charlotte77

Ich bin auch dabei!

Hallo zusammen!

Ich bin 31 Jahre alt und konnte mich in den letzten Jahren ganz gut damit abfinden, dass mein Kiefer nicht ganz so sitzt wie er eigentlich sitzen sollte. Ich habe mir immer eingeredet, dass man es ja kaum sieht (naja..). Ich hatte schlicht zu wenig Zeit mich mit der ganzen Sache auseinander zu setzen. Vielleicht auch Angst?

Mein Oberkiefer ist sehr unterentwickelt, dafür mein Unterkiefer umso mächtiger. Obwohl ich als Teenie lange Zeit eine Zahnspange getragen habe, war ab einem gewissen Punkt ohne OP nichts mehr zu machen. Und gegen die OP haben sich eben meine Eltern verweigert.

Jetzt bin ich jedoch in einer neuen Lebenssituation angelangt und versuche aufzuräumen in meinem Leben. Dazu zählt auch, dass ich mich in den nächsten Tagen endlich bei einem Kiefernorthopäden vorstellen möchte.

Ich finde es toll euch gefunden zu haben und hoffe hier viele Infomationen zu erhalten.. und vielleicht auch den ein oder anderen Leidensgenossen zu finden mit dem man sich austauschen kann.

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Hallo Charlotte,

willkommen hier im Forum. :smile: Hier gibt es sehr viele Leidensgenossen.

Das mit dem endlich "aufräumen im Leben" kann ich gut nachvollziehen. Auch ich war schon immer unzufrieden mit meinen Zähnen und meinem Aussehen. Vom Zahnarzt habe ich immer nur gehört, dass meine beiden Kiefer halt sehr klein sind und die Zähne dafür zu groß. Ich dachte immer, dass man da nichts machen kann. Ich habe mich aber (teilweise auch aus Zeitmangel) nicht wirklich mit dem Thema auseinandergesetzt. Es stand nur für mich fest, dass ich es irgendwann in Angriff nehme.

Seitdem ich Gelenks-, Kau- und Sprechprobleme (S) bekommen hab, habe ich mich mit meiner Fehlstellung beschäftigt und erste Schritte eingeleitet (Besuch eines KFO, Termin morgen beim KFC). Jetzt lässt es mich nicht mehr los. Ich kann kaum noch erwarten, dass endlich etwas passiert. Ich habe aber auch tierisch Angst vor dem was auf mich zukommt. Diese Gefühlsmischung haben hier wohl alle gemeinsam.

Viele Grüße

Angel

PS: Ich habe übrigens auch ein Studium der Architektur absolviert, habe aber nie als Architektin gearbeitet.

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Auch von mir erst einmal ein herzliches Willkommen der (zukünftigen) "Schneekettenträger" :-) Mir hat dieses Forum auch immer sehr gut geholfen und ich habe hier sehr viel über meine Fehlstellung und deren Behandlung erfahren (ich habe so ziemlich die gleiche Fehlstellung wie Du Charlotte, OK zu klein, UK zu groß, auch eine langjährige Multiband-Behandlung in der Jugend). Ich hoffe, wir können Dir hier bei Deinen Fragen weiterhelfen und Dir so zur Seite stehen.

Ich finde es echt interessant, dass bei etlichen Leidensgenossen der Beginn der Zahnbehandlung auch gleichzeitige der Startschuss mit einem Aufräumen und Änderungen im Leben einhergehen.

Was habt Ihr beiden so geändert? Bei mir waren es Änderungen in meinen Essgewohnheiten, Abnehmen, mehr Sport, Tanzen, Trennung von meiner Frau (läuft gerade), mehr Spaß am Leben, einfach bewußter und gesünder Leben.

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@tomtom

Der Startschuss in mein "neues Leben" kam am 30.07. Da bin ich nämlich Mama geworden. Und jetzt, da ich in Mutterschutz bin und anschließend ein Jahr in Elternzeit gehe, habe ich natürlich massig Zeit nachzudenken über mein Leben, über verpasste Chancen, über die weitere Lebensplanung...

Alles Dinge, für die ich vorher keine Zeit hatte, weil man sich dafür mal zurücklehnen muss und sein Leben von weit weg betrachten muss. Ich bin mir sprichwörtlich ja ständig selber hinterhergelaufen.

Abgesehen davon habe ich eine mordsmäßige Geburt hinter mir (das volle Programm). Ich denke meine Schmerzphobie habe ich damit überwunden. Jetzt wo ich weiss welche Dimensionen Schmerz annehmen kann, und dass ich das ganze doch überlebe, traue ich mich endlich auch an die OP heran.

Aber du hast recht: Es ist schon merkwürdig, dass der Entschluss zur Zahnbehandlung erst mit einem bewußten Entschluss in einen neuen Lebensabschnitt einhergeht.

Andere verpassen sich ´nen neuen Haarschnitt - bei uns muss es gleich ein neues Gesicht sein.

Wenn schon dann richtig!:lol:

@angel

Das meine Sprechprobleme auf meinen verkorksten Kiefer zurückzuführen sind ist mir erst seit ein paar Tagen klar geworden. Vorher dachte ich, dass die Natur mich einfach mit einer zu großen Zunge ausgestattet hat, die ich beim Sprechen oft nicht richtig unter Kontrolle kriege. Man versteht mich zwar sehr gut, mir selber ist es aber oft oberpeinlich. Vor allem in meetings, wenn mir dann die Zunge davongalopiert.

Die klassische Architektin bin ich übrigends auch nicht (mehr). Gibt´s sowas überhaupt noch - Dauerpraktikanten mal ausgeschlossen? Arbeite als Gutachterin im öffentl. Dienst. Und das ist auch gut so. Wo hat es dich hin verschlagen? Konntest du noch was anfangen mit dem Studium oder hast du neu angesetzt?

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Hallo Charlotte,

dann von mir erst noch herzlichen Glückwunsch für's Mama werden. Das mit dem neuen Gesicht finde ich gut, da es ja eigentlich zutrifft.

Das mit den Sprachproblemen kenn ich inzwischen aus, denn durch meine aktuelle Behandlung wurden die Zähne im Unterkiefer noch weiter nach vorne geschoben und die im Oberkiefer zurükgenommen, wodurch der eh schon zu gerige Platz für die Zunge noch weniger wurde. Dadurch wurde die Sprache spürbar undeutlicher und klar sprechen ist immer anstrengender, da ich versuche die Zunge anders zu halten, was widerum mehr Kraft als vorher kostet. Die meisten Leute in meinem Umfeld meinen zwar immer wieder, dass man von der Sprachverschlechterung nichts merkt, aber den Personen, die tagtäglich mit mir zu tun haben ist es inzwischen auch schon aufgefallen (wie sagte vorgestern eine Freundin von mir, als wir im Auto an einer Ortschaft vorbeigefahren sind: "Sag doch den Namen der Ortschaft noch einmal, das hört sich bei Dir so schopn komisch an." (DIe Ortschaft heißt "Holzgünz an der Günz"). Nett, gell? Aber in Monaten wird alles wieder besser....

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@tomtom:

Auch bei mir fing alles mit einem Schlussstrich (neue Rechtschreibung *Ätz*) unter eine langjährige aber äußerst schlecht funktionierende Beziehung an. Zum anderen kam dazu, dass ich aufgrund meiner Selbständigkeit in den letzten Jahren quasi ununterbrochen gearbeitet habe. Als ich bei mir immer mehr Symtome des burn-out-Syndroms festgestellt habe, musste ich einfach die Notbremse ziehen. Ich habe jetzt einen Mitarbeiter und dadurch auch mal ein freies Wochenende, wo man Zeit hat, über sich und die Ziele im Leben nachzudenken. Na und ursprünglich wollte ich nur meinen Zahnengstand auf eigene Faust in Angriff nehmen und habe mich im Internet darüber schlau gemacht. Dass der Zahnengstand auf einer Kieferfehlstellung beruht, dass man diese beheben kann und dass ich dadurch gleichzeitig noch X andere meiner Probleme lösen kann (von denen ich nie dachte, dass sie vom Kieferbereich kommen! z.B. chronische Rachenentzündung durch schlechte Nasenatmung) gibt mir ziemlich viel Auftrieb, das ganze durchzuziehen. Ich hab immer geglaubt, dass mein Kiefergelenksknacken in dem Alter normal ist (*lach*) und dass meine Migräne und die Verspannungen vom Stress und der PC-Arbeit kommen. So kann man sich irren.

@charlotte:

Auch von mir die besten Glückwünsche für's Baby :-)

Das ist ja echt ein Zufall, denn meine jetzige Tätigkeit geht in eine ähnliche Richtung wie Deine. Ich wollte das Studium einfach nicht umsonst gemacht haben und mir die Möglichkeit offen halten, irgendwann vielleicht doch mal als Architektin zu arbeiten. Inzwischen zieht mich jedoch nichts mehr dorthin. Ich kenne mehrere Architekten, die ganz gewaltig zu knabbern haben, um sich finanziell über Wasser zu halten. Soviel Idealismus ist bei mir dann doch nicht vorhanden; ich war schon immer eher Geschäftsfrau. Seltsamerweise traut mir das aufgrund meiner Kieferfehlstellung (kindliches Untergesicht und fleihendes Kinn) kaum jemand zu. Auf andere Menschen wirke ich eher naiv! Noch vor ein paar Jahren hat mich das sehr geärgert; aber häufig ist es auch von Vorteil, wenn einen die Mitmenschen zunächst unterschätzen. ;-)

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