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Susine

Wurzelbehandlung trotzdem GNE?

leider konnte die Wurzelbehandlung des 6-ers (?) im OK bei mir nicht wie geplant abgeschlossen werden. Es befindet sich offenbar noch entzündliches Gewebe in der Kieferhöhle. Aus diesem Grund hat meine Zahnärztin den betreffenden Zahn mit Medikamenten errneut präpariert und die Fortsetzung der Behandlung (die 4-te Wurzelbehandlung! an diesem Zahn) soll in 2 Monaten erfolgen. Die Wurzelbehandlung dieses Zahnes zieht sich nun bereits mehrere Monate hin und ein definitives Ende ist nicht vorhersehbar. Unabhängig davon hält meine Zahnärztin es für nicht indiziert die geplante GNE-OP Ende März 2009 deswegen zu verschieben.

Mein KC hat bei meinem letzten Termin im Januar ggf. zur knochentragenden GNE-Apparatur geraten, falls die Stabilität des Zahnes nicht gewährleistet werden kann.

Ich allerdings habe ernsthaft Bedenken vor diesem Hintergrund die Behandlung zu beginnen.

Wie beurteilen die Experten hier die Situation?

Konkret habe ich folgende Fragen:

1. Sollte man die Behandlung weiter verschieben?

2. Ist eine knochentragende GNE-Apparatur in meinem Fall zu befürworten?

3. Welche Vorteile hat die zahntragende ggü. der knochentragenden GNE-Aparatur?

4. Wie schätzen Sie die Gefahr der Wurzelresorption bei der zahntragenden Apparatur ein?

5. Trifft es zu, dass im Falle einer knochentragenden Apparatur die KFO-Behandlung bereits zeitgleich begonnen werden kann?

Für einen fachkundigen Rat besten Dank!

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Hi Susine,

also deine Frage ist schwer zu beantworten. Vielleicht hilft es dir ja weiter, wenn ich dir mitteile, dass bei mir erst letzte Woche eine Wurzelbehandlung durchgeführt wurde trotz der Zahnklammer und trotz der im April bevorstehenden UK u OK -Verlagerung. Meine Zahnärztin wird den Zahn nun gemeinsam mit dem KFC entsprechend med. behandeln, um jegliche Entzündungen ausschließen zu können.

Wäre meine Wurzelbehandlung vor der GNE gewesen, so hätte ich sie auch machen lassen, allerdings auch dann nur mit Einverständnis des KFC.

Kurz nach der GNE stelle ich mir als Patient es schwierig vor, eine Wurzelbehandlung machen zu lassen, da dann ja danach zum Beispiel noch Taubheitsgefühle im Oberkiefer vorhanden sind. Dann wohl erst lieber, wenn die GNE Apparatur herausgenommen wird und oben sich alles wieder gefühlsmäßig normalisiert hat.

lg, janine67

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Danke Janine67 für Deine Info, würde aber gerne noch die Meinung eines KFO oder Zahnarztes hier im Forum dazu erfahren!

Von der knochentragenden Apparatur wurde mir abgeraten, da diese bei einer späteren Kieferverlagerung ja die Nerven- und Blutbahnen des OK zuvor beeinträchtigt hat und damit die Blutversorgung bei einer späteren OK-Verlagerung nicht so optimal wäre.

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Hallo,

vielen Dank für Deine sehr präzisen Fragen. Leider ist per Ferndiagnose keine ganz klare Beratung möglich. Grundsätzlich sollte vor einer kieferorthopädischen Behandlung sowohl das Zahnfleisch als auch die Zähne entzündungsfrei sein. Ich kann den tatsächlichen Befund des oberen Seitenzahnes nicht einschätzen, aber aus dem bisher geschilderten Verlauf wäre es sehr zu überlegen, diesen Zahn derzeit in eine KFO-Apparatur einzubeziehen. Insofern wäre eine knochengetragene GNE eine gute Alternative - zu den geäußerten Bedenken wegen OK-Verlagerung fehlen mir allerdings die Anhaltspunkte. Hier sollte der behandelnde Kieferchirurg Stellung beziehen. Falls diese Lösung nicht möglich ist, dann rate ich zu einer Verschiebung des GNE-Termins. Aber bitte: Das ist ein Ratschlag aus der Ferne! Setze Dich unbedingt mit Deinen Behandlern in Verbindung!

Viel Glück

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Gehört zwar nicht hierher... aber Susine, ich habe versucht dir auf die pn zu antworten, was leider nicht möglich war, weil dein Postfach voll ist :neutral:

Liebe Grüße

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1. Sollte man die Behandlung weiter verschieben?

Das Alter ist mir nicht bekannt. Der Behandlungsbeginn hängt davon ab, ob skelettale Abweichungen vorhanden sind, deren Behebung die Ausnutzung des Wachstums (falls noch vorhanden) erfordern. Da hier von einer GNE-OP die Rede ist, nehme ich an, dass es sich um eine chirurgisch unterstützte GNE beim Erwachsenen handelt.

Da das Schicksal des endodontisch behandelten Zahns noch nicht klar ist, liegt auch noch kein definitiver Ausgangsbefund für die KFO-Behandlung vor.

Streng genommen gilt: Der Zahnarzt muss - ob er will oder nicht - über die Erhaltungsfähigkeit des fraglichen Zahnes entscheiden, der Zahn muss definitiv wurzelgefüllt und sechs Monate symptomlos sein. Dann erst kann man von seiner langfristigen Erhaltung ausgehen. Geht der Zahn verloren, so ändert sich ja unter Umständen der KFO-Behandlungsplan dramatisch.

Ist jedoch die Ausnutzung des Wachstums für die KFO-Behandlung erforderlich, so hat diese Priorität.

2. Ist eine knochentragende GNE-Apparatur in meinem Fall zu befürworten?

Eine lege artis wurzelgefüllter und seit mehr als sechs Monaten sysmptomloser Zahn kann kann und darf kieferorthopädisch bewegt werden, auch wenn er definitionsgemäß an seiner Wurzelspitze eine Enzündung (chronische apikale Parodontitis) hat. Die Verschlimmerung dieser Entzündung (akute Exazerbation) wird von Kieferorthopäden ebenso gefürchtet wie das erhöhte Resorptionsrisiko. Bei einer GNE werden Pfeilerzähne mit unphysiologisch hohen Kräften belastet. Dies verstärkt die o.g. Befürchtungen des Behandlers.

3. Welche Vorteile hat die zahntragende ggü. der knochentragenden GNE-Aparatur?

Die implantatgetragene GNE-Apparatur erfordert eine chirurgische Einbringung und spätere Entfernung. Das Risiko von Enzündungen und Implantatverlust ist gegeben.

4. Wie schätzen Sie die Gefahr der Wurzelresorption bei der zahntragenden Apparatur ein?

Die Gefahr ihres Vorkommens ist hoch, ihr Ausmaß und ihre Bedeutung meist gering.

5. Trifft es zu, dass im Falle einer knochentragenden Apparatur die KFO-Behandlung bereits zeitgleich begonnen werden kann?

Ja.

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