Skarlett

Ich hätte nicht fragen sollen...

„Meinen Sie ich sollte gegen die Fehlstellung meiner Zähne noch mal was tun?“

Mit dieser Frage bei einer Routine Kontrolle beim Zahnarzt fing alles an.

Meine Mutter hatte mir ein paar Tage zuvor erzählt, dass sie sich für meine Schwester nach den Kosten für eine KFO-Behandlung erkundigen sollte und mich damit auf die Idee gebracht. Im Nachhinein habe ich dann erfahren, dass meine Schwester davon gar nichts wusste aber da war es schon zu spät. Ich hatte beim KFO angerufen und einen Beratungstermin ausgemacht.

Erst war ich nicht so optimistisch, weil der Zahnarzt mir keine großen Hoffnungen gemacht hat, dass die Krankenkasse die Kosten übernehmen würde. Beim KFO sah dann alles gleich ganz anders aus. Er war sich schon nach wenigen Momenten sicher wie mein Behandlungsplan aussehen wird.

Mit einer OP habe ich zu dem Zeitpunkt natürlich schon gerechnet aber damit, dass gleich vier gesunde Zähne raus müssen nicht. Schließlich war ich als Jugendliche, wie so viele hier, schon jahrelang beim KFO in Behandlung.

Auch wenn eindeutig zu sehen ist, dass sich die Zähne nach der Behandlung von damals verschoben haben und im Profil das fliehende Kinn und der zu weit hinten liegende UK nur einem Blinden entgehen können glaubt man doch irgendwie, dass die Strapazen von damals nicht ganz umsonst gewesen sein können. Im Laufe der Jahre hatten sich die Zähne praktischer Weise auch wieder so verschoben, dass ich beim Essen wieder abbeißen konnte, was eine ganze Zeitlang nicht ging, weil ich die Schneidezähne nicht zusammen bekommen habe.

Beim Beratungstermin wurden dann gleich Röntgenbilder und Abdrücke gemacht ...musste bei den Bildern irgendwie an den Unterkiefer eines Lamas denken.

Dann wurde ich direkt noch zum KFC geschickt damit der auch seine Meinung dazu äußern und einen schönen ergänzenden Brief für die Krankenkasse verfassen kann. Habe mich dann erstmal sehr gefreut, dass der KFO mit dem Dr. ******* zusammen arbeitet, weil der hier in der Gegend ja doch sehr bekannt ist und ich die Praxis von damals vom Weißheitszähne ziehen noch in guter Erinnerung hatte.

Dr. ******* und Frau Dr. Maul meinten dann zum Glück gleich, dass sie mit dem Behandlungsplan absolut einverstanden sind auch wenn mir der Gedanke an den Abschied von den Zähnen immer noch schwer viel. Sie haben mir dann am Modell gleich gezeigt was da wo gesägt und verschraubt wird, nur von den sechs Wochen nicht richtig essen können hat keiner was verraten...

Danach hieß es dann erstmal abwarten was die Krankenkasse zum Behandlungsplan sagen wird. Nach einigen Wochen kam dann der erste Brief, dass das Ganze zum Gutachter gegangen ist. Ich habe also mit noch ein paar Wochen Wartezeit gerechnet aber schon eine Woche später kam dann die freudige Nachricht von der Krankenkasse, dass die Kosten übernommen werden. Also gings dann gleich wieder zum KFO um den weiteren Verlauf zu besprechen. Dort habe ich dann erfahren, dass das so schnell ging, weil es kein Medizinischersgutachten war, sondern nur eines bei dem die geplanten Kosten überprüft wurden.

War also anscheinend doch ein eindeutiger Fall...

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So richtig los gegangen ist es dann Ende September. Die heiß geliebten Zähne mussten dran glauben ...zumindest der Zahnarzt hat sich gefreut, weil er so schöne gesunde Zähne bekommen hat an denen er seinen Mitarbeiterinnen Wurzelbehandlungen und andere Schandtaten zeigen kann.

Eigentlich wollte ich ja todesmutig gleich alle 4 Zähne auf einmal ziehen lassen aber davon hat mir die Dame am Telefon dringend abgeraten. Also habe ich mich dann doch für erst links und dann rechts mit einer Woche Abstand entschieden.

Das Ziehen ging sehr schnell. Ich habe so um 10:10 die Betäubungsspritzen bekommen und um 10:25 stand ich dann schon wieder an der Rezeption und habe meinen Papa angerufen damit er mich einsammeln kommt.

Ein paar Minuten hätte ich dann vielleicht noch in der Praxis bleiben sollen, weil während dem Warten auf dem Parkplatz wurde mir erst schwindelig, so dass ich gerade noch auf den Bänken in der Nähe ankam und als mein Papa mich dann zum Auto verfrachten wollte wurde mir so richtig schwarz vor Augen.

Daheim auf dem Sofa war dann zum Glück alles erstmal wieder gut ...bis ich Hunger bekommen hab. Normalerweise soll man ja nichts essen bis die Betäubung weg ist aber die hat beide Male bis 19:00 angehalten und 9 Stunden ohne Essen, wenn man vorher vor lauter Aufregung nicht viel gefrühstückt hat ist ganz schön lang also habe ich mich dann doch schon früher an etwas Pudding versucht. Was zum Glück laut schlürfend halbwegs geklappt hat.

Dann bin ich natürlich eigentlich davon ausgegangen, dass die Schmerzen immer weniger werden sollten. Bei mir wurden sie aber an einem Loch nach 2 Tagen schlimmer :(

Grund war, dass diese „Schutzschicht“ kaputt gegangen ist und damit war das ganze offen und konnte nicht heilen und mir ist die ganze Zeit Essen rein gebröselt.

Ich war dann also noch mal beim Zahnarzt um mir wieder eine taube Backe abzuholen. Er hat die Wunde in dem Loch dann noch mal aufgekrazt damit sich die Schicht noch mal neu bilden kann. Ich möchte auf gar keinen Fall wissen, was das ohne Betäubung für Schmerzen gewesen wären, weil selbst mit Betäubung war es noch recht unangenehm!

Jetzt scheinen die Löcher aber zum Glück ordentlich zu verheilen und ich kann mir am Mittwoch beim KFO die Separiergummis abholen.

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Hallo Skarlet,

willkommen im Forum!!! Dein Beginn hört sich sehr bekannt an *ggg*. Und bei deinem Chirurgen bist du gut aufgehoben, denke ich.

Wünsch dir nen guten Anfang und guten Verlauf!!!

Liebe Grüße,

Johanna

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Hi Skarlett,

auch ich wünsch dir viel Glück bei deiner Behandlung. Kann dir auch, wie Johanna, den Chirurgen empfehlen... Wir ham da schon unsere Erfahrungen mit ihm gemacht :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Lg, die Christl

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Wenn das so weiter geht fang ich nicht erst nach der OP an abzunehmen, weil ich nicht mehr essen kann, sondern bin vorher schon lang verhungert.

Habe gestern die Separiergummis rein bekommen. Mit den Druckschmerzen an den Zähnen kann ich ja noch leben aber jedes Mal wenn ich versuche auf der rechten Seite zu kauen drückt es den schicken blauen Gummiring ins Zahnfleisch :cry:

Na ja, zumindest meine Kollegen haben Spaß, wenn sie mir beim "Essen" zuschauen dürfen.

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Hallo Skarlett, mit dem Hunger kenne ich mich auch gut aus. Kann zwar nicht sagen, wieviele Kilos ich schon weniger hab, aber es dürften schon einige sein.

Zuerst konnte ich nicht essen, weil mir zwei Zähne gezogen worden sind. Dann nicht, weil die niedlichen Separie-gummis meine Zähne durcheinander gebracht haben, und nun seit knapp 4 Wochen wegen der festen Zahnspange im OK.:-(

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ich kann Euch sagen, das gibt sich wieder. Es gibt im Lauf der Behandlung immer wieder mal Tage, an denen man nur weiche Sachen essen kann. Ich habe auch nach dem Einsetzen der Separiergummis im UK innerhalb von 3 Tagen 2,5 Kilo abgenommen, aber danach ging es wieder besser.

Wobei: Seit Beginn meiner Behandlung im November letzten Jahres habe ich bis jetzt knapp 35 Kilo abgenommen - aber das hat auch andere Gründe wie mehr Sport, andere Ernährung, usw. Aber die Spange hat das schon etwas mit unterstützt. mal schauen, wie viel das dann nach der OP sein werden.

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Ja so gehts mir auch. Es is ja nicht so, dass ich nicht essen kann, wegen dem Druckschmerz (der hat mittlerweile nachgelassen), aber ich finds so anstrengend und nervig. Und ich in der Öffentlichkeit ist es mir total unangenehm zu essen.

Ich hab meine feste Spange im OK und UK seit 2 Wochen, aber etwas mit den Schneidezähnen abbeißen geht immer noch nicht. Nicht mal mit den Eckzähnen. :-(

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@Saraah: Das sieht dann immer so nett aus, wenn man so komisch abbeißt, gell?;-)

Bei mir hat sich der Biss inzwischen durch die Behandlung derartig verschlechtert (nach der OP passt es dann um so besser), dass ich mit den Schneidezähnen gar nichts mehr abbeißen kann. Der UK steht inzwischen 5-6 mm vor dem OK. Ich kann da inzwischen schon eine Pizza bei geschlossenen Zähnen wieder unberührt rausziehen. Sieht auch nicht so toll aus. Aber ich kann mich ja nicht ein Jahr lang beim Essen aus der Öffentlichkeit zurückziehen (Kantine, Brotzeit im Büro, Eisdiele, usw), also hilft nur eines: das Essen was man noch beißen kann und den Rest entsprechend klein schneiden.

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Abbeißen ist bei mir auch nicht drin. Nicht mal ne Banane. Da meine Eckies verschoben werden, klappts nicht mal mit denen.

Bei mir wird alles klein geschnitten und ganz vorsichtig zerkaut. Ist teilweise eine sehr nervige Angelegenheit. Habe mir schon viele Dinge abgewöhnt, wie z.B. Müsli, frisches Obst oder Gemüse. Doch dank der Smooties gibts das dann eben in flüssiger Form. Dem Fortschritt sei Dank. Trotzdem freue ich mich auf den Tag, an dem ich wieder herzhaft in irgendwas leckeres beißen kann.

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Also ich hab nun nen Trick raus :lol: ich schneid mir ein Brot in Streifen und beiß quasi mit den Backenzähenn dann kleine Stücke ab. Das klappt :smile:

Aber mal in nen Burger beißen wär weltklasse :grin:

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Das mit den Backenzähnenabbeißen geht leider nicht wirklich, wenn einem 4 Backenzähne geklaut wurden, weil das Essen bis zu den 6ern hinter schieben ist doch etwas unbequem.:???:

Die Zeit der Separiergummis ist vorbei!

Einer hat sich schon am Samstag verabschiedet... Zum Glück war es kein großes Problem und ich musste vor der Eingliederung der Multibandapparatur nicht extra noch mal hin.

Wäre auch eigentlich gar nicht gegangen. Mein Körper hat sich nämlich überlegt, dass Zähne ziehen und Spange noch nicht genug sind, sondern eine Mandelentzündung dazu noch was feines wäre. Hab also bevor es am Mittwoch losging noch 2,5Tage mit Fieber im Bett verbracht. Dank Penicillin ging es mir am "großen Tag" zum Glück wieder so gut, dass ich es mir beim KFO auf dem Stuhl bequem machen konnte und hoffentlich nicht alle anderen angesteckt habe. Den nächsten Termin hätte es im Dezember gegeben...

Das Einbauen ging dann soweit ich das beurteilen kann recht problemlos. Es gab für die 8 Backenzähne passende Bänder und der KFO war mit deren Sitz recht zufrieden. An der Stelle wo der Gummi rausgegangen war, war es ein bisschen Fummelei aber auch dort tragen die Zähne jetzt schicke Metallummantelungen.

Die 16 Keramikbrackets haben zwar ein kleines Vermögen gekostet aber ich bin doch sehr froh, dass ich vorne kein Metall im Mund habe. Der Anblick ist so schon extrem ungewohnt. Erst hatte ich überlegt, ob ich unten Metall und oben Keramik nehme aber nachdem ich mich nach der Eingliederung ständig im Spiegel beobachten musste habe ich festgestellt, dass ich die Entscheidung beim Sprechen sehr bereut hätte.

Essen kann ich natürlich immer noch nicht Öffentlichkeitstauglich. Abbeißen geht gar nicht, weil die Schneidezähne immer abwechselnd weh tun und jetzt nach knapp 3 Tagen schon nicht mehr ganz zusammen gehen (war vorher schon immer nur sehr schwer möglich). Ich muss bei jeder Mahlzeit erstmal testen welche Stelle grad am wenigsten schmerzt.

Die Hornhaut auf der Zunge fehlt auch noch um das Essen an den inneren Häckchen der Bänder vorbei zwischen die Zähne zu schieben. Spielt aber auch keine Rolle, weil kauen tut ja sowieso weh :x

Die großartigste Erfindung ist auf alle Fälle das Wachs und ein wenig voller wirkende Lippen könnte man sich vielleicht auch einbilden! :lol:

Ich bin gespannt, was die Kollegen am Montag dazu sagen. Vor gewarnt sind die meistens aber ich bezweifle, dass mir das die doofen Sprüche ersparen wird. Aber ich wollte es ja nicht anders 8-)

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Der erste Drahtwechsel ist seit ein paar Tagen überstanden.

Im OK habe ich jetzt einen 16er NiTi also auch noch harmlos :D

Schmerzen hatte ich zum Glück nach dem Drahtwechsel keine und warte jetzt gespannt weiter, wie sich die Zähne bewegen.

Im UK wurde noch der 14er Draht drin gelassen und nur an einem Zahn nochmal festgezogen. Hier haben sich die Zähne noch nicht weit genug gedreht. Aber nachdem festziehen scheint sich hier jetzt auch wieder was zu bewegen.

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Hallo Skarlett,

also, wenn bei mir angezogen wird oder der Draht erneuert, dann hab ich meist am Tag selbst keine Schmerzen, aber die nächsten 3-4 Tage tut dann das Kauen wieder weh und ich halte mich lieber wieder an Eintopf/Suppe/Kartoffelpü/Flüssignahrung. Das ist aber nicht so schlimm, weil man ja weiß, daß es nach ein paar Tagen wieder besser wird.

Die Probleme mit dem Abbeißen kenne ich auch, hab mir einfach angewöhnt alles mit Messer und Gabel zu essen und mir das vorher in entsprechend kleine Stücke zu schneiden. Irgendwann geht auch sogar wieder Apfel essen (bloß nicht abbeißen, sondern klein schneiden).

LG

Glitzi.

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Schmerzen beim Essen hab ich zum Glück schon länger keine mehr gehabt. Auch jetzt nach dem Bogenwechsel nicht.

Lästig ist nur, dass das Essen irgendwie länger dauert und es dadurch so schwierig ist auf Arbeit mal schnell nen Bissen zwischendurch reinzustopfen ;)

...und ich sollte mir vielleicht angewöhnen eine Zahnbürste mitzunehmen damit ich nach dem Mittagessen nicht immer ne Stunde beschäftigt bin mit der Zunge die Reste aus der Kantine zwischen den Drähten rauszupulen.

Der Zahnbürstenverschleiß ist seit Einbau der Spange sowieso enorm gestiegen. Die Bürsten sehen innerhalb kürzester Zeit immer aus wie Monatelang benutzt.

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