Florena

Eine neues Mitglied - und gleich mit OP-Bericht

Hallo! Jetzt erst habe ich dieses Forum gefunden.

Meine Progenie-OP fand am 22.11.05, gestern wurde ich aus dem Krankenhaus entlassen.

Ich bin furchtbar alt :mrgreen: , Mitte 40. Seit fast 4 Jahren bin ich KFO-Behandlung. Ich hatte gerade meinen Zahnarzt gewechselt und der neue hat meine Kieferfehlstellung als behandlungswürdig angesehen. Also auf zum Kieferorthopäden, der sich als äußerst nette Frau entpuppte.

Diagnose: Oberkiefer zu schmal, Unterkiefer Progenie. Und durch fehlende Zähne auch Fehlstellungen.

Die erste OP (Gaumennahterweiterung) war im September 2002 und nicht weiter dramatisch. Ambulante OP, Einsetzen einer Platte, an der ich die Weite selber einstellen musste.

Die zweite OP wurde Jahr um Jahr verschoben. Immer war der Kieferchirurg mit dem aktuellen Stand der Kieferstellung nicht zufrieden.

Der dritte Anlauf klappte dann.

Also letzten Dienstag in die Praxis des Kieferchirurgen. Die OP wurde dort (also ambulant) durchgeführt. An der OP beteiligt waren 2 Kieferchirurgen und eine Anästätistin sowie etliche Krankenschwestern.

Denn Aufwachraum kannte ich ja schon vom ersten Mal, aber ich fand diesmal mein Gesicht in Eisbeuteln verpackt. Irgendwann wurde ich genötigt, mich aufzusetzen. Und da fand ich links und rechts neben meinen Ohren Schläuche, die in kleinen Flaschen endeten. Die Schläuche waren mit Pflaster auf meinem Oberkörper festgeklebt. In meinem linken Unterarm steckte eine Flexüle.

Was ich dem Chirurgen im Vorgespräch nicht wirklich geglaubt hatte, war eingetreten. Ich bekam meine Zähne nicht auseinander :?

Nachdem der Kieferchirurg zweimal in der Rettungsleitstelle angerufen hatte, um nachzufragen wo denn der für eine bestimmte Uhrzeit bestellte Krankenwagen blieb, kam der Krankenwagen fast 2 Stunden später und brachte mich ins Krankenhaus. Die Praxis der beiden Chirurgen hat dort Belegbetten. Einer der beiden Ärzte fuhr mit und erledigte die Einweisung.

Die Krankenschwestern brachten mir ständig frische Eisbeutel zum Kühlen, legten mir eine Infusion.

Es wurde mir neben Getränken auch noch Strohhalme auf den Nachttisch gelegt. Klasse! Und abends kam eine Schüssel mit pürierter Suppe. Trink die mal mit Strohhalm, wenn du eh keine Kraft in den Kiefermuskeln hast :( Also Schüssel ansetzen und versuchen so zu trinken. Geht auch.

Nagut, an diese Art der Ernährung habe ich mich schnell gewöhnt. Denn meine Zähne bekomme ich tatsächlich nicht auseinander.

Der Blick in den Spiegel war schon kurios. Das sah so gar nicht nach mir aus. Aber die Schwellungen gingen jeden Tag weiter zurück, habe ja auch fleißig gekühlt.

Ich bekam Spritzen gegen Thrombose und Antibiotika, zweimal habe ich mir für die Nacht eine Spritze gegen die Schmerzen geben lassen. Dann bin ich auf Tropfen umgestiegen, die ich aber eher selten brauche.

Zwischendurch kam auch einer der beiden operierenden Ärzte ins Krankenhaus, um nach mir zu sehen. Kleine Kontrolle in den Mund, ob noch alles in Ordnung ist und Ankündigung, dass ich am Wochenende nach Hause darf. Juchu!

Meine Erfahrungen bisher: Vermeidung Puddingsuppen oder Milch als Hauptgetränk. Verschleimt nur unnötig den Rachen.

Kamillentee trinken, wirkt sich auch positiv auf die geschundene Mundschleimhaut aus.

Mundpflege, damit habe ich noch Probleme. Zähneputzen geht nur da, wo ich mit der Zahnbürste hinkomme. Mundspülungen auf jeden Fall, mit Kamillan oder auch fertigen Mundspüllösungen. Kamillan finde ich aber besser.

Aber mindestens 3mal am Tag muss es sein, eher mehr.

Schlechter Mundgeruch: ich kann mich selber nicht leiden :( ... ich versuche zwar nach dem Zähneputzen mit Mundwasser zu gurgeln, ist aber eine ziemlich feuchte Angelegenheit, weil man mit geschlossenen Zähnen schlecht gurgeln kann.

Wenn jemand einen Tipp hat, immer her damit.

Morgen muß ich mich in der Praxis der Kieferchirurgen melden. Da hoffe ich, dass ich einiges zum OP-Verlauf erfahre. Bisher weiß ich nur, dass mindestens (???) viermal der Kiefer aufgeschnitten wurde.

Meine Ernährung dreht sich derzeit nur um pürierte Suppen ... hat für mich aber den positiven Begleiteffekt, dass ich endlich abenehme :D

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Hallo Florena!

Herzlich willkommen im Forum und danke für Deinen Bericht.

Ich gehöre auch zu den "Alten" 8) - bin auch Mitte 40 und bin am 16.11. operiert worden - OK-Vorverlagerung.

ich wünsche Dir weiterhin gute Besserung und eine gute Zeit als "Suppenkasper" :lol: . Ich hab heute einen Riesenpott Apfelmus gekocht - mit Zimt und Vanille - Leeeeeeeeeeeeeeecker!!!!

Liebe Grüße

Silvia -diesichmittlerweilevon4kgverabschiedethat..... :wink:

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Hallo Florena!

Noch eine "Alte"heißt Dich Willkommen :D

Ich bin 41 Jahre alt,und operiert wurde ich diese Jahr im Februar.

Ciao toni

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Hi Florena,

ich glaub der Club "Der Alten" wird immer größer :lol: hier ist noch eine 42jährige, die Anfang nächsten Jahres die Hauptrolle in einem OP spielen wird. :evil:

Ich kann mir die Frage nicht verkneifen, wer hat dich wo (ambulant) operiert :?:

Liebe Grüsse und gute Besserung.

@ silvia

4 Kilo :D ist doch kein schlechtes Ergebnis, und weiterhin gute Besserung.

Liebe Grüße

rena

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Eine sehr gute Praxis in Erfurt, ich wohne in Thüringen.

Die Praxis gilt als die beste Praxis für Kiefer- und Gesichtschirurgie im Großraum Erfurt. Stationär war ich dann im Katholischen Krankenhaus Erfurt. Und das wo ich ohne Konfession bin :D

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Hallo Florena!

Herzlichen Glückwunsch erstmal zu deinem Mut! Dein Beitrag beweist mir einmal mehr, dass man eine solche OP überleben kann. Mir steht es wenn ich mich denn mal endlich entscheiden würde noch bevor. Bis dahin stärke ich mich mit solchen Berichten wie deiner!

Danke und gute Besserung!

Grüße Slysy

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... 6 kg weniger Gewicht.

Vor 2 Tagen hat mein Kieferchirurg die Drähte entfernt, die beide Kiefer zusammengehalten haben. Die Drähten waren direkt mit den Brackets bzw. Drahtliegaturen in Ober- und Unterkiefer verbunden.

Ging recht schnell.

Meine Kiefer bekomme ich jetzt zwar nur ca. 1 cm auseinander, aber das wird sicherlich noch.

Nächstes Jahr werden die Drähte, die operativ in den Kiefer eingesetzt werden, entfernt. Vermutlich unter örtlicher Betäubung.

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