lala

Brücke oder Implantat?

Hallo!

Ich weiß nicht, ob das Thema hier überhaupt rein passt, aber da hier schon viele nicht-kieferorthopädische Themen, wie Füllungen, Kronen, etc. besprochen wurden, poste ich es hier mal.

Und zwar...

Mein Partner hat einen von einem Autounfall geschädigten Zahn, da der Kiefer gebrochen war. Dieser Zahn musste damals (vor 8 Jahren) wurzelbehandelt werden und hat zwischendurch Probleme gemacht (Entzündungen). Der Zahnarzt meinte, der Zahn wäre nicht mehr zu retten und müsse, wenn man ihn nichtmehr erhalten kann, gezogen werden.

Nun ist der ZA auf Urlaub und der Zahn ist die letzten Tage so abgebröckelt, dass nur noch ein Stück von der Seitenwand des Zahnes da ist.

Der ZA meinte damals auch er wäre eher für eine Brücke als für ein Implantat, leider hat mein Partner sich nicht gemerkt weshalb, hat damals auch nicht genau nachgefragt.

Was spricht in so einem Fall für, oder gegen ein Implantat, oder für oder gegen eine Brücke?

Und: soll er vorerst zu einem anderen Arzt, und den Zahn ziehen, oder gar ein Provisorium drauf machen lassen? Der eigentliche ZA ist ab 1. September wieder da.

Danke schon mal für eure Antworten. Vielleicht kennt ihr euch da mehr aus!

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Hi lala,

Nachteil Implantat: es kostet wesentlich mehr als eine Brücke

Nachteil Brücke: es müssen die Nachbarszähne beschliffen werden!

Wenn der Zahn abbröckelt, spricht nichts dagegen, zu einem anderen Zahnarzt in Vertretung zu gehen, wenn sein ZA im Urlaub ist!

LG, Anna

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hallo,

das ist eine schwierige entscheidung, es kommt auch drauf an, welchen zahn es betrifft.

aus persoenlichen gruenden wuerde ich eher zum implantat tendieren, da dies quasi einem "vollwertigen" zahn entspricht (belastbarkeit) und eine bruecke eher dazu dient, eine luecke optisch zu kaschieren (bitte korrigieren, falls ich falsch liegen sollte)

klar ist es eine preisfrage, aber meist besteht eine bruecke aus 3 gliedern, und da kostet jedes einzelne, man muesste sich kostenvoranschlaege einholen und die negativen dinge den positiven gegenueberstellen.

warum ich das sage:

ich hatte bis 29 einen milcheckzahn, war deutlich als solcher erkennbar, hat mich nie wirklich gestoert. da der druck der familie zu gross wurde, habe ich mich ueberreden lassen was zu machen. mein za wollte mir brackets verpassen (dazu war ich damals nicht bereit, war leider eine grosse fehlentscheidung) - dann ging ich zu einem bekannten, der meinte, er wuerde mir eine bruecke einsetzen und dann waer alles schoen ...

nun gut, ich hatte damals keine bedenken, bzw. wurde nicht aufgeklaert, dass es zu unschoenem zahnfleischrueckgang kommen koennte und dass bruecken im frontbereich problematisch sein koennten. er hat mir auch nicht die moeglichkeit einer abnehmbaren loesung gezeigt. naja, der zahn wurde gezogen, die wurzel war noch 0,5cm lang (alle meine milchzaehne hatten super wurzeln und mussten gezogen werden)

zwei zaehne wurden beschliffen, gsd hab ich mich gegen das beschleifen des 2ers gewehrt :) mit der bruecke hatte ich leider von beginn an probleme, es war auch sichtbar, dass ich im frontbereich eine hatte :( . die probleme kamen dadurch, dass sich zwischen dem anhaengsel und dem zahnfleisch speisereste verfingen, durch das ausputzen zog sich das zahnfleisch zurueck, usw. belastbar ist sie auch nicht gewesen, aber da wurde ich ausgeklaert. nur wenn mans nicht selbst erlebt, versteht mans nicht, ich halt nicht.

im zuge der brackets wurde die bruecke entfernt, die luecke geschlossen und der 4er wuerde optisch zum 3er mittels einer neuen krone, dafuer musste ich leider auf der anderen seite einen praemolaren opfern. ein implantat konnte aufgrund der situation nicht gesetzt werden :(.

ich denk mal, wenns finanziell moeglich ist, waer sicher ein implantat die beste loesung :) bis zur klaerung ist sicher die moeglichkeit eines provisoriums da, hatte auch kunststoffprovisorien, bis zum ende der bracketzeit.

ui, so viel wollt ich gar nicht schreiben :wink:

lg marion

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Hallo

muss ein Implantat auch mal gewechselt werden, z.B. weil der Kieferknochen sich zurück bildet, oder ist das einmal implantieren sein Leben lang ruhe haben?

LG Sven

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Marion, danke für deinen ausführlichen Beitrag!

Es geht um einen Backenzahn im Unterkiefer. Nicht sichtbar. Leider weiß ich nun nicht weshalb der ZA eher gegen ein Implantat in seinem Fall war, aber so wie auch du beschrieben hast, stelle ich mir so eine Brücke aufwendig und eher von Nachteil vor, also wenn sich Essensreste drunter verfangen, nebenstehende Zähne abschleifen, Zahnfleischrückgang etc.

Andererseits ist sein Kieferknochen durch den Unfall doch noch ziemlich beschädigt, und ich befürchte, dass das der Grund war, weshalb der ZA eher kein Implantat empfiehlt.

Sollte mein Partner auch zu einem Implantologen gehen? Das wird dann sicher auch so eine Sache werden mit: wie findet man einen, der auch gut ist. Schließlich wissen wir ja, wie das so mit Kieferorthopäden und Zahnärzten ist. Nicht jeder empfiehlt die gleiche Behandlung und versteht sein Handwerk gleich gut, etc.

Achja, und Zahnfleischrückgang ist mit Implantat eher unwahrscheinlich, oder wie? Und wie sieht es mit Knochenabbau aus?

Sorry, kennen uns auf dem Gebiet nämlich gar nicht aus!

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ui, der beschaedigte knochen kann natuerlich ein grund dafuer sein.

ja, es ist echt schwer eine arztwahl zu treffen... einen implantologen aufzusuchen ist sicher eine gute idee. ev. hat sein za bevorzugte implantologen, mit denen er zusammenarbeitet und die er empfehlen kann und mit denen abgeklaert werden kann, ob ein implantat zu setzen moeglich ist.

knochenrueckgang ist eher bei einer bruecke (da keine belastung in dem sinn mehr vorhanden ist) zu beobachten, in meinem fall war der knochen schon etwas zurueckgebildet, sodass ein implantat nicht ohne vorarbeit moeglich gewesen waere.

eine intensive hygiene ist natuerlich in beiden faellen noetig, erhoeht auch die "haltbarkeit".

aja, wenns moeglich ist, waers vielleicht besser, zu warten bis der za wieder vvom urlaub zurueck ist (hat er eine vertretung?) und zu erfragen, obs massnahmen gaebe, ohne den zahn ziehen zu muessen, wie eine krone mit einem stift?? oder hat er schmerzen?

hoffe, ihr findet eine akzeptable loesung,

lg marion

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@sven:

Eigentlich sollte so ein Implantat ein Leben lang halten - zumindest der Titananker, der im Kiefer sitzt. Denn dieser muss mit dem Kiefer verwachsen, weshalb es auch vom Einsetzen des Titananker bis zum Aufbau der Zahnkrone zwischen 3 und 6 Monate dauert (OK dauert länger als der UK). Es kann halt sein, dass die Zahnkrone nach etlichen Jahren vielleicht mal ausgetauscht werden muss, aber diese ist ja quasi in dem Titananker eingeschraubt.

Ich hoffe das alles jedenfalls, denn bei mir werden nächstes Jahr auch 2 Implantate an den beiden unteren 4er-Positionen eingesetzt.

Auch sollte sich im Gegensatz zu einer Brücke bei einem Implantat der Kieferknochen nicht zurückbilden, da dieser durch den Kaudruck stimuliert wird, der über die Zahnkrone auf den Titananker und damit auf den Kieferknochen wirkt. Und das fällt bei einer Brücke ja weg, wo der Kaudruck über die Brücke auf die beiden "Brückenpfeiler" wirkt, also den beiden Zähnen an denen die Brücke eingehängt ist.

@lala:

Bei mir macht das auch gleich mein Kieferchirurg, da das MKG-Zentrum neben Kieferchirurgische Operationen auch Implantatologie, Gesichtschirurgie und auch ästethische Chirurgie machen. Wir haben schon davon gesprochen, dass die Titananker bei meiner zweiten OP zur Plattenentfernung gleich mit eingesetzt werden. Wie schon oben beschrieben sollte die Gefahr des Zahnfleischrückganges und des Knochenabbaus bei einem Implantat geringer sein als bei einer Brücke, da die Zahnstrukur und die Zahnbelastung durch den Kaudruck einem natürlichen Zahn sehr ähnlich ist.

Ich kann mir vorstellen, dass Euer ZA deswegen gegen ein Implantat ist, dass an der Stelle vielleicht zu wenig Knochensubstanz im Kiefer vorhanden ist oder er um die Stabilität des Kieferknochen fürchtet. Denn der Titananker braucht noch einiges an Knochen um sich herum, damit dieser stabil und sicher einwachsen kann. Aber vielleicht kann hier ja auch ein Knochenaufbau gemacht werden (muss bei mir auch noch gemacht werden, ich hab auch zu wenig Knochensubstanz an der Stelle, wo die Implantate hinkommen sollen). Wäre es nicht auch eine Alternative, dass ihr wartet, bis der Knochen wieder richtig verheilt ist und dann das Implantat einsetzen lasst? OK, es ist schon etwas gewönungsbedürftig beim Kauen, wenn ein Backenzahn fehlt, da hier viel Platz zum Essen-verstecken ist, aber es ist ja nur für einige Monate.

Implantate einzusetzen ist eh eine etwas langwierigere Sache. Es gibt zwar die Möglichkeit, einen Zahn zu ziehen und dann dort sofort in das Loch einen Implantatanker einzusetzen (Stichwort Sofortimplantation), aber der normalere Weg ist meines Wissens nach

- erst den Zahn zu ziehen

- warten bis die Stelle verheilt ist

- den Implantatanker setzen. Dabei wird das Zahnfleich an der Stelle wo der Anker gesetzt wird aufgeschnitte und quasi aufgeklappt, der Implantatanker wird eingesetzt und das Zahnfleisch wieder zurückgeklappt.

- 3-6 Monate warten, bis der Titananker richtig eingewachsen und belastbar ist.

- Danach wird das Zahnfleisch wieder aufgeschnitten und es kommt erst einmal so eine Art Deckel auf den Anker, damit sich das Zahnfleisch ähnlich wie bei einem natürlichen Zahn ausformen und verwachsen kann.

- Zum Schluß kommt dann einige Wochen später die Zahnkrone auf den Titananker.

Also ich würde das auch erst einmal mit meinem Zahnarzt besprechen, sofern nicht unbedingt die Nötwendigkeit zu sofortigem Handeln (z.B. wegen Schmerzen) besteht. Vor allen Dingen, da - egal wie der Zahn letztendlich behandelt wird - jede dieser Aktionen eine längerwierige Sache ist.

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