Nadinchen

Beihilfe für Aufbisschiene oder Bionator?

Hallo,

gibt es hier beihilfeberechtigte Privatpatienten, die im Erwachsenenalter eine kieferorthpädische Behandlung brauchten?

Im Leistungskatalog der Beihlfe BaWü heißt es:

"Die Altersbegrenzung auf das 18.Lebensjahr gilt nicht, wenn schwere Kieferanomalien vorliegen, die eine kombinierte kieferchirurgische und kieferorthopädische Behandlung erforderlich machen.

Eine "schwere Kieferanomalie" liegt....bei skelettalen Dysgnathien...vor."

Ein offener Biss ist doch einer derartige "schwere Kieferanomalie", oder?

Heißt das, jedwede kieferorthopädische Behandlung ist nur dann beihilfefähig, wenn auch eine OP erfolgt?

Werden dann die Kosten für eine rein konservative Behandlung mit Aufbisschiene, Bionator, Untersuchung der Kiefergelenke usw. generell nicht übernommen?

LG, Nadinchen

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Hallo Nadine,

meine Aufbissschiene habe ich vom Zahnarzt erhalten ohne Zuzahlungen. Ich bin bei einer gesetzlichen kk. In meinem Fall, weil ich angeblich presse und mit der Schiene nachts meine Kiefergelenke schonen soll. Also ein anderer Verwendungszweck als im Falle eines offenen Bisses.

Unabhängig davon: eine Kieferorthopädischen Behandlung wird dann für volljährige Patienten von den Kk übernommen, wenn eine kombinierte Therapie aus orthopädischer und chirurgischer Behandlung notwendig sind. Während der Behandlung zahlst Du zunächst 20% der Kosten, die Du nach "erfolgreichem Abschluss" von der Kk zurück erhältst.

Eine rein konservative Behandlung müsstest Du selbst tragen, wenn Du 18+ Jahre alt bist. Dazu gibt es hier auch einige Fälle.

Am besten wäre es, Du gehst zu einem Kieferorthopäden und lässt Dich unverbindlich beraten. Wenn Deine Anomalie erheblich ist, kannst Du Dir überlegen, die kombinierte Therapie zu beginnen. Die Entscheidung trifft die Kk nachdem Deiner behandelnder Arzt die Unterlagen und den Behandlungsplan eingereicht hat. Im Zweifel wird ein Gutachter hinzu gezogen von der Kk.

Sollte die Fehlstellung gering sein, musst Du Deine konservative Therapie nur mit privaten Mitteln finanzieren und das ist nicht wenig, natürlich. :(

Viele Grüße und viel Erfolg

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Hallo Chris,

danke für deine Antwort!

Nur leider bezog sich meine Frage speziell auf die Beihilfe.

Um einen Heil- und Kostenplan zu erstellen, muß der KFO ja erst mal eine umfangreiche Diagnostik machen.

Schon hier entstehen Kosten.

Werden diese dann bei Beihilfeberechtigten übernommen?

Meine Kieferfehlstellung ist leider alles andere als gering.

Aber mit einer OP kann ich mich einfach nicht anfreunden...

LG, Nadine

PS: Kann denn jeder Zahnarzt so eine Aufbisschiene machen oder gibts irgendwo eine Liste, wer diese zusätzliche Qualifikation hat?

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Sorry, das mit Deiner privaten Kk hatte ich überlesen. Nimm' doch notfalls den Hörer in die Hand und ruf' bei Deiner Kasse an. Meine (wenn auch gesetzliche) hat mir auch sofort eine Antwort auf offene Fragen geben können.

Die Erstdiagnostik wurde bei mir nicht berechnet. Es gibt hier allerdings auch Fälle, wo privat bezahlt werden musste.

Bzgl. der Aufbissschiene: in meinem Fall war es ein ganz simple, transparente, die im eigenen Labor des Arztes angefertigt wurde. Kein Bionator/Aktivator oä.

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Hallo Chris,

ich bräuchte eben auch mal eine aktuelle Diagnostik mit Rö, evt. MRT der Kiefergelenke, Abdruck usw.

Evt. ein Rezpt für Myofunktionelle Therapie (ich schlucke falsch, die Zunge liegt falsch und drückt sich beim Schlucken zwischen die Zähne), und eine Schiene, die den Abrieb verringert und die Muskulatur entspannt.

Ein paar Zungen- Gymnastiktips zur Entlastung des Kiefergelenks wären super.

Ja stimmt, meine Beihilfestelle anzurufen wäre sicher sie letzte Möglichkeit.

Aber nach dem, was ich oben aus dem Leistungskatalog zitiert habe, sieht es sehr schlecht aus.

Weiß denn niemand Rat?

Lg, Nadine

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Um einen Heil- und Kostenplan zu erstellen, muß der KFO ja erst mal eine umfangreiche Diagnostik machen.

Schon hier entstehen Kosten.

Werden diese dann bei Beihilfeberechtigten übernommen?

Die Beihilferichtlinien sind hier genauso wie bei den gesetzlich versicherten Patienten. Über 18 und keine OP geplant heißt alles privat.

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Hallo Steve,

danke für die Antwort!

Na super :neutral:

Und wenn der KFO nach umfangreichen Untersuchungen zum Schluss kommen würde, OP lohnt sich nicht mehr, weil zB. der Knochen zu schlecht ist, dann würde ich auf den Kosten der Untersuchungen auch sitzen bleiben?

Meine PKV übernimmt die Kosten beim KFO, leider aber nur zu 30%

Zahnärztliche Behandlungen werden aber auch von der Beihilfe erstattet.

Besteht da noch die Möglichkeit der Kiefergelenksdiagnostik beim Zahnarzt? Ist dort auch eine Aufbisschiene zu bekommen?

Mit welchem Kostenrahmen müßte ich cirka rechnen, bis ein KFo beurteilen könnte OP ja/ nein?

Lg, Nadine

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zu den kosten:

alles was der kieferorthopäde ohne OP macht ist wie schon erwähnt wurde privat.

behandlungsplanerstellung ist meistens ca. 200 + röntgen. wobei eine einfache beratung ohne behandlungsplan auf kasse geht. nur wenn du dich dafür entscheidest kostet's dann geld.

ein MRT des kiefergelenks geht auf kasse wenn du eine überweisung vom kieferorthopäden hast.

röntgen beim kieferorthopäden ist auch privat.

allerdings wird bei einem kieferchirurgen bei der beratung (was du ja evtl. sowieso vor hast -> anderer thread) ein seitenröntgen auf kasse erstellt, das du mitnehmen kannst.

ein panorama röntgen kann der zahnarzt wenn er es für eine zahnbehandlung braucht auf kasse erstellen. ansonsten auch privat beim KFO.

Ein offener Biss ist doch einer derartige "schwere Kieferanomalie", oder?

es kommt nicht nur auf die kieferfehlstellung an. dass du evtl. eine kieferfehlstellung hast die von der kasse chirurgisch bezahlt wird, heißt nicht, dass sie dann auch jede andere behandlung bezahlt wenn du die OP nicht willst.

aufbisschienen können von zahnärzten auf kasse erstellt werden, z.b. wegen zähneknirschen.

wenn du das beim KFO machen lässt, kostet es wieder.

(ja...ICH hab mir das nicht ausgedacht)

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Hi,

ich lese auch etwas in deinem anderen Thread mit, da ich mich durch das Thema "Offener Biss" angesprochen fühlte.

Vor 4 Jahren habe ich eine ganze Weile gebraucht um zu akzeptieren, dass meine gefühlte "schwere" Anomalie nicht für eine Kostenübernahme durch die Kasse reicht.

Hier mal ein, wie ich hoffe aktueller Link zur Klassifizierung: http://www.zahnklammern.de/allg_kig.html

Anfangs habe ich in den sauren Apfel gebissen und ca. 450 € in eine gründliche Diagnostik (Kiefermodell, Röntgen, Abdrücke, Diagnostik, ...) investiert.

Wenn herausgekommen wäre, dass eine Regulierung nicht oder nur mit erheblichem Aufwand möglich gewesen wäre, dann hätte ich einen Knopf hinter das ganze Thema gemacht und die investierten Euro nicht als Verlust betrachtet.

LG Bracket

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Hallo Bracket,

dank dir für den super Link! :-D

Sowas hab ich schon die ganze Zeit gesucht!

Genaueres läßt sich auch bei mir nur nach einer aktuellen Untersuchung sagen.

Mir wurde damals vom KFO mit der Begründung abgeraten, dass die OP in meinem Fall "zu viel Arbeit" sei (den Satz werd ich nie vergessen), da bei mir nichts funktioniere- keine Okklusion, keine passenden Kieferhälften, keine passenden Zähne, kein nix. Und bei einer operierten Patientin mit ähnlichem Befund ist der UK ganz schnell wieder in die alte Lage gerutscht.

Für die Kostenübernahme kommt es aber wirklich auf mm und Fakten an.

Momentan überlege ich, mir von einem KFC eine genaue Meinung und Untersuchung einzuholen.

Das wäre die teure Lösung.

Oder ich versuche einen Zahnarzt zu finden, der auch KFO ist, und der eine (kleinere?) Untersuchung und konservative Behandlung durchführen könnte. Das wäre die kostenneutrale Lösung.

Letztere könnte durchaus nur vorläufig sein, da hast du schon recht.

Ich weiß es auch nicht....keine Ahnung.

Den Chirurgen halte ich für qualifizierter.

Nur meistens haben Chirurgen eben eine gewisse Tendenz zu Operationen :mrgreen:

Aber ohne genaue Untersuchung und aktuelle, neutrale Meinung kann ich mich definitiv nicht entscheiden, soviel ist sicher.

LG, Nadinchen

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Hallo Nadinchen,

auch ich lese in Deinem anderen Thread mit und habe eine ähnliche Kieferstellung, wenn auch eine andere Zahnstellung.

Bei mir hat die Diagnose beim KFC inkl. Seiten- und Panorama-Röntgen knapp über 100 € gekostet. Ist also einen Versuch wert. Bei der KK habe ich noch keine Kostenübernahme beantragt; ich kann also nicht sagen, ob und wieviel sie davon zahlen würden.

Der KFO wollte für Beratung und Diagnose inkl. Abdrücke (die nimmt der KFC üblicherweise nicht) über 200 €.

LG Angel

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Hallo Angel,

das mit den € 100 geht ja noch- hätte ich teurer geschätzt.

Momentan bin ich völlig ratlos.

Ich überlege, erst mal zu einem Otto-Normal-Zahnarzt zur Kontrolle zu gehen, um dort die Kiefergelenksprobs anzusprechen.

Röntgen, evt. MRT (?) und eine Schiene könnte ich dort möglicherweise bekommen- bezahlt natürlich.

Dann hätte ich für mich die Situation ein wenig geklärt und zumindest eine Grundlage für einen Besuch beim KFC oder KFO.

Was meinst du?

LG, Nadinchen

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dass röntgen und diagnose beim KFC was kostet hör ich zum ersten mal. war bei mir beide male auf kasse. auch mit seiten- und panoramaröntgen.

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Hallo Relative,

und du bist auch Beamtin und hast damit PKV und Beihilfe?

Mein Beihilfestelle hat mir dasselbe jetzt schriftlich mitgeilt:

Kostenübernahme nur bei schweren Kieferanomalien in Verbindung mit OP mit gesonderter ärztlicher Begründung.:(

LG, Nadinchen

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Also zum Thema Aufbissschiene:

Grundsätzlich wäre ich aus eigenen Erfahrungen immer vorsichtig zu Zahnärzten zu gehen, die "etwas" KFO "mitmachen". Eine gute Aufbisssschiene ist nicht so einfach zu bekommen, es gibt einige Zahnärzte die Schienen ausgeben / herstellen, die alles andere als sinnvoll sind und ich weiß wovon ich genau spreche, habe so das ein oder andere mitden Schienen erlebt, da ich sie selbst seit etwa 10 Jahren trage und 2 mal pro Jahr eine neue benötige. Ich lasse daher schon seit einiger Zeit meine Schienen durch eine Zahnklinik herstellen, da das Ergebnis bei Zahnärzten alles andere als optimal war, Folge: schwere Kiefergelenkprobleme.

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Hallo Sarah,

in welcher Zahnklinik bist du denn?

Und was kostet das cirka?

Und was kann man außer der Schiene noch machen?

LG, Nadinchen

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