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LILI

Bimax in Bad Homburg bei Dr. Kater, 8 Wochen Post OP

Nun habe ich die ersten 8 Wochen überstanden und möchte euch auch an meinen Erfahrungen teilhaben lassen. Möglichst kurz und knapp. Also, meine

2.OP war in Bad Homburg bei Dr. K., es wurde eine Bimax (Oberkiefervorv. und Unterkiefervorv.) sowie Begradigung der Nasescheidewand und der Nasenmuscheln vorgenommen.

Zur Vorbereitung habe ich im Vorfeld die vielen Infos aus diesem Forum ausführlich „inhaliert“ - an dieser Stelle euch allen danke für diese Berichte- denn ich wusste immer was auf mich zukommt!

Aufnahme-Tag

Meine Nervosität war unbeschreiblich groß, denn ehrlich gesagt hatte ich extreme Angst vor dieser umfangreichen OP, obwohl ich schon die GNE erfolgreich hinter mich gebracht hatte. Aber es gab kein zurück mehr, jetzt wollte bzw. musste ich die OP nur noch hinter mich bringen. Zum Glück hat mich mein Mann die ganze Zeit begleitet. In der Praxis wurde dann noch einmal Blut abgenommen, meine restlichen, ungeklärten Fragen beantwortet und danach ging es rüber ins Krankenhaus. Dort alle Anmeldeformalitäten erledigt und anschließend das Narkose Gespräch geführt. Am Abend sind wir dann in die Altstadt von BH noch einmal etwas essen gegangen.

Dann wieder ab ins KH, wo ich auch dank einer „Einschlafhilfe“ sehr gut geschlafen habe.

OP Tag

Um ca. 6:30 Uhr weckte mich die Pflegerin. Sie stellte mir eine Beruhigungstablette ans Bett und sagte, ich solle mich in aller Ruhe fertig machen. – tat ich dann auch und wurde kurz darauf abgeholt, denn welch` ein Glück, ich war die erste.

Der Narkosearzt stellte mir noch eine kurze Frage und schon war ich weg....

Auf der Intensivstation habe ich sehr viel geschlafen. Später habe ich erfahren, dass die OP ca. 2,5 Std. gedauert hat und alles planmäßig gelaufen ist.

Bis ca. 1.00Uhr Nachts bin ich immer nur kurz wach geworden, um mir Schmerzmittel geben zu lassen. Ansonsten war ich froh, nun auf der Intensiv meinen Mann zu sehen.

Ab 1.00 Uhr nachts wollte und wollte die Zeit nicht vergehen. Ich blickte direkt auf die Stationsuhr und wartete unennnnnnnnndlich lang auf den nächsten Morgen. Es war alles schrecklich. Viele Kabel, zwei Drainagen, die Kiefer mit Gummis zugehängt (trotzdem konnte man sich gut verständigen) im Oberkiefer wurden bei mir 4 Titanplatten/Schrauben eingesetzt und im Unterkiefer zwei weitere.

1 Tag nach OP

Morgens wurden von Dr. D. die Gummis aufgeschnitten, ich wurde gewaschen und gegen 11.00Uhr auf die Station gebracht, ansonsten habe ich viel geschlafen und getrunken. Die Schwellung war schon jetzt stark. Luft habe ich sehr schlecht bekommen und fast stündlich Nasentropfen genommen, dies war sehr nervig. Zum Glück war mein Mann da, denn ist einfach wunderbar in der Situation einen lieben, vertrauten Menschen bei sich zu haben. Ich fühlte mich schlapp und schlecht, eigentlich wartete ich nur darauf, dass der Tag vergeht und alles besser wird.

2. Tag nach OP

Die Drainagen wurden von Dr. D. entfernt, welches zwar unangenehm war, aber letztendlich war man froh die Schläuche los zu sein. Die Schwellung wurde noch stärker (bis in die Augenringe), aber ich habe versucht per Spritze zu essen und weiterhin viel getrunken. Leider habe ich immer noch keine Luft durch die Nase bekommen, deshalb hatte ich die ganze Zeit einen offenen Mund (der Splint, kam heute schon raus), schlafen konnte ich nachts immer noch nicht. Am Nachmittag musste ich Krankenhaus zum röntgen gehen. Noch immer fühlte ich mich schlecht und sehr schlapp.

3. Tag nach OP

Körperlich ging es mir gar nicht gut, das Antibiotikum machte meinem Magen Darm Trakt schwer zu schaffen, deshalb wurde dieses abgesetzt. Danach ging es mir gleich besser. Mir war zwar immer noch nicht zum Jubeln zumute, aber nun ging es in kleinen Schritten voran. Heute ging ich auch eine Runde nach draußen um den Kreislauf in Schwung zu bringen.

Die Schwellung war bei mir extrem ausgeprägt.

4. Tag nach OP

Wieder ging es mir ein bisschen besser, ich versuchte durch Spaziergänge mein Kreislauf zu stabilisieren und bekam Besuch. Auf dem Gang begegnete mir eine andere Patientin, die mich wohl „endlich wiedererkannte“, da mein Gesicht vorher so stark geschwollen war (ich sah wirklich schlimm aus!). Am Nachmittag sollte ich zur kurzen Kontrolle rüber in die Praxis kommen. Zwei der vier Schrauben wurden entfernt, war aber gar nicht schmerzhaft. Meine restlichen Fragen wurden mir in aller Ruhe beantwortet und vielleicht sollte ich am nächsten Morgen entlassen werden.

5. Tag nach OP

Morgens ging es noch einmal zur Kontrolle in die Praxis, nun wurden die letzten beiden Schrauben entfernt und ich durfte nach Hause, das war das schönste was mir passieren konnte. Drei mal die Woche, erhalte ich aufgrund meiner starken Schwellungen Lymphdrainage, was sehr angenehm ist.

2. Woche

Ich fühlte mich noch sehr schlapp, ruhte mich fast den ganzen Tag aus. Schmerzmittel habe ich 2x 400g Ibuph. täglich eingenommen, die Nase lief noch die ganze Zeit (altes Blut und Sekret), aber es wurde jeden Tag ein klein wenig besser. Der KC war auch zufrieden. Weiterhin bekomme ich Lymphdrainage.

3. Woche

Leider habe ich einen Infekt bekommen (bei den lieben Kindern angesteckt ), deshalb (?) fühlte ich mich weiter schlapp, auch die Nase lief weiterhin (altes Blut und Sekret). Nun versuchte ich aber täglich kleine Wege an der frischen Luft zu gehen. Nachdem das Antibiotikum wirkte, brauchte ich keine Schmerzmittel mehr und es ging bergauf . Weiterhin bekomme ich Lymphdrainage.

4./5./6. Woche

Weiterhin läuft die Nase, noch immer Sekret mit altem Blut. Mittlerweile gehe ich schon 2Std. spazieren, es fühlt sich alles noch sehr fremd an, aber der KFO und der KC sind zufrieden, und das ist die Hauptsache. Wahrscheinlich habe ich einfach zuviel Angst, dass die Platte bricht oder sonstige Komplikationen auftreten. Da ich ein ungeduldiger Mensch bin, warte ich ständig auf das „aha“ Gefühl „nun ist alles gut“. Aber dies ist nicht so, sondern es entwickelt sich langsam, aber sicher von Tag zu Tag. Weiterhin bekomme ich Lymphdrainage.

7. Woche

Endlich, die Nase läuft nicht mehr, nun fange ich auch an festere Nahrung zu mir zu nehmen. Die Mundöffnung ist aber noch gering ca. 19mm, dadurch fällt das Essen noch sehr schwer. Weiterhin bekomme ich Lymphdrainage.

8. Woche

Langsam fühlt sich alles gut an. Leider habe ich aber noch einmal ein Infekt bekommen und muss noch einmal Antibiotikum nehmen. Mein Immunsystem scheint sehr geschwächt zu sein, trotz Vitamin C und Zink. Weiterhin bekomme ich Lymphdrainage und ab nächster Woche auch Physiotherapie.

FAZIT

Heute würde ich sagen (8 Wochen Post OP), dass ich diese doch umfangreiche Operation nochmals machen würde und ich mich richtig entschieden habe! Emotional erlebt man einige Höhen und Tiefen. Ich freue mich auf das Endergebnis, vor allem wenn irgendwann die Spange mal entfernt wird. Die Betreuung in BH war sehr gut.

Natürlich waren dies sehr harte Tage und anschließend folgt ein sehr langer Heilungsprozess. Wichtig sind Familie und Freunde die einen unterstützen. Auch die motivierenden Worte der Ärzte helfen einem sehr! Mal sehen wie es so weiter geht.

LILI

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Suuuper Bericht, kann ich gut gebrauchen kurz vor meiner OP:))))

Hört sich alles ziemlich harmlos an, aber anfühlen tut es sich bestimmt anders,

also ich habe jetzt schon richtig bammel, bin in ca. 3 Wochen dran.

Aber dein bericht hat mir nochmal Mut gemacht, vielleicht sollte ich keinen anderen Bericht mehr lesen. :wink:

Und wie findest du dich im Spiegel , darüber hast du nichts geschrieben???

Bist DU zufrieden mit dem Ergebniss, das ist doch das aller wichtigsteeee.

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Vielen Dank, harmlos ist es zwar nicht aber es geht jeden Tag ein bisschen besser. Optisch bin ich schon zufrieden, weil endlich die Zähne richtig stehen. Lange konnte ich das OP Ergebnis nicht einschätzen, da ich so geschwollen war. Der Mundschluß ist noch nicht so perfekt. Mal sehen wie sich das entwickelt. Gruß LILI

PS.: Das wichtigste Krankenhausutensil war ein großer Handspiegel

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Gute Idee mit dem Spiegel:)))

Oder macht man sich da eher irree mit dem Spiegel:))???

Ergebnis sagst du ust von der Zahnstellung ok, und von der Optik???

Ich denke du siehst schon unterschied zu vorher oder?

Nach 8 Wochen ist doch bestimmt was zu sehen???

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Nein, man macht sich nicht verrückt. Da man viele taube Stellen hat fühlt man vieles nicht im Gesicht und deshalb ist ein Spiegel sehr angenehm. Optisch sieht es natürlich auch besser aus, gerade beim lächeln. Da ich aber ein nicht so starkes ausgeprägtes Kinn habe, ist das Seitenprofil zwar besser, aber das Kinn könnte noch prägnanter sein. Allerdings wollte ich keine Kinnplastik (war auch nicht unbedingt erforderlich, aber es wurde angesprochen), der Eingriff reicht für mich. Schließlich ist man ja auch ein eigener Typ, und die Zähne waren für mich das wichtigste.

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Hallo !!! :D Toller Bericht, hoffe es geht dir schon wieder ein bissel besser.

Ich werde auch in BH operiert aber das dauert noch ein wenig ob wohl die KFO-Behandlung schon sehr schnell seine Erfolge zeigt :D

Ich habe gerade deinen letzten Beitrag gelesen und ich stelle mir die Frage was ich machen soll....... die BIMAX mit Kinnplastik oder ohne,

das wurde bei dem persönlichem Gespräch schon angesprochen aber ich denke das man sich mit Kinnplastik doch schon ganz schön verändern wird die Bimax wird mich schon sehr verändern zwar sicherlich zum positiven, aber ich möchte mich doch schon gerne im Spiegel wieder erkennen wenn du verstehst was ich meine :wink:

ich mache mir die gedanken ob ich dann eher unzufrieden wäre mit der Kinnplastik, weil mir dann mein UK wohl zu Dominat vorkommen würde,

da ich jetzt ein sehr starkes fliehendes Kinn habe. "mh" weiß da nicht so recht was ich machen soll :roll:

Aber man kann die Kinnplastik ja auch noch später machen lassen bei der Platten-entfernung.

Aber mir ist in erster Linie wichtig genau wie dir das die Zähne gut stehen und ich entlich wieder richtig essen kann und vorallem abbeissen was jetzt nicht gerade so toll funktioniert :(

Wünsche dir weiter Gute Besserung lg Diana ! :D

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Hallo ihr Lieben,

meine Bimax mit operativer Erweiterung ist jetzt heute genau eine Woche her... ich bin zwar zu Hause, aber gut gehen tut es mit noch ganz und gar nicht :(

Hatte es mir irgendwie nicht so schlimm vorgestellt. Aber wahrscheinlich red ich in einer Woche wieder ganz anders drüber, wenn es mir besser geht.

Ich wurde in Regensburg Uniklink operiert.

LG Steffi

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Diana, also es ist wirklich schwierig. Da ich nicht mehr Mitte zwanzig bin sondern ehe Ende dreißig, wollte ich den chirugischen Eingriff so gering wie möglich halten. Alle sagen mir, dass die Zähne jetzt gut stehen und ich lächle jetzt sehr gerne. Damit bin ich sehr zufrieden und wie gesagt die OP ist kein Zucker schlecken. Klar, wäre ein ausgeprägtes Kinn noch besser. Aber irgendwie bin ich ja auch eine eigene Type, was würde denn ansonsten als nächstes kommen an kosmetischen Eingriffen....? Aber letzendlich muss das jeder selbst wissen, um zufrieden zu sein.

Steffi , ich kann gut verstehen wie du dich fühlst. Aber es wird besser, auch wenn es täglich nur sehr kleine Schritte sind. Viel Erfolg weiterhin.

LILI

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Liebe Lili,

ich habe deinen Bericht geradezu verschlungen, da es bei dir ähnlich zu sein scheint, wie bei mir. Ich brauche zunächst auch eine GNE (es sei denn, mein KFO kriegt das so hin) und dann eine Bimax in BH. Ich habe große Angst vor der OP obwohl beim Beratungsgespräche alle sehr nett und kompetent schienen. Bin jetzt 40 Jahre und habe auch ein bißchen Angst vor der Veränderung. Zahlt die KK eigentlich die ganze OP oder muss man zuzahlen?

Liebe Grüße, Kati

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Hallo Kati,

die KK übernimmt nur einen kleine Teil der OP Kosten aus Bad Homburg. Wie es in anderen Krankenhäusern ist, weiß ich nicht. Für BH solltest du auf jeden Fall eine Zusatzversicherung haben, im Moment ärgere ich mich mit denen allerdings auch rum. Weil diese auch nicht alles übernehmen wollen.

Ansonsten sind mittlerweile exakt drei Monate vergangen, mir geht es deutlich besser. Ich kann fast alles wieder essen (festes Fleisch ist noch kompliziert, leicht schmerzhaft). Geschwollen bin ich allerdings noch ein wenig, einer kleiner ca. 2cm breiter Streifen, von der Unterlippe bis fast zum Kinn ist noch immer taub. Meine Mundöffnung beträgt erst 23cm, deshalb bekomme ich auch noch Physiotherapie. Nächste Woche bin ich mal wieder beim KFO, dann soll die Behandlung weitergehen, mal schauen wie lange noch.

Gruß

LILI

PS.: Die Nase läuft immer noch ein wenig ):.

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Hallo Lili,

dein Bericht ist wirklich intressant.Bin neu im Forum und bei mir soll auch eine GNE und anschließend eine Bimax durchgeführt werden. Ich dachte die OP kosten werden von der KK übernommen? Welche Zusatzversicherung sollte man denn haben?

Gruß Sena

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Hallo Sena,

bei einigen KC sollte man eine Zusatzversicherung inkl. Chefarztbehandlung abgeschlossen haben.

Gruß

LILI

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