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flo86

OK-VV am 14.08.2008 Klinikum Benjamin Franklin in Berlin - Journal

Kurze Infos zu mir und dem Eingriff:

Ich bin 22, Student, mein OK wurde 5mm nach vorne, und an den Seiten 1, bzw. 2,5 mm nach oben verschoben.

Tag 1. 21:17

Heute war alles ganz entspannt. Um 10 bin ich in der Klinik angekommen. Dort habe ich 30 Minuten aufs Zimmer gewartet, war zum EKG, Fotos aufnehmen, Modelle abholen, danach war der Vormittag auch schon gelaufen. Meine Zimmernachbarn sind der absolute Traum. Ensi ist 13. Er ist schon seit ca. 10 Tagen hier auf der Station und ihm geht’s schon wieder recht gut, auf jeden Fall redet er ununterbrochen über seine Lieblingsserien, seine Katzen, sein Handy, sein Ipod und seinen Computer. Mein anderer Nachbar, Toni, ist mit mir zusammen eingezogen. Er ist 21 und hat sich bei einer Schlägerei einen Zahn abgebrochen. Der ist jetzt eingewachsen und eine Zyste hat sich gebildet. Diese wird dann morgen entfernt. Auf mich macht er aber einen sehr entspannten Eindruck. Mit den beiden habe ich heute den ganzen Tag ActionMauMau gespielt. Leider habe ich verloren, mit 767 Punkten. Toni gewinnt mit 682.

Die Schwestern hier auf der Station sind alle locker drauf, bis auf eine Blonde, die uns verbieten wollte rauchen zu gehen. Toni hat sie aber solange genervt bis sie zugestimmt hat :)

Zwischen dem MauMau spielen wurde ich ständig durch OP-Vorbereichtungen unterbrochen. Mir wurden etwa 100 ml Blut abgenommen, es gab eine Anti-Trombosespritze ins Bein, die es jetzt jeden Tag geben wird. Dazu habe ich mit der Anästhesistin und der Kieferchirurgin geredet. Die Anästhesistin konnte mir nichts neues erzählen, nur dass Solche Eingirffe heutzutage praktisch risikolos sind. Die ganze Situation wirkt schon zynisch, wenn man bedenkt, dass ich auf einem Informationszettel, den ich kurz vorher bekommen habe, von Risiken wie Tod und Querschnittslähmung gelesen habe. Meine Kieferchirurgin (die übrigends echt super schick ist und sich die ganze Zeit freut) hat mich aber überrascht. Nicht nur, dass sie meinen Kiefer 5mm nach vorne verschieben möchte, sondern jetzt will sie auch noch ein Stück absägen. Links 1 mm, rechts 2.5mm. Oder anders rum. Ich hab ihr die große Sorge mitgeteilt, dass mein Kiefer danach wohl krum wird, aber sie meinte das er jetzt krum ist und danach alles schön gerade sein wird. Versprochen! Na gut, ich glaube ihr. Gerade habe ich noch meine letzte Zigarette geraucht, ab Morgen ist erstmal schluss für unbestimmte Zeit. Den restlichen Abend werde ich mich jetzt wohl noch langweilen. Ensi links neben mir Tippt gerade in sein Cyber-Samsung SGU700, Toni rechts neben mir liest Ensis Bravo. Ich nehm mir jetzt wohl auch ne Bravo und schalte mein Gehirn auf Leerlauf.

Tag 2. 14.08.08 09:33

Noch etwa eine Stunde bis zur OP. Langsam bin ich echt aufgeregt. Toni ist schon seit etwa einer Stunde weg. Ich bin dann nach ihm dran. Grad ist Ensins Famile gekommen und sein kleiner Bruder singt hier ständig Lieder vor sich her. Ich hasse das, aber wenigstens lenkt es mich etwas ab.

Zur OP gibt es hier besondere Ausgehkleidung. Diese besteht aus einer lustigen Haube, einer einmal-Schlipper in Göße doppel-S und einem offenen Tuch, das man sich über hängt. (Fotos folgen vielleicht :))

Leider habe ich gerade erfahren, dass ich nicht von meiner schicken Kieferchirurgin operiert werde, sondern von jemand anderem. Er scheint etwa knapp über 30 und wirkt irgendwie übereifrig. Hoffentlich versaut der das nicht. Glücklicherweise ist meine Chirurgin zumindest dabei und immerhin hat sie mir versprochen, dass es nicht versaut wird. Ensin hat mir erzählt, dass er nach der Operation mit Morphium vollgepumpt wurde. Ich beneide ihn ein bisschen. Er hat kriegt keine Trombosespritze und wird mit den besten Drogen vollgepumpt. 13 müsste man nochmal sein.

Tag 2 14.08.08 19:45

Die OP ist gut verlaufen. Gegen 10:30 wurde ich in den OP-Vorbereitungsraum geschoben. Der Anästhesist hat sich etwa eine halbe Stunde mit mir unterhalten. Er war echt gut drauf. Er hat mir den Zusammenhang zwischen jedem einzelnen Ding, das an meinen Körper geheftet wurde, und der Beatmungsmaschine erklärt, so dass ich genau wußte welches Kabel für was zuständig ist. Dann hat er mir erklärt was für Personen anwesend sind und dass sie die besten der Klinik sind. Hehe, mir ist klar, das er mich belogen hat, aber es war trotzdem recht interessant. Anwesend waren:

Operateur, Assistenzarzt, 2. Assistenzart, Anästhesist, ein Assistent vom Anästhesist und 2 OP Schwestern - 7 Leute. Ich habe mich nicht getraut zu Fragen, wer genau mich operiert, sondern hab mir einfach eingeredet, dass es wohl der Fähigste ist, weil das der Anästhesist ja gesagt hat. Gegen 11 hat er mich nochmal für eine Viertelstunde alleine gelassen. Ich habe meinem Herzschlag und alle anderen Werte auf der Maschine zugeguckt und ausprobiert was passiert wenn ich schnell atme/langsam atme/huste/luft anhalte, war recht interessant. Gegen 11:15 kam dann ein zweiter Anästhesist. Ich glaube das war der Chef. Er hat mir allerhand zeug durch die Kanüle geben lassen. Am Ende meint er: „So, jetzt ist die Betäubung dran. Haben sie sich denn einen schönen Traum ausgedacht?“, Ich muß nur kurz nachdenken bis mir etwas wundervolles einfällt, dann nicke ich ihm zu. Er sagt „Träum was schönes“ und drückt das Zeug in meine Vene. Nach etwa 10 Sekunden bin ich weg.

Nach dem aufwachen war ich kurz verwirrt, aber es war absolut nicht schlimm. Ich kann mich noch daran erinnern, wie ich nach Mophium frage und an das anschließende Gespräch der Schwestern, das in etwa wie folgt ablief:

„gib ihm mal Morphium“

„was, wieso denn Morphium?“

„Er meint sein Kumpel hatte welches und jetzt will er auch was.“

Danach setzt meine Erinnerung leider aus. Wenn sie mir wirklich welches gegeben haben, dann hatte ich leider nichts davon.

Das nächste mal bin ich aufgewacht, als die Schwestern mich in mein Zimmer zurückfahren. Ich glaube es war so gegen 16 Uhr. Es ging mir körperlich wirklich gut, ich hatte keine Gummis und konnte normal reden, aber nervlich war ich total am Ende. Jedesmal, wenn ich mit jemandem gesprochen habe, ist innerlich eine Welt zusammengebrochen und ich hätte nurnoch heulen können. Ein wirklich sehr sehr seltsames Gefühl, gegen das ich nichts machen konnte, weil ich mich eigentlich garnicht schlecht fühlte. War wohl sowas wie ein Nervenzusammenbruch Toni meinte ich sollte mich besser nochmal schlafen legen, was ich dann auch gemacht habe. Kurz vor 18 Uhr wurde ich wieder wach. Seit dem haben sich die Ereigenisse überschlagen. Eine Schwester bringt mich zunächst zur Toilette und macht sich sichtlich Sorgen, als ich will, dass sie mich dort alleine lässt. Ich habe mich auch extrem schwach gefühlt, aber es ist alles gut gegangen. Wenige Minuten später gab es dann Abendbrot. Die Suppe konnte ich, dank fehlender Gummis, problemlos essen, auch wenn bisher alles was ich mache in Zeitlupentempo von statten geht und ich bestimmt eine halbe Stunde daran rumgeschlürft habe :)

Nach dem Essen ging es mir auch nervlich wesentlich besser. Toni hat einige Witze gerissen und ich kann wieder lachen. Dabei freue ich mich, dass es keine Schmerzen gibt. Ensi hatte eine OP im Unterkiefer und konnte schmerzbedingt erst nach 6 Tagen das erste mal lachen.

Anschließend habe ich mir nochmal Tee geholt und versucht herauszufinden warum ich keine Gummis im Mund habe. Dabei mache ich alle total wahnsinnig und die Oberschwester hat sich etwas gekränkt gefühlt als ich meine ich will lieber mit der Chirurgin sprechen ;)

Am Ende weiß ich natürlich trotzdem nicht, warum ich keine Gummis habe, denn mit der Chirurgin konnte ich nicht sprechen. Danach gab es die Trombosespritze und ein Rüge, ich solle mal nich so hyperaktiv sein. Anschließend telefoniere ich noch mit meiner Mutter und einem meine Kumpels. Insgesamt etwa 20 Minuten. Als ich mich verabschiedet hatte, kam auch schon wenige Minuten später meine lieblings - Kieferchirurgin um nach Toni und mir zu sehen. Sie meint zu mir ich sei ein absolutes Glückskind und brauche keine Gummis. Angeblich sitzt alles zu 100% perfekt, wie es sonst kaum der Fall ist. Ich traue dem Ganzen nicht, vor allem weil ich im Moment mit nur einem einzigen Zahn auf dem Splint aufsetzte – mit einem Backenzahn hinten rechts. Ich erzähle ihr das und meine außerdem, ob es nicht vielleicht vorsorglich doch besser ist, mir Gummis einzuhängen. Aber sie lächelt und meint: „nee du bekommst keine Gummis, das einzige was du von mir bekommst ist eine Tüte Gummibärchen am Ende, weil alles so super funktioniert hat.“

Ok, das beruhigt mich, aber sie rät mir auch so wenig wie möglich zu sprechen und beide Kiefer sehr ruhig zu halten. Die Warnung kommt etwas zu spät, nachdem ich die letzte dreiviertelstunde versucht habe mit so vielen Menschen zu reden, wie es mir möglich war. Seit dem habe ich höchstens 10 Worte gesagt.

Das war mein OP Tag. Es ist jetzt 20:50 und ich merke, dass ich leichte Kopfschmerzen habe. Außerdem bringt dieses Kühlgerät alle zum Wahnsinn – vor allem mich. Die Maske hängt einfach locker über mein Gesicht, hat aber schlauerweise keine Mundöffnung und meine Nase ist total dicht mit Blut (das übrigends die ganz Zeit in so ein Stoffding fließt). Das Problem ist jetzt, dass mein Atem aus dem Mund an der Maske kondensiert und somit schön alles voll mit Sabber geschmiert wird. Desweiteren kühlt sich die Maske alle 15 Minuten neu, dazu wird eine Maschine angeworfen die in ihrer Lautstärke an eine Atomreaktor erinnert. Zu guter letzt haben sich für heute um 0 uhr schon die Schwestern angekündigt um mir Antibiotika zu geben.

Na dann, gute Nacht.

21:27

Ich war gerade noch aufm Klo und hab mich dabei etwas länger im Spiegel angeguckt. Mein ganzes Gesicht abwärts der Augenpartie ist verändert. Meine Nase wurde etwas nach Oben gebeugt. Sie wirkt dadurch um einiges kürzer, vor allem im Profil, das jetzt meiner ersten kurzen Auffassung nach besser aussieht. Dafür ist die Spitze etwas nach oben gebeugt, worüber ich weniger zufrieden bin. Außerdem habe ich das Gefühl, dass der Oberkiefer im Vergleich zu Unterkiefer etwas schief steht, es könnte aber einfach die Schwellung sein. Mal sehn, um mich herum schlafen alle, ich mach Schluss.

Zusammenfassung 2 Tag (geschrieben am 3. Tag):

Gestern hatte ich keine Lust was zu schreiben, das hole ich jetzt nach. Es ist der dritte Tag, 08:08.

Die Nacht nach der Operation war bisher das Schlimmste. Ich habe etwa 1 Stunde geschlafen und hatte eine Art Panikanfall. Ich dachte alles wäre schief, vor allem weil ich keine Gummis habe und ich war mir sicher, dass eine weitere Operation haben müßte. Aufgrund meiner Schlafprobleme hab ich der Nachtschwester davon Erzählt und wollte unbedingt mit einem Arzt sprechen. Es war natürlich keiner da. Gegen 3:30 ist aber tatsächlich die Kieferchirurgin aufgetaucht und hat kurz nach mir gesehen. Alles was sie meinte war: „Hör auf dich da in was hineinzusteigern, wenn ich sage, dass die Operation gut gelaufen ist, dann ist sie gut gelaufen!“ Dann war sie auch schon wieder draußen und ich war auch zu schwach um zu protestieren, obwohl ich noch immer nicht schlafen konnte.

Am nächsten morgen sah alles besser aus. Ich wurde beruhig. Mehrere Ärzte meinten zu mir, das alles völlig normal verläuft und die Schwellung sogar schon außergewöhnlich gut zurück gegangen ist. Im nachhinein kann ich sagen, dass es wirklich nur Panik war. Die Anstrengungen der Operation, der Fakt, dass ich durch den verschobenen OK und der starken Schwellung wirklich komplett ausders ausgesehen habe und weil ich wegen dem Kühlgerät nicht schlafen konnte, haben mich einfach wahnsinnig werden lassen :)

Ich durfte nur Suppe essen und Tee trinken. Noch schmeckt die Suppe ganz gut und Probleme beim Essen hab ich auch keine. Nur zu gierig darf man nicht sein. Ich habe mich ein paar mal beim Tee trinken verschluckt, weil ich wegen dem Splint nicht genau einschätzen kann, wieviel ich eigentlich im Mund habe und wieviel davon Luft ist.

Alle 8 Stunden gibt es Infusionen mit Antibiotika. Bei mir läuft es glücklicherweise immer gut. Bei Toni dauert es aber immer 10-20 Minuten und Ensi hatte erzählt, dass er bis zum Ende 4 Kanülen brauchte, weil sie immer wieder verstopften und entzündeten. Ich habe noch meine Erste. Meine Mutter war da, ich war spazieren und Dame spielen. Ansonsten viel gelesen und fernsehen geguckt. Am Vormittag sollte ich zum Röntgen gehen, war kein Problem, am Nachmittag wurde der Splint angepasst. Ich habe jetzt mit dem ganzen Unterkiefer Kontakt, vorher nur mit einem Backenzahn, was auch ein Grund für meine Panik war. Ansonsten ist alles in Ordnung. Kreislaufprobleme gibt es absolut keine, ich kann Problemlos umher laufen, Tee holen und Reden.

3. Tag 8:21

Diese Nacht habe ich schon viel besser geschlafen. Ich konnte mich sogar auf den Bauch und aufs Gesicht legen. Ich hatte zwar immer etwas Angst, dass sich etwas verschiebt, aber auf dem Rücken zu liegen macht mich wahnsinnig. Gerade gab es Antibiotika. Frühstück ist schon seit 20 Minuten überfällig und ein Arzt war auch noch nich hier. Man merkt, dass heute Samstag ist.

Mein Gesicht ist immernoch extrem dick, auch wenn mir ständig jemand erzählen will, dass die Schwellung schon fast weg ist. Ich kühle die ganze Zeit und langweile mich. Schmerzen habe ich kaum, aber ohne die Schmerzmittel merkt man einfach, dass man eine Operation hatte. D.h. Es drückt und zieht überall, man kann kaum abschalten. Mit Schmerzmittel ist es kein Problem. Die Ärztin meint sogar, dass es so eh schneller heilt.

Gerade war sie übrigends da. Sie meinte Toni braucht eine neue Nadel in die Hand. Das ist etwas worum ich ihn absolut nicht beneide.

Ansonsten ist mir etwas lustiges in meinem Gesicht aufgefallen. Es gibt da 2 Punkte etwa auf der Höhe von den Jochbeinen, wenn man da drückt, geht ein ziemlich abgefahrenes Kribbeln durch die Wange in die Oberlippen. Fühlt sich heftig an, und ist sicher ein gutes Zeichen dafür, dass das Gefühl komplett zurück kommt. Im Moment kann ich zwar überall fühlen, aber zwischen Augenpartie und Unterlippe fühlt es sich dumpf an, ganz besonders auf der Oberlippe. Ganz taub ist es aber nirgends.

4. Tag 12:43

Mir wird langweilig. Gestern waren meine Großeltern und ein paar Kumpels zu Besuch. Die Schwellung ist geringer geworden, aber trotzdem noch ziemlich stark. Hier ist alles zur Routine geworden – liegen, kühlen, warten. Ich war das erste mal wieder Duschen. Außerdem konnte ich heute im Unterkiefer wieder Zähne putzen, an den Oberkiefer trau ich mich noch nicht. Der Splint kommt erst in 1.5 Wochen raus wurde mir gesagt. Ist auch nicht weiter schlimm, weil er mich eh nicht stört und ich auch ohne das Ding nichts kauen dürfte. Nur jetzt hab ich nichts mehr auf das ich mich in unmittelbarer Nähe freuen kann. Die Kanüle für die Infusionen kam gestern auch schon raus, ab jetzt gibt’s alles in Tablettenform. Ich würde sagen der spannende Teil ist vorbei. Jetzt heißt es einfach nurnoch warten. Heute ist Sonntag und der ganze Betrieb läuft auf Sparflamme. Ein Arzt war vorhin kurz nach mir gucken, ich denke mal das wars jetzt für den Tag...

5, Tag 20:19

Gestern ist tatsächlich nichts mehr passiert. Ich habe eigentlich den ganzen Tag geschlafen und träge rumgelegen. Heute kam dann das OK, dass ich morgen nach Hause darf. Soweit ist auch erstmal alles in Ordnung. Die Schwellung ist zum größten Teil weg, ich darf Weißbrot essen, solange ich nicht kaue (habs aber noch nicht ausprobiert) und mehr wird sich in nächster Zeit auch nicht mehr tun. Freitag werden mir die Fäden gezogen und am nächsten Montag, in 7 Tagen, wird der Splint entfernt. Ein neuer Mitbewohner ist heute eingezogen. Er nervt mich ziemlich, aber wenigstens konnten wir jetzt zu dritt Karten spielen.

Mittwoch, 27.8.2008

So hier noch ein kurzer Epilog:

Die OP war vor fast 2 Wochen

Splint ist raus, die Fäden auch. Komplett Zähne putzen konnte ich nach der Entfernung der Fäden, also etwa eine Woche nach der OP, vorher nur im Unterkiefer und die vorderen Zähne im Oberkiefer, bei Rest hatte ich Angst, dass was kaputt geht. Die Schwellung ist zu geschätzten 95% weg. Die Meisten sehen gar nichts mehr, Mir selbst fällt es aber noch etwas auf. Mein Biss ist immernoch nicht perfekt, aber der Kiefer sieht vollkommen super und gerade aus und die Ärzte meinen, das mit den Biss ist absolut normal, darum kümmert sich jetzt der Kieferorthopäde und korrigiert den Rest. Mit der Kieferorthopädin konnte ich leider noch nicht sprechen, am Montag ist es soweit. Falls es Probleme geben sollte, schreib ich nochmal. Meine Oberlippe ist an den Enden immernoch etwas taub, da mache ich mir aber wenig Sorgen, ich denke, dass alles wieder normal wird. Im Mundinnenraum ist allerdings das Zahnfleisch an den Zähnen komplett gefühllos. Dort spüre ich nichts, vor allem beim Zähneputzen fällt das sehr negativ auf und macht mir große Sorgen. Solange wenigstens noch etwas Gefühl da ist, kommt es ja meistens wieder zurück, wenn aber nichts mehr da ist, dann bleibt das auch so. Zumindest habe ich das so gehört. Ich konnte da mit noch niemandem Reden drüber reden, aber ich hoffe, dass sich auch das wieder normalisieren wird.

Fotos folgen demnächst.

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Wow, hört sich alles prima an. Irgendwie so locker ^^

Außer der panikattacke. Na glückwunsch auf jedenfall!

*fotos angucken geh*

Siehst spitze aus :582: ^^

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Hi!

Glückwunsch zur überstanden OP, habe genau das selbe noch vor mir. Aber muss da noch bis 15.Dezember warten.

Naja hauptsache du bist zufrieden.

Kann leider die Bilder nicht anschauen, habe noch kein Passwort.

LG Julia

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ich hatte die op sechs tage nach dir, hänge also nen bssl hinterher, wann konntest du wieder was essen?

was ist du zur zeit?

ich hätt so gern chipssssssssssssssssssssssss:-x

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also mitm essen siehts eher düster aus :) Aber ich habe das glück, dass ich mit meinen Großeltern und meiner Mutter zusammen wohne, deswegen gibts eigentlich alles was ich mir wünsche.

Im Großen und ganzen kann ich - dem Mixer sei Dank - alles Essen. Fleisch/ Nudeln/Kartoffeln werden einfach von meinem Maschinchen zu kleinen Klumpen zermixt, die man nicht mehr kauen muß. Dabei achte ich halt drauf, das nicht einfach das gesammte Essen zusammen in den Mixer kommt, sondern alles getrennt. Dadurch hat man hinterher keinen widerlichen Brei sondern echt ein schönes essen.

Also z.B. in den letzten Tagen gab es Nudeln Bolognese, Lachs mit Kartoffelbrei, aber auch so kleine Schweinemedallions konnte ich schon essen, nachdem ich sie kleingemixt habe. Ansonsten haufenweise Jogurts. Habe ich früher nie gegessen, aber jetzt abe ich festgestellt, das die teilweise wirklich traumhaft schmecken. Da geht schonmal ne maxi-packung jogurts drauf wenn ich keine Lust habe den Mixer zu benutzen. Da der Spülmaschinenunverträglich ist, muß ich den auch ständig waschen, sehr anstrengend. Mein Lieblingsjogurt zur zeit ist übrigends der von Monte - Wundervoller Jogurt.

Zum Abendessen heute habe ich zum ersten mal Frikassee (ich weiß nich wie man das schriebt und ob das überhaupt jemand außerhalb der Region hier kennt) unzerkleinert gegessen. Das war Reis, kleine weiche Fleischklöße und Champignons. ging ohne Probleme.

Wielange darfst du nichts kauen? Auch 6 Wochen lang? Ich vermisse manchmal schönes fast food wie Döner und die Burger von McDonalds und BurgerKing. Obst auch. Ich hab hier mal versucht den Mixer zu verwenden, aber der Brei der dabei entstanden ist war nicht so gut :)

trotz allem muß ich sagen, dass es mir sehr gut geht, ich hätte mir das mit dem Essen schlimmer vorgestellt. Habe aber trotzdem schon 4 Kilo abgenommen.

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Ist es bei allen OK VV so, das man 6 Wochen lang nichts kauen darf? Und wie ist das mit Zähne putzen??? Freu mich schon so auf meine OP. Und wie lange seit ihr krank geschrieben???

LG Julia

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keine ahnung, bei mir zumindest sind es 6 wochen. Es wurde aber nicht genau gesagt "nicht kauen" sondern "weiche kost". Ich hab schon wieder angefangen weiche sachen zu kauen. Zähne putzen war nach etwa 2 tagen im Unterkiefer wieder möglich und nach dem fäden ziehen auch im OK (nach 7 tagen). Muß aber jeder für sich entscheiden. Die Chirurgin meinte ich hätte ruhig noch ein bisschen mehr putzen können, aber mit Fäden im Mund hab ichs lieber sein lassen.

Wegen Krankschreibung hab ich keine Ahnung, ich hab da als Student sowieso keine Probleme habe zu hause zu bleiben :)

Nach 2 Wochen konnte ich wieder problemlos an meiner Bachelorarbeit schreiben, weniger Zeit sollte man auch nicht einplanen denke ich. Ich schätze mal man ist 3-4 Wochen krank geschrieben.

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Hallo Flo,

ein wirklich amüsanter OP-Bericht und wenn man die Bilder gesehen hat, kann man noch mehr schmunzeln, weil es ja echt super aussieht.

Mir steht das Gleiche bevor ... vielen Dank für den Essenstipp mit dem Frikassee, werde ich mir dann zeitnah von diversen Müttern, Schwiegermüttern und Omas kochen lassen ... Dann freu ich mich schon fast drauf :wink:

Lg, Monnemiek.

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Gratuliere Dir zur überstandenen OP,macht einen Mut,wenns bei mir soweit ist werde ich auch einen Bericht schreiben.

Und mit dem Profil bist du jetzt zu 100% zufrieden???

Alles Gute noch

Lg

Andi

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Puh, ich hab mir diesen langen Bericht jetzt auch mal durchgelesen, aber hast echt witzig und gut geschrieben!

Du hast garnichts von der Mundöffnung geschrieben, wieviel mm bekommst du den Mund denn jetzt wieder auf?

Und wie geht es dir mittlerweile?

Gute Besserung noch weiterhin!

Liebe Grüße, Anna

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ich sag jetzt mal ein rieses großes "oh gott" ich hab echt ein bisschen, ein bisschen kann man gar ned sagn ich hab total angst vor der OP!!!!!!!!!!!

wart ihr auch so aufgeregt oder hattet ihr auch so angst

ich hab auch noch eine frage wie komme ich zu den bilder? oder wo bekomme ich das kennwort her???

lieben gruß

kathi

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Huhu,

danke euch allen für die Glückwünsche, ihr seid super :)

ich will nochmal ein paar Fragen beantworten und schriebenw as bis jetzt passiert ist.

@Andi:

naja was heißt 100% zufrieden. Klar könnte man noch ein paar Sachen ändern, aber scheiß drauf, ich bin schon zufrieden so wie es jetzt ist :)

@Anna:

Ich hatte kaum Probleme mit der Munöffnung. Die haben mir ja keine Drähte oder Gummis eingesetzt. Also ich konnte schon am ersten Tag zumindest soweit öffnen, dass ein Löffel durchgepasst hat. Reden ging auch Problemlos. 3-4 Wochen später konnte ich den Mund noch immer nich komplett aufmachen, und selbst jetzt tut es noch leicht weh, habs gad getestet :) Aber hat mich nie gestört.

@kathi:

ging eigentlich mit der Angst. Die Ärzte waren alle super nett und meinten sowas geht ohne Probleme über die Bühne. Die Nachwirkungen hören sich auch viel schlimmer an als man denkt. Die 4-6 Wochen wo du eingeschränkt mit dem Essen bist gehen so schnell rum, das du es kaum merken wirst.

Also jetzt nach etwa 2,5 Monaten ist alles wieder wie früher. Ich hab Gummis in der Zahnspange und warte nurnoch auf den Tag an dem die endlich rauskommt :)

Nur das Gefühl am Zahnfleisch im Mund ist nicht wie früher. Es hat 8 Wochen gedauert bis ich überhaupt wieder was gefühlt habe und selbst jetzt ist es an einigen Stellen noch sehr dumpf. Mal sehen ob das jetzt so bleibt, oder wieder weggeht. Laut Arzt habe ich aber keine Nervenschädigung, sondern das is ganz normal, ich denke also auf sowas sollte sich jeder einstellen.

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schön das du es überstanden hast. es ist immer schön leute zu sehen deren selbstbewusstsei sich dadurch immens gesteigert hat

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