tobagofan

Verunsicherung durch Kieferorthopäden, Hilfe!?

Hallo,

vor ca. 1 1/2 Jahren wurde mir gesagt, daß ich an einer Kieferfehlstellung leide.

Da ich große Probleme mit meiner Nasenatmung (dadurch bedingt häufige Erkältungen wie Halsschmerzen und Bronchitis) habe, sowie seit über 20 Jahren wegen Nacken- und Schulterschmerzen behandelt werde, unter diverersen Unverträglichkeiten und Allergien leide, Verspannungen der Gesichtmuskulatur mit Ausstrahlungen in die Ohren, den Oberkiefer und Schläfenbereich ( Kopfschmerzen) habe, werde ich von häufig ärztlich behandelt. Außerdem habe ich große Probleme mit meinen Zähnen (abbrechen evtl. durch knischen).

Seit dem letzten Jahr haben mich nun mehrer Ärzte auf meine Kieferfehlstellung angesprochen, darunter eine Kieferchirurgin, mein Orthopäde und mein Zahnarzt.

Vor ca. 3 Wochen habe ich mich dazu durchgerungen den Kieferchirurgen K. aufzusuchen. Dieser sagte mir direkt, daß ich unter einer starken Kieferfehlstellung leide, die operativ korrigiert werden müßte. Eine OP von Ober- und Unterkiefer. Wenn ich das richtig verstanden habe, ca. 4 mm. Er war sehr liebenswürdig.

Er schickte mich zu einem ihm bekannten Kieferorthopäden. Heute, suchte ich diesen auf. Gott sei Dank war mein Mann dabei, er hätte mir das so nicht geglaubt, was ich dort erlebt habe.

Dr. K. hatte schon ein Schreiben an Dr. W. gesendet und diesen um seine Mithilfe gebeten. Noch bevor mich dieser angesehen und gesprochen hatte warf er mir vor aus ungerechtfertigten Gründen zu ihm zu kommen. All meine Probleme hätten keinen Grund in der Kieferfehlstellung und zu den Kosten der Behandlung würde die Problematik in keinem Verhältnis stehen. Bei meinem Alter (46) und meinen diversen Erkrankungen wäre von einer OP abzuraten. Es läge zwar eine Kieferfehlstellung und ein Kreuzbiß vor, damit könnte ich aber alt werden. Eine Therapie ( z.B. Zahnschiene ) ohne OP wäre zwecklos, ich sollte schauen, was mir gut tut und danach leben. Und dies in einem sehr lauten Ton. Ich weiß nicht, ob ich mich schämen muß, aber mir standen mehrmals bei diesem Gespräch, die Tränen in den Augen. Ich kann mich nicht erinnern, daß mich ein Arzt jemals so behandelt hat. Mein Mann war mehrmals sehr aufgebracht und hat versucht zu erklären, daß wir ja seine Rat und seine Hilfe suchen. Nun gut, vorbei.

Nun bin ich immer noch etwas wütend und sehr verunsichert. Einerseits wäre ich sehr froh, wenn ich keine OP bräuchte, aber andererseits sprechen viele meiner Symtome für eine Behandlung. Und ganz ohne eine Therapie so weiterleben wird schwer, da sich meine Beschwerden nicht verbessern sondern ständig verschlechtern. Hat jemand einen Rat für mich?

Liebe Grüße

tobagofan

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da bist du wohl etwas zwischen die fronten geraten...

die meinungen gehen bei kieferorthopädie SEHR weit auseinander.

man findet praktisch immer einen kieferorthopäden der von der OP abrät und für den kieferchirurgen ist die OP naturgemäß ein allheilmittel.

ich hab das auch schon erlebt, obwohl der kieferorthopäde bei mir weniger rabiat war.

du findest mit sicherheit auch einen kieferorthopäden der mitmacht, falls du dich schon für die OP entschieden hast.

falls noch nicht würde ich mir mal überlegen, ob denn eines deiner symptome eindeutig auf die kieferfehlstellung zurückzuführen ist, und ob du's allein deswegen machen würdest.

denn dass durch so eine OP allergien weggehen, kopf- oder nackenschmerzen weggehen und bronchitis seltener wird, sind in den meisten fällen sehr gewagte aussagen, weil sowas eben viele ursachen haben kann.

letztendlich wirst du das alleine entscheiden müssen. in den wenigsten fällen sind sich kieferorthopäden über eine behandlungmethode einig. hier gab's schon eine, die bei 7 oder 8 verschiedenen kieferorthopäden war und keine einheitliche linie zu erkennen war...

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Hallo,

schließe mich voll und ganz der Meinung meines Vorredners an.

Ergänzend möchte ich dir noch raten solche Leute , egal ob Arzt, Rechtsanwalt oder sonst wen (außer bei der Behörde, da sollte man manchmal zu Kreuze kriechen) nicht allzu ernst zu nehmen.

Die angemessene Reaktion ist einfach umdrehen und rausgehen und nie wieder zurückkehren. Das Verhalten deines Arztes ist einfach unangemessen. Vom Dienst am Kunden hat der wohl noch nie was gehört (und damit meine ich nicht, dass man nach dem Mund des Kunden redet)

kleine Fußnote: Solche Fälle sind wohl ein gutes Beispiel dafür an der freien Arztwahl festzuhalten und nicht den Krankenkassen den Behandler auswählen zu lassen. Im Kfz Haftpflichtbereich gibt es bereits einen solchen Trend. Dort geht es aber nur um Autos

grüße Peter

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Hallo Tobagofan,

lass Dich bloß nicht vom erstbesten KFO entmutigen! Stelle Dich mehreren KFO vor, dann kannst Du immer noch entscheiden. Wichtig ist auch, sich selbst ein wenig mit der Materie vertraut zu machen, damit man die "richtigen" Fragen stellen kann. Ein Alter von 46 Jahren ist übrigens kein Argument, das gegen eine OP spricht. Ich glaube mich zu erinnern, dass es hier im Forum noch Ältere gab, die erfolgreich behandelt wurden.

LG

Quina

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Das ist ja echt eine Frechheit von diesem KFO, Dich so niederzumachen. Der scheint Null Feingefühl zu haben! Hast Du Deine Erfahrungen mal dem Doc. K. geschildert?? Schließlich hat er ja bei Dir die Fehlstellung bestätigt und Dir diesen KFO empfohlen. Mit solch einer Reaktion hat er bestimmt nicht gerechnet. Frag ihn doch mal direkt nach einem anderen KFO.

Welche Kieferfehlstellung liegt bei Dir vor? Ich habe den Eindruck, dass insbesondere bei Kieferrücklagen (die ja sehr verbreitet sind) die KFOs lieber Zähne ziehen und alleine (also ohne KFC) alles schön gerade rücken. Mit zunehmendem Alter ist das natürlich schwieriger. Die mit der Rücklage einhergehenden Probleme (Verspannungen bis zu Dauerschmerzen und Migräne, unzureichender Nasenatmung, Halsentzündungen, früher Zahnverlust und später Probleme mit dem Zahnersatz usw.) werden als sogenannte "Volkskrankheiten" völlig ignoriert. Wenn es da mal nicht auch eine Art interne Anweisung der Krankenkassen gibt...

LG Angel

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Habe kommende Woche einen Termin bei Doc K.. Bin auch einmal gespannt, wie dieser auf meinen Bericht reagiert. Einen anderen Kfo werde ich auf jedenfall aufsuchen, bei diesem hatte ich nur das Gefühl ich sollte den Kassen Geld sparen. Aber soviele von den aufgezeigten Symtomen einer Kieferfehlstellung treffen auf mich zu, was ich zuvor nie wußte.

Ich habe wohl eine Oberkieferrücklage,

aber auch der Unterkiefer soll korrigiert werden, eventl. auch das Kinn verkürzt.

Wäre zwar sehr froh, falls es eine einfachere Lösung als OP gäbe, aber ganz ohne Behandlung komme ich ganz sicher nicht aus.

Berichte nochmals nach bei meinem Termin bei Doc K..

Liebe Grüße

tobagofan

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Hallo,

ein Grund, warum ich als Fachmann an diesem Forum mitmache, sind die sehr interessanten und manchmal ernüchternden Berichte. Es fällt nicht immer leicht, in einem regulären Praxisbetrieb für jeden Patienten den richtigen Ton zu treffen. Leider fehlt uns Mediziner auch häufig die Zeit, ausführlich auf alle Probleme einzugehen! Ich persönlich versuche es zumindest, möglichst gut auf jeden Patienten zuzugehen ...

Zu den vielen angesprochenen Fragen läßt sich von der Ferne keine eindeutige Aussage treffen. Ob OP oder nur KFO oder gar keine Behandlung - schwierig beurteilbar.

Es wäre auch falsch zu sagen, nur mit einer OP und einer umfassenden Behandlung lassen sich alle Deine Probleme lösen! Vor übertriebenen Erwartungen muss also ebenso gewarnt werden. Nimm Dir ausreichend Zeit und Mut, verschiedene Ärzte zu fragen!

Viel Glück

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