relative

Versicherungsbetrug?

Vielleicht hat jemand von Euch Erfahrung damit, vielleicht auch die hier anwesenden Zahnärzte.

Angenommen jemand beginnt gerade eine kieferorthopädische Behandlung, und die Kostenübernahme der Kasse ist fraglich.

Da derjenige nicht auf die Antwort der Kasse warten will würde er ohnehin schon mal mit der Behandlung beginnen.

Wenn er den Antrag jetzt nicht sofort einreichen würde, sondern so lange warten würde bis sich der für die Genehmigung relevante Overjet vergrößert hätte, wie würde die Kasse das nennen?

Etwa so wie die Überschrift?

Eine vorherige privat getragene Verkleinerung des Overjets hat auch niemanden interessiert, wäre es dann Betrug wenn man ihn privat finanziert wieder vergrößert und sich dann für eine weitere (Kassen-)Behandlung entscheidet? (beim gleichen arzt)

ist der arzt verpflichtet sowas zu verhindern bzw. ist es ihm verboten, später einen kassenplan einzureichen?

kreative Grüße

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Die Antwort kennst du ja sicherlich ? Mal abgesehen davon, dass man auf so eine Idee schon kommen kann. Indirekt macht man das sogar recht häufig, indem man bei Kindern die kein KIG Fall sind einfach noch etwas wartet ob sich noch was verschlechtert um einen Kassenfall zu bekommen.

Andernseits hat man ein Budget bei dem jeder Kassenfall zu Buche schlägt.

Da wäre es sinnvoller eher mehr privat zu machen als auf Kasse.

Aber eine Situation bewusst zu verschlechtern kann ich mir nicht vorstellen, warum einer sich darauf einlassen sollte.

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Die Antwort kennst du ja sicherlich ?

nein, die antwort kenne ich nicht. es besteht ja kein vertragsverhältnis wie bei einer privaten versicherung. niemand wird angelogen oder getäuscht.

die einzige frage ist aus meiner sicht, ob der arzt damit probleme bekommen würde.

Aber eine Situation bewusst zu verschlechtern kann ich mir nicht vorstellen, warum einer sich darauf einlassen sollte.

wie du sicher weißt, ist die verschlechterung der zahnstellung teil der meisten chirurgischen dysgnathie-behandlungen.

der overjet würde so oder so vergrößert werden.

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Wenn er den Antrag jetzt nicht sofort einreichen würde, sondern so lange warten würde bis sich der für die Genehmigung relevante Overjet vergrößert hätte, wie würde die Kasse das nennen?

Vom Gefühl würd ich sagen, dass es Betrug ist. Aber wo kein Kläger auch kein Richter.

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Wenn es um eine gesetzliche Kasse geht besteht durchaus ein Vertragsverhältnis. Daher der Name Vertragszahnarzt. Hier sind die Regeln auch in den KFO-Richtlinien definiert.

Die prächirurgische Dekompensation die du meinst ist Teil der Behandlung die zum Ziel hat, die Zahnbögen so auszuformen, dass sie nach der OP zusammenpassen. Das mit einer bewusst hergeführten Fehlstellung zu vergleichen, die dazu führt, dass Kosten erstattet werden ist schon so ein kleines bisschen weit hergeholt, findste nicht ? :-P

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besteht durchaus ein Vertragsverhältnis

zwischen arzt und kasse.

daher die frage, ob der arzt dazu verpflichtet, bei sowas nicht mitzuwirken.

Die prächirurgische Dekompensation die du meinst ist Teil der Behandlung die zum Ziel hat, die Zahnbögen so auszuformen, dass sie nach der OP zusammenpassen. Das mit einer bewusst hergeführten Fehlstellung zu vergleichen, die dazu führt, dass Kosten erstattet werden ist schon so ein kleines bisschen weit hergeholt, findste nicht ? :-P

hätte ich dann deutlicher schreiben sollen. gemeint ist der fall einer kompensierten kieferfehlstellung, die, sobald sie dekompensiert ist, KIG-fall wäre.

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Aber schau mal, in der jetzigen Situation wären die Kriterien nicht erfüllt, dass die Kasse die Kosten übernimmt.

Was vorher mal war und was da privat investiert wurde wird die Kasse nicht interessieren, den die gehen vom jetzigen Zustand aus. Wenn Du nun jemanden beauftragst den Zustand so zu ändern, dass es zur Kassenleistung wird, dann wird Dein Zustand bewusst verschlechtert und der Kasse ein Zustand vorgezeigt, der so normal gar nicht vorhanden war.

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Vielleicht hat jemand von Euch Erfahrung damit, vielleicht auch die hier anwesenden Zahnärzte.

Wohl kaum. Denn es ist nicht korrekt. Die Probleme die man hat (und auch der Arzt), wenn es rauskommt sind größer als die Kosten.

Angenommen jemand beginnt gerade eine kieferorthopädische Behandlung, und die Kostenübernahme der Kasse ist fraglich.

Dann hast Du dich entschieden die Kosten privat zu tragen.

Da derjenige nicht auf die Antwort der Kasse warten will würde er ohnehin schon mal mit der Behandlung beginnen.

Wenn er den Antrag jetzt nicht sofort einreichen würde, sondern so lange warten würde bis sich der für die Genehmigung relevante Overjet vergrößert hätte, wie würde die Kasse das nennen?

Siehe Überschrift. Und die ganzen SPuren zu verwischen wird schwer möglich sein. Da dann vor Antragsstellung die komplette Spange raus müsste, neue Abdrücke uvwm.

Kein seriöser Arzt würde das machen.

Entweder der Fall ist eindeutig oder nicht.

Ist er grenzwertig hängt es vom Gutachter und vielleicht der Kasse ab.

Fair ist es nicht, aber da kann es sein das ein Kassenwechsel der GKV vorher mehr bringt.

Anderseits hat die Allgemeinheit mehr davon auf Dauer, wenn die Fehlstellung behoben wird, als wenn nicht. Von daher ist das mit dem Kassenwechsel eher nachzuvollziehen.

Deinen Weg würde ich niemals auch nur in Erwägung ziehen.

Für den Arzt wäre es auch Beihilfe zu einer Straftat. Und das für läppische <9999 Euro (eher 5000)? Das lohnt den Trouble nicht.

gruss

michael

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Und die ganzen SPuren zu verwischen wird schwer möglich sein.

hey, ich habe nie gesagt dass ich irgendwelche spuren verwischen will.

mir kam die idee, weil die kriterien zur kostenübernahme nunmal so aufgebaut sind, dass sie nicht von der (unveränderlichen) kieferstellung abhängig sind sondern von der relativ einfach zu verändernden zahnstellung.

und diese veränderung zufälligerweise auch noch ohnehin teil der behandlung ist (dekompensation)

es wäre denkbar, dass es vollkommen legal ist das zu tun.

immerhin interessiert die kasse auch im gegenteiligen fall NUR der abstand in millimeter - kieferorthopädische vorbehandlungen oder symptome sind vollkommen irrelevant. also muss es auch im umgekehrten fall so sein, oder es gibt eben bestimmung die das ausschließen - wie dass ein arzt bei sowas nicht mitmachen darf.

das wollte ich wissen. nicht wie man am besten betrug begeht.

Da dann vor Antragsstellung die komplette Spange raus müsste

dauert in meinem fall 30 sekunden

Für den Arzt wäre es auch Beihilfe zu einer Straftat.

ist das so?

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hey, ich habe nie gesagt dass ich irgendwelche spuren verwischen will.

mir kam die idee, weil die kriterien zur kostenübernahme nunmal so aufgebaut sind, dass sie nicht von der (unveränderlichen) kieferstellung abhängig sind sondern von der relativ einfach zu verändernden zahnstellung.

und diese veränderung zufälligerweise auch noch ohnehin teil der behandlung ist (dekompensation)

es wäre denkbar, dass es vollkommen legal ist das zu tun.

immerhin interessiert die kasse auch im gegenteiligen fall NUR der abstand in millimeter - kieferorthopädische vorbehandlungen oder symptome sind vollkommen irrelevant. also muss es auch im umgekehrten fall so sein, oder es gibt eben bestimmung die das ausschließen - wie dass ein arzt bei sowas nicht mitmachen darf.

das wollte ich wissen. nicht wie man am besten betrug begeht.

dauert in meinem fall 30 sekunden

ist das so?

Denke schon das es für den Arzt strafbar ist, wenn er weiß warum aus welchen Gründen Du es so machen möchtest, schliesslich muss er das ja im Antrag begründen/unterschreiben.

und Deine Frage/-stellung war relativ eindeutig über das Ansinnen.

Aber Da das ganze mit Vorsatz gemacht würde, um eine Leistung zu erschleichen, die jemand so nicht zustünde, wäre es nicht ok. Rechtlich wohl ja, moralisch auf jeden Fall. Und das ist offensichtlich.

Von daher frage ich mich, warum man so eine Frage öffentlich stellt, fehlt da soviel Rechtsbewusstsein?

Bei der GKV fällt es nicht so einfach auf,

Aber bei einer PKV würde es sehr wohl auffallen und hätte weitreichendere Konsequenzen.

Anders sieht es aus, wenn Du zum Beispiel durch einen Unfall eine Verschlechterung erfährst und es dann korrigiert werden muss.

Eigentlich sollte man solche Fragen in einem Forum auch nicht öffentlich stellen. Lassen das die Foren-Regeln überhaupt zu? Naja, ich bin kein Mod.

Ich bin hier EOT.

gruss

michael

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Von daher frage ich mich, warum man so eine Frage öffentlich stellt, fehlt da soviel Rechtsbewusstsein?

ja. für das legale umgehen von willkürlichen richtlinien, die mich wegen weniger als 1 mm zu einer fehlbehandlung geführt haben, fehlt mir jegliches unrechtsbewusstsein.

und darauf zielte der ganze thread ab: ob das legal ist oder nicht.

nichtsdestotrotz hab ich nichts dagegen wenn der moderator jetzt den thread löscht, wenn ihr ihn zu zweideutig findet und sich offensichtlich jemand auf seine moralischen füße getreten fühlt.

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ja. für das legale umgehen von willkürlichen richtlinien, die mich wegen weniger als 1 mm zu einer fehlbehandlung geführt haben, fehlt mir jegliches unrechtsbewusstsein.

Ich verstehe das sehr gut. Persönlich hatte ich Glück, mein Overjet war von Anfang an in der "richtigen" Indikationsgruppe. Ich kenne aber jemanden, bei dem ebenfalls nur ein winziger Millimeter fehlt. Dabei ist die eigentliche skelettale Fehlstellung (und die daraus resultierenden Beschwerden) stärker ausgeprägt als bei mir. Weil die Zähne aber extrem nach innen gekippt sind, ist der Overjet nicht kassenrelevant. Das finde ich ziemlich ungerecht.

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ja. für das legale umgehen von willkürlichen richtlinien, die mich wegen weniger als 1 mm zu einer fehlbehandlung geführt haben, fehlt mir jegliches unrechtsbewusstsein.

und darauf zielte der ganze thread ab: ob das legal ist oder nicht.

nichtsdestotrotz hab ich nichts dagegen wenn der moderator jetzt den thread löscht, wenn ihr ihn zu zweideutig findet und sich offensichtlich jemand auf seine moralischen füße getreten fühlt.

Irgendwo mussten die Kassen eine Grenze ziehen (ich fände es auch sinnvoller, wenn diese Fehlstellungen generell behoben würden, aber das ist eine andere Geschichte)

Rede mit deinem Arzt. Es hängt wohl auch davon ab, wie er den Antrag formuliert und welche Kasse den genehmigt (da dort vers. Gutachter sind)

1mm kann man wohl auch je nach Tagesform vers. messen.

Also von daher ist es ein Grenzfall.

Und es ist halt in diesem unserem Staate so, das es für alles Richtlinien, Gesetze und Regeln gibt, an die man sich halten muss.

Auch wenn ich manches Tempolimit sinnlos finde, kann ich mich nicht einfach ohne Gefahr der Strafe drüber hinweg setzen.

So ist das halt auch bei KFO Behandlungen.

Vielleicht hast DU ja auch Glück und Deine Stellung verschlechtert sich von alleine in nächster Zeit, so das ein Antrag durchginge..

Letztlich ist jeder selbst für sein Tun und Handeln verantwortlich.

Aber Du solltest nicht erwarten das ein Arzt dabei unterstützung leistet. Diese haben nämlich dabei meist mehr zu verlieren als nur einen Patienten....

gruss

michael

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Aber Du solltest nicht erwarten das ein Arzt dabei unterstützung leistet. Diese haben nämlich dabei meist mehr zu verlieren als nur einen Patienten....

Weil Ärzte ja so korrekt sind?

Woher weißt du das?

Mein KFO war mir sehr behilflich (zu unser beider Vorteil), wo kein Kläger da kein Richter, insbesondere wenn es um Bares geht.

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Weil Ärzte ja so korrekt sind?

Woher weißt du das?

Mein KFO war mir sehr behilflich (zu unser beider Vorteil), wo kein Kläger da kein Richter, insbesondere wenn es um Bares geht.

so neu und schon solche Sprüche hier klopfen?:106:

Da spar ich mir doch das willkommen..

Man kann es in den Nachrichten lesen, was mit Ärzten passiert die falsch abgerechnet haben. Und da es sich nur schlecht unter 2 Personen halten lässt, wissen halt mehr leute Bescheid. Was auf Dauer schweirig wird.

Schön für Dich, das Dein Arzt Dich "unterstützt" hat...

Er ist sich aber wohl der Konsequenzen bewusst, was passiert wenn er das öfters macht und es mal rauskommt (Steuerprüfung, An. Anzeige, Prüfung der KV). Und auch für Dich als Patienten kann es Folgen haben.

Und ich empfinde es als nicht sehr geschickt in einem öffentlichen Forum auch noch darauf hinzuweisen, und damit zu prahlen...:sad:

Jeder muss wissen was er tut, aber manchmal sollte er dann einfach dieses Wissen für sich halten.

Eigentlich ist damit zu diesem Thema das meiste gesagt.

Vielleicht erbarmt sich ja ein Moderator und schliesst das Thema:?:

michael

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Gast
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