Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0
michael_32

2-Klassengesellschaft - oder die probleme der Kinder

Interessanter, erschreckender Artikel über den Zahnzustand bei Kindern.:(

Hier der Letzte Teil:

"Soeben hat er wieder einen Zettel für einen Jungen ausgefüllt, der dringend zu einem Kieferorthopäden gehen müsste.

XXXX kennt den Jungen aus dem vorigen Jahr. Den Zettel von damals hatte dessen Mutter ignoriert."

© Stern (siehe Link) 2008

Noch ein Spiegelbild unserer Gesellschaft.

Müssen die Lehrer bald noch mit den Kindern zum Zahnarzt?

Oder soll bei solchen Eltern dann gleich das Jugendamt eingeschaltet werden?

Immerhin haben die Kinder ein Lebenlang mit diesen Folgen zu kämpfen...

@Mod: kann notfalls auch in Kunterbunt verschoben werden...

michael

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

-Werbung-

-Werbung-

Sowas ist schon ziemlich erschreckend!!

Aber eigentlich finde ich ob die Eltern nun etwas ärmer sind oder ob sich reich sind, Prophylaxe geht immer. Gerade die Zahnärztlichen Kontrollen.

Vor allen in jungen Jahren.

Ich denke einfach, dass diese Eltern es ignorieren und es ihnen sprichwörtlich egal ist. Natürlich im Leidwesen der Kinder.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Noch ein Spiegelbild unserer Gesellschaft.

eigentlich sagt der artikel, dass sich die zahngesundheit die letzten 2 jahrzehnte massiv verbessert hat.

und "übrig" bleiben die kinder, dessen eltern sich weigern mit ihren kindern zum zahnarzt zu gehen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

In den USA gibt es wohl "Schul-Krankenschwestern". Vielleicht wäre sowas auch hier bei uns sinnvoll?

Solche Eltern merken ja sicher auch nicht, wenn es ihrem Kind schlecht geht. Und so kaputte Zähne tun sicher nicht nur höllisch weh, sondern können, soweit ich weiß, "Infektionsherde" darstellen (wenn auch das Zahnfleisch entzündet oder die Zahnwurzel betroffen ist).

Die Krankenschwestern könnten dann vielleicht auch den Kindern helfen, zu lernen, mit ihren Zähnen gut umzugehen (also denen Zähneputzen beibringen etc, KFO-Termin auszumachen ist wohl eher net drin, Eltern die das verweigern, zahlen vermutlich auch den Eigenanteil nicht etc).

Andererseits werden schöne, gepflegte Zähne in dieser Gesellschaft immer mehr zum "Luxus", habe ich das Gefühl...

Manche Leute laufen mit Lücken herum, ist vielleicht Gleichgültigkeit, aber vielleicht können sie sich den teuren Zahnersatz einfach nicht mehr leisten. Die gesetzlichen Krankenkassen leisten halt oft nur noch das, was medizinisch nötig ist.

Aber gerade deshalb wird es immer wichtiger, für so etwas selbst Verantwortung zu übernehmen (Zähne gut pflegen, Zusatzversicherungen für Zahnersatz etc).

Nur können KInder das nicht, die sind darauf angewiesen, dass die Eltern sich kümmern/ihnen zumindest die Basics der Zahnpflege beibringen/überhaupt mal ein Bewusstsein haben, wie wichtig sowas ist.

Dass in einem Land wie diesem (also kein Entwicklungsland) einem zwölfjährigen Kind Zähne gezogenwerden müssen, ist schon krass....

Grüße, Anna

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Andererseits werden schöne, gepflegte Zähne in dieser Gesellschaft immer mehr zum "Luxus", habe ich das Gefühl...

Manche Leute laufen mit Lücken herum, ist vielleicht Gleichgültigkeit, aber vielleicht können sie sich den teuren Zahnersatz einfach nicht mehr leisten. Die gesetzlichen Krankenkassen leisten halt oft nur noch das, was medizinisch nötig ist.

Ja, das ist wirklich wahr.

Als ich mein Praktikum bei meinem KC hatte, haben wir uns darüber auch unterhalten.

Und er meinte auch, in 3-4 Jahren wird man den Unterschied noch sehr viel stärker spüren, dass die gesetzlichen KK nur das notwendigste zahlen, wenn überhaupt.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Hallo,

ich sehe darin ein generelles Problem, das eigentlich nichts mit der (Zahn-)Medizin zu tun hat und auch von dieser Seite nicht lösbar ist. Inzwischen werden "wir" zwar mit Auflagen, Gesetzen, Regeln und Verbotsschildern überfrachtet und man kann einen Auto-/Computer-/Hundeführerschein machen... Aber dafür mischt sich der Staat - abgesehen von Extremfällen die auch unter Kontrolle durch Jugendamt & Co. stehen - dafür im extrem wichtigen Bereich Kinderbetreuung leider kaum ein!

Wie viele Studien belegen sind zuviel Verbote in einer Gesellschaft sogar kontraproduktiv und in meinen Augen gehören 70% alle dieser Regeln aufgehoben, eingemottet und abgeschafft. Dann wären genug Kapazitäten (sowohl an Geld, Personal als auch - so lächerlich es klingen mag - individuellem Gehirnschmalz) frei um derartiges wenn schon nicht zu verhindern dann zumindest wesentlich zu verringern!

Aber im Moment träumen ja eher wieder alle von mehr Staat als universellem Heilmittel...

Beste Grüße

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Was ich diesbezüglich interessant finde:

Ich war als Kind und Jugendliche so gut wie nie beim Zahnarzt. Zwischen 14 (als mir der letzte Milchzahn gezogen werden musste, weil er nicht ausfallen wollte und arg schmerzte) und 27 sogar überhaupt kein einziges Mal.

Meine Eltern haben mich nicht dazu erzogen und ich selber hab mir auch keine Gedanken gemacht.

Außerdem habe ich in der gleichen Zeit ca. 1-2x wöchentlich die Zähne geputzt.

Daraus entstanden sind 2 winzige Stellen mit Approximalkaries (Initialkaries - beginnende Entkalkung), die erst nach dem Ziehen der Prämolaren sichtbar wurden und selbst in der Bissflügelaufnahme nicht erkannt werden konnten. Wenn die Zähne nicht bebändert werden müssen hätten, hätte mein Zahnarzt sie sogar einfach so gelassen.

Meine Eltern verdienen ziemlich gut. Ich würde also trotz mangelnder Zahnpflege perfekt in das Bild passen, das dieser Artikel zeichnet.

Ich vermute daher, dass die gesunden Zähne auch sehr viel mit einer gesunden Ernährung zu tun haben, auf die meine Eltern sehr geachtet haben. So war z.B. Cola (die Phosphorsäure löst den Hydoxylapatit der Zähne an und der Zucker tut dann das Übrige) absolut tabu, dafür aber kalziumreiche Produkte täglich auf dem Speiseplan.

Dass die Ernährung in bildungsferneren und damit auch oft finanziell schwächeren Schichten häufig ein wenig vernachlässigt wird, ist bekannt. Ich sehe einen großen Teil des Problems hierdurch verursacht und würde neben der täglichen Zahnpflege und der jährlichen Untersuchung auch die Ernährung (und die Aufklärung von sowohl Kindern als auch Eltern) als extrem wichtigen Teil der Kariesprophylaxe sehen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Was ich diesbezüglich interessant finde:

Ich war als Kind und Jugendliche so gut wie nie beim Zahnarzt. Zwischen 14 (als mir der letzte Milchzahn gezogen werden musste, weil er nicht ausfallen wollte und arg schmerzte) und 27 sogar überhaupt kein einziges Mal.

Meine Eltern haben mich nicht dazu erzogen und ich selber hab mir auch keine Gedanken gemacht.

Außerdem habe ich in der gleichen Zeit ca. 1-2x wöchentlich die Zähne geputzt.

... wow! 1-2x die Woche Zähne geputzt und keine Probleme!

Den Leuten, die 2007 an diesem TV-Steinzeit-Experiment teilgenommen haben, ging es da ganz anders:

http://www.archaeologie-online.de/en/magazine/fundpunkt/other/2007/steinzeit_das_experiment/

Die konnten 8 Wochen nur mit Baumrinde u.ä. die Zähne putzen, haben aber auf Industriezucker ganz verzichtet.

Bei allen haben sich mehr oder weniger stark ausgeprägte Zahnfleischentzündungen eingestellt und bei den Kindern hat sich sogar in der kurzen Zeit neue Karies gebildet.

Du bist wohl ein Glückskind :-D

LG.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!


Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.


Jetzt anmelden
Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0