Hallo!

War jetzt bei einem hier im Forum sehr bekannten Chirurgen in Bad Homburg, Essen, nachdem mir mein alter KFO und KFC von einer Behandlung (ergo: auch OP) abgeraten haben. Dieser hat mir nun bestätigt was ich mir sowieso schon gedacht habe: die Situation ist ernster als es mir mein alter KFO und KFC geschildert haben - nach deren Angaben vermeintlich ein "Grenzfall" = "man kann damit leben". Der KFC informierte mich des Weiteren über die Tatsache, dass meine Zähne auf langer Sicht ins Graß beißen werden .. bzw. in diesem Fall dann wohl eher nicht.. Außerdem läge mein OK zu weit hinten und nicht - wie von meinem alten KF-Team behauptet - der UK. Auch würden sich meine Atemwege in der Nase verbessern/vergrößern, wobei ich hier aber nicht wirklich von Problemen klagen kann - andererseits wüsste ich auch nicht was normal wäre.. So, und neben einigen anderen Dingen hieß es vor allem aber: 2 OPs! die erste um meinen OK zu verbreitern, da man mit der KFO-Methode einfach unnötig lange braucht. Hier weiss ich auch nicht genau was ich davon halten soll.. Einerseits freut es mich zu hören, dass ich die Behandlungszeit verkürzen kann - Behandlungsdauer insgesamt 1 bis 1,5 Jahre anstatt die 3- 4 Jahre die mir mein altes KF-Team "angedroht" hat - andererseits will ich mich da nicht zu schnell freuen wenn mir ein KFC lieber mal schnell eine OP andrehen will anstatt des "üblichen" KFO-Weges - welches ja nicht im finanziellen Interesse des KFCs liegt. Ich will hier niemanden in irgendeine Schublade stecken und ich bin mir sicher ich würde mich über die KFC-Variante mehr freuen als sonst jemand anders, ich versuche das Ganze einfach nur objektiv und kritisch zu betrachten. Dazu kommt ja noch diese ganze Versicherungsgeschichte mit der ich mich noch weniger auskenne..

Was mein ihr dazu? Hat jemand schon mal etwas ähnliches gemacht? Vielleicht sogar dasselbe? Und: bekommt man da noch einen Brief wo dann alles nochmal genau drin steht oder hab ich da was falsch verstanden?

Vielen Dank an alle schon mal im voraus!

Etwas verwirrt und überfordert,

André

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Hola André,

2 OPs - meintest Du damit, dass in einer 1. OP ein Gerät eingesetzt werden soll, um den Oberkiefer zu verbreitern (Gaumennahterweiterung, GNE) und dann in einer 2., größeren OP der Rest des Kiefers angegangen wird?

Wenn es das ist: damit bist Du hier nicht der Einzige - schau mal unter "GNE".

Liebe Grüße, Anna

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Hallo!

War jetzt bei einem hier im Forum sehr bekannten Chirurgen in Bad Homburg, Essen, nachdem mir mein alter KFO und KFC von einer Behandlung (ergo: auch OP) abgeraten haben. Dieser hat mir nun bestätigt was ich mir sowieso schon gedacht habe: die Situation ist ernster als es mir mein alter KFO und KFC geschildert haben

der genannte chirurg ist dafür bekannt, gern und viel zu operieren, auch in grenzfällen bei denen viele KFOs noch konservativ behandeln würden.

ich find das nicht schlecht, ich bin selbst ein grenzfall und mach lieber OP. lt. dem genannten chirurg ist eine OP unbedingt notwendig.

aber als gut informierter patient, der mehrere meinungen gehört hat weiß man das, und kann sich selbst entscheiden wie man behandelt werden will. im gegensatz zu anderen KFCs die sich einfach weigern bei fällen, die sie selbst nicht für absolut notwendig halten.

also, ich mein das nicht als "warnung" vor ihm. dachte mir nur du solltest das wissen und dich selbst entscheiden was du willst.

Und: bekommt man da noch einen Brief wo dann alles nochmal genau drin steht oder hab ich da was falsch verstanden?

normalerweise geht der als arztbrief an deinen KFO wenn du da einen angegeben hast. kannst dir aber eine kopie davon schicken lassen. (sag einfach, du willst noch zu einem anderen KFO zur beratung und brauchst ihn dafür)

bearbeitet von relative

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Hallo Akuma!

Ich hatte bereits eine Beratung beim gleichen Chirurg.

Er wollte mich zu einer GNE (Gaumennahterweiterung - Verbreiterung des Oberkiefers und einer Bimax (Umstellen beider Kiefer) überreden.

Der einzige Vorteil der GNE gegenüber der reinen kieferorthopädischen Dehnung ist eine Verkürzung der Behandlungszeit, die mit dem Dehnungsweg wächst. Ob Dir eine Zeitersparnis eine zusätzliche OP wert ist, kannst Du nur selbst entscheiden.

Die angebliche Verbesserung der Atmung ist bei zahlreichen Kunden des Chirurgen nicht eingetreten, die hier im Forum aktiv sind.

Oft ist es technisch gleich gutes Ergebnis mit der Operation eines Kiefers möglich. Der bekannte Chirurg will oft beide Kiefer operieren, um die Ästhetik und anderes zu verbessern.

Es gibt keine Langzeitstudien, die die angeblichen Nachteile wenn keine Behandlung erfolgt (z. B. früher Verlust von Zähnen, Schäden an den Kiefergelenken etc. belegen). Es gibt keine Langzeitstudien für die Folgen von Kieferoperationen.

Daher kann ich nur raten auf eine solche Behandlung zu verzichten, wenn es nicht unbedingt notwendig ist. Ich werde daher in den nächsten Wochen die Entscheidung gegen eine zweite Behandlung treffen, die mir vorgeschlagen wurde, weil die erste Behandlung nicht besonders erfolgreich war.

Viele Grüße

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Hallo und vielen Dank erstmal für die Antworten!

@Annawake:

Genau! Davon hat er gesprochen. Gaumennahterweiterung. Auf jeden Fall sollte ie 1. OP die Gaumennaht erweitern - welches mit Zahnspange und Co. vieeel länger dauern würde - und dann käme die normale KFO-Behandlung mit, eben, Zahnspange und Co. .. Und am Schluss dann die "eigentliche" KFC-Behandlung - sprich: 2. OP.

Ich würde mir gerne mal vorher/nachher Bilder anschauen, müsste mal gucken wen ich da ansprechen muss.

@relative + Hase1:

Also vielen Dank an euch beide! Ich finde eure Antworten waren doch sehr aufschlussreich darüber wie es anderen Patienten des genannten Doktors mit ihm und deren Behandlungen ergangen ist. Ich finde als gut informierter Patient geht man nicht nur zu mehreren KFOs/KFCs (in meinem Fall ja sowieso nur 2), sondern schaut sich auch die Geschichten anderer Patienten an - wie z.B. in Foren, wie diesem. Und da lernt man dann auch eine andere Seite kennen, von der man - trotz Konsultation verschiedener Ärzte - so gar nicht hört.

Also wenn ich ein "Grenzfall" wäre, hätten mich - neben einiger anderer Aspekte - eure Beiträge gegen eine Behandlung entscheiden lassen. Oder zumindest gegen 2 OPs. In meinem konkreten Fall allerdings, habe ich mich für die Behandlung entschieden - nicht zuletzt weil es eben doch "ernste" Probleme sind - wenn auch nur nach meiner persönlichen Meinung. Natürlich hilft es eine Situation besser zu verstehen/einzuschätzen bzw. sich in einer bestimmten Situation bewusster/sicherer zu verhalten und dann auch zu entscheiden wenn man mehrere Seiten eines Sachverhalts kennt.

Insofern nochmal vielen Dank für eure Antworten!

EDIT:

Bezüglich des Arztbriefes: die Praxis meines alten KFOs hat sich als sehr unfreundlich erwiesen. Zum einen hat man mir verweigert eine Kopie von den Unterlagen bzw. von dem Arztbrief des KFCs auszuhändigen, zum anderen sagte man mir es wäre sowieso nichts aufzufinden, ich solle doch bei der Praxis vom KFC nochmal nachfragen und mir dort evtl. eine neue Kopie schicken lassen. Ich hatte erst Minuten vorher mit der Praxis des KFCs telefoniert und man sagte mir der Brief sei am 24.09. verschickt worden. Soviel dazu.

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P.S.

Ich weiss man sollte normalerweise von dem Stellen dieser Frage absehen, allerdings brennt sie mir ein bisschen unter den Nägeln - deshalb:

wie lange haben denn die Leute die so eine ähnliche Behandlung hinter sich haben (= von der Zahnspange bis nach der 2. OP) insgesamt gebraucht?

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Also ich finde es teilweise ein bisschen seltsam, was ihr schreibt bezüglich der GNE. Es hört sich bei euch so an, als könne man es in jedem Fall auch ohne OP machen und das würde nur länger dauern.

Mein KFO sagte mir damals, eine chirurgische GNE sei bei mir nötig, da die beiden OK-Hälften schon zu stark verwachsen seien und die Gaumennaht daher in einem chirurgischen Eingriff geschwächt werden müsse, um den Kiefer dehnen zu können. Er sagte eine GNE ohne chirurgische Unetrstützung sei nur bei Kindern möglich, da bei denen die Kieferhälften noch nicht so fest verwachsen sind und sich noch so aufsprengen lassen (wie immer bestätigen auch hier Ausnahmen die Regel, ich habe hier auch schon von Erwachsenen gelesen, bei denen es ohne OP ging).

Ich stelle mir eine GNE ohne OP jedenfalls EXTREM unangenehm und schmerzhaft vor, schließlich wird der Knochen gespalten. Ich würde es nicht machen wollen... Ich bereue meine chirurgisch unterstützte GNE absolut gar nicht. Natürlich ist eine Vollnarkose immer ein Risiko, das ist denke ich das bedenklichste an der Sache, ansonsten war die GNE für mich ein Klacks. Ich hatte keine Probleme mit Schmerzen, auch das Aufdrehen der Gaumenspange fand ich nicht mal unangenehm.

So viel von meiner Seite. ;)

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Mein KFO sagte mir damals, eine chirurgische GNE sei bei mir nötig, da die beiden OK-Hälften schon zu stark verwachsen seien und die Gaumennaht daher in einem chirurgischen Eingriff geschwächt werden müsse, um den Kiefer dehnen zu können. Er sagte eine GNE ohne chirurgische Unetrstützung sei nur bei Kindern möglich, da bei denen die Kieferhälften noch nicht so fest verwachsen sind und sich noch so aufsprengen lassen (wie immer bestätigen auch hier Ausnahmen die Regel, ich habe hier auch schon von Erwachsenen gelesen, bei denen es ohne OP ging).

dem kann ich mich nur anschließen - mir haben das sowohl mein kfo als auch mein kc gesagt. die erklärungen von beiden klangen für mich auch logisch.

wielange die behandlung bei mir insgesamt gedauert hat: 23.02.06 war die gne, 14.06.07 war die bimax und am 08.09.08 hab ich die brackets rausbekomme. allerdings wäre es eigentlich schneller gegangen, wenn nicht mein biss gemeint hätte, er muss sich wieder verschlechtern.

lg janet

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Ich stelle mir eine GNE ohne OP jedenfalls EXTREM unangenehm und schmerzhaft vor, schließlich wird der Knochen gespalten. Ich würde es nicht machen wollen... Ich bereue meine chirurgisch unterstützte GNE absolut gar nicht. Natürlich ist eine Vollnarkose immer ein Risiko, das ist denke ich das bedenklichste an der Sache, ansonsten war die GNE für mich ein Klacks. Ich hatte keine Probleme mit Schmerzen, auch das Aufdrehen der Gaumenspange fand ich nicht mal unangenehm.

So viel von meiner Seite. ;)

Ja, denke sowas ist schon sehr schmerzhaftes ohne chirugische Unterstüzung machen zu lassen.

Na, dann sei mal froh, dass deine GNE ein Klacks war :P

Meine war nach dem Aufwachen erstmal alles andere als ein Klacks ^^

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