diskus0815

Anteriore Diskuverlagerung o. Reposition bds. nach UK-Vorverlagerung 2007

86 Beiträge in diesem Thema

Hallo!

Seit September 2008 habe ich die Diagnose einer anterioren Diskusverlagerung bds. mit fortgeschrittener Arthrose. Vorausgegangen ist eine UK-Vorverlagerung im Juli 2007.

Probleme mit den Gelenken hatte ich schon lange. Mal mehr, mal weniger. Um`s kurz zu machen.. Da meine Zähne krumm waren, der UK zu weit hinten und ich immer mehr Probleme mit den Gelenken bekam, entschloß ich mich für eine Spangenbehandlung und UK-Vorverlagerung. Diese wurde auch im Juli 2007 erfolgreich durchgeführt. Mir ging es eigentlich gut, doch die Steifheit in den Gelenken sowie Taubheit am Ohr usw. nahmen immer mehr zu.

Ich war einen Monat nach OP bis heute ca. 150 x bei der Physiotherapie (bin nun schon beim dritten "Spezialisten"). Im September 2008 kam dann der Supergau. Scheinbar durch Überlastung hat sich mein Zustand so dermaßen verschlechtert, daß ich damals vor Schmerzen aus dem Fenster hätte springen können.

Der Mund ging nur noch einen Fingerbreit auf und die Kopf- und Ohrenschmerzen waren nicht zu ertragen. Medikamentös und mit Schiene und wieder und wieder mit Physiotherapie wurde es besser. Aber die Steifheit und die ganz unterschiedlich auftretenden Kopf-und Ohrenschmerzen (Zyklus von zwei Wochen) sind sehr oft präsent. Klar, daß die Auslöser meine Muskeln in Halswirbelsäule, Kiefer usw. sind. Ein Faß ohne Boden sagt mein Physiotherapeut. Meine linke Seite ist ziemlich kaputt und innen komplett taub. Die Biomechanik und meine Statik stimmen nicht mehr.

Beide Kiefergelenkköpfchen sind so gut wie glatt abgenutzt und der Diskus liegt davor bzw. beim Mundöffnen im Gelenk. Das konnte man sehr gut anhand des MRT und DVT sehen.

Im Januar diesen Jahres war ich dann bei Prof. Bumann in Berlin. Das Erbebnis war das was ich schon wußte. Therpievorschlag: Physio (kleiner Witz- aber sie schrieben auch das es nichts mehr bringen wird) und evtl. Entfernung der Gelenkscheibe evtl. auch eine Lavage. Von einer Gelenkspülung halte ich allerdings nichts, habe neulich wieder einen Bericht gelesen und meistens bleibt danach der Placebo-Effekt.

Jetzt bin ich schon sehr gespannt, denn im Mai habe ich einen Termin beim MKG-Spezialisten Prof. Reich von der Uniklinik Bonn. Mal sehen was er sagt.

Ich würde einfach mal gerne wissen, ob der Zustand eine Spätfolge der Op ist. Ich muß dazu sagen, daß ich in den vergangen 15 Jahren zwei schwere Unfälle hatte, die beide mit einem heftigen Aufprall verbunden waren. Sicher spielt das mit eine Rolle.

Ich bin auch erst 35 und weiß nicht, wie es in zehn Jahren mit meinem Kiefer aussehen wird. Eine operative Therapie ziehe ich in Betracht, aber es wird sehr davor gewarnt und es gibt auch wirklich nicht viele Spezialisten.

Hat jemand Erfahrungen mit Kiefergelenks-OP`s????

Wäre toll mal einen wirklichen Leidensgenossen zu finden.

Viele Grüße, diskus 0815

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Hallo discus 0815,

ich bin da auch eine Leidensgenossin. Habe ebenfalls eine anteriore Diskusverlagerung bds., schon seit über 2 Jahren, komme auch auf die 30 J. zu. Auslöser war bei mir eine dauerhafte Zahnextraktion, wo ich über 1 Std. mit dem offenen Mund sitzen musste. Danach kam das Knacken im KG, dann die Blockade. Habe Tinnitus, Ohrenschmerzen und sonst auch alles was dazu noch gehört…;) ;)

Habe auch so wie Du unzählige Physiotherapien gemacht, 3 Aufbissschienen getragen usw. Das Ergebnis war nach wie vor gleich null.

Zur KG-Operation: Habe auch schon ernsthaft darüber nachgedacht und sehr viel recherchiert, geforscht und Leute befragt.

Es sieht so aus, dass in Deutschland die OP noch konservativ gemacht wird - sprich hinter dem Ohr aufgeschnitten und dann wieder zugenäht. Dabei besteht das große Risiko, dass der Gesichtsnerv verletzt wird. Eine andere Möglichkeit wäre die OP in Österreich (Uniklinik Wien) durchführen zu lassen, vom Prof. Undt. Der ist wohl einer der wenigen in Europa, der eine andere, minimalinvasive Methode verwendet, schau Dir doch den Link an: www.kiefergelenk.at

Die Beratung bei ihm kostet ca. 160 EUR, habe schon dort angerufen, den Termin kriegt man recht schnell, so in 2-3 Wochen. Meine KK will aber die Kosten erst nicht übernehmen. Nur in dem Fall, dass es bewiesen wird, dass in DE weder eine derartige Beratung noch OP möglich ist. "Bewiesen" heißt, dass der behandelnde Arzt ein Schreiben an die KK schicken muss, wo er es alles beschreibt und begründet, und sagt dass es hier nicht mehr geht. Schwierig aber machbar. Ich meine, die Beratung könnte man auch selbst zahlen; sollte es zur OP kommen, dann kann man sich mit der KK auseinandersetzen.

Ich habe es ehrlich gesagt, noch nicht gemacht, weil in den letzten 2 Monaten mein Gelenkzustand trotz aller Erwartungen, endlich langsam bessert :P . Bin nach einer sehr langen Suche bei einem Prof. an der Uniklinik in Düsseldorf gelandet (wenn Du willst, kann ich Dir den Namen in die Privatnachricht schicken).

Ich finde ihn sehr seriös, er nimmt sich Zeit und denkt richtig und auch gerne mit. Habe im November von ihm eine etwas ungewöhnliche Aufbissschiene bekommen, "Aktivator". So eine hatte ich noch nicht. Ich war zwar am Anfang auch skeptisch, aber die scheint doch zu wirken! Nur halt langsam. Mein Mund geht schon fast 3 cm weit auf (zuvor waren es nur 1,5). Die Gleitbewegung ist leider immer noch nicht gegeben, aber ich kann den UK schon seitlich wesentlich mehr bewegen und sogar ein kleines Stückchen nach vorne.

Die Uniklinik Bonn habe ich auch hinter mir. Tja, was soll ich Dir sagen... Ich hatte eine Überweisung zum Prof. Reich. Sogar damit kommt man um die Ambulanz nicht rum. In der Ambulanz sagte man mir, ich soll erst zum Oberarzt, und wenn er es für nötig hält, dann zum Prof. Reich. Ich musste dreimal hin, der Oberarzt hatte keine Lust, sich mit mir zu beschäftigen. Da ich nach so vielen Therapien sowieso schon ein "hoffnungsloser" Fall war. Er hat gesagt, er könne mir eine Psychotherapie verschreiben, damit ich mit meinem Zustand besser zurecht komme. Nicht zu fassen, oder?! Zu Prof. Reich hat man mich nicht gelassen, und auf einen Termin müsste ich knapp 6 Monate lang warten und dann wahrscheinlich für die gleiche Blödsinn-Aussage noch 250 Euro zahlen. Habe es einfach gelassen... Und bin froh, dass ich nicht darauf bestanden habe, weil ich schon mehrmals sehr viel Negatives über die Uniklinik Bonn gehört habe, sogar von Ärzten.

Wenn es Dir gelingt zum Prof. Reich zu kommen, berichte doch wie er ist und was er gesagt hat. Lass uns im Kontakt bleiben, vielleicht können wir noch Erfahrungen austauschen.

Schöne Grüße

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hallo,

dann schließe ich mich mal dem club an...

bei mir ist das gleiche problem wie bei discus... wurde im okt. 2007 operiert ( uk-vv )...bis vor ein paar wochen war alles soweit ok... rechts sprang mir der discus wieder raus... hatte höllische schmerzen... mein kiefer geht beim mundaufmachen in die richtige position und beim zumachen driftet er etwas nach rechts ab...

trage jetzt wieder mal eine aufbißschiene und mache physio... bisher bringt es nicht viel... ibuprofen sind meine besten freunde momentan...

werde mich demnächst bei einem kiefergelenkspezialisten vorstellen... mal sehen was er mir dazu sagt...

lg schnattchen

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Schön, dass es noch ein paar Leidensgenossinnen gibt.

Meine Kiefergelenks-OP ist am 27.04. in Hamburg.

Nicht im UKE, sondern bei einer niedergelassenen Professorin (MKG und plastische Chirurgie), die u.a. auf Kiefergelenke spezialisiert ist.

Ich habe mich bewusst FÜR die OP entschieden, weil bei mir eine konservative Therapie mit Aufbißschienen völlig erfolglos war und meine Gelenkproblematik schon seit langen Jahren besteht.

Die Alternative wäre eine Gelenksprothese in einigen Jahren...da versuche ich lieber zu retten, was jetzt noch zu retten ist.

Außerdem habe ich die Schnauze so voll von den Dauerschmerzen, dass es mir das OP-Risiko wert ist.

Die Professorin hat über 30 Jahre Kiefergelenks-Erfahrung und bevor sie zur OP geraten hat, hat sie alle anderen Möglichkeiten gründlich überprüft.

In den meisten Fällen lässt sich eine OP vermeiden, aber bei mir eben nicht...:sad: .

Ich hoffe, alles wird klappen.

Drückt mir die Daumen!

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Hallo!

Das ist ja toll... Ich hätte ja nicht gedacht so schnell Mitleidende zu finden. Aber ich merke schon wie wichtig es sit sich auszutauschen. Besonders dein Hinweis mit Bonn...

Ich hatte meinen Termin ursprünglich für Ende Juni (im Januar vereinbart!!). Doch mein MKG-Chirurg hat sich daraufhin an Prof. Reich gewendet und um eine Vorziehung gebeten, und jetzt kann ich schon Mitte Mai hin. Aber es ist interessant was du schreibst - denn ich bin jetzt bei Dr. Teschke (oder so ähnlich - hab mal gegoogelt und es ist der Oberarzt und Assi vom Reich). Hab jetzt schon gar keine Lust mehr hinzufahren, wenn die so doof sind. Es sind für mich einfach drei Stunden Fahrt. ABer ich gehe natürlich hin und höre mir alles an.

Ich war ja im Januar bei Prof. Bumann (KFO-Kieferspezialist) in Berlin und man verwies mich auch an den Prof. Undt in Wien. Auch mein Zahnarzt ist sehr für ihn. Ich habe ehrlich gesagt nur Angst wegen den Kosten.. Ob ich jetzt mal 200,00 Euro für die Beratung zahle ist mir eigentlich wurscht, doch ich habe natürlich keine Lust die OP-Kosten zu zahlen. ABer du schreibst ja das es Möglichkeiten gibt. Die Homepage kenne ich.

Fakt ist aber, der Zustand muß sich bessern.. Ich habe keinen Bock mehr auf Schienen, Physio und dieses ständige Arztgerenne. Von den Schmerzmittel hatte ich letztes Jahr ne Magenblutung und kann sowieso nur noch mit Magenschutz hantieren.

Wurde mit dir mal im Detail über eine OP gesprochen? Entferungung der Gelenkscheiben, Annähen usw.? Mein MKG sagte mir bei der Entfernung des Diskus wird minimalinvasiv vor dem Ohr gearbeitet und es ist nicht dramatisch. Ich würde schon vor einer OP am offenen Gelenk abschrecken - aber wenn es sein müßte!!

Mich würden mal die ganzen Möglichkeiten interessieren.. Also wenn du mehr weißt, oder einen Link schicken könntest - fände ich super.

Wir bleiben in Kontakt!

Liebe Grüße, diskus 0815

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Hallo Schnattchen,

geh so schnell als möglich zum Spezialisten. Vielleicht kann man was retten.. und laß nicht so viele Leute daran rumdoktorn. Jeder ist schlauer als der andere.. und weiß es besser. Bei mir hätte direkt nach dem rausrutschen auch noch etwas gemacht werden können, doch man hat mich ja nicht ernst genommen und erst Monate später ein MRT gemacht. Dann war es zu spät.

Liebe Grüße, diskus 0815

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Hallo diskus0815,

danke für Deine Antworten! Es hilft wirklich, wenn man sieht, dass man mit dem KG-Leiden nicht so ganz allein ist...

Genauso wie Du, wurde ich von den Ärzten nicht ernst genommen, als ich mit dem ausgerutschten Diskus um Hilfe gebeten habe. Und ich war am nächsten Tag da, als ich gespürt habe, dass da was nicht stimmte!

Nach Monaten aber, als ich von einem Artz zu dem anderen gerannt bin, hat man mich gefragt warum der Diskus nicht manuell reponiert wurde. Als ob ich es mir selbst machen könnte?! Ich kann doch nichts dafür, dass weder mein ZA noch die Notfall-ZA damals nichts gemacht haben! Jetzt muss ich für dessen Verschulden zahlen, und wie! Wenn ich so zurückdenke, was es mir mittlerweile gekosten hat, wirds mir schlecht :x Und es ist noch nicht alles...

Über die OP habe ich mich nur kurz informiert. Ich glaube auch nicht, dass es für mich in Frage kommt. Ist viel zu risikoreich. Mit den ZA habe ich über die gesamte "Leidens-Zeit" leider mehr negative als positive Erfahrungen gemacht und das Vertrauen ist einfach nicht mehr da. Ich habe nur die Hoffnung, dass sich die Gelenke doch so "reparieren", mit Hilfe von dieser Aufbissschiene halt. Do alt bin ich noch nicht, vielleicht klappts ja:p

Wg. Uniklinik Bonn, ich war nicht beim Dr. Teschke, sondern bei einem anderen Oberarzt, irgendwas mit ...hofer, entweder Westhofer oder Meisterhofer, weiß ich nicht mehr genau. Habe vergessen zu schreiben, dass er mir damals ein Mundöffnungs-Gerät verkaufen wollte. Ein sogen. "Jaw-Trainer" von einem schweizer Hersteller. Er hatte mir zugesichert, dass die KK die Kosten dafür komplett übernimmt, hat es gleich für mich bestellt. Zwei Wochen Später eine böse Überraschung - das Gerät kam an, und damit auch die Rechnung über 600 EUR. Ich bin in Panik geraten, rief die KK an, die meinten, dass wegen mangelhafter Erfahrung mit solchen Geräten sie generell nicht genehmigt werden. Den Arzt habe ich auch vesucht zu erreichen, er war nie da und hat auch nie zurückgerufen. Zum Glück habe ich mit der Firma aushandeln können, dass ich das Ding wieder zurückschicke. :-P So bin ich es auch losgeworden.

Ich habe über dieses Gerät dann meinem jetzigen KFO Prof. berichtet. Er war entsetzt, und meinte es sei wirklich ein Glück gewesen, dass ich das Gerät nicht eingesetzt habe. Weil es alles kaputt machen würde, was noch zu retten war. Es wird bloß irgendwie mit Gewalt versucht, den Mund weiter zu bekommen.

Ich bin wirklich gespannt auf Deinen Termin beim Prof. Reich, schreib dann bitte! Muss Du übrigens die Beratung bei ihm auch selber zahlen?

Schöne Grüße

olga21de

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Hallo labworker,

ich wünsche Dir alles Gute für die OP! 30 Jahre Erfahrung - es spricht doch für sich selbst, kann ja nichts schief gehen. Da bist Du auf jeden Fall in sicheren Händen.

Wird die OP ambulant oder stationär durchführt? Was genau wird bei Dir gemacht?

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Hallo und guten Morgen,

vielen Dank für deine schnelle Antwort!

Das ist aber wirklich zum k.... Das mit dem ernstnehmen.. Da geht man dauernd zum Arzt und schildert sein Problem und man wird nur abgespeist. Dann kommt der große Knall und alle schauen blöd- mit dem Hinweis das man früher schon noch etwas hätte machen können.

Aber das die dir in Bonn so eine Mundöffnungsmaschine verkaufen wollten finde ich einen Knaller. Gut das du es regeln konntest. Über die Kosten mußt du mir nichts sagen. Man zahlt sich dumm und dämlich. Erst die Spange (hat zwar mit OP die KK gezahlt - trotzdem sind 2.500,00 angefallen) dann jetzt die Beratungsgespräche, Vermessungen, die Schienen usw. Die große Rechnung bei meinem Zahnarzt steht noch aus. Mir graut.

Gestern habe ich im linken Ohr (das Gelenk ist dort so gut wie kaputt) wieder so eine blöde Wärme gespürt und hatte das GEfühl Wasser im Ohr zu haben - allerdings ohne Wasser. Der ganze Ohrbereich ist taub und ich höre wieder sehr schlecht. Hast du so etwas auch gelegentlich? Mein ZA meint ich hätte eine Einblutung im Gelenk und muß mich nun schonen und ordentlich Voltaren Ristard nehmen.

Ich merke einfach das sich mein Gesamtzustand momentan um eine Stufe verschlechtert. Hast du auch diese Schübe??? Eine OP kommt mittlerweile für mich in Frage, da ich sonst nicht weiß wie es weitergehen soll. Ich kann nicht mein Leben lang zweimal die Woche zur Physio je ne Stunde und dann noch zum ZA und KFO und schieß mich tot.

Die eingeschränkte Mundöffnung finde ich gar nicht so schlimm und ich kann gut damit leben. Mit dieser Steifheit und den SChmerzen nicht langfristig. Du hattest doch auch die Umstellungsosteotomie, oder?

Habe übrigens gestern dem Prof. Undt ne Email geschrieben, mal schauen ob er sich meldet!

Bis Bald!

Liebe Grüße diskus 0815

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Bei mir wird am linken Kiefergelenk zunächst einmal der ungewöhnlich verlagerte (nach vorn und schief) Diskus in Augenschein genommen und dann - je nach Zustand - durch eine Verkürzung des hinteren Bandes reponiert, oder entfernt und duch ein Silastik(?)-Implantat ersetzt.

Dann guckt sich die Professorin meine merkwürdig geformte Gelenkpfanne (Tuberkulum ist doppelt so hoch, wie rechts und eine Art "Knochenspange" zieht sich außen ums Gelenk und behindert die Bewegung des Unterkiefers - ist übrigens angeboren) und den Gelenkkopf an.

Auf den Rö-und MRT-Bildern ist in dem Bereich eine deutliche Abrasion mit beginnender Arthrose zu sehen.

Das wird dann natürlich gerichtet, sofern sinnvoll (Arthroplastik).

In welchem Umfang das von Nöten ist, kann sie aber erst während der OP sagen.

Es wird am offenen Gelenk operiert, der Schnitt wird vor dem Ohr verdeckt gesetzt (wie beim berühmten Face-Lifting, aber dafür hab ich noch keinen Bedarf ;) ), die Narbe wird kaum sichtbar sein.

Sie macht "gute, alte Handarbeit", weil es zu dem "ganzen neumodischen Schnickschnack" noch keine Langzeiterfahrungen gibt.

Sie meint auch, dass eine "Übertechnisierung" nicht immer unbedingt positiv ist. Ihre "altmodische" OP-Methode hat sich seit fast 30 Jahren in hunderten Kiefergelenken bewährt.

Das Risiko einer Verletzung des Gesichtsnervs ist heutzutage sowieso schon sehr gering und wenn dann noch ein erfahrener Operateur am Werk ist, dann kommt sowas so gut wie gar nicht mehr vor.

Die Operation in Vollnarkose wird ca. 2 Stunden dauern und ambulant in ihrer Praxis gemacht. Sie macht das schon seit Jahren, weil sie das Infektionsrisiko in den Krankenhaus-OPs zu hoch findet.

Mich hat das "Gesamtkonzept" zuerst ein wenig abgeschreckt, aber ihre Erfahrung und ihre Art Klartext zu reden haben mich letztendlich überzeugt.

Von einer OP in "Unikliniken" hat sie mir damals abgeraten (ursprünglich war ich nur bei ihr, um eine 2. Meinung einzuholen).

Es ist häufig fast unmöglich an die Professoren direkt heranzukommen und selten sind wirkliche KieferGELENKS-Spezialisten darunter.

Wenn man denn tatsächlich Glück hat, und den Prof., oder einen Spezialisten "erwischt", dann weiß man nie, ob der dann am OP-Termin noch da ist. Die Fluktuation an Unikliniken ist ja bekanntlich hoch.

Es würde ihr Bauchschmerzen bereiten, wenn ein "kiefergelenksunerfahrener" Operateur versucht, sich mit meinen recht ungewöhnlichen Fall zu profilieren.

MIR würde das übrigens auch Bauchschmerzen machen!

Ok, die Jungs müssen irgendwie Erfahrungen sammeln, aber bitteschön nicht bei mir!

Ach ja, eigentlich wäre mein rechtes Kiefergelenk auch op-bedürftig (Diskusreposition und beginnende Arthrose), aber da ich damit kaum Probleme habe, will die Professorin dort auch vorläufig nicht operieren.

Sie will erstmal abwarten, ob die OP links nicht auch rechts eine automatische Besserung bringt. Sie hat das in der Praxis schon häufig erlebt.

"Schlafende Hunde soll man nicht wecken!", sagt sie und ich finde das sehr vernünftig!!!

Trotzdem ich Vertrauen zur Professorin habe und es auch bei weitem nicht meine erste OP ist, hab ich ein leicht mulmiges Gefühl.

Was mich so wuschig macht, ist dass es sooooo viele verschiedene extrem (!)unterschiedliche Meinungen zum Thema Kiefergelenks-OP gibt.

Wie schon gesagt: 3 Ärzte - 4 Meinungen...:-x

Da ist es fast unmöglich, den richtigen Weg für sich selbst zu finden...

Übrigens wurden meine Beschwerden fast 20 Jahre lang von verschiedenen Ärzten nicht ernst genommen! Zahnärte, Orthopäden, HNO, KFO, Allgemeinärzte - alle haben mit den Schultern gezuckt.

Wenn man jahrelang von Pontius zu Pilatus rennt und immer als Hypochonder abgestempelt wird, resigniert man irgendwann einfach und versucht, mit den Schmerzen zu leben.

Zum Glück hatte ich wegen Umzug den Zahnarzt gewechselt und der hat mir endlich mal zugehört und etwas auf den Weg gebracht!

Nunja, ich hoffe, alles wird gut! ;-)

Werde auf jeden Fall berichten, wie es mir unter dem Messer ergangen ist.

So long! :-P

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Guten Morgen diskus0815!

Du hast aber auch Einiges erlebt! Ich finde es vor allem unglaublich, dass egal zu welchem ZA man geht, haben alle die gleiche Antwort bzw. keine Antwort. Oder schauen halt blöd und statt zu helfen (oder wenigstens zuzugeben dass sie es nicht wissen) versuchen einem einzureden, man hätte sich alle Beschwerden eingebildet. Das finde ich kras! Und schon nach kurzer Zeit wird man zum "Sonderfall" und muss auch Sonder-Spezialisten mit Sonder-Tarifen aufsuchen. Lieber gar nicht daran denken. Sonst ärgert man sich wieder viel zu sehr und es tut garantiert nicht gut :smile:

Tja, mit den Ohren habe ich auch Probleme - Tinnitus. Es war zuvor auch wirklich schlimm, hatte oft Hörstürz-Anfälle, wo es in einem Ohr auf einmal ein sehr lauter Ton kam und dann hörte man auch nichts. Irgendwann gings wieder. Man hat mich sogar zur Tinnitus-Therapie geschickt, nach dem Motto, dass alle Krankheiten vom Stress kommen. Ich hatte zwar keinen Stress und wusste ganz genau, dass es an dem KG liegt. Aber Du weiß ja... Die Ärzte kennen ja nur das Wunderwort Stress... :x Wenn man nichts weiß, sagt man einfach, dass der Stress dafür ursächlich ist...

Was mich total wundert ist, dass die Diskusverlagerung überall in der Literatur super beschrieben und erklärt wird und alle Zusammenhänge klar dargestellt werden. Sogar als "nicht-Arzt" sieht man doch, dass der Zusammenhang mit dem Ohr und KG direkt zu erkennen ist. Und die Symptome sind nicht zu übersehen.

Wieso weiß es dann in der Praxis keiner? Die Leute, die jahrelang Zahnmedizin studiert haben und es jeden Tag praktizieren, die sehen es nicht...

Mittlerweile geht meinen Ohren ein wenig besser, manchmal habe ich ein Druckgefühl und höre mal besser mal schlechter. Aber so ein Wassergefühl wie Du nicht... Tinnitus ist leider noch da, aber seitdem ich die letzte Schiene trage, ist es viel leiser geworden. Ohrenschmerzen gibt´s leider auch. Ich nehme aber keine Tabletten ein, sondern nur äußerlich den Voltaren-Gel, der lindert Schmerzen und hilft gegen Schwellungen.

Wenn Du eine Einblutung im Gelenk hattest, macht man da nicht eine Gelenkspülung? Meine, irgendwas davon gelesen zu haben.

Prof. Undt wird sich bestimmt bei Dir melden. Ich hatte auch hier im Forum eine Patientin gefunden, die auch schon bei ihm war, und bei ihr wurden die Beratungskosten sogar von der KK übernommen. Wenn Du willst, suche ich ihren Namen aus und schicke Dir in die Privatnachricht.

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Hallo Labworker,

wie geht es Dir? Wie ist Deine OP verlaufen? Ist der Diskus schon an seiner richtigen Stelle?

ich wünsche Dir frohes Abschwellen :lol: und gute Besserung!

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Hallo ihr Lieben!

So!

Ich habe es endlich hinter mir und es war mit Abstand die fürchterlichste OP, die ich je hatte...*autsch* !

Aber mein Diskus ist wieder da, wo er hingehört und ich bekomme den Mund auch schon wieder 2,5 cm auf. Ohne Knacksen im Gelenk! Himmlisch!

Heute wurde der Druckverband am Kopf entfernt und der Drainage-Schlauch gezogen. Da fühlt man sich gleich wieder etwas menschlicher! :roll:

Optisch sehe ich aus, als hätte man mir einen Ziegelstein in die linke Gesichtshälfte implantiert und durch die Schwellung hat es meinen Unterkiefer um 8mm nach rechts verschoben. Die ganze linke Seite ist taub und meinen Stirnnerv hat es anscheinend auch erwischt. Allerdings wird der sich wieder beruhigen, sagt die Professorin.

Wenn ich wieder etwas klarer bin, werde ich einen ausführlicheren OP-Bericht schreiben.

So long!

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Hallo!

Bin auch wieder da... Nach einer Woche Stille.. Hatte letzte Woche sehr ausführlich auf Eure Beiträge geantwortet und als ich fertig war der Akku von meinem Laptop leer. Alles weg. Dann hatte ich keine Lust mehr.

Schön Labworker, daß du deinen Mist überstanden hast! Wenn auch eher schlecht als recht. Vorbei ist vorbei.. Bin schon sehr auf deinen Bericht gespannt und werde diesen dann meinen Leuten mal unter die Nase halten. Ich finde es sehr mutig, daß du diesen Eingriff hast ambulant machen lassen. Ich war nach meiner OP um jeden Tag den ich im Krankenhaus bleiben konnte sehr froh. Aber es ist auch noch was anderes wenn die Gelenke gebrochen und verlagert worden sind. Schon allein wegen der Esserei...

Also, gute Besserung!!!! Übrigens kannst du prima Arnica D30 gegen die Schwellung und Hämatom einnehmen - ich finde es hilft gut und ist homöopathisch.

Liebe Grüße, diskus 0815

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Hallo Olga21,

sorry das ich mich erst jetzt wieder melde. Hatte (und habe) so Probleme mit meinen Ohren und die ganze Woche keine Nerven zu schreiben.

Habe mich königlich über deinen Beitrag amüsiert. Besonders in Bezug auf "Stress". Wieviele Ärzte mir das schon diagnostiziert haben... Klar arbeite ich viel, habe ne kleine Tochter, Mann etc. Aber Hallo.. Andere haben das in dreifacher Ausführung. Ich bin 35 Jahre alt und habe keine Lust meine Zeit im Schaukelstuhl auf der Veranda zu verbringen.

Das du einen Tinnitus hast ist schrecklich und davor habe ich die ganze Zeit Angst. Gerade wenn so etwas mit den Gelenken chronisch ist, stehen die Zeichen dafür gut. Ich war dann gleich letzte Woche beim HNO Arzt und die Ohren sind in Ordnung. Mir wäre allerdings ein kurzfristiges Ohrenproblem lieber als ein langfristiges Kieferproblem. Aber es ist Fakt, das Gelenk ist eigeblutet und es wurde auch schon besser - bis gestern. Mein brutaler Physiotherapeut hat wieder die GElenke gelockert und war meiner Meinung nach zu doll an der schlimmen Seite. Danach mußte ich noch zum ZA und schon im Wartezimmer dachte ich mir platzt das Ohr und meine linke Seite war komplett taub. Werde jetzt meine Physio für 4-6 Wochen unterbrechen, bis ich wieder auf der Höhe bin.

Das mit der Gelenkspülung wäre eine Option. Groß daran glauben tue ich nicht. Neulich kam ein Bericht im Fernsehen, da wurden die Spülungen im Knie durchgeführt. Laut Statistik bringt diese "Lavage" so gut wie nichts. Bei einem Teil der Patienten hatte man den Placeboeffekt getestet. Man setzte die Patienten in Narkose, machte die Schnittchen im Knie und dann wieder zu. Den Patienten ging es danach deutlich besser..

Aber wenn es mir einer dringend empfehlen würde, ich würde es ausprobieren.

Noch etwas zu den Ärzten.. Ich habe es auch schon einmal geschrieben. Mich kotzt es an, das bei dieser Krankheitsgeschichte viel zu viel Ärzte mitmischen. Jeder weiß es besser und jeder stellt die Kompetenz des anderen in Frage. Mein ZA darf ich jetzt nichts von meinem Besuch beim Prof. Reich erzählen - er würde mich lieber woanders hinschicken. Dauernd kriegt man bloß Ratschläge wo man hingehen soll - keinen kann man an die Hand nehmen, der einen so ein bißchen führt .Das würde ich mir sehr wünschen. Für meinen Zahnarzt bin ich ein gefundenes Fressen.. Problematischer Krankheitsverlauf vielleicht auch für seine Studien, der zum Großteil privat bezahlt wird. Meine große Rechnung steht noch aus. Doch ich rechne mind. mit 1500,00 Euro.

Ich habe übringens mal mit der KK gesprochen - bei mir die DAK. Grundsätzlich wären sie gewillt zu bezahlen, doch es gibt keine Abrechnungsschlüssel dafür. Mußtest du bei Prof. Reich bezahlen?? Ich habe bisher keine Info darüber. Die Sprechstunde bei Prof. Bumann in Berlin hat mich 200,00 gekostet. Das war aber echt ok.

So, muß jetzt mal ein bißchen weiterarbeiten.

Freu mich von dir zu hören.

Liebe Grüße, Antonia

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Eine Osteotomie ist ein chirurgischer Bruch einen Gelenkes. Bei mir war es der ganze Unterkiefer (Unterkiefervorverlagerung). Das rechte und linke KG werden auseinandergeschnitten, aufgespalten und nach vorne verlagert und dann mit Schrauben und Platten fixiert. Du findest in diesem Forum sehr viel Infos darüber.

Für alle anderen... Ich weiß, daß war jetzt sehr simpel erklärt!!!!:-):(

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Hallo Antonia,

kein Problem :wink: ich arbeite auch recht viel und bin da genau Deiner Meinung, dass es besser ist als einfach zu Hause rumzusitzen und stressfreies Leben zu geniessen. Außerdem kann es Zuhause genauso stressig werden, wie bei der Arbeit :-D

Das mit deinem Ohr ist ja ärgerlich. Vor allem, dass das Problem nicht vom Ohr selbst kommt, sondern vom Gelenk. Aber sollte sich der Zustand des Gelenkes bessern (und das passiert früher oder später!), wird das Ohr bestimmt automatisch gesund. Ich habe es mir nochmal überlegt, hattest Du schon mal sowas wie eine Schienung? Bei mir wurde es vor 1,5 Jahren gemacht, als es mit dem Tinnitus recht heftig war.

Man hatte mir beide Kiefer mit Gummibändern aneinander gebunden und ich durfte sie zwei Wochen lang nicht abnehmen. Flüssige Ernährung durch den Strohhalm, 3 Kilo runter. Der KFO wollte damit erreichen, dass meine Gelenkköpfchen, die schon ziemlich "abrasiert" waren, sich etwas regenerieren. Weil es dabei gar keine Bewegung stattfindet und der UK leicht nach vorne gezogen wird. Sodass die Knorpelmasse die Möglichkeit hat, nachzuwachsen.

Ich weiß nicht ob es auch ein Placebo-Effekt war, aber es ging mir danach besser. Ich war zwar abgemagert aber dafür haben die Ohrenschmerzen nachgelassen und der Tinnitus wurde spürbar leiser. Ich kann mir vorstellen, dass es auch Dir helfen würde. Der KFO sagte, dass diese Methode sehr konservativ ist und dass man sowas den Patienten nur ungern antut. Aber ich finde es immerhin besser als gar nichts oder als OP. Vielleicht braucht das Gelenk einfach einen Schub, und dann gehts bergauf... Irgendwann ist ja auch Schluss mit der Qual, oder?

Beim Prof. Reich müsste ich die Beratung selber zahlen (wenn ich den Termin bei ihm gemacht hätte). Die Vorstellung in der Ambulanz sowie weitere Termine beim Oberarzt gingen über die Versichertenkarte (bin bei der Barmer).

Ärtze-Besuche... Irgendwann hat man tatsächlich keine Nerven mehr, oder?... Eine Rechnung nach der anderen, aber das Ergebnis = null :( Jedes mal frage ich mich, wofür war das jetzt? Für das Vergnügen noch einmal hören zu dürfen, dass ich ein Sonderfall bin? Oder dafür, dass ich alles vergessen muss, was man bisher so sagte, und mich wieder auf den Weg nach neuen "Abenteuern" machen soll? Weiß mittlerweile auch nicht mehr was ich insgesamt bezahlt habe, ist auch egal...

Ich kann nur sagen: gib nicht auf! Es ist natürlich sch.... dass man alles durchmachen muss, bevor man den "richtigen" findet. Die ganze Gechichte kann doch nicht umsonst sein!

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Hallo Olga21,

das mit deiner Schienung kann ich mir gut vorstellen. Vor allem das es was hilft. Aber es ist natürlich heftig. Oft ist das Einfachste das Beste.. Man müsste sich halt wirklich zwei Wochen zuhause einsperren. Die Breiessserei bzw. Strohhalm wäre für mich nicht so schlimm, daß hatte ich ja schon einmal 9 Wochen lang.

Meinem Ohr geht es gar nicht gut und ich merke in Schüben wie "böse" es wird. Gestern Abend hat es innerlich geglüht - hat sich aber angenehm angefühlt - da mir Wärme generell gut tut. Das wird schon wieder aber ich weiß eben, daß ist wieder ein Schritt zur dauerhaften Verschlechterung meines Zustandes. Das wird jetzt immer wieder passieren.

Mein ZA hat mir "AHP" aufgeschrieben. Ist ein Antirheumatikum und prima verträglich. Man muß allerdings dreimal zwei Stück nehmen, was ist ordentlich finde. Die Voltaren Resinat waren mir einfach zu stark und ich habe trotz Magenschutz (Pantozol) schlimme Bauchschmerzen bekommen. Hatte letztes Jahr ein Magengeschwür und eine Magenblutung von der ganzen Voltaren-Fresserei. Seither bin ich extrem empfindlich - was es oft nicht einfach macht.

Hattest du eigentlich auch schon einmal den Gedanken an eine Kur? Ich denke es würde mir guttuen, aber vermutlich wird man ausgelacht wenn man den Wunsch äußert. Man hätte ordentlich Zeit dort für Physio usw.

Weil das finde ich ja zum Thema Streß auch noch den Oberwitz. Mein Kieferchirurg meint ich soll weniger arbeiten, schickt mich aber zweimal die Woche eine STunde zur Physio + 20 Min. Wärme vorab. Der Weg von der Arbeit zu diesem Therapeuten sind ca. 40 Minuten. Dann die Behandlung über 1 1/2 Stunden und danach fahre ich wieder 15 km zu meinem Zahnarzt, der mir die Schiene einschleift. Das dauert auch immer ne dreiviertel Stunde. Zum Zahnarzt muß ich zwar nur einmal die Woche, doch insgesamt frißt mir diese Scheiß-Krankheit 5-6 Stunden wöchentlich. Ich hasse mittlerweile die Dienstage und Donnerstage..

Mein ZA hat mir jetzt aufgrund meines entzündeten Gelenkes empfohlen mal 4-6 Wochen Therapiepause zu machen. Welch ein Fest!!!

Habe dann gestern gleich den Knochenbrecher angerufen und ihm das mitgeteilt. Gott war der Mann beleidigt. Er sagte "Jetzt, wo wir auf dem richtigen Weg sind.." Mag ja sein, aber nicht auf die Kosten meiner Gelenke und meiner Verfassung. Nach jeder Behandlung geht es mir mehr oder weniger schlecht und das ist für mich kein Fortschritt. Er meinte aber auch das ich massive Probleme mit meinen Gesichtsnerven habe und ich deshalb so Ohr-empfindlich bin.

So, genug gejammert!

Allerliebste Grüße, Antonia

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Hallo Labworker,

erstmal Glückwunsch zur überstandenen OP! Jetzt hast du es endlich hinter Dir! Klar, muss erstmal die Zeit vergehen, bevor sich die Gefühle wieder einsetzen und die Nerven wieder in Ordnung sind. Was ist denn mit dem Stirnnerv? Hast Du Schmerzen oder Taubheitsgefühl? Hat sich die OP irgend-wie an das Ohr ausgewirkt? Die Stelle ist ja fast daneben...

Wo ist bei Dir die Narbe? Ist sie sehr sichtbar? Ist die Schwellung jetzt schon besser?

Wünsche Dir schon mal schönes Wochenende!

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Hallo Antonia,

warum muss Du denn die Tabletten nehmen? Hast Du Schmerzen? Es gibt doch auch Anti-Rheuma Gels, die die gleiche Wirkung haben sollen. Die lokale Anwendung geht ja präzise auf die Schmerzstelle. Sonst machst Du Dir den Magen noch mehr kaputt, zusätzlich zu dem Ohr.

Die Physiotherapie würde ich auch nicht weitermachen, zumindest nicht bei der akuten Verschlechterung. Und eigentlich danach auch nicht mehr. Habe es auch mind. 50 mal gemacht, und sehe es als Zeitverschwendung. Der KFO sagt immer noch, ich soll mein Gelenk schonen, keine harten Sachen kauen. Die Physio fand ich einfach traumatisierend. Du sagst es ja auch, dass Du es selber merkst.

Ist ja echt kras, dass jeder seine eigene Diagnose stellt, die auf keinen Fall mit der anderen übereinstimmen darf. Jeder will zeigen, dass ER der clevere ist. Soweit ich weiß, sind die Probleme mit Gesichtsnerven oft mit einer Gesichtslähmung verbunden und sind nicht zu übersehen. Sind aber auch heilbar (meine Schwägerin hatte es und nach 10 Tagen im Krankenhaus war es wieder weg).

Aus welcher Stadt kommst Du denn? Wenn Du magst, kannst Du es vielleicht mit Uniklinik Düsseldorf noch versuchen (die Beratung kostet nur 33 EUR). Mein jetztiger KFO Prof. hat erstaunlicherweise nicht versucht mir die blöde Physio zu verschreiben, und gerade das hat mich überzeugt. Der Artz muss einfach denken können, sich die Krankheitsgeschichte anhören (ohne zu sagen, man hätte es sich eingebildet) und eine individuelle, nicht standartiesierte, Lösung finden.

99% aller Ärzte bei denen ich war konnten es nicht. Kaum haben sie das Wort "Diskusverlagerung" gehört, konnte ich schon den Therapievorschlag von ihren Augen ablesen. Ohne Untersuchung, ohne sich die Symptomatik anzuschauen, ohne über den Behandlungsablauf nachzudenken. Natürlich musste man eine Manuelle Funktionsanalyse machen, die die KK nicht zahlt - > dann eine "andere" Aufbissschiene die natürlich besser ist die die man schon hat -> Physio -> Holzspatelübungen ("Und täglich grüßt der Murmeltier" sage ich immer). Dafür wussten sie über die Kosten immer super Bescheid!!!

Irgendwann ist man übertherapiert, keine Verbesserung in Sicht - Arztwechsel. Und das nochmal von vorne... Man kann auch überhaupt nicht mehr arbeiten, weil man ständig zu Ärtzen rennen muss. Und ich meine, wir sind nicht sooooo alt für die Probleme, die wir haben.

Wann hast Du den Termin bei Prof. Reich?

Schöne Grüße!

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P.S. Der Kieferchirung meint, Du sollst weniger arbeiten? :roll: Cool! Wie soll es denn Deinem Gelenk helfen? Und wie soll man die Kosten decken, wenn man wenig arbeitet?

Vielleicht soll er dafür mehr arbeiten und Dir einen vernünftigen Plan vorschlagen? :D

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Hallo Olga21,

ich komme aus Würzburg und Düsseldorf ist nicht gerade um die Ecke. Aber es ist ein guter Tip von Dir und ich werde deinen Prof. im Auge behalten. Logischerweise muß ich jetzt erst mal hören was die in Bonn am 14.05. sagen. Mein Bruder wohnt in Neuss und einen Besuch könnte ich wunderbar verbinden.

Am Samstag kamen meine Überweisungsunterlagen von meinem KC. War sehr interessant - OP Protokoll usw. waren dabei. Da steht nämlich drin, daß mir nach der OP ein Splint eingesetzt wurde, welcher vorher anhand von Abdrücken erstellt worden ist. Ich kann mich in keinster weise erinnern, je bei ihm einen Abdruck gemacht bekommen zu haben. Das ist bei so einer Umstellungs-OP extrem wichtig um den Kiefer zu stabilisieren. Meine Vermutung ist ja, daß ich auch aufgrund dessen fehlenden Splints diese Probleme habe. Es wäre natürlich der Knaller, wenn er reinschreibt ich hätte ihn gehabt dabei hatte ich keinen... ABer das werde ich heute gleich mal recherieren.

Mein Ohr ist ein bißchen besser, aber nicht wirklich. Vor allem fängt es nun auch auf der anderen Seite an. Die Tabletten nehme ich gegen die Schmerzen, sie sind entzündungshemmend und sorgen dafür das meine abrasierten Gelenkköpfe durch die Bildung von Narbengewebe wieder mehr Schmierung haben. Sie sind gut verträglich, da es ein anderer Wirkstoff ist. Diclofenac werde ich in der nächsten Zeit nicht anrühren.

Werde heute Nachmittag mich mal beim Zahnarzt checken lassen und evtl. zwei oder drei Tage zuhause bleiben.

Liebe Grüße, Antonia

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