Reso

Knacken beim Gähnen - dann Schmerzen und Blockade

Hallo liebe Fachschaft,

Seit zwei Wochen habe ich ein Problem.

Vorgeschichte: Mit sechs Jahren bin ich bei einem Unfall auf dem Spielplatz ungünstig auf meinen Unterkiefer gefallen. große Platzwunde am Kinn. Der einzige (damals am Sonntag) verfügbare Arzt war in Eile Richtung Feierabend und hat meinen Eltern nur ein Heftpflaster mitgegeben, kein Röntgen. Ich konnte meinen Kiefer damals drei Wochen lang nur rund eins, zwei Zentimeter weit öffnen.

Irgendwann ist alles verheilt und ich hatte fortan weder Schmerzen noch Einschränkungen in der Beweglichkeit. Einzig: Wenn ich meinen OK leicht gegen den UK verschob und meinen Mund dabei öffnete, knackte es laut im Kiefergelenk rechtsseitig, niemals linksseitig. Nicht immer, eher kontrollierbar.

So war das dann die nächsten Zehn Jahre. Mit 18 (vor gut 10 Jahren): fest Spange. Mein Kieferorthopäde wollte sich absichern (ich berichtete vom Knacken) und machte Röntgenaufnahmen. Keine Auffälligkeiten.

Vor zwei Wochen dann wache ich auf, gähne, lautes Knacken linksseitig (!). Sofort schmerzhaft. Blockade: ich kann die Zähne nur noch ca 2 cm öffnen. Im Laufe des Tages ging es dann auf rund die Hälfte von Normal. Der Schmerz ist seither etwas schlimmer geworden. Die Blockade unverändert. Wenn ich meinen Mund rasch öffne (beim Biss in ein Brötchen), schlägt die Blockade voll und schmerzhaft an. Öffne ich den Mund hingegen langsam, komme ich langsam, aber auch schmerzhaft über das Blockademaß (Hälfte von normal) hinaus, bei weitem aber nicht aufs Normalmaß. Das Initialereignis war in einer Stressphase.

Nun bin ich länger in England zum Arbeiten, nur Wochenends in Deutschland. Deshalb dachte ich, lass ich es von alleine weggehen. Tut es nun aber scheinbar nicht.

Hat von Ihnen jemand eine Idee, was es sein könnte? Stressverspannung? Aber woher das Knacken. Rausgesprungener Diskus? Bändergeschichte? Lässt meine Vorgeschichte etwas vermuten? Ist vielleicht was völlig harmloses?

Vielen Dank für jede Antwort!!

Reso

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Ja so was ähnliches kenne ich selber. Und zwar ist es das Kiefergelenk.

Ich hatte das auch mal so schlimm wie Du. Aber inzwischen ist es fast weg und es knackt nur noch wenn ich meinen Mund weit öffne. Schmerzen habe ich auch keine.

Das Kiefergelenk ist abgenutzt. Da kann man wohl nicht viel machen. Meine damalige ZÄ meinte ich hätte mir im laufe der Jahre eine falsche Kauweise angewöhnt.

Du solltest mal ein Röntengenbild anfertigen lassen.

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Hallo Reso,

hier im Forum wirst Du wohl eher auf Leidensgenossen treffen als auf Fachleute. Es ist aber hin und wieder auch mal ein KFO hier unterwegs und ein paar Forenmitglieder haben eine medizinische Ausbildung.

Bei mir ist es ähnlich mit dem Knacken und anschließender Blockade. Wenn ich manchmal oft gähnen muss und dabei den Mund entsprechend aufreiße mit einhergehendem Knacken, tut es nach einer Weile richtig weh und der Mund geht nicht mehr ganz so weit auf bzw. nur unter starken Schmerzen. Bei mir kommt es auch vom Kiefergelenk und ich beginne demnächst eine KFO-/KFC-Behandlung.

Die Blockade lässt nach einer Weile nach. Jedoch achte ich auch darauf, dass ich nach Möglichkeit keine neue Blockade hervorrufe. Ich reiße z.B. den Mund beim Gähnen möglichst nicht so weit auf. Auch meide ich Lebensmittel, bei denen man den Mund beim Abbeißen weit aufmachen muss (z.B. die von Dir beschriebenen Brötchen oder Burger). Danach habe ich nämlich auch immer Schmerzen und eine "Maulsperre". Belegte Brotscheiben sind sowieso gesünder als Brötchen... ;-) Naja, ich versuche, dem ganzen Sch... etwas positives abzugewinnen.

In Deinem Fall würde ich mal eine sog. "Kiefergelenksdiagnose" machen lassen. Das bieten viele KFOs an. Man kann mit moderner Technik wie CT oder MRT usw. auch die genaue Ursache für die Fehlbelastung feststellen. Einige hier im Forum haben so etwas auch schon machen lassen, wie ich gelesen habe. Oft gab es überraschende Ergebnisse, denn beim Röntgen sieht man nicht wirklich viel und vor allem keine Bewegungsabläufe.

LG und gute Besserung!

Angel

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Also an deiner Stelle würde ich das auf jeden Fall von einem Fachmann mal abklären lassen, in der Regel haben größere Kliniken extra Fachärzte für sowas die das Gelenk so richtig auf Herz und Nieren prüfen.

Bei mir ist es so ähnlich wie in deinem Fall, ich hatte aus heiterem Himmel im Alter von 10 Jahren auf einmal eine " Kieferklemme", warum weiß man bis heute nicht, mein damaliger Zahnarzt meinte das würde schon wieder werden und machte mir eine Aufbissschiene, nach 2 Wochen war es dann auch wieder gut, aber seit dieser Zeit hatte ich immer ein knacken, auf RÖntgenbilder sah man auch immer eine Veränderung, was genau sagte mir keiner. Vor der jetzigen KFO Behandlung lies meine KFo sicherheitshalber dieses knacken von Kollegen die sich damit hauptsächlich beschäftigen abklären, da wurde mir dann gesagt das es wohl ein Bänderproblem sei, was wohl durch meine fehlerhafte Bissführung der letzten Jahre käme, ausgelöst durch den einseitigen Kreuzbiss. Ob dies nun stimmt, keine Ahnung. Seit ich nun in Behandlun bin und sich meine Bissführung dadurch erheblich verbessert hat, habe ich seitdem deutlich weniger Beschwerden.

Mein "Laien"rat: geh mal zu einem Fachmann.

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hallo,

hatte vor meiner uk-vv auch kieferklemme, wenn ich den mund zu weit aufgerissen habe...

bei mir wurde damals ein mrt von den kiefergelenken angefertigt...

rausgekommen ist eine discusverlagerung...

hatte dadurch auch verspannte kaumuskeln u.s.w.

mein kfo verschrieb mir dann erstmal manuelle therapie... was auch ganz gut getan hat...

würde mir an deiner stelle auch einen anständigen kfo suchen und das mal abklären lassen...

lg schnattchen

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Oh man, Leute.

mit soviel Antworten habe ich ja gar nicht gerechnet! Klasse!!! Ich freue mich natürlich weiter über Eure Erfahrungen, werde aber - sobald ich mal die Gelegenheit dazu habe - unbedingt zu einem KFO gehen. Bei mir haben sich in den letzten drei Jahren auch Stück für Stück und nur sehr gemächlich einzelne Backenzähne durchgeschoben. Unvollständig. Und das, obwohl ich ohnehin wohl recht wenig Platz hab. Vielleicht hat sich dadurch auch eine Art Hebeleffekt eingestellt. Mhhh

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Hallo Reso!

An deiner Stelle würde ich auch mal einen Zahnarzt aufsuchen mit dem Tätigkeitsschwerpunkt Gnathologie! Vielleicht ist ja bei dir eine Schienentherapie angebracht und wie schon geschrieben kann Physiotherapie auch ganz gut tun.

Ich kenne das mit den Blockden auch sehr gut und mache jetzt schon länger eine Schienentherapie, kann dir daher aus eigener Erfahrung sagen wie gut so eine Schiene tun kann.

LG Daniela

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Hallo,

den Rat der vielen Teilnehmer kann ich von fachlicher Seite nur unterstützen, bitten keine langes Vertun mehr - sofort zum Spezialisten!

Bis dahin extreme Mundöffnung meiden, kein Kaugummi, nur vorsichtiges Abbeissen und langsames Kauen.

Gute Besserung!

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So Leute, wie ihr sehen könnt, sind mittlerweile gut zwei Monate vergangen. Ich habe nach Euren Beiträgen eine Kieferorthopädische Praxis in Berlin aufgesucht. Nun möchte ich mit Euch und allen, die künftig ein ähnliches Problem haben, meine Erfahrungen teilen. Hier also die Fortsetzung:

Als erstes wurde ich darüber informiert, das Kiefergelenkdiagnosen IGeL sind und damit selbst bezahlt werden müssen. Bis zu 260 Euro hat man mir gesagt.

Jedenfalls, so war das ja kein Zustand. Ich also hin. Die mich zum MRT geschickt. Das Ergebnis: kann man nicht so genau sagen, da MRT unauffällig. Mhh, vor dem MRT wurden bei mir aber in der Praxis noch mal sehr ausführliche Funktionstest gemacht, z.B. der Unterkiefer in alle möglichen Richtungen gedrückt und gezerrt, Beißtests etc. wozu ich jeweils meinen Schmerz beschreiben und bewerten sollte.

Letztlich hat die Ärztin vermutet, dass mein Diskus evtl. kurzzeitig rausgesprungen sei, was das Knallartige Geräusch erklären würde und die sofort danach einsetzende akute Blockade. Aktuell war auf jedenfall eine ordentliche Gelenkentzündung da, die mit entzündungshemmenden Tabletten therapiert wurden (2 Wochen).

Weil ich zur Zeit selten im Land bin, konnte ich keine Physio aufnehmen. Knirschschiene zum Stressabbau (der kann die Ursache gewesen sein .. Kiefermuskelverspannungen) wurde empfohlen.

Nach den 2 Wochen Tabletten war ich allerdings noch immer nicht Schmerzfrei, wenn gleich es langsam voran ging und keinen bemerkbaren Genesungs'schub'. Schmerzen weniger, Blockade weniger. Ob und welchem Maße die Tabletten dafür verantwortlich waren, weiß ich nicht.

Nach ca. 2 Monaten, vielleicht geringfügig weniger Zeit, war alles wieder im Lot. Mittlerweile habe ich keine Beschwerden mehr, auch wenn mir manchmal .. sagen wir mal die Schmerzerfahrung noch lebhaft in Erinnerung ist. Zum Beispiel immer, wenn ich einen mittelgroßen Haps nehme.

Allen mit ähnlichen Problemen: Alles gute

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Huhu

Also ich leide seid ca zwei Jahren an diesen knacken..

was mich eigentlich nie wirklich gestört hat es tut nur ab und zu mal weh wenn es mega kackt sonst haben sich schon alle dran gewöhnt wenn ich esse das es jedes mal knackt.. :D

aber ich bin Ja dabei was gegen zu tuen..

bei mir war übrigens auslöser ein kreuzbiss und die dadurch enstandene mittellinien verschiebung..

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