Jane Doe

Neu hier - OP bitter bereut

Hallo, ich bin neu hier, 50 Jahre alt und wurde vor 23 Jahren in Kiel operiert. Ich leide noch immer unter den Folgen der OP und freue mich, dieses Forum gefunden zu haben in der Hoffnung, mich hier mit Gleichgesinnten austauschen zu können, ich weiß sonst nicht, mit wem ich darüber reden soll, weil es niemand verstehen bzw. nicht verstehen kann.

Es wurde ein Stück vom Kieferknochen entfernt, weil der Kiefer zu prominent war, wie es so schön heißt. Dann wurde eine Le Fort I-OP durchgeführt, sprich, der Oberkiefer wurde ein Stück nach vorne versetzt.

In Folge der OP hat sich die rechte Oberlippe etwas verzogen, sie ist schief, was man gerade auf Fotos sehr deutlich sieht. Es hat sich ein Doppelkinn gebildet und das Gefühl kam nie wieder in das Kinn oder in die rechte Oberlippe zurück. Während ich vor der OP ein relativ unbefangenes Verhältnis zu meinem Aussehen hatte, kann ich mich heute im Spiegel nicht mehr sprechen sehen und ertrage keine Fotos mehr von mir. Ich habe die OP bitter bereut. Geht es jemandem ähnlich?

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Ich wurde jetzt vor fast einem Jahr operriert und bei mir ist auch einiges schief gegangen.Ich hab jetzt durch die op probleme mit dem lippenschluss hab einen offenen Biss und probleme mit dem rechten kiefergelenk.Leider ist es so das es ohne einen neue op nicht geht und ich deshalb dieses jahr alles nochmal vor mir hab.Ich hoffe das es dann endlich ok ist.Hast du eigendlich schon mal darüber nachgedacht ob das für dich auch in frage kommt.Eine neue op in der das ganze koregiert wird damit dein Leben wieder so normal wie möglich wird?Auch mit 50 ist man noch zu jung um alles hin zu schmeissen und unglücklich zu sein.Es geht einem sonst zu viel Lebensqualität verloren.

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Jane war Dein Chiurg denn ein erfahrener Arzt?

Ich kann das nicht ganz nachvollziehen, wie so ein Mißgeschick (schiefe Lippe) passieren kann. Dann müsste doch auch der Knochen falsch "zersägt" und wieder zusammengefügt worden sein. Oder?

Die Schäden, wie kein Gefühl in Oberlippe, Unterlippe pp kann durchaus vorkommen. Hast Du denn versucht etwas dagegen zu unternehmen? Vitamninpräperate z.B.?

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Mein Chirurg war eigentlich sehr erfahren. Er ist jetzt Chefarzt in einer Klinik in Stuttgart. Damals war er in Kiel. Die Ärzte waren sehr, sehr nett. Ich hätte nie gedacht, dass so etwas passieren würde.

Kann man denn überhaupt etwas dagegen unternehmen? Ich habe mal in der Uniklinik in Münster um Rat gefragt und die meinten lediglich, ich hätte ein suboptimales Gesicht. Am schlimmsten ist für mich, dass die rechte Oberlippe sich eingerollt hat.

@ashanti: Ich denke, eine neue OP würde nichts bringen. Die Lippe würde sich davon nicht wieder ausrollen und ich hätte obendrein dann noch weniger Gefühl im Gesicht. Außerdem vertraue ich den Kieferchirurgen nicht mehr und würde niemanden mehr mit einem Skalpell in der Hand in die Nähe meines Gesichtes lassen.

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Vor ca. 25 Jahren war ich auch schon beim Kieferchirurgen ( bin jetzt schon 46 Jahre alt) . Damals schon hat mich mein vorstehender Unterkiefer genervt. Zum Glück habe ich mich damals gegen die OP entschieden. Auch mein Arzt war erfahren, aber scheinbar hat er schlechte Erfahrungen mit OPs dieser Art gemacht. Er sagte damals, dass die Gefahr einer Gesichtlähmung bei 50% liegt.

Seitdem hat sich viel verändert. Jetzt habe ich mich zu einer OP enschlossen. Aber es wird eine OP am Oberkiefer (OK vV) . Damals hätte man den Unterkiefer zurückgesetzt. Dass es bei mir nur so aussieht als wäre wäre der Unterkiefer zu groß, hat man damals nicht festgestellt.

Auf jeden Fall würde ich mich beraten lassen, ob man das damalige Ergebnis korrigieren kann.

Viele Grüße, Gabi

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g46 hat geschrieben:

- Auf jeden Fall würde ich mich beraten lassen, ob man das damalige Ergebnis korrigieren kann. -

Das habe ich ja getan, sowohl bei einem Kieferchirurgen hier in Bielefeld als auch in Münster, aber man kann nichts machen. In Münster fiel dann der Begriff vom suboptimalen Gesicht. Durch die OP sind halt die Nerven geschädigt worden.

Ich glaube, heute werden Patienten vor und nach einer OP psychologisch betreut, aber damals gab es das nicht. Auch habe ich erfahren, dass die Patienten heutzutage vor der OP logopädisch behandelt werden, auch das fand bei mir nicht statt. War das bei Euch so?

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@Jane Doe:

Bei mir wurde auch der UK zurück verlagert und ich habe dadurch (obwohl ich extrem schlank bin) einen Ansatz zum Doppelkinn, weil sich die Weichteile unterhalb des Kinns stauchen. Auch ich bin extrem unglücklich mit meinem Erscheinungsbild und den funktionellen Problemen. Aus diesem Grund plane ich eine Revisions-OP, da ich mich all die Jahre mit meinem Aussehen nicht abfinden konnte und auch funktionelle Probleme aus der Fehlbehandlung resultieren.

...psychologische Betreuung findet meines Wissens in Begleitung einer solchen OP auch heute nicht statt.

Physiotherapie, Ostheopathie und/ oder Logopädie wird auch nicht von allen Kieferchirurgen verordnet. Bei mir wurde diese Möglichkeit auch nicht genutzt, obwohl ich meine Behandler auf Maßnahmen welche ich zur Optimierung meines Heilungsprozesses ergreifen könnte, angesprochen habe.

Wenn man sich im Vorfeld nicht so gut wie möglich informiert kann man hier einiges "versäumen". Leider war zu meiner OP-Zeit das Internet noch nicht so ausgereift wie heute und ich hatte noch nicht die Möglichkeiten dieses Medium für Recherchen zu nutzen. Heute würde ich vieles anders machen. In jedem Falle mehrere Meinungen sowohl kieferorthopädisch als auch kieferchirurgisch einholen. Am besten ist jedoch der Erfahrungsaustausch mit Patienten. So erhält man Informationen "ungefiltert" aus erster Hand und kann sich selbst ein Bild machen.

@Amazone:

Das Problem der eingerollten Lippe habe ich übrigens auch...Die schräge Lippe kann auch aus Narbenzügen resultieren...ich habe auch eine leichte Tendenz dazu und versuche daher den Mund immer krampfhaft geschlossen zu halten, da es dann nicht so auffällig ist.

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Der UK soll wieder nach vorne geholt werden. Durch die verlängerte Strecke wird die Stauchung der Weichteile gebessert. Zudem wird auch der OK vorverlagert, da ich eine flaches Mittelgesicht habe und nach unten geschwenkt, weil ich kaum Zähne zeige.

Durch die Vorverlagerung des OK (mit evtl. Lippenplastik) hoffe ich auch etwas mehr Oberlippenvolumen zu bekommen. Die etwas hängende Oberlippe wird schwierig zu korrigieren, da Narbenzüge nur schwer behandelbar sind...Lippentraining -im Anschluß an die OP- kann hier aber etwas vorbeugend wirken.

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OK und UK werden beide nach vorne geholt? Hui, das finde ich aber mutig!

Kannst du mir sagen, wie das Lippentraining aussieht?

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Hey Jane,

was mit dir passiert ist, ist wohl der absolute Alptraum, das,was sich keiner wünscht, der so eine OP vor sich hat.

Wenn Du den "Nerv" hast, Dich im Hinblick auf einen Versuch der Korrektur weitr zu informieren, könntest Du es bei Prof. (DR?) ****** in Zürich versuchen.

Der hat sich wohl (auch) darauf spezialisiert, OP-Folgen zu korrigieren, und ich weiß von einem Fall aus dem Forum, wo er eine Patientin, bei der wohl einiges schief gelaufen war (OK zu weit impaktiert, Loch im OK...) wieder "hinbekommen" hat, sie ist mit dem Ergebnis jetzt wohl sehr zufrieden.

Allerdings würdest Du das wohl selbst zahlen müssen.

Patienten werden bisher leider weder vor noch nach Kiefer-OPs psychologisch betreut, obwohl ich das in vielen Fällen für sehr sinnvoll halten würde (bei mir auch ;0) ), gerade weil eine so "einschneidende" OP wie eine massive Veränderung des Gesichts sicherlich auch oft mit (unbewussten) Ängsten einhergeht bzw. es vielen Leuten sicher besser gehen würde, wenn sie eine kompetente Person hätten, mit dem sie vor der OP einfach mal über Ängste, Vorstellungen usw. reden können.

LG, Anna

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... das Lippentraining kann mit einem sog. Lip-Lifter erfolgen. Dieses "Trainingsgerät" hat sehr große Ähnlichkeit mit einem Schnuller und besteht komplett aus Silikon. Google doch einfach mal danach, da wirst Du schon fündig.

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