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jwatson

Einige Fragen...

Hallo zusammen,

ich habe einige Fragen und hoffe, dass ich hier zumindest die ein oder andere Antwort finde, vielen Dank im Voraus.

Ich bin jetzt 31 Jahre alt und habe seit meiner Jugend sich mehr und mehr verschlimmernde Zahnfehlstellungen und einen sehr deutlichen Überbiss, dazu kommt ein weit zurück liegendes und flaches Kinn. Meine oberen Schneidezähne bewegen sich seit Jahren weiter und weiter auseinander, einer in Richtung Mundhöhle, der andere nach außen, unten sitzt ein Zahn gut sichtbar "in zweiter Reihe". Mittlerweile ragen einige Zähne also von der Seite gesehen sehr deutlich nach vorne aus meinem Mund heraus. Ich bin damit aufgewachsen und es war lange Jahre einigermaßen erträglich, da ich wirklich nicht besonders eitel bin und auch keine Lust habe, mich nur über meine Zähne und mein unaesthetisches Gesicht zu definieren. Seit es seit einigen Jahren schlimmer wird, gräbt diese Tatsache allerdings tiefe Löcher in mein Selbstbewußtsein. Ich meide fremde Menschen wo ich kann, habe schon seit Ewigkeiten niemanden mehr angelächelt und verstecke mein Gesicht größtenteils mit einem Bart oder hinter meiner Hand, was die Sache aber kaum besser macht. Wenn ich mich mit anderen unterhalte gucke ich grundsätzlich in eine andere Richtung oder halte mir die Hand vor den Mund, da ich mittlerweile eine so feuchte Aussprache habe und es wirklich niemandem zumuten kann, sich von mir gerade ansprechen bzw. -spucken zu lassen. Dies wird bei lauten Umgebungen noch extremer, weil man dort ja lauter reden muss und die Köpfe näher zusammenhält. Hinzu kommen seit einiger Zeit verstärkt leichte Schmerzen beim Essen, da jeder Biss die Zähne auseinanderdrückt.

Ich hasse es, Fotos zu sehen, auf denen ich drauf bin, und außer bei einigen wenigen guten Freunden, die damit klarkommen, habe ich immer das Gefühl, dass die Leute, mit denen ich gesprochen habe, froh sind, wenn ich mich wieder verabschiede. Das kann ich den Leuten noch nicht einmal verübeln, weil es mich mindestens genauso stört und fertigmacht. Was für Auswirkungen das ganze auf mein Liebesleben und sonstige soziale Kontakte hat, brauche ich wohl nicht weiter auszuführen, denke ich.

Nun habe ich noch nie den Kopf in den Sand gesteckt und will deswegen auch nicht damit anfangen. Der Punkt ist nur, dass ich arbeitslos und quasi mittellos bin. Ich werde im Herbst anfangen zu studieren und somit besteht auch mittelfristig keine Hoffnung, dass sich daran etwas grundlegend ändert.

Mein Fragen sind:

1. Mit welchen Kosten habe ich ungefähr zu rechnen bei einem kieferchirurgischen Eingriff? Mir ist klar, dass dies eine genauere Untersuchung erfordern würde, aber eine ungefähre Hausnummer wäre schon gut zu wissen.

2. Besteht die Möglichkeit einer (zumindest teilweisen) Kostenübernahme durch die Krankenkasse (DAK) bei einer attestierten psychologischen Indikation? Habe hier im Forum schon einmal gesucht, aber nichts Grundsätzliches gefunden.

3. Wahrscheinlich schwer zu beantworten, aber vielleicht hat jemand schon einmal davon gehört: gibt es vielleicht spezielle Darlehen oder Kredite, die bei derartigen Fällen gewährt werden? Es muss jetzt etwas passieren, viel länger halte ich es so ehrlichgesagt nicht mehr aus.

Bin für jeden Hinweis und Rat dankbar!

Freundliche Grüße,

Jim

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Hallo Jim,

leider kann ich nur zu gut nachfühlen, wie es Dir im Moment geht. Bei mir war es ein langer Prozess vom "Erkennen" der Fehlstellung (Über- und Tiefbiss) bis zur Korrektur, da es vor dem Beginn der Behandlung galt tausende Wenn's und Aber's aus dem Weg zu räumen (Zeit, Geld, ...). Ich habe die Behandlung schlussendlich mit 40 in Angriff genommen und bin jetzt nach 3 Jahren quasi in den letzten Zügen. Mich der "Spass" 4.500 EURO gekostet (keine OP, nur Multiband-Apperatur).

Ich kann Dir einfach nur empfehlen einen Termin bei einem KO zu vereinbaren. Nur er kann klären, ob bei Dir in Abhängigkeit des Schweregrades eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse erfolgen würde.

LG

Bracket

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Danke für die Antwort! Habe mir jetzt schon viele Geschichten hier im Forum durchgelesen und vieles davon kommt mir sehr bekannt vor. Es ist wirklich eine gute Frage, warum man nicht früher was macht und das Thema angeht... aber besser jetzt als nie, denke ich. Vor allem, nachdem ich gelesen habe, wie erleichtert die meisten nach Abschluss der Geschichte waren und wie sich die Lebensqualität drastisch verbessert.

Tja, was die Kosten betrifft hast du wahrscheinlich recht, da werde ich wohl erst genaues wissen, nachdem ich bei einem Profi war :wink: Aber so habe ich schon einmal eine grobe Vorstellung.

Ich glaube mein größtes Problem ist es anzuerkennen, dass es eben doch nicht nur auf innere Werte ankommt, das wollte ich bis jetzt nicht wirklich wahr haben, aber die Welt ist nun mal so - da will ich mich gar nicht ausnehmen, ich versuche zwar immer jemanden nicht nach seinem Äußeren zu beurteilen, aber unbewusst macht man es trotzdem immer, das ist ja auch einfach nur menschlich. Und wenn man sich dann selbst irgendwann im Spiegel angucken kann ohne wieder schlechte Laune zu kriegen macht es das Leben einfach lebenswerter, und das werden auch die Leute in meiner Umgebung mitbekommen denke ich.

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Hey!

Bei Erwachsenen werden die Behandlungskosten dann übernommen, wenn die Indikation für eine OP und eine KFO-Behandlung besteht. Du musst dann zwar 20% der Behandlungskosten zahlen (jeweils einmal im Quartal das, was bis dahin gemacht wurde), bekommst diese aber nach Ende der Behandlung zurück.

Ein Attest, dass Du die Behandlung aus psychologischen Gründen brauchst, hilft Dir leider nicht weiter, die Krankenkassen richten sich bei der Indiaktion für eine KFO-Behandlung nach dem KIG-Schema.

Geh am besten zu einem guten, in der Behandlung vonn Erwachsenen erfahrenen KFO und evtl. auch zu einem Kieferchirurgen.

Alles Gute dabei, Annawake

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Hi Annawake,

danke, das ist gut zu wissen! Es wundert mich zwar ein wenig, dass der psychische Aspekt keine Rolle spielt, andererseits hätte ich mir das auch denken können :???: Naja, letztlich spielt es ja keine Rolle, Hauptsache es kann gemacht werden was nötig ist und es hakt nicht am Finanziellen.

Jetzt hätte ich noch eine Frage zur Wahl des Arztes: Wenn man sich erstmalig auf die Suche nach einem passenden Arzt macht, wie geht man am besten vor bzw. wo oder wie finde ich den/die passende/n? Oder einfach ins Telefonbuch gucken und beim Erstbesten anfangen?

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Wo findest du den passenden KFO?

Was kann ich empfehlen?

1. Den Zahnarzt nach Empfehlungen fragen (die haben ja oft auch oft KFO-Patienten und bekommen das dann vll auch mit wer gut ist oder zufrieden mit seinem KFO)

2. Freunde und Bekannte nach deren Erfahrungen und Empfehlungen (bin bei dem KFO von meinem Freund und bin sooooo zufrieden)

3. Die Progenica Leute fragen ;) - sofern du uns verrätst wo du herkommst. Vielleicht kann dir ja jemand einen Empfehlungen im positiven oder vielleicht auch im negativen Sinn geben.

Normalerweise sollten sich dann schon ein paar Namen rauskristallisiert haben. Die würde ich dann mal besuchen.

Das wird schon!

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Ich komme aus Krefeld (bei Düsseldorf). Es wäre natürlich super, wenn jemand mir per PN einen Tipp und ggf. seine Erfahrungen schicken würde! Danke im Voraus!

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Huhu !!

ich komm aus Neuss (...). Bin in Ddorf beim KFO und in Krefeld beim KFC. Schicke Dir jetzt eine PN...

Liebe Grüße, Nina

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Ein weiterer Weg, einen passenden KFO zu finden, wäre vorab ein unverbindliches Gespräch bei einem Kieferchirurgen. Die müssen direkt mit Deinem KFO zusammenarbeiten und können mit Sicherheit empfehlen, welcher KFO gut ist.

Ich hatte auch gedacht, dass dafür theoretisch jeder KFO in Frage kommt. Mein Chirurg hat mir allerdings gesagt, dass er aus dem Stand ein Dutzend aufzählen könnte, die er nicht empfehlen würde...weil das Timing bis zur OP oft nicht passte und Patienten frustriert wieder weg geschickt werden mussten, da noch nicht OP bereit und andere Dinge. Die gute Kommunikation von KFO und KFC halte ich für sehr wichtig. Ganz offen über Namen reden die wenigesten übereinander, aber wenn man genau hinhört, ist zwischen den Zeilen etwas verklausuliert zu hören, was vom jeweiligen Kollegen gehalten wird.

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Ich danke euch für die Tipps (und die PN von Nina!). Das Forum ist wirklich genial, das sind alles Sachen, die man sonst selbst mühsam erfahren muss und bei denen man viele Fehler machen kann... wie oft im Leben steckt man auch schon in so einer Situation? :wink:

Grüße,

Jim

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