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janine

Bin total verunsichert!

Hallo alle zusammen!

Seit einiger Zeit lese ich hier im Forum. Bisher habe ich mich noch nicht getraut selbst zu schreiben. Denn das Thema OP ist für mich eine richtige Horrorvorstellung. Ich bin jetzt 31 Jahre alt und habe bisher meine Progenie immer versucht zu verdrängen. Ich habe mir immer eingeredet, es sei nicht so schlimm. Insgeheim habe ich aber trotzdem unter meinem Aussehen gelitten. Noch nie in meinem Leben hat mir jemand gesagt dass ich hübsch sei (wäre ja wahrscheinlich auch eine Lüge). Ich möchte so gerne "normal" aussehen.

Besonders hat mich erschreckt, dass die Vorbereitung auf die OP so lange dauert (vorher diverse Untersuchungen, Zahnspange....). Ich weiß genau, dass ich - wenn die Vorbereitung so lange dauert - den Mut zur OP verlieren werde.

Ich habe hier schon einige Erfahrungsberichte gelesen, die mir auch kurzzeitig Mut gemacht haben. Ich bin total hin und her gerissen. Ich weiß, dass sich so nie etwas ändern wird und ich mein Leben lang unglücklich sein werde. Trotzdem habe ich sicher nicht genug Kraft um das alles durchzustehen. Ich habe einfach nur ANGST!

Danke fürs "Zuhören"

LG

Janine

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Liebe Janine!

Ich kann dich total gut verstehen, auch wenn ich nicht ganz in der selben Situation bin. Aber ich weiß, wie es ist, wenn man sich in eine Sache so hineinsteigert. Das kann einem ganz schön zusetzen.

Ich hatte anfangs auch riesige Ängste vor dem Wort OP. Oder besser gesagt, mir wurde bewusst Angst gemacht. Als ich dann begann, mich selbst detaillierter über das Thema zu informieren, habe ich festgestellt, dass es so schlimm eigentlich gar nicht wäre. Klar ist ne OK-Vorverlagerung (in meinem Fall) keine Fahrt mit dem Kinderkarussell, aber es ist auch kein Weltuntergang und alles geht vorbei! Ne Menge Mut gehört schon dazu und ich bewundere jeden, der so etwas schon hinter sich gebracht hat.

Momentan sehe ich die Sache etwas gelassener, ich bin jetzt beim richtigen KFO (hoffe ich jedenfalls) und nun heißt es abwarten, ob ich nächstes Jahr unters Messer komme oder ob es sich durch die Vorbehandlung schon erübrigt.

Die ewig lange Behandlungszeit schlaucht mich auch sehr, ich fühle mich oft abgrundtief hässlich, einfach weil ich schon so lange ne Spange hab.

Aber wenn du gleich an die richtige Adresse gerätst, muss das keinesfalls so werden wie bei mir, im Gegenteil. Manche Patienten werden schon nach nem halben Jahr operiert, hab ich gehört, und der Rest nach der OP vergeht dann bestimmt auch ziemlich schnell, wenn du dich dann hübsch fühlst und neues Selbstbewusstsein getankt hast.

Also wenn du dich wirklich dazu entscheidest, so eine Behandlung zu beginnen, dann hör dich so viel wie möglich rum. Das könnte ich jedem sagen, der noch am Anfang steht. Rede mit Ärzten, mit Betroffenen, schau ins Netz, sowas hat mir auch Mut gemacht, die Sache weiter durchzuziehen. Es gibt heut so viele Möglichkeiten, du kannst dich z.B. für Lingualtechnik entscheiden, wenn du nicht willst, dass jemand was von der Vorbehandlung mitkriegt! Das hätte ich auch mal machen sollen, aber nun ist es sinnlos.

Ach noch etwas, weißt du, wie viele mm deine Fehlstellung ungefähr beträgt?

Na ja, das war wieder ein Roman von mir. Aber was soll's. Du bist stärker als du denkst, viel Glück für deine Entscheidung!

LG, Linda

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Ach Linda,

danke für Deine aufbauenden Worte. Ich bin zurzeit wirklich am Boden zerstört. Ich habe auch nicht gerade viel Unterstützung, weder von meinem Partner noch von meinen Eltern. Ich bin also ziemlich auf mich alleine gestellt. Trotz meiner Angst lässt mich das Thema nicht mehr los und die Tatsache, dass ich mir dieses Forum gesucht habe zeigt mir, dass es für mich sehr wichtig ist dieses Thema nicht immer zu verdrängen. Ich denke ich werde aber noch eine gewisse Zeit brauchen. Ich habe einen 1,5 jährigen Sohn, arbeite aber schon wieder 30h/Woche, Haushalt.....das erfordert auch ziemlich viel Kraft. Ich weiß nicht, ob ich schon soweit bin. Andererseits hilft es mir ja auch nicht ständig vor dem Problem wegzulaufen.

Wieviele mm ich Fehlstellung habe weiß ich nicht. Es wurde noch nie ausgemessen. Mein Zahnarzt meinte nur ich soll mich einmal von einem Spezialisten anschauen lassen. Das war schon vor einigen Jahren. Danach hat er nie wieder etwas darüber gesagt.

Wenn ich Dich richtig verstanden habe ist bei Dir noch gar nicht fix ob Du operiert werden musst. Das wäre toll, oder? Ich kann mir aber auch gut vorstellen, dass Du froh bist wenn die Zahnspange weg ist.

Ein Punkt den ich noch beachten muss sind die Kosten. Das Wichtigste ist mein Sohn, danach kann ich schauen ob noch Geld für die Behandlung da ist. Über die Kosten (in Österreich) habe ich verschiedene Dinge gehört. Muss man wohl von Fall zu Fall abklären.

Liebe Linda, ich danke Dir sehr, dass Du mir geantwortet hast. Hat gutgetan verstanden zu werden!

Danke

Janine

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Liebe Janine

Bin erst seit gestern im Forum. Habe deinen Bericht gelesen.

Mir ging es ähnlich.

Ich bin zwischenzeitlich 45 Jahre alt und hatte vor 3 Jahren die

Bimaxoperation . Ich musste nach der OP sehr leiden.

Aber in der Zwischenzeit geht es mir gut. Und mein Riesenkinn

ist jetzt Normal. Du bist noch jung und ich würde wenn ich noch

einmal wählen könnte so früh wie möglich operieren. Je früher desto

besser. Aber in meiner Jugend gab es die Möglichkeit noch nicht so.

Es ist eine wahnsinnslange Zeit der Vorbereitung. Ich musste erst den

Oberkiefer weiten, dann die Zahnstellung regulieren mittels fester Spange.

Es dauerte fast eineinhalb Jahre bis zur OP.

Liebe Janine, wenn du mit deinem Aussehen so unzufrieden bist

must du unbedingt die OP machen und alles auf dich nehmen.

Es wird sich lohnen - Glaub mir

Gruß Britta

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Liebe Britta,

Du hast sicher recht. Darum geht es mir ja momentan gar nicht gut, weil ich erkennen muss, dass es keine andere Möglichkeit gibt. Ich fühle mich wirklich sehr hässlich und ich werde mich nie richtig mit meinem derzeitigen Aussehen arrangieren können. Das Komische ist, dass meine Umgebung eher negativ bzw. passiv reagiert. Mir scheint, dass niemand verstehen kann, dass es für mich eine große Belastung ist. Sie kennen mich halt so und damit ist alles ok. Nicht aber für mich. Mir wird immer wieder bewusst, dass ich ein häßliches Entlein bin.

Ich habe vorallem vor dem langwierigen Weg Angst. Ich hätte es mir nicht so kompliziert vorgestellt. Ich dache man bekommt "nur" eine OP und die Sache ist nach einigen Wochen erledigt. Das man so eine lange Vorbereitungszeit (mit Zahnspange) braucht war mir nicht klar. Ich bin richtig geschockt darüber.

Ich weiß noch nicht wie ich mich entscheiden werde, aber eines habe ich mir fest vorgenommen. Ich werde zumindest mal ein Beratungsgespräch in Anspruch nehmen.

Liebe Grüsse

Janine

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Hallo Janine!

Am besten ist wikrlich, du informierst dich erst einmal gründlich. Wenn du dann weißt, wie das ungefähr ist mir der Behandlungszeit, der Kostenübernahme usw, wirst du deine Entscheidung viel besser treffen können.

Ich hab mir auch schon mal überlegt, wofür man überhaupt eine Spange braucht. Ich weiß auch aus meinem weiteren Bekanntenkreis von Fällen, die vor längerer Zeit einfach so operiert wurden. Und sogar mein ehemaliger Behandler hat total locker zu mir gesagt, ach na ja, wenn sich das später wieder verschiebt, können Sie sich immer noch ohne Spange operieren lassen. Das kam mir alles etwas seltsam vor und mein Zahnarzt meinte, ohne Spange operiert man heutzutage eigentlich nicht mehr, weil das so kompliziert wäre und man da irgendwelche Drähte irgendwo verwenden müsste... Aber frag mich nicht, wie das genau ist, interessiert mich auch nicht mehr.

Dass du bei der Sache keine Unterstützung hast, ist sehr schade. Was sagt denn dein Partner? Ich meine, wenn er gegen eine OP ist, müsste er dir doch wenigstens das Gefühl geben, dass du auch so hübsch bist. Aber letzendlich machst du die Behandlung ja für dich ganz allein, wenn du dich dazu entscheidest.

Mein Freund hält zum Glück zu mir, ob mit Spange, ohne Spange, mit OP, ohne OP, auch wenn ich noch 5 Spangen bekommen würde. Durch eine OP würde sich mein Aussehen gar nicht besonders ändern, ich hätte dann nur die Fuktionalität verbessert. Wir reden auch nicht oft über mein Zahnproblem und es tut sehr gut, dass man noch Lebensbereiche hat, wo es nicht um Zähne geht.

Meine Eltern sind vom Prinzip her voll gegen eine OP. Sie meinen, die funktionellen Probleme würde man bestimmt auch anders in den Griff bekommen und wenn sich die Zähne wieder verschieben, ist das auch egal, es gibt schließlich noch mehr Leute mit Kieferfehlstellungen und die leben auch! Aber letzendlich bin ich ja erwachsen und entscheide das allein. Ich würde auch nicht wollen, dass sie mich im KH besuchen, da mein Opa sehr krank ist und sie damit schon genug Trubel haben.

Na gut, das war's erstmal. Ich wünsch dir alles Gute!!

LG, Linda

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Hallo Linda,

ich setze mich momentan richtig intensiv mit dem Thema auseinander. Heute habe ich schon mal einen Blick auf die Internetseite eines KFO geworfen. Der wurde mir von meinem Zahnarzt empfohlen. Sieht echt sympathisch aus auf dem Bild (ich weiß das bedeutet nichts, ist halt so ein Gefühl). Ich habe mir auch schon die Telefonnummer aufgeschrieben, aber ich denke jetzt in der Vorweihnachtszeit habe ich echt keinen Nerv dafür. Ich weiß es ist nicht viel, aber einen winzigen Schritt habe ich schon gemacht.

Mit meinem Partner muss ich erst über das ganze sprechen. Ich denke ich werde ein Beratungsgespräch machen und dann mit meinem Partner besprechen wie es weitergehen soll.

Ich bin jedenfalls froh, dass hier immer wieder Leute finde mit denen ich mich austauschen kann.

LG

Janine

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Hi Janine,

wie wärs denn, wenn Du bei dem Kfo morgen schonmal anrufst und einen Termin fürs neue Jahr im Januar ausmachst. Dann hast Du diese eine Last für dieses Jahr schonmal hinter Dir und kannst dann das nächste Jahr sozusagen neu mit dem Projekt Zähne angehen.

Bei manchen Kfos dauert es auch eine Weile, bis man zum ersten Termin kommen kann, wenn die gerade zu viele Patienten haben.

Bitte trau Dich, diesen Anruf zu machen!!! Dann fällt sicher schonmal eine kleine Last von Dir ab!!!

Lg, sub

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Liebe Janine,

ich habe sehr aufmerksam deine Berichte gelesen.

Ich denke auch, dass Du als erstes einen Termin bei einem KFO wahrnehmen solltest. Hör dir einfach seine Meinung ein, vielleicht sieht es ja gar nicht so schlimm aus. Rede mit Freunden über deine Ängste und natürlich spreche auch mit deinem Partner. Hier im Forum kannst du dich sehr gut informieren. Das ist sehr wichtig.

Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Kraft für die weiteren Schritte. Pack` es einfach an, du wirst schnell sehen, es ist gar nicht so schwer. Und schon nach kurzer Zeit wirst du die ersten Fortschritte sehen, das baut auf.

Ich wünsche Dir alles Gute.

Silvi

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Hallo Janine!

Kann mich der Sub und Silvi nur anschliessen.Rufe am besten schon Morgen an,mach´den Termin für nächstes Jahr,so hast ein Ziel worauf Du Dich freuen kannst!!!

Mit Freunden über eine Op reden?Na ja,wenn Freunde,Familie oder Bekannte wissen,was ein Progenie ist oder einen Kreuzbiss kennen,ja,dann kannst Du mit diesen Leuten reden.Wenn ich vor meiner Op von Progenie geredet habe,kam immer der Spruch:"Was ist das"???

Also,ich bin der Meinung,mit Anderen darüber zu reden,lohnt sich nur,wenn Du merkst,dass es denen auch interessiert.Aber wir sind doch da :D

Ganz liebe Grüße

Ciao toni

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Ihr habt recht! Ich habe versucht diesen KFO anzurufen. Leider ist derzeit die Praxis geschlossen. Ich habe mir aber fest vorgenommen mich zumindest zu informieren. Ich muss es einfach tun um eine Entscheidung für mich treffen zu können. Es ist auch so, dass ich nicht von meinen Freunde/meiner Familie beeinflussen lassen werde, denn ich muss mit dieser Progenie leben oder auch nicht.

Ich werde mich informieren und beraten lassen und dann eine Entscheidung treffen! Jawohl!!

Liebe Grüsse

Janine

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