Fee

Ich habe nur noch Angst.

Hallo,

ich bin 30 Jahre alt und lese schon seit einer ganzen Weile hier mit, habe mich aber bisher nicht getraut, mich vorzustellen und mein Problem zu schildern.

Viele Jahre habe ich mir eingebildet, mit meiner Kieferfehlstellung schon irgendwie klarzukommen, aber in den letzten drei Jahren merke ich immer mehr, wie sehr mich dieses Problem sowohl psychisch als auch körperlich belastet. Ich habe mir für 2009 vorgenommen, mich zumindest noch mal beraten zu lassen, und dieses Forum hier ist für mich der erste Schritt. Ich habe sonst bisher mit niemandem darüber gesprochen, nicht mal mit meinem Zahnarzt oder Freunden.

Mein Problem ist ein Überbiss von ca. 12 mm; dazu kommt ein Engstand im Unter- und Oberkiefer.

Zum einen sieht das natürlich optisch nicht schön aus, vor allem im Profil. Mich stört das vor allem wegen der negativen Reaktion anderer Menschen. Inzwischen denke ich, ich bilde mir nicht nur ein, daß ich wegen des Überbisses Nachteile bei Bewerbungsgesprächen habe. Schon auf den Fotos ist das Problem kaum zu verbergen. Ich wurde bereits in der Schule auf unglaubliche gemeine Weise von meinen Mitschülern gehänselt - heute würde man dazu "Mobbing" sagen. "Achtung, Bugs Bunny will was sagen!", "Schon wieder die Pferdefresse!" waren an der Tagesordnung. In meinem ersten Job nach dem Studium (den ich inzwischen verloren habe) ging das so weiter, auch wenn es viele nur dachten oder nur hinter meinem Rücken aussprachen. Ich habe auch schon einen Bund Karotten an meinem Arbeitsplatz gefunden oder bekam anonyme Mails mit bösen Fotos (auf denen das Problem mit Grafikprogrammen noch hervorgehoben wurde) an meine Job-Mailadresse geschickt. Ich bin schon die letzten Jahre immer weniger selbtsbewußt und unsicherer geworden, aber inzwischen traue ich mich kaum noch aus der Wohnung, und erst recht nicht, mich noch mal wo zu bewerben.

Ich glaube auch, daß v.a. das "fliehende Kinn" bei den meisten Menschen wirklich die Assoziation "willensschwach", "unsicher" oder gar "dümmlich" hervorruft. Wenn ich Leute neu kennenlerne und sie meinen Beruf erfahren, kommt immer als Reaktion: "So intelligent siehst Du aber gar nicht aus, das hätte ich jetzt nicht gedacht!"

Ich weiß, daß ich in meinem Fach theoretisch sehr gut bin, aber das kann ich durch mein nachteiliges Aussehen leider nicht an einen potentiellen Arbeitgeber verkaufen...

Zum anderen habe ich inzwischen auch "funktionelle Probleme".

Ich kann nicht mehr richtig kauen, weil meine Zahnreihen kaum noch aufeinanderpassen bzw. sich eigentlich nur noch die hintersten Backenzähne berühren.

Das ist mir lange gar nicht so aufgefallen, weil ich auch noch eine Essstörung habe (Magersucht), die aber eigentlich zur Zeit kein Thema ist. Ich merke vielmehr, daß ich jetzt gerne endlich essen würde, aber nicht kann, weil ich viele Dinge einfach nicht mehr kauen kann. Im Prinzip ernähre ich mich jetzt schon nur noch von weichen Sachen, die man nur schlucken muß.

In den letzten Monaten kamen dann auch noch gelegentliche Schmerzen in einem Kiefergelenk hinzu.

Jetzt fragen sich wahrscheinlich alle, wieso ich da nicht früher was unternommen habe?

Ich war sehr früh in kieferorthopädischer Behandlung (mit 7 Jahren), v.a. deshalb, weil ich nicht mit dem Daumenlutschen aufhören konnte. Das ist natürlich schuld an dem Überbiss.

Leider konnten der KFO und ich menschlich nicht miteinander, ich hatte zunehmend Angst vor der Behandlung und kam nicht mit den losen Spangen (Aktivator, Dehnplatten OK/UK) zurecht, die ich als massiven und nicht aushaltbaren Fremdkörper empfand.

Wegen mangelnder Compliance bekam ich dann mit 13 Jahren von heute auf morgen eine feste Zahnspange. Ich habe wirklich das Gefühl, daß das auch eine Art "Straf-Aktion" war, denn eigentlich war die feste Spange zu diesem Zeitpunkt ziemlich sinnlos (nach allem, was ich heute weiß). Diese Spange hatte ich 4 (!) Jahre, ohne "Zusatzgeräte", aber im letzten Jahr mit Gummizügen (die ich immer getragen habe, weil sie mich nicht gestört haben, sondern es mir sogar erleichtert haben, den UK vorne zu halten). Nach Entfernen der Spange waren die Zähne zwar auf einer Höhe, aber wegen des nicht beseitigten Engstand immer noch "verdreht". Der Überbiss war natürlich unverändert. Mit 18 habe ich dann die Behandlung abgebrochen, weil mich das alles nur noch gequält hat. Von einer OP war damals nie die Rede, obwohl mir dann ein anderer KFO 4 Jahre später gesagt hat, eine OP hätte man von Anfang an planen müssen und es sei unsinnig gewesen, mir 4 Jahre eine feste Spange zu verpassen.

Mit 22 war ich dann mal zur Beratung in der hiesigen Uni-Klinik (KFO und Kieferchirurgie).

Empfehlung: GNE, Distraktion UK, dann 1 1/2 Jahre feste Zahnspange und UK-Vorverlagerung.

Ich war so geschockt, daß ich nie wieder hingegangen bin.

Inzwischen beschäftigt mich mein Problem wirklich Tag und Nacht.Ich kann gar nicht mehr realistisch einschätzen, wie schlimm meine Fehlstellung wirklich ist.

Aber ich habe wahnsinnige Angst vor einer Behandlung. Ich könnte mir das Tragen einer festen Spange gerade noch so vorstellen, aber eine GNE mit diesem Ding im Mund, das mich am Essen und Sprechen hindert und eine häßliche Zahnlücke verursacht?!?

Die OP wiederum macht mir weniger Angst - danach wird ja alles (zumindest optisch) quasi sofort okay sein, aber nach der GNE eben nicht.

Wie soll ich das denn dann auch noch mit meinem Beruf vereinbaren (indem es sehr viel Kundenkontakt, auch telefonisch, gibt)?

Selbst wenn ich jetzt die Behandlung anfange, welcher Arbeitgeber nimmt mich denn dann, wenn ich kaum Sprechen kann und absehbar ist, daß viele Termine und eine OP anstehen?

Andererseits bin ich inzwischen so unsicher und "behindert" durch meine Kieferfehlstellung, daß ich auch jetzt keinen Job kriege.

Ich weiß einfach nicht mehr, was ich tun soll.

Ich hab' nur noch Angst vor der Zukunft.

Würde mich über jede Reaktion sehr freuen.

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hallo

habe gerade deinen beitrag gelesen, und der klingt ja doch sehr schlimm...ich bin der joerg 41 jahre und kenne das problem auch. habe meinen job auch verloren, nicht wegen dem optischen aber ich bin auch immer angeeckt auf der arbeit, wegen meinem grimmigen aussehen, so dass sich viele mitarbeiter plötzlich so fühlten als von der seite angemacht fühlten...und mir dann noch sagten ich wäre ja sehr unfreundlich und was ich denn für eine fresse ziehen würde....es ist aber bei mir so, dass ich allgemein schlecht aussehe, aber die meisten können nicht beeurteilen ob es am kiefer liegt, es wird immmer nur gesagt dass ich eben doff oder blöd aussehe...

ich werde nun am 27.1. 08 operiert, gestern war die modell op, habe ziemliche angst, weil ich glaube dass sich mein gesichtsprofil nicht zum positiven hin verändert, weil, fotos stehen von mir hier drin, die weichteile nicht so extrem verschoben sind, laut ärzte..die werden wohl den biss richtig stellen und dann muss ich damit leben, kann nur beten dass es klappt

wenns dann besser aussieht habe ich gewonnen, wenn nicht dann weiss ich auch nicht weiter, habe auch depressionen deswegen, an denen man aber nicht mehr viel machen kann,

aber jetzt zu dir.. ich denke wenn dein fehlbiss so gravierend ist, dann wirst du erfolg haben, denn dann sind die knochen ja weit verschoben, und das ist denke ich mit einer op auf jedenfall hinzubekommen

das mit deiner arbeit und deinen kollegen ist schlimm, das darf gar nicht passieren, weiss auch momentan nicht was ich dir raten solle, aber ich versuche es mal...wenn es medizinisch notwendig ist dann lass dir die bestätigung von der kasse geben dass die kostenübernehme klappt und dann

such dir einen chirurg...ich habe die sache ca 10 jahre vor mir hergeschoben un bin psyschich ein ziemliches wrack...

wenn du fragen hast egal welche dann melde dich bei mir

gruss joerg

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...ich kann Joerg nur beipflichten, bei mir wurde die OP erst 10 Jahre verspätet durchgeführt, aus verschiedenen Gründen. Heute bedaure ich das sehr.

Irgendwann kommt der Punkt, wo man mal in die Offensive gehen muss, allen Ängsten zum Trotz. Ich habe den Schritt leider erst jetzt, mit über 40 Jahren gemacht. Bereits als mein Entschluss zur OP fest stand und ich die feste Zahnspange bekam, hat sich mein Selbstvertrauen verbessert. Heute, kurz nach der OP, fühle ich mich besser als je zuvor. Ich habe zwar noch Schwellungen im Gesicht aber ich empfinde mein Äusseres nun endlich als "normal", obwohl die Veränderungen nicht sehr stark scheinen, auf den ersten Blick. Es bringt absolut nichts, wenn man sich immer wieder im Schneckenhaus verkriecht, nur durch Veränderungen kann man seine Situation verbessern. Wenn du die OP nicht machst, wirst du dich immer wieder fragen, ob dieser Schritt richtig war und dann ebenfalls wertvolle Jahre verlieren, durch Depressionen oder fehlendem Selbstvertrauen.

Lass dich ausführlich beraten und dann die OP durchführen. In den OP Berichten dieses Forums kann man sich viel Angst anlesen, die z.T. unbegründet ist. Viele Leute schreiben ihre OP Erfahrungen unter dem Eindruck "frischer" Emotionen in das Forum. Ich muss sagen, im Nachhinein war die OP, bzw. die Begleiterscheinungen natürlich unangenehm aber glaub mir, es gibt so viel Schlimmeres und wenn die meisten hier ehrlich sind, dann kann man eine Bimax oder ähnliches durchaus relativ gut aushalten und verkraften. Ein Beispiel; nach der OP haben die Patienten Drainageschläuche in den Wunden, durch die Blut, bzw. Wundflüssigkeit abfliesst. Diese Schläuche werden nach 1-2 Tagen entfernt, wovor ich grosse Angst hatte, weil dies im OP-Berichte-Forum mal als ganz schrecklich beschrieben wurde, zumindest ist bei mir dieser Eindruck entstanden, als ich einen OP-Bericht las.

Nun, bei mir war das Entfernen dieser Schläuche derart harmlos, dass ich mich im Nachhinein ärgere, mir dieses "Halbwissen" angelesen zu haben. Was ich sagen will ist, dass du selber einen Entschluss fassen musst um zu diesem dann mit aller Konsequenz zu stehen. Natürlich kann so eine OP auch Komplikationen haben aber diesbezüglich kann dich dein KC ausführlich beraten. Und ärztliche Kunstfehler gibt es leider auch manchmal aber wenn man sich darüber auch noch den Kopf zerbrechen soll...

Deine Ist-Situation beschreibst du als völlig unbefriedigend, also auf was willst warten? Es kann doch eigentlich nur besser werden.

P.S. ein Arbeitgeber mit einem bisschen Verstand und Menschenkenntnis wird erkennen, dass du bestrebt bist eine für dich unbefriedigende Situation zu verbessern, trotz all der körperlichen Repressalien für dich. Dies zeigt, dass du jemand bist, der handelt und der kämpft. So etwas sagt durchaus etwas Positives über einen Mitarbeiter aus, auch wenn er während der Behandlung seinem Arbeitgeber einige Zeit fehlen wird.

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Hallo Fee,

das tut mir echt sehr sehr leid für dich, wie du gehänselt wurdest!

Dass Kinder so gemein sein können (oder auch Jugendliche), ist ja leider nichts neues. Aber -vor allen Dingen, wenn du eine Akademikerin bist und ich daraus schließe, dass du auch größtenteils mit gebildeten Menschen im Beruf zu tun hast :?:, - dass selbst die dann soooo schlimme Sachen machen, das versteh ich absolut nicht!!!! Da hast du ja echt schon einiges durchmachen müssen, was du so schilderst, also ich glaube, an deiner Stelle hätte wohl jeder den Mut und das Selbstbewusstsein verloren!

Hier gibt es ein paar Threats über "Job - Vorstellungsgespräche mit OP-Hintergrund - etc".. Viele hier im Forum stehen mitten im Berufsleben, haben mit GNE Vorstellungsgespräche gehabt usw. und ich hab durch das Lesen dieser Beiträge die Erfahrung bekommen, dass die meisten Arbeitgeber das sogar gut finden, wenn man was an seiner Gesundheit tut, man muss es ihnen nur richtig erklären! Meistens zeigt das sogar von Selbstbewusstsein, wenn man sich dafür entscheidet! Man wächst ja auch daran, wird stärker!

Wenn du möchtest, kannst du deine KFO-KFC-Therapie auch mit einer psychologischen Therapie begleiten lassen! Ich denke, das wäre bei dir sehr gut, um deinen Willen zu stärken und dich aufzubauen, auch, um deine früheren Erlebnisse zu verarbeiten. Und nicht zu vergessen, wegen der Magersucht. Du schreibst nämlich "Zur Zeit" wäre es kein Thema. Hättest du die Krankheit besiegt, würdest du das auch so ausdrücken, aber du schreibst ja, dass es dir im Moment nur periodisch wieder besser geht.

Für so eine Behandlung muss man sich nicht schämen, man kann sogar froh drum sein, dass man in den Genuss einer Hilfestellung kommen darf!

Ich denke, mit einer Uniklinik (welche Uniklinik ist es?) bist du gut beraten, da ist alles in einem Haus, und den Behandlungsvorschlag mit GNE usw. finde ich auch für ratsam! Du musst es so sehen: Es wird nicht mehr an dir herumexperimentiert, die Zeiten als du 4Jahre mit der Zahnspange vertröstet wurdest haben ein Ende, dir wurde ein Zeitrahmen genannt, der sich in Grenzen hält!

Hier sind die Threats, die du dir mal durchlesen könntest, bezüglich, dass du dir wegen des Jobs die geringeren Sorgen machen musst:

http://www.progenica.net/forum/showthread.php?t=5118

http://www.progenica.net/forum/showthread.php?t=3455

http://www.progenica.net/forum/showthread.php?t=4698

http://www.progenica.net/forum/showthread.php?t=4965&

http://www.progenica.net/forum/showthread.php?t=4349&

http://www.progenica.net/forum/showthread.php?t=2777&

da gibts so viele. Oder geb einfach mal bei der Suche "Arbeitgeber" ein, da kommen so viele Beiträge!

Liebe Grüße und alles Gute für dich! =)

Anna

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Danke für Eure Antworten!!! :smile:

Was ich vielleicht noch erwähnen sollte:

Ich bin selber Ärztin, habe aber für das Studium sehr lange gebraucht und bis auf zwei Monate bisher nicht gearbeitet.

D.h. ich kann auch aus ärztlicher Sicht beurteilen, was auf mich zukäme. Ich hatte sogar eine Veranstaltung in der Kieferchirurgie und war dort einmal mit im OP. :shock:

Aber -vor allen Dingen, wenn du eine Akademikerin bist und ich daraus schließe, dass du auch größtenteils mit gebildeten Menschen im Beruf zu tun hast , - dass selbst die dann soooo schlimme Sachen machen, das versteh ich absolut nicht!!!!

Doch, genau diese "gebildeten und differenziert denkenden Menschen, die eigentlich vom Beruf her zu Mitgefühl und Toleranz verpflichtet sind" und sich "Kollegen" nennen, verhalten sich in Wirklichkeit knallhart und intolerant gegenüber Menschen mit "Auffälligkeiten und Behinderungen". Ich habe ja oft genug mitbekommen, wie dann nach der Visite über Patienten abgelästert wird. Das mitzukriegen und zu wissen, daß es einen selbst auch betrifft, ist das schlimmste.

(Und auch Patienten möchten im übrigen lieber von der "hübschen blonden Frau Doktor" behandelt werden als von der "Frau mit den Hasenzähnen", auch wenn die blonde Frau Doktor in Wirklichkeit eine Praktikantin im 3. Semester ist und ich die Ärztin.)

dass die meisten Arbeitgeber das sogar gut finden, wenn man was an seiner Gesundheit tut, man muss es ihnen nur richtig erklären!

Hm... aber ob das ein Klinikchef auch so gut findet?

Wenn du möchtest, kannst du deine KFO-KFC-Therapie auch mit einer psychologischen Therapie begleiten lassen!

Ja, das würde ich ja gerne machen.

Nur zahlt mir das die Krankenkasse in den nächsten zwei Jahren sicher nicht, weil man nach einer abgeschlossenen Psychotherapie erst mal für 2 Jahre "gesperrt" wird. :(

Die Magersucht ist wahrscheinlich noch nicht "gegessen". Im Moment ist mein Gewicht halt nicht mehr kritisch und ich denke nicht mehr über das Essen nach - wenn meine Zähne es zulassen würden, würde ich zur Zeit einfach das essen, worauf ich Lust habe. (Pizza z.B. oder Salat...)

Ich denke, mit einer Uniklinik (welche Uniklinik ist es?) bist du gut beraten, da ist alles in einem Haus, und den Behandlungsvorschlag mit GNE usw. finde ich auch für ratsam!

Ich weiß jetzt nur nicht, wie ich den ersten Schritt machen soll.

Ich trau mich ja schon mal nicht, da anzurufen und einen Termin auszumachen.

Ehrlich gesagt habe ich mich vor 8 Jahren da auch nicht gerade gut aufgehoben gefühlt. Ich wurde sehr schnell und oberflächlich "begutachtet", ein paar Studenten als "hochinteressanter Fall" präsentiert und dann mit den o.g. Aussagen und der Empfehlung, zu einer ausführlichen Diagnostik wiederzukommen - die allerdings die KK nur zahlen würde, wenn ich mich definitiv FÜR die Behandlung entscheide. Da ich mir nicht sicher war, bin ich natürlich nicht mehr hingegangen...

Und ich weiß eben auch nicht, wo ich einen Arbeitsplatz bekomme. Wenn ich also jetzt hier die Behandlung anfinge, dann aber ans andere Ende Deutschlands umziehen müßte...?

In den OP Berichten dieses Forums kann man sich viel Angst anlesen, die z.T. unbegründet ist.

Seltsamerweise habe ich vor den OPs an sich gar nicht so viel Angst.

Auch nicht vor dem "hinterher" oder vor Schmerzen. Ich bin schon mehrmals operiert worden (Polytrauma), hatte auch jahrelang Schmerzen und bin damit klargekommen.

Auch mit der Aussicht, eine Zeitlang nur weiche oder flüssige Sachen essen zu können, kann ich leben (den Vorteil habe ich wenigstens durch die Essstörung).

Was für mich das Problem ist, ist diese monate- bis jahrelange Einschränkung des Sprechens und des Aussehens. Soweit ich hier gelesen und gesehen habe, wird das Aussehen im Lauf der Behandlung erst mal schlechter?

Ich trau mich ja jetzt schon nicht mehr raus. Meine sozialen Kontakte sind quasi gleich null.

ich habe die sache ca 10 jahre vor mir hergeschoben un bin psyschich ein ziemliches wrack...

Ja, so fühle ich mich gerade auch...

Manchmal denke ich, ich hätte es im Studium vielleicht leichter gehabt, wenn ich anders ausgesehen hätte - versteht Ihr, was ich meine?

Und es ist sehr schwer, jetzt an diesem Tiefpunkt zu sagen: "Ja, ich mach das!"

Vielleicht ist es auch nur Wunschdenken, daß das Selbstbewußtsein sich entwickelt, wenn ich erst anders aussehe?

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Hm... aber ob das ein Klinikchef auch so gut findet?

Naja, es geht um Dich... und es ist sicher besser, wenn Du jetzt wegen der Behandlung ein paar Mal ausfällst statt später wegen chron. Kiefergelenksproblemen oder Folgen der psych. Belastung, z.B. durch das Mobbing.

Arbeitest Du im Moment, oder bist Du sowieso krankgeschrieben? Dann könntest Du jetzt anfangen, und vielleicht wäre die GNE-Behandlung, bis Du einen neuen Job hast, schon vorbei.

Ich weiß jetzt nur nicht, wie ich den ersten Schritt machen soll.

Ich trau mich ja schon mal nicht, da anzurufen und einen Termin auszumachen.

Dein Erlebnis an der Uniklinik könnte ein Deja-vu sein, so ging es mir beim 1. Termin in der kieferchirurg. Ambulanz meiner Uni. Nie wieder...

Wenn du dich da nicht gut aufgehoben gefühlt hast, dann geh nicht mehr hin. Gerade wenn Du eine kompliziertere Fehlstellung hast, wäre es sowieso gut, die Behandlung an einem spezialisierten Zentrum machen zu lassen, wo sehr viele solcher Patienten behandelt werden und die Leute viel Erfahrung mit Dysgnathie-Patienten haben.

Aus welcher Gegend kommst Du? Im Südwesten ist z.B. das Marienhospital Stuttgart sehr gut, auch in München soll es einen sehr guten Kieferchirurgen geben. In der Frankfurter Gegend: K a t e r in Bad H., S c h m i d s e d e r und N e u d o r f . Der KC kann dir dann einen KFO empfehlen, mit dem er zusammenarbeitet.

Und ich weiß eben auch nicht, wo ich einen Arbeitsplatz bekomme. Wenn ich also jetzt hier die Behandlung anfinge, dann aber ans andere Ende Deutschlands umziehen müßte...?

Du kannst dann den Behandler wechseln. Wenn Du gute Gründe hast, genehmigt die Krankenkasse den Wechsel, und Umzug von Bayern nach Berlin oder umgekehrt ist sicher ein guter Grund ;0). Es kann dir ja niemand zumuten, für jeden KFO-Termin 1000 km oder so zu fahren.

Seltsamerweise habe ich vor den OPs an sich gar nicht so viel Angst.

Auch nicht vor dem "hinterher" oder vor Schmerzen. Ich bin schon mehrmals operiert worden (Polytrauma), hatte auch jahrelang Schmerzen und bin damit

Manchmal denke ich, ich hätte es im Studium vielleicht leichter gehabt, wenn ich anders ausgesehen hätte - versteht Ihr, was ich meine?

Und es ist sehr schwer, jetzt an diesem Tiefpunkt zu sagen: "Ja, ich mach das!"

Vielleicht ist es auch nur Wunschdenken, daß das Selbstbewußtsein sich entwickelt, wenn ich erst anders aussehe?

Ich denke, eine Verbesserung des Aussehens kann durchaus dazu beitragen, dass man selbstbewusster wird. Z.B. habe ich gerade gelernt, dass bei Patienten nach einer Gastric-Banding-OP oft nicht nur die Kilos, sondern oft auch psych. Begleiterkrankungen wie soziale Phobie oder Depressionen verschwinden (alleridngs nicht bei allen, manche brauchen auch Psychotherapie).

Bei mir war es auch so, dass ich schon durch den Beginn der Behandlung und durch das Wissen, dass sich etwas verändern würde und ich meinem Gesicht nicht mehr "ausgeliefert" bin, viel geändert hat, ich wurde z.B. offener und bekam dann auch andere Reaktionen (viele Kommilitonen hatte mich für "arrogant" gehalten).

wobei das im Moment wieder schlechter wird, weil meine Behandlung sich schon ewig hinzieht und irgendwie kein Ende in Sicht ist.

aber ich könnte mir vorstellen, dass du schon dadurch, dass du es angehst, einen kleinen "Auftrieb" bekommst.

Was die Therapie angeht: Ich glaube, du kannst trotz abgeschlossener Therapie eine weitere gezahlt bekommen, wenn die Indikation eine andere ist, z.B. abgeschlossene Therapie wegen Anorexie, neue Therapie wegen Mobbing o.ä., bin mir aber nicht ganz sicher, wie das genau funktioniert.

Evtl. wäre auch eine psychosomat. Reha zur Erhaltung der Arbeitsfähigkeit eine Möglichkeit (wenn diese bei dir durch das Mobbing/die Angst, aus dem Haus zu gehen) gefährdet ist, ich weiß aber nicht, wie das bei Ärzten ist, da sie ja anders rentenversichert sind.

Oaky, ich muss aufhören. Ich hoffe, ich habe dich jetzt nicht mit Tipps erschlagen oder so...

Liebe Grüße, Anna

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Hallo Fee!

Auch ich kann dich sehr gut verstehen. Ich glaube, was dir fehlt, ist der letzte Ruck, die ganze Sache endlich anzugehen. Irgendwie kommst du nicht vor und nicht zurück. Ich bin auch schon 31 Jahre und habe mich mit dreißig überwunden, doch schließlich eine Behandlung, Kfo und Op anzufangen. Es ist nicht so toll, jetzt nochmal eine Zahnspange tragen zu müssen, aber auch nicht sooo schlimm wie ich dachte. Ich bin jeden Tag froh, die ganze Sache doch durchzuziehen und nicht mehr vor mir herzuschieben, auch wenn der größte Teil noch vor mir liegt.

Wenn du solche Angst vor der optischen Einschränkung hast, käme dann nicht vielleicht eine linguale Behandlung in Frage? Viele machen hier ja gute Erfahrungen damit. OK, ist eben eine Kostenfrage. Ich wünsche dir alles Gute für deine Entscheidung.

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Liebe Fee

Versuche keine Gründe zu finden, gegen den Schritt zu der OP. Auch ich hatte einen enormen Überbiß gehabt, ca. 1,2 Centimeter und den bin ich jetzt schon so gut, wie wieder los- allein wegen der Klammer tragen. Hatte noch keine OP bisher gehabt.

Bisher habe ich auch nur positive Reaktionen bezüglich meiner Klammer gehört, wie: "Toll, dass Du das machst- Mutig- Ich möchte sowas auch haben" usw. usw. Oder es kam gar keine Reaktion und es wurde als "Selbstverständlich" angesehen.

Auch ich habe eine Therapie gemacht, aber meine Kasse trägt trotzdem die Kosten.

Arbeitslosigkeit. Während Du die Klammer trägst, kannst Du weiterhin arbeiten gehen, dann kommt die OP und anschließend kannst Du auch wieder arbeiten gehen. Wenn Du keine Arbeit bekommst, dann entspanne Dich in der Zeit. Arbeite an Deinem Selbstbewusstsein und freue Dich auf die Zeit in der Du beruhigt in Dein Spiegelbild schauen kannst. Arbeiten zu gehen, in Zufriedenheit mit sich selbst- ist besser als arbeiten zu gehen und Angst den Job zu verlieren, vernachlässigt zu werden aufgrund des Aussehens und eines schwachen Selbstbildes.

UND: Mensch, Du bist Ärztin und das Studium war sicherlich nicht einfach. Toll! Mach was aus Deinem Leben und...falls Dich jemand "blöd anmacht"- nicht verletzt sein, nicht ärgern- nur wundern (über die Beschränkheit von der angeblichen zivilisierten Menschheit). Ok? Lass sie schwätzen...:-D

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Ich denke, deine Entscheidung ist im Grunde klar für die OP, denn dein Ist-Zustand bereitet dir in mehreren Bereichen erhebliche Probleme und das wird sich ohne OP nicht ändern, nur machts du dir jetzt Sorgen und zweifelst. Die Zweifel werden auch in der Behandlung hier und da kommen, aber irgendwann ist diese Zeit vorbei und du wirst froh sein, den Schritt getan zu haben.

Außerdem, was hast du zu verlieren? Dein jetztiges Aussehen ist nicht befriedigend und dass du jetzt schon (30 ist noch nicht alt) Beschwerden hast beim Kauen, zeigt, dass es allerhöchste Eisenbahn ist, etwas zu unternehmen. Die Beschwerden, das Mobbing (was mir sehr sehr leid tut) und deine Selbstvertrauensprobleme werden nicht weniger ohne Behandlung.

Ich weiß, dass es leichter gesagt als getan ist, aber nimm dir die blöden Sprüche nicht so zu Herzen. Das zeugt von Unmenschlichkeit, aber letztlich denke ich nicht, dass solche Menschen wissen, was sie damit anstellen. Wenn ich mich mal über Leute lustig gemacht habe, was in der Regel nicht vorkommt, da ich sehr empathisch bin, habe ich das nie mit den Gedanken gemacht "Den haue ich in die PFanne" oder "Den verletze ich". Wenn man sich über andere lustig macht, hat man was zu lachen und fühlt sich selbst besser. Die wenigsten wissen oder denken darüber nach, dass die Situation eine Geschichte hat oder das derjenige sie sich nicht aussucht.

Nicht viele, aber ein paar, denke ich, würden erstaunt sein, wenn du sie mal darauf ansprechen würdest, ihnen erklärtest, warum du so aussiehst und dass solch ein Verhalten sehr verletzend ist.

Meine OP ist am 29.01. und ich freue mich riesig, dass das endlich ein Ende nimmt. Ich hatte nicht halb so viele und vor allem tief verletzende Erlebnisse wie du, aber genug, um mir diese Veränderung zu wünschen.

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2 Jahre sind vergangen und ich bin wieder da...

In der Zwischenzeit habe ich hier stumm mitgelesen und es immerhin geschafft, einen Termin bei einer sehr netten Zahnärztin auszumachen. Die hat mir dann geholfen, einen Termin in der Dynsgnathie-Sprechstunde der hiesigen Uni-Klinik zu bekommen. Dort war ich im November 2010.

In der Kieferchirurgie fühlte ich mich erst mal ganz gut aufgehoben und beraten. Die Ärztin war unglaublich lieb, hat mir alles erklärt,

und viele Ängste genommen. Das wichtigste für mich war zu diesem Zeitpunkt, dass sie mir ziemlich sicher sagen konnte, dass die Krankenkasse die Behandlung bei mir wegen des Schweregrades (D5) sehr wahrscheinlich übernimmt. Auf jeden Fall bräuchte ich eine UK-VV, ob eine GNE nötig sei, könne man erst nach Auswertung der Röntgenbilder, Modelle und Fotos sagen.

Sie sagte, ich bräuchte natürlich auch einen Kieferorthopäden. Da ich hier keinen kenne und auch keine Leute, die mir einen empfehlen könnten, habe ich die Ärztin gefragt. Sie sagte, eine Kfo-Behandlung sei auch in der Zahnklinik möglich. Sie organisierte, dass ich am gleichen Tag noch in dier KfO-Abteilung vorgestellt wurde und sogar kurz vom Chef gesehen wurde. Diese Abteilung war mir zwar nicht so sympathisch wie die Kieferchirurgie, aber der Tag war lang und ich war nicht mehr wirklich aufnahme- und denkfähig. Der KfO sagte, er würde einen Behandlungsplan erstellen und den an die KK schicken. Die Genehmigung dauere so um die 6-8 Wochen. Damit konnte ich gut leben und ich stimmte zu. Zu diesem Zeitpunkt war ich aber irgendwie nicht mehr in der Lage, wirklich Fragen zu stellen - ich ging irgendwie davon aus, dass mir der Behandlungsplan, sobald er vorliegt, sowieso ausführlich erklärt würde.

Anfang Februar, nach drei Monaten also, rief mich die Zahnklinik an und wollte Termine für das Einsetzen der Spange ausmachen. Da ich zu diesem Zeitpunkt von der KK noch nichts gehört hatte, wollte ich erst mal warten und verblieb mit der Helferin, dass ich mich wieder melde.

Als am Samstag der Bewilligungsbescheid endlich auch bei mir eintraf, beschloss ich, am Montag selber in die Zahnklinik zu gehen, auch deswegen, weil ich den Behandlungsplan sehen wollte.

In der Zahnklinik vereinbarte ich dann mit der Helferin die Termine. Anschließend machte sie mir die Kopie des Plans. Und dann war ich erst mal geschockt: Da stand, dass alle Weisheitszähne entfernt seien - was aber bei mir überhaupt nicht der Fall ist! Zumindest einer oben rechts ist da, und auf den habe ich auch deutlich hingewiesen, in beiden Abteilungen. Ich bestand darauf, am gleichen Tag noch mit dem KfO zu sprechen, auch weil ich mir den Behandlungsplan erklären lassen wollte.

Der KfO war sehr erstaunt, als er auf den Röntgenbildern und in meinem Mund den Weisheitszahn entdeckte. Der sollte vor dem Einsetzen der Spange besser raus. Klasse. An dieser Stelle fingen meine Zweifel an der Kompetenz der Klinik an. Einige weiter Fragen, z.B. wie die transversale Erweiterung des OK nur mit Brackets funktionieren soll, oder wie lange es ungefähr bis zur OP dauern würde, konnte er mir nicht befriedigend beantworten.

Nach einer Odyssee und ewig langen Warterei in der Zahnklinik saß ich dann wegen des Weisheitszahns vor einem Kieferchirurgen, der mir erklärte, der nächstmögliche Termin sei erst 4 Tage vor dem Einsetzen der Spange. Nun gut, ich war so überfordert an diesem Tag, dass ich den Termin vereinbarte.

Zu Hause saß ich dann vor den Unterlagen und kam immer stärker ins Grübeln.

Wie kann es sein, dass mind. 2 Ärzte beim Erstellen des Behandlungsplans einen Weisheitszahn einfach so übersehen? Könnte es sein, dass im Behandlungsplan noch mehr Fehler sind?

Schließlich rief ich aus Verzweiflung die KK an und sprach erst mit einer KfO von der Ärzte-Hotline, dann mit der Sachbearbeiterin. V.a. letztere war sehr nett und sagte, ein Behandlerwechsel sei kein Problem, das ginge jederzeit. Und an meiner Stelle wäre sie spätestens bei der Sache mit dem übersehenen Weisheitszahn rückwärts dort raus.

Heute habe ich dann noch meine Zahnärztin angerufen und ihr alle geschildert. Nach dem Gespräch hatte ich das Gefühl, es ist besser, erst mal alle Termine wieder abzusagen. Solange ich kein gutes Gefühl bei der Sache hätte, meinte auch die Zahnärztin, macht das keinen Sinn.

Jetzt versuche ich seit Stunden, in der Zahnklinik die Termine abzusagen, aber es geht niemand dran.

Ich bin sehr ambivalent.

Zum einen war ich froh, dass es nach so langer Zeit endlich mal losgeht. Ich möchte diese Behandlung auch immer noch, am besten sofort - aber ich bin langsam sehr unsicher, ob diese Klinik der richtige Ort dafür ist.

Nachtrag:

Nach dem mindestens 100. Anrufversuch in der Zahnklinik, u.a. bei der Pforte, wo man mir erklärte, heut sei halt Chaos, ich müsse es weiter versuchen (und ich mich fragte, wann da mal kein Chaos ist?!), habe ich schließlich alle Termine abgesagt.

Jetzt ist mir zum Heulen zumute.

bearbeitet von Fee

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Hallo Fee!

Das Vertrauen in die Behandler (das gilt sowohl für den KC als auch für den KFO) ist bei unseren doch sehr langwierigen Dysgnathiebehandlungen eine absolute Grundvoraussetzung. Wie will man als Patient die ganze Zeit durchhalten und kooperieren, wenn man insgeheim misstraut und das "Bauchgefühl" einfach nicht stimmt (ob nun zu Unrecht oder nicht spielt eigentlich keine Rolle)? Wenn Du schon vor Beginn der Behandlung die Kompetenz des Behandlers hinterfragst und Du meinst, dass Deine Fragen nur unzureichend beantwortet werden, kann das meiner Ansicht nach nichts werden. Das erzeugt nur unnötigen Stress, womöglich auf beiden Seiten.

Was spräche dagegen, sich einfach nochmal eine andere Meinung an einem anderen Ort einzuholen? Die Behandlungszeit ist insgesamt gesehen so lang, dass es doch im Grunde nicht wirklich auf eine Verzögerung von wenigen Monaten ankommt, wenn Du die Sache wirklich in Angriff nehmen willst!?

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Hallo Fee,

ich finde es gut, das du nun den Mut hast es angzugehen....

Ich denke auch - es ist unheimlich wichitg vertrauen in die Behandler zu haben....gut - mein KFO ist jetzt menschlich nicht so der Hit - aber ich weiß das er fachlich gut ist. Ebenso mein KFC - bei ihm hatte ich sofort vertrauen und ich wußte - hier bin ich richtig und ich lasse ihn an mir rumsäbeln....

Ich wünsche dir eine gute Entscheidung - und hör dir ruhig noch 2 Ärztemeinungen an...und entscheide dann....es geht schließlich um dich!

Viele Grüße

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Danke für Eure Meinungen.

Ich habe nicht grundsätzlich Zweifel am Sinn der Behandlung. Ich will sie nach wie vor und bin mir auch der Risiken bewusst. Aber ich möchte wenigstens das Gefühl haben, dass meine Behandler gut zusammenarbeiten und wissen, was sie tun. Und das ist im Moment einfach nicht der Fall.

Ich war nur dreimal in dieser Zahnklinik und jedesmal gab es schon an der Anmeldung Theater, weil meine Akte verschwunden war. Jedesmal musste eine neue Akte angelegt werden. Es kann auch nicht sein, dass jedesmal ein neues Röntgenbild gemacht werden muss, nur weil das alte nicht auffindbar ist oder eine Abteilung nicht in der Lage ist, es der anderen zu schicken.

Es sind einfach Vorfälle passiert, bei denen ich denke, sowas darf einfach in so einer Klinik nicht passieren!

Ich war lange sehr tolerant, auch deswegen, weil ich viel zu viel Angst hatte, um entweder genauer nachzufragen oder mich zu wehren - aber am Montag hat es in meinem Kopf irgendwie "klick" gemacht, ich habe logisch überlegt, was bisher dort schon alles schiefgegangen war, und dann beschlossen, die Aktion erst mal zu stoppen. Nicht aus Angst vor der Behandlung an sich, sondern aus Angst vor der falschen Behandlung durch inkompetente Leute und Desorganisation.

Übrigens habe ich schon zwei niedergelassene Kieferorthopäden angerufen, die zumindest auf der Website schreiben, sie machen auch OP-Vorbereitungen bei Erwachsenen. Leider nimmt der eine in absehbarer Zeit keine neuen Patienten mehr und bei dem anderen habe ich jetzt im November einen Termin zur Erstberatung bekommen. :(

bearbeitet von Fee

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Die gesamte Behandlung wird Dich an vielen Punkten noch Nerven und Zeit kosten. Dann sollte der Rahmen möglichst souverän und gut eingespielt sein. Auf so eine Chaosbude hätte ich auch keine Lust. Ich hätte die Termine auch abgesagt. Schau in Ruhe nach einem KFO/KFC Behandlerteam. die Entscheidung triffst Du ganz allein, Empfehlungen der Fachleute untereinander kann man sich gern anhören und dann in Ruhe eine Entscheidung treffen.

Wenn jetzt noch 3-4 Woche vergehen, bis Du ein gutes Gefühl mit Deinen Behandlern hast, ist das ok. Die habe ich auch verplempert, als ich meinen KFO gewechselt habe in der laugenden Behandlung. VG und den Kopf immer oben behalten :-)

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Wenn jetzt noch 3-4 Woche vergehen, bis Du ein gutes Gefühl mit Deinen Behandlern hast, ist das ok. Die habe ich auch verplempert, als ich meinen KFO gewechselt habe in der laugenden Behandlung. VG und den Kopf immer oben behalten :-)

Na ja, es wird sich wohl nicht nur um 3-4 Wochen handeln.

Der einzige Kfo hier in der Stadt, der noch neue Patienten bzw. erwachsene Patienten nimmt, hat mir erst Ende November 2011 einen Termin geben können.

Ich sitze gerade hier und weine, weil ich nicht mehr weiß, was ich tun soll.

Ich möcht mich grad noch noch im Bett verkriechen und aufhören zu existieren.

Ich fühl mich völlig überfordert und alleingelassen und habe wieder mal das Gefühl, alles, was ich anfange, geht schief...

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Na ja, es wird sich wohl nicht nur um 3-4 Wochen handeln.

Der einzige Kfo hier in der Stadt, der noch neue Patienten bzw. erwachsene Patienten nimmt, hat mir erst Ende November 2011 einen Termin geben können.

Ich sitze gerade hier und weine, weil ich nicht mehr weiß, was ich tun soll.

Ich möcht mich grad noch noch im Bett verkriechen und aufhören zu existieren.

Ich fühl mich völlig überfordert und alleingelassen und habe wieder mal das Gefühl, alles, was ich anfange, geht schief...

Nun mach dich mal nicht fertig. Heulen bringt dich nicht weiter oder anders gesagt, Lass den Kopf nicht hängen.: )

Wichtig ist es jetzt, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Und sich zu verkriechen, wird dir nicht helfen, denn du musst immer daran denken, dass nach all dem, was du auf dich nimmst, eine bessere Zukunft auf dich wartet.

Ich weiß, dass schlaue Sprüche nicht jedermanns Sache sind aber diesen hier mag ich.

“Erfolg hat nur, wer etwas tut, während er auf ihn wartet.”

Thomas Alva Edison

Liebe Grüße Xaver

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Och Fee, Köpfchen hoch! Du hast doch ein Ziel, das es zu verfolgen gilt?!

Ich glaube eine Menge Leute hier wissen, wie kräftezehrend und zermürbend die Suche nach dem "richtigen" Behandler sein kann.

Diese Klinik war doch nur eine einzige Anlaufstelle, eine von vielen Möglichkeiten! Unglücklicherweise hat es scheinbar nicht gepasst, das sollte Dich aber doch nun keinesfalls in die Knie zwingen.

Manchmal muss man eben einfach eine längere Anfahrtszeit zum KFO in Kauf nehmen. Wenn man von Kontrollterminen im 4-6wöchigem Rhythmus ausgeht, dürfte das doch zu bewerkstelligen sein, oder?

Mit meinem ersten KFO (war dort nur vier Monate in Behandlung) bin ich auch mächtig auf die Nase gefallen. Die Kommunikation war mies und er hat die Behandlung auch ohne OP (trotz Notwendigkeit) geplant. Unwissend und uninformiert wie ich damals war, habe ich eingewilligt um bald darauf zu ahnen, dass das Ganze so nie und nimmer funktionieren kann.

Als dann für mich feststand, dass ich wechseln möchte, habe ich in meiner Stadt keinen KFO gefunden, der mich weiterbehandeln wollte.

Mein Tipp: Such weiter, auch, wenn Du eine längere Anfahrt in Kauf nehmen musst. Es gibt garantiert gute KFO`s, die Erwachsene behandeln und akzeptable Wartezeiten haben.

Ich habe den Wechsel jedenfalls nie bereut und das trotz finanzieller Einbußen und langer Anfahrt. Jetzt stimmts einfach und nur das zählt.

bearbeitet von lapassante

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Hallo Fee,

lass dich von dieser schlechten Erfahrung mit der Klinik nicht entmutigen. Vertrauen und auch die Fachkompetenz zum kfo und kfc muss schon stimmen, sonst macht das keinen Sinn. Einen Weisheitszahn übersehen macht da auch keinen guten Eindruck - die Ärzte da haben ja sicherlich ein OPG und FRS gemacht, oder? Es geht da schon um eine schwerwiegende Sache und da sollte die Vorbeitung schon stimmen. :-)

Da wünsche ich dir viel Erfolg bei der KFO-Suche - das ist oft schon ein Problem. :(

Grüße

Progiboy

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Liebe Fee,

es tut mir sehr leid zu hören, wie es bei dir gelaufen ist - diese ganzen Umstände an der Klinik würden mich auch fertig machen. Wenn man dieses Geühl bekommt, dass irgendwie alles falsch läuft und man sich nur noch nach einem Retter sehnt der einen an die Hand nimmt und sagt, dass nun alles gut wird. Ich habe die gleiche Erfahrung gemacht als es bei mir darum ging überhaupt die Ursache für meine ganzen Symptome (immer heftiger werdende Verspannungen, das Gefühl nicht mehr richtig sprechen, schlucken oder atmen zu können usw.) zu finden - da bin ich über Jahre von einer Paxis zur anderen gerannt - Zahnarzt, Osteopathie, Orthopäde, Logopädie, Physiotherapie in der Hoffnung endlich Erlösung zu finden und wurde nach kurzzzeitiger Hoffnung dann doch immer wieder nur enttäuscht!

Als ich dann iiiiirgendwann meinen KFO gefunden hatte der ganzheitlich arbeitet und endlich die Zusammenhänge zwischen meinen Kieferproblemen und dem restlichen Körper verstanden hat - war ich sooooo erleichtert weil ich das Gefühl hatte endlich die Verantwortung für meine Gesundheit abgeben zu können. Aber natürlich, das habe ich dann nach und nach auch wieder gemerkt - kann man das auch nie zu 100% - ich glaube wachsam zu bleiben, ob das was der Arzt vorschlägt das richtige ist - bzw. sich richtig anfühlt, ist nach wie vor ganz wichtig.

Aber ich kann mich den anderen Leuten hier nur anschließen und dir raten dich unbedingt auch nach KFO's in weiterer Entfernung von deinem Wohnort umzuhören. Ich wohne in einer Millionenstadt und habe niemand passenden gefunden und pendele jetzt seit über 2 Jahren 1x im Monat 1,5 Std. mit dem Zug in eine andere Großstadt. Am Anfang erschien es mir auch absurd und nahezu unmöglich die Zeit, das Geld etc. dafür aufzubringen aber inzwischen gehört es einfach dazu und ich hinterfrage es nicht mehr weil es sich richtig anfühlt.

Frag am besten im Forum rum wenn du Tipps für Ärzte brauchst - ich glaube das wichtigste ist wirklich dass du so schnell wie möglich jemanden kompetenten findest bei dem du dich aufgehoben und verstanden fühlst,oder? Das wirst du das ganze Chaos vorher sicher schnell vergessen können! Ich wünsch dir viel Kraft und Durchhaltevermögen!

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