Amirel

Eigenanteil bei Unterkiefervorverlagerung.

Heute hatte ich ein Gespräch mit meiner Kieferorthopädin und bin im nachhinnein etwas verunsichert.

Mein Unterkiefer liegt 10mm zurück und soll mittels eine Op in 2 Jahren vorverlegt werden. Natürlich vorher mit allem drum und dran, oben und unten feste Klammer etc.

Sie hat mir gesagt, dass aufgrund der Ausgeprägtheit meines Falls die Behandlung 2 1/2 jahre dauern wird, die Krankenkasse aber die Kosten übernimmt.

Jetzt hat sie mir gestern aber einen Zettel untergehalten, der besagt, dass ich noch 1900 Euro für diverse Leistungen in ihrer Praxis, die nicht von der Krankenkasse übernommen werden, im Laufe der Jahre selbst übernehmen muß. In der ganzen Aufregung habe ich unterschrieben, und sie hat mir den Zettel auch nicht mitgegeben. Jetzt habe ich das mit meinem Mann beredet und irgendwie fühle ich mich ein bißchen über den Tisch gezogen. Kann es denn sein, dass ich soviel noch alleine bezahlen muß, kann ich den Vetrag noch widerrufen?

Bitte um schnelle Hilfe!

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Kann es denn sein, dass ich soviel noch alleine bezahlen muß, kann ich den Vetrag noch widerrufen?

Warst du denn bei der Unterschrift dabei ? :-P Eigentlich sollte ja eine Aufklärung stattgefunden haben, wofür das denn ist.

Die Summe halte ich für relativ günstig, da können auch deutlich höhere Mehrkosten entstehen. Vollkasko über die gesetzliche Krankenkasse ist schon lange Vergangenheit. Auch und besonders in der Kieferorthopädie.

Gruß Steve

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Bei mir steht auch eine UK-VV an. War bei zwei verschiedenen KFC und bei beiden belief sich der Selbstanteil für Splint, Modellop, usw. auf ca. 600-800€. Wobei einer auch noch so ein vorher-nachher Röntgenbild für 200€ machen will.

Also 1900€ finde ich happig.

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War bei zwei verschiedenen KFC und bei beiden belief sich der Selbstanteil für Splint, Modellop, usw. auf ca. 600-800€.

Hier gehts um den kieferorthopädischen Teil, nicht um den kieferchirurgischen.

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Hallo!

Normal wird doch bei Kassenpatienten alles von der Krankenkasse übernommen.

Ich weiß jetzt nicht, wo und wie ihr versichert seid.

Aber wenn es heißt, daß orthopädisch/chirurgisch kombinierte Behandlungen zu 100% von der Kasse übernommen wird, dann dürften doch keine zusätzlichen Kosten für den Patienten anfallen. (außer die 20%, die man am Ende zurück bekommt) Oder seh ich da was falsch?

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na guck ma wenn du dich aber für andere dinge endschieden hast die die kasse zb nichz zahlt?? dann können so kostetn entstehen.. oder es gab vorgespräche die man selber zahlen muss oder oder das ganze material zeugs.. alles bevor die kasse gezahlt hat.. oder so.. naja.. es bleibt ein rätzel :D

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Für Zahnfarbene Brackets usw. muß man natürlich selber zahlen.

Aber ein zusätzlicher Eigenanteil von 1900€? Ich würde mich da jetzt schleunigst erkundigen, wofür das alles sein soll.

Auf jeden Fall würde ich das nicht akzeptieren.

Zumal ja anscheinend nicht korrekt aufgeklärt wurde. :562:

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manchmal kriegt man halt denke ich mal nicht alles mit : man sitzt da und nickt.. und nachher weiss man nix mehr davon :)

aber ich würde auch nachfragen.. und wenns nur nen anruf ist.. die beantworten einen immer alles

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Hallo!

Danke für die vielen Antworten, ich habe heut morgen schon in der Praxis angerufen, und die Kieferorthopädin hat natürlich heute ihren freien Tag. Montag soll ich mich nochmal melden.

Irgendwie ist schon komisch, ich meine sie hat mir noch nicht mal ne Durchschrift oder Kopie von der Rechnung gegeben, und ich war einfach nur erschlagen von der Fülle der Informationen und was alles gemacht werden muß.

Ich habe nur noch einige Punkte im Kopf wie 3x prof. Zahnreinigung a 75 Euro, dann noch irgendwelche Befestigungen der unteren Klammer im Kiefer, die ich sonst außen hätte tragen müssen, das wollte sie mir in meinem Alter mit 30 ersparen!? Die waren mit 280 Euro aufgeführt. Dann müßte noch ein Speicheltest gemacht werden, um die Keime zu erkennen, die sich in meinem Mund befinden und verringern zu können. Ist das so üblich?

Mittlerweile denke ich, das ist es gar nicht wert, ich habe keine Problem mit der Funktionalität, und entstellt bin ich auch nicht.

Es müssen ein backenzahn im UK gezogen werden, und ein weisheitszahn im OK. Danach unten und oben Klammer, dann UK vorverlagerung und danach noch eine zweite Op in der mein Kinn wieder verkürzt werden soll, da es jetzt gut mit dem OK abschließt und optisch nicht zurückliegt.

Ich glaube, ich überlege mir das alles nochmal.

Ist keine einfache Entscheidung.

LG

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Ok, das erklärt schon einiges. Da kommt doch schon ein Sümmchen zusammen.

Mit Zweifel sollte man aber nicht in eine Behandlung starten.

Dann laß dir mal alles schön durch den Kopf gehen. (...im wahrsten Sinne... :328:)

LG

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Speicheltest mal ausgenommen, wurde bei mir auch nicht gemacht.

Aber ich habe leistungen die die kasse nicht bezahlt drin in meiner behandlung, auf der kieferorthopädischen seite währen da u.A. zu nenen:

- Keramikbrackets

- Funktionsdiagnostik

- Super Elastische Bögen

- Stripping

Und da kommt dann schon ne summe zusammen, und 1900 € ist ja sogar noch günstig für Igel leistungen, und ich denke es gibt nur ganz wenige Ausnahmen die wirklich komplett nur in kassenleistung (20% eigenanteil der zurückerstattet wird) auskommen, ich zb. bin froh auch noch igel bzw. private leistungen drin zu haben.

Beim Chirurgen, da Variiert das ganz stark was man privat zahlen muss, ich habe da schon von mehreren Tausend euro nochmal zuzäztlich zur KFO zuzahlung gehört, ich selber musste nur den Splint mit etwa 200 € selber bezahlen.

Herzliche Grüße

Chris

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Hab mal meinen Zettel mit den Kosten mal rausgekramt.

Also was ich selber zahlen muss ist folgendes:

-Kiefergelenkuntersuchung (1-2x)

-Genaue Bestimmung der Lagebeziehung der Kiefer zueinander und zum Schädel (1-2x)

-Versiegelung des Bracketumfelds

-Odontoplastik (bei Bedarf/wird angekündigt 2-4x)

-Kleberetainer

-systematisch subtraktive Maßnahmen

= Summe ca 870€ + die 100 € für Keramik (Erklärung siehe unten)

Was ich selber zahlen müsste, wenn ich nicht bei der AOK wäre:

-Strahlendiagnostik Schädel

-KFO bezogene Zahnreinigung 1x jährlich

-Bestimmung Kariesrisiki bei Multibandbehandlung

-Fluoridierungen

-Aufpreis für Spezialbrackets (hier zahlt die KK 20€ pro Spezialbracket. Da die Smartclip genau so viel kosten waren diese für mich quasi "kostenlos", nur für die Keramik, die eig. 30€ kosten musste ich die 10€ Differenz zahlen)

-Nance Apparatur

-Hochelastische Bögen

= Summe 1004 €

Also wenn du das alles selber zahlen musst, dann kommt das vielleicht doch schon ganz gut hin, oder?

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Mittlerweile denke ich, das ist es gar nicht wert, ich habe keine Problem mit der Funktionalität, und entstellt bin ich auch nicht.

... UK vorverlagerung und danach noch eine zweite Op ...

Aber Probleme hast mit der Funktion hast du nicht... Hier ohne vernünftige Funtkionsanalyse (was die Kieferorthopädin wohl meint) zu behandeln wäre schon fahrlässig. Die Kasse kennt sowas nicht.

Leute, ihr solltet langsam mal aufwachen. Das was von der Kasse erstattet wird hat mit fortschrittlicher und zeitgemäßer Kieferorthopädie nichts zu tun.

Freilich wurde auch in den 70igern schon behandelt, aber wer fährt heute noch einen VW Käfer ?

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Nun ja, es gibt aber tatsächlich Anteile in der Rechnung die nicht unbedingt nötig wären, lieber Zahnarzt.

Da hätten wir den Speicheltest, eine Zahnreinigung kann man sich auch sparen, wenn man selber die Zähne sehr sorgfältig reinigt und entsprechende Zahnpasta und Mundspülung verwendet. Ich habe einmal eine Zahnreinigung gemacht, habe mir alle Tips "abgeholt" die ich benötigt habe und die waren sogar noch so nett (übrigens war es eine Zahnärztin) mir nicht die volle Rechnung von 70 Euro auszuhändigen, weil meine Zähne "sauber" waren und sie nicht besonders lange für die Zahnreinigung gebraucht hat, so habe ich nur 30 Euro zahlen müssen. Desweiteren bekommt man einmal jährlich umsonst die Zahnsteinentfernung und ein "netter" Arzt schrubbt auch mal kurz die Zähne ab. Es gibt natürlich auch Zahnärzte die schrubben, wo es nichts zu schrubben gibt und verlangen dafür um die 100 Euro.

Leider ist es so, dass der "Normalo" sich nicht besonders gut mit Zähnen auskennt und da kann der eine oder der andere Zahnarzt/KFO schon mal ganz gut verdienen. Was mit dem Berufsethos nicht immer überein stimmt. Und eine Krähe hackt der anderen auch kein Auge aus!

Eigentlich schade, denn so werden die Zähne bei einem großteil der Bevölkerung auch nicht besser, sondern eher schlechter und ein Zahnarzt verdient auch wenn er ehrlich bleibt noch genug zum Leben.

Sorry, diese Worte mussten an dieser Stelle einmal sein!

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Nochmal Danke für die zahlreichen Antworten.

Nach langem Hin und Her werde ich die Behandlung wohl nicht in Anspruch nehmen.

Sicher, meine Zähne und Kiefer sehen vielleicht nicht perfekt aus, aber mein Uk schließt harmonisch zum OK ab, mein Kinn liegt nicht zurück, das einzige was mich halt stört ist, dass die Schneidezähne, die überkront sind, etwas vorstehen. Jetzt werde ich mal zum Zahnarzt gehen, und schauen, ob man das vielleicht harmonischer gestalten kann, denn meine alte Zahnärztin hat da sicher nicht das Beste gegeben.:mad:

Ich habe keinerlei Funktionseinschränkungen, Rückenbeschwerden oder sonstige Leiden.

Da habe ich mich doch in den letzten Tagen echt gefragt, warum ich mir das alles auflasten soll. Mein Mann hat mich sowieso für verrückt erklärt mehrere OPs durchzuführen zu lassen, nur um meinen UK um ein paar mm zu verschieben, ich wäre ja schließlich kein Unfallopfer. :razz:

Na ja, das Befassen mit dem Thema hat mir aber sicherlich geholfen, mich so zu nehmen wie ich bin und nicht aus einer Mücke einen Elefanten zu machen.

Ich wünsche Euch noch viel Erfolg bei Euren Therapien und verabschiede mich etwas erleichtert aus diesem Forum.

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