diskus0815

Schlechter Zustand nach UK-Verlagerung?? Hilfe!!

Hallo!

Wer hat Erfahrungen mit Spätfolgen nach einer UK-Vorverlagerung gemacht? Mir geht es ziemlich schlecht und ich wäre für ein paar Ratschläge sehr dankbar.

Jetzt aber erstmal zu meiner Person:

Ich bin 35 Jahre alt und im Juli 07 wurde bei mir die OP durchgeführt, die ich auch sehr gut weggesteckt habe und nicht als besonders schlimm empfunden habe. Am Anfang hatte ich ziemlich Schwierigkeiten mit meinen Muskeln im Hals und mein MKG Chirurg meinte es wäre ein Muskelfaserriss, der durch die Physiotherapie (habe drei Wochen nach OP damit angefangen) verursacht worden ist. Also machte ich damit erst einmal Pause. Inzwischen war ich weit über 100 x mal (!!!!) bei der manuellen Therapie. Über den kompletten Zeitraum beklagte ich bei der KFO und beim MKG-Chirurgen, daß ich den Mund zu wenig öffnen könne und meine Beweglichkeit im Kiefer sehr schlecht ist. Beide sagten das wäre muskulär bedingt und ich solle brav weiter Physio machen. Ich habe das auch nicht in Frage gestellt, dachte eben nach so einer OP dauert das einfach.

Im September 08 kam es dann zum Eklat. Ich merkte schon im Urlaub, daß ich öfter beim Essen vom Gelenk rutsche und schmerzhaft verhake. Das ließ sich aushalten bis es mir dann relativ spontan extrem schlecht ging. Mein Mund ging nur noch einen Finger breit auf und ich bin nachts vor Kopfschmerzen aufgewacht. Mein MKG Chirurg schickte mir zum MRT und er meinte das sähe besorgniserregend aus. Beide Gelenkscheiben ohne Reposition und dann die Athrose. Dann ist mein linkes Kiefergelenkköpfchen sehr stark abgenutzt und das rechte auch, aber nicht so schlimm wie links. Wäre aber trotzdem mit einer Schiene gut in den Griff zu bekommen. Aber erstmal wieder Physio damit die ganze Spannung aus dem Gelenk und den Muskeln kommt. Diesmal bei einem Spezialisten, denn wie mein Doc sagte, könne es auch an der falschen (100 x !!!!!!) Physiotherapie vorher liegen. Hatte da einen ganz schönen Zorn, denn diese Physio hätte ja auch schon vorher mal jemand in Frage stellen können.

Es war also erstmal unmöglich mir Abdrücke usw. zu verpassen, da ich einfach zu unbeweglich war und Schmerzen hatte. Also so lange Physio bis so eine Lockerheit erzielt worden ist um Abdrücke zu machen. Mir ging es in diesen vier Wochen ziemlich schlecht und das Ende vom Lied war, daß mich mein MKG Chirurg an meinen Zahnarzt überwiesen hat, da er nicht mehr weiterkomme. Ohne Schiene und mittlerweile war Ende Oktober.

Mein Zahnarzt ist sehr erfahren und ich fühle mich immer gut aufgehoben. Allerdings bekommt man so schwer Termine und jetzt ist Mitte Dezember und ich habe immer noch keine Schiene (aber Abdrücke wurden gemacht). Letzte Woche hat er mein Gelenk vermessen und meinte daß der Zustand sehr schlecht wäre. Links ist fast keine Bewegung mehr da und rechts auch sehr schlecht. Mein Unterkiefer ist wieder 5 mm nach hinten gerutscht und mein ganzer Biß stimmt nicht mehr (das aber schon seit September). Momentan ist für mich am schlimmsten, daß ich unsagbare Schmerzen in der Hüfte und in den Schultern habe, die auch nicht mit Voltaren verschwinden. Ich bin körperlich fix und fertig und nicht mehr belastbar. Mein Doc meinte, mit der Schiene wird alles besser – aber ich glaube nicht daran.

Jetzt die Frage ob jemand so eine ähnliche Geschichte hat?? Ich glaube nicht, daß ich die Schwierigkeit aufgrund meiner Muskeln habe, was mir von meinen Ärzten immer gesagt wird. Ich glaube das dieser Zustand durch die UK-Vorverlagerung kam und jetzt wieder durch Rückverlagerung. Das dadurch die Bio-Mechanik gestört ist und ich dadurch die Verkrampfungen und Schmerzen habe. Es strahlt vom Kiefer in die anderen Gelenke. Ich könnte mir vorstellen, daß dies durch eine neue OP zu behandeln wäre – ich wäre auch bereit dazu, denn so wie jetzt kann es nicht weitergehen. Kann mir jemand erklären, warum der Kiefer wieder zurückgerutscht ist? Ich muß dazu sagen, daß ich nach der OP erstmal keine Gummis bekam und auch keinen Splint tragen mußte. Die Gummis kamen erst viel später. Vielleicht wurde von Anfang an zu wenig stabilisiert?

Wie ich nun erfahren habe, ist die Diskusverlagerung so wie es aussieht schon sehr alt und durch die OP kam evtl. der Zustand das sie nicht mehr repositionierbar ist. Who knows it... Hatte außerdem zwei sehr schwere Unfälle die sich wahrscheinlich nicht sehr positiv auf das Gelenk ausgewirkt haben.

Es ist nun Januar und ich trage seit ca. drei Wochen die Schiene. Die Kopfschmerzen sind deutlich besser geworden, die Steifheit in meinem KG-Gelenk allerdings nicht. Mein Operateur meinte, ich solle mich mal bei Prof. Reich in Bonn vorstellen. War dort schon einmal jemand? Muß ein echter Profi sein, allerdings wird sich die Überweisung als schwierig gestalten, da mein Zahnarzt es gar nicht leiden kann, wenn jemand seine Arbeit in Frage stellt. Zwar hat mein MKG-Chirurg gemeint er macht das schon irgendwie, aber ich brauche ja die Unterlagen (Registrat, MRT usw.). Andererseits geht es ja um mich und nicht um meinen Zahnarzt.

Es wäre schön, wenn sich jemand zu meinem Fall äußern könnte und mir vielleicht ein paar Tipps geben könnte bzw. mir seine Erfahrungen mitteilt.

Viele Grüße, Antonia

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Hallo Antonia,

ich stehe selbst noch am Anfang meiner Behandlung. Ich habe hier im Forum schon intensiv zu UK-VV gestöbert. Dabei habe ich gelesen, dass es aufgrund zu starker Muskeln häufig zu einem Rezidiv kommt, dass also der UK wieder nach hinten gezogen wird. Gib doch mal den Begriff bei der Suchfunktion ein, da findest Du sicherlich Leute, die ähnliches erlebt haben wie Du.

Liebe Grüße

Angel

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