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Suppentrine

Bimax am 20.10.2008 in Bad Homburg

73 Beiträge in diesem Thema

2 Monate nach der OP sind die Knochen angeblich wieder zusammengewachsen. Grund genug, meinen OP-Bericht zu schreiben. Der ist nach dieser Zeit allerdings ein bisschen länger. ;-)

Vorweg etwas "Statistik".

Diagnose: Dysgnathie mit seitenungleicher OK-Rücklage und UK-Vorlage, Mesialbiss, Kreuzbiss, offener Biss.

13.12.2006: Besuch beim neuen Zahnarzt. Habe ihm von meinem Kieferknacken und Zähneknirschen erzählt (seit 2000), er schickt mich zum KFO.

30.01.2007: Erstuntersuchung beim KFO. Er sagt, der UK müsse zurückgesetzt werden.

28.02.2007: Erstuntersuchung beim KC. Er sagt, UK alleine reicht nicht, der OK muss auch operiert werden.

27.06.2007: Einsetzen der Zahnspange, zunächst mit Lingualbogen am Gaumen und unter der Zunge.

28.02.2008: OP-Termin vereinbart

01.10.2008: Modell-OP

20.10.2008: Bimaxilläre Umstellungsosteotomie mit OK-VV und UK-RV.

Tags zuvor

Der 19.10.08 war ein Sonntag. Bis 14 Uhr sollte ich mich in Bad Homburg auf Station einfinden. Nach der Anmeldung und Inbeschlagnahme meines Bettes hieß es warten. Erst mal 1,5 Stunden auf einen Arzt aus der Praxis von Dr.Dr.K.. Dr. S. hat mir ein bisschen Blut abgezapft, zur Analyse falls doch eine Blutkonserve notwendig wird. Aber das wäre noch nie der Fall gewesen.

Danach habe ich noch mal 1,5 Stunden auf die Narkoseärztin gewartet, um mit ihr die Liste durchzugehen, die ich zuvor zu Hause ausgefüllt hatte.

Mein Mann hatte mich nach Bad Homburg gebracht und die Stationsschwester hat uns empfohlen, noch einmal etwas essen zu gehen. Das kann ich nur weiterempfehlen. :!:

20 Uhr war ich wieder in meinem Zimmer, eine Schwester hat das OP-Hemdchen, einen Einweg-Slip und Thrombosestrümpfe gebracht und erzählt, was ich vor der OP zu tun hätte.

Aufgeregt war ich nicht, und ich hatte auch keine Angst (außer davor, dass mir während der OP ein Zahn abbricht). Ich war eher erleichtert, dass ich die OP bald hinter mir haben würde.

Viel Zeit zum Aufregen hatte ich auch nicht, denn ich hatte das Glück, am Montag gleich die Erste (von dreien) unter dem Messer zu sein.

20.10.2008 - OP

Um 6 wurde ich geweckt, habe mich gewaschen, noch mal die Zähne geputzt, die OP-Kleidung angezogen, mich wieder ins Bett gelegt und die Beruhigungstablette genommen, die mir die Schwester gegeben hatte.

Von der Wirkung der Pille habe ich zunächst nicht viel gemerkt, aber in der OP-Schleuse war ich doch etwas benommen.

Eine Schwester hat mich so gegen 7 in meinem Bett in Richtung OP gefahren. Dort wurde ich an einen Pfleger übergeben, der mir auf die OP-Liege geholfen hat. Danach wurde ich zu einer Schwester gerollt, die mir ein Häubchen aufgesetzt und festgeklebt hat. Das letzte, was ich gesehen habe, war ein gelber Schlauch, aus dem wohl das Narkosegas gekommen ist. Es hat nicht mal 3 Sekunden gedauert, bis ich weg war.

Das nächste, was ich gesehen habe, war ein bärtiges, strahlend-lachendes Gesicht, das mich fragte, ob es mir gut geht. (Vielen Dank für diesen erfreulich Anblick! Da hatte ich gleich das Gefühl, dass alles gut gegangen ist.) Ich habe mal "Ja" gesagt, aber eigentlich hatte ich noch kein Gefühl für mein Befinden.

Das war um 12. Ich bin dann sofort wieder eingedämmert und etwa alle 2 Stunden kurz aufgewacht. Irgendwann (das kann ich zeitlich nicht mehr einordnen), kam jemand und sagte "Ich ziehe jetzt die Magensonde raus." Kaum gesagt, war das auch schon vorbei. Ich war mir des Schlauches durch die Nase gar nicht bewusst und habe auch nicht gemerkt, wie er gezogen wurde.

Der Tag auf der Intensivstation (in Bad Homburg gibt es keine spezielle Aufwachstation) war relativ schnell vorbei, die Nacht allerdings lang und anstrengend. Durch die halbsitzende Lage tat mir der Rücken weh und jedes Mal, wenn ich gerade am einschlafen war, ging das Blutdruckmessgerät los und hat mich wieder geweckt. :-(

Schmerzen hatte ich (bis auf die Rückenschmerzen) kaum. Auch der Mund tat nicht weh, nur die Zähne durch die elektrische Kältemaske. Dass man die Temperatur erhöhen kann, habe ich nicht gewusst. Das habe ich erst in meinem Zimmer gesehen. 2°C mehr haben schon geholfen.

Generell habe ich mich gut aufgehoben gefühlt. Ab und zu kam eine Schwester vorbei, hat sich nach dem Befinden erkundigt, großzügig Schmerzmittel angeboten und etwas gegen die Schwellung gespritzt.

Mit mir im Zimmer lag die junge Frau, die nach mir operiert worden war. Ihr ging es leider nicht so gut wie mir. Während der OP war zu viel Blut in den Magen gelaufen, ihr war übel und sie musste sich auch übergeben.

21.10.2008 - Tag 2

Die lange Nacht war gegen 7 Uhr zu Ende. Ich bekam eine Waschschüssel und ein frisches OP-Hemd, die Kältemaske wurde abgenommen und die Dränagen vom Bett losgemacht, sodass ich aufstehen und mich bewegen konnte.

Es hat dann noch etwa 2 Stunden gedauert, bis ich wieder in mein Zimmer gerollt wurde. Dort konnte ich meine eigenen Sachen anziehen und die Behälter am Ende der Saugdränagen an meinem T-Shirt befestigen und so mit mir herumtragen.

Mittags gab es eine riesige Portion Brei, die ich mir mit Hilfe einer 25-ml-Spritze in die Backen spritzen konnte. 25 ml sind nicht gerade viel und die Prozedur war so umständlich, dass ich lieber aufs Essen verzichtet habe.

In der Mitte des OK und des UK hatte ich kleine Schrauben mit einem Bändchen dazwischen. An Nachmittag kam Dr. Dr. K. und hat das Bändchen durchgeschnitten, damit ich den Mund wieder aufmachen konnte (soweit möglich).

22.10.2008 - Tag 3

:P Gleich am Morgen kam Dr. P. und hat mich von den Dränagen befreit. Die Bändchen durchschneiden, kurz ziehen und "Flutsch" waren die Schläuche draußen. Das habe ich kaum gemerkt. Danach konnte ich schon ein bisschen die Zähne putzen. Ohne die Dränagen ging auch das Essen und Trinken viel besser; mit einem kleinen Plastelöffelchen aber ohne die Spritzen.

Gleich um 9 wurde ich in die Physiotherapeutische Praxis im Keller der Klinik geschickt. Dort habe ich eine Gesichtsmassage bekommen. Das war großartig und die Rettung des Tages!

Die Physiotherapeutin hat empfohlen, mich zu bewegen, damit der Kreislauf in Schwung kommt und die Lymphen arbeiten können. Tag 3 und Tag 4 habe ich also damit verbracht 1,5 Stunden zu lesen (und dabei das Gesicht zu kühlen), dann einpaar Mal das Treppenhaus hoch und runter zu steigen, 1,5 Stunden zu lesen usw.

23.10.2008 - Tag 4

Um 9 hatte ich wieder eine tolle Massage und um 11 durfte ich vom Krankenhaus zur Praxis von Dr. Dr. K. gehen. (Die ist gleich um die Ecke.)

In der Praxis wurde ein Röntgenbild gemacht und ein Kollege von Dr. Dr. K. hat mit einem Schraubenzieher die Schrauben in der Mitte des OK und des UK rausgedreht. Auch das habe ich kaum gemerkt.

Dann eben lesen, Gesicht kühlen und Treppensteigen.

24.10.2008 - Tag 5

Der Tag meiner Entlassung. Am Morgen kam noch mal ein Kollege von Dr. Dr. K. und hat mir gezeigt, wie ich die Gummis zwischen OK und UK einzuhängen habe. Er sagte, den Splint müsse ich nicht mehr tragen, solle ihn aber mit zum KFO nehmen.

(Ich habe 10 Wochen vor der OP eine lose "Zentrikschiene" getragen, durch die die Muskeln auf den späteren Biss eingestellt werden sollten. Das hat mir vielleicht das Tragen des Splints größtenteils erspart.)

Um 10 konnte ich nach Hause fahren.

Woche 2

Ich war noch eine Woche zu Hause.

Leider haben die Antibiotika nicht nur die bösen Bakterien und Viren gekillt, sondern auch die Darmflora. :87: Ich war ungelogen mindestens 25 Mal am Tag auf Toilette. Ein paar Coli-Bakterien (Mutaflor) vom Hausarzt haben das aber schnell behoben.

Der KFO hat beim ersten Kontrolltermin die Gummis umgehängt und empfohlen, den Splint so oft wie möglich zu tragen. Da war die Verwirrung natürlich groß. Zwischen "Den Splint brauchen sie nicht" und "Jetzt kommt es darauf an, wie fleißig sie den Splint tragen" liegt doch ein kleiner Unterschied.

In der zweiten Woche hatte ich hauptsächlich Angst, dass sich im Mund irgendetwas entzündet. Das ist aber nicht passiert. Die Schwellung ist nur noch wenig zurückgegangen, ich hatte noch Nasenbluten (während der OP läuft Blut in die Nebenhöhlen und will wieder raus), die Kiefergelenke und die Zähne haben weh getan, Mund und Kinn gekrippelt.

Aber es gab auch jeden Tag kleine Fortschritte, z.B. beim Zähneputzen oder Zunge-rausstecken und ich habe mich eigentlich ganz fit gefühlt.

Woche 3 und 4

2 Wochen nach der OP bin ich wieder arbeiten gegangen. Ich habe einen Computer-Job, da war das meistens auszuhalten.

Das Empfinden in den Zähnen ist zurückgekommen und ich musste feststellen, dass die Zähne, die während der OP abgeschliffen wurden, schmerzempfindlich sind.

Die Fäden im Mund haben gepiekst, Kiefergelenke, Mund und Lippen haben noch weh getan. Aber ich konnte schon viel mehr reden und auch schon Fischstäbchen-Matsch essen :P

Für Verwirrung haben in der 3. und 4. Woche die Gummis gesorgt. Der KC hat gesagt, ich soll sie rausnehmen, weil sich sonst der Biss wieder öffnen könnte. Das hab ich an den KFO weitergetragen. Der hat die Gummis vorsorglich von hinten nach vorn umgehängt. Durch den Gummizug ist eines der Backets abgegangen. Beim Wiederankleben haben sich die anderen Brackets nicht öffnen lassen, die UK-Spange wurde rausgenommen, einen Tag später eine neue (mit anderen Brackets) eingeklebt - und abends war dann auch gleich wieder eines der neuen Brackets ab. Das hat irgendwie nicht gerade zum Wohlbefinden beigetragen. :607:

Aber ansonsten haben nach 4 Wochen die Kiefergelenke nicht mehr wehgetan und die rechte Gesichtshälfte, die bis dahin taub war, hat wieder Gefühl bekommen. Das Nasenbluten war auch vorbei. Den Splint brauchte ich nach 4 Wochen auch aus Sicht des KFO nicht mehr tragen.

Woche 5 und 6

Durch das Umhängen der Gummis nach vorn hat es mir innerhalb einer Woche den OK so weit runtergezogen, dass ich fast auf die Brackets im UK gebissen habe. Ob das jetzt gut oder schlecht ist, konnte ich nicht wirklich einschätzen. Ich habe die Gummis 4 Tage vor meinem nächsten KFO-Termin dann einfach rausgenommen. Ohne die Gummis hat sich auch nichts mehr verändert. Der KFO war auch nicht begeistert von dem Ergebnis und hat die Gummis wieder umgehängt, innerhalb von 3 Tagen war alles wieder in Ordnung. Bei dem Termin habe ich auch gleich einen neuen, dünneren Bogen in die OK-Spange bekomme. Das war eine Befreiung: Lachen ohne Gepiekse in den Backen. :lol:

Die Nähte hatten sich nach 4-5 Wochen aufgelöst. Zweimal habe ich mir selbst ein längeres, freihängendes Stück abgeschnitten, der Rest ist wohl zerfallen. (Beim Zähneputzen hatte ich manchmal ein paar Fadenstückchen auf der Zahnbürste. Wenn man die zwischen den Fingern reibt, zerbröseln sie.)

Die Schmerzempfindlichkeit der Zähne ist innerhalb von 2 Wochen relativ schnell zurückgegangen. Ich habe kräftig Elmex Gelee drauf geschmiert und vermeide es, säurehaltige Sachen zu essen oder zu trinken. (Heiße Zitrone oder ein Gläschen Wein hatten sich als besonders fatal erwiesen.)

nach Woche 7

Nach der 7. Woche waren die OP-Folgen weitgehend ausgestanden.

Zusammenfassend kann ich 2 Monate nach der OP sagen, dass die Tage im Krankenhaus am schlimmsten waren. Ich denke, im KH fühlt man sich immer kranker als man tatsächlich ist. Am besten, man lässt sich ganz oft besuchen, da kommt man auf andere Gedanken.

Die ersten 6,5 Wochen habe ich ein bisschen gelitten, allerdings eher psychisch als körperlich. Ich habe ständig irgendwelche Sorgen gemacht (Splint, Gummis, Brackets, Zahnpflege ...), aber wenn ich andere Beiträge hier im Forum lese, scheint das nach der OP bei vielen so zu sein.

Ich schreibe oben ab und zu mal, ich hatte Schmerzen oder dies-und-das hat weh getan. Das heißt nicht, dass ich ständig hätte schreien können vor Schmerz. Aber ich habe schon gemerkt, dass an mir etwas gemacht wurde, das verheilen muss. Ich muss auch sagen, wenn ich generell entspannt war, habe ich meist gar nichts gemerkt. Nur bei Stress auf Arbeit oder zu wenig Schlaf ist es schlimmer geworden.

Schwellungen habe ich nur noch morgens, aber die gehen innerhalb von 2 Stunden weg.

Für mein neues Gebiss habe ich noch kein richtiges Gefühl. Ich denke, das liegt daran, dass sich durch die Gummis immer noch viel verändert; es fühlt sich jeden zweiten Tag anders an.

Auf der rechten Seite habe ich zwischen den Backenzähnen des OK und denen des UK eine etwa 3-4 mm große Lücke, die sich noch schließen muss. Ich stelle mich mal drauf ein, dass das Ganze noch etwas länger dauert - aber das wird schon!

Ich wünsche allen, die in den nächsten Tagen unters Messer kommen viel Glück für die OP und allen anderen entspannte Weihnachtsfeiertage und alles Gute fürs nächste Jahr!

VG. Margret

Zum Schluss noch ein paar Bilder:

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Herzlichen Glückwunsch zur überstandenen OP und den ersten etwas härteren Wochen. Scheint sich ja jetzt nach knapp 2 Monaten alles wieder allmählich zu normalisieren.

Viele Grüße

Mois

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Herzlichen Glückwunsch zur erfolgreich überstandenen OP.

Ich muss sagen das ich die Leute, also auch dich bewunder die sich trauen einen solchen Schritt zu wagen!

So wie ich gelesen habe bekommt also fast jeder so eine Magensonde oder Drainage-Schläuche? :?

Ich wünsche dir alles Gute für den weiteren Heilungsverlauf!!

lg

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Danke schön für die Glückwünsche!

@pepe: Ja, um Magensonde und Dränage kommt man nicht drum rum. Aber wie die Magensonde eingeführt wird, bekommt man zum Glück nicht mehr mit. Dass die nach der OP noch drin war, habe ich gar nicht gemerkt. Hatte auch keine Probleme beim Atmen oder Schlucken. Und das Rausziehen ging auch so schnell, dass ich das gar nicht richtig realisiert habe.

Die Dränagen, na ja, die muss man eben ertragen. 2 Tage geht das schon.

Euch auch alles Gute und viele Grüße.

Margret

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Bei mir musste die Magensonde erneuert werden, ich sag euch das ist total ecklig wenn sie einem den schlauch in die Nase schieben.

alles gute zur überstanden OP.

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Hey,

wenn ich so überlege, hatte ich einen Schlauch in der Nase, den die Schwester auf Intensiv dann entfernt. War ein sehr unangenehmes Gefühl, als sie den Schlauch rausgezogen hat. BIs dahin hatte ich Schuckbeschwerden.

Evtl. hatte ich doch ne Magensonde? Dacht eher nein. :confused:

Viele Grüße

Mois

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Puh also Respekt an die, die sich schon getraut haben und alles gute für die die es noch vor sich haben. Aber wenn ich das höre graut es mir ja. Könnte mir nicht vorstellen so ne Magensonde und Drainage-Schläuche freiwillig zu haben! :-D

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@ suppentrine: Herzlichen Glückwunsch zur überstandenen OP! Ich freu mich voll für dich, dass du alles gut überstanden hast und wünsch dir alles Liebe fürs neue Jahr!

@ pepe: Alles halb so wild! Mach dir keinen Kopf, die Sonde ziehen dauert maximal 3 Sekunden, das Legen ist zwar ein bissel komisch, aber geht auch schnell vorbei. Immer schön Kinn auf die Brust drücken und schlucken, dann ist die Sonde im Nu gelegt. Und die anderen Schläuche kriegst du gar nicht mit, die legen sie während der Narkose. Du packst das schon, so es denn bei dir soweit kommen sollte, da bin ich mir sicher!

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Es geht auch ohne die Magensonde, aber man muß dann mit einem unglaublichen Hunger kämpfen. Ich habe direkt nach dem Aufwachen wegen der Magensonde dermaßen gewürgt, daß sie gezogen werden mußte. Ich hätte sie mir im Zweifelsfall selbst gezogen;-) Bei mir ging es wirklich nicht und ich war froh, daß die Ärzte verständnisvoll genug waren und diese entfernt haben. Es ist natürlich viel angenehmer ohne, aber spätestens am zweiten Tag "stirbt" man vor Hunger, weil man ausschließlich Brühe und Tee trinken kann (durch den Splint und die Verdrahtung kommt nichts anderes durch). Man kann sich nicht vorstellen, wie sehr man sich dann über ein Milchshake oder eine richtige Suppe nach einer Woche freuen kann (Verdrahtung weg)... Für mich persönlich war es die bessere Entscheidung, ohne die Magensonde eine Woche zu hungern als dieses unerträgliche Würgen.

Es gibt aber auch viele Leute- je nach Operationsverfahren-, die sofort etwas Sättigendes trinken können, da sie entweder nicht verdrahtet werden oder keinen SPlint tragen.

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... Es ist wirklich unglaublich, wie unterschiedlich die "Magensonde-Erfahrungen" sind: von "nix gemerkt" bei mir bis zu "Würgen und Hunger" bei Julia!

Das liegt sicher am OP-Verfahren. Nach Julias Bericht bin ich wirklich froh, dass ich minimalinvasiv operiert wurde und am 2. Tag nach der OP schon wieder "selbstständig" war . Eine Woche Ernährung über die Magensonde ist mit Sicherheit nicht lustig!

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@ Sillepenata

Ihr seid alle ganz schön mutig aber dafür muss man ja sagen wenn man irgendwann einmal alles überstanden hat, bekommt man ja eine ganz andere Lebensqualität!

Ich weis es ist ne blöde Frage aber wo liegen die anderen Schläuche? Ich kenn das nur durch den Mund oder Nase zur Beatmung.

@ Julia

Ohne Magensonde hat man mehr Hunger?

Ich glaube für mich ist das nichts ;-) Kippe regelmäßig beim Blutabnehmen um. Wenn ich sowas machen lasse was passiert denn dann, dann falle ich ins Koma ;-)

@ Suppentrine

Wünsche dir das deine Schwellungen schnell vorbei gehen!

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Ich hatte während der OP wohl einen Nasenschlauch zum beatmen drin. Als ich aufgewacht bin, lag nur noch eine sehr dicke Magensonde zum Absaugen des Bluts, das bei der OP in den Magen läuft. Hört sich eklig an, aber ich hab gar nix mitbekommen und bei mir musste Gott sei Dank auch nicht viel abgesaugt werden, weil es wohl kaum geblutet hat. Sie hat leicht beim Schlucken gestört, aber da ich eh viel gepennt hab, hab ich fast nix davon gemerkt. Die Sonde wurde morgens gezogen und dann kam eine dünne Magensonde rein. Das dauert auch nur ganz kurz, man muss den Kopf auf die Brust legen und schlucken. Fühlt sich etwas komisch an, aber ist gleich vorbei. Die Sonde selbst merkt man fast gar nicht wenn sie erst drin ist (oder zumindest ich hab sie nicht gemerkt, im Gegensatz zur armen Julia), da wird dann die künstliche Ernährung drüber zugeführt.

Und dann hatte ich bis zum Morgen nach der OP noch zwei dünne Wundschläuche im Mund, damit Wundwasser und Blut, welches sich eventuell noch von den Nähten absondert, abgefangen werden kann. Die waren mit zwei Stichen festgenäht, die dann am Morgen nach dem Eingriff durchtrennt wurden. Merkt man aber nix von. Das Ziehen fühlt sich die Sekunde die es dauert komisch an, aber weh hat's nicht getan, zumindest nicht bei mir. Guck mal in meinen Bildern, da sieht man die Schläuche ganz gut drauf.

P. S.: Ich hatte was die Magensonde angeht keine Wahl - ich durfte erst eine knappe Woche nach dem Eingriff wieder Nahrung in Suppenform über den Mund zuführen, ich vermute, damit die Wunden nicht verschmutzen. Ich fand das Sondenessen zwar nicht sonderlich schmackhaft - man schmeckt doch leicht was, auch wenn es direkt in den Magen gelangt, keine Ahnung warum - aber ich glaub ohne das Zeug hätte ich die Zeit so ganz ohne Essen nicht überstanden.

LG und Kopf hoch, wird sicher nicht so schlimm, wie man es sich vorher ausmalt! :)

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15 Wochen nach der OP berichte ich mal, wie's mir so ergangen ist. Es gibt ein paar Hochs und ein paar Tiefs - sowohl an den Zähnen (durch kleine Extrusionsstufen im Bogen) als auch psychisch. Ich fange mal mit den Tiefs an, damit ich zum Ende hin besser werden kann.

Mein KFO, der vor der OP ziemlich begeistert von seiner Arbeit an meinem Gebiss war, runzelt nur noch die Stirn.

Heute wurden mir wieder stärkere Bögen verpasst, nachdem ich 9 Wochen lang ganz dünne in der Spange hatte. Die 5 Gummis soll ich auch weiterhin einhängen.

Seine Prognose für Spange raus hat er inzwischen von 4 bis 6 Monate nach der OP auf 9 bis 12 Monate korrigiert. Vorerst. :-(

Ich weiß, dass es nicht ungewöhnlich ist, die Spange auch noch 1 Jahr nach der OP zu tragen, aber es ist sooo deprimierend, dass sich die Behandlung weiter in die Länge zieht und das Licht am Ende des Tunnels immer noch außer Reichweite ist.

Zum Nach-OP-Zustand hat sich an meinem Gebiss einiges geändert:

Direkt nach der OP hatten meine Zähne an genau einer Stelle Kontakt (an den linken 3ern). Zwischen OK und UK im rechten Backenzahnbereich war die Lücke sogar 4 mm groß. Da hat sich auch lange nichts getan. Erst als nach ca. 11 Wochen die Mundhöhle so weit abgeschwollen war, dass ich auch an den rechten 7er einen Gummi hängen konnte, hat sie angefangen sich zu schließen. Insgesamt ist der Kieferschluss aber immer noch alles andere als optimal. Leider merke ich das auch, z.B. knallen mir die Zähne beim Treppensteigen unangenehm aufeinander.

Durch die Gummis sind ist der UK sichtbar gewandert. Die Mittellinie hat sich vom 1 mm links versetzt nach 1 mm rechts versetzt verschoben, der Überbiss der Schneidezähne hat sich von 1 mm auf 4 mm erhöht. Dadurch dass die Kiefer hinten zusammengezogen werden, habe ich vorn wieder einen "tendenziell offenen Biss". Was ich davon halten soll, weiß ich auch nicht. Es bleibt mal wieder nur, Vertrauen zu haben. :?

Aber wie versprochen das Gute zum Schluss:

Der Grund eine Behandlung anzufangen war für mich ein ziemlich heftiges Kiefergelenksknacken. Seit der OP hat es nicht mehr geknackt. :-D Zwar geht mein Mund immer noch nicht sehr weit auf (25 mm), aber ich habe langsam die Hoffnung, das Knacken könnte entgültig Geschichte sein.

Über die optischen Auswirkungen der Bimax habe ich mir im Vorfeld eigentlich keine Gedanken gemacht, weil es in meinem Leben ziemlich egal ist, wie ich aussehe. Allerdings sah mein Lachen durch das schiefe Kinn (sieht man oben im vorher_nachher_Bissfoto) immer aus wie ein gehässiges Grinsen. Um zu vermeiden, dass dieses gehässiges Grinsen so beim Gegenüber ankommt, habe ich immer nur leicht gelächelt statt gelacht.

Jetzt sieht mein Lachen ganz normal aus. Dass ich es nicht mehr zurückhalten muss, gibt mir irgendwie das schöne Gefühl mehr "ich" zu sein als vor der Bimax.

Damit sage ich "Tschüss" für heute.

VG. Margret

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Auch von mir Herzlichen Glückwunsch zur überstandenen OP ich habe mir mal alles durchgelesen und freue mich das du die Tage im Krankenhaus gut überstanden hast das mit der Nachbehandlung scheind ja doch ne längere Geschichte zu sein, warst du eigentlich nochmal beim Dr. K zur Nachuntersuchung oder hat das alleine bein KFO übernommen ?

Alles gute weiter hin !

Gruß: Diana !

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Hallo,

vorab Glückwunsch für die OP und weiterhin alles Gute.

Was unternimmt jetzt Dein KC/KO gegen die 4 mm Überbiss?

Wird dies mit der Zahnspange reguliert?

War bei Dir der richtige Stand der Backenzähne wichtiger als ein Überbiss?

LG

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Vielen Danke euch beiden für die Glückwünsche!

@sherly79: Bei Dr. K. war ich 2mal zur Nachuntersuchung, habe ihn selbst aber nur einmal gesprochen. Er hat mir ein paar Hinweise mit auf den Weg gegeben, die Nachbehandlung aber ansonsten dem KFO überlassen. Ich soll mich nach 6 Monaten noch mal sehen lassen. Das ist ja schon bald. Mal gucken, was er dann sagt.

@jure: Im Grunde ist mir der Stand der Backenzähne wichtiger. Mit einem kleinen Überbiss könnte ich leben, zumal das etwas ganz Neues für mich ist. (Vor der OP stand mir der UK ein Stückchen vor.)

Der Überbiss ist allerdings auch schon wieder Geschichte. Die Bögen, die letzte Woche eingesetzt wurden, haben ihn auf 1 mm reduziert. :-o Ich staune immer wieder, wie schnell das geht und wie groß die Veränderungen sind.

Ich werde weiterhin berichten, wie sich die Sache entwickelt. Hoffe ja immer noch, dass es doch etwas schneller geht ;-). Mit der tollen Unterstützung und Anteilnahme hier im Forum wird sich die Zahnspangenzeit schon überstehen lassen!

VG. Margret

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Ach das schaffst du auch noch, denke solange wirst du die Spange dann auch nicht mehr tragen müssen,

Alles Gute weiterhin und hoffe die Zeit bis zum Abschluß der Behandlung ist nicht mehr alt solang. :-D

Gruß: Diana !

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Hallo Margret,

ich gratuliere dir auch zu deiner überstandenen OP! :-D

Habe die ganze Prozedur auch noch vor mir. :???: Hatte letztes Jahr im Oktober eine GNE-OP und am kommenden Freitag bekomme ich meine Zahnspange im OK und UK.

Wurde bei der UK-Rückverlagerung Knochen entfernt?

LG

Lenchen

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Hallo Lenchen,

wenn du eine GNE-OP hattest, bist du ja schon ein alter Hase in Sachen Kiefer-OPs ;-)! Gibt es schon einen Zeitplan für deine Bimax?

Ein Stückchen Knochen wurde bei der Rückverlagerung ganz sicher entnommen. Dr. K. hat auf seiner Homepage www.dysgnathie.de unter: Behandlungsablauf --> Operation --> Animationen ein paar hübsche/ gruselige flash-Animationen, wo man sich das angucken kann.

Alles Gute fürs Zahnspange-Kleben am Freitag und LG.

Margret

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Hi Margret,

werde dir erstmal von meiner Diagnose berichten: ich leide unter einer "echten Progenie". Mein KFO meinte nach der Erstuntersuchung, dass der UK zurückverlagert werden muss. Eine weitere Untersuchung beim KC hatte dann ergeben, dass die OP am UK evtl. nicht ausreichen wird. Sobald die Zahnbögen für die OP korrigiert sind, wird dann eine genaue Vermessung vorgenommen. Das kennst du ja auch bereits :-D Bin jetzt schon gespannt, ob es dann eine Bimax werden wird!?? Einen Zeitplan für meine zweite OP gibt es noch nicht.

Wie war das denn bei dir ... wusstest du gleich zum Anfang der Behandlung, dass es eine Bimax werden wird, oder auch erst ganz SICHER nach der entsprechenden Vermessung? :confused:

Die Homepage www.dysgnathie.de ist mir auch schon bekannt, habe mir die diversen flash-Animationen auch angesehen. Ist wirklich zum "gruseln". :neutral:

Hier im Forum hatte jemand geschrieben, dass sein UK nach "obweger dal pont" zurückverlagert werden soll. Ihm war nicht bekannt, dass ein Stück Knochen entfernt wird. Habe ihm dann auch den Tipp zur flash-Animation gegeben. :-D Das ganze Thema hat mich daher ein wenig nachdenklich gemacht. Mein KC hatte aber auch schon mal erwähnt, dass ein Teil vom Knochen entfernt wird ... wo soll der überschüssige Knochen denn auch hin ...?

LG

Lenchen

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Hallo Lenchen,

bei mir war es haargenauso wie bei dir: der KFO hat bei der Erstuntersuchung von einer UK-Rückverlagerung gesprochen, der KC meinte, UK alleine wird nicht reichen.

Als ich den OP-Termin vereinbart habe, hieß es dann wieder: "Ich trage Sie mal für eine Bimax ein, aber vielleicht machen wir doch nur einen Kiefer."

Bei solch uneindeutigen Fällen zeigt vielleicht erst die Modell-OP (2 Wochen vor der OP), wie das beste Ergebnis erreicht werden kann. Bei der Patentin, die mit mir im Aufwachraum lag, wurde sogar erst während der OP entschieden, dass nur eine Seite des UK operiert werden musste.

... da passt wohl der Spruch: "Hinterher ist man schlauer."

Ich bin neugierig, wie sich deine Zahngeschichte entwickelt. Da du heute deine Spange verpasst bekommen hast, sieht dein Gebiss morgen vielleicht schon anders aus ;-) .

Ich hoffe, du gewöhnst dich schnell an das neue Ding in deinem Mund und es tut anfangs nicht zu sehr weh.

LG. Margret

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Hallo Margret,

ich habe endlich meine Zahnspange! Die Sitzung hat gestern 2,5 Stunden gedauert, war danach ziemlich kaputt. Das Anpassen der Bänder war mal wieder die "Hölle"! :oops: Im Unterkiefer (links) wollte das Band einfach nicht zwischen die Zähne ... die Prozedur hat ziemlich weh getan. :( War echt erleichtert, als ich mit der Behandlung fertig war. :-D

Habe durch die Zahnspange ziemlich mit Druckschmerzen (besonders im UK) zu kämpfen und kann dementsprechend nicht viel essen. Hoffe, dass die Schmerzen in den nächsten Tagen wieder nachlassen. Ansonsten fühlt sich die Spange noch sehr "fremd" an. Merke auch, dass ich wunde Stellen im Munde bekomme.

Ich bin neugierig, wie sich deine Zahngeschichte entwickelt. Da du heute deine Spange verpasst bekommen hast, sieht dein Gebiss morgen vielleicht schon anders aus .

Mein vorderer Schneidezahn hat sich durch die Klammer schon verschoben, wahnsinn wie schnell das geht! Mein KFO meinte, dass ich die Spange bis zur grossen OP ca. 8 bis 12 Monate oder ggf. auch länger tragen muss. Bin gespannt, wie viel Monate es tatsächlich werden. :confused:

Geht es dir soweit ganz gut?

LG

Lenchen

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Letzte Woche war mal wieder KFO. Habe sogar ein Lob bekommen, weil ich die Gummis so fleißig getragen habe ;-).

Die Gummis darf ich jetzt tagsüber rausmachen. Jubel! :P

In 10 Tagen kann ich sie ganz weglassen, soll aber beobachten, ob der Biss an den Seiten wieder auf geht oder nicht. Das teste ich, indem ich einen kleinen Foliestreifen auf die Backenzähne lege, zubeiße und gucke, ob die Zähne die Folie festhalten oder ob ich sie rausziehen kann.

Den Mund bekomme ich inzwischen 32 mm auf.

Ich finde, der Biss passt schon ganz gut. Es ist zumindest besser als je zuvor. Habe ein paar Fotos angehängt, wie die Zähne inzwischen aussehen.

In 5 Wochen gibt es neue Bögen für den hoffentlich letzten Feinschliff.

Viele Grüße!

Margret

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