katha1981

Unterkiefervorverlagerung am 20.11.2008 in Rostock

So, nun mal was von mir:

Nachdem ich ja nun schon geraume Zeit eher stillschweigend in diesem Forum bin, nun mal was von mir.

Ich bin 26 Jahre alt und seit 1,5 Jahren in kfo-Behandlung. Wie einige hier auch, hatte ich bereits mit 12 oder 13 eine Spange. Aber naja, wie das so ist mitten in der Pubertät - ich hab sie natürlich nicht getragen. Fand´s auch irgendwie nicht schön. Hatte einen Aktivator (also Ober- und Unterkieferspange zusammenhängend. Naja, das Resultat war dann der Behandlungsabbruch. Und nun mit 26 nochmal der Schritt.

Bis jetzt bereu ich ihn nicht - und das Gröbste hab ich ja nun schon 11 Tage hinter mir.

Am 20.11.2008 war es dann soweit:

Mein Unterkiefer sollte sage und schreibe 14mm vorverlagert werden.

Am 17.11.2008 nochmal zur Splintkontrolle. Laut KFO passt alles "wie Ar... auf Eimer" :razz: Na dann kann´s ja losgehen.

19.11.2008

Bin ich dann in die Klinik. Da am Aufnahmetag nicht sonderlich viel passiert, war es ziemlich langweilig. Abends um 21 Uhr musste ich dann noch ins MRT.

OP-Tag 20.11.2008

Hab ganz gut geschlafen - trotz Aufregung (ist ja schließlich meine erste OP in 26 Jahren). Um 4 Uhr war die Nacht das erste Mal zu Ende; nur weil die Schwester Temperatur messen wollte. Ich dachte nur: hoffentlich kommen die nicht jeden Tag so früh. Um 6 Uhr hieß es dann aufstehen, duschen, waschen und den sexy OP-Dress anziehen. um 7 Uhr bekam ich meine LMAA-Tablette. Naja, die hätten sie auch behalten können, so wirklich LMAA war mir nicht. Eine halbe Stunde später ging´s dann in die OP-Schleuse, wo mir erstmal ne Braunüle gelegt wurde. Anschließend kam die Anästhesistin und meinte erstmal ausprobieren zu müssen, welchen Beatmungschlauch sie nehmen könnte. So wurde mir dann mal eben so der Beatmungsschlauch durch rechte Nasenloch eingeführt nur um festzustellen, dass der auch ne Nummer größer sein konnte. Also wieder raus der Schlauch. Danach bekam ich Schmerzmittel. Oh Gott war das ein Zeug - das macht total meschugge im Kopf.Da es meine 1. Narkose überhaupt war, wusste ich eigentlich nicht wirklich, wie das mit dem Einschlafen funktioniert. Ich dachte immer, mann würde das Einschlafen irgendwie mitbekommen. Ich hab mir die Lampen über mir angeschaut und immer darauf gewartet, dass ich einschlafe - aber nix.

"So, Frau W., Sie sind jetzt im Aufwachraum." war das nächste was ich gehört habe. Meine Augen suchten eine Uhr - sie fanden auch eine - mir fehlten 4 Stunden meines Lebens. Mit der Zunge wollte ich dann mal so meinen Mundraum "ertasten". Aber irgendwie ging das nicht. Ein Teil meiner Zunge war auf der Rechte Seite zwischen meinen Backenzähnen eingeklemmt und da ich so schön verschnürt war, bekam ich sie da alleine nicht raus. Also musste der Operateur nochmal ran. Gummis ab - Zunge raus - Gummis wieder rein.

Um 14 Uhr ging´s dann wieder auf´s Zimmer. War noch ganz schön k.o. Aber was soll´s, reden konnt ich eh nicht, da ich total verschnürt war und nen schicken Druckverband hat ich auch.

Das war der Op-Tag. Zum Abendbrot gab´s Suppe - aber so wirklichen Hunger hatte ich keinen.

1. Tag Post-OP 21.11.2008

Die Nacht war ok. Ich konnte relativ gut schlafen. Ich hab zwar nicht durchgeschlafen, aber für 3-4 Stunden am Stück hat´s gereicht. Schmerzen hatte ich bis jetzt auch noch keine.

Frühstück: Naja, was soll ich sagen, es gab Suppe aus der Schnabeltasse. Ich ließ mir allerdings nen Trinkhalm geben, damit klappte es besser.

Ansonsten passierte nicht viel. Meine Eltern kamen zu Besuch und leisteten mir ein wenig Gesellschaft. Aber was echt deprimierend war, mich hat keiner verstanden. :mad: Durch die Schwellung und das Zugeschnürte, ging das Sprechen gar nicht. Ich wusste, warum ich Zettel und Stift eingepackt hatte.

Schmerzen hatte ich immernoch keine und die Drainageschläuche wurde ich an diesem Tag auch los.

2. Tag Post-OP 22.11.2008

An diesem Tag hatte meine Mam Geburtstag und ich musste in meinem Krankenzimmer rumliegen. Hätte auch gern ein Stückchen Kuchen gehabt - aber nein, es gibt ja Suppe.

Schmerzen hatte ich keine; geschwollen war ich auch aber ich hatte auch Coolpacks zum Kühlen. Und ich wurde endlich meinen Druckverband los.

3. Tag Post-OP 23.11.2008

Mein Freund kam schon so gegen 9 Uhr ins KH. Er wurde auch gleich eingespannt: ich wollte duschen!!! Danach fühlte ich micht wie neugeboren.

Ansonsten passiert sonntags ja bekanntlich nicht viel in Krankenhäusern. Abends kam noch ne gute Freundin vorbei - das war echt mal ne abwechslung.

4. Tag Post-OP 24.11.2008

Nach der Visite hieß es dann, heute noch zum Röntgen und morgen geht´s nach Haus. Super, viel länger hätt ich´s auch nicht ausgehalten. Suppe mag ich auch nicht mehr sehen, aber was anderes gibt´s ja nicht.

Außerdem wurden mir an diesem Tag meine zahlreichen Gummis entfernt. Von 10 Gummis, die ich im Mund hatte, waren´s danach nur noch 4 (von oben 3 nach unten 3 je 2 Gummis). Ich konnte wieder reden!!! dann noch schnell zum röntgen und abwarten, dass der Tag vergeht.

5. Tag Post-OP 25.11.2008

Endlich nach Hause. Meine Frühstückssuppe hab ich noch zu mir genommen, aber dann nix wie raus. Bin dann erstmal zum KFO. Der war echt begeistert. Er hat die Gummis noch ein wenig umgehängt, aber sonst alles ok.

Mein Abendbrot an diesem Tag war echt ne Wohltat: Rührei und Sandwichbrot mit Leberwurst. Das Essen klappte wider Erwarten ganz gut. Das kauen ist noch etwas ungewohnt.

Mittlerweile bin ich schon bei weichem Mischbrot angekommen. Das Abbeißen ist noch ungewohnt und neu, genau so wie das kauen, aber da gewöhn ich mich auch noch dran. WEIHNACHTEN KANN KOMMEN!

So, ich glaub, das war lang genug für meinen ersten Beitrag. Vielen Dank an Alle, dass es euch gibt, ihr habt mir echt ne Menge Angst genommen. Hoffe mein Beitrag trägt dazu bei, auch anderen Leuten Mut zu machen, die´s noch vor sich haben.

Liebe Grüße von der Ostsee

Katha :razz:

P.S. Ach ja, was die Taubheit angeht: Lippe und Kinn sind taub, aber sie regen sich manchmal schon. Es fängt dann irrsinnig an zu kribbeln. Ist irgendwie ein komisches Gefühl

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Hallo Katha,

schöner und aufmunternder Bericht :-)

Ich hatte mir gerade ein paar Vernaschaulichungen von Operationstechniken angeschaut und fand es ganz schön gruselig, was da so mit einem gemacht wird. Nicht dass ich jetzt vor einer OP zurück schrecke, ich will sie auf jeden Fall machen. Aber man fragt sich schon, was man seinem Körper da zumutet und ob man das wirklich so ohne weiteres übersteht...

Dein nüchtern und positiv geschriebener Bericht macht mir aber wieder Mut, dass es wirklich gehen kann. Danke! :-) :-)

Find ich erstaunlich, dass Du schon wieder essen und sprechen kannst.

Weiterhin gute Besserung!

Liebe Grüße

Angel

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Hallo Katha

Alles gute zur überstandenen OP.Ich hatte im April auch eine UKVV und fand es sehr interessant deinen Beitrag zu lesen.

Weiterhin gute Besserung.

Mit dem Taubheitsgefühl das wird wieder hatte ich auch mußt du aber Geduld haben kann mehrene Monate dauern eh du wieder ein richtiges Gefühl hast.

lg peggy

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Hallo Katha

Glückwunsch zur überstandenen OP . Soweit bin ich leider noch nicht , aber Dein Beitrag hat mir Mut gemacht . Ich werde in wenigen Wochen auch in Rostock operiert . Ob es eine Bimax oder "nur" eine UKVV wird , entscheidet sich noch , jedenfalls war es schon beruhigend für mich , daß es noch andere operierte aus Rostock gibt .

Deine Vorgeschichte kam mir sehr bekannt vor . Auch bei mir war es ähnlich - Aktivator mit ca. 13 - Behandlungsabbruch ... und jetzt mit fast 45 bin ich kurz vor der OP . Hoffe , daß alles so klappt und das Ergebnis gut wird .

Liebe Grüße

Ostseeperle

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Hallo ihr lieben,

So, nun sind es auf den Tag genau 3 Wochen, dass ich die OP hinter mir habe. Mir geht´s richtig gut. Hab sogar am Sienstag schon mit ner umschulung angefangen.

War letzten Freitag nochmal in der Uni-Klinik zur Kontrolle. Soll jetzt Dreimal täglich Rotlicht und Vitamin B nehmen - wegen der Taubheit. Mein Kinn macht sich auch schon bemerkbar. Merke dort auch schon bei Berührung ein leichtes Druckgefühl. Aber meine Lippe regt sich noch nicht. Naja, das wird auch noch.

Ich werde euch weiter auf dem Laufenden halten.

@Ostseeperle: ich wünsch dir viel glück bei deiner OP in HRO! Wann hast du denn Termin? Operateur ist bestimmt auch Dr. S...!?!

Liebe Grüße

Katha

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Hallo Katha ,

toll , daß es dir schon wieder so gut geht .

Einen genauen Termin habe ich noch nicht , es sind aber schon alle Vorbereitungen wie Abdrücke , Röntgen etc. erledigt . Anfang Januar muß ich wieder in die Uni-Klinik zum KFO und denke , daß es dann konkret wird .

Leider wechselt mein KFO schon wieder , es ist dann inzwischen schon der Dritte . War aber beim letzten Mal eigentlich kein Problem , ist aber zuerst immer ein bischen komisch sich wieder an jemand Neues zu gewöhnen .

Den Operateur habe ich noch nicht kennengelernt .

Liebe Grüße

Ostseeperle

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