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Pusteblume1985

UK-Vorverlagerung am 04.07.2008 im St. Elisabeth-Krankenhaus in Kiel

...Hi, ich bin natalie, bin 22 Jahre jung und möchte auch von meinen Erfahrungen berichten...

Meine UK-Vorverlagerung fand am 04.07.2008 im Belegkrankenhaus "St. Elisabeth-Krankenhaus in Kiel (S-H) statt.

Kurz zur Vorgeschichte. In meiner Kindheit habe ich arg am Daumen genuggelt. Durch das Nuggeln habe ich mir die oberen Schneidezähne nach vorne geholt und den UK nach hinten verschoben.

Nachdem man mir im Kindesalter mit einer Mundvorhofplatte das Nuggeln abgewöhnt hatte folgten die Qualen, die mich bis in die Pupertät begleiteten -EINE LOSE ZAHNSPANGE-!!! Ich habe diesen Horror nie überwunden und die ***Dinger auch nicht getragen...Die Drohungen meiner Kieferorthopädin (Abbruch, etc.) ließen mich kalt...ich bettelte nach einer festen Spange...Die lehnte meine KFOin entschieden ab. Begründung zu "bröckelige" Zähne *tzzz, das ich nicht lache*

Im gegenseitigen Einvernehmen wurde die Behandlung dann abgebrochen...Es ließ sich als Hasenzahn recht gut leben...Dann doch nicht...mit Beginn des 20. Lebensjahres wurde ich sehr unzufrieden...immer und immer wieder bildete ich mir ein meine Zähne würden sich verändern...nach langem hin und her, dann der 1. Schritt zum KFO (Natürlich ein Anderer).

Und dann gings schnell...Abdrücke...Gutachter über Krankenkasse bestellt...Problemlose Genehmigung durch Krankenkasse, sprich die Kosten werden übernommen...noch mal Abdrücke...Brackets...Bögen, etc.

Endlich die feste Spange!!! Nix mit rausnehmen!!!

Nun gut...Bewilligt wurde KFO-Behandlung mit geplanter UK-Vorverlagerung...ich wusste also von Anfang an, dass ich "irgendwann" mal operiert werde...und dann war’s soweit

04.07.2008 Freitag

06:30 Uhr wies ich mich selbst ein, mein Freund war natürlich als Unterstützung dabei. Pünktlich wurde ich von einer Schwester abgeholt und auf mein Zimmer gebracht. Ich zog, wie mir befohlen, die sexy OP-Wäsche an und schluckte die von der Narkose-Ärztin verschriebene Beruhigungspille...sie half nicht...!!!

07:00 Uhr Abfahrt zum OP...mein Freund durfte mich bis zum Fahrstuhl begleiten...toll nur, dass ich ihn die "Fahrt" nicht einmal Anfassen bzw. die Hand geben konnte...ich habe geheult wie ein Schlosshund, weil ich so eine Angst hatte. Mein Freund konnte mich nicht trösten, da die Schwestern nicht mal Anstalten gemacht haben ihn an mich zu lassen...selbst die Schwestern haben nicht mal beruhigt auf mich eingeredet *kotz*

Nun gut...Es folgte der Fahrstuhl..lange fahrt...nur geheult!

1. Schleuse zum OP...ein netter gut aussehender Mann fährt die OP-Liege neben mich, ich möge mich rauflegen. Gott, war mir das peinlich...

Gut ich liege auf der Liege...die Fahrt geht zu Schleuse 2 (die Letzte), Im Flur drückt mir der Narkosearzt die Hand entgegen und stellt sich vor...vor lauter Angst und Geheule lass ich die Hand nicht los, was den Narkosearzt wohl etwas irritiert. Ständig heule ich, ich will nach Hause! Ja ich bin 22, aber da war ich 6!!! :oops:

Gut mir wird die Braunüle/Infusion in den linken Handrücken gesetzt. Trotz Angst hab ich’s noch hinbekommen zu sagen, dass ich die Braunüle in die Hand möchte...Der Narkosearzt hat vorher die Stelle betäubt und dann die Nadel gesetzt...immer noch geheult...!

Dann wurde Schwester Andrea bestellt (mein Engel)...die erste Schwester die anfing beruhigend auf mich einzureden...trotzdem geheult...dann der schicke Pfleger, der die Elektroden auf meine nackte Brust klebt...geschämt! :oops:

Ich fing an vor Angst und Kälte zu zittern...ich frage den Narkosearzt warum die Beruhigungstablette nicht wirkt. Ich sei zu aufgeregt...bekomme Intravenös ein Beruhigungsmittel gespritzt, schlafe davon ein...dann wurde ich in Narkose gelegt...

Ich wache um 10:40 Uhr auf...ich weiß die Uhrzeit, weil ich als erstes danach gefragt hab...ich höre noch die OP sei gut verlaufen...

Ich möchte noch anmerken, dass ich in der Narkose geweckt wurde. Mein KC hat mich bereits vorher hierüber informiert. Ich kann mich nicht wirklich daran erinnern, weiß aber das jemand laut in mein Ohr gesprochen hat...Zweck des Weckens ist, zu prüfen ob die Funktion des UK noch da ist (Bewegung, Biss, etc.)

Ich schlafe ein...mich plagt ein schleimiger Husten und eine dichte Nase...vermutlich vom Schlauch...

...ich wache auf...und muss mal...werde gegen 14:00 Uhr auf Station gefahren und bekomme meine Bettpfanne...ich schlafe...mein Freund ist bei mir...ich fühle mich wie unter Drogen...

Ich schlafe!!! Schmerzen habe ich bisher keine!

1. Tag nach OP 05.07.2008 Samstag

Ich wache auf und mir geht’s nicht gut. Schmerzen habe ich keine!!! Die Speichelentwicklung in meinem Mund ist furchtbar, ich weiß gar nicht wohin mit dem Zeug. Meine Nase ist immer noch verschnupft und dieser Husten geht nicht weg...ich versuche zu schlafen...ignoriere das Blutdruck und Fiebermessen!!!

Mein Freund kommt zu Besuch und eine gute Freundin..nach dem Besuch bin ich echt durch...schlafen!!! Keine Schmerzen!!!

2. Tag nach OP 06.07.2008 Sonntag

Mir geht’s besser...ich will nach Hause...ich mag das Krankenhaus und die Menschen darin nicht...nach der Visite bekomme ich mein erstes gemußtes Essen...es war köstlich!!! :-P Eis zum Nachtisch! Keine Schmerzen!

Hin und wieder ärgere ich mich über die Schwestern. Die Toten-Stille auf Station 2 macht mich wahnsinnig…ich fange an Stündlich über den Flur auf die Terrasse und wieder auf meiner Zimmer zurückzugehen. Mein Freund besucht mich täglich!

Nachdem in der Nacht ein Arzt da war, wegen meines verschleimten Halses und meiner dichten Nase…übrigens plagen mich leichte Halsschmerzen vom Schlauch…darf ich nun Nasentropfen und Lutschtabletten nehmen!!!

Gott sei dank, ohne die ließe es sich nicht schlafen!

Schlafen scheint für die Schwestern (ich rede hier nur über die Schwestern, die Pfleger waren super) ein Fremdwort zu sein. Kaum ist man eingenickt, nervt dich eine von den Tanten…ich bin fast die Decke hochgegangen.

Der KC kommt zur Kontrolle. Alles super im Mund. Ich frage wie lange ich die Sexy-Strümpfe noch tragen muss. (Abhängig von der Dauer des Krankenhausaufenthalts)…die frohe Botschaft…ich darf morgen (07.07.2008) nach Haus…Juhu!!!

Ich bekomme Besuch! Es stellt sich heraus, dass ich seit Freitag (OP-Tag) in meinem vollgebluteten Laken liege. Der OP-Kittel hängt auch immer noch über meiner Lehne. Auch das Laken, was unter meinem PO liegt, wurde bisher nicht gewechselt…ich bin zu erschöpft mich darüber aufzuregen. Finde es aber im Nachhinein sehr eklig. Mal abgesehen von der mangelnden Betreuung der Schwestern.

Nun gut der Tag verging auch schleppend…keine Schmerzen!!!

3. Tag nach OP 07.07.2008 Montag – Entlassungstag

Gleich am Morgen scheint es Schwierigkeiten zu geben, mir mein gewünschtes Frühstück zu organisieren. Ich darf alles essen, kann es aber selbstverständlich noch nicht!!! Ich möchte Joghurt. Weil kein Joghurt auf Station ist, muss ich 30 Minuten hierauf warten.

Der Joghurt trifft ein und ich kann „frühstücken“!

08:30 Uhr der KC kommt…alles gut…ich bin frei!!!

Zusammen mit meinem Freund fahre ich nach Hause.

…Und nein liebe Frau Schwester XY, ich hatte noch keinen Stuhlgang…!!!

Zu Hause ist’s doch am Schönsten…habe erstmal reichlich Joghurt und Pudding gekauft…Suppe? Nie wieder!!!

KEINE SCHMERZEN!

Kontrollen beim KC laufen problemlos, alles in Ordnung!

18. Tag nach OP Dienstag 22.07.2008

Ich arbeite wieder!!!

20. Tag nach OP Donnerstag 24.07.2008

Ich bin über Nacht angeschwollen. Nachdem mein Gesicht und mein ICH schon wieder fast normal aussahen, bin ich doch ein wenig unruhig als ich morgens in den Spiegel schaue.

Mein Freund bestätigt mir die Schwellung auf der rechten Seite. Ich rufe beim KC. Ich muss hin, es könnte entzündet sein.

Fahre erst panisch zur Arbeit um mir ne Stunde frei geben zu lassen und düse dann zum KC.

Entzündet – aber KEINE Schmerzen. Die Wunde wird gespült…ich schmecke zum ersten Mal blut *bäh*

Rezept über Penicillin wird mir ausgestellt!

24. Tag nach OP Montag 28.07.2008

Es geht mir gut, ich muss noch einige Tage Penicillin nehmen. Was mich jedoch freut, ist das freundliche Feedback meiner Chefin und Kollegen – die Schwellung ist zurückgegangen –

Ich freue mich!

Für alle die ihre OP noch vor sich haben….keine Angst…ich habe bisher keine Schmerzen…vielleicht etwas Maulsperre und Pech gehabt wegen der Entzündung…aber mir geht es gut.

Und…das Luftballongesicht verschwindet auch!

Ganz liebe Grüße

natalie :P

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:razz: Herzlichen Glückwunsch zu überstandenen Op. :razz:

Ich überlege und überlege ob ich das machen soll

kurz zu mir:

Bin 29 Jahre

Habe einen überbiss von ca. 13 mm

evt. OP GNE,UKVV und zur Seite ; OKVV und nach unten.

Habe keine großartigen Beschwerden außer : Brötchen u.s.w abreissen anstatt abbeisen. Manches mal Knacken im Kiefer.

Es wird mir zur einer OP geraten, da ich Arthrose im Kiefergelenk bekommen kann.

Was war dein Grund für diese Op ? Nur die Ästhetik oder auch so Probleme ?

Bei mir war es in ersterlinie der Grund, da ich nach einem Unfall wieder von vorne anfangen musste, meine Kronen, die ich mir rausgeschlagen hatte ein Zahn war komplett ausgeschlagen. Ich habe immer Probleme mit Blomben,Löcher und so weiter, ich putze aber immer und auch oft.

"Tja" will nicht sagen das mich die Ästhetik nicht stört, mal mehr mal weniger halt.

Schön das du alles bis auf die Entzündung, gut überstanden hast.

Gruß: Diana ! :lol:

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Hallo Diana,

ich kann deine Überlegungen nur zu gut verstehen...ich kannte im Bekanntenkreis niemanden der sowas schon mal "hinter" sich gebracht hat und das Forum hab ich erst nach der OP entdeckt :-(

Wie beschrieben hatte ich ungeheure Angst, wenn ich zurück blicke, würde ich es aber noch mal machen! Es war die angenehmste OP von allen die ich bisher hatte...keine Schmerzen...

Ich bin aus reinen Schönheitsgründen damalig zum KFO gegangen und hab mich beraten lassen, sicher gab es hier und da negative Änderungen in meinem Gebiss durch den Überbiss...aber die habe ich so nicht genau wahrnehmen können...

Der KFO fing ja gleich an von Rückenproblemen, Verschlechterung der Kaumuskulatur, Karies, etc. Was natürlich auch gut ist, denn ohne die Sachen hätte der Gutachter der Krankenkasse nie der Kostenübernahmen zugestimmt.

Was ich jedoch schon feststellen konnte ist, dass meine (Ver-) Spannungsmigräne bei weitem zurück gegangen ist. Auch isst es sich viel besser und ... es sieht toll aus...

Ich lache viel lieber mit meinem jetztigen Draht im Mund als damalig mit mein 11 mm Überbiss und den div. Lücken!

Ich würde dir dazu raten...nicht nur der Schönheit wegen, sondern natürlich auch weger der Gesundheit!

Ganz liebe Grüße

natalie

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Hallo Natalie,

erst einmal alles Gute zur überstandenen UK-VV!! Ich hatte auch eine im März und mir geht es jetzt wieder richtig gut. Die Brackets sind auch schon draußen. Wie lange musst Du denn noch Deine tragen?

Ist ja oberwiderlich mit Deinem Bettlaken im Krankenhaus. Meine wurden täglich gewechselt. Und man kann sich ja kaum wehren, so fertig, wie man da ist.

@ Diana: Ich habe mir die OP vor allem aus gesundheitlichen Gründen angetan: ich hatte schon mit 27 eine leichte Arthrose in den Gelenken :-( ... Im Nachhinein hat es sich richtig gelohnt: Es ist sehr komfortabel, einen passenden Biss zu haben und Nacken- und Rückenschmerzen habe ich auch viel seltener jetzt. Rein ästhetisch gesehen sieht das Ganze jetzt natürlich auch besser aus, wobei ich mich immer noch erkenne, was mir immer sehr wichtig war.

Alles Liebe,

Tiffany

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Hallo ihr zwei DANKE für eure Antworten :-D

Habe erst jetzt gesehen das ihr was geschrieben habt :oops:

"Ja" ich habe jetzt am Do. 7.08.08 ein Gespräch mit meinen KFO, er hat den Bericht aus Bad Homburg bekommen, mal sehen was bei rum kommt evt. habe ich "ja" Glück und eine GNE läßt sich doch umgehen "Zahnspange"

was für mich natürlich besser wäre.

Ich finde es echt toll wie sich alle hier miteinander austauschen können.

Wie du @Pusteblume "ja" auch schon aus Erfahrung weißt,

der Bekanntenkreis kennst sich da "ja" nicht wirklich aus.

@Tiffany und da bei dir schon Probleme "Gesundheitlich" aufgetreten sind, tendiere ich doch so langsam in Richtung Op, da es zwar nicht sicher ist das es bei mir auch so kommen wird, aber sicherlich ist es möglich.

Bin auch deswegen so hin und her gerissen, weil mein Patner und meine Freundin eigentlich dagegen sind, weil sie auch Angst haben um mich und sie es nicht so schlimm finden.

Bei mir ist es auch so Phasenweise, das es ein Problem für mich ist, z.b wenn ich bei Fotos lachen soll, oder wenn einer neben mir sitzt und ich immer irgendwie meine Hand im Gesicht habe, weil ich mein Seitenprofil nicht so schön finde, oder wenn ich was abbeissen will,

bei 13 mm Überbiss kann man "ja" nicht gerade vom abbeissen reden "eher" von abreissen.

Da meine Zähne leider auch sonst immer zu Löchern neigen, nervt es ganz schön immer zu Zahnarzt gehen zu müssen. :( und das wo ich doch immer so fleissig putze.

Liebe Grüße : Diana !

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