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Lovely_Yola

Kein Eigenblut, sondern das Blut meines Freundes?

Hallo,

mich würde mal folgendes interessieren:

Mein Freund hat genau die gleiche Blutgruppe wie ich!

Besteht denn die Möglichkeit, dass mein Freund eine Eigenblutspende macht, die dann im Falle des Falles bei mir angewendet werden könnte?

Man sagt ja immer, dass kein Fremdblut bei so einer OP mehr benötigt wird, aber man muss doch im Vorgespräch auch unterschreiben, dass man einer Fremdblutgabe zustimmen würde, weil man nie abschätzen kann, wie stark jemand blutet, oder?

Und die Eigenblutspende - davon rät man ja eigentlich nur ab, weil man es in den meisten Krankenhäusern nur 4 Wochen vor der OP machen kann und dadurch dann nicht sooo fit ist, wie wenn man keine Blutspende gemacht hätte!?

Eigentlich wäre es ja dann optimal, wenn (alles natürlich theoretisch gesehen) mein Freund eine Blutspende für mich machen würde..

aber geht das rein rechtlich/organisatorisch usw. überhaupt?

Viele Grüße, Anna

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Es geht rechtlich nur die Eigenblutspende, des Weiteren gibt es ja noch Kell-Merkmale und evt. Anitkörper und die müssen ja bei Euch nicht übereinstimmen. Außerdem gilt deutschlandweit die Frist von 42 Tagen, danach müssen die Eigenblutprodukte verworfen werden. Wir machen Eigenblutspenden nur noch für Patienten die eine Hüftprothese bekommen und die entsprechenden gesundheitlichen Kriterien erfüllen. Für Knieprothesen u.ä. machen wir das sogar gar nicht mehr, weil die Blutungstendenz mittlerweile so gering ist, wir bestimmen bei denen auch routinemäßig keine Blutgruppe mehr.

Wenn die Entscheidung zu Eigenblutspende bzw. zur Konservenkreuzung ansteht, dann entscheidet das die Klinik anhand der eigenen (!) Statistiken. Jedes Haus sollte darüber Buch führen und anhand dieser Zahlen festlegen für welche OP man eine Blutgruppe bestimmt, ob und wieviele Erythrozytenkonzentrate bereitgestellt werden und ob dann eine Eigenblutspende sinnvoll ist. Da hat der Patient nicht viel zu melden, weil er die Hintegründe des Ganzen ja auch nicht überblicken kann, er kann eine Eigenblutspende aber natürlich ablehnen. Oder aber eine Bluttransfusion, aber so jemanden würden wir halt gar nicht operieren.

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Ok, vielen Dank Kathi für die informative Antwort!

Schade, dass das rechtlich gesehen nicht funktionieren würde......

das ist das eine, und bei mir hat man gesagt, das sowas eigentlich nur noch bei Bimax, wenn überhaupt nötig wäre. Bei nur einem Kiefer wäre es wirklich nicht notwendig.

Also lasse Dich davon jetzt nicht verrückt machen, das es nicht geht, weil Du es wohl eh nicht durchführen musst.

gruss

michael

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@ Anna: Willst du denn jetzt doch die OP machen? Du hattest doch überlegt so eine alternative Behandlungsmethode machen zu lassen,oder?

Ja, ich würde eigentlich lieber die alternative Behandlungsmethode durchführen lassen. Nur leider wohne ich im tiefsten Süden Deutschlands, in einer Kleinstadt, hier fühlt sich kein Arzt in der Lage, diese neuartige Therapie durchzuführen. Ich habe jetzt noch einige andere Termine, aber nicht so viel Hoffnung.

Ich war ja eigentlich gegen die OP, bin im Moment auch nicht dafür, aber eben am überlegen. :-/

Diese Frage hier im Thread war eher nur eine Idee. Weil ich es interessant gefunden hätte, wenn sowas rechtlich gesehen möglich wäre.

Ich finde eigentlich, so etwas (wenn eben die anderen Faktoren, wie Kathibaby schon sagte "Kell-Merkmale und evt. Anitkörper" auch noch übereinstimmen würden), sollte eigentlich machbar sein.

Weil größere Eingriffe wie das Spenden von Niere oder Rückenmark kann man sich als Familienmitglied ja auch "eintragen" lassen und im Notfall einem Familienmitglied spenden, warum geht das dann eigentlich nicht auch mit Blut?

Also wenn ich jetzt bspw. einen schweren Unfall mit viel Blutverlust hätte und mein Freund wäre sofort an der Unfallstelle und würde mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus fahren, düfte er mir dann auch nicht sein Blut spenden,

sondern ich müsste das Risiko eingehen, "infiziertes", fremdes Blut zu erhalten?

Klar, wenn alles schnell - schnell gehen müsste, wäre wohl auch nicht die Zeit für eine Spende da. Aber wenn die Ärzte sagen würden "Wir müssen operieren und da ist evtl. ein Blutverlust zu erwarten" - dürfte er dann spenden? Wohl eher nicht oder?

Finde sowas schade, irgendwie...... :-/

(Achso, DAnke auch an michael für die Antwort!

Es gibt ja diese Komplikation gerade am Oberkiefer, wenn diese "down-fracture" nicht richtig funktioniert, -wenn ich das so richtig verstanden habe-, dass dann ein hoher Blutverlust zu erwarten ist, und dann alles sehr schnell gehen muss, und damit ist dann eben auch eine größere Komplikationsrate zu erwarten).

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