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DennisS

Bimax im Bundeswehrkrankenhaus Hamburg und meine Probleme

Hallo!

Ich möchte hier an dieser Stelle mal meine derzeitige Situation beschreiben und mir ein wenig Rat und Tat holen.

Beginn meiner Leidensgeschichte ist irgendwann im Kindesalter, als auf einer Röntgenaufnahme erkannt wird, dass ich im UK an vorderster Stelle nur 2 Milchzähne besitze und keine folgenden Zähne vorhanden sind.

Es hieß damals immer, dass das kein Problem sei und die Milchzähne eines Tages halt durch Implantate ersetzt werden würden sobald der Kiefer ausgewachsen ist so mit ca 20 Jahren.

Im Alter von 21 Jahre beschloss ich dann zur Behebung des Problems zum damaligen Truppenzahnarzt (bin seid 2005 Soldat) zu gehen, der mich daraufhin an die Chirugie im BWK-Hamburg überwies. Eine Behandlung wurde auch bewilligt, allerdings sollte dazu dann ja auch gleich meine Fehlstellung korrigiert werden. Hallo? Fehlstellung? Dies war mir neu... Hieß es in meiner Kindheit doch immer, dass ich ein schönes Gebiss hätte.... Ich ließ mir alles erklären, dass der UK vorne leicht zuweit vor steht und der Biss auch sonst nicht richtig passt. habe es aber wie gesagt nie als Problem empfunden.

Man überwies mich nun vom Chirugen erstmal zum Orthopäden, der mir eine Klammer verpassen sollte. War für mich kein Problem - Tags könnte ich sie notfalls ja auch rausnehmen.... Doch weit gefehlt - es sollte eine feste folgen!

Dies war für mich der erste Punkt, an dem ich schlucken musste... Die Eitelkeit eines sich selbst als ganz attraktiv bezeichnenden, und bei Frauen auch ganz erfolgreichen, jungen Mann Anfang der 20er ist da ja nicht zu unterschätzen... Doch ich ließ es mit mir machen... Und die Befürchtungen für die nächsten Monate keinen Erfolg mehr bei Frauen zu haben stellten sich dann zum Glück auch nicht ein. Doch irgendwie zog sich alles in die Länge... Es hieß die orthopädische Behandlung solle ca 6-12 Monate dauernd bis der kleine chirugische Eingriff folgen sollte...

Während der nunmehr fast 18 monatigen orthopädischen Behandlung fanden dann wieder mehrfach Termine beim Chirugen statt, wo es eigentlich jedes mal neue Hiobsbotschaften gab... Zuerst wurde mir richtig schlecht, als ich erfuhr, dass man mir den Unterkiefer abtrennen und neu ausrichten wurde.... Aber auch das hab ich dann irgendwann einfach so hingenommen... Irgendwann war dann plötzlich auch die Rede davon, den Oberkiefer abzutrennen.... Da gingen bei mir aber wirklich die Alarmleuten - hab ich in Bio doch aufgepasst damals und wusste, dass der quasi fest am Schädel verwachsen ist... "Ach, das ist ne ganz dünne Knochenplatte - halb so wild"

Irgendwie hatte ich das Gefühl, alles wurde immer ein wenig heruntergespielt. Aber für nen Rückzieher war es nun ja zu spät....

Ich habe mich dann wirklich unters Messer begeben. Und das, obwohl bei der OP-Vorstellung vor 1,5 Wochen zu guter letzt noch Erfahren habe, dass bei mir eine Operationsmethode zum Einsatz kommt, die hierzulande nicht wirklich verbreitet ist, sondern vielmehr in den Staaten beispielsweise zum Einsatz kommt: Die Unterkiefer werden irgendwie nicht waagerecht, sondern vielmehr senkrecht durchtrennt unterhalb der Gelenke. Was nun die absolut beschissene konsequenz daraus ist: Ich muss für 3-4 Wochen den Splint tragen und habe UK mit OK komplett verschnürt. Der UK wird von keinen Platten oder Schrauben gehalten sondern verwächst nun lediglich so, dadurch dass er vom Splint gehalten wird.

Ich kotze momentan echt sowas von ab... Die OP ist jetzt erst 3 Tage her und ansich gehts ja alles von den Schmerzen.... Aber dass ich den Mund noch über 3 Wochen nicht öffnen kann bringt mir nahezu Selbstmordgedanken ein... Außer Suppe und Pudding schlürfen geht ja gar nix... Mir wird beim Gedanken daran schon schlecht und es ist kein Ende in Sicht.... Bei einer Körpergröße von 1,85 und 80kg Gewicht war ich sowieso nie besonders mit überschüssigem Fett besetzt... Ich habe echt Angst dass ich auf 60-70kg abmager... Und dann diese Geschichte mitm "harmonischen" Gesicht. Auch hier habe ich Angst mich nicht wiederzuerkennen. Jetzt ist zwar alles angeschwollen - so hamster like - aber trotzdem habe ich Zweifel ob das alles die Umstände wert war...

Am allerschlimmsten ist wirklich die Flüssignahrung hier im Krankenhaus und der geschlossene Mund.

Ich habe echt das Gefühl depressiv deshalb zu werden. Ich sterbe für gutes Essen... Und es ist kein Ende in Sicht... Nein - in Sicht ist Weihnachten, was für mich mal voll ausfällt....

Ging es euch auch so schlecht wie mir? Sind das alles nur Phasen oder ist das alles ganz normal? Wie motiviert man sich für die Zukunft? Ich fühle mich echt labil grad aber will mich ja auch nich unnötig mit antidepressiva vollpumpen... Obwohl ich mir schon wünschte ne Woche oder 2 im künstlichen Koma zu liegen um die Zeit rumzubekommen.... Ich fühl mich einfach nur schrecklich grad. Bereue alles und würd es auch nie wieder machen, nur weil sich meine Zähne in 20 Jahren vllt blöd abnutzen würden. Aber ist das dieser Scheiß hier grad wert? Hilfe... Ich musste es mir einfach mal von der Seele schreiben - vllt hat ja irgendwer ein paar tipps für mich.

Beste grüße Dennis

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Hey Dennis!

Erstmal Glückwunsch, dass du die OP schon hinter dir hast, das ist schon mal der 1. Schritt.

Die ersten Tage ging es mir auch total beschissen, war auch sehr depressiv. Das waren die Tage im KH und ich wollte am liebsten aus dem Fenster springen. Ich glaube es liegt auch ein bisschen an den Medikamenten und , dass man immer sein geschwollenes Gesicht im Spiegel sehen muss. Das war für mich auch das schlimmste.

Was das Essen angeht. Die Zeit nur mit Suppe (sozusagen alles, was durch den Strohhalm geht) ist schlimm, aber man kann sich dran gewöhnen, so sch**** wie es klingt. Das gemeinste ist immer, dass man das leckere Essen der anderen riecht und sieht, aber nicht essen darf.

Wir hatten das so gemacht, dass meine Mutter mir viele Sachen püriert hat und danach noch gesiebt. Es sieht zwar nicht lecker aus, aber es schmeckt und man hat Abwechslung. Und ich muss sagen ich habe nur 6 kg abgenommen, obwohl ich die flüssige Zusatznahrung aus der Apotheke (Fresubin oder so ähnlich) verweigert habe. Diese könntest du auch ausprobieren, die haben pro ml glaub ich ein kcal (bin mir nicht sicher).

Was bei mir auch geholfen hat und was natürlich die Stimmung aufheitert, war selbstgemachter Milchshake. Wenn du davon ein paar am Tag trinkst, dann wirst du auch nicht so viel abnehmen.

Ich wünsche dir auf jeden Fall noch viel Glück für eine gute Genesung und ich hoffe, dass sich deine Stimmung noch ein bisschen aufhellt :-). Du wirst in ein paar Monaten sehen, wenn du alles hinter dir hast, dass es gar nicht so schlimm war. Die Zeit vergeht echt im Flug. Und dafür steht dein Kiefer am Ende perfekt ;)

LG, Lisa

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du hast es doch fast schon überstanden. du könntest das personal da mal fragen, ob du was nahrhafteres als suppen und pudding bekommen kannst. ich werd bei wenig essen auch depressiv, vielleicht hat das einfach damit zu tun, und nicht damit dass du wirklich die behandlung bereust.

hier im forum haben einige von so "astronautennahrung" erzählt, die man auch zur künstlichen ernährung verwendet und eine vollwertige ernährung sein und nicht schlecht schmecken soll.

deine operationsmethode (vertikale ramusosteotomie) soll bei großen rückverlagerungen stabiler sein und wird bei dünnen knochen in dem bereich verwendet. vielleicht blieb deinem chirurg also nichts anderes übrig.

aber jetzt hast du's ja fast hinter dir und offensichtlich lief alles gut? ich hätte bei der überschrift eine schlimmere geschichte erwartet.

gute besserung

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Hi!

Also erstmal auch von mir Herzlichen Glückwunsch, dass du es überstanden hast und gute Besserung weiterhin!

Dann würde mich aber schon interessieren, was es mit dieser vertikalen Ramusosteotomie auf sich hat :confused: denn ich habe noch nie etwas darüber gelesen, dass der Knochen bei der OP nicht befestigt wird und sozusagen nur vom OK gehalten wird. Das ist ja alles andere als stabil, oder!?

Dann kann ich nur sagen, was meine Vorredner auch schon meinten: Dass du -trotz deiner momentanen Situation- "besseres" "deftigeres" Essen zu dir nehmen solltest! Wenn die im Krankenhaus dazu nicht in der Lage sind, vielleicht hast du jemanden von deinen Verwandten, der dir püriertes Essen ins Krankenhaus bringen kann? Oder Milchshakes vom McDonalds? :D

Bei mir ist es manchmal -auch wenn ich völlig gesund bin- sogar so, dass ich urplötzlich ohne irgendwelche Gründe mir die Tränen runterlaufen und ich total depressiv bin, wenn ich mal längere Zeit (nen halben Tag oder so) nichts zu Essen hatte...... hatte da schonmal Angst, dass ich Zucker hätte oder so, aber anscheinend geht es vielen anderen Leuten auch so.

Naja, jedenfalls lass den Kopf nicht hängen,

du kannst momentan eh nichts an deiner Situation ändern,

sondern nur versuchen, sie so angenehm wie möglich "rüberzubringen".

LG ANNA

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ich weiß selbst nicht viel darüber, hab nur mal in einem englischen forum darüber gelesen. ich hab wahrscheinlich aufgehört zu lesen, als da stand dass die methode nur zur rückverlagerung eingesetzt werden kann. (also nicht für mich)

UK-RV-patienten wird in den USA wohl beides angeboten. und die methode hat's kaum hierher geschafft weil mit der sagittalen spaltung auch rückverlagerungen möglich sind.

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Hallo Dennis,

auch von mir Glückwunsch zur überstandenen OP!

Im Vorfeld ging es mir ähnlich wie dir: zuerst hat der KFO gesagt, mein UK müsse operativ zurückverlagert werden. Kaum hatte ich mich an die Vorstellung gewöhnt, sagte der KC, UK operieren allein reicht nicht, der OK muss auch gemacht werden. Aber ich hatte da einfach Vertrauen.

Krankenhaus ist immer Sch****. Ich verstehe dich da voll und ganz! Im Krankenhaus fühlt man sich einfach kranker als man tatsächlich ist. Kein Wunder, dass du das Gefühl hast, depressiv zu werden. Halt durch! Wann darfst du denn nach Hause?

Essensmäßig kann ich mich SweetsLisken leider nur anschließen: Man gewöhnt sich dran. Aber wenn man für sich selbst kochen kann, ist das tausend mal besser als Krankenhausbrei. Ich kann auch nur sagen: lass dir was mitbringen. Viele Sachen lassen sich wirklich gut pürieren, auch wenn das in der Seele weh tut. (Ich habe mir aus Verzweiflung mal ein Würstchen püriert. Krümmelig gebratenes Hackfleisch in viel Tomatensoße oder ähnliches kannst du vielleicht auch schlucken.)

Ansonsten mache ich das so, dass ich immer viel Essbares (Suppe, Pudding, Joghurt, selbstmachtes Apfelmus, Schokolade) um mich habe. Wenn man erst mal Hunger hat, ist es eigentlich schon zu spät. Man kann ja nicht einfach mal schnell zum Bäcker gehen ;-)

Gute Besserung und viele Grüße!

Margret

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Hallo Dennis,

Ich wurde letzten Mittwoch operiert und bin seit gestern wieder zu Hause.

In den Tagen im Krankenhaus habe ich genau das gleiche gedacht. Ich dachte auch, ob es das wirklich wert war.

Die Zeit im Krankenhaus ist einfach schei..Halt durch. Wenn du es nicht gemacht hättest, würdest du in 15 Jahren viel mehr durch zu machen haben. Der Gedanke hat mich etwas aufrecht gehalten.

Wann kannst du aus dem Krankenhaus?

Das mit dem Essen ist natürlich erst einmal schwierig. Gestern habe ich ein Plätzchen im Mörser zerkleinert und Krümel für Krümel durch die Gummis befördert.

Lecker! Man kann alles essen, eigentlich. Man muss es nur in den optimalen Zustand bringen.

Momentan ist das halt: streng flüssig. ( oder krümelig geht auch)

Man gewöhnt sich dran! Habe ich am Freitag auch nicht geglaubt und es wird, auch von der Stimmung her, jeden Tag besser!

Alles Gute

waduz

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Hey Danke ersteinmal für eure aufmunternden Worte.

Komischer Weise waren die letzten 1,5 Tage von der Stimmung her ganz ok... Denke dass das immer phasenweise kommt.

Lisa, dir muss ich in zwei Punkten komplett zustimmen. Zum einen das mit dem geschwollenen Gesicht! Hilfeeeee... Wenn ich höre, dass das bis zu Monaten dauern kann, bis das abschwillt.... Ich meine ich seh echt komplett anders aus jetzt. Allerdings meinen die Schwestern hier, dass das für meine Operation aber sowas von top sei und dass ich da gar nicht klagen dürfte. Trotzdem vermisst man sein altes Spiegelbild - und ich habe echt Angst vor bleibenden "Schäden"... Der andere Punkt ist das mit dem Essen der Anderen. Wir essen hier zusammen mit den Patienten der HNO-Station... Und das ist schon echt gemein, wenn man sieht wie die jedes mal ihre Brötchen zum Frühstück sowie "Essen mit Gesicht" und Gemüsebeilage zum Mittag bekommen. Mit den Milchshakes zB ist eine gute Idee. Denke daran werd ich mich die zwei Wochen nach meinem KH Aufenthalt auch halten....

Allerdings verzichte ich ganz bewussst auf diese Kalorienbombendrinks... BÄH waren die eklig.... sieht aus wie Actimel hat aber 1500 Kalorien! Nee Nee - da hatte ich Angst dass mir mein Mageninhalt hochkommt und ich ersticke weil ich mit der Schere nicht schnell genug die Drähte am Mund aufbekomme^^

Wo wurdest Du denn operiert? Auch in Hamburg zufällig?

Relative und Anna,

Was meine Operationsmehtode betrifft kann ich nicht allzuviel berichten. Hab leider sowieso das Gefühl, dass ich mich im Vorwege nicht wirklich so schlau gemacht habe wie es vllt gut gewesen wäre. Allerdings hab ich ja auch das Gefühl, dass viele Sachen gar nicht erwähnt wurden zu beginn oder sich zwischenzeitig geändert haben.

Auf jeden Fall soll diese Methode bei mir wohl am besten geeignet gewesen sein, da der UK nicht nur zurückversetzt wurde, sondern auch ein klein wenig weiter mittiger kam. Beim Öffnen des Mundes verschob sich mein UK auch immer leicht zur Seite und bei seitlichen Kaubewegungen hatte ich auch immer ein leichtes Knacken in einem Kiefergelenk. War zwar nichts extremes alles, aber für ein späteres gutes Verheilen von knochen und Gelenken sei in meinem Fall die jetzige Methode wohl am Besten gewesen.

Was die Stabilität betrifft: Ich denke schon, dass diese gegeben ist, da der UK ja komplett fixiert ist am Splint mit dem OK. Lässt sich ja keinen Millimeter bewegen. Im Endeffekt ist das ja nix anderes als mit den Platten und Schrauben vermute ich. Die halten es ja nur in Position. Das verwachsen der Knochen geschieht ja von allein....

Leider hab ich die ganzen Fachbegriffe der verschiedenen Eingriffe und Methoden überhaupt nicht drauf. Werde mich aber beim Doc nochmal schlaumachen, damit ihr vllt eine bessere Vorstellung von dem Ganzen habt.

Auch euch nochmal danke für die Genesungswünsche!!!!

Ebenso an Margret und Waduz....

Also zu meiner momentanen Ernährung kann ich noch sagen, dass meine Mom mir gestern ungefähr 20 verschiedene Sorten Heiße Tassen mitgebracht hat. Das find ich schonmal super, da der Geschmack und Geruch von diesen schonmal ganz anders ist, als bei diesen KH-Suppen. Trinke auch viel gezuckerten Tee... OK - alles nicht so nahrhaft - aber iwie geht das schon!

Die ganzen pürierten Dinge werd ich dann nächste Woche probieren zuHause. Denke dass ich FR oder SA rauskomme. Anhaltspunkt wären 10 Tage Klinikaufenthalt sagte man mir... Dann halt noch 2 Wochen zuHaus mit geschlossenem Mund und dann dürfte die Welt schon ein Tick besser aussehen...

Zwei Fragen habe ich allerdings noch:

Meint ihr im März, also nach ziemlich genau 3 Monaten kann ich schon wieder ordentlich essen? Also mir ist schon klar, dass das vorsichtig sein müsste... Aber geht da auch schon wieder Fleisch und so? Würd mir nämlich zu dem zeitpunkt gerne den Traum einer Indienreise erfüllen, aber natürlich auch das Kulinarische erleben können.

Außerdem sagte man mir, dass ich möglichst wenig sprechen soll. OK - daran kann ich mich irgendwie nicht so recht halten. Mein Zimmer und Leidensgenosse hier ist nämlich so ziemlich mit der einzige Grund, dass ich nich ganz depressiv wurde. Wir halten uns mit Galgenhumor ganz gut über Wasser und sind abends auch mal dick am grinsen und lachen, dass es auch mal kurz spannen und weh tun kann. Ist das nun extrem schlimm, sodass der Heilungsprozess jedes mal zum Punkt Null zurückgeworfen wird? Nicht dass da in 3 Wochen noch nix fest ist und mir der Unterkiefer beim Öffnen des Mundes und Entfernen des Splintes einfach nach unten fällt:D

Ich finde es auf jeden Fall echt super hier so tolle Antworten von euch bekommen zu haben!!! Echt schön zu wissen, dass man in so einer sch****situation nicht ganz allein ist!! Danke Danke

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Meint ihr im März, also nach ziemlich genau 3 Monaten kann ich schon wieder ordentlich essen? Also mir ist schon klar, dass das vorsichtig sein müsste... Aber geht da auch schon wieder Fleisch und so? Würd mir nämlich zu dem zeitpunkt gerne den Traum einer Indienreise erfüllen, aber natürlich auch das Kulinarische erleben können.

Ich glaube, die Inder kochen einen Großteil ihrer Speisen wegen der Keime in warmen Ländern. (war vor 2 Jahren in China, da gab es früh, mittags und abends warm.) Das Essen dürfte dann schön weich sein ;-)

Für weiche Kost spricht auch, dass ich mal gehört habe, dass die Inder nicht viel von Mundhygiene halten und mit Ende 20 ihre Zähne verlieren würden.

Falls du in 3 Monaten noch nicht richtig kauen kannst, wärst du also in bester Gesellschaft ;-)

Ich hoffe, du kannst über diese Vorstellung lachen.

VG. Margret

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Hallo Dennis,

erstmal Glückwunsch zur überstandenen OP.

Ich denke, diese depressive Phase nach einer OP kann durchaus normal (im Sinne einer "physiologischen" Reaktion auf erheblichen Stress) sein.

Vielleicht werden durch die ganze Situation (Narkose, OP, dann auch die Angst vorher, die wohl jeder mehr oder weniger hat) Stresshormone und Botenstoffe (z.B. Endorphine) ausgeschüttet, was dann, wenn der "Pegel" wieder runtergeht/deren Wirkung nachlässt, durchaus auch zu depressiven Verstimmungen führen kann. (So wie die "Heultage", die ja viele Frauen nach einer Entbindung haben. Und ich hatte sowas ähnliches wie das, was du beschreibst, auch mal nach einem Autounfall). Vielleicht spielen auch Nebenwirkungen der Narkosemedikamente eine Rolle - diese Medis sind ja schon recht "heftig".

Dann kommt noch das Nicht-Essen- und Reden-können, evtl. Schmerzen und das veränderte Aussehen und die Schwellung als zusätzlicher Stressfaktor dazu...Und wenn man bedenkt, dass schon sowas wie eine längere Grippe dazu führen kann, dass man sich nicht nur körperlich mies fühlt, sondern auch die Stimmung ziemlich in den Keller geht, kann das sicher auch nach einer OP passieren.

Warte mal ab, ob es in den nächsten Tagen/2-3 Wochen besser wird.

Was das Essen angeht: die Fresubin-Drinks (zumindest Nuss und Schokolade) schmecken gar nicht mal sooo schlecht, wie Kakao, nur nicht so süß. Milchshake solltest Du evtl. mit den Docs absprechen, eine Bekannte von mir hatte unmittelbar nach der OP "Milchverbot", weil ihr Arzt meinte, in Milch seien zu viele Keime.

Ob du in 3 Monaten schon wieder komplett normal essen kannst, weiß ich nicht (würde sagen, eher ja - indisches Essen ist doch eher weich, oder?), was sagt denn dein Arzt? Aber du wirst sicher schon soweit abgeschwollen sein, dass es (zumindest Fremden) nicht mehr wirklich auffällt.

Das mit Indien ist übrigens super, immerhin was, worauf du dich freuen kannst. Bei mir wäre es Brasilien, aber leider werd ich dazu nach der Behandlung wohl nicht mehr das Geld haben...

Auf jeden Fall weiterhin gutes Abschwellen,

Anna

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Milchshake solltest Du evtl. mit den Docs absprechen, eine Bekannte von mir hatte unmittelbar nach der OP "Milchverbot", weil ihr Arzt meinte, in Milch seien zu viele Keime.

Stimmt, Milch + Antibiotika (was du ja sicherlich noch bekommst!?), verträgt sich nicht!!!! Da würd ich vllt auch noch nach Absetzen 1 Woche warten!

LG Anna

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Hey Dennis!^^

Ja, dass kenne ich auch, dass die Schwestern meinen man sieht nicht so schlimm aus. Man selbst ist aber immer anderer Meinung und die Verwandten können einen auch nicht aufmuntern.

Die Kaloriendrinks habe ich auch nicht getrunken, ich hatte nach der OP keinen hunger auf Süßes. Ich wollte am liebsten immer ne Pizza oder das Steak von meinem Bruder :D. Wieso können die nicht solche Getränke haben, einfach mal mit Pizzageschmack^^. Ich kannte nachher auch das gesamte heiße Tassen Sortiment, mein Favorit war immer Käse-Creme, bloß leider mussten wir die Croutons raussieben, damit die Suppe durch den Strohhalm passt^^.

Ich bin in übrigens Travemünde operiert worden.

Dir noch eine gute Genesung und dass du nicht so hungern musst.

LG, Lisa

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Kleiner Nachtrag

Bei mir wurde folgendes durchgeführt:

-OK-VV um ca. 2mm ( Le Fort I. Osteotomie mit sag. Spaltung)

-UK hauptsächlich nur mittig gesetzt und nicht zurück oder so (vertikale Osteotomie)

EDIT 1:

@Anna

nee seit heute gibts kein Antibiotika mehr. Aber dennoch haben die mir komischerweise öfters so ne Milchdrinks gegeben... Naja - habs aber überlebt!

@Lisa

Hehe Du sprichst mir sowas von aus der Seele.... Pizza, Steak - das wär was. Gestern wollt meine Mom mit mir in der kantine hier nach leckeren Säften gucken... Was fällt mir da natürlich zuerst ins Auge? Ein Riesenstapel mit Frikadellen.... Ich hätte fast geheult :D

Travemünde ist mir als Lübecker natürlich auch ein Begriff ;)

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EDIT 1:

@Anna

nee seit heute gibts kein Antibiotika mehr. Aber dennoch haben die mir komischerweise öfters so ne Milchdrinks gegeben... Naja - habs aber überlebt!

naja, ich hab nur mal gehört, dass Milch die Wirkung von Antibiotika beeinflußen würde. Bin mir aber nicht sicher, ob es stimmt :?:

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naja, ich hab nur mal gehört, dass Milch die Wirkung von Antibiotika beeinflußen würde. Bin mir aber nicht sicher, ob es stimmt :?:

es stimmt nur für manche antibiotika -> mit arzt besprechen

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