Quina

KFO sagt, Lippenschluss würde auch durch OP nicht besser

Hallo zusammen,

nachdem ich mich nun für eine OP (und gegen eine kompensierende Behandlung mit Gummizügen) entschieden habe, kommen nun neue Probleme auf mich zu.

Die Hauptgründe, mich der kieferorthopädischen Behandlung zu unterziehen, war der Überbiss und mein nicht vorhandener Lippenschluss (weniger meine schiefen Zähne). Nun bekomme ich jedoch von meinem Behandler zu hören, mein Lippenschluss würde sich auch nach einer OP nicht verbessern, da meine Mundmuskulatur allgemein sehr angespannt sei. Ich dachte bisher, dies wäre ebenso wie mein hyperaktiver Kinnmuskel die Folge meines Überbisses (UK-Rücklage). Ich habe auch hier im Forum mehrmals gelesen, dass eventuell ein zu tief stehender Oberkiefer schuld an einer angespannten „Mundsituation“ sein kann. Geplant ist bisher eine UK-Vorverlagerung.

Jetzt weiß ich überhaupt nicht mehr, was ich tun soll. Bisher bin ich davon ausgegangen, die OP (notfalls eine Bimax) würde schon alles richten. Was meint Ihr dazu? Könnten vielleicht logopädische Übungen helfen?

LG

Quina

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Wenn du Bilder postest, kann ich dir genau sagen, was ich (als interessierter Laie!) davon halte. 1 Mal Profil, Zähne zusammengebissen, mit geschlossenen Lippen. 1 Mal Profil Zähne zusammengebissen mit entspannten Lippen und noch ein frontales Foto -am besten Lächeln.

Jetzt weiß ich überhaupt nicht mehr, was ich tun soll. Bisher bin ich davon ausgegangen, die OP (notfalls eine Bimax) würde schon alles richten. Was meint Ihr dazu? Könnten vielleicht logopädische Übungen helfen?
Ein schlechter Lippenschluss kann prinzipiell 2 Ursachen habe:

  1. zu kurze Weichteile (Lippen)
  2. vertikal zu viel Knochen (Kinn, OK, UK)

Wenn das Problem ausschließlich skelettale Ursachen hat, kann man das mit einer Kieferumstellung (manchmal auch Kinnreduktion) vollständig beheben.

Wenn die Lippen zu kurz sind (was seltener) ist, kann man auch eine Weichteil-OP durchführen. Logopädie mag in manchen Fällen auch einen Nutzen haben (wobei ich persönlich der Meinung bin, dass Patienten des öfteren mit Problemen zum Logopäden geschickt werden, die eigentlich von MKG-Seite besser und eleganter zu lösen wären; Stichwort "zu große bzw. untrainierte Zuge vs. zu kleiner Zungenfunktionsraum")

Ganz ehrlich gesagt, würde ich auch nicht allzu viel auf das geben, was der KFO bezügl. Gesicht und Lippenschluss sagt. Da kommt es wirklich oft zu Fehleinschätzungen und IMO ist da schon der Chirurg der wesentlich kompetentere Ansprechpartner.

Ich habe auch hier im Forum mehrmals gelesen, dass eventuell ein zu tief stehender Oberkiefer schuld an einer angespannten „Mundsituation“ sein kann. Geplant ist bisher eine UK-Vorverlagerung.
Gerade das ist ein Punkt, wo Kieferorthopäden sich den öfteren irren. Die vertikale Dimension wird oftmals recht stiefmütterlich behandelt, sodass nicht selten auf eine UK-VV hingearbeitet wird, obwohl der zu tief stehende OK das eigentlich Problem ist.

In Hinblick auf den Lippenschluss ist auch immer sehr auf die UK-Frontzahnachsenstellung zu achten. Wenn die Zähne zu stark protrudiert sind (was sowohl bei OK-Tiefstand, wie auch bei UK-Rücklage sehr häufig ist), verschlechtert dies den Lippenschluss. Als Patient würde ich daher darauf bestehen, dass eine vollständige Dekomensation durchgeführt wird. Das ist besonders bei protrudierter UK-Front nicht nur funktionell sondern auch ästhetisch sehr wichtig. Die Unterlippe verliert dadurch an (zumindest sehr ungünstiger) Prominenz (womit das Oberlippenrot optisch fülliger wirkt) und auch unansehnliche Mentolabialfalten werden damit deutlich geringer.

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und das ganze dann bitte per email an iris, die dir dann auch nicht-öffentlich zurückschreiben wird. wir bewegen uns da nämlich in einer rechtlichen (dunkel-)grau zone - mehr dazu gibt's die tage von uns.

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@ Rainer

Keine Sorge, ich bin viel zu schüchtern, um meine Fotos hier öffentlich zu posten.

@Caesiaflava

Vielen Dank für Deine interessanten Anmerkungen. Meine UK-Frontzähne sind tatsächlich ziemlich stark protrudiert. Ich habe eigentlich auf die vollständige Dekompensation mit OP bestanden, doch irgendwie wird das Zurückkippen der UK-Front seit Monaten verzögert (u.a. mit dem Hinweis auf Platzmangel, ohne gegen diesen wirklich etwas zu unternehmen - außer dem mehr symbolischen Strippen von wenigen UK-Zähnen).

Ich habe das Gefühl, dass man mich trotz meiner eindeutigen Ansage immer noch irgendwie in Richtung dentaler Kompensation schieben möchte. Trotz Kostenübernahme der KK gelte ich als Grenzfall und sehe auch mit der Fehlstellung ganz passabel aus (sorry, soll kein Eigenlob sein). Vielleicht rührt daher das Zaudern. KFOs sehen schließlich noch ganz andere Fälle, bei denen ohne OP gar nichts geht. Eigentlich möchte ich keinen Behandlerwechsel, aber mir wird wohl nichts anderes übrigbleiben.

LG

Quina

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Meine UK-Frontzähne sind tatsächlich ziemlich stark protrudiert. Ich habe eigentlich auf die vollständige Dekompensation mit OP bestanden, doch irgendwie wird das Zurückkippen der UK-Front seit Monaten verzögert (u.a. mit dem Hinweis auf Platzmangel, ohne gegen diesen wirklich etwas zu unternehmen - außer dem mehr symbolischen Strippen von wenigen UK-Zähnen).

Der Platz muss natürlich geschaffen werden. Notfalls auch mit Zahnextraktion. Aber auch das ist eigentlich Bestandteil der Behandlungsplanung und sollte nicht erst während der Behandlung überlegt werden (man kann den Platzbedarf anhand der Modelle ja genau ausmessen und entsprechende Maßnahmen überlegen)

Ich habe das Gefühl, dass man mich trotz meiner eindeutigen Ansage immer noch irgendwie in Richtung dentaler Kompensation schieben möchte.

Wenn eine Kieferfehlstellung mit ausgeprägten Kompensationen besteht, ist es wichtig, vor Behandlungbeginn festzulegen, ob eine OP folgt oder nicht und dann auf das Behandlungsziel, dass ja bei nachfolgender OP so ziemlich das Gegenteil von dem bei reiner KFO-Behandlung ist, hinzuarbeiten.

Alles andere ist widersinnig (riecht für mich nach Zeitschinderei; sry, dass ich hier dem KFO schon wieder was unterstelle, aber was bleibt einem anders übrig als das anzunehmen).

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seltsam, bei mir passierte genau das gegenteil... obwohl ich vor beginn der behandlung mit dem kfo fixiert hatte, dass ich auf keinen fall operiert werden will (uk-vl), wurde meine behandlung auf die op ausgerichtet. diese ignoranz meines wunsches hat mir sehr zu denken gegeben. hab dann auch den behandler gewechselt und mit diesem dann einen weg gesucht, der auch in meinem sinn war, aber auch mein zahnproblem auf eine sinnvolle art geloest hat :) ich glaub, ein klaerendes gespraech waere sinnvoll, da ja die beiden behandlungsarten wie caesiaflava schon beschrieben hat, total anders sind. lg marion

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