UK-Distraktion bin ich Gottlob rumgekommen, da ich noch die WHZ hatte und die bei der OP rausgekommen sind. Der KFO kann so den UK wieder ausformen und die Zähne richtig stellen.

Ich soll mind. 6 Wochen (wenn nicht länger) bis zum ersten Kontroll-Röntgen Weiches essen (alles bis zur Konsistenz von Nudeln). Ich war eben bei Freunden, und es standen Salzstangen rum, und ich hab aus Reflex zugegriffen. kauen war kein Problem, aber hat sich etwas an der Naht verfangen und sich dann etwas von der Schleimhaut gelöst und es hat kurz etwas geblutet (ja, ich weiß, das war nicht die beste Idee!!).

Ich also in die Ambulanz in der Uni, weil ich mir schon Sorgen gemacht habe. Der Dr. war nicht ganz zufrieden mit der Wundheilung, es gab wohl doch etwas zu viel Spannung auf die Naht. Er hat mir dann den Fetzen Schleimhaut weggemacht und mir Chlorhexamed zum Spülen mitgegeben. Wegen der Heilung soll ich mir keine Sorgen machen, das wäre im Einzelfall nicht ungewöhnlich, dass es zu Wundheilungsstörungen kommt. Ich soll jetzt für 2 Tage nicht mehr weiterdrehen und am Montag in die Ambulanzsprechstunde kommen.

Viele Grüße

Thomas

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hi Thomas,

das hört sich ja nicht ganz so gut an. Hoffentlich heilt jetzt alles gut ab.

Meine WHZ sind auch während der GNE rausgekommen. Aber mein UK ist wohl so eng, daß da nur `ne UK-Distraktion Abhilfe schaffen konnte.

Leider funktioniert das Essen bei mir immer noch nicht so wie gewünscht.

Zum einen ist der Zahnkontakt nicht so gut und außerdem kann ich den meinen Mund während dem essen nicht schließen. Also Steak oder so ist nicht so optimal. Halte mich daher immer noch an die etwas weicheren Sachen. Naja, irgendwann wird das wohl auch wieder werden.

Wünsche dir weiterhin gutes Abheilen

lg Steffi

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo Zusammen,

nachdem es die letzten Tage nichts zu berichten gab, hier mal wieder ein kleines Update.

Ich war eben beim KFO zur Kontrolle, die Weitung des OK ist leider noch nicht ausreichend, ich soll noch bis Mittwoch weiterdrehen, dann soll ich noch mal wiederkommen. Mittlerweitle habe ich jetzt 37mal gedreht, und die Hyrax-Schraube hat bald ihre maximale Ausdehnung erreicht. Wenn bis dahin die Dehnung des OK nicht aussreicht, bekomme ich eine neue Gaumenspange.

Dann gibt es am Mittwoch auch die Brackets im Oberkiefer, eine Woche später dann die im Unterkiefer.

Dafür ist die Heilung an der Naht im Gaumen top, der KFO ist sehr zufrieden. Am Montag muss ich nochmal in die Uni zur letzten Kontrolle.

Ich hab übrigens noch ein Bild auf meinem Handy gefunden, was mein Zimmernachbar gemacht hat. Das zeigt mich am 1ten oder 2ten Tag nach der OP. Ich habs an meinen Bericht angefügt.

Dann hier noch ein Bild von der Gaumennaht und von der Zahnlücke

opthreadpost15gstag16po.th.jpg opthreadpost15bisstag16.th.jpg

Viele Grüße

Thomas

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo zusammen

So langsam mache ich mir Sorgen, heute habe ich wieder an der Schraube gedreht, und es geht immer schwerer. Ich glaube, die Schraube hat ihre Maximalausdehung erreicht. Zudem habe ich seit Freitag Nachmittag einen nicht genau zu ortenden Schmerz im linken Kiefer. Heute morgen hat es beim Kauen im linken Kiefer geknackt, jetzt aber nicht mehr. Nach dem drehen habe ich etwas Kopfschmerz und Schwindel.

Ich muss ja am Montag in die Uni zur letzten KC-Ambulanzstunde, aber erst am Miitwoch zum KFO. Werde aber am Montag beim KFO anrufen und fragen, ob ich kommen kann. Wahrscheinlich bekomme ich eine neue Gaumenspange.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen (Kopfschmerz und Schmerzen im Kiefer) gemacht?

Viele Grüße

Thomas

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo zusammen

Heute war ich zur letzten Kontrolle in der Uni-Klinik, und der Doc ist super zufrieden, wie es ausschaut. Naht ist schön zu, und der Heilungsprozess verläuft gut. Soweit brauche ich nicht mehr zur Kontrolle kommen und das Thema OP ist erstmal durch.

Die Kieferschmerzen sind auch verschwunden, es lag an der Weitung des OK und das Gelenk musste sich an die neue Situation gewöhnen. Das meinten sowohl der KFC, als auch der KFO.

Danach war ich zur Kontrolle beim KFO und die Weitung des OK ist knapp ausreichend. Die Schraube ist mittlerweile komplett aufgedreht und derzeit brauche ich keine neue Gaumenspange. Die ich jetzt trage soll ich noch 3 Monate tragen, dann bekomme ich den TPA.

Am Mittwoch bekomme ich ja wie schon geschrieben habe, meine Brackets im OK.

Zusammenfassung:

In Nachhinein betrachtet muss ich gestehen, dass ich die OP mir schlimmer vorgestellt habe, als es wirklich war. Das lag zum einen am Klinikum als auch am Personal, zum anderen an der Aufklärung der Ärzte. Im Vorfeld wurde alles besprochen was gemacht wird, und ich hatte nie das Gefühl, dass etwas passiert, was ich nicht weiß.

Dazu ging die Wundheilung schneller als gedacht (jeder der mich untersuchenden und behandelnden Ärzte war überrascht, wie schnell das abheilt), und ich bin 2 Wochen nach der Entlassung aus dem Krankenhaus heute wieder arbeiten gegangen. Die Gaumenspange wurde in 2 Wochen komplett aufgedreht und bis auf 2 Tage keinerlei Schmerzen (abgesehen von den ersten beiden Tagen nach der OP) während der Distraktionsphase.

Abgesehen von der Zahnlücke (die mich mitlerweile stört) und der etwas ungewohnten Aussprache (nach Aussage meiner Kollegen), hat sich die OP aus meiner Sicht gelohnt, und ich würde es sofort wieder machen.

Ich hoffe, dass sich potentielle GNE-Kandidaten von dem Bericht ein Bild machen können, was Sie/Ihn vor und nach der OP erwartet.

Viele Grüße in die Runde

Thomas

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!


Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.


Jetzt anmelden