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schnacki

Bimax 8.10.08 Dr. Hölzle / Hohlweg-Majert KRI München

is zwar jetzt schon ein bisschen länger her, aber hier trotzdem noch der Bericht.

bei mir wurde der Oberkiefer ein wenig gekippt und der Unterkiefer links um 2 und rechts um 10 mm gekürzt.

Sämtliche Voruntersuchungen (Anästhesie, Blutabnehmen, EKG etc.) konnte ich schon im Vorfeld machen. Am Tag vor der OP habe ich abends um 6 in der Klinik "eingecheckt", durfte dann aber - auf ärztliche Anweisung :-D - noch mal raus und Essen gehen.

Ich hatte am nächsten Tag gleich den ersten Termin um 8 Uhr. Um 7 Beruhigungsmittel, die nicht wirklich gewirkt haben (genauso wenig, wie die Beruhigungstabletten am Abend davor...) um halb 8 ab in den OP. Die OP selbst hat 4 Stunden gedauert und ist - laut den Ärzten - richtig gut verlaufen. Schmerzen hatte ich keine beim Aufwachen, lag wohl daran, dass ich ziemlich viele Schmerzmittel bekommen habe. Leider war deswegen meine Sauerstoffsättigung lange ziemlich beunruhigend niedrig, ausserdem musste ich mich einmal übergeben. Deshalb war ich bis um 6 im Aufwachraum und durfte erst dann auf mein Zimmer. Ich war nicht verdratet und war auch nicht mit Gummis zugeschnürt. Meine Nase war durch die Beatmung und die Nasensonde ziemlich zu, aber ich durfte mich selbst absaugen, was das ganze ziemlich erleichterte. Am nächsten Tag wurde mir der Splint wieder eingesetzt und der Kiefer wurde mit Gummis fixiert. War etwas schmerzhaft aber nicht dramatisch.

Eine Sache, über die ich mich im Nachhinein sehr geärgert habe, war, dass mir niemand gesagt hat, wie ich kühlen sollte. Die Schwestern hatten mir zwar eine Schüssel mit Wasser und einem Stück Verband hingestellt, da ich aber am Kinn einen Stützverband hatte, wusste ich nicht, was ich damit anfangen sollte und hab mir das ganze auf die Stirn gepackt... Naja. am dritten Tag kam dann endlich jemand auf die Idee, mir eine elektrische Kühlmaske zu geben. Die war auch ganz toll, nur leider sah ich da - passend zur Jahreszeit - schon aus wie ein Halloween-Kürbis.

Insgesamt war ich 7 Nächte im Krankenhaus und hatte den ganzen Zeitraum über eine Magensonde. Die sollte mir eigentlich schon zwei Tage vor meiner Entlassung "gezogen" werden, da ich aber keine Probleme damit hatte, wollte ich sie bis zum Schluss behalten. Da ich schon kaum Wasser trinken konnte, wollte ich mir irgendwelche Suppe und vor allem das Zähneputzen ersparen.

Also 7 Tage Aufbaunahrung durch die Nase. Erst haben sie mir die an den Tropf gehängt, davon ist mir allerdings am Anfang schlecht geworden, was an einer falsch platzierten Sonde lag (Nerv gereizt). Daraufhin bekam ich Trinkfläschchen, die ich selbstständig mit einer Spritze aufziehen und durch die Sonde "essen" konnte, genauso lief es mit dem Wasser trinken.

Leider Verstopfte die Sonde einmal und musste neu gelegt werden - nicht gerade angenehm aber erträglich.

Das unangenehmste war eigentlich, als der Zugang für das Antibiotikum am 5. Tag verstopft war. Mein Arm ist ziemlich dick geworden und hat gebrannt wie die Hölle - im Nachhinein ohne Witz das unangenehmste am gesamten Aufenthalt im Krankenhaus.

Nach der Entlassung lag ich noch ca. zwei Wochen relativ flach. da ich eh schon eher schlank war und noch 5 kg im Krankenhaus abgenommen habe, war mein Kreislauf relativ am Boden. nach einer Wochen habe ich mit Lymphdrainage angefangen, was mir sehr geholfen hat und super angenehm war. zwei Monate nach der OP wurde ich dann auch zur Logopädin geschickt, die jetzt mit mir vor allem die Lippen- und Kaumuskulatur trainiert, die doch sehr schwach geworden ist.

Die ersten vier Wochen musste ich ständig den Splint und 4 Gummis tragen, die ich aber zum essen und Zähneputzen rausnehmen konnte. Danach nur noch Gummis.

Jetzt, nach gut drei Monaten, kann ich langsam wieder richtig kauen, allerdings immer noch keine harten oder zähen Sachen. Ein bisschen geschwollen bin ich noch immer, aber das fällt nur noch Leuten auf, die mich gut kennen. Meine Kieferöffnung ist mittlerweile zwei Finger breit und nächste Woche beginne ich mit der Physiotherapie, um das weiter zu verbessern.

Im Nachhinein war die OP zwar nicht besonders angenehm, aber ich hatte nicht ein Mal (bis auf die Infusionsgeschichte) Schmerzen. Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis, würde es jederzeit wieder machen und kann es auch jedem empfehlen.

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Hi Schnacki,

schön, dass du alles so gut überstanden hast und mit dem Op-Ergebnis sehr zufrieden bist - das wünscht sich wohl jeder!

lg Steph

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