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Anne84

Jetzt wirds ernst

Hallo,

ich habe im Frühjahr 2009 meine langersehnte Kiefer-OP und werde jetzt aber so langsam nervös und frage mich was da auf mich zukommt... aus meinem Kieferorthopäden bekomme ich nicht wirklich fakten heraus :-x

Ich habe einige Beiträge gelesen die mich etwas beunruhigen. Was hat das mit diesem Splints auf sich und wie lange muss man die tragen??? Habe davon noch nie etwas gehört das mir der Mund mit Gummis oder ähnlichem zusammen geschnürt wird... Und die interessanteste Frage für meinen Arbeitgeber ist natürlich wie lange ich ausfalle!!!! Gesagt wurde mir das ich 3-4 Wochen krank bin aber wenn ich das richtig gelesen habe reicht das definitiv nicht...

Ich würde mich über aufklärende Antworten sehr freuen.

Lg :P

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Hallo Anne,

der Kieferorthopäde wird da auch nicht so viel dazu sagen können, das kann eher dei Kieferchirurg machen denn er kümmert sich in den ersten Wochen nach der OP um Dich. Aber ein paar deiner Fragen kann ich Dir aus meiner bisherigen Erfahrung vielleicht schon beantworten:

Splint:

Was ich bisher hier im Forum gelesen habe ist die Tragedauer des Splints ziemlich unterschiedlich und hängt größtenteils vom KC ab. Von gar keinem Splint tragen bis zu 8 Wochen Splint im Mund war hier alles vorhanden. Die einen konnten den Splint rausnehmen, die anderen hatten den fest im Mund drin.

Ich hatte den Splint 4 Wochen lang fest im Mund drin. Aber nach ein paar Tagen habe ich mich daran gewöhnt gehabt und konnte damit so nach 2 Wochen auch einigermaßen verständlich, wenn auch etwas nuschelig reden. Beißen ist damit schon etwas schwieriger, aber ich durfte eh bisher nur Püriertes oder ganz Weiches essen und das ging mit dem Splint problemlos.

Verschnürung:

Auch das variiert von KC zu KC und da auch noch von Patient zu Patient. Bei meinem KC wird normalerweise der Mund in der ersten Woche komplett verdrahtet und danach mit Gummis verschnürt. Bei mir wurde jedoch in den ersten beiden Tagen nach der OP der Mund offen gelassen und dann für 5 Tage mit Gummis recht restriktiv verschnürt. Danach kamen dann 4 Gummis vom Oberkiefer zum Unterkiefer rein. Diese habe ich jetzt seit 3 Wochen drin und ich werde die auch noch weitere 4 Wochen im Mund haben. Dies ist bei den meisten operierten hier im Forum der Fall, soweit ich das gelesen habe. Aber ich kann Dich beruhigen, die Gummis stören nicht sonderlich. Man kann damit reden un dich darf die Gummis auch selber aus- und wieder einhängen. Zur Zeit habe ich auch das OK vom KC, für 2 Stunden am Tag auch ohne Gummis zu sein. Gut, die Gummis ziehen natürlich schon etwas an den Zähnen und wenn ich viel rede dann merke ich das schon (deshalb nehme ich sie bei Besuchen aus dem Mund raus). Aber das ist weit weniger schlimm als man sich das vorstellt.

Krankmeldung:

Das hängt davon ab, wie fit Du Dich fühlst und wie wichtig Dir Deine Arbeit ist :-). Ich habe meinem Arbeitgeber gleich von Anfang an gesagt, dass ich wahrscheinlich für 6 Wochen ausfallen werde. Ich habe dann noch 2 Wochen vor der OP Urlaub genommen, bin jetzt für 5 Wochen krank geschrieben worden und habe jetzt über die Feiertage noch einmal 2 Wochen frei. Aber das ist schon übertrieben. Mir sind Fälle bekannt, wo die Leute schon nach 3 Wochen wieder in die Arbeit gegangen sind. Ich hätte aber nach 3 Wochen noch nicht in die Arbeit gehen wollen, denn da sind noch Restschwellungen vorhanden und Sprechen geht da auch noch nicht so gut. Es hängt halt davon ab, was für einen Job Du hast. Ich muss ziemlich viel reden und auch manchmal zum Kunden raus und dort was präsentieren und das hätte ich nach 3 Wochen noch nicht können. Außerdem bin ich zu dieser Zeit auch immer noch recht schnell müde geworden und musste mich am Nachmittag immer wieder mal für eine Stunden hinlegen.

Mein Tipp: Wenn Du die Möglichkeit hast dann lass Dich länger krank schreiben und kurier Dich lieber zu Hause richtig aus. Das ist immer noch besser als wenn Du Dich in die Arbeit zwingst und dort noch nicht so produktiv bist, dafür aber Deine Genesung verzögerst. Das ist sowohl für Dich als auch für Deinen Arbeitgeber besser. Aber mit 4, vielleicht 5 Wochen solltest Du da schon rechnen.

Ich hoffe, ich konnte Dir hier etwas weiterhelfen.

LG

Tomtom

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Hallo,

ich stimme Tomtom in allen Punkten zu.

Ich kann nur sagen, daß ich mich nach 10 Tagen topfit gefühlt habe und überhaupt kein Bedürfnis danach hatte, zu Hause zu bleiben, also bin ich nach 2 Wochen zur Arbeit gegangen. Ich muß allerdings sagen, daß dies nur möglich ist, wenn du (zumindest zeitweise) nicht sehr viel sprechen mußt. Denn mit dem Sprechen hatte ich während meiner Splintzeit (6 Wochen) ordentliche Probleme und habe jedes Mal, wenn es wirklich wichtig war, den Splint herausgenommen. Dies hat mir der Kieferchirurg nach 3 Wochen "erlaubt" und ich habe es sehr selten praktiziert, weil ich selbst immer Angsta hatte, daß sich irgendetwas verschieben könnte, wenn ich den Splint herausnehme.

Aber körperlich fit war ich absolut nach 2 Wochen. Ich bin nach einer Woche schon 4 Stunden am Stück spazieren gewesen, nach 10 Tagen eine Stunde Fahrrad gefahren und so hat sich das ganze Leben in jeder Hinsicht schnell normalisiert. Aber ich weiß, daß es auch Leute gibt, die sich nach 6 Wochen immer noch sehr schlapp gefühlt haben. Ich habe meinem Arbeitgeber erst einmal angekündigt, daß ich für 3 Wochen ausfalle. Hätte ich mich nicht wohl gefühlt, hätte ich mich ganz sicher auch länger krankschreiben lassen. Und die Kieferchirurgen haben mir gesagt, daß im Normalfall 3-4 Wochen vorgesehen sind, daß sie aber die Krankschreibung ohne Probleme verlängern, wenn man noch nicht fit ist. Aber sie guckten auch nicht überrascht, als ich gesagt hatte, daß ich nach 2 Wochen wieder arbeiten gehen möchte.

Übrigens nur zur Info: ich hatte eine Bimax, die OP hat 4.5 Stunden gedauert und ich bin am 6. Tag post-OP entlassen worden.

Viel Glück für die OP!

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