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ichlachenurungern

Hattet ihr auch "Angst" vor den Reaktionen der nächsten Angehörigen?

Ich habe mich jetzt definitiv entschlossen, mit 40 (ab April 2009 sogar 41) eine Behandlung zu starten. Zwar steht erst nächste Woche fest, ob komplett oder "rein ästhetisch", um Brackets werde ich jedoch wohl in keinem Fall herumkommen. Seltsamerweise bin ich fest entschlossen, habe auch schon mit den Bekannten gesprochen, mit denen ich sehr oft umgehe, nur einen Schritt kann ich nicht tun. Meine Eltern wohnen direkt nebenan und ich traue mich nicht, es meiner Mutter zu erzählen. Sie würde sofort sagen: "Kind, du hast doch so schöne Zähne" und würde mich mit 1000 Gründen beglücken, die gegen so eine "Qual" sprechen. Irgendwie merke ich, dass ich ihr innerlich sehr böse bin und nie überwinden konnte, dass sie mit mir als Kind nie zum Kieferorthopäden gegangen ist. Im Wachstum wäre mein Überbiss so einfach zu korrigieren gewesen. Warum hat sie nie darauf geachtet. Bei meinen Kindern habe ich immer "perfekte Zähne" im Auge gehabt und diese haben sie jetzt auch. Doch der "Schmerz" über meine eigenen Zähne sitzt so tief, dass ich mich nie getraut habe, das Thema bei auch nur einem Kieferorthopäden meiner Kinder anzusprechen.

Auch jetzt fällt es mir so schwer und ich fange immer an zu heulen. Ich hasse mich selbst dafür und bin jedes mal erstaunt, dass wohl noch niemand in meiner Umwelt meine Fehlstellungen registriert hat und nie bemerkt hat, dass ich vermeide, den Mund beim Lachen zu öffnen.

Selbst die KFO, die mir die "Teilkorrektur" nur der oberen Zahnreihe, die mich so stört, vorgeschlagen hat, sagt, auf den ersten Blick hätte sie keine Fehlstellung gesehen.

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So viel Mut habe ich noch nicht. Werde das erste Foto nehmen, das der KFO macht bei Behandlungsbeginn. Da sieht man dann nur den Mund und man wird mich als Person wohl nicht erkennen (das könnte ich nämlich erst ertragen, wenn ich es mit besserer Zahnstellug wäre). Könnt`mich jetzt beschimpfen, doch das Ganze kostet mich so viel Kraft, da ich nie darüber gesprochen habe und es mich doch seitdem ich "erwachsen" denken kann, stark belastet.

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Hallo du,

ich denke, die Menschen, die man liebt, sieht man nicht objektiv. Sie sind schön so, wie sie sind. Und die Menschen, die einen lieben, sehen einen natürlich auch nicht so, wie man aussieht, sondern eher mit dem Herzen.

Meinen Eltern ist meine Kieferfehlstellung nie aufgefallen und dasselbe habe ich jetzt bei meinem Chef erlebt. Er hat ein Bild von seiner Tochter auf dem Schreibtisch und ich (als Vorbelastete ;-) ) habe sofort gesehen, dass bei ihr kiefermäßig auch nicht alles in Ordnung ist. Vor kurzem war er mit ihr beim KFO - der hat die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen. Als Eltern sieht man sowas einfach nicht. Also sei deiner Mutter nicht böse.

Und hab keine Angst vor der Reaktion deiner Eltern/ Umwelt! Wenn es deine Lebensqualität verbessern würde, solltest du dich behandeln lassen, egal was die anderen sagen. Sie werden das sicher verstehen und sich freuen, wenn du mal deine Zähne zeigst und mit ihnen lachst!

Dass du kein Teenie mehr bist, sollte dir auch keine Kopfschmerzen bereiten. Hier im Forum findest du ganz viele Leute, die noch älter sind als du.

Halt die Ohren steif!

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Hallo ichlachnurungern!

Ich kann deine Ängste total gut verstehen. Mit einundreißig bin ich ja auch nicht mehr im klassischem Zahnspangenalter und mir war ebenfalls unwohl, Freunden und Bekannten von meinem kieferorthopädischem Vorhaben zu erzählen. Meine Zahnspange habe ich jetzt seit 8 Wochen und die Reaktionen sind wirklich nicht schlimm. Die Keramikbrackets sind ja sehr unauffällig und die meisten Leute mußte ich selbst erst darauf hinweisen. Man fühlt sich zwar nicht so toll mit Spange, aber es ist auszuhalten und vor allem ja nicht für immer! Also Kopf hoch und alles Gute für deine Behandlung.

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Danke für euren Zuspruch. Manchmal ist das allein kaum auszuhalten. Dieses Forum ist einfach genial. Ich kann mir selbst auch nicht erklären, warum ich nie den Mut hatte, mal über "mein Problem" zu sprechen. Seltsamerweise stehe ich nämlich ansonsten mit beiden Beinen im Leben und weiß eigentlich immer, was zu tun ist. In der Regel fragen mich die Leute gerne um Rat, da ich mich überall einlese und schlau mache. Nur bei diesem Problem komme ich mir vor wie ein kleines Kind.

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Hallo,

also erstmal muss ich sagen: Ich verstehe dich voll und ganz, dass du böse auf deine Mutter bist, weil sie als Kind deine Zähne vernachlässigt hat!

Aber: Du musst immer dran denken, dass für viele (außenstehende) Leute die Zähne nur ein "kleiner Teil des Ganzen" sind!

Und da es bei dir -weil du ja gesagt hast, dass selbst deine KFO keine direkte Fehlstellung erkannt hat- anscheinend nicht so schlimm ist, und deine Mutter wahrscheinlich auch keine Zahnärztin oder dergleichen ist, darfst du es ihr nicht verübeln!

Wenn ich Kinder hätte, würde ich womöglich (nicht bei den Zähnen, aber irgendeine andere Sache) "vielleicht" auch etwas übersehen! Niemand ist perfekt, und wenn man ständig damit beschäftigt wäre, rauszufinden, was an dem eigenen Kind nicht "normal" sein könnte, dann wird man ja verrückt, und dann wage ich fast schon zu sagen, dass etwas mit dem Mutter-Kind-Verhältnis nicht stimmt. Weil eigentlich haben Mütter für ihre Kinder eine "rosarote Brille" und da das Kind für eine Mutter ja sowieso das allerschönste ist, fallen so kleine Veränderungen nicht auf. Und da betone ich nochmal: Für viele Menschen sind Zähne nicht so present wie für uns!

Ich sehe meine Mutter (mit ihrer perfekten Zahnreihe) beim Lachen auch immer an und denke, warum gerade ICH solche "verzerrten" Zähne habe und nicht die Zähne meiner Mum. Ich bin absolut nicht neidisch, weil ich meine Mutter über alles liebe und ich froh bin, und stolz bin, dass ich so eine hübsche Mama habe! Ich bin froh, dass es nur mich getroffen hat, und nicht andere aus meiner Familie, obwohl ich gerne jemanden an meiner Seite hätte, der auch nur annähernd verstehen könnte, wie es mir geht!

Ich denke, du solltest über die Behandlung (hast du nur kieferorthopädisch, also nicht chirurgisch? Und wielange soll die Behandlung dauern?) reden, denn spätestens wenn du die Brackets drin hast, wird sie es sowieso sehen, oder!? ;-) Mache ihr deutlich, wie wichtig dir die Behandlung ist! Sage ihr auch, dass du schon lange darunter leidest, und du froh bist, jetzt endlich den richtigen Weg zu gehen und dass du froh darüber wärst, wenn sie dich unterstützen würde.....

VLG Anna

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Also meine Eltern haben es unterstützt.

Meine Mutter sah zwar in der OP ein Risiko, aber letztlich hatte Sie eingesehen das es mit den Zähnen so nicht richtig war.

Vorwürfe machen ich meinen Eltern keine, das Sie es nicht als Kind behandeln liessen. Sie wussten es halt nicht, und ihnen hat es niemand gesagt.

Vorallem nicht der ZA. Auf den bin ich richtig sauer (Die Familie war fast 20 Jahre dort in Behandlung). Aber letztlich ist es doch noch auf die Reihe gebracht worden...

Du tust das ganze für Dich, nicht für Deine Umwelt. Auch wenn diese es nicht nachvollziehen können, erkläre Deiner Mutter halt. Und es gab bestimmt schon andere Entscheidungen in Deinem Leben, welche Deine Eltern nicht mitgetragen haben / gut fanden...

Und immer mehr Menschen lassen sich behandeln, weil Sie einsehen, das Sie gesundheitliche Problem wegen der Zähne haben...

Das wird schon werden.

gruss

michael

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Hallo.

Also, ich habe es, nachdem für mich definitiv fest stand, dass ich was machen lasse, fast als erstes meinen Eltern erzählt. Meine Mutter findet das auch gut und hat mich auch darin bestärkt. Bei der OP war sie zwar auch erst skeptisch, als ich ihr die Risiken aufgezählt habe, aber da wir eine gemeinsame Bekannte haben, die das alles schon hinter sich hat, konnte sie sich doch damit anfreunden.

Früher habe ich auch immer gedacht, hätten meine Eltern besser aufgepasst, wären meine Zähne heute schön gerade und ich müsste mich nicht mehr daran ärgern. Aber mittlerweile habe ich hier bei so vielen gelesen, dass sie bereits als Kind eine Spange getragen haben und jetzt wieder von vorne anfangen müssen. Deshalb bin ich eigentlich froh darüber, dass in meiner Kindheit nichts gemacht wurde, denn einen 2. Versuch mit Anfang 30 hätte ich persönlich nicht angefangen. Aber ich bewundere alle, die das durchziehen.

Des weiteren kann ich mich Suppentrine nur anschließen: Menschen, die dir nahe stehen, bemerken die Fehlstellung meist gar nicht oder stören sich nicht daran. Das gehört einfach zu dir bzw. das bist du. Wie oft habe ich den Satz "Aber so schief sind deine Zähne doch gar nicht" gehört. Leider weiß ich es besser und bin echt froh, dass sich das jetzt endlich ändert.

Gruß

Minimi

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Schon komisch, dass wir im gestandenen Alter von 40+ solche "Probleme" mit unseren Müttern haben. Ich kenne das zu Genüge, dass einige unserer Aktivitäten quasi als stiller Vorwurf interpretiert werden.

Größte Schandtat bei mir war es die Entscheidung für ein 2. Kind (ich bin Einzelkind). Effekt war die Frage: "hattest du keine schöne Kindheit".

Mein Rat. Bring's hinter dich und "beichte" Dein Vergehen ;-)! Schlussendlich wurde mir immer verziehen ;-)

Liebe Grüße

Bracket

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Hi,

die Vorwürfe an die Eltern sind nachvollziehbar (kenne ich selbst) , aber führen leider überhaupt nicht weiter. Der Zug ist abgefahren.

Deswegen lautet meine Lösung: Sich selbst für die Korrektur (oder dagegen) entscheiden und erst danach (am besten erst wenn man sich richtig sicher ist, noch besser wenn die Brackets drin sind) die Leute konfrontieren.

Wen hat es zu interessieren, was du mit dir und deinen Zähnen machst? (mal abgesehen vom Arbeitgeber )

Die Sache mit den Vorwürfen versuchen gar nicht zu äußern (mir ist es nicht gelungen). Nach der Behandlung ist das Problem beseitigt und man kann das ganze hoffentlich vergessen. Solche Vorwürfe führen nur zu Spannungen und können dich dann lange verfolgen. Deshalb: Belastungstendenzen vermeiden!!

Zumal wie in den vorherigen Beiträgen angeklungen, die Eltern selbst keine Ahnung von diesen Themen haben (hatten) und daher auch Fehlstellungen an ihren Kinder nicht wahrnehmen. Heute könnte man dagegen m.E. höhere Sorgfaltsanforderungen an die Eltern stellen, Zahnspangen sind bei Kindern und Jugendlichen heute selbstverständlich.

Wenn du dich jetzt von den Eltern bequatschen lässt, wirst du es sicher irgendwann bereuen und dann haben deine Eltern dein ordentliches Gebiss zum zweiten mal (nach subjektiven Empfinden) vereitelt.

Einfach kein großes Thema daraus machen, die meisten, auch die Eltern, interessiert es weniger als man glaubt. Es ist nur eine Zahnspange.

grüße Peter

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Heute könnte man dagegen m.E. höhere Sorgfaltsanforderungen an die Eltern stellen

das würde nicht funktionieren, weil das nicht zu jedem vordringen würde! So eine große Öffentlichkeitsarbeit zur Zahn-/Kieferprävention würde nicht oder nur unzureichend funktionieren!

Besser wäre es, einzuführen, dass der Zahnarzt UND unbedingt auch der Kieferorthopäde ein paar mal -zu vorgeschriebener Zeit- in die Schulen kommen und die Kinder einmal durchchecken würde! Ich denke, so eine Maßnahme würde vieles verhindern können!

Die Schule wäre das perfekte Mittel zum Zweck, da ja alle Kinder schulpflichtig sind und niemand würde durch das Raster durchfallen...... sogar die sozial schwachen Kinder würden diese Option erhalten. Und gerade auch in zahnmedizinischer Hinsicht wäre das sehr dringend anzuraten! (Inwieweit das mittlerweile auch so ist, kann ich leider nicht sagen, aber als ich damals noch in der Schule war, und das ist noch garnicht soooo lange her, gabs keinen Schulzahnarzt, geschweige denn Schulkieferorthopäde).....

Natürlich müssten die Kieferorthopäden dann auch besser ausgebildet sein, als sie es zum jetzigen Zeitpunkt leider noch (nicht genug) sind......

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das würde nicht funktionieren, weil das nicht zu jedem vordringen würde! So eine große Öffentlichkeitsarbeit zur Zahn-/Kieferprävention würde nicht oder nur unzureichend funktionieren!

Besser wäre es, einzuführen, dass der Zahnarzt UND unbedingt auch der Kieferorthopäde ein paar mal -zu vorgeschriebener Zeit- in die Schulen kommen und die Kinder einmal durchchecken würde! Ich denke, so eine Maßnahme würde vieles verhindern können!

Die Schule wäre das perfekte Mittel zum Zweck, da ja alle Kinder schulpflichtig sind und niemand würde durch das Raster durchfallen...... sogar die sozial schwachen Kinder würden diese Option erhalten. Und gerade auch in zahnmedizinischer Hinsicht wäre das sehr dringend anzuraten! (Inwieweit das mittlerweile auch so ist, kann ich leider nicht sagen, aber als ich damals noch in der Schule war, und das ist noch garnicht soooo lange her, gabs keinen Schulzahnarzt, geschweige denn Schulkieferorthopäde).....

Natürlich müssten die Kieferorthopäden dann auch besser ausgebildet sein, als sie es zum jetzigen Zeitpunkt leider noch (nicht genug) sind......

hallo,

bei meiner tochter in der schule wurden zahnärztlich untersuchungen gemacht... kann mich erinnern, das ich sehr früh darauf hingewiesen worden bin, meine tochter beim kfo vorzustellen. was ich auch getan habe. bin leider an den falschen kfo mit meiner tochter geraten... der ließ ihr drei zähne ziehen und nach 5 jähriger beh. kam heraus, das nur noch eine uk-vv was bringen würde...

auch so kann es gehen...

lg schnattchen

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Ich meinte das mit den höheren Sorgfaltsanforderungen auf persönlicher Ebene.

Wer heutzutage sein Kind nicht mal routinemäßig zum Kfo schickt, dem kann man das später als Jugendlicher /Erwachsener mit Fehlstellung meiner Meinung zu Recht vorhalten.

Früher war das mE noch etwas anders. Da war der Kfo noch nicht so eine Institution, die wenigsten Laien hatten Ahnung von sowas.

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Hi "ichlachenurungern",

schade, dass du dich nicht traust, ein Bild hier ins Forum zu geben, aber auch verständlich. Ich habe bisher auch kein Bild von mir hineingestellt, welches mich vor meiner GNE - OP zeigt. Erst vor kurzem habe ich das getan.

Ich würde jedenfalls nur den Menschen in deinem Umfeld davon berichten, wo du dir völlig sicher bist, dass du es willst, dass sie es erfahren; egal ob das deine Eltern, Freunde, Arbeitskollegen oder Bekannte sind.

Meiner Mutter habe ich es mitgeteilt und sie wollte es mir ausreden, aber ohne Erfolg. Ich habe es ihr nämlich mitgeteilt, nachdem ich die Behandlung bereits konkret angegangen bin.

Ausserdem ist bei mir die ganze Kiefer-Sache ein MUSS, und nicht, weil ich so verrückt bin wie etwa ein Hollywoodstar wie Michel Douglas, der sein Gesicht aufgrund seiner Altersfalten strafft.

Wenn ich keine Fehlstörungen hätte, hätte ich mich gegen diese ganze Sache entscheiden.

Für dein Vorhaben wünsche ich (41Jahre alt) Dir viel Glück.

lg, janine67

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Ich habe bei einem Weihnachtsmarktbesuch mit drei Freunden (m und w) gesprochen. Die fanden es mutig in meinem Alter ( 28 ) und haben alle selbst kleine bis große Probleme mit den Zähnen und deren Stellungen. Und bei der Gelegenheit haben mir zwei berichtet, dass sie es eigentlich auch gern korrigieren würden, sich nur nicht trauen oder Angst vor den Kosten haben.

Das hat mich darin bestärkt, dass eine Behandlung im Erwachsenenalter vor allem Mut beweist und man sich nicht schämen muss. Im Alltag sieht man ununterbrochen Menschen, denen eine Behandlung auch gut tun würde. Vielleicht kann man somit andere motivieren und ich bin mir sicher, die Wenigsten werde blöde Kommentare hören. Dazu sind die Probleme zu verbreitet.

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Ja das stimmt, ich bin auch 29 Jahre und gehe diesen Weg, aber ich habe sehr lange gebraucht, den Schritt auch wirklich zu machen.

Auch im Bekanntenkreis gab es einige die mir davon abgeraten haben, klar wenn man das so hört was alles gemacht werden muss, die OP ist nicht ohne und man sollte es sich auch gut überlegen.

Ich denke das viele die dieses Problem nicht habe auch nicht Fragen kannst, was Richtig oder Falsch ist, denn sie wissen nicht wirklich was in einem vorgeht und auch über das ganze Verfahren wissen sie nichts, dann frag ich doch lieber Leute die das alles schon hintersich gebracht haben und die haben doch zu einer sehr hohnen %- Zahl ihre Entscheidung nicht bereut und können uns die noch am Anfang sind Mut machen. :-P

:P DANKE DAFÜR AN ALLE DIE UNS AN IHRE ERFAHRUNGEN TEIL HABEN LASSEN.:P

Gruß: Diana !

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Hallo ichlachenurungern ,

ich habe mich auch mit 40+ dazu durchringen müssen meine Zähne richten zu lassen und stehe jetzt kurz vor der OP . Meine Mutter hat das super aufgenommen und aus meinem direkten Umfeld hatte ich durchweg positive Resonanz . Nur meine Tochter (damals 12) fand das zunächst etwas peinlich .

Das dauerte aber nur ganz kurze Zeit . Inzwischen haben wir " Partnerlook " , denn sie hat seit 6 Monaten auch eine feste Zahnspange .

Das einzige , was mich ärgert , ist dass ich es so lange aufgeschoben habe !

LG Ostseeperle

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Also bei mir war es so dass ich mir auch immer die Schuld gegeben hab weil ich nicht fleißig genug die Spange getragen hab. Als ich jetzt beim nem neuen Kfo war, hat dieser gesagt, dass man meinen zu großen UK nur mit einer OP beheben kann oder hätte können. Meine damalig Kfo hat mir nie soetwas erzählt...deshalb richtet sich meine Wut eigentlich nur auf meine alte Kfo die soeiniges versaut hat. Auch wie sie mit mir umgegangen ist war unter aller Kanone. Ich bin jetzt 22 und habe gestern meine Spange bekommen, leider aber auch erst gestern dieses Forum hier entdeckt. Großes Lob und ich wünsche allen viel Kraft die diesen Weg gehen.

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Hi,

ich muss zugeben, dass es mich auch sehr viel Überwindung gekostet hat. Ich habe als die Diagnose kam eine ziemlich schwierige Zeit durchgemacht (Trennung nach einer langjährigen Beziehung wg. Fremdgehen, dadurch teilweise Freundeskreisverlust, Akzeptanzschwierigkeiten durch die Eltern, Studiumskrise etc.) und ich dachte, meine Welt könnte nicht noch mehr zusammenbrechen...bis ich gehört habe, was mir als nächstes bevorsteht.

Ich wurde in Bad Homburg gebeten, ein Formular auszufüllen, über meine Wünsche bzgl. der OP...da waren unter anderem Fragen, ob ich den noch etwas anderes an mir ändern würde (aus ästhetischen Gesichtspunkten)...und da wurde mir klar, wie froh man eigentlich sein kann, wenn man gesund ist. In dem Moment wo ich die Wahl hatte, etwas zu ändern, wollte ich es nicht (mehr). Ich war auf einmal glücklich mit dem was ich hatte und dachte mir, wenn ich es mache, dann nur wegen meiner Gesundheit. Mut gefasst habe ich durch das 2 1/2 stündige Gespräch mit dem Bad Homburger Kieferchirugen, der mit alles ganz genau erklärte, inkl. Risiken.

Als ich dann so weit war, dass ich mich für die Behandlung entschlossen hatte (nach der Analyse bei meiner Kieferorthopädin) kam allerdings erneut etwas dazwischen. Während einem Aufenthalt in Kenia im September 2007 habe ich meinen jetzigen Freund kennengelernt. Das Einsetzen der Zahnspange war für November 2007 vorgesehen. Naja, was würdet ihr machen, ihr verliebt euch Hals über Kopf, entscheidet euch für eine Fernbeziehung (mit absehbarem Ende)....soll man da gleich seinem Neuen sagen, hey, übringens, ich krieg bald ne Zahnspange und muss operiert werden??? Ich habs einfach nicht übers Herz gebracht. Weihnachten 2007 wollte ich mit ihm und seiner Familie (die ich noch nicht kannte) verbringen und habe mir somit überlegt, den Zahnspangen-Termin auf Januar 2008 zu verlegen, damit ich an Weihnachten die Gelgenheit habe, ihm davon zu erzählen und vor allem seine Familie ohne so eine blöde Spange kennenzulernen.

Er hat es dann sehr gut aufgenommen, worüber ich sehr froh war, weil ich tierisch Schiss hatte, es ihm zu sagen. Klar hat er auch gelacht, weil er meinte, ich sehe ja ohnehin schon sehr jung aus und dann würde ich ja noch jünger aussehen...aber er hat mich in den Arm genommen und mir gesagt, das würde ihn nicht stören. Also ein weiterer Punkt, der mich in meinem Vorhaben gestärkt hat.

Bewiesen hat er es dann, als wir uns im Februar 2008 wiedergesehen haben, diesmal mit Zahnspange. Wir trafen uns mit meinem Vater, der die Spange bis dahin auch nicht gesehen hatte und der machte sich prompt darüber lustig (vor einer ganzen Menge Leute)...von wegen Schneeketten und ob die in Kenia im Matsch auch funktionieren würden usw. Und da drehte sich mein Freund weg von meinem Vater, schaut mich an und sagt laut vor allen "ich hab dir gesagt mich stört es nicht, ich liebe dich trotzdem jeden Tag mehr" und hat mir einen riesen fetten Kuss gegeben. DA war dann auch mein Vater still :-)

Also ich denke, dass Umfeld hat schon sehr viel ausgemacht. Dumme Sprüche habe ich eigentlich auch nur von dummen Leuten bekommen, die mir ohnehin egal sind (bis auf mein Vater...). Die Mehrheit der Leute und vor allem meine Freunde sehen es als starken Schritt, sind interessiert und für mich da, wenns mal nervt. Bin froh, dass es so gekommen ist!

Liebe Grüße

Devilina

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Hey!

Also ich stehe kurz vor meiner festen Zahnspange und einer Bimax OP in den nächsten 1,5 Jahren.

Ich bin zwar noch ein bisschen jünger als Du (19), aber was ich schon oft mitbekommen habe ist, dass es meist auf Respekt und Achtung stoßt, wenn man sich zu so einem mutigen, ernsten Schritt entscheidet wie sich einer Kieferoperation zu unterziehen.

Ich hoffe so sehr dass Du Dich für diesen Schritt entscheidest und nach 2 Jahren oder so alles vorbei ist ... und Du bei lautem Lachen Deinen Mund glücklich weit öffnen wirst :-)

Viel Glück!!!

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Hi,

...Klar hat er auch gelacht, weil er meinte, ich sehe ja ohnehin schon sehr jung aus und dann würde ich ja noch jünger aussehen...aber er hat mich in den Arm genommen und mir gesagt, das würde ihn nicht stören. Also ein weiterer Punkt, der mich in meinem Vorhaben gestärkt hat....

... schaut mich an und sagt laut vor allen "ich hab dir gesagt mich stört es nicht, ich liebe dich trotzdem jeden Tag mehr" und hat mir einen riesen fetten Kuss gegeben. DA war dann auch mein Vater still :-)...

Liebe Grüße

Devilina

Hi Lachenurungern und hi Devilina, das ist ja total schön, dass deinem Freund deine Zahnspange nicht stört. Ich selbst hatte auch kurz vor Beginn der Kieferbehandlung einen sehr symphatischen Mann kennen gelernt. Anfangs schien ihm nicht meine Zahnklammer zu stören. Vor der GNE OP und die Tage danach hatte er mich auch noch total liebevoll umsorgt. Einige Tage nach der GNE OP jedoch wollte er dann Abstand und so ging ich. Er äußerte zwar bis dahin nie offen, dass ihn meine Zahnklammer stören würde,für mich jedoch war dieser Abstand ein Moment, in dem mir klar wurde, dass dieser Mann zwar sehr nett, aber wohl nichts für mich ist.

Ein paar Wochen später allerdings waren wir dann doch wieder zusammen und er äußerte endlich klar und deutlich, dass meine Zahnlücke nach der GNE schon ziemlich blöd aussah, aber großen Respekt hätte vor der Sache, nachdem ich ihm erleichtert mitteilte, dass die Zeit der Zahnlücke zum Glück vorbei ist.

Dieses Zusammensein war dann zwar sehr schön und ich habe wirklich viele Momente mit ihm genossen, doch immer wieder merkte ich, dass er wohl nicht wirklich aufrichtig mir mitteilte, was ihn störte. Stattdessen fing er an, an anderen Dingen an mir herumzumäkeln. Mein Vertrauen war dann fast auf dem Nullpunkt was ihn betriffft und mein Selbstwertgefühl ziemlich am Boden.

Letztlich stellte sich in einem Streit heraus, dass ihn meine Zahnsache stört und auch mein lautes Schlucken (das hatte ich während der Zeit meiner Gaumenzahnspange). Ab da war mir klar, dass dieser Mann nicht zu mir passt und beendete die Sache bald darauf entgültig.

Monate später trafen wir uns wieder. Er leugnete da dann, je gesagt zu haben, dass ihn meine Zahnklammer und mein Schucken stören würde. Ich fand das ziemlich mies und total feige.

Dieser Tag war für mich der absolut entscheidende Tag, nämlich mit dem Menschen besser keine dauerhafte Beziehung einzugehen und den Kontakt zu beenden.

Ich weiß bis heute nicht was schlimmer war, dass er sagte das es ihn störte oder das er es leugnete. Doch das ist egal jetzt, denn vertrauen werde ich ihm sicher niemals mehr können, egal wie meine Gefühle für ihn noch sind.

Meine Entscheidung, die Kieferbehandlung und alles was damit zusammen hängt anzugehen, habe ich bis heute -1,5 Jahre nach diesem Erlebnis mit diesem Mann und noch anderen schlimmen Erfahrungen mit meinen Mitmenschen- nie bereut.

gruss, janine67

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Hallo Ichlachenurungern,

ich dachte, nur ich hätte dieses Problem. Ich war im Mai 08 zum Beratungstermin beim KFO. Bis Dezember 08 habe ich "Angst" vor den Reaktionen meiner Eltern. Meine Eltern hätten nämlich auch gesagt: "Würde ich nicht machen". Dann bin ich einfach in 12/08 hingegangen zum KFO und habe mir Brackets reinmachen lassen (erstmal nur im Unterkiefer). Ich habe dann meine Eltern telefonisch "vorgewarnt". Als ich dann Weihnachten bei meinen Eltern war, war die Reaktion ganz anders als ich erwartet hatte. Meine Mutter sagte: "Die Mutter von der Lisa-Marie läuft auch mit einer Spange rum". Mein Vater: "Es stand vor kurzem in einer Zeitschrift, dass immer mehr Erwachsene ihre Zähne richten lassen". Also eine ganz andere Reaktion als ich erwartet hatte. Ich habe daraus gelernt, dass man sich oft selbst blockiert und sich nicht so verrückt machen darf. Wenn ich mich schlecht fühle, weil das mit der Spange nicht wirklich gut aussieht, dann sage ich immer: DAS war mein größter Wunsch und den erfülle ich mir jetzt.

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Hallo lachungern,

*** vorsicht, kritischer Beitrag, bitte nur lesen, wenn du an ernster kritik interessiert bist ***

ich bin wohl der einzige, der deine Probleme nicht wirklich nachvollziehen kann. Oder einfach nicht versteht?

Wie ich es verstanden habe, bist du selbst die einzige, die ein Problem an ihren Zähnen sieht, nicht mal der KFO kann ein ein schwerwiegendes Problem entdecken und rät dir nur zu einer Minimallösung. Funktionelle Probleme scheinst du keine zu haben, sondern nur kosmetische. Und selbst die sind für niemanden sichtbar (ausser für dich). Weiss nicht, ob ich das jetzt richtig zusammengefasst habe?

Was diesen Abschnitt deiner Probleme angeht, kann ich nur sagen, dass ich persönlich deine Entscheidung für eine Korrektur mit 41 Jahren nicht verstehen kann.

Nun kommt noch der psychologische Teil mit deiner Mutter hinzu. Du kannst deiner Mutter nicht verzeihen und achtest bei deinen Kindern auf "perfekte" Zähne. Ich bin nun jemand, der den modernen Zahnperefektionismus bei Kindern nicht teilen kann. Jedes Kind wird bei der minimalsten Fehlstellung so früh wie möglich zum KFO geschickt.

Glaubst du, dass du mit diesem Streben nach Perfektion wirklich deinen eigentlichen Probleme lösen kannst?

Ich muss gestehen, dass ich hier im Forum noch nie von einem Fall gelesen habe, der mir so ungeeignet erscheint, als indikation für einen medizinischen Eingriff.

Nun musst du selber wiessen, was du tust. Die Entscheidung treffen und die Verantwortung dafür tragen. Genau das scheinst du ja tun zu wollen, was sich aber damit beisst, dass du nicht in der Lage bist, mit deiner Mutter vernünftig darüber zu reden, als 41 jährige.

Ich weiß, meine Worte können verletzend sein, dass möchte ich nicht. ich möchte nur meine Meinung schreiben und hoffe du kannst wenigstens mir vergeben, wenn du dich jetzt unverstanden fühlst. Mir liegt einfach daran bei gewissen Auswüchsen im Streben nach Perfektion (womit man meisst psychologische Unfähigkeiten kaschieren will) Stop zu sagen. Denn der Sinn einer KFO Behandlung und der sinn dieses Forums sollte ja nicht sein so eine Art Britney Spears Fan Club aufzumachen, nach dem Motto gehts auch perfekter als perefekt und wie hoch darf der Preis dafür sein.

Also, ich glaube, dass eine Psychotherapie für dich der bessere Weg wäre, als eine Zahn/Kieferkorrektur.

Das wollte ich nur loswerden, ich respektiere natürlich, wenn du deinen Weg gehtst und wünsche dir natürlich, dass du - wie auch immer - damit Erfolg hast. Sinnlos leiden müssen soll niemand.

LG

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Ich muss gestehen, dass ich hier im Forum noch nie von einem Fall gelesen habe, der mir so ungeeignet erscheint, als indikation für einen medizinischen Eingriff.

hab ich was wichtiges verpasst? einen anderen thread?

ansonsten wirst du dir die kritik anhören müssen dass diese aussage, und dein rat zur psychotherapie, anmaßend ist.

hier im thread ist nichtmal ein foto der zahnstellung, geschweigedenn irgendwas das ein psychisches problem nahelegt.

wenn du das alles wirklich daraus schließt, dass er offensichtlich eine nette KFO hat, die ihm sagt dass es gar nicht so auffällt...dann könntest du vielleicht auch was zu den lottozahlen am samstag sagen?

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