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matteo

Wie wird der falsche Biss vermessen ?

Hallo Leute,

ich habe mal eine Frage zum Vermessen wegen des falschen Bisses. Weiß hier einer von euch zufällig, wie ein Biss vermessen wird ? Hängt die Vorgabe für eine KFO Behandlung von einem idealen Biss ( also optimale Verzahnung) ab, oder ist es die augenblickliche Verzahnung und man mißt die Differenz vom falschen Biss bis zur optimalen Position des neuen Zahnstandes ? Also z. B. die Betrachtung des Eckzahnes, vorher, nachher? Nach einer Opperation müsste die Differenz ja noch größer sein?? Vielen Dank für eure Antworten. Gruß Matteo

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Hallo Rainer,

ich versuche es mal etwas anders. Also ich habe schon in anderen Berichten gelesen, es gäbe z.B. einen Distalbiss von 6,5 mm, dass heißt doch wohl der Unterkiefer muß nach vorne verlagert werden.

Nun habe ich mich gefragt, wie ist denn der Bissunterschied von Oberkiefer zu Unterkiefer so genau zu bestimmen? Und dann ist es ja auch interessant zu wissen nach welchen Kriterien eine Vor- oder Rückverlagerung der Zähne stattfindet, sprich Kiefersituation oder Gesichtsprofil. Meine KFOin hat gesagt, der Distalbiss in Kombination mit dem Deckbiss ist wohl in meinem fall nur in Verbindung mit einer KCH Behandlung zu machen. Mir ist klar, dass sie da eine Menge Erfahrung hat.

Eigentlich wollte ich eher wissen, wie ein Sachverständiger ans Werk geht, wie er zu den Ergebnissen kommt.

Wenn ich mir also mal meine Bisssituation betrachte,(das ganze hier auf dem Gipsmodell), wüßte ich nicht genau zu sagen, um wieviel Millimeter der Unterkiefer nach vorne muß. Da muß es aber doch Anhaltspunkte geben, grübel ?! Schaut man sich da nicht die Zahnstellung an und sagt dann um wieviel Millimeter da etwas verschoben wird?? Ich hoffe, dass war nun etwas verständlicher, anders kann ich dass auch nicht schildern. Die Frage dürfte aber bestimmt mehrere interessieren, weil auf dem Heil und kostenplan wohl genauere Angaben stehen und diese müssen doch auch für eine richtige Behandlung ermittelt werden. Danke für weitere Antworten und ansonsten noch ein schönes Wochenende Gruß Matteo

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hi matteo,

sorry für die späte antwort, ich hab dich schlicht vergessen ;)

zuerst einmal wird die individuelle situation klinisch betrachtet, d.h. direkt am patienten. schon bei der modellauswertung (wie stehen die zähne zueinander, wieviel platz ist vorhanden, wo muss platz geschaffen werden) bringt gewisse anhaltspunkte, in welche richtung die behandlung gehen wird. quantitativ auswertbar -und genau das meintest du wahrscheinlich- ist die sache dann an einem fern-röntgen-seiten-bild (quasi ein profilbild deines schädels), an dem eine vielzahl an punkten, winkeln und strecken vermessen werden. so können zum beispiel aussagen über die lage des ok/uk zueinander und zur schädelbasis getroffen werden, die ganz entscheidend für die op-planung sind. man versucht dann operativ, die abweichenden werte (die aus dem 'standard-bereich' herausfallen) operativ zu korrigieren.

diese sog. kephalometrie ist eine recht komplexe sache, wenn du dich trotzdem ein bisschen einlesen möchtest, um die werte zu verstehen, empfehle ich dir folgenden link:

http://medweb.uni-muenster.de/institute/zmk/einrichtungen/kfo/lehre/bildung/analysen/frs/

ich hoffe, das hat deine frage beantwortet.

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Hallo Rainer,

das ist wohl wirklich eine handfeste Darlegung von Schädel und Zahnstellung. Ich war natürlich mal auf der Seite, wo die einzelnen Abbildungen nach Punkten und Geraden dargestellt werden. Mir ist es allerdings immernoch schleierhaft, wie man nun daraus einnen Patientenfall erkennt. Es scheint doch auch eine Menge Erfahrung dazu zugehören, um wirklich zu entscheiden, ob opperiert wird oder nicht. Mich wundert es auch etwas, dass die Krankenkasse solange braucht, bis man eine definitive Zusage bzw. Absage bekommt. Ich warte ja auch schon seit Anfang Oktober. Ob daß mit den Quartalen zusammenhängt ? Gruß Matteo

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hi matteo,

da kann ich dir nur bedingt zustimmen: klare op-fälle erkennt denk ich jeder, der sich ein bisschen mit der frs-auswertung beschäftigt hat. mittlerweile werden solche röntgenbilder auch digital analysiert und der computer spuckt dann aus, ob's bereits ein op-fall wird oder nicht, weil eben manche werte/winkel und vor allem deren kombinationen nicht nur rein kieferorthopädisch korrigiert werden können.

anders siehts natürlich bei grenzfällen aus - da ist eine lange klinische erfahrung über erfolge (aber vor allem auch über mißerfolge) unabdinglich.

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Hallo Rainer,

dass hört sich ja schon mal gut an, wenn das Ergebniss nach genauer Computerberechnung erfolgt. Vor allem, wenn eine Indikation für eine OP nach den Möglichkeiten der Kieferbewegungen, sprich wahrscheinlich Freiheitsgraden, gegeben ist.

Ansonsten geht es wohl eher direkt kieferorthopädisch.Ich hoffe, ich habe das richtig interpretiert?

Wenn, wie du sagst es unabdinglich sei, nach klinischen Erfahrungen Grenzfälle zu bearbeiten, ist doch dann wohl der Chirurg mehr gefragt, als der KFO, oder ? Wer geht eigentlich die Computerauswertung an, und entscheidet danach ? Danke für weitere Antworten.

Gruß Matteo

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hi matteo,

im prinzip ist die entscheidung ob op oder nicht sache des kfo. die op-plaung selbst sollte der chirurg übernehmen, idealerweise arbeiten beide aber eng zusammen. erfahrung solle auf beiden seiten vorhanden sein...

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Hallo Rainer,

ja nun kommt doch etwas mehr Licht ins Dunkle. Also geht jeder seiner Aufgabe nach und der entscheidende Impuls kommt wirklich vom KFO.

Ich habe auf der Homepage von Münster mal näher nachgeschaut. Da gibt es eine Seite, da werden nähere Problematiken vom Schädel( Frontal) dargestellt und erläutert. Allerdings geht es da nur mit einem Passwort weiter. Wie blöd !! Hast du da eine Idee, wie man sich diese weitere Seite erschließen könnte?

Gruß Matteo

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hi matteo,

ich nehme an, die seite ist deshalb geschützt, weil es sich um patientensensitive daten handelt. gib mir mal bitte die url, vielleicht find ich irgendwo was vergleichbares.

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So, nach etwas längerem Suchen, habe ich die Seite wieder gefunden:

http://medweb.uni-muenster.de/institute/zmk/einrichtungen/kfo/lehre/bildung/analysen/frf/f_index.html

Ich hoffe, du kannst nun weiter etwas damit anfangen. Diese Ärztin ist vielleicht auch in der Lage und kann etwas von dieser Page freigeben. Gruß matteo

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