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duhastdiezähneschön09

Ober u. Unterkieferverlagerung / Evangelisches Krankenhaus Hattingen / Horror!

Hallo,

meine Ober und Unterkiefer-Verlagerung ist bereits 8 Jahre her, da ich aber mit den Auswirkungen bis heute zu kämpfen habe berichte ich auch mal von meiner OP. Ich war damals 17 Jahre, hatte sehr schöne Zähne und war in Kieferorthopädischer Behandlung(lose Spange). Meine damalige Ärztin teilte mir und meinen Eltern relativ überraschend nach dem ich bereits länger in Behandlung war damals mit das ich unter einer Progenie leide und dies dringend Operiert werden müsse. Ich selbst war zu jung um überhaupt darüber urteilen zu können und habe diese Progenie selbst nicht bemerkt / war mit meinem Aussehen so weit zufrieden. Nun ja mein Unterkriefer stand wohl minimal vor und sollte nun operiert werden. Es folgte dann eine 1 Jährige Vorbereitungszeit mit fester Zahnspange und vielen Arztbesuchen.

Gegen Ende dieser Behandlung fingen dann die 1. Gespräche mit dem Krankenhaus und dem operierenden Arzt statt. Wir wurden nicht im Detail darüber aufgeklärt was genau bei der OP passiert, was für Nachfolgen entstehen usw.Ich bin sehr unvorbereitet in die OP gelassen worden was ich heute 8 Jahre später unverantwortlich finde besonders wenn man meine Spätschäden bedenkt.

Wenige Tage vor der OP musste ich noch eine Eigenblutspende abgeben dazu später mehr.

Nun zu der OP. Vorab, viele wissen hier ja aus eigener Erfahrung wie hart die Ersten Tage sind und ich möchte niemanden Angst machen und schilder es einfach nur so wie es bei mir war.

Am Tag der OP habe ich morgens ein Beruhigungsmittel bekommen und wurde dann zum Operationssaal im Bett gebracht. Meine Mutter war kurz vorher bereits da und hat auch gewartet bis die OP vorbei war.

In der OP wurde der Ober und Unterkiefer durchtrennt und versetzt. Eine Plastikschiene wurde dann zwischen die Zähne gelegt und der Ober und Unterkiefer an der Zahnspange fest verdrahtet. Als das wußte ich nicht vorher

Als ich aus der OP erwacht bin hab ich einen schweren Schock erlitten. Die Schmerzen waren wirklich unglaublich schlimm so etwas habe ich vorher und auch später nie wieder erlebt. Durch den Mund konnte ich absolut nicht Atmen da diese Plastikschiene zwischen den Zähnen war und die Zähne fest miteinander verdrahtet waren. Ich bin direkt auf die Intensivstation gekommen was damit begründet wurde das dies nach so einer schweren OP üblich sei. Auf der Intensivstation war ich 2 Tage. Ich hatte unglaubliche Schmerzen und einen schweren Schockzustand da ich nicht damit gerechnet hab das es so schlimm wird. Ich bin auch relativ vertrauensvoll in diese OP gegangen. In den ersten 2 Tagen auf der Intensivstation konnte ich mich fast nichtbewegen wieso weiß ich nicht. Mein Körper war so stark geschwächt das ich nur noch da lag und gebetet habe das alles vorbei geht. Schmerzmittel habe ich über einen Venenzugang bekommen, da diese aber ab einem Punkt nicht mehr halfen erbrach ich ständig große Mengen Blut welches durch die geschlossenen Zähne lief. Diese Bilder sind mir bis heute (nach dem ich wegen dieser OP eine Traumatherapie machen musste) im Kopf geblieben. Insgesamt war ich 27 Tage in diesem Krankenhaus. Der Draht wurde nach 21 Tagen geöffnet. Die Magensonde wurde mir nach 10 Tagen gezogen da mir eine Krankenschwester zu viel der Nahrung gespritzt hatte und ich mich übergebn musste. Ich musste während der 21 Tage ständig eine Drahtschere um den Hals tragen damit im Falle einer Erstickung der Draht im Mund sofort geöffnet werden konnte. Naja nach 21 Tagen wurde der Draht dann geöffnet und mein Unterkiefer ist erst einmal so heruntergeklappt. Ich habe in der Zeit übrigens Zeiten von unheimlich großem Hunger erlebt. Nach meiner Entlassung wog ich 40,5 Kilo! Bei meiner Einlieferung wog ich 53 KG bei 164 cm Größe. Ich sah bei meiner Entlassung ganz erschreckend aus ich war einfach nur noch Haut und Knochen ich werde auch nie vergessen wie meine Kieferorthopädin mich angeschaut hat als sie mich das 1. mal nach der OP gesehen hat. Ich war ganz furchtbar abgemagert.

Nach der OP musste ich 6 monatelang mit Holzspateln lernen meinen Mund langsam wieder etwas zu öffnen. Ich musste auch in den ersten 7 Wochen nach Entlassung mit einem Spiegel essen da mein ganze Lippen und Kinnbereich taub war und ich den Mund nicht mehr treffen konnte.

Noch zu erwähnen ist das ich 2,5 Tage nach der OP meine Eigenbluttransfusion bekommen hatte da ich sehr viel Blut verloren hatte.

Während der Zeit dort hatte ich massivste Selbstmordgedanken da die Schmerzen einfach unerträglich schlimm waren. Was hinzu kommt war eine permanente starke Luftnot und damit verbundene Panik und auch Todeangst ersticken zu müssen. Durch den Mund konnte ich wegen der Verdrahtung absolut nicht atmen und die Nase war immer verstopft. In den ersten Tagen war ich ja zu dem Bewegungsunfähig und sprechen konnte ich 21 Tage nicht. Dieses ständige Ringen Tag und Nacht nach Luft war besonders traumatisierend gewesen. Glücklichweise haben nach einigen Tagen die Krankenschwestern entdeckt das da was nicht stimmt ich konnte mich ja kaum bemerkbar machen und sie haben die Nase immer wieder versucht frei zu machen. Die Sonde stecke ja auch noch drin. Richtig frei und tief durchatmen konnte ich trotzdem 21 Tage nicht.Das ich auch extrem schlimm aussah brauche ich wahrscheinlich nicht erwähnen. Die Wangen waren so stark geschwollen das man kaum noch die Nase sehen konnte. Das Gesicht hat sich mit der Zeit um die Augen herum fast schwarz verfärbt. Die Schwellungen sind nach circa 2-3 Monaten erst verschwunden. Naja das war aber noch das kleinste Übel.

Ein Jahr nach der OP wurden dann noch einmal die Schrauben entfernt. Diese OP reichte nicht mal Anstatzweise an die 1. heran.

Und wie ist es heute`? Mir ging es vor der OP relativ gut ich war auch ein recht glücklicher Teenager. Nur durch die OP und den Aufenhalt habe ich ein schweres Trauma erlitten was auch psychiatrisch diagnostiziert wurde. Ich habe dann 2 Jahre eine Traumatherapie gemacht was mir sehr geholfen hat. Dieses Jahr werde ich diesbezüglich noch einmal eine Therapie machen da ich immer noch mit den Bildern in meinen Kopf kämpfe. Nach der OP hatte ich über Jahre mit schweren Psychischen Problemen zu kämpfen weil die ganzen Bilder und auch Dinge die ich dort erlebt hab ich kaum verarbeiten konnte.

Z.b. wurde ich auf der Intensivstation als ich dort völlig hilflos und unvorbereitet unter Schock lag von einer Krankenschwester angeschrien. Der Grund war das ich mehrfach große Mengen Blut erbrochen hatte (was mir auch große ANgst gemacht hat und mir niemand erklärt hat woher das Blut kam) Nach dem diese Krankenschwester 2 mal mich und das Bett gesäubert hatte kam wieder ein großer Schwall Blut aus dem Mund und sie schrie mich an...ich denke mal es war Frust und Überforderung. Mein Psychologe sagte mir das zumindest so später. Trotzdem werde ich diesen Eingriff mein ganzes Leben nicht mehr vergessen.

Optisch gesehen bin ich wohl eine hübsche Frau aber trotzdem muss ich sagen ich hätte lieber meine gesunde Psyche und Unbeschwertheit wieder als einen schönen Kiefer.

Das die heutigen Methoden anscheinend besser sind lässt sich ja hier im Forum gut nachlesen:) Ich wäre damals in den ersten 1,5 Wochen nach der OP noch nicht mal in der Lage gewesen zu sitzen geschweige denn zu schreiben. Leider war es bei mir sehr sehr schlimm gewesen, es ist nichts übertrieben eher hab ich noch einiges weggelassen weils zu viel ist zum schreiben. Bis es mir körperlich wieder gut ging hat es circa 1 Jahr nach der OP gebraucht, meine Psyche hat sich nie komplett davon erholt.

Vielen Dank fürs Lesen.

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Hey!

Was da mit Dir passiert ist, tut mir schrecklich leid. Es ist erschreckend, wie unsensibel die Leute da mit Dir umgegangen sind.

Gut, dass Du wenigstens die Möglichkeit hattest, eine angemessene Therapie zu machen.

Ich wünsche Dir, dass das Du die Folgen bald überwinden kannst!

Alles Gute und liebe Grüße,

Anna

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Auch hey,

tut mir leid für dich, dass das damals bei dir so war. Vor einigen Jahren aber war die Entwicklung noch nicht so weit forgeschritten. Leider.

Zum Glück ist das heute anders und ich hoffe, dass die pflegerische Versorgung so bleibt wie sie jetzt ist oder noch wieder besser wird.

An dieser Stelle möchte ich mal an das Pflegepersonal und Ärzte der Krankenhäuser appelieren, das jede kleinste Reaktion eines Patienten ernst genommen werden sollte, der sich nicht sprachlich äußern kann und jegliche Schmerzreaktionen ernst zu nehmen sind, egal welches Alter der Patient hat. Dafür braucht der Patient sehr geschultes, vertrauenswürdiges Pflegepersonal mit sehr gutem Einfühlungsvermögen.

lg, janine67

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8 jahre sind auch nicht die welt. ich hätte vor ca. 5 jahren das erste mal die OP machen können und da war im grunde alles wie jetzt, mit der einzigen ausnahme dass man die platten noch durch eine kleine wunde von außen verschraubt wurden. aber weder verdrahtung noch eigenblutspende.

hier hattest du's wohl leider eher mit einem rückständischen krankenhaus zu tun, als mit zu früher OP. dafür spricht auch dass dir nichtmal gesagt wurde, dass blut zu erbrechen relativ normal ist. was schon unglaublich ist. jeder dürfte in panik geraten wenn er ohne vorwarnung einen liter blut von sich gibt.

hat sich im nachhinein aufgeklärt woher die schmerzen kamen?

gute besserung und danke für den bericht

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wohl leider eher mit einem rückständischen krankenhaus zu tun

Das glaube ich auch. Ich hatte 1998 meine 1. Kiefer-Op, genauer gesagt eine Unterkiefervorverlagerung. Hatte keine Magensonde, war nicht auf der Intensivstation, nicht verdrahtet und durfte nach 3 Nächten wieder heim. Es gab keine dieser Probleme wie bei Dir. Meine damalige Nachbarin (wo ich gewohnt hatte), hatte genau 1 Woche später eine Bimax beim gleichen Arzt, gleiches Krankenhaus etc. Auch sie hatte diese Probleme nicht, durfte nach drei Tagen wieder heim und war nicht verdrahtet, keine Intensivstation, keine Schiene zwischen den Zähnen etc.

einzigen ausnahme dass man die platten noch durch eine kleine wunde von außen verschraubt wurden

und selbst das gab es bei uns schon vor 10 Jahren nicht (mehr).

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oh gott das klingt furchtbar :( tut mir leid, dass dir sowas passieren musste.

ich glaube auch nicht, dass das an den rückständigen methoden liegt und da eventuell sogar rechtliche schritte angebracht gewesen wären.

meine mutter wurde vor 15 jahren operiert (von der chirurgin, die mich vor einem jahr operiert hat) und hat mir die op und die zeit danach als völlig unproblematisch beschrieben.

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hey danke für die vielen antworten, damit hab ich gar nicht gerechnet :-)

naja irgendwie stimmen mich eure antworten auch traurig(obwohl ihr nichts dafür könnt!!!), anscheinend hab ich ziemliches pech gehabt mit meiner op und diesen schlechten ärzten(das war mir gar nicht so klar). es ist seit damals das erste mal das ich überhaupt mit menschen wie euch spreche die auch so eine op kennen gelernt haben. ich war ja einige jahre in einer traumatherapie allerdings kannten die psychologen dort persönlich nicht diese op selbst deshalb ist eure reaktion die 1. die ich überhaupt je erhalten habe. ich dachte wirklich bis ich diesen bericht oben geschrieben hatte das es wirklich allen so wie mir geht!!! deshalb bin ich ganz überrascht das es bei euch gar nicht so schlimm zu sein scheint.

die schmerzen damals waren unglaublich schlimm ich hab noch nie solche schlimmen schmerzen erlebt, die werde ich wohl auch mein leben lang nicht mehr vergessen können... ich dachte die ganzen jahre über das es normal wäre solche schmerzen nach dieser op zu haben. das unprofessionelle verhalten des personals und der ärzte schätze ich auch so ein dass das nicht standard ist. aber alles andere, verdrahtung, magensonde starkes abnehmen...ich dachte das wäre normal. habt ihr nicht so stark abgenommen?

mir kommen jetzt noch die tränen wenn ich an diese zeit zurück denke es war ganz grauenvoll.

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:( schade dass es damals nicht die möglichkeit dieses forums gegeben hat...

also nachdem man nicht mehr verdrahtet wird, ist das mit dem essen auch nicht so schlimm. ich hab 4 kilo abgenommen in der ersten woche, da waren zuindest 2 schnell wieder drauf nachdem ich immer festere sachen zu mir genommen hab.

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Hallo,

das ist ja eine schlimme Geschichte. Zumindest das Erbrechen von Blut ist (leider) normal. Bei meiner OP zur Begradigung meiner Nasenscheidewand hatte ich auch damit zu kämpfen. Während der OP läuft das Blut den Rachen hinunter in den Magen. Der Körper versucht es dann durch Erbrechen wieder los zu werden. Wenn einem das natürlich niemand vorher (oder wenigstens währenddessen) sagt, ist das eine schreckliche Erfahrung.

die schmerzen damals waren unglaublich schlimm ich hab noch nie solche schlimmen schmerzen erlebt, die werde ich wohl auch mein leben lang nicht mehr vergessen können... ich dachte die ganzen jahre über das es normal wäre solche schmerzen nach dieser op zu haben.

Die starken Schmerzen postoperativ finde ich seltsam. Hat irgendeiner der Ärzte im Nachhinein noch etwas dazu gesagt?

Wir wurden nicht im Detail darüber aufgeklärt was genau bei der OP passiert, was für Nachfolgen entstehen usw.Ich bin sehr unvorbereitet in die OP gelassen worden was ich heute 8 Jahre später unverantwortlich finde besonders wenn man meine Spätschäden bedenkt.

Hast Du eigentlich ein Patienteninformationsblatt bekommen? Ich kann mich erinnern, dass mir bereits ein Exemplar ausgehändigt wurde, als ich das erste Mal in der Dysgnathiesprechstunde an der Uniklinik war. Alles steht dort auch nicht drin, es gibt einem allerdings schon einen ersten Eindruck, was einen so erwartet. Fest steht jedoch, dass die mangelnde (oder in Deinem Fall praktisch nicht stattgefundene) Aufklärung fahrlässig bis kriminell war.

Ich wünsche Dir auf jeden Fall gute Besserung und alles nur erdenklich Gute in Deinem weiteren Leben!

Liebe Grüße

Quina

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Hey,

kannst Du eine weitere Therapie vielleicht bei einem traumatherapeutisch ausgebildeten Arzt (es gibt ja auch Ärzte für Psychotherapie) machen?

Ich glaube, es ist schon wichtig, wenn der Therapeut nachvollziehen kann, wovon Du redest, also sich ein bißchen mit dem "Medizinischen", das dahinter steht, auskennt.

Ich habe in den Semesterferien an einem Uniklinikum famuliert und es dort so erlebt, dass Patienten, die z.B. eine "Anpassungssstörung" (d.h. jemand braucht Hilfe dabei, mit einer schweren Krankheit klarzukommen) hatten, nach der Entlassung an die Psychotherapie/Psychosomatik-Ambulanz eines Krankenhauses in ihrer Nähe überwiesen wurden, sie wurden dann wohl dort behandelt oder bekamen von denen geeignete Psychotherapeuten vorgeschlagen.

Vielleicht hilft es aber auch schon ein bißchen, wenn Du hier schreibst.

Das Verhalten des Pflegepersonals finde ich auch ziemlich unsensibel. Wie Relative schreibt - es ist wohl klar, dass jemand, der wirklich nicht wusste, was da auf ihn zukommt, und plötlzich größere Mengen Blut erbricht (und sich noch nicht mal verständlich machen oder den Mund öffnen kann), sehr verängstigt reagiert.

Auch dass Du Schmerzen hattest, die nicht ausreichend behandelt wurden, finde ich übelst. Sowas sollte es heute nicht mehr geben. :0(

Liebe Grüße..............................................................Anna

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Hey,

also bei mir ist ja jetzt die Bimax erst 14 Tage her, und so bin ich derzeit zum zweiten Mal in dem Stadium des Abnehmens nach Kiefer-OP.

Bei der erste OP (GNE), habe ich 9 kg innerhalb von sechs Wochen abgenommen und hatte dann mein altes Gewicht (59kg) nach einem Jahr wieder.

Jetzt nach der Bimax nehme ich in den letzten Tage natürlich auch immer mehr ab (ca. 4 kg), aber ich weiß dass ich auch wieder zunehmen werde.

Wäre ich allerdings länger als 3 Tage nach der OP im KH geblieben, dann hätte ich sicher mehr als jetzt in den letzen Tagen abgenommen, weil ich im KH immer kein Appetit habe -egal weswegen ich im KH bin-.

Zu Hause schmeckt es eben sehr sehr viel besser, und ich darf ja seit Dienstag schon wieder Breichen statt nur Flüssigkeit essen ;), und das bedeutet zum Beispiel dass ich jetzt wieder meine Lieblingstorte essen darf :razz: (Mousse au chocolate).

lg, janine67

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Ich, die ich nun drei bignathe Umstellungsosteotomien erlebt habe, kann sagen, dass es doch erhebliche Unterschiede der Kliniken im Umgang mit dem Patienten gibt, was sich doch körperlich sehr stark auswirken kann.

Bei meiner ersten Bimax (vor zwei Jahren), an der Uniklinik in München (LMU) habe ich tendenziell ähnliche Erfahrungen gemacht, wie hier beschrieben.

Ich war ebenfalls mehrere Tage auf der Intensivstation. Dort wurde mir u.a. Blut aus der Lunge abgesaut, so dass sich mein Körper aufbäumte, und ich war ähnlich schwach wie hier beschrieben, sprich konnte mich kaum selbstständig bewegen, an Aufstehen war nicht zu denken. Allerdings blieben mir die Scherzen dank der Schmerzmittel (auch über Venenzugang) erspart. Ich hatte ebenfalls eine Magensonde, die ca. am fünften oder sechsten Tag gezogen wurde. Krankenhausaufenthalt insgesamt waren 11 Tage.

Auch mit Krankenschwestern habe ich dort so meine Erfahrungen gemacht...

Außerdem waren die Schwellungen nach der Erst-OP enorm (erst bis nach einem Jahr nach der OP waren die Schwellungen nicht mehr sichtbar).

Zudem, vielleicht hier auch erwähnenswert, war diese OP bei mir mit gravierenden Behandlungsfehlern verbunden.

Dies hatte OP zwei und drei zur Folge (in Zürich). Bei beiden wurden jeweils wieder OK und UK (+ Jochbeine + Kieferwinkel + Kinn + Metallentnahme der Erst-OP) operiert. Obwohl die OPs zeitlich deutlich länger wären (Erst-Op 5 1/2 Stunden, Zweit-OP 10 1/2 Stunden, Dritt-OP 6 1/2 Stunden) und die Eingriffe umfangreicher, ging es mir körperlich hinterher erheblich besser. An Intensivstation war nicht zu denken. Aufstehen konnte ich am nächsten Tag wieder selbstständig (bzw. bei Folge-OP sogar am gleichen Tag). Essen konnte ich ebenfalls einen Tag nach der OP wieder selbständig (flüssig versteht sich), also war auch eine Magensonde nicht von nöten. Nur einmal tropfte mir kurz Blut aus der Nase. Die Schwellungen waren anfangs schon enorm, gingen (gehen) aber vergleichsweise sehr, sehr viel schneller zurück. Bei der ersten OP in Zürich konnte ich die Klinik am vierten Tag nach der OP verlassen, nach der zweiten OP dort gar am zweiten Tag nach der OP.

Also um ehrlich zu sein und es einmal banal zu formulieren: Nach der ersten OP ging es mir richtig, richtig dreckig...OP zwei und drei waren dagegen (also im Vergleich) doch sehr harmlos (wenn natürlich auch nicht schön, das wissen wir ja...).

Womit mag das zusammenhängen? Ich weiß es nicht genau. Sicherlich mag es eine Kombination aus verschiedenen Faktoren sein: Fürsorgliches Pflegepersonal, Operationstechniken, verabreichte Medikamente, Sorgfalt, Behandlungsfehler, ect.

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