FrauHolle

Nebeneffekte bei der Bracketbefestigung und -Entfernung

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Vielen Dank FrauHolle für den Beitrag!

Also kurz gesagt bleibt einem nichts anderes übrig, als mit der Adhäsivtechnik Vorlieb nehmen zu müssen!?

Schmelz wird also immer abgetragen.

Ist das denn richtig, dass dieser abgetragene Schmelz nie wieder zurückkommt? Und durch jahr(zehnte)langes Zähneputzen (und säurehaltige Getränke etc.) immer weiter (und durch die Adhäsivtechnik damit schneller -weil ja mehr Schmelz fehlt als bei Patienten ohne Bracketentfernung) abgetragen wird?

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moin zusammen,

man muss zwischen einer ständigen säurezufuhr durch getränke/obst/magensäure und der einmaligen applikation von phosphorsäure differenzieren. bei ersterer brechen die schmelzprismen, die durch die säure gelöst wurden, nämlich heraus (sog. erosionen). das tun sie dagegen bei lokaler anwendung von phosphorsäure nicht - da wird dieses mikrorelief durch den kunststoff stabilisiert, mit dem die brackets geklebt werden.

das eigentliche problem ist das entfernen der brackets, bei dem dann schmelzprismen aus dieser schmelz-kunststoff-mischzone herausgerissen werden können. aber auch da handelt es sich um maximal 100mymeter (also 0,1mm; ich habe gelernt, dass schmelzätzung nur ca. 30mymeter des schmelzes betrifft), die da an schmelz verlorengehen. und das ist klinisch wie ästhetisch vernachlässigbar - auch wenn's zweifellos schade drum ist :-)

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Hallo Rainer, dass finde ich gut , dass du auch eine informative Seite an dir hast, die dich ja auch als Zahnarzt ausweist:p .

Die Sache mit dem Zahnschmelz ist ja schon der Hammer. Im grunde müsste man darauf hingiewesen werden, macht aber wohl schätzungsweise keiner. Die Frage mit der Phosphorsäure wäre, wo greift sie an? An der Stelle, wo das Bracket geklebt wird, ist die Schmelzschicht ja leider nicht die dickste. Am Zahnhals, oder in die Richtung gehend, wirds richtig schmerzhaft, wenn da die Sekundärdentinkanälchen offen sind. Da kann ich ein Lied von singen. Hatte ja deswegen öffters Zahnarztgänge, wo es am Ende mit einer richtigen Versiegelungstechnik und dem richtigen Adhäsivkleber als Vorbereitung für den eigentlichen Kunststoff erst richtig erledigt wurde. Der erste Zahnarzt hatte da aber keine patente Lösung für. Er hat erstmal nur Fluoridiert, bis nichts mehr ging.

Allerdings gibt es doch auch Zahnärzte, die die Okklusion richtig einschleifen, und da geht doch auch einiges von der dicken Schmelzschicht verloren. Die Angelegenheit ist bestimmt viel denkwürdiger, oder?

Wenn die Brackets runterkommen ist es doch ratsam die Oberfläche richtig zu versiegeln. Was wird denn da benutzt? Gruß matteo:p

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@ frau holle: gibt es alternativen? es gibt faelle, wo keine innenspange moeglich ist, wie zb. bei mir... was sollte man deiner meinung nach dann machen?

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was sollte man deiner meinung nach dann machen?
mit krummen zähnen leben. oder einen nachteil in kauf nehmen, der faktisch keiner ist.

im übrigen denke ich, dass es dinge in der kieferorthopädie gibt, die man durchaus kritisch sehen muss - aber DAS gehört sicherlich nicht dazu. seid mir nicht böse, aber man muss wirklich nicht alles zerrupfen...

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@ frau holle: gibt es alternativen? es gibt faelle, wo keine innenspange moeglich ist, wie zb. bei mir... was sollte man deiner meinung nach dann machen?

Welche Art von Behandlung wurde bei dir gewählt?

Gruß

FrauHolle

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@ rainer: ich moecht da gar nichts zerrupfen, fand die aussage von frau holle "Manch einer mag das in Kauf nehmen für gerade Zähne und weil er keine Innenspange zahlen will, ich hätte das niemals zugelassen" ein wenig schraeg. ich hab meine brackets leider nicht nur wegen ein paar krummerzaehne bekommen, mit denen haette ich freudig bis an mein ende gelebt, das kannst du mir gerne glauben :) @ frau holle: bei torque ist eine innenspange leider nicht moeglich...

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Ich denke schon. Ich hatte sowohl lingual als auch vestibulär (Außen) eine Spange. Mit der lingualen wurde getorquet was das zeug hält.......Lingual beherrscht nicht jeder....

hmm,ich denke schon, dass kfo's grundsaetzlich was von ihrem metier verstehen und wissen, was sie tun, daher stelle ich diese entscheidung meines kfo's nicht in frage... wenn man ein bissi was von mechanik versteht, ists auch logisch, dass gewisse tourques nicht von innen machbar sind, aber egal, diese diskussion hier fuehrt zu nix.. ich wollte eigentlich lediglich meine verwunderung darueber kundtun, dass einfach pauschalaussagen in die runde geworfen werden... in diesem sinne wuensch ich einen schoenen tag!

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wenn man ein bissi was von mechanik versteht, ists auch logisch, dass gewisse tourques nicht von innen machbar sind

aha und warum, wenn das so logisch ist? Du hast ja scheinbar mechanisches Verständnis? Auch ich werde die Diskussion hier beenden und überlege wirklich langsam, ob meine Postings hier Sinn machen...

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Warum soll das kein Nachteil sein, wenn dieses Verfahren auch Risiken birgt.

ganz konkret: welche risiken siehst du in einer ausschließlich lokalisiert vestibulär um maximal 100my reduzierten, perfekt polierten und fluoridierten schmelzschicht?

37% ige Phosphorsäure konzentriert 60 Sek. lang auf einen nat. Schmelz einwirken lassen greift weniger den Schmelz an, als tägl. ein Glas Cola zu trinken?

na klar - denn die mit phosphorsäure konditionierte schmelzfläche wird ja weiterbehandelt und bricht darum nicht ein. hab ich in meinem letzten post bereits erläutert.

Bei einem Glas Cola remineralisert sich der Schmelz über den Speichel von selbst, wenn man dazu mind. 30 min wartet bevor man seine Zähne danach putzt und evtl. vorher seine Zähne spült.

theoretisch ist das korrekt - in der praxis lassen zunge, wange, lippen etc. diese hoch instabilen schmelzareale einbrechen. hast du schon mal eine cola-erosion gesehen? da sind die schmelzeinbrüche teilweise richtig heftig - und da putzt mit hoher wahrscheinlichkeit keiner während der 30-minuten-frist die zähne.

Dagegen ist man sich über die unkontrollierbare Tiefenwirkung bei der Säureätztechnik nicht im Klaren.

das ist bezogen auf die rein schmelzbegrenzte ätzung schlicht unsinn. das wird seit 1955 gemacht - da weiß man alles drüber.

Es lauern auch hier viele weitere Gefahren...

ja. tödlich verlaufende pneumonien durch beim zahnarzt aspirierte instrumente zum beispiel. oder ein schädelbasisbruch verursacht durch stolpern auf der praxistreppe auf dem weg zur schmelzätzung.

[viele, viele studien...]

prima, was diese studien alles herausgefunden haben. fakt ist aber: das hat für die klinische praxis keinerlei bedeutung. um das beurteilen zu können, muss man solche dinge klinisch betrachten.

und dann noch zwei fragen:

- wieviele füllungen und fissurenversiegelungen hast du im mund?

- wie werden eigentlich die lingualbrackets befestigt?

und dann noch was: threads wie diesen wird es zukunft hier im forum nicht mehr geben. hier geht es um die behandlung von teilweise schweren kieferfehlstellungen, bei denen die behandlung mit festsitzenden apparaturen zwingend erforderlich ist. da sollte eine entscheidung für oder gegen die behandlung nicht durch die 'panikmache' vor solch irrelevanten dingen beeinflusst werden. die erwähnung wirklicher risiken soll aber weiterhin bestandteil des forums bleiben.

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- wie werden eigentlich die lingualbrackets befestigt?

genau daran hab ich auch schon gedacht

da die Teile fast den ganzen Zahn abdecken dürfte die Ätzfläche ja auch größer sein und somit eher nachteilig

falls das Ätzen ein wirklicher Nachteil ist ;)

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und dann noch was: threads wie diesen wird es zukunft hier im forum nicht mehr geben. hier geht es um die behandlung von teilweise schweren kieferfehlstellungen, bei denen die behandlung mit festsitzenden apparaturen zwingend erforderlich ist. da sollte eine entscheidung für oder gegen die behandlung nicht durch die 'panikmache' vor solch irrelevanten dingen beeinflusst werden. die erwähnung wirklicher risiken soll aber weiterhin bestandteil des forums bleiben.

hab meine Konsequenzen gezogen

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hab meine Konsequenzen gezogen

deutlich zu sehen ;-) dann mach ich hier mal dicht und schieb den thread die tage mal ins archiv.

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Gast
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