Wolfgang W

UK-Vorverlagerung am 15.01.2008 bei Dr. Dr. Landes im Uniklinikum Frankfurt am Main,

Mit meiner Operation endete ein jahrelanges Martyrium, das seinen Anfang im Herbst 2006 nahm. Ich habe bewusst nicht direkt nach der OP meine Erfahrungen niedergeschrieben. Ich möchte vielmehr die OP als einen Teil eines umfangreichen Prozesses darstellen, der immer noch anhält und mir wieder zu mehr Lebensqualität verholfen hat.

Während der Arbeit stand plötzlich der Unterkiefer schräg, ich konnte den Mund nicht mehr öffnen noch schließen. Ich war ursprünglich von einer Entzündung im linken Kiefergelenk ausgegangen, was ich mit ähnlichen Symptomen bereits vor vielen Jahren einmal erlebt hatte.

Nachdem eine medikamentöse Entzündung nicht anschlug, zeigte eine MRT die Ursache de Problems: Aufgrund einer massiven Kiefergelenksarthrose war der Diskus aus dem Gelenk gerutscht, was leider nicht reversibel ist.

Auf Empfehlung eines Freundes wandte ich mich an die Praxis Dr. H. in Frankfurt. Dort wurde das Problem zunächst konservativ behandelt, d.h. ich bekam eine UK-Aufbissschiene. Nach einigen Anpassungsproblemen (Halsschmerzen, weil sich der Kehlkopf etwas verlagerte und ich eine Weile brauchte, bis ich wieder einigermaßen normal sprechen konnte) trat in der Tat Linderung ein. Ich konnte den Mund wieder etwas weiter öffnen, auch saß der Unterkiefer wieder gerade. Allerdings renkte das betroffene Kiefergelenk auch dieser Zeit im Schnitt zweimal pro Monat aus. Ich kann mittlerweile bestätigen, dass es durchaus angenehmere Schmerzen gibt. Nach ca. acht Monaten war die Wirkung allerdings verpufft. Die Situation wurde derart dramatisch, dass ich den Mund nur noch einen Spalt öffnen und – wenn überhaupt – nur noch pürierte Nahrung zu mir nehmen konnte. Ich verlor deutlich an Gewicht, hatte nur noch Schmerzen, musste aber im Job weiterhin meinen Mann stehen. Ingesamt habe ich meine Situation recht verzweifelt erlebt.

Mein Kieferchirurg sah nur noch die Möglichkeit, einen weiteren Kieferspezialisten zu Rate zu ziehen und empfahl mir die kieferchirurgischen Abteilungen der Uniklinik Bonn sowie der Uniklinik Frankfurt. Letztere lag für mich als Frankfurter näher.

Zum Termin in der Kieferchirurgischen Ambulanz der Uniklinik sollte ich gleich eine MRT des Kiefergelenks mitbringen, was dank der Unterstützung meines behandelnden Arztes auch kurzfristig organisiert werden konnte. Die Auswertung der MRT und die Untersuchung in der Kieferchirurgie führten zu ebenso neuen wie durchaus erschreckenden Erkenntnissen. Die Ursache der Kiefergelenksarthrose lag in meinem verkürzten Unterkiefer, der abgetrennt und nach vorne verlagert werden müsste, um ein weiteres Ausbreiten der Arthrose nach Möglichkeit zu verhindern. Allerdings war das Kiefergelenk schwer entzündet und die OP im Grunde erst möglich nach dem Abklingen der Entzündung einerseits und der kieferortho-pädischen Verlagerung aller Zähne, um nach OP wieder einen Biss zu haben. Zunächst wurde allerdings eine Vorbehandlung erforderlich, es wurde eine spezielle Oberkieferaufbissschiene angepasst, mit der ich insgesamt besser zurechtkam als mit der vorherigen UK-Aufbisschiene. Ich hatte keinerlei Anpassungsschwierigkeiten und konnte nach kurzer Zeit normal sprechen. Da ich beruflich überwiegend englisch sprechen muss, war es angenehm, dass die englische Aussprache damit weitaus besser klappte als mit der UK-Aufbissschiene. Am Problem des sich ständig ausrenkenden Kiefergelenks änderte dies zwar nichts, aber auf ein paar Monate ging es durchaus wieder besser. Ich konnte wieder etwas besser essen und sogar etwas Gewicht zulegen.

Regelmäßige Termine an der Kieferchirurgie der Uniklinik begleiteten den ganzen Prozess. Auch wenn es mitunter zu langen Wartezeiten kam, muss man sagen, dass diese nicht etwa organisatorischen Schwächen geschuldet sind, sondern der Tatsache, dass sich die Ärzte und Ärztinnen viel Zeit nehmen für die Betreuung der Patienten.

Allerdings führte auch das fleißige Tragen der OK-Aufbisschiene nicht zu einem Abklingen der Entzündung. Nichtsdestotrotz wurde nun die kieferorthopädische Behandlung eingeleitet. Diese wurde (und wird) von Frau Dr. B. vorgenommen. Aufgrund von Platzproblemen in meinem Mund konnte zunächst nur mit der Umformung des Oberkiefers begonnen werden. Hierfür habe ich mir ästhetische Kunststoffbrackets gegönnt mit Nickel-Titan-Bögen. Statt der üblichen Plastikhalterungen habe ich mich für feine Drähte entschieden. Zum einen fallen sie kaum auf, zum anderen Verfärben sie sich nicht wie die Plastikscheiben. Ich hatte mich recht schnell an Brackets und Bogen gewöhnt. Die damit verbundenen Druckschmerzen zu Beginn der Behandlung und bei Einsetzen stärkerer Bögen habe ich einfach ignoriert. Der ursprüngliche Plan sah vor, dass Brackets am Unterkiefer folgen, sowie durch die Umformung des OK entsprechend Platz geschaffen sein würde. Nach Abschluss der Umformung und dem Herstellen des künftigen (nachoperativen) Bisses sollte dann die UK-Vorverlagerung erfolgen.

Allerdings wurde dieser Plan von der sich plötzlichen weiteren Verschlechterung der Situation im Winter 2007 überholt. Selbst beim Zähneputzen renkte sich das Kiefergelenk aus, auch dünne Suppen konnte ich nicht mehr löffeln ohne Ausrenken. Jetzt begann die Schnabeltassenzeit, an sich etwas zu früh für mein Alter, aber eine gute Übung für später. Zunehmend häufig musste das Gelenk wieder eingerenkt werden. Ich litt unter massiven Schmerzen und auch unter dem wachsenden Gefühl der Aussichtslosigkeit meiner gesamten Situation.

Meine Kieferorthopädin sah nur noch die Möglichkeit, die Operation vorzuziehen und nicht die langwierige Umformung der Kiefer und Neuausrichtung der Zähne abzuwarten.

Nach einem weiteren Termin in der Kieferchirurgie der Uniklinik wurde der OP-Termin auf den 15.01.2008 festgelegt. Auch wenn ich zuvor bereits intensiv über die OP und die damit verbundenen Risiken und sicher eintretenden sehr gut informiert wurde, war es für nicht einfach, mich trotz meines absoluten Vertrauens in meinen Kieferchirurgen für die OP zu entscheiden. Trotz des massiven Leidensdrucks. Das hat unterschiedliche Ursachen, die jeder, der vor einer solchen Entscheidung steht, mit sich ausmachen muss.

Zum einen ist es nicht sicher, ob die OP kurz-, mittel-, langfristig zum gewünschten Erfolg führt (zumal am beschädigten Kiefergelenk selbst ja nichts operiert werden kann). Ferner das Bewusstsein, dass sich danach erst einmal die Lebensqualität für lange Wochen noch weiter reduziert. Auch hatte ich konkrete Ängste, ob ich nach der OP, die ja mein Gesicht verändert, noch ja zu dem neuen Gesicht sagen kann. Schließlich war mir mein „altes“ Gesicht 52 Jahre lang vertraut. Gerade diese Angst konnte ich nicht loswerden, auch wenn die behandelnden Ärzte mir recht zutreffend prognostizierten, wie ich nach dem Eingriff in etwa aussehen würde und ich durch das verlängerte Kinn „energischer“ wirken würde. Die Befürchtungen blieben dennoch. Ein großes Problem war für mich auch meine ausgesprochene Krankenhausphobie und die Befürchtung, am Ende in ein „Schneewittchenzimmer“ (=Vierbettzimmer) abgeschoben zu werden.

Zum OP-Termin ging ich in Begleitung eines guten Freundes. Das war auch gut so, denn in Bezug auf die Aufnahme auf der Station und die Unterbringung herrschte ein reines Chaos. Wäre ich nicht so verzweifelt gewesen, hätte ich das alles platzen lassen. Es gab weder ein Bett noch ein Zimmer. Ich musste mich in einer Abstellkammer für die OP umziehen und dann halbnackt über den Flur laufen und in ein dortiges Bett kriechen etc. Letzten Endes hatte ich Glück und ein hilfreicher Pfleger brachte mich in einem Zweibettzimmer unter.

Dann ging´s mit „Happy Pill“ im Bauch und Victoryzeichen über tausend rumpelige Gänge und Katakomben in den OP, wo man mir anästhesistisch den Rest gab. Nach der OP konnte ich kurz die Augen aufmachen. Als ich den triumphierenden Blick meines Chirurgen sah, fiel ich beruhigt ins Koma zurück. Ich habe dann rekordverdächtig viele Stunden im Aufwachraum gelegen. Nach und nach wurde mir bewusst, dass ich Drainageschläuche im Mund hatte, und auch irgendwas in der Nase. Vor allem: Ich konnte nicht sprechen. Also machte ich mit Gesten klar, dass ich Papier und Kuli brauche. Damit konnte ich mich wenigstens wieder mitteilen. Als Schmerzmittel bekam ich zunächst Novalgin, was aber heftige Panikattacken bei mir auslöste. Ich wurde daher auf Tramal gesetzt, was wirklich klasse ist. Vertreibt die Schmerzen und hebt die Stimmung. Nach weiteren Stunden und Erbrechen von Blut wurde ich dann wieder über Stock und Stein ins Krankenzimmer zurückgeschoben.

Die ersten beiden Tage waren ein wenig unangenehm, weil ich wegen der Drainageschläuche im Mund das Bett kaum verlassen konnte. Ernährt wurde ich mit „Flüssigschnitzeln“ (Trauf) und Wasser. Den ganzen Tag über machte ich mir kalte Wickel um die sehr geschwollenen Backen. Das einzige, was wirklich etwas bringt. Trotz aller körperlichen Einschränkungen war ich die ganze Zeit mental sehr gut drauf. Ich glaube auch nicht, dass es nur vom Tramal kam. Durch die OP bekam ich neuen Lebensmut und auch wieder Hoffnung auf etwas mehr Lebensqualität. Da ich noch nicht ins Bad gehen konnte, um mich im Spiegel zu betrachten, machte ein Freund Fotos mit seinem Handy und zeigte sie mir. Das war ich? Na ja. Mein Gesicht war schon sehr verschwollen, aber da es meine Brille auf der Nase war, musste es sich wohl um mich handeln.

Kaum waren die Drainageschläuche entfernt, wurde die Freiheit im Mund umgehend mit einem Splint beendet. Ich realisierte allmählich, dass der Unterkiefer mit lauter behelfsmäßigen Haken und ähnlichen Einbauten versehen war, um somit Ober- und Unterkiefer fest mit boshaft engen Chirurgengummis verzurren zu können. Die Haken reizten zwar die Schleimhäute im Bereich der Unterlippe sehr, was aber nicht zu Schmerzen führte, da der Unterkiefer-Nerv durch die OP bedingt wie erwartet ausgefallen war. Weder in Lippe noch Kinn hatte ich irgendwelche Gefühle. Es soll etwa zwölf Monate dauern, bis sich hier wieder Gefühle einstellen. Die Nahrungsaufnahme der kommenden Wochen war auf Fresubin (ich empfehle Waldbeere, Vanille ist einfach ekelhaft pappig), dünne, gefilterte Suppen und Sahnesaucen beschränkt. Ich habe in dieser Woche dramatisch abgenommen und war auch gute fünf Monate nach der OP immer noch weit unter meinem Ausgangsgewicht geblieben. Erst nach sieben Monaten hatte ich den Verlust von 8% meines Körpergewichts wieder aufgeholt.

Die ärztliche Betreuung in der Klinik war engmaschig, kompetent und fürsorglich. Leider galt dies nicht in gleichem Maß für die Kantine, die auf Kieferpatienten wie mich wahrlich nicht eingestellt war. Ich war froh, dass meine beiden Freunde mich auch in dieser Zeit versorgten. Es war auch schön, nach einer Woche wieder nachhause entlassen zu werden.

Die Schwellungen im Gesicht klangen nach und nach ab. Auch wenn ich mich in den ersten Wochen nur mit Block und Kuli verständlich machen konnte, kam ich auch bei Einkäufen in Geschäften ganz gut zurecht. Quasi Abenteuerurlaub auf Krankenschein. Insgesamt war Ich fünf Wochen krankgeschrieben, habe aber noch zwei Wochen Urlaub drangehängt, bevor ich wieder zur Arbeit ging. Da ich in meinem Job viel sprechen muss, wollte ich erst den Splint los sein als Grundvoraussetzung. Ich habe dann fleißig Sprechen geübt, bis es sich wieder normal anhörte.

Nach der Entlassung kam ich zu wöchentlichen Kontrollterminen an die Uniklinik, wo die Ärzte mit der Entwicklung stets sehr zufrieden waren. Endlich wurden auch die ganzen Haken und Fäden entfernt, ein ganz ungewohntes Gefühl von Freiheit. Ein schönes Gefühl, doch währte es nur zwei Stunden lang. Dann hatte ich bereits Brackets und Bogen auch am Unterkiefer, die aber wenigstens weitaus weniger voluminös waren als die behelfsmäßigen Einbauten.

Die Kontrolltermine an der Uniklinik wurden dann ausgedünnt, da jetzt erst einmal die kieferorthopädische Behandlung einerseits und die kieferphysiotherapeutische Betreuung andererseits im Vordergrund standen (und stehen). Ich habe durch Empfehlung einen ausgezeichneten Physiotherapeuten in Frankfurt gefunden. Mit seiner Hilfe kann ich mittlerweile wieder normal Zähneputzen, Brot essen (ohne die Kanten abzuschneiden) und auch zunehmend wieder mehr substantiellere Nahrung aufnehmen. Ich kann den Mund jetzt schon wieder etwa 2 cm öffnen, wieder Spaghetti essen und erstmals seit zwei Jahren weich gebratenes Fleisch (Hühnerbrust).

Am 07. August wurden Brackets und Spangen endgültig entfernt. Da ich unter keinen Umständen wieder irgendwelche Schienen tragen wollte, habe ich mich dafür entschieden, mir unauffällige Lingualretainer hinter die Ober- und Unterkieferzähne kleben zu lassen. Das ist zwar teurer, aber einfacher im Handling und vor allem nicht sichtbar.

Vorläufiges Fazit:

Ich habe mir zu Beginn nicht vorstellen können, wie aufwändig die Behandlung insgesamt ist. Rechnet man die lange Vorbereitungs- und Nachbereitungsphase der OP, befinde ich mich jetzt bereits im dritten Jahr. Da ich als chronisch Kranker nur Kassenpatient bin und die Uniklinik für meine Behandlung nur eine Fallpauschale bekommt, ist es schon beeindruckend, dass dennoch für mich eine optimale Behandlung stets sichergestellt war. Dafür bin ich sehr dankbar.

Seit der OP ist mein Kiefergelenk kein einziges Mal mehr ausgerenkt. Ich habe mich auch an mein neues Gesicht gewöhnt (ich brauchte dazu etwas länger als die Menschen in meiner Umgebung). Meine Lebensqualität hat sich in mehrerlei Hinsicht stark verbessert: Die psychische Belastung aufgrund meines einstigen jämmerlichen Zustand ist vorbei. Ich freue mich an jedem neuen Tag, den ich ohne die Behandlung kaum positiv erleben könnte.

Ich hoffe auch, dass durch die OP die Arthrose dauerhaft gestoppt wurde. Vielleicht erholt sich auch der Unterkiefer-Nerv wieder, damit ich wieder Gefühl im tauben Kinn und Unterlippe bekomme.

Ich kann jedem in vergleichbarer Situation nur raten, sich für eine OP zu entscheiden. Es ist ein guter Schritt, sein Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen und besser, als elend vor sich hin zu leiden.

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Hallo Wolfgang!

Herzlichen Glückwunsch zur überstandenen OP!

Auch ich habe Probleme mit meinem Kiefergelenk. Immer wenn ich den Mund zu weit "aufreiße", renkt sich das Gelenk aus, aber bei mir flutscht das so wieder rein........bis jetzt.......

Ne Athrose habe ich deswegen auch schon. Meine OP ist am 18.09., ich werde dann berichten.

LG

Nina

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Hallo Wolfgang!

Danke für den Bericht, hast ja sehr nett formuliert. Es freut mich, dass du nach so einer langen Geschichte positiv abschließen konntest!

Alles Gute weiterhin!

lg feigling

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Hallo Nina,

ich wünsch dir ales Gute dafür. Vielleicht zeigt dir ja mein Bericht, dass auch viele meiner Ängste sich letztendlich als unbegründet herausstellten. Aber ich wollte auch zeigen, dass es nicht "nur" um eine OP geht, sondern um einen langen Prozess. Ich bin jedenfalls froh, dass ich mich dazu durchgerungen habe und dass ich ausnahmslos an wirklich tolle, kompetente Ärzte geraten bin. Das Gleiche wünsche ich dir und ich bin gespannt, wie es dir ergehen wird.

Herzliche Grüße

Wolfgang

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Hallo Wolfgang,

herzlichen Glückwunsch zu Deiner weitestgehend überstandenen Behandlung!

Dein Bericht hat mich nur noch einmal darin bestätigt, dass es gut war, im März dieses Jahres in der HSK Wiesbaden meinen UK vorverlagert haben zu lassen.

Mir wurde zuvor eine beginnende Kiefergelenkarthrose (da war ich 27) diagnostiziert, die bei mir immer öfter heftige Nacken- und Kopfschmerzen auslöste. Vor späteren Folgen wurde ich gewarnt und Dein Beispiel zeigt, so denke ich, wie gravierend diese sein können.

Deine Bedenken vor der OP kann ich gut nachvollziehen, mir ging es ähnlich. Die Regenerationszeit war lange, aber ich machte kontinuierlich Fortschritte und mein Gesicht erkannte ich Gott sei Dank auch wieder.

Auch ich führe jetzt ein Leben mit Kleberetainern und ohne Brackets. Ich bin froh, diesen Weg gegangen zu sein. Das Gefühl im Kinn ist wieder ganz da, in der Unterlippe auch weitestgehend. Meine Beschwerden von früher bin ich los.

Auch Dir weiterhin alles Gute!

Tiffany

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bei mir tut sich in Sachen Gefühlen noch nichts, aber ich bin ja auch ein Mann und da scheint derartiges wohl verzichtbar zu sein. Also Unterlippe, unterer Gaumen und Kinn sind noch taub und so allmählich habe ich den Eindruck, dass das so bleiben könnte, schließlich bin ich ja im 8. Monat nach meiner OP. Aber selbst wenn dies so bliebe, hat sich die OP dennoch gelohnt. Seit der Zeit ist das Kiefergelenk kein einziges Mal ausgerenkt, vor der OP musste es im Schnitt 8x pro Monat eingerenkt werden. Und auf solche Schmerzen verzichte ich gerne ;-)

Ich kann zwar noch immer kein Magnum essen, aber ich arbeite daran.

Gruß

Wolfgang

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Hi Wolfgang!

Herzlichen Glückwunsch=)

Deine Geschichte kommt mir sehr bekannt vor. Mir musste vor der UK-VV auch der Kiefer immer wieder eingerenkt werden, was wirklich nicht angenehm war.

Hattest du nach dem Einrenken auch immer so starke Schmerzen? Die hab ich wirklich noch sehr gut in Erinnerung...

Bei mir ist das letzte Mal ausrenken heute auf den Tag genau 1 Jahr her. Ich wurde Ende September letzten Jahres operiert und seit dem hat sich nichts mehr gefehlt...:mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Wir können also hoffen =)

Lg

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Wow, was für eine Geschichte. Schön, dass aber letztendlich doch alles so gut verlaufen ist, denn die Zeit vor der OP hört sich echt nach Horror an. :-?

Bei mir ist es auch immer raus und aber wieder reingesprungen (jetzt habe ich ja auch eine Schiene) und jetzt weiß ich auch, was auf mich zugekommen wäre, wenn das nicht behandelt werden würde.

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Hallo Wolfgang,

danke für Deine Geschichte. Man liest ja immer, welche Folgen eine nichtbehandelte Kieferfehlstellung im Alter haben kann. Deine Schilderungen zeigen, dass es schneller gehen kann, als man denkt... und es war sicherlich der reinste Horror bei Dir.

Auch ich (28 Jahre) habe schon seit ca. 2 Jahren immer wieder ein Knacken im rechten Kiefergelenk, das ich zunächst für nicht bedenklich hielt. Inzwischen tut mir nach intensivem Kauen die rechte Seite auch noch Stunden danach weh, Kaugummi geht eigentlich auch nicht mehr. Manchmal ist der Kiefer danach richtig steif und ich bekomme den Mund nur unter Schmerzen und Knacken weit auf. Ich habe auch das Gefühl, dass sich in den letzten Jahren mein Überbiss verstärkt hat und sich damit einhergehend auch die Kiefergelenksprobleme verschlimmert haben. Ich überlege mir jetzt schon genau, was ich esse und auf welcher Seite ich was kauen kann!

Bezüglich meiner Kieferbehandlungen stehe ich noch ganz am Anfang, da mein Zahnarzt das Problem (Zahnengstand und absoluter Fehlbiss der rechten Seite durch einen zu spät gezogenen Weisheitszahn) nie wahrgenommen bzw. als nicht behandlungsbedürftig eingestuft hat. Deine Geschichte gibt mir aber Auftrieb, das ganze auch wirklich jetzt durchzuziehen, damit es eben nicht noch schlimmer wird.

Viele Grüße und alles Gute weiterhin :-)

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also an deiner Stelle würde ich da nichts anbrennen lassen. Das Wichtigste ist, einen guten Kieferchirurgen zu finden, der über entsprechende Erfahrung verfügt. Der nächstbeste muss lange nicht der beste sein. Es gibt sicher auch bei euch eine Kieferchirurgische Praxis, die dir eher weiterhelfen können und dich im Zweifel an einen Spezialisten verweisen können. Denn allein mit einem Zahnarzt kommst du bei dem Thema nicht weiter.

Gruß und alles Gute

Wolfgang

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weisst du, wieviel dein UK vorverlagert wurde?

deine geschichte solle man jeden krankenkassengutachter frühstücken lassen, der mal wieder eine UK-VV wegen 5,x statt 6 mm rücklage ablehnt

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Hallo Wolfgang,

danke für Deinen Rat. Ich sehe das auch so, denn ich habe mich eigentlich schon viel zu lange hinhalten lassen bzw. das eigentliche Problem nicht erkannt. Bei mir ist es eben nicht nur der Überbiss, sondern auch eine Schräglage der Kiefer, wodurch mein Gesicht asymmetrisch ist. Vielen Leuten fällt das garnicht auf und mir selbst im Spiegel auch nicht, aber auf Fotos sehe ich es ganz deutlich. Ich vermute mal, dass es von der verschobenen Zahnreihe (Weisheitszahn) kommt, denn auf Kinderfotos sieht man davon noch nichts. Seit ich dieses Forum entdeckt habe (vor etwa 4 Wochen) kann ich es eigentlich kaum noch abwarten, die ersten Schritte zu gehen. Im September habe ich einen Termin in BH und hoffe, dann mehr zu wissen. Leider habe ich bis jetzt noch keinen guten KFO. Kann mir jemand einen in Sachsen-Anhalt empfehlen?

Das größte Problem sehe ich eigentlich bei den langen Kranheitszeiten. Als Selbständige ist für mich eigentlich schon das Wort "Urlaub" fast ein Fremdwort. Wie hast Du das denn gelöst? Und welche Erfahrungen hast Du auf Arbeit vor/nach der OP mit Sprechproblemen etc. gemacht?

Ich merke gerade, dass ich einen eigenen Thread aufmachen sollte... sorry

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hallo...wow ist ja interessant...vielleicht steht mir auch soetwas bevor...wie stark verändert sich das gesicht...?danke grüße

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Hallo Wolfgang,

ich danke dir für deinen tollen Bericht bzgl. der Behandlung an der Uniklinik Frankfurt.

Das gibt mir Mut :-D

Mir steht eine OK-Rückverlagerung bevor. Ich hoffe, dass das auch alles gut verlaufen wird.

Ich hoffe, dass du inzwischen ohne Einschränkungen und schmerzfrei Leben, Essen und Genießen kannst!

Gruß Suri

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