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Devilina

Deutsche Zahnspange in Kenia

Hallo Zusammen,

am 03. April 2009 ist es soweit, nach einem Jahr und 3 Monaten Zahnspangenqual werde ich in Bad Homburg operiert. Offener Biss, Bimax OP.

Das Ganze hat vor 3 Jahren begonnen. Den offenen Biss habe ich zwar schon länger und hatte auch mit 11 schonmal eine Zahnspange, nur hat das nichts gebracht und ich habe mir im Teenageralter nicht viel dazu gedacht, zu mal ich nicht wirklich oft zum Zahnarzt gegangen bin...selbst Schuld, ich weiß.

Vor nun 3 1/2 Jahren habe ich dann den Zahnarzt gewechselt und war von Beginn an sehr zufrieden. Nach der 2. Behandlung bei Ihm hat er mich dann auf meinen offenen Biss angesprochen und dass man da nicht nur was tun könne, sondern sogar müsse, da der offene Biss bei mir sehr ausgeprägt sei/ist. Er hat mich daraufhin nach Bad Homburg überwiesen...allerdings dauerte es SEHR lange, bis ich dort einen Termin bekam. Nachdem es dann endlich soweit war, bestätigte mir der Bad Homburger Arzt wovor mich mein Zahnarzt schon gewarnt hatte: Zahnspange und Kiefer-OP unbedingt notwendig, da schon jetzt im (damaligen) Alter von 22, Folgeschäden zu erkennen waren (Ohrensausen, Zähneknirschen, Kopfschmerzen, Zungenfehllage, schlechte nasale Atmung etc.). Es hieß sogar zu Beginn noch, mein Unterkiefer müsse evtl. erweitert werden (wer weiß wovon ich rede, weiß wie "krass" diese Maßnahme ist). Glücklicherweise ergab sich dann bei der Analyse durch die Kieferorthopäden, dass dies nicht notwendig ist. Alles andere allerdings schon. "Wann soll's denn losgehen?"

Nach langem Hin und Her in meinem Kopf, panischer Angst vor der Zahnspange und der noch unbekannten finanziellen Belastung entschloss ich mich, es durchzuziehen. Bedenken hatte ich vor allem deswegen, weil ich sehr viel reise und in meinem Geburtsland Kenia einen 8 Monatigen Aufenthalt geplant hatte.

Ich sitze gerade in Nairobi und schreibe euch dass, nachdem mein Aufenthalt nun fast vorbei ist und ich hier, meiner Meinung nach, durch einen dem Bad Homburger Arzt gleichwertigen indischen Kieferorthopäden sehr gut behandelt wurde.

Meine Zahnspange habe ich im Januar 2008 bekommen. In Kenia bin ich seit Juli 2007, mit kurzem Zwischenaufenthalt in Deutschland, wo mir meine deutschen Ärzte bestätigten, dass alles genauso läuft, wie sie es geplant hatten. Sie sind SEHR zufrieden mit der Arbeit des indisch-kenianischen Kollegen.

Ich freue mich mittlerweile auf die OP, auch wenn ich ein bisschen Angst davor habe bzw. vor dem was danach kommt. Die Vorfreude allerdings auf den Tag, an dem die Spange rauskommt, ich das blöde Wachs wegschmeißen kann und nach dem Essen nicht SOFORT Zähne putzen muss, diese Vorfreude ist so groß, dass es den Rest erträglich macht.

Meine Geschichte möchte ich mit euch teilen, weil ich vor der Behandlung dachte, dass diese Sache mein Leben erheblich beeinträchtigen würde und ich eben eines besseren belehrt wurde. Klar gibt es Einschränkungen, klar nervt es und tut weh...aber es ist möglich, sogar wenn man so bekloppt ist, seine deutsche Ärztin davon zu überzeugen, dass man während der Behandlung mal eben 8 Monate in Kenia ist und man dabei ihre Unterstützung möchte ;-) Sie ist die coolste Kieferorthopädin die ich mir vorstellen kann!!!

Freue mich weitere Geschichten mit euch zu teilen, bin schon fleissig am Lesen hier und es tut auf jeden Fall gut, sich nicht alleine zu fühlen!

Viele liebe Grüße aus Nairobi

Devilina

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Das finde ich sehr bewundernswert wie du das alles gemanaget hast!

Bei mir wird es auch ein wenig verzwickt, weil nächstes Jahr im Februar ein Auslandssemester eingeplant ist und ich dieses eigentlich auch schlecht verschieben kann (und möchte).

Wie hast du in Kenia einen KFO gefunden, der dich und deinen heimischen KFO gerecht wurde?

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Hallo Mäuseritter!

Danke erstmal :-) Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg :-)

Wo möchtest du denn hin für dein Auslandssemester? Ich denke, im europäischen Raum wirst du auf jeden Fall keine Schwierigkeiten haben, einen guten Arzt zu finden.

Ich habe mich damals bei der deutschen Botschaft Nairobi erkundigt, per Email, und habe eine Ärzteliste bekommen. Die Dame die mir die Liste geschickt hat, war noch so nett, mir jemanden zu empfehlen. Allerdings bin ich dann wo ganz anders gelandet, weil ich einfach mal rumtelefoniert habe, und den Arzt ausgewählt habe, der in der Nähe meiner Wohnung und Arbeit ist. Zufälligerweise und lustigerweise ist es mein alter Zahnarzt aus den 80ern als ich noch ein Kind war. Er hat sich in der Zwischenzeit weitergebildet und gehört heute zu den besten Kieferorthopäden des südlichen Afrikas (er hat auch eine Praxis in Botswana). Studiert hat er in England.

Also, wende dich doch einfach mal an die deutsche Botschaft in dem Land wo du hinmöchtest. Was die Versicherung dann angeht, kann ich dir auch gerne helfen, dann aber lieber über PN :-)

Liebe Grüße und viel Erfolg!

Devilina

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Ich werde mein Auslandssemster down under verbringen (also nicht gerade um die Ecke ;) )...

Es ist zwar noch ein bisschen bis dahin, aber ich bin eh schon mitten in den Vorbereitungen welche Uni usw. Und da das mit der Spange/OP auch irgendwie unter ein Dach gebracht werden muss, kann ich das ja jetzt gleich machen.

Also du meinst, dass die deutschen Botschaften da helfen können?

Das werde ich mir merken und mal in Angriff nehmen.

Die Geschichte mit dem Zahnarzt finde ich sehr lustig :D Wie klein die Welt ist!

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Hi,

ja das war wohl Schicksal! Habe mich dann noch besser aufgehoben gefühlt, nachdem ich das rausgefunden habe :-)

Versuche das mit der Botschaft einfach mal, denke aber, das sollte schon klappen, für irgendwas müssen die ja gut sein :-P

Schau mal hier:

http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/01-Laender/DeutscheAVen/Australien/DeutscheVertretungen.html

oder

http://www.germanembassy.org.au/

Liebe Grüße

Devilina

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