livio100

Probleme nach Schönheitsoperation

Hallo,

im Januar 2007 habe ich mich für eine Schönheitsoperation entschieden und zwar für eine Kinnvergrößerung mit einem Kinnimplantat aus Siliko, das durch den Mundinnenraum aufs Kinn gelegt wurde. Doch wie sich leider heraus stellte wurde das 1 cm dicke Implantat beim Sprechen und beim Lachen durch die Haut hindurch sichtbar daher wurde es eine Woche später wieder entfernt.

Daraufhin hatte ich beim Versuch die Unterlippe runter zuziehen immer das Gefühl auf einen Widerstand zu stoßen. Ich vermute die Ärztin hat es nicht geschafft Die Unterlippe so wieder zu befestigen wie sie vorher war. Ungefähr ein Jahr später fiel mir auf, dass mein Mund immer unbeweglicher wurde und ich keine richtige Mimik mehr möglich war. Weil ich jedes Mal wenn ich den Mund schließen wollte der Kinnmuskel verspannte, einen Buckel bildete und jede weitere Bewegung der Unterlippe verhinderte .

Dies wurde von immer schlimmer bis meine Unterlippe anfing zu brennen, dicker zu werden und runter zuhängen und ich ständig einen geöffneten Mund hatte.

Nach sehr vielen Arztbesuchen fand ich einen Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgen, der eine Kinnplastik vorschlug und mich Ende Oktober 08 operierte. Er hat den Kiefer gebrochen und um 8 mm nach vorn verlagert. Mein Profil hat sich zwar verbessert aber das Problem ist leider nicht verschwunden.

Wenn ich mich gleich für eine Kinnplastik entschieden hätte, wäre sicher alles gut gegangen. Leider wurde nach dem ersten Eingriff irgend etwas falsch gemacht.

Vor allem hindert mich das Problem in meiner Mimik und beim Versuch mit meinem Gesicht Gefühle und Empfindungen auszudrücken.

Das fängt schon mit dem neutralen Gesichtsausdruck an. Da die Lippe etwas dicker geworden ist als sie vor vorher war und sie sich anscheinend ein Stück nach außen gedreht hat und immer noch etwas hängt hat sich mein neutraler Gesichtsausdruck verändert und gibt mir was kindisches.

Das Problem geht in meiner Gesichtsbewegung weiter. Ich habe nicht mehr die gleiche Mimik und die Kontrolle über meine Gesichtsausdrücke wie vorher.

Ich mache zwar vom Gefühl her einen Ausdruck aber nach außen mache ich einen ganz anderen. Mein Gesichtsausdruck spiegelt nicht mehr meine Gefühlslage wieder. Dadurch werde ich ständig falsch verstanden und falsch gedeutet. Nicht selten reagieren die Leute schlecht auf mich obwohl ich es gut meine.

Allein schon weil ich die Lippen nicht schließen kann und nicht lächeln kann, fehlt mir die Hälfte aller Gesichtsausdrücke, besonders die die Freude ausdrücken.

Das bereitet mir riesige Schwierigkeiten im Umgang mit Menschen weshalb ich im Moment jeden Kontakt meide.

Selbst mit viel Fantasie schaffen die Leute es nicht mich richtig zu deuten, egal wie oft man ihnen das Problem erklärt. Ich hatte sogar oft unnötigen Streit z.B. weil Leute durch meinen Gesichtsausdruck dachten ich würde sie veralbern. Der Mund hat einen sehr großen Anteil an dem Gesamtgesichtsausdruck wie ich feststellen muss.

Ich kann nie sagen was für einen Ausdruck ich im Moment im Gesicht habe.

Manchmal bin ich bedrückt aber weil meine Lippe so komisch hängt sieht es für die Leute so aus als wäre ich heiter.

Und manchmal bin ich amüsiert aber wirke nach außen hin traurig weil ich es nicht schaffe meinen Mund nicht zu einem Lächeln zu formen.

Die einzige Art zu Lächeln die ich kann ist die Mundwinkel nach außen zu ziehen, aber das sieht albern aus und führt eher dazu das mein Gegenüber beleidigt ist.

Meine Frage ist ob es eine Möglichkeit gibt zu erkennen wie mein Gewebe vorher zusammengesetzt war und ob es Möglich ist meinen alten Gesichtsausdruck und meine Mimik wiederherzustellen

In dem ganzen Zusammenhang rede ich von Millimetergrößen an denen wahrscheinlich etwas gemacht werden müsste doch wie sie sicher wissen machen einige millimeter im Gesicht viel aus und können das Ausdruck stark verändern.

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Huhu,

hast Du schonmal mit dem Doc gesprochen, der die Schönheitsop gemacht hat? Er kann Dir ja normalerweise genau sagen was gemacht wurde und ob es vielleicht wieder operabel ist.

LG

Dani

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Ist ja cool dass soviele zu helfen versuchen!!

Der Doc der mich operiert hat will leider nichts von mir wissen weil sie nicht zugeben wollte was falsch gemacht zu haben.....

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Ist ja cool dass soviele zu helfen versuchen!!

Hallo Livio,

das, was dir passiert ist, tut mir sehr leid! Ich denke, hier gibt es so wenige Antworten, weil du eine sehr konkrete Frage gestellt hast, auf die wohl niemand eine Antwort parat hat. Ich kann dir leider auch nicht weiterhelfen! Ich denke, diese Frage kann dir nur ein Schönheitschirurg beantworten.

Wünsch dir noch einen schönen Sonntag udn alles Gute,

Johanna

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Ich überlege seit einer stunde was ich hier schreiben könnte. WIRKLICH!

Da scheint einiges schief gegangen zu sein, was mir leid tut.

Ich hoffe der schaden ist noch Reperabel und du findest einen Arzt der dich behandelt.

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Der Doc der mich operiert hat will leider nichts von mir wissen weil sie nicht zugeben wollte was falsch gemacht zu haben.....
Falls du rechtschutzversichert bist, solltest du auf jeden Fall klagen! So etwas hätte nicht passieren dürfen.

Was genau los ist und was zu tun ist, wird dir hier keiner sagen können. Ich würde dir vorschlagen noch andere MKG-Chirurgen aufzusuchen. Ein guter Arzt wird die Ursache des Problems erkennen und sie (hoffentlich) auf beheben können.

Alles Gute!

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Falls du rechtschutzversichert bist, solltest du auf jeden Fall klagen!!

Schönheitsoperationen birgen Risiken und beinhalten keine Erfolgsgarantien.

Klagen wogegen?

Der Begriff "Schönheitschirurg" ist ja noch nicht einmal geschützt?

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Schönheitsoperationen birgen Risiken und beinhalten keine Erfolgsgarantien.
Aber das hier hört sich nicht nach einem gängigen Risiko an. Sofern Livio nicht über dieses spezielle Risiko aufgeklärt wurde, steht ihr Schadensersatz zu. Faktum

Traurig, wie sehr manche am rechtlichen Mond leben...

Klagen wogegen?
Gegen gar nichts sondern FÜR Schadensersatz/Schmerzensgeld.

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Sofern Livio nicht über dieses spezielle Risiko aufgeklärt wurde, steht ihr Schadensersatz zu. Faktum

Traurig, wie sehr manche am rechtlichen Mond leben....

Hi,

habe deine Seite gelesen und bin eigentlich nicht überrascht, eine weitere Fehlbehandlung.

In dem Zusammenhang würde mich die Schmerzensgeldhöhe, die du erstritten hast, interessieren.

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Das ist leider das Risiko, welches man bei einer Schöbheitsop eingehen muss. Meißtens geht es gut, aber es kommt nun mal vor, dass der Arzt es nicht hinbekommt. Leider muss ich Dir somit sagen,dass Du selber schuld bist. Der Arzt ist auch nur ein Mensch und kann Fehler machen.

Z

udem hättest DU dich über die Risiken besser informieren müssen. Ich habe durchaus schon gelesen, dass es zu einer Veränderung der Unterlippe kommen kann, beim Einsetzen eines Implantates, daher habe ich mich für eine Kinnplastik (Genioplastik) entschlossen, da die Haut und der Muskel nicht vom Kinn entfernt werden muss.

Wenn Du Glück hast regeneriert sich das wieder, schließlich wurden die Nerven durchtrennt und die müssen erstmal wieder zusammenwachsen. Ich hatte vor 2 Jahren eine Operation am Ohr dort habe ich immer noch zum Teil Gefühlsstörungen, aber es wird von Monat zu Monat besser.

Ich habe jetzt noch nicht verstanden, was der Kieferchrirug um 8mm nach vorne verlegt hat. Nur ein Knochenstück vom Kinn oder den kompletten Unterkiefer?

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Leider muss ich Dir somit sagen,dass Du selber schuld bist.

ich finde, das ist eine sehr seltsame auffassung von schuld.

hier wurde eine behandlungsmethode eingesetzt die nicht auf aktuellem stand ist (implantat obwohl osteotomie möglich) UND anscheinend wurden dabei fehler gemacht.

noch dazu wurde die patientn hier wahrscheinlich nicht über die alternative aufgeklärt.

und dann ist sie selbst schuld?

Der Arzt ist auch nur ein Mensch und kann Fehler machen.

klar. aber wenn man einen fehler macht ist man auch am fehler schuld.

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Jeder kann seine eigene Auffassung von Recht haben. Ich finde es nur immer wieder faszinierend, wie sehr manche Menschen ihre eigenen Rechte mit Füßen treten statt diese zu schätzen.

Das ist leider das Risiko, welches man bei einer Schöbheitsop eingehen muss.
Gerichte teilen diese Auffassung zum Glück nicht.

Entscheidend ist ob und wie der Patient aufgeklärt wurde.

Wie gesagt: Wenn Risiken eintreten, über die man aufgeklärt wurde, muss man sich damit abfinden. Man hat ja schließlich der Behandlung (und den Risiken) zugestimmt. Wenn Risiken eintreten über die man nicht aufgeklärt wurde (und diese auch von einem gerichtlich beeideten Sachverständigen bestätigt werden), hat man Recht auf Schadensersatz. Das ist nicht meine Auffassung sondern die geltende Rechtslage.

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Jeder kann seine eigene Auffassung von Recht haben. Ich finde es nur immer wieder faszinierend, wie sehr manche Menschen ihre eigenen Rechte mit Füßen treten statt diese zu schätzen.

Gerichte teilen diese Auffassung zum Glück nicht.

Entscheidend ist ob und wie der Patient aufgeklärt wurde.

Wie gesagt: Wenn Risiken eintreten, über die man aufgeklärt wurde, muss man sich damit abfinden. Man hat ja schließlich der Behandlung (und den Risiken) zugestimmt. Wenn Risiken eintreten über die man nicht aufgeklärt wurde (und diese auch von einem gerichtlich beeideten Sachverständigen bestätigt werden), hat man Recht auf Schadensersatz. Das ist nicht meine Auffassung sondern die geltende Rechtslage.

Ja, wenn nicht alles im Vertrag steht, dann hat Sie natürlich das Recht zu klagen.

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Man hat ja schließlich der Behandlung (und den Risiken) zugestimmt. Wenn Risiken eintreten über die man nicht aufgeklärt wurde (und diese auch von einem gerichtlich beeideten Sachverständigen bestätigt werden), hat man Recht auf Schadensersatz. Das ist nicht meine Auffassung sondern die geltende Rechtslage.

Soviel zur Theorie.

Behandlungsfehler und Aufklärungsdefizite sind schwerlich beweisbar und meist mit erheblichem Kostenaufwand verbunden.

Gerichtliche Sachverständige kommem erst auf Anordnung des Gerichts, also nach Prozessbeginn zum Einsatz, alles andere sind Privatgutachten, die auch jeder Arzt in Auftrag geben kann.

Schmerzensgeldansprüche und Schadenersatzklagen gegen Ärzte und Kliniken sind langwierig, kostenintensiv, riskant und keinesfalls einfach geltend zu machen und das sagt mein Freund der Anwalt ist.

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Aufklärungsdefizite sind schwerlich beweisbar
In der Tat, allerdings liegt die Beweislast beim Arzt. Er muss nachweisen aufgeklärt zu haben und nicht umgekehrt.

Schmerzensgeldansprüche und Schadenersatzklagen gegen Ärzte und Kliniken sind langwierig, kostenintensiv, riskant und keinesfalls einfach geltend zu machen
Das würde ich nicht bestreiten. Andererseits werden bereits 50% aller Schadensersatzprozesse in dem Bereich gewonnen. Sofern man rechtschutzversichert ist sollte man es imo einfach versuchen. bearbeitet von caesiaflava

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Habe Livio per Email kontaktiert. Es scheint wieder alles in Ordnung zu sein. Mich hat der Thread nämlich sehr verunsichert.

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Es ist leider nicht alles in ordnung. Du hast mich falsch verstanden. ICh sagt die darauf folgende Kinnplastik ist gut verlaufen und ich häte mich ggleich dafür entscheiden sollen, nur wurde ich über diese Möglichkeit nicht aufgeklärt. Ich leide leider immernoch unter den Folgen und geh von Arzt zu Arzt. Doch keiner kann mir helfen weil die überhaubt keine iIee Haben was mich stört oder was sie dagegen machen könnten.

Weil man von außen die optische Veränderung und die Veränderung meiner Mimink nicht sieht.

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Poste doch mal ein Bild von Lippe und Kinn. Interessiert mich sehr ob es wirklich so gravierend ist.

Weil man von außen die optische Veränderung und die Veränderung meiner Mimink nicht sieht

D.h. Du empfindest nur als sei Deine Mimik nicht in Ordnung?

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