joyella

unentspannter Kinnmuskel nach KFO-Behandlung

26 Beiträge in diesem Thema

Hallo!

Ich habe vor ca. 2 Jahren meine KFO-Behandlung (die 2.!) abgeschlossen. Meine Zähne stehen nun schön gerade. Leider kann ich seitdem meinen Mund nur mit stark angespannten Kinnmuskel schließen, was nicht sehr schön aussieht. Anfangs ist mir das nicht so sehr aufgefallen, doch mittlerweile stört es mich immer mehr. Was kann man machen?:?

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Hi joyella,

zu mir meinte der Kieferorthopäde, dass man einen Knopf flach in den Mund zwischen Lippen und geschlossene Zähne nehmen kann, an dem ein Faden ist, der aus dem Mund herausguckt. Dann soll man an dem Faden ziehen und mit den Lippen verhindern, dass der Knopf nicht herauskommt. Vorsicht: Knopf nicht herunterschlucken! (Eigentlich kommt er ja auch gar nicht richtig in die Mundhöhle, also hinter die Zähne.)

Das soll man dreimal am Tag jeweils 5 Minuten lang machen, um die Muskeln zu trainieren, die dann später entspannter sein sollen beim Mundschluss.

Ob das funktioniert oder nur die Notlösung und Ausrede war, weil der Kieferorthopäde die Zähne nicht gerade gekriegt hat, weiß ich nicht.

Man kann vielleicht auch als zusätzliche Übung einen Stift länger zwischen Oberlippe und Nase festhalten bzw. einklemmen, ohne die Hände zu benutzen, um die Muskeln zu trainieren.

Er meinte, er wäre für Lippen und Mundschluss nicht zuständig.

Aber darum geht es einem doch auch bei einer kieferorthopädischen Behandlung?!

Das hat sich für mich seltsam angehört.

Vielleicht meldet sich ja jemand, der durch diese Übung Erfolg hatte.

Ich dachte, dass die Lippen oder das Gewebe oder die Haut an den Lippen zu kurz sind, wenn man den Mund nicht entspannt schließen kann.

Ich dachte auch, dass durch Anspannung von Muskeln sich diese eher verkürzen und kürzer bleiben, was ja dann kontraproduktiv wäre.

Der Kieferorthopäde meinte, ein Mensch mit geraden Zähnen könne seinen Mund nicht entspannt schließen, was mir seltsam vorkommt.

Wer weiß da Bescheid, ob o.g. Übungen Sinn machen?

LG!

Keith Kiefy

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Liebe joyella,

Hattest du zu irgendeinem Zeitpunkt der Behandlung einen frontal und/oder seitlich offenen Biss?

Es ist davon auszugehen, dass dein Untergesicht durch die kieferorthopädische Behandlung verlängert wurde. Eine -wie von dir beschrieben- stärkere Aktivität des Muskulus mentalis ist ein sehr eindeutiger Hinweis darauf. Genau genommen wurde jedoch nur die knöcherne Komponente des Gesichts durch eine Bisshebung verlängert, denn Weichteile können durch kieferorthopädische Behandlungen nicht direkt verändert werden.

Du bist bei weitem kein Einzelfall. Die Seite www.orthodontic-outrage.com warnt aus diesem Grund vor Zahnspangen.

Ebenso findest man http://209.85.129.132/search?q=cache:Gd0FSCxLYgUJ:www.ibo-tech.de/pdf/Okt_2007_Turin/Gnathology_Turin_2007_Abschnitt_III.pdf+Falschbehandlung+Variation+3&hl=de&ct=clnk&cd=1&gl=at hier einen Fall mit einer solchen Fehlbehandlung -wobei der offenen Biss, der sich durch die Bisshebung bildet, noch nicht geschlossen wurde.

Die einzige Möglichkeit eine Gesichtsverlängerung zu korrigieren besteht in einer Operation.

Natürlich kann man auch die Lippenmuskulatur trainieren und an die veränderten anatomischen Gegebenheiten anpassen. Dein Gesicht wird jedoch garantiert nicht mehr so aussehen wie früher. Die Spannung der Kinn und Lippenmuskulatur wirkt sich einfach negativ auf die Gesichtszüge aus, lässt einen streng, verkrampft und (gerade Frauen) schlichtweg weniger attraktiv aussehen.

Falls du über das Risiko einer Gesichtsverlängerung nicht aufgeklärt wurdest, steht dir Schadensersatz zu. Da sich KFOs in Fällen von Gesichtsverlängerung meist sehr genau des Schadens bewusst sind, sind die Chancen auch gut auf außergerichtlichem Weg Schadensersatz geltend zu machen. Wichtig ist, dass du -ohne aufzufallen- an deine Unterlagen kommst. Mithilfe der Unterlagen (insbesondere des Fernröntgen) kann man die Gesichtverlängerung mit einer einfachen Vorher-Nachher-Durchzeichnung nachweisen. Auch für die Korrektur ist es für den Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen in Hinblick auf eine eventuelle OP-Planung von Interessen zu erfahren wie die Kieferstellung vor dem Behandlungsfehler war.

Die Verjährungsfrist beginnt übrigens erst ab Kenntnis von Schaden und Schädiger (also vmtl. ungefähr jetzt) zu laufen und beträgt 3 Jahre.

Der Kieferorthopäde meinte, ein Mensch mit geraden Zähnen könne seinen Mund nicht entspannt schließen, was mir seltsam vorkommt.
Was dieser Mensch da von sich gab fällt schlichtweg unter die Kategorie "Schwachsinn".

Er meinte, er wäre für Lippen und Mundschluss nicht zuständig.
Auch das ist Schwachsinn, denn der Lippenschluss liegt sehr wohl in seiner Verantwortung, zumindest insofern als sich der Lippenschluss durch eine KFO-Behandlungn nicht verschlechtern darf. In Prinzip ist ein KFO jedoch auch dafür zuständig im Vorfeld die Ursachen für einen forcierten Lippenschluss abzuklären und dem Patienten Möglichkeiten vorzuschlagen diesen zu behandeln. Je nach Ursache kann er zur OP raten, zum Logopäden raten oder (sehr selten) durch eine Korrektur einer protrudierten Front den Lippenschluss verbessern.

Alles Gute

bearbeitet von caesiaflava

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Hi Caesiaflava,

deine geschicht hört ich ja ziemlich schlecht an....war mal auf deiner homepage.

Mir ist das bei mir zuerst gar nicht so aufgefallen. Jetzt nach 2 Jahren stört es mich ziemlich extrem. Ich habe Ende Februar einen Termin bei meiner KFO. Bin schon gespannt, was sie mir sagt.

Die Diagnose damals war:

UK-frontengstand sowie Steilstand der OK-front, kleines Diastema, mediale bei asymetrischem dentalen Distalbiss und absoluten Tiefbiss, maxillärer vertiakler Excess mit gummy smile.

- naja....ich verstehe nicht, warum ich nicht von meiner KFO darauf hingeweisen worden bin?! Ist es wirklich ein Behandlungsfehler? Hätte man das Problem anders lösen können? Kann man im nachhinein nichts mehr machen? bin schon ziemlich verzweifelt.....

Hast du deinen arzt verklagt? Habt ihr euch geeinigt????

lg

jo

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Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ein "absoluter" Tiefbiss sein soll. Möglicherweise ist gemeint, dass der Tiefbiss durch eine Fehlstellung der Kiefer und nicht der Zähne verursacht wird. Seltsam ist jedoch das gleichzeitige Vorliegen eines Gummy-Smiles. Das ist im Grunde recht widersprüchlich (es sei denn, dein Unterkiefer bzw. Kinn ist sehr kurz -ist das der Fall?)

Möglicherweise hat sogar schon ein Diagnosefehler vorgelegen, denn das gleichzeitige Auftreten eines absoluten Tiefbisses und eines Gummy-Smiles ist extrem untypisch.

Ist es wirklich ein Behandlungsfehler?
Das kann ich auf die Ferne nicht definitiv beurteilen. Sollte sich der Lippenschluss aber tatsächlich aufgrund einer skelettalen Veränderung, die während der Behandlung eingetreten ist, verschlechtert haben, dann liegt definitiv ein Behandlungsfehler vor.

.ich verstehe nicht, warum ich nicht von meiner KFO darauf hingeweisen worden bin?!
Ärzte weisen höchst selten auf ihre eigenen Fehler hin -ganz im Gegenteil.

Hätte man das Problem anders lösen können?
Sicher ist, dass eine Lösung ohne Verschlechterung des Lippenschlusses möglich gewesen wäre.

Ich habe Ende Februar einen Termin bei meiner KFO. Bin schon gespannt, was sie mir sagt.

Ich will nicht allzu pessimistisch sein, aber eine ehrliche Meinung zum Behandlungsergebnis darfst du dir von der behandelnden Kieferorthopädin nicht erwarten.

"Zweitmeinung" ist das Stichwort. Es ist wesentlich besser unauffällig Kopien der Behandlungsunterlagen zu verlangen und sie von einem anderen Arzt beurteilen zu lassen. Du kannst sogar versuchen die Fernröntgenbilder selbst zu durchzeichnen und wenn es dir gelingt, kannst du relativ einfach nachvollziehen wohin sich welcher Zahn bewegt hat.

bearbeitet von caesiaflava

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Hi Iris,

wie macht man das denn, die Fernröntgenbilder zu durchzeichnen? Braucht man da nicht spezielle Schablonen oder Winkelberechnungen?

LG Anna

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wie macht man das denn, die Fernröntgenbilder zu durchzeichnen? Braucht man da nicht spezielle Schablonen oder Winkelberechnungen?

nö. pauspapier, geodreick und lineal reichen völlig. vorausgesetzt, man findet die entsprechenden punkte auf dem röntgenbild ;)

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nö. pauspapier, geodreick und lineal reichen völlig. vorausgesetzt, man findet die entsprechenden punkte auf dem röntgenbild ;)

und welche Punkte wären das?

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und welche Punkte wären das?

die hier. es gibt aber durchaus röntgenbilder, auf denen die punkte nicht ganz so klar dargestellt sind. dann sollte man um so mehr wissen, durch welche anatomischen strukturen die eigentlich produziert werden.

frs_roe_pktn.jpg

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Hallo Joyella,

also ich bin ganz neu hier, aber hatte gestern das Therapie Gespräch mit meinem KFO. Er hat zu mir gesagt, dass ich kurz vor und kurz nach der geplanten OP (UK VV) zur Physiotherapie geschickt werde. Genau dort soll die Geschichte mit dem Kinnmuskel behandelt werden... Ich dachte, dass machen alle KFO so :confused:

Liebe Grüße

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Hi,

ich dachte, dass ein Muskel durch Anspannen noch kürzer wird. Das sagt doch schon das Wort Kontraktion. Bodybuilder sind doch z.B. oft nicht so gelenkig. Wären Massage oder Dehnübungen nicht angebracht?

Liebe Grüße

Keith Kiefy

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ich dachte, dass ein Muskel durch Anspannen noch kürzer wird. Das sagt doch schon das Wort Kontraktion. Bodybuilder sind doch z.B. oft nicht so gelenkig. Wären Massage oder Dehnübungen nicht angebracht?
Natürlich zieht sich ein Muskel bei Anspannung zusammen. Im Fall jener Mimikmuskeln, die am Lippenschluss beteiligt sind (vornehmlich der Ringmuskel, der ringförmig um did Mundöffnung verläuft) bewirkt die Anspannung und somit Verkürzung aber logischerweise das Schließen der Lippen. Zur Veranschaulichung: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Gray378.png&filetimestamp=20050521045058

Nur bei schlechtem Lippenschluss (wenn die Lippen in Ruhelage einen zu großen vertikalen Abstand haben >4mm) beteiligt sich auch der Muskulus mentalis am Lippenschluss. Er schiebt sozusagen die Haus und den Ringmuskel nach oben. Wenne eine starke Beteiligung dieses Muskels am Lippenschluss vorliegt, erkennt man dies auch an der Runzelung der Kinnhaut. Hier eine schöne Animation: http://flexikon.doccheck.com/Musculus_mentalis

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Hallo Joyella,

Ich würde die Sache nicht auf sich beruhen lassen und zumindest erstmal eine Zweitmeinung einholen.

Mein neuer KFO (habe gewechselt, nachdem die Verschleppung der Behandlung beim alten KFO zu offensichtlich wurde) hat gleich beim ersten Termin vorsichtig angedeutet, ein UK-VV würde wahrscheinlich nicht reichen. Zusätzlich zu einer Bimax empfahl er mir logopädisches Training nach der OP. Als Grund nannte er meinen schlechten Lippenschluss (ich kann meinen Mund auch nur mit angespanntem Kinnmuskel schließen). Ursache ist laut KFO mein etwas zu tief stehender Oberkiefer. Wie übrigens Caesiaflava schon vermutet hatte, als ich meinen Fall hier geschildert habe. Ich hoffe natürlich, dass ich nach der OP entspannt meinen Mund schließen kann und auch kein „Kräuselkinn“ mehr habe.

LG Quina

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Hallo,

muskuläre Dysbalancen können durch verschiedene Übungen ausgeglichen werden. Vielleicht kannst Du Dich noch einmal an Deinen KFO wenden, um Dich ausführlich beraten zu lassen. Eventuell bietet sich eine logopädische oder physiotherapeutische Behandlung begleitend an.#

Viele Grüße

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Vielen Dank für eure zahlreichen Antworten.

Ich werde unauffällig nach den Bildern fragen. Brauche ich nur Fernröntgenaufnahmen (vorher/nachher) ???

Ich werde euch Ende Februar, nach meinem KFO-Termin schildern, wie es beim KFO war.....

lg

joyella

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Fernröntgenaufnahmen (vorher/nachher)
Ja, die sind am wichtigsten um Veränderungen festzustellen.

Aber wie gesagt: Gaaaanz unauffällig. An deiner Stelle würde ich den schlechten Lippenschluss auf gar keinen Fall ansprechen! Erst wenn du die Fernröntgenbilder (Kopien selbiger) hast, solltest du das Thema gegenüber dem/der KFO ansprechen.

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:? Ja..... das werde ich auch tun..... sonst wird sie noch misstrauisch.

Also Daumen drücken!!!!

- Wenn ich die Bilder habe.... was soll ich als nächstes tun? Gutachter, Anwalt, Rechtschutz (habe ich), Meinung vom anderen KFO oder MKG?

lg

joyella

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Am besten alles, was du gerade aufgezaehlt hast. Du kannst dich wirklich gluecklich schaetzen, dass du rechtschutzversichert bist. :-D

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Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ein "absoluter" Tiefbiss sein soll. Möglicherweise ist gemeint, dass der Tiefbiss durch eine Fehlstellung der Kiefer und nicht der Zähne verursacht wird. Seltsam ist jedoch das gleichzeitige Vorliegen eines Gummy-Smiles. Das ist im Grunde recht widersprüchlich (es sei denn, dein Unterkiefer bzw. Kinn ist sehr kurz -ist das der Fall?)

Möglicherweise hat sogar schon ein Diagnosefehler vorgelegen, denn das gleichzeitige Auftreten eines absoluten Tiefbisses und eines Gummy-Smiles ist extrem untypisch.

@caesiaflava: Also bei mir liegt genau diese Kombination vor, ich war noch nie in KFO-Behandlung. Bei mir liegen der OK und UK (noch mehr) zu weit zurück. Die OK-Frontzähne stehen schräg nach hinten, also zum UK hin, und überdecken die UK-Frontzähne und Backenzähne auf einer Seite fast komplett. Wenn ich lächele sieht man eigentlich nur die OK-Zähne und ganz viel Zahnfleisch darüber, die UK-Zähne sind völlig unsichtbar. Ich sehe dadurch aus wie eine Maus...

Mein neuer beratender KFO hat mir sogar schon jetzt einen schlechten Lippenschluss bestätigt bzw. meinte er, dass sich die Unterlippe zur Oberlippe hin aufgerollt hat, weil mein Kinnmuskel sie nach oben schiebt. Trotz Behandlungsempfehlung des KFC und eindeutiger Profilanalyse hat er mir jetzt einen Behandlungsplan ohne OP zur Einreichung bei der KK erstellt, wo er wohl die UK-Front nach vorn kippen will, um den Tiefbiss/Deckbiss zu korrigieren. Dadurch würde doch im Endeffekt auch ein langes Gesicht entstehen(??)

Ich werde mir wohl oder übel noch eine Drittmeinung eines weiteren KFO einholen. :-(

@all: Kann mir eigentlich jemand einen KFO im Raum Mitteldeutschland (auch Brandenburg/Berlin) empfehlen?

(ich werde dazu wohl auch mal ein eigenes Thema erstellen, wollte dem KFO aber eigentlich nochmal die Chance für ein klärendes Gespräch geben)

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@caesiaflava: Also bei mir liegt genau diese Kombination vor, ich war noch nie in KFO-Behandlung. Bei mir liegen der OK und UK (noch mehr) zu weit zurück. Die OK-Frontzähne stehen schräg nach hinten, also zum UK hin, und überdecken die UK-Frontzähne und Backenzähne auf einer Seite fast komplett. Wenn ich lächele sieht man eigentlich nur die OK-Zähne und ganz viel Zahnfleisch darüber, die UK-Zähne sind völlig unsichtbar. Ich sehe dadurch aus wie eine Maus...

Mein neuer beratender KFO hat mir sogar schon jetzt einen schlechten Lippenschluss bestätigt bzw. meinte er, dass sich die Unterlippe zur Oberlippe hin aufgerollt hat, weil mein Kinnmuskel sie nach oben schiebt. Trotz Behandlungsempfehlung des KFC und eindeutiger Profilanalyse hat er mir jetzt einen Behandlungsplan ohne OP zur Einreichung bei der KK erstellt, wo er wohl die UK-Front nach vorn kippen will, um den Tiefbiss/Deckbiss zu korrigieren. Dadurch würde doch im Endeffekt auch ein langes Gesicht entstehen(??)

Ich werde mir wohl oder übel noch eine Drittmeinung eines weiteren KFO einholen.

Es ist möglicherweise durchaus möglich (sofern die UK-Rücklage nur sehr gering ausgeprägt ist), den Biss kieferorthopädisch zu korrigieren. Es ist jedoch in jedem Fall eine heikle Sache, da eine Molarenextrusion, die sich als Nebenwirkung (reactio) einstellen kann oder vom Kieferorthopäden vielleicht sogar angestrebt wird um den Tiefbiss durch Bisshebung zu korrigieren, absolut vermieden werden muss, wenn man keine weitere Verschlechterung des Lippenschlusses will.

Sicher ist jedoch:

  1. , dass es durch eine rein kieferorthopädische Behandlung bei deiner Situation keine Verbesserung des Lippenschlusses geben kann.
  2. , dass sich durch ein Nach-Vorne-Kippen der Front (=Protrusion) der Lippenschluss mit Sicherheit noch weiter verschlechtert. Eine solche Behandlung ist meines Erachtens absolut abzulehnen.

Je nach Ausprägungsgrad ist eine OP möglicherweise die -in Bezug auf ein gutes Behandlungsergebnis- sicherere Alternative.

ch hoffe, dass meine rechtschutz sowas abdeckt.

gehört doch zum "Privaten"-Bereich?

Ich denke schon.

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Hallo ihr lieben,

der erste Schritt ist getan, ich habe die Fernröntgenbilder!!!!!!!

Habe mir nun ein Termin bei einem anderen KFO gemacht um ersteinmal eine zweite meinung einzuholen. Dieser ist auch als Gutachter für KFO tätig.

Bin am überlegen, ob ich auch noch einen Termin bei Kieferchirurgen machen sollte. Was meint ihr???

Keep you updated!

lg

joyella

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Hallo Joyella!

Ich freue mich für dich, dass du deine Unterlagen bekommen hast!

Bin am überlegen, ob ich auch noch einen Termin bei Kieferchirurgen machen sollte. Was meint ihr???
Wenn du den schlechten Lippenschluss korrigieren lassen möchtest, führt eigentlich kein Weg daran vorbei.

Weiterhin alles Gute und LG

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Hallo zusammen

Das sind ja Geschichten!!:shock:

Mir gehts im Moment mit meinem Lippenschluss auch so. Vor allem wenn ich mich darauf achte, merke ich wie verspannt ich am Kinn bin. Ich habe jedoch noch eine Bimax vor mir (OK VV, kippen und verbreitern, UK RV). Hoffentlich kann ich dann meine Lippen wieder ohne Anstrengung schliessen, ist nämlich echt mühsam. Könnte mir schon vorstellen, dass es nach der OP wieder besser wird.

Noch alles Gute für joyella, hoffe du kommst noch zu deinem Recht und kannst dein Problem beseitigen, vielleicht eben operativ, wie caesiaflava schon gesagt hat.

Lg Canelle

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