Sophia

Zahnverschiebung 4 Jahre nach Behandlungsabschluss - Muss ich von vorn anfangen?

Hallo,

ich bin 22 Jahre und war in meiner Jugendzeit recht lang in KFO-Behandlung. Diese wurde vor vier Jahren "erfolgreich" abgeschlossen. Damals wurde im UK bereits eine Lücke im Frontzahnbereich nicht verschlossen. Das gefiel mir zwar nicht, aber ich habe natürlich auf meinen KFO irgendwie auch vertraut.

Nun ist mir in diesem Jahr aufgefallen, dass sich meine Eckzähne im OK vorgeschoben haben. Das sieht ganz und gar nicht schön aus, deshalb bin ich zu meinem ehemaligen KFO gegangen, um mich beraten zu lassen.

Dieser sprach lediglich von einer lebenslangen Nachtspange, damit es nicht schlimmer wird, oder einer Korrektur mit festsitzender Apparatur. Meine Eckzähne seien zu kein und würden deshalb nach vorn kippen.

Da ich mit dieser Beratung keineswegs zufrieden war, war ich nun heute bei einem anderen KFO. Danach war ich völlig fertig.

Mein Biss stimmt überhaupt nicht (Zahn auf Zahn), durch Ziehung des Frontzahns im UK ist die untere Reihe im Vergleich zur oberen viel zu klein, im OK schieben sich die mittleren Schneidezähne nach hinten. Auch ist die von meinem ehemaligen KFO belassene Lücke ganz schlecht, es gibt wohl auch keine medizinische Begründung dafür. Er schlug mir verschiedene Behandlungsmöglichkeiten vor, die ich aber natürlich da Ü18 selbst bezahlen müsste.

Ich habe keine Idee, wie ich eine solche Behandlung bezahlen soll, noch dazu müsste quasi alles von vorn beginnen, inkl. der Ziehung eines Backenzahnes im OK.

Ich bin so derart unglücklich und wütend. Ich habe immer darauf geachtet, stets alle Anweisungen meines ehemaligen KFO peinlich genau zu beachten, immer fleißig meine Nachtspange getragen und alles.

Ich hab sowohl herausnehmbare als auch festsitzende Apparaturen tragen müssen.

Habe ich denn keinerlei Möglichkeit, in diesem Fall wenigstens einen Teil der Kosten erstattet zu bekommen??

Außerdem habe ich ja nun zwei völlig unterschiedliche Diagnosen bekommen.

Ich weiß überhaupt nicht, was ich tun soll.

Ich hoffe, mir kann jemand einen Rat geben...

LG

Sophia

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Hallo Sophia,

ich kann deinen Ärger (vielleicht auch Hilflosigekeit) nachvollziehen. Hier im Forum findest Du sicher einige "Leidensgenossen" die nach abgeschlossener Behandlung in der Jugend einen 2. Versuch wagen ... .

Wie lange ist denn deine 1. Behandlung vorbei? Ich denke allerdings, dass es ausgeschlossen ist, dem Behandler einen Fehler nachzuweisen, um ggf. die 2. Behandlung finanziert zu bekommen. Erkundige Dich doch bei Deiner Krankenkasse!

Für mich selber mache ich die damals fehlende Retentionsphase und einen späten Wachstumsschub verantwortlich.

Zu den unterschiedlichen Meinungen der KFO kann ich der nur "raten" eine 3. Meinung einzuholen. Meiner Meinung nach solltest Du auch versuchen zu klären: welche Auswirkung (mögl. Folgeschäden) hat die Fehlstellung ... .

Zum Thema Kostenübernahme durch die Krankenkassen kann ich dir leider keine Erfolgsstory liefern, ich musste leiderden vollen Umfang aus eigener Tasche zahlen (das ist sicher mit 40 einfacher als mit 22).

Teilweise sind Kostenübernahmen möglich, wenn z. B. Operationen durchgeführt werden müssen (Infos findest du sicher hier im Forum).

Liebe Grüße

Bracket

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Hallo Sophia,

also erstmal zum Thema Zähne ziehen: DA würde ich sowieso eine 3. Meinung einholen! Heute muß nicht immer gleich gezogen werden!

2. Auch wenn Du Zahn auf Zahn beißt, ist das allein noch kein Grund zur Besorgnis. Das ist bei mir auch so und lt. meinem KFO NULL Problem.

Mir als Nichtfachfrau fällt auch nur ein: festsitzende Spange oben, und danach eine Dauerretention (Fixierung).

Hm....zu den Kosten weiß ich leider nichts, vermute aber Du mußt selbst zahlen.

Und auch wenn ich mich wiederhole :razz: versuchs mal in einer Uniklinik. Ich halte von den Uni´s viel.

Wäre mein persönlicher Tip.

Irgendwie habe ich zu privaten KFO´s keinerlei Vertrauen. Ist sicher oft unbegründet, aber in einer Uni (bzw generell Klinik) bekommt der Arzt ein Festgehalt und von wem er das bekommt ist ihm wurst. Der Private bekommts von DIR! Verstehst Du?

Ist aber wie gesagt nur meine persönliche Meinung!

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Hallo ihr Lieben,

vielen lieben Dank für eure Antworten. Wegen dem Zähneziehen: er meinte wie ich das verstanden habe wegen Engstand sei das notwendig. Aber ich denke ich muss mir wirklich noch eine dritte Meinung einholen. Morgen hab ich glücklicherweise noch einen Termin bei einer KFO gekriegt. Das mit den Uni-Kliniken hab ich noch gar nicht bedacht, ist auch noch mal eine Idee wert. Vielen Dank!

Habe vorhin bereits bei meiner KK angerufen, aber die waren leider gar nicht kooperativ. Da wurde mir gesagt, dass ja der erfolgreiche Behandlungsabschluss dokumentiert und auch von den KK überprüft wird, da müsste mein KFO ja schon betrogen haben, wenn er da was falsch gemacht haben soll.

Ich setze jetzt erstmal große Hoffnungen in das Gespräch morgen. Wenn es denn ginge, wäre mir eine Behandlung im Oberkiefer (dann eher noch Invisalign oder mit LT) am liebsten. Bin gespannt, was mir morgen gesagt wird. Ggf. werde ich auch noch den Vorschlag mit der Uniklinik in Anspruch nehmen.

Vielen Dank nochmal an euch für die Antworten.

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Hallo nochmals,

ich wollte mich nochmal kurz melden mit dem Ergebnis aus dem 3. Gespräch.

Ich würde sagen, das Gespräch heute ist mit den vergangenen nicht zu vergleichen. Statt wie vorher, 5 bzw. 20 Min. Beratungsdauer, daß ich heute 1,5h bei der Kieferorthopädin. Ich habe mich auf Anhieb wohl gefühlt. Sie hat mich wirklich umfangreich beraten und mir in einer seelenruhe alles erklärt, obwohl im wartezimmer schon die nächsten patienten warteten.

Summa summarum kam heraus, dass sie mir zu einer invisalign behandlung raten würde, wollte aber auf keinen fall einen zahn ziehen, was mich natürlich freut.

dies soll allerdings rd. 6000 € kosten. beim vorherigen kfo wären es 4000 € gewesen, was wir aber nach den erfahrungsberichten im netz zu wenig vorkam. dieser wollte mir ausserdem einen zahn ziehen.

war also insgesamt super positiv überrascht (bis auf den preis). jetzt muss ich mir allerdings überlegen wie ich ddas ganze finanzieren soll. notwendig ist es denke ich, da sie mir auch prognostiziert hat, dass die fehlstellung schlimmer wird.

sophia

ps: alternativ wurde mir noch eine behandlung mit herausnehmbarer apparatur vorgeschlagen, was ich aber aufgrund einer enorm langen behandlungszeit ablehnen würde.

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