Lovely_Yola

Unsere Krankheit soll keine Krankheit sein? Warum wird sie nicht anerkannt?

38 Beiträge in diesem Thema

Hallo zusammen,

nach einem gestrigen Erlebnis ist es mir mal wieder klar geworden, wie wenig unsere "Krankheit" hier in Deutschland zu wenig ernst genommen wird.

Ich habe schon länger darüber nachgedacht, deshalb einen Thread zu eröffnen, auch, weil ich es ständig leid bin, mich vor anderen zu rechtfertigen.

Ich bin schon seit Jahren aufgrund der Fehlstellung arbeitsunfähig (ich habe starke Depressionen bekommen, sehe keinen Sinn mehr mit DIESEM Gebiss, schäme mich öfters, rauszugehen und anderen Leuten mein Profil zeigen zu müssen, meinen verkrampften Mund, dass mich andere Leute nachahmen und den Mund genauso hinziehen, des Weiteren aufgrund der chronischen Schmerzen, jetzt verstärkt durch den KFO-bedingten Zahnfleischrückgang, und nicht zuletzt eben dieses ständige Verkrampfen der Mundpartie, -ich kann ja nicht ständig mit offenem Mund rumlaufen). Ich finde es befremdlich, wenn ich nur Zahnkontakt auf links/rechts jeweils 2 Zähnen habe.

Einerseits bin ich berufsunfähig, weil ich mich schäme und andererseits, weil ich seit Jahren darum kämpfe, dass mir geholfen wird und das eben viel Zeit in Anspruch nimmt. Meine oberste Priorität ist, dass ich irgendwann ein normaler, gesunder Mensch bin.

Wer kämpft schon jahrelang ohne Erfolg?

Gestern habe ich nun wieder eine Absage bekommen, mein KFO will diese "neue Methode" nun doch nicht ausprobieren, weil sie eben zu "neu" ist, und keine Studien darüber vorliegen.

Ich bin dann mit meiner Mutter und ihrem Freund noch in ein Café gegangen. Mir sind die Tränen einfach so runtergelaufen, ja, aber ich habe mich danach dann gefangen.

Meine Mutter unterstützt mich sehr im Sinne von Autofahrten usw., OBWOHL sie das eigentliche Problem nicht sieht und sie meint, ich solle doch die Spange rausmachen lassen. Sie kann sich da garnicht in mich reinversetzen. Und DAS ist das Problem!

In dem Café hat sie dann von ihrem Problem geredet (es ist ein Problem, das meiner Ansicht nach so leicht aus der Welt zu schaffen ist wie ein Rad zum Rollen zu bringen).

Ich ärgere mich innerlich ständig über ihr Problem (ich rede zwar öfters mit ihr darüber und versuche ihr zu helfen, aber ich weiß auch wie LEICHT es ist, dieses Problem zu beseitigen).

Irgendwie war ich gestern dann eh schon mit den Nerven empty und sagte dann "Wenn ich dein Problem hätte, hätte ich garkein Problem!"

Sie sagte dann daraufhin etwas, was mich völlig aus der Bahn geworfen hat: "DUUUU hättest doch normalerweise garkein Problem!" Und das war wie ein Schlag ins Gesicht, eine Abstempelung des Pseudo-Kranken, der eigentlich, wenn er normal im Kopf wäre, garkein Problem hätte.

Ich war so enttäuscht!

Ist es euch auch mal so ergangen, dass diese "Krankheit" von anderen Mitmenschen garnicht angenommen wird, sondern man damit fast schon allein gelassen wird?

Genauso ist es mit meiner Schwester, nur ein bißchen anders.

Sie redet mit mir nicht groß über das Thema.

ABER - sie ist jemand, der sich in Krankheiten reinsteigert, um Aufmerksamkeit zu bekommen.

Sie könnte so ein schönes Leben haben, sie hätte es normerweise in der Hand! Aber sie steigert sich in Krankheiten rein wie Ritzen, usw.

DAS wird als Krankheit anerkannt!

Natürlich ist es auch eine Krankheit, aber

ward ihr schon einmal in irgendeiner Form neidisch darauf, dass andere Krankheiten anerkannt werden, die weit nicht so dramatisch sind wie Kieferanomalien? Vor allen Dingen, Krankheiten, denen man mit Stärke entgegenwirken kann, und bei der eigenen Krankheit, mit eigener Stärke nichts ausrichten kann.......

(Ich weiß, wie schlimm bspw. Ritzen ist, ich möchte es auch in keinster Weise abwerten, aber ich weiß auch, dass man es mit eigener Stärke schaffen kann, da wieder raus zu kommen, DAMIT es einem wieder besser geht - aber das Schlimme find ich, dass manche Leute garnicht wollen, dass es ihnen besser geht)

Ich möchte, dass es allen Leuten gut geht, auch meiner Schwester natürlich. Aber ich finde, sie hätte es eigentlich so leicht!! Wir helfen ihr ja auch, dass sie das schafft.

Aber andererseits denkt man dann wieder "Warum bekommt sie Hilfestellungen (auch von der KK) in einer Sache, in der bspw. ICH die Kraft hätte, alleine rauszukommen? Und ich, die eine viel schwerwiegendere Krankheit hab, bekomme keine Hilfe von niemanden, werde von meinen Leuten als reine psychische Krankheit abgewertet - müsste, um von der KK Hilfe zu bekommen, eine OP mit hohen Risiken über mich ergehen lassen, obwohl ich eine Chance darauf hätte, es auch ohne OP zu regeln". Es ist irgendwie so traurig, und in solchen Momenten hat man dann nur noch weniger Lebensmut.

Ich möchte mal wissen, wie es jemanden anderem ergehen würde, der für zwei Wochen einen Aufsatz auf die 6er und/oder 7er draufgeklebt bekommen würde, um das gleiche Problem wie meines, einmal nur für zwei Wochen ertragen zu müssen.

Versteht mich jetzt nicht falsch, ich wünsche das niemanden!!!! Mich würde nur mal interessieren, ob dieser Jemand dann nach 2 Wochen immer noch sagen würde "Das ist ja nur ein psychisches Problem!"

Vielleicht klingt dieser ganze Text für den ein oder anderen hier etwas merkwürdig und nicht nachvollziehbar, aber ich wollte ihn dennoch schreiben, vielleicht fühlt ja jemand ähnlich wie ich.

Liebe Grüße, Anna

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Liebe Anna!

Ich glaub, du musst momentan einfach mal ganz fest gedrückt, umarmt und gekuschelt werden.

*drüüüück*

Aber genauso wie du dir wünscht, dass deine Krankheit anerkannt wird, solltest auch du versuchen, die Krankheiten und Probleme anderer Leute anzuerkennen. Von außen betrachtet scheint es oft leichter, Lösungen zu finden als wenn man wirklich in der Situation ist. Vielleicht denkt deine Mutter das gleiche über dich wie du über sie: "Warum macht sie sich so einen Kopf - ihre Probleme sind doch nur halb so wild wie meine eigenen!"

Vermutlich tut es ihr genauso weh wie dir, wenn du ihre Probleme nicht als wirklich problematisch anerkennst. Bevor die Situation immer schlimmer wird und sich noch krasser zuspitzt solltet ihr echt mal einen Stopp einlegen, Pause machen, lieb zu euch selber sein, euch erholen, selber was Gutes tun und dann mit den neu gewonnenen Kräften dem jeweils anderen eine Stütze sein und seine Probleme anerkennen, egal wie marginal und leicht lösbar sie von außen auch scheinen.

(Ich hab mir die gleichen Gedanken wie du auch schon häufig gemacht. Auch mich findet alle Welt hübsch und kaum einer versteht, warum ich das durchziehen will. Aber ich bin ein eigenständiger Mensch. Ich habe mich entschieden und der Rest der Welt hat das zu akzeptieren. Basta.)

ganz liebe Grüße

igel

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Hi Anna,

ich denke mal, dass Du Dir schon selber geholfen hast indem Du Dir alles von der Seele geschrieben hast.

Ja, es klingt etwas wirr, aber das macht Deine Situation "nachfühlbar" (denke ich)

Ich verstehe leider nicht so ganz was du mit "unserer Krankheit" meinst und wie Du "annerkennen" definierst bzw. was Du von Deiner Umwelt erwartest.

Wenn Du möchtest, dann kannst Du mir diese Fragen beantworten - obwohl ich dazusagen möchte, dass ich nicht ähnlich fühle. Ich werde dich also nicht bestätigen können und das ist es ja was Du vielleicht momentan "brauchst".

Vielleicht bist Du ja auch offen dafür zu hören, warum ich mein "doofes Gebiss" nicht als Krankheit sehe und eigentlich meinen Weg gehe ohne um Anerkennung zu kämpfen.

Liebe Grüße

Bracket

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Hallo ihr zwei, =)

ich möchte zuallererst sagen: Ich kämpfe nicht um Anerkennung!

Ich kämpfe nur um mein eigenes Wohlempfinden!

Nur stört es mich, dass andere Menschen (meine Mitmenschen) das alles für so harmlos halten, und nicht verstehen, warum es mir so schlecht geht.

Ich möchte auch kein Mitleid, wenn das irgendwie so rüberkommen sollte!

Das einzigste, was ich möchte, ist ernst genommen zu werden (bei meinen Mitmenschen).

Ich bin ein sehr hilfbereiter Mensch (das ist wohl meine größte Stärke)! Und ich kann mich in die Situationen von anderen Menschen sehr sehr gut hineinversetzen! Ich blende oftmals meine eigenen Probleme aus, und bin offen dafür, mit anderen Menschen ihre Probleme zu lösen.

Ich habe ja einige Beispiele in meinem näheren Familienkreis genannt.

Das Problem meiner Mutter ist wirklich leicht zu lösen! Ich möchte hier nur nicht näher darauf eingehen. Wir haben schon öfters darüber gesprochen, und es dreht sich alles im Kreis, weil immer nur gejammert wird, aber nichts unternommen wird!

Meiner Schwester haben wir auch alle versucht zu helfen. Das Problem hat sie mittlerweile auch schon einige Jahre und ich empfinde es, als wenn sie sich wohlfühlt, wenn es ihr schlecht geht. Bei ihr redet man immer nur noch gegen eine Wand, auch wenn wir sie nicht aufgeben und immer wieder versuchen, sie zu einer ärztlichen Maßnahme zu überreden.

Aber darum geht es ja eigentlich nicht.

Ich wollte nur eure Erfahrungen hören, wie ihr damit umgeht, wenn Familie/Freunde/Angehörige euch nicht ernst nehmen und dementsprechend denken "Was hat die eigentlich? Die ist doch garnicht krank/eingeschränkt! Die sollte mal meine Probleme haben!" Und ihr dann denkt "WIe liebend gern würde ich EURE Probleme haben, dann wäre ich viel freier und hätte die Probleme in der Hand, hätte einen Ausweg".

Und ich wollte wissen, ob ihr irgendwann mal "in einer gewissen Form" neidisch (das Wort neidisch trifft es nicht ganz, weil man ja auch keine andere Krankheit/Einschränkung neidisch sein kann, aber mir ist kein besseres Wort eingefallen) ward?

Zum Beispiel wenn eine Freundin über ihre kurzen Beine/große Nase/kleiner Busen unzufrieden ist und es ihr echte Probleme macht, dass ihr dann denkt "Ja okay, es ist ein Problem für sie, aber ich würde es mit Kusshand tauschen!"

@Bracket: Mit "unserer Krankheit" meine ich einfach die Kieferanomalien, die der Großteil der Menschen, die hier im Forum schreiben, haben.

Ich bezeichne es als "Krankheit", weil dadurch enorme Beeinträchtigungen miteinhergehen!

Unter "Anerkennung" meine ich einfach, dass sich viele außenstehende Menschen nicht vorstellen können, wie schlecht es einem mit diesen Beeinträchtigungen gehen kann (mir versaut es momentan mein ganzes Leben). Und dann wird man als "Pseudo" abgestempelt.

Das ist ähnlich wie wenn jemanden sein Bein weh tut, und ein anderer sagt "Hab dich nicht so! Wir laufen jetzt noch 10km" und keine Rücksicht nimmt. Blödes Beispiel... :--/

Jedenfalls fand ich das halt schlimm, den Satz meiner Mutter.

Meint sie, ich sitze freiwillig den ganzen Tag zuhause, weil ich mich an manchen Tagen nicht raustraue?, meint sie, ich tue nur so, wenn ich Schmerzen habe?, meint sie, es ist für mich nicht beschämend, wenn beim Lachen nur 4 Zähne zu sehen sind und ich damit wie eine alte Frau lache?, und meint sie, mein verkrampfter Mund sieht für andere ganz normal aus, NUR weil sie es gewöhnt ist, wie ich aussehe und mich nicht anders kennt? Meint sie, ich mache das alles nur zum Spaß? Weil das alles ja anscheinend für sie nur psychisch bedingt ist, und keine "wirkliche" Krankheit dahinter steckt?

Und @Bracket: Ja natürlich würde ich gern deine Ansicht hören, warum du deine Fehlstellung nicht als "Krankheit" empfindest!

Vielleicht kann ich daraus ja manch andere Schlüsse ziehen =)

Liebe Grüße, Anna

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Mmmh, ich hänge an einer Sache:

Wenn wir (mir kommt der Gedanke bekannt vor) neidisch (ich finde, dass durchaus treffend ist) auf die Probleme anderer sind, heisst das nicht eigentlich, dass wir unter Umständen denselben Fehler machsen (gedanklich meine ich), den wir anderen in Bezug auf unsere Probleme "unterstellen " (sorry, hier finde ich nichts besseres).

Ich mach's jetzt einfach mal an Deinem Satz fest:

"Zum Beispiel wenn eine Freundin über ihre kurzen Beine/große Nase/kleiner Busen unzufrieden ist und es ihr echte Probleme macht, dass ihr dann denkt "Ja okay, es ist ein Problem für sie, aber ich würde es mit Kusshand tauschen!" "

Woher bist Du Dir (könnte auch wir schreiben) dass diese "Freundin" nicht genauso unter dieser "Leichtfertigkeit" leidet?

Manchmal ist es superschwer bei Problemen anderer das richtige zu "tun". Wenn ich da meinen Mann und seinen Tinnitus nehme - sorry, aber machmal weiss ich nicht was er will: gebe ich ihm gute Ratschläge, dann ist er sauer weil ich wieder so pragmatisch und gefühllos bin. Bemitleide ich Ihn, dann macht er auf starken Mann. Sage ich beim nächsten "Jammern" einfach nur "Jaja", dann bin ich desinteressiert.

Aber ehrlich, lieber habe ich mein schepses Gebiss als ein ständiges Pfeifen im Ohr! Meine Zähne werde ich nach vielen Mühen in den Griff bekommen - das Pfeiffen im Ohr wird so wie es aussieht "unheilbar" bleiben.

Ich weiss nun nicht, ob meine "Gebissanomalie" nach Deinen Massstäben als Krankeit gilt. Fest steht: es war auffällig, ich konnte nicht vernünftig kauen und teilweise war meine Aussprache undeutlich.

Wenn ich deine Gedanken lese, dann ist mir der Gedanke gekommen, dass ich vielleicht noch rechtzeitig den Schritt zur Behandlung gewagt habe. Im Spiegel fand ich mich schon lange nicht mehr "hübsch" - das konnte ich aber noch verdrängen. Vielleicht wäre es nur noch eine Frage der Zeit gewesen bis ich dazu nicht mehr in der lage gewesen wäre .... und dann würde ich meine Gebissituation definitiv auch als Krankheit empfinden ..... so habe ich es noch nicht gesehen .... .

Ich muss sagen, dass ich Deine Posts zu Teil sehr schätze, weil sie zum nachdenken angregen .... und das soll ja hin und wieder hilfreich sein (auch mit 42).

Bracket

Liebe Grüße

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Hallo also ich kann dich verstehen.Ich denke was du mit anerkennung meinst ist nicht das mitleid der anderen sondern verständnis.Verständnis dafür das man durch die fehlstellung (je nach stärke der fehlstellung)körperliche oder auch phsyschische Probleme hat.Denn wer geht schon gern aus dem Haus und lässt sich blöd anklotzen oder hört gern dumme bemerkungen über sein aussehen.Auch mit den kk geb ich dir recht.Die könnten ruhig mehr für uns tun.Wenn es auch nur wäre mehr zu genemigen und nicht immer gleich alles ab zu lehnen.Ich kann auch verstehen das du dich schämst aus dem Haus zu gehen.Seit meiner verpfuschten Op gehts mir auch so.Mein gesicht sieht unnatürlich aus und die Leute glotzen ständig.Ich kann nicht richtig essen.Durch den offenen Biss kann ich nicht abbeissen und auch nicht richtig kauen weil der Uk nur noch auf und zu geht und nicht mehr links und rechts.Ich traue mich kaum noch zu lachen nicht weil ich keine schönen Zähne hab sondern weil es gestellt aussieht.Ich mag einfach nicht mehr angeklotzt werden.Auch mit den Schmerzen kann ich nach voll ziehen.Ich hab jetzt immer wieder Migräneattacken und die abstände dazwischen werden immer kürzer.Wenn ich viel reden muss tut mir der Kiefer weh und was das für schmerzen sind kann eigendlich nur jemand wissen der selbst eine fehlstellung hat.Auf der Arbeit haben die kollegen auch wenig verständnis dafür wenn man mal nicht so gut drauf ist weil man schmerzen hat.Die Op ist ja jetzt schon ne weile her was kann denn da noch weh tun.Aber so sind die Menschen das was sie nicht haben können sie nicht verstehen aber wehe wenn sie was haben ohje.Naja zum schluss bleibt nur zu sagen lass dich nicht unterkriegen.Kopf hoch es lohnt sich immer zu kämpfen und wenn deine Familie dich zu hause nicht versteht sind hier genug Leute die Dir zu hören und für dich da sind Gruss Eva Und wenn du mal jemand zum reden brauchst kannst du mir gern ne Pn schicken;-)

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Ich persönlich habe noch keinen kennengelernt, der dafür wirklich Verständnis aufbringt. Die meisten Menschen sehen es einfach nur als "Schönheitsfehler" bzw. Schönheitkorrekturen. Ich habe mich anfangs auch gerechtfertigt, mittlerweile nicht mehr. Nur wer sich wirklich mal intensiv mit der Thematik befasst wird es als Krankheit begreifen - leider -

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Der springende Punkt ist ja auch, dass die Meisten hier (nehme ich einfach mal so an, verbessert mich, wenn ich falsch liege) keinen Schönheitsidealen entsprechen wollen, und auch nicht "schöner" werden wollen, um anderen Leuten zu gefallen, sondern einfach nur, um mit sich selbst im Reinen zu sein! Und genau DESHALB -finde ich- kann man es nicht als Schönheitsoperation abstempeln!

Ich bin sonst rundum zufrieden mit mir, obwohl ich auch andere Makel habe, die ich aber nicht störend finde, sie gehören zu mir und sind speziell! Aber diese Fehlstellung gehört nicht zu mir!

Aber wir wollen ja jetzt nicht den Anschein erwecken, dass es nur um Äußerlichkeiten geht, die Ausgangssituation dieses Threads war ja die Krankheit an sich, und da ist vielmehr die Schmerzen/das Unwohlsein im Körper (bei mir das Verkrampfte an der Mundpartie und die ständige Muskelanspannung) gewichtig.

Bracket, du hast was Richtiges gesagt! =)

Vielleicht haben einige dieser Personen, die große Nase etc. haben, vermutlich auch ein Riesen-Problem.

Es ist (bei mir) nur immer der Gedanke da, dass größere Nasen, kleinere Brüste etc. nichts schlimmes sind im Vergleich zu dem, was wir haben.

Aber andersrum denken vielleicht diese Leute auch, unsere Situation wäre nicht so schlimm wie ihre.

Trotzdem kommt bei uns das funktionelle und ästhetische Problem zusammen.

Am schlimmsten allerdings ist, dass ich -seit Anfang meiner Jugend- und das ist auch mit 23 Jahren eine lange Zeit, nie frei aus dem ganzen Herzen lachen konnte! Ich konnte nie den Ausdruck der Freude zeigen, und wenn man schon den Ausdruck nicht zeigen kann, wie soll man es denn dann sein?

Eva, mir geht es in der Hinsicht gleich wie dir: Wenn ich mit geschlossenem Mund lache/grinse (mit offenem würd ich mich ja nie im Leben so trauen), dann sieht es aus wie ein Clown, ganz unnatürlich, angestrengt, zwangshaft, weil die Lippen so aufeinander pressen - das kommt vermutlich durch den offenen Biss. Wenn ich breit grinse, sehe ich aus, als wäre ich behindert. Deshalb grinse ich meisten nur "verhalten", und werde deshalb schnell als schüchtern eingestuft, jemand, der sich nicht richtig "freuen" kann.

Das tut mir sehr leid für dich, Eva, dass du nur noch horizontale Bewegungen mit den Kiefern machen kannst, und keine Seitwärtsbewegungen mehr. :539:

Sagen die Ärzte, dass sich das noch bessern kann?

Was bei mir ganz komisch ist:

Wenn ich Alkohol trinke (ich vermeide es jetzt vermehrt deswegen) und wenn ich Sport mache, tun mir die Kiefer/Zähne (ich kann nicht genau sagen, ob die Schmerzen vom Kiefer oder von den freiliegenden Zahnhälsen ausstrahlt) weh!

Ist das bei einem von euch genauso?

(ist mir jetzt nur grad eingefallen, weil Eva erzählt hat, dass nach vielem Reden ihr der Kiefer weh tut, was bei mir übrigens genauso ist, allerdings erst, wenn ich mal am Wochenende Party gemacht habe -was ich seit nem halben Jahr auch nicht mehr gemacht hab- und wenn ich dann eine Nacht durchgemacht hab, tat mir danach auch alles weh).

Danke Eva für dein nettes Angebot, ich werd drauf zurückkommen.

Du kannst mir natürlich auch ne Mail schreiben, wenn du reden möchtest. =)

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also ich bin da geteilter Meinung, wobei ich vom Fall und von der Psyche auch irgendwie n anderer Typ bin als du.

Wenn man erzählt das man sein kiefer umstellen lässt, dann trifft das auf sehr wenig verständnis, weils für andere einfach komisch klingt und sie sich nich reinversetzen können. Aber soweit ich das jetz gelsen habe, hast du neben den funktionellen Beeinträchtigungen doch vor allem psychische Probleme oder? Genau das kann auch jemand mit einem zu kleinen Busen haben. Das kann meine meinung nach haargenauso belasten wie eine kiefergeschichte.

Ich gehen selbstbewusst mit meiner fehlstellung um, es ist für mich kein Problem gewesen mit einer riesigen GNE-Lücke grinsend durch die Gegend zu laufen, daher würde ich auf jeden fall sagen, dass ich ein absolut anderer Typ bin als du. Ich kann damit aber auch umgehen, weil ich weiß, dass es für mich Möglichkeiten gibt, mein Problem aus der welt zu schaffen. ich sage es mal so salopp, aber ich lass mich einfach operieren...die vorgeschichte mit brackets und die nachbehandlung und MOnate nich nach der OP essen können, ist natürlich erheblich schlimmer (glaube ich, ich weißes ja nich) als eine Brustvergrößerung. Aber im Grunde ist es doch auch wieder sehr ähnlich.

Fehlstellungen im Gesicht sind für einen selber glaube ich immer viel schlimmer, als wenn man irgendwas "hässliches" hat was man mit klamotten verdecken kann. Aber es isrt doch keine auswegslose SItuation, mit der du bis an dein Leben umbedingt Leben musst. Wenn natürlich etwas schief geht, wie bei dir ashanti is das super schlimm und auch wirklich psychisch belatend. Ich finde das wirklich schlimm, aber eine Kieferfehlstellung ist doch nich so, als würde...(ich suche grad einen vergleich)...(mir fällt kein Vergleich ein..)..JEDENFALLS hat man aber doch Möglichkeiten sich helfen zu lassen, ohne alle Ausnahmen jetzt zu berücksichtigen.

Also das ist meine Meinung zu dem ganzen :)

Kurz und knackig: EIne Fehlstellung wird von den meisten Menschen nicht ernst genommen, das ist schlimm. Aber eine Fehlstellung ist keine absolut auswegslose SItuation, bei der es keinerlei Möglichkeiten gibt, sich helfen zu lassen.

LG

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ich kann dich auch gut verstehen, besonders das Gefühl, das andere ständig auf den Mund schauen!! Inzwischen lebe ich schon 46 Jahr mit einer (wie ich kürzlich erfahren habe) Pseudoprogenie. Bisher dachte ich immer der Unterkiefer steht vor. Schon vor fast 30 Jahren hatte ich mich nach einer OP erkundigt, weil es mir änlich ging wie dir. Damals hat man mir allerding abgeraten, weil das Risiko noch viel zu groß war. Ob du es glaubst oder nicht, jetzt, wo mir ein Arzt gesagt hat, dass die OP nicht wirklich schlimm wäre, nur eine OK VV, denke ich darüber nach, ob ich es wirklich machen lassen soll. Inzwischen habe ich auch so ein starkes Selbstbewustsein entwickelt. Man darf sich einfach nicht unterkriegen lassen.:lol:

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Ich denke die Schmerzen kommen von der muskulatur die sich falsch bewegt und von den Gelenken.Ob sich das bei mir mit dem Kiefer seitwärts bewegen noch ändert konnte der tolle Arzt mir leider nicht sagen.Wenn ich meinen Mund schliese sind bei mir alle muskeln angespannt und das sieht echt doof aus.Naja so gut hat er seine arbeit gemacht.:x

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Hallo Steffi,

was ich so aus deinen Schilderungen rauslesen kann, bist du gewiss ein ganz anderer Typ wie ich.

Du tust auch mit GNE-Lücke breit grinsen, weil es dir egal ist, wenn jemand doof guckt. Ich finde das gut!

Ich habe da ein ganz anderes (höheres) ästhetisches Empfinden. Mir ist es nicht egal, wenn jemand denkt "Oh mein gott, was für ne Lücke/schiefe Zähne/schiefes Lachen" etc.

Das hat aber meiner Ansicht nach, wenig zu tun mit weniger Selbstbewusstsein, zumindest nicht in meinem Fall. Ich weiß wer ich bin, und bin auch stolz auf mich. (Ich war früher Tänzerin und da hat man eben ein übersteigertes Ästhetikbewusstsein). Aber genauso weiß ich, wie scheiße es aussieht, wenn ich lache. Das ist ähnlich, (natürlich überspitzt gesagt) wie wenn ich fett wär und würd vor anderen Leuten in Unterwäsche tanzen.

Manche getrauen sich das (jeder soll das tun, was er gerne möchte und ihm Spaß macht), - andere eben nicht.

Und nein - bei mir geht es in erster Linie nicht um die psychologische Komponente. Sondern um die Muskelverkrampfungen um den Mund herum und den fehlenden Zahnkontakt. Das ist bei mir oberste Priorität, das beseitigen zu lassen.

Und nochmals nein - es gibt nicht immer Lösungen, die Kieferfehlstellung beseitigen zu lassen - zumindest nicht, ohne Kampf. Viele Leute (die meisten sind wohl nicht hier im Forum vertreten, sondern haben das Thema so sehr verdrängt, dass sie sich nicht im Internet erkundigen wollen) möchten einfach keine Operation haben (und das, auch wenn sie leiden) - bei vielen ist die Angst zu groß, diesen Schritt zu wagen. Und viele können eben die Risiken nicht einfach so ausblenden.

Bei mir ist die Sache ja die, dass mein Problem auch ohne OP aus der Welt zu schaffen wäre, nur ist die Methode relativ neu, kein Arzt fühlt sich bereit dazu, auch einmal neue Wege zu gehen und die Krankenkasse stellt sich auch quer.

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Hallo Anna,

das mit dem Zahnkontakt und dem Lippenschluss bei Dir kann ich verstehen. Wenn sich bei mir nach dem Zahnarztbesuch durch eine Füllung manchmal nur ein ganz klein wenig der Biss verändert, kaue ich da stundenlang und tagelang drauf rum, weil es mich verrückt macht. Ich merke ganz einfach, dass etwas nicht stimmt und will wieder, dass es stimmt. Das wird mit Zahnspange dann sicherlich eine Tortur für mich, weil ein Kreuzbiss überstellt werden muss. Aber das mache ich freiwillig, weil ich mir eine positive Änderung erhoffe, das werde ich dann schon irgendwie aushalten.

Irgendwie ist es halt doch eine psychische Sache. Wenn ich wie Du im Moment nur Kontakt auf 2 Zähnen hätte und keine wirkliche Aussicht auf schnelle Besserung, würde ich wahrscheinlich wahnsinnig werden.

Bezüglich der Ästhetik sehe ich es wie "bibi". Ich erhoffe mir da kein Verständnis von meinen Freunden oder meiner Familie, deshalb rede ich auch mit niemandem (außer hier im Forum) über meine Unzufriedenheit mit meinem Gesicht. Da würde ich auch nur zu hören bekommen "mach das bloß nicht, Du bist doch sooo hübsch". Mag ja soger stimmen, dass ich für manche Menschen hübsch bin, aber ich weiß dass ich anders aussehe, und ich möchte endlich normal aussehen und nicht mehr negativ aus dem Rahmen fallen. Ich mache das wirklich nur für mich, damit es mir besser geht. Ich habe mir das alles auch lange und gründlich überlegt, die Meinung meiner Mitmenschen interessiert mich dazu auch nicht mehr.

Wenn meine Mutter mir so etwas sagen würde, dann würde ich das Thema nicht wieder bei ihr anschneiden. Jeder hält seine eigenen Probleme für ganz schlimm und sieht Lösungen für die Probleme der anderen, das ist menschlich. Da solltest Du keine falsche Erwartungshaltung (Verständnis) haben, die dann nur enttäuscht wird.

LG Angel

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"Das ist ja nur ein psychisches Problem!"

<devil's advocate>

ist es auch.

so wie du's beschreibst ist es ein psychisches problem.

wenn du verkrampfte muskeln am knie hättest würdest du nicht halb soviel deswegen machen.

nun hast du das "glück", dass deine funktionellen probleme es auch rechtfertigen, dass auch das geändert wird, was dich psychisch belastet.

nicht jeder hat das recht auf staatskosten so "umgebaut" zu werden, dass er sich selbst gefällt.

du lehnst halt diese behandlung offensichtlich ab. musst du selbst wissen.

und wofür willst du jetzt anerkennung?

und ich sag das obwohl ich selbst betroffen bin und mich die kieferfehlstellung auch optisch stört.

nachdem ich erfahren hab dass die behandlung doch noch klappt hab ich mich sehr gefreut.

wenn mich jemand fragt, warum ich nen arzttermin hunderte km entfernt hab, sag ich, ich werd wahrscheinlich nächstes jahr wegen kiefergelenksschmerzen usw. operiert und gut iss.

wozu brauch ich da jetzt anerkennung für mein "leiden"?

und wozu muss ich mein "leiden" mit anderen vergleichen?

wenn dich das ganze psychisch so sehr belastet ist das natürlich schlimm, und kannst du dir vielleicht auf der ebene helfen lassen. aber du kannst von niemandem erwarten, dass er ne kieferfehlstellung für ne schlimme krankheit hält.

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Achja herrlich, das ist ja mal wieder der relative, der in nahezu jedem meiner Beiträge etwas rumzumäkeln hat.

Schön, dass du immer wieder diesen Part ergreifst, ne? Sonst würds ja langweilig werden :lol:;-)

Nee, mal Spaß beiseite: Ich lese deine Beiträge irgendwie gern, aber irgendwie verstehst du mich nie richtig, was ich aber auch nicht schlimm finde!

Ich habe bereits geschrieben, dass ich chronische Schmerzen habe (wenn auch keine allzu starken, aber wenn etwas chronisch ist, ist das immer schlimm!).

Klar spielt die Psyche eine große Rolle, aber mein Problem würde sich nicht durch einen Psychotherapeuten beheben lassen, weil die Ursache eine ganz andere ist!

Und glaub mir - wenn ich verkrampfte Muskeln am Knie hätte, würde ich einiges machen, dass das wieder weggeht! Mit verkrampften Muskeln am Knie stelle ich mir das Laufen schwierig vor, also was soll dieser Vergleich?

nun hast du das "glück", dass deine funktionellen probleme es auch rechtfertigen, dass auch das geändert wird, was dich psychisch belastet.

Woher nimmst du dir das Recht, mir zu sagen, ob bei mir die funktionellen oder die ästhetischen Punkte mehr ausschlagen?

Und ich finde es mehr als dreist, zu sagen, ich hätte Glück, WEIL ich funktionelle Probleme habe.

Ich kenne dich nicht und weiß nicht, wie dein Leben aussieht.

Aber meins ist enorm eingeschränkt durch diese Krankheit.

Vielleicht ist deine Kieferfehlstellung nicht so tragisch, vielleicht hast du ein ganz anderes Empfinden als ich (ich urteile hier nicht über jemanden, den ich nicht kenne)....

du lehnst halt diese behandlung offensichtlich ab. musst du selbst wissen.

Diesen zusammenhanglosen Satz habe ich übrigens nicht verstanden.

Welche Behandlung lehne ich ab? Die Operation?

Ja, und das auch aus bewussten Gründen!

Komischerweise haben alle außer du es hier verstanden, dass ich nicht um Anerkennung kämpfe, sondern um Verständnis.

Das in der Überschrift war allgemein an die Gesellschaft gerichtet, dass Kieferanomalien nicht als "Krankheit" oder zumindest "krankmachende Beeinträchtigung" anerkannt wird!

aber du kannst von niemandem erwarten, dass er ne kieferfehlstellung für ne schlimme krankheit hält.

Was du aus meinen Sätzen herausliest, finde ich fabelhaft. Soviel Fantasie :lol::wink: ......

Ich habe keine Erwartungshaltung gegenüber anderen, zumindest nicht den Forenteilnehmern hier, das ist ein Forum über Erfahrungsaustausch! Und genau das wollte ich interessehalber erfahren!!

und wozu muss ich mein "leiden" mit anderen vergleichen?

Hmm, interessante Frage.

Du bist nicht in der gleichen Lage wie ich. Vermutlich kann man sich dann auch schwer in die Situation hineinversetzen.

Weißt du, manchmal ist man einfach empty, wenn es nicht weitergeht. Und dann kommen eben diese blöden Gedanken, "warum gerade ich?", "Warum hab ich nicht andere Probleme" (besser natürlich -keine) usw.

Klar - ist eine Schwäche von mir. Aber Schwächen hat doch jeder!

wenn dich das ganze psychisch so sehr belastet ist das natürlich schlimm, und kannst du dir vielleicht auf der ebene helfen lassen.

So, ich geh jetzt zum Onkel Psycho-Doktor und lass mir die ultimative Pille für Kieferanomalien verschreiben, wenns dich beruhigt :wink: :wink:

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Nee, mal Spaß beiseite: Ich lese deine Beiträge irgendwie gern, aber irgendwie verstehst du mich nie richtig, was ich aber auch nicht schlimm finde!

ja, vielleicht hab ich dich missverstanden.

wenn du im gleichen thread einmal von arbeitsunfähigkeit durch depression aufgrund von kieferfehlstellung sprichst, und das ganze in einem beitrag danach als kleine schwäche, die doch jeder hat, beschreibst, kann das schonmal passieren.

So, ich geh jetzt zum Onkel Psycho-Doktor und lass mir die ultimative Pille für Kieferanomalien verschreiben, wenns dich beruhigt :wink: :wink:

sollte ich bei arbeitsunfähigkeit wegen depression wirklich der erste sein, der "Onkel Psycho-Doktor" vorschlägt: was ist denn so absurd an dem vorschlag?

Vielleicht ist deine Kieferfehlstellung nicht so tragisch, vielleicht hast du ein ganz anderes Empfinden als ich (ich urteile hier nicht über jemanden, den ich nicht kenne)....

ich urteile auch nicht über dich.

ich sag nur, wenn die situation wirklich so tragisch ist, wie du sie anfangs beschrieben hast, dann...siehe oben.

wenn's nur etwas schlechte stimmung wegen nem schlechten arzttermin war, vergiss meinen beitrag, dann hab ich dich missverstanden.

(ich kann die beiträge auch löschen wenn sie dich stören)

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Hmm. Verschiedenste Meinungen hab ich bereits gehört. Das sei doc kein Grund, und es wäre ja nur eine Schönheits OP, bis hin zu echtem Verständnis. Mein (Ex-)Freund sagt, wenn mir das helfe, die Kopfschmerzen etc loszuwerden, dann soll ich das tun. Meine Freundin denkt, es ist nur des Gesichts wegen..

So richtig erntgenommen fühle ich mich jetzt nicht. Aber es geht ja schon bei der Bewilligung los. Irgendwie wird es nicht als richtige Krankheit befunden...

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Liebe Anna!

Und ich wollte wissen, ob ihr irgendwann mal "in einer gewissen Form" neidisch (das Wort neidisch trifft es nicht ganz, weil man ja auch keine andere Krankheit/Einschränkung neidisch sein kann, aber mir ist kein besseres Wort eingefallen) ward?

Zum Beispiel wenn eine Freundin über ihre kurzen Beine/große Nase/kleiner Busen unzufrieden ist und es ihr echte Probleme macht, dass ihr dann denkt "Ja okay, es ist ein Problem für sie, aber ich würde es mit Kusshand tauschen!"

Was ich sehr gut verstehen kann, ist dass du Anerkennung suchst und dass du traurig oder verletzt bist, wenn du sie so überhaupt nicht bekommst. Denn deine Krankheit ist eine Krankheit und damit ein ernstzunehmendes Problem (punktaus)

Ich selber habe auch oft den Fehler gemacht, auf die Probleme anderer Menschen "neidisch" zu sein.

Als Beispiel: Ich mache Leichtathletik und bin nicht besonders begabt. In meiner Gruppe ist ein Mädl, das sehr begabt ist. Sie wirft z.B. den Diskus um die 40m weit. Meine Bestleistung liegt bei 17-18m. Wir trainieren aber trotzdem gern zusammen, weil wir uns gut verstehen und es zu zweit mehr Spaß macht als alleine.

Manchmal begleite ich sie auf Wettkämpfe, um sie anzufeuern. Und so hat sie z.B. einmal auf einer wichtigen Meisterschaft einen echt schlechten Tag erwischt und nur 35m geworfen. Das waren 5m weniger als sonst und sie ist heulend davongeschlichen. Ich selber konnte sie nur schwer verstehen. Mann, wenn ich doch mal 35m werfen würde, wie glücklich wäre ich darüber!!!

Ihr hat das weh getan. Sie wollte Anerkennung für ihr Problem, wollte mal in den Arm genommen und getröstet und vor allem ernst genommen werden.

Das ist nämlich, wie du richtig erkannt hast, ein sehr wichtiger Punkt im menschlichen Zusammenleben. Wenn man sich nicht ernst genommen fühlt, ist man unglücklich. Man fühlt sich verletzt und beginnt, das Vertrauen ineinander zu verlieren.

Dabei ist es vollkommen irrelevant, wie nichtssagend und unbedeutend die Probleme des anderen sind. Gefühle und Sorgen kann man nicht rational messen. Jeder einzelne empfindet sie anders. Und während für den einen eine Knubbelnase der Weltuntergang ist und er sich deswegen nicht auf die Straße traut, ist für den anderen erst eine Kieferfehlstellung ähnlich schlimm. Die tatsächliche Schwere der "Krankheit" oder Beeinträchtigung ist dabei völlig nebensächlich. Was zählt ist, wie schwer es die einzelne Person für sich selbst empfindet. Und da kann eine zu kleine Brust für manche Menschen genauso schwer oder sogar noch viel schwerer wiegen wie für einen anderen, wenn er eine wirklich schwere Erkrankung hat.

Es gibt das Sprichwort: "Wie man in den Wald ruft, so schallt es zurück." Und genau das ist meiner Meinung nach in deiner Situation passiert. Du hast deiner Mutter gesagt, dass du ihre Probleme, die für sie mindestens genau so schwer wiegen wie deine (vermutlich fühlt sie sie eher schlimmer), nicht anerkennst. Das hat sie verletzt. Vielleicht genau so sehr wie du verletzt warst als dann die Retourkutsche kam.

Ich kann dir nur einen Rat geben, der für zwischenmenschliche Geschichten unendlich wichtig ist:

Nimm sie mit ihren Problemen ernst! Und wenn du denkst, ihre Sorgen wären weniger schwerwiegend als deine, lass es sie nicht merken!

Denn nur wenn du ihre Probleme anerkennst, wird auch sie deine anerkennen.

LiGrü

igel

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Ich wollte nur eure Erfahrungen hören, wie ihr damit umgeht, wenn Familie/Freunde/Angehörige euch nicht ernst nehmen und dementsprechend denken "Was hat die eigentlich? Die ist doch garnicht krank/eingeschränkt! Die sollte mal meine Probleme haben!"

Wie die Leute über dein Problem denken, hat sehr viel damit zu tun, wie du es ihnen verkaufst. Die Menschen, die bereits davon wissen, wirst du in ihrer Meinung nur noch schwer ändern können.

Aber wenn du neuen Leuten davon erzählst, kannst du's auch anders machen - z.B. so:

"Ich habe diese schwere Kieferfehlstellung, die die meisten Leute zum Glück nicht erkennen. Aber sie verursacht trotzdem Probleme und chronische Schmerzen. Die normale Behandlung, die dafür vorgesehen ist, würde bedeuten, dass ich mir die Kieferknochen auseinandersägen und neu zusammenbauen lassen müsste. Das finde ich aber nicht gut und deshalb bin ich auf der Suche nach einer anderen Methode, die mir besser helfen könnte."

So würden es vermutlich die meisten Leute einsehen. In meinem Umfeld tun die das zumindest.

Wenn du das Ganze an deinem Äußeren aufziehst, wirst du immer Unverständnis ernten. Denn erstens hat sich dein Umfeld an dein Aussehen gewöhnt und findet es normal und zweitens sind Schönheitsoperationen in Deutschland nunmal nicht besonders angesehen und werden eher abwertend betrachtet. Wenn du das Ganze aber als medizinische Notwendigkeit darstellst, wird es für viele verständlicher.

LiGrü

igel

PS: Eine Bekannte von mir arbeitet mit Hilfe eines Osteopathen daran, die Kiefer so zu trainieren, dass sie auch ohne OP mit möglichst geringen Schäden weiterleben kann

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Hallo,

ich würde dir grundsätzlich in dem Punkt zustimmen, daß die meisten Menschen Kieferfehlstellungen nicht als "Krankheiten", sondern als Schönheitsfehler ansehen: der eine hat eine große Nase, der andere ein Schumi-Kinn- für einen Laien ist der Unterschied im physischen Sinne nicht zu erkennen. Daß jemand mit einer großen Nase meistens keine Beschwerden im physichen Sinne hat, und daß die meisten Leute mit Kieferfehlstellungen ernsthafte Beschwerden haben, nimmt keiner wahr, der sich damit nicht beschäftigt hat.

Ich habe oft gemerkt, wenn ich von der bevorstehenden OP erzählt habe, daß zwar jeder den medizinischen Aspekt verstanden hat, daß aber die meisten am Ende (trotzdem!) gefragt haben: Machst du das Ganze eigentlich aus ästhetischen Gründen? Und dabei habe ich mich nie unzufrieden über mein Äußeres geäußert. Ganz im Gegenteil- ich habe immer so viel Zuspruch bekommen, daß ich gar nicht auf die Idee gekommen wäre, unzufrieden über mein Aussehen zu sein. Ich habe mich oft gefragt, wie die Leute darauf kommen??? Inzwischen ist es mir egal, was die Leute denken, denn das ganze Erklären hilft nicht: die Leute, die es verstehen wollen, haben es längst verstanden.

Wir (die Betroffenen) wissen alle, daß unsere Fehlstellungen medizinisch als Krankheiten eingestuft werden und deshalb auch solch aufwendigen Behandlungen und Operationen bezahlt werden. Ob man das jedem verständlich machen muß?

Daß Eltern oder andere Familienmitglieder kein Verständnis dafür aufbringen, passiert wohl häufiger (sind einige Berichte, die man hier lesen kann). Aber man ehrlich- bringst du jedes Mal das nötige Interesse und Verständnis für alle Probleme deiner Familinmitglieder auf? Man neigt häufig dazu, alles, was innerhalb der Familie passiert, etwas anders zu bewerten als beispielsweise innerhalb des Freundeskreises. Ich habe ähnliche Diskussionen mit meiner Mutter geführt über ganz andere Themen, die so ähnlich geendet haben wie deine Diskussion. Klar, man fühlt sich besonders mißverstanden, wenn es die eigenen Eltern sind.

Langer Rede kurzer Sinn: solange ich und die Fachleute (Ärzte) wissen, daß es sich um eine Krankheit handelt, und nicht um eingebildete Beschwerden, die womöglich psychisch bedingt sind (was die scheinbar unterstellt wird), kann es einem egal sein, ob der Rest der Welt dies genauso sieht. Ich kann nur sagen, daß man so entspannter lebt.:grin:

Voele Grüsse

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hey anna,

also ich würde schon sagen, dass ich auch sehr eitel bin und für mich das Aussehen von Menschen und vor allem von mir sehr wichtig ist. Wenn ich aber weiß, dass speziell mein Fall nichts auf Dauer ist, bin ich in der Lage es nicht umbedingt "Lockerer" zu sehen, möchte mich aber nicht verstecken. Dadurch erfahre ich von meinen Freunden auch immer mehr Verständnis, weil ich mit Lücke, Spange und Joghurt als einziges Nahrungsmittel in die Schule gehe und ihnen dadurch meinen "Leidensweg" (wenn man es so nennen will) genau zeig und sie daran teilnehmen lasse. Ich möchte keine Leute die sagen "Och du armes, kleines ding, tüdelüdelü", sondern, dass es bemerkt wird, dass ich eine Fehlstellung habe, gegen die ich etwas tue und das es keine kleine Schönheits-OP machen lasse. Also dieses Teilhaben meines Umfelds an meinen Veränderungen hat bei mir schon echt "Wunder" gewirkt, da ich zumindest glaube, dass meine Geschichte gesehen wird und ich mich auf jeden meiner Freunde verlassen kann wenn ich mich doch mal nich wohlfühle. Ohne das, wäre ich auch nich in der lage gewesen mit einer 5mm-Lücke durch die Weltgeschichte zu spazieren. Aber wenn jemand blöd geguckt hat, konnte es mir egal sein, weil ich immer meine Leute hatte, die wussten, dass die Lücke nich von ungefär kam.

Du hast Recht, dass man bei besonderen Fehlstellungen besonders kämpfen muss, besonders viel mitmachen muss und es auch in manchen Fällen gar keine richtige Hilfe gibt. Das habe ich nie in Frage gestellt. Aber ich denke, dass beim Großteil der hier anwesenden eine ENtwicklung zum Positiven von STatten geht und es zwar mit Mühen, aber immerhin überhaupt Hilfe gibt. Ih denke, so blöd es sich anhört, es gibt schlimmeres...Eine Freundin von mir, meine Oma, mein Vater hatten alle Krebs. Teilweise mit CHemo, das finde ich schlimmer...die Angst sterben zu müssen...Da bin ich in meinem Fall wirklich froh, dass ich "nur" sone scheiße an der Backe hab. Aber es ist natürlich so, dasses Fälle gibt, die geradezu unlösbar sind und bei denen man wirklich verzweifeln kann. Es kommt halt auf den Typ und auf die Fehlstellung drauf an.

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Bei mir ist die Sache ja die, dass mein Problem auch ohne OP aus der Welt zu schaffen wäre, nur ist die Methode relativ neu, kein Arzt fühlt sich bereit dazu, auch einmal neue Wege zu gehen und die Krankenkasse stellt sich auch quer.

Warum auch, wenn die alten Methoden sich bewährt haben? Wenn zu dieser "neuen" Methode noch keine Erfahrungs- und Langzweitwerte vorliegen wäre ich auch selbst vorsichtig. Du wärst dann sozusagen das Versuchskaninchen und willst Du ein hohes Risiko bei Deinen jetzigen Problemen eingehen, dass es ggf. schlimmer werden könnte? Diese neue Methode könnte auch nach hinten los gehen und genau das ist ja das unabschätzbare Risiko. Was ist wenn die Methode doch nicht klappt und sich nicht bewährt und alles verschlimmert etc.

Wenn ich die Wahl habe zwischen einer Methode, die sich bewährt hat und wo der Nutzen höher als das Risiko ist (in dem Fall die OP) würde ich das Risiko dieser neuen Methode nicht eingehen. Bei der OP weiß man, dass es glücklicherweise in den meisten Fällen gut geht. Es werden hunderte Patienten pro Jahr am Kiefer operiert und es wurde vielen Leuten mit den schlimmsten Fehlstellungen schon geholfen. Es liegen Langzeitstudien etc. vor.

Ich weiß nicht warum Du Dich nicht operieren lassen willst und warum bei Dir das Risiko hoch sein soll. Nur wenn es sonst keine andere Wahl gibt und diese neue Methode keiner machen will, dann musst Du Dir halt überlegen, ob Du doch die OP machst.

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also ich sehe das ganze eigentlich genau so wie lippi. ich verstehe nicht, wieso du so ne große angst vor der op hast. geh doch einfach nach bad homburg, der arzt dort macht diese ops so oft, da kann kaum was schief gehen und meine güte ein gewisses risko musst eben eingehen. sonst wirst du ja nie fertig mit dieser kfo geschichte, die dich ja anscheinend so sehr quält.

ist doch besser als ein versuchskaninchen für neue methoden benutzt zu werden. ich wurde ja selber vor einer woche in bad homburg operiert(bimax) und muss sagen, dass alles halb so schlimm ist wie man erzählt. hört sich zwar blöd an, aber ich hatte KEINE SCHMERZEN.

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Also ich verstehe dich einerseits schon, andererseits verstehe ich nicht, wieso du die OP nicht machen lässt, wenn dich die Sache so sehr belastet. Wenn mich eine Sache super fertig machen würde und ich deswegen total Probleme in meinem Leben hätte, dann würde ich doch alles mögliche versuchen es zu ändern und auch diese OP in Kauf nehmen. Bis neue Methoden wirklich Routine finden, das dauert doch ewig und du möchtest doch bestimmt auch endlich aus dieser Situation raus! Ich würde es echt nochmal überlegen. Eine OP ist nie was tolles, aber wenn du mal siehst, wie viele es hier schon gut überstanden haben!?

Also ich wünsche dir auf jeden Fall, egal wie du dich entscheidest, das dein Problem bald gelöst wird und du dich wieder besser fühlst!

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Danke für eure Meinungen! =)

Bei mir ist es eben so, dass ich die großen Risiken dieser OP einfach nicht ausblenden kann! Wenn man sich zu dieser OP entschließt, muss man einfach die Risiken verdrängen, sonst könnte man die OP ja nicht machen.

Aber ich bin einfach nicht so. Ich halte die Risiken immer vor Augen, ich kann sie einfach nicht verdrängen.

Und die größten Risiken sind einfach, daran zu sterben oder (für mich fast noch schlimmer als zu sterben): daran zu erblinden. Und wenn ich danach dann so ein Dasein fristen müsste, würde ich mich mein ganzes besch******* Leben lang fragen, warum ich nur diese blöde OP hab machen lassen.

Die neue Methode ist zwar noch nicht erprobt, aber es spricht eigentlich nichts dagegen, dass sie nicht funktionieren sollte.

Und hier sind die Risiken weitaus geringer: Das wohl schlimmste Risiko (vielleicht gibt es noch andere schlimmere, aber das weiß ich ja nicht), ist, dass man Zähne verlieren könnte. Und dieses Risiko nehme ich in Kauf. Zähne sind zu ersetzen, Augenlicht wohl eher nihct!

Und noch an pizza: Ich habe überhaupt keine Angst vor den Schmerzen!!!! Ich habe durch verschiedene Unfälle etc. schon einige Schmerzen ertragen müssen, und ich weiß, Schmerzen gehen irgendwann wieder vorbei. Und wenn es ganz schlimm ist, bekommt man Schmerzmittel. Deshalb hätte ich davor "Null" Angst. (Aber trotzdem Danke, dass du deine Erfahrungen hierzu schilderst) :-)

Ich verstehe auch nicht, wie viele hier das Risiko einfach so "ausblenden" können.

Wenn ich Lippi zitieren darf!? :

Bei der OP weiß man, dass es glücklicherweise in den meisten Fällen gut geht.

"in den meisten Fällen" - und wenn es gerade dich (oder mich, oder jemand anderen) treffen sollte, bei dem es eben nicht gut geht!? Dem hilft niemand (kein Arzt) mehr, sondern sagt "Wir haben Sie ja über das Risiko aufgeklärt!" Genau das sagte mir übrigens auch eine Assistenzärztin an der Uni Freiburg, dass wenn etwas schief geht, dass dann niemand die Verantwortung übernehmen kann....... :cry:

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