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Webgott

Ellenlange Story mit Charakter eines Dramas

Hallo Forengemeinde,

Gleich in meinem ersten Post will ich euch (m)eine Geschichte erzählen die es in sich hat. Auf Meinungen bin ich sehr gespannt, übertriebenes Mitleid (Anmerkung: Fakten sind kein Mitleid) wird mir allerdings nicht weiterhelfen. Da diese Story extrem viele Hintergründe, Randbemerkungen usw. hat, weiß ich gar nicht wirklich wo ich anfangen soll. Ich werd erstmal eine Chronologie schreiben und anschließend sämtliche Anmerkungen von meiner Seite hinzufügen.

Ich, Ende 1991 geboren und männlich, bin im Juli 2002 mit meiner Familie nach Berlin gezogen. Damals hatte ich noch Milchzähne, die standen etwas eng, es war aber noch im Rahmen. Vor dem Umzug waren wir alle halbe Jahre beim Zahnarzt zur Kontrolle – nichts besonderes. Leicht eng, aber eigentlich in Ordnung. Waren ja bis dahin wie gesagt nur Milchzähne.

In Berlin kennen wir eine Zahnarzt, der mit meiner Mutter befreundet ist (gemeinsames Medizinstudium), auf uns immer einigermaßen kompetent wirkte und, nebenbei bemerkt, langsam auf die 60 zugeht. Auch dort waren wir immer im Halbjahresabstand zur Kontrolle. Meine bleibenden Zähne kamen teilweise sehr sehr spät. Wann es genau losging und “Hauptbetrieb” war kann ich nicht mehr sagen, viele Zähne kamen aber erst 2005 (14 Jahre) durch, die Eckzähne erst etwa zu Beginn 2006. Als der Wechsel losging, waren vom Berliner Zahnarzt (nennen wir ihn Dr. M.) erste Bedenken nach dem Motto “Das könnte irgendwann vielleicht etwas eng werden” zu hören. Einen Kieferorthopäden hatten wir trotzdem noch nicht aufgesucht – erstens, weil Dr. M. meinte, der Kiefer wachse ja vielleicht noch, was er ja damals auch noch getan hat.

Zweitens, weil meine Mutter eine Art Aversion gegen viele Kieferorthopäden hat, weil mein Bruder (mittlerweile 27; ich 17) damals eine Menge Ärger mit der Sache gehabt hat. Bei ihm wurde die Behandlung aber “nur” (sehr) unnötig in die Länge gezogen, immerhin hat er alle seine Zähne behalten dürfen, doch dazu später mehr. Seine Zähne sind mittlerweile etwas schief, aber nicht ernsthaft schlimm. Aber zurück zu mir:

Anfang 2006 (ca.) kamen dann wie erwähnt die Eckzähne. Diese hatten im Zahnbogen nicht wirlich Platz und waren etwas zu weit oben angelegt. Nicht dermaßen weit oben, dass sie TOTAL aus der Reihe standen – aber sie waren nun mal auch nicht drin. Das war im Oberkiefer, im Unterkiefer wars allerdings etwa dasselbe. Der war vielleicht noch ne Spur enger.. Ein passendes Foto hab ich auf diesem Rechner leider nicht parat zur Zeit.

Nun denn, damit gings dann bis etwa September 2007 einfach mal “weiter” bis wir wieder bei Dr. M. waren und dieser meinte, dass sehr sehr wahrscheinlich eine Spange benötigt wird und alle Vierer rausmüssen. Ein Schock für meine Mutter, die in meinem Alter exakt dasselbe erfahren hat und für die die Korrektur alles andere als schön war. Ich hatte damals keine Ahnung von dem Thema und wusste nicht was mich damit erwartet – ich war nur immer der Ansicht, Dr. M. hätte was auf dem Kasten (das hatte er wohl auch mal, aber ich glaube, dass er u.a. aus Altersgründen etwas zerstreut geworden ist) und deshalb war diese Empfehlung für mich gleich das einzig richtige – “Wenn Dr. M. es sagt, dann muss was wahres dran sein”, etwa nach diesem Motto lief das ab.

Meiner Mutter ging das natürlich ziemlich gegen den Strich. Einige Tage später suchten wir dann einen Kieferorthopäden (diesen nennen wir Dr. K.) auf. Ein kurzer Blick in meinen Mundraum, ein mittellautes Stöhnen und die Worte, dass da wohl ohne Extraktionen nicht viel zu machen sei. Meine Mutter hatte sich inzwischen “leicht” über das Thema informiert und fragte, ob man den Kiefer nicht einfach weiten könne, damit alle Zähne Platz finden. Lächelnd wurde das von Dr. K. verneint: So etwas sei nicht möglich.

Vorweg: Ich bitte jeden hier, meine Mutter in dieser Geschichte aus dem Spiel zu lassen. Es kann durchaus sein, dass sie in dieser Geschichte rüberkommt wie eine Rabenmutter aus dem Bilderbuch, aber das stimmt auf keinen Fall. Ich halte meine Mutter für eine der besten die man haben kann, (vielleicht normal, aber) sie war 17 Jahre langsam extrem fürsorglich und ich, was man gemerkt hat, ihr auch extrem wichtig. Da kann ich sie jetzt nicht “verstoßen”, weil sie einmal einen Fehler gemacht hat.

Als der Behandlungsplan schon ausgearbeitet war, ist meine Mutter mit mir erneut zu Dr. M. gefahren (Anmerkung: meine Mutter hatte mehrere schlaflose Nächte wegen diesem Thema). Relativ verzweifelt hat sie ihn gefragt, ob das denn wirklich sein muss. Dr. M. hat uns (ziemlich glaubwürdig) erklärt, dass es keine Alternative geben wird – außer halt, den Engstand so zu belassen, was aber später erhebliche Probleme bedeuten würde. Dieser Arzt hatte keinen Grund uns zu belügen, denn außer der Zieherei hätte er an dieser Sache rein gar nichts verdient. Außerdem war er ja unser Freund. Das dachte ich mir (denke ich mir auch immer noch) und habe damit den Fall für ganz klar gehalten. Heute erkläre ich mir seine Worte mit Alterssenilität... oder einer zu konservativen Einstellung.

Nun zog Dr. M. dann auch noch die zweite Zahnärztin, mit der er seine Praxis führt, heran. Die guckt 1,5 Sekunden meinen Kiefer an und das Urteil ist gefallen: “Die müssen raus”. Na gut. Das wars aber immer noch nicht. Wir haben noch eine weitere Kieferorthopädin aufgesucht (Dr. B.), der Befund war nichts neues: Vierer müssen raus. Nachdem sie ein paar kleine Vermessungen in meinem Kiefer angestellt hat, und meine Mutter sie ebenfalls auf die Möglichkeit des Weitens angesprochen hat, erklärte diese, dass das nicht geht und außerdem folgende Auswirkungen hätte: “Die Mimik würde da nicht mehr hinterherkommen”.

Fazit: Vier “Fachleute” zur Rate gezogen, davon 3 mehr oder weniger unabhängig, sind alle derselben Meinung. Vorsätzliche Falschaussage werfe ich besagten Unabhängigen nicht vor – ich erkläre es mir einfach mit Inkompetenz. Dr. K., der “abhängige”, wollte wahrscheinlich einfach ein bisschen Geld machen, denn ohne Extraktion hätte es ja auch keine Behandlung bei ihm gegeben.

So kam es, wie es kommen musste: Die Zähne raus. (Oktober 07) In der Woche zuvor hat mir meine Mutter öfters erklärt, dass das letztlich allein meine Entscheidung sei und sie ihre Zähne immer vermisst habe. Habe ich sofort als “das übliche Gelaber” abgetan – schließlich haben ja gleich VIER Experten dieselbe Meinung hierzu gehabt. Generell ist meine Mutter Medizinerin und daher, schon mein Leben lang, immer sehr panisch gewesen, wenn bei mir im Körper etwas nicht genau so war, wie es sein sollte. Auch deshalb habe ich gedacht, das wäre nur ein weiteres Kapitel davon. Sollte diesmal nicht ganz der Fall sein.

Von Oktober 07 bis Januar 09 hatte ich anschließend ne normale feste Spange. Eine oft schmerzhafte und nervige Angelegenheit, aber man muss sagen, es ging doch einigermaßen schnell. Schön und gut. Während der gesamten Behandlung hatte ich das Gefühl, dass mein Kiefer etwas sehr zusammengezurrt bzw. verengt wird. Aber zu ändern war die Behandlungsweise ja nun nicht mehr.

Aber nochmal zurück zum Oktober: Als ich die Spange schon hatte und die beiden Vierer im Unterkiefer bereits raus waren (für die oberen gabs schon nen Termin) konnte meine Mutter sozusagen nicht mehr anders, und ist mit mir zu einem ganzheitlichen KFO gefahren. Das war so ziemlich der erste echte “Knackpunkt” in dieser “großartigen” Geschichte. Erstmal: Warum fährt meine Mutter mit mir da hin, wenn doch eigentlich die Behandlung schon begonnen hat bzw. es eh schon zu spät ist? Diese Frage habe ich ihr und mir auch immer wieder gestellt. Da meine Mutter einige Wochen zuvor eine OP hatte (dadurch etwas geschwächt) und allgemein ALLE Seiten (Ärzte, auch ich) gege sie angeredet hatten (in der Zahngeschichte), und ich mich nach 4 Ärzten sozusagen weigerte, noch einen weiteren aufzusuchen, hatte sie nicht die Kraft, es vorher zu tun.

Die Diagnose war dann relativ vernichtend:

- “Völlig unnötig”

- “Ihr Sohn ist im Vergleich zu dem, was wir hier schon hatten, völlig harmlos”

- “Jetzt sollte man den eingeschlagenen Behandlungsweg auch so gehen, aber es wäre sicherlich auch anders gegangen”

Besagter KFO (Dr. N.) ist übrigens Anhänger der Bionator-Methode. Ganz allgemein weiß ich gar nicht, wie konservativ dieses Forum hier eingestellt ist – einige werden sich vielleicht sagen, dass ich bestimmt einfach einen derartigen Engstand hatte, dass die Extraktionen der einzig sinnvolle Weg waren. Ich hatte keine gute Zahnstellung, aber katastrophal war sie auch nicht. Glaubt mir, es wäre anders gegangen. Die Aussagen von dem Typen waren niederschmetternd, aber Recht hatte er...

Nach diesem genialen Zusammentreffen kam ich dann auch mal auf die Idee, mich im Internet über die ganze Sache zu informieren. Idiotisch war es, das nicht schon vorher zu tun, aber es gab zwei gewichtige Gründe:

- Ich wusste nicht was auf mich zukommt. Ich hatte generell NULL Ahnung vom Zahnwesen. (heute sehr anders)

- Habe das ganze als nicht wirklich wichtig abgetan... Schließlich (ja, ihr ahnt es) haben ja gleich 4 Leute gesagt, einschließlich unseres befreundeten Zahnarztes, die Dinger müssen raus.

Jetzt machen wir einen Zeitsprung bis Januar 09. Die Spange kam raus und ich war (ZUNÄCHST) zufrieden. Die Zähne waren gerade, was sie ja vorher überhaupt nicht waren, und auch der Biss schien zu stimmen. Schien.

Im selben Monat bin ich nach Australien gegangen (gehe hier ein halbes Jahr zur Schule) wo ich auch bis Anfang Juli immer noch bin. Und seit die Spange raus ist, gibt es immer wieder Momente, in denen ich wegen der Sache in ein absolutes Tief gerate. Wobei ich hier auf ausführliche Begründungen verzichte, vielleicht reicht auch eine Auflistung der Negativeffekte. Folgendes ist individuell bei mir: Der Biss ist alles andere als gut. Die beiden Fünfer berühren sich gar nicht und hängen praktisch in der Luft. Ich habe in den einzelnen Zahnreihen selbst keine Lücken – beim Zusammenbeißen aber schon!

Auch ansonsten verstehe ich einfach nicht, wie man diese Lösung anpreisen kann – da es einfach NUR Nachteile bringt. Ich habe im Internet so einiges gefunden und vieles davon trifft einfach zu. Nämlich folgendes:

- Das Profil flacht ab. Habe ich an mir selbst gesehen. Ich selbst bin ziemlich eitel und merke sowas daher sofort.

- Die Nase wirkt größer, vor allem wenn man Breit grinst.

- Vielleicht kommt es mir nur so vor, aber irgendwie wirken meine Augen seitdem müder.

- Ein viel zu schmales Lächeln

Das allein zu den optischen Problemen. Ich sehe jetzt vielleicht nicht total schlimm aus, könnte aber viel besser aussehen. Aber die gesundheitlichen Auswirkungen sind fast noch verheerender:

- 4 Zähne weg allgemein – die kommen nicht wieder

- Mundraum wird kleiner, was NULL Vorteile bringt. Eher dass man langsamer isst, kaut (Kaukraft geht ebenfalls verloren)

- Abbau von Kieferknochen – bereits passiert – sollte eigentlich erst im Alter der Fall sein

- Verengung der Nasenwege, ich weiß nicht ob das immer der Fall ist, aber bei meiner Mutter jedenfalls hats gestimmt

- Weniger Raum für die Zunge – meiner Aussprache hat das ganze insgesamt deutlich geschadet! Seit etwa einem Jahr habe ich bei mir ein leichtes Lispeln festgestellt – extrem ist das auf keinen Fall, aber vor allem in Sachen wie Aussprache bin ich einfach Perfektionist, außerdem will ich später eventuell im journalistischen Bereich tätig werden wo Reden das A&O ist. Im Moment ist das eine mittlere Katastrophe. Ich habe das Gefühl, es liegt vor allem an der zurückgezogenen Oberkieferfront.

Es gibt noch mehr, aber auch das sollte erstmal reichen. Fakt ist, für meine Psyche ist dieses Thema mittlerweile ein brennender Pfeil und ich habe beschlossen, dass sich nach meiner Ankunft in Deutschland etwas ändern MUSS, da ich das Leben mit diesem Kiefer Leid bin. Für mich lautet die Frage eigentlich nur, welche Methode angewendet werden sollte, um noch zu “retten was zu retten ist”.

Klar ist, es wird durch die fehlenden 4 Zähne auf keinen Fall einfacher, eine sozusagen Anti-Extraktionsbehandlung jetzt noch durchzuführen. Mir ist klar, dass ich 4 Implantate brauchen werde, aber Angst habe ich davor nicht. Was mich leicht “schreckt” ist die Tatsache, dass ich viele Monate lang klaffende Lücken hinter den Eckzähnen haben werde, während der Platz geschaffen wird. Implantate können ja schließlich erst rein, wenn der Platz da ist.

Und die Frage mit dem Wie: Ich weiß nicht, wie problematisch die neue Behandlung mit den fehlenden Zähnen werden könnte. Ich denke, dass ein Bionator nach wie vor in der Lage ist, Platz zu machen.

Ansonsten habe ich vom Damon-System gehört. Hierzu nochmal ein Rückblick: Ich bin ja momentan in Sydney und war hier auch schon, aufgrund des eher schlechten Bisses, beim Zahnarzt. Mein Eindruck: Kompetent. Dann habe ich die Wand gesehen und das war wirklich unfassbar: ALLES, aber wirklich ALLES war voll mit Diplomen. Eine solche Wand hat hier wahrscheinlich noch keiner gesehen. Es ging vom Boden bis zur Decke. Für mich schließt das aus, dass er ein wirklich schlechter ist. Solche Möchtegern-Kieferorthopäden wie Dr. K. haben zwar auch Diplome, aber in der Masse könnten die soetwas nicht zustandebringen...

Nun denn, dieser Zahnarzt hat in etwa folgendes gesagt: “Kein Kontakt bei den Fünfern auf beiden Seiten. Wenn der Kiefer zu klein ist, muss er größer gemacht werden. Zähne ziehen macht das Problem gewöhnlich noch schlimmer.”, anschließend hat er mich (auf meinen Wunsch – sonst wäre es etwas sehr asozial gewesen) über Damon aufgeklärt. Natürlich der nächste Tiefschlag, da ich mal wieder daran erinnert wurde, was ich hätte haben können.

Also, wieder zurück in die Gegenwart: Ich werde vermutlich nach Rückkehr in Deutschland (11. Juli) mir so schnell wie möglich einen Bionator (inkl. kompetentem Arzt) zulegen. Damon wäre für mich auch eine Option, nur habe ich leider in meinem Alter (v.a. wo ich gerade erst eine hatte) nicht wirklich Lust, schon wieder eine völlig sichtbare Spange zu tragen. Wenn es auf der Innenseite machbar wäre, würde ich denke ich auf jeden Fall drauf eingehen. Aber ich weiß halt auch nicht, was man mit Damon bei fehlenden Zähnen noch erreichen kann.

Es wird mir nicht helfen, den Kiefer so wie er jetzt ist noch “so gut wie möglich” zu gestalten. Ich brauche diese 4 Zähne wieder, bzw. einen Ersatz (Implantate), wiedereinpflanzen ist ja nicht. Aber so wie jetzt geht es nicht weiter.

Danke an die, die das alles gelesen haben und mir Tipps, Anregungen, Meinungen, praktisch alles dazu geben können. Ich habe bestimmt 2000 Randdetails vergessen, aber das kann man ja noch nachholen. Fragen beantworte ich natürlich auch, falls nicht alles geklärt worden ist.

Beste Grüße,

Webgott

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Hallo Webgoot,

also die Geschichte liest sich wirklilch wie ein kleines Gruselkabinet :mrgreen:

Ich finds halt vorallem schlimm, dass du 4 Ärzte aufgesucht hast und nicht einer gesagt hat, dass es auch ohne ziehen geht. Aber so sieht eher die Realität aus :(

Und das mit deiner Mutter versteh ich nicht, dass du den Gedanken hattest, man könnte sie als Rabenmutter abstempeln. Für was denn?

Sie ist keine Zahnärztin, also woher sollte sie denn dies wissen!?

Eher im Gegenteil, ich finds supi von ihr, dass sie trotzdem ständig versucht hat noch einen anderen Weg zu finden!

Es ist zwar echt traurig, dass du dafür deine Zähne opfern musstest, aber ich würd dir wirklich den Rat geben, nach vorne zu sehen. Jetzt kanns nur noch besser werden :mrgreen:

Und wenn du wieder zurück in D bist, solltest du auf jeden Fall einen guten Arzt suchen und dich behandeln lassen.

Wegen den Lücken würd ich mir auch nicht so viele Gedanken machen. Immerhin hast du im nachhinein ein schönes und vorallem ein gesundes Gebiss

und immerhin kommts doch genau darauf an!

Also viel Glück dir noch und kopf hoch =)

Halt uns dann aufm laufendem wie es weitergeht, sobald du wieder da bist =)

LG Sunny

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Huhu,

puh, da hast Du ja in den letzten Jahren so einiges mitgemacht, das tut mir leid für Dich !

Aber den Entschluss, nochmal etwas zu unternehmen und die Situation verbessern zu wollen hast Du ja bereits gefasst und das ist auch gut so.

Viel kann ich als Laie zu dem Thema auch nicht sagen.

Ich hoffe einfach, dass Du einen Arzt findest, der weiß was er tut und endlich die richtige Behandlungsmethode für Dich findet.

Zu der Extraktion der 4er möchte ich aber an der Stelle noch 'was sagen.

Mir wurden auch aufgrund Engstands in beiden Kiefern alle 4er gezogen.

Für mich war es zu Anfang auch eine sehr erschreckende Botschaft, ich hab mich aber mit der Zeit damit abgefunden. Dann wurden die Zähne gezogen und ich hab schon nach einigen Wochen gemerkt, dass sich meine Kiefer und meine ganze Mundpartie deutlich entspannen. Ich hab förmlich gemerkt, dass die restlichen Zähne jetzt den Platz haben den sie gebraucht haben. Auch mein Lippenschluss verbesserte sich mit der Zeit deutlich !

Heute, ca. 3 Monate vor meiner anstehenden OP, sind die 4 Lücken fast komplett geschlossen (oben die sind noch ca. 1-2 mm offen, werden aber auch bis zur op vollständig geschlossen...), mein Lippenschluss ist schon deutlich besser geworden und meine Kiefer sind schon sehr viel entspannter als zu Beginn der ganzen Behandlung. Ich kann deshalb nur sagen, dass die Extraktion der 4er bei mir eine gute Entscheidung war.

Und ich würde mir auch in der Zukunft lieber 4 Zähne ziehen lassen, als mich einer operativen Gaumennaherweiterung zu unterziehen.

Aber das ist mein persönliches Empfinden und das muss jeder für sich selbst entscheiden...

So, wie gesagt, ich wünsch Dir viel Erfolg auf Deinem weiteren Weg !!

Liebe Grüße,

Nina

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Und ich würde mir auch in der Zukunft lieber 4 Zähne ziehen lassen, als mich einer operativen Gaumennaherweiterung zu unterziehen.

Aber das ist mein persönliches Empfinden und das muss jeder für sich selbst entscheiden...

Dagegen ist natürlich nichts einzuwenden. Aber der Knackpunkt ist doch, dass er genau diese Entscheidungsmöglichkeit nicht hatte! Mal ganz davon abgesehen, dass in seinem Alter eine GNE auch ohne vorherige chirurgische Schwächung der Gaumennaht möglich wäre.

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Ja, stimmt, da hab ich gar nicht drüber nachgedacht, sry.

Das ist dann natürlich nochmal ein anderer Blickwinkel - wenn das ohne chirurgischen Eingriff möglich gewesen wär, hätt ich vielleicht in der Situation doch nochmal drüber nachgedacht...

So bitter das auch alles ist - ändern kann man es ja nun nicht mehr, deshalb kann man jetzt nur hoffen, dass Dir jetzt endlich geholfen wird !!

Danke für den Hinweis !!

LG

Nina

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Guten Morgen und danke erstmal für die Antworten!

@Sunny: Webgott, nicht Webgoot. ;)

Zu den Ärzten, wie gesagt: Nur an Geldgier kanns ja bei 3 davon nicht liegen. Es scheint wirklich einfach Inkompetenz gewesen zu sein... bzw. keine Ahnung von dem, was mit neuen Techniken so alles möglich ist. Hauptsache konversativ eben...

Beim KFO schiebe ichs eher darauf, dass er Kohle machen wollte.

Meine Mutter: Haken wir das Thema ab. Sie ist ja auch keine Rabenmutter. Wenn es nur den Fakt gäbe, dass sie die Extraktionen bei mir zugelassen hat, obwohl sie selbst die Folgen zu spüren bekommen hat (wobei sie immer meinte, sie hat sich "immer nur ohne diese Zähne gekannt"), dann wäre ich wahrscheinlich ziemlich verbittert. Aber mein Leben war bisher glücklicherweise etwas umfangreicher, als dass es nur aus dieser Story bestehen würde.

Lücken: Ja, so sehe ich das in etwa auch, dass es das im Nachhinein wert sein wird. Zwei negative Aspekte gibt es: Mir wird immer mal wieder das nervige Gefühl "auf die Füße treten", dass ich das alles viel einfacher hätte haben können.

Und dass mich nach meiner Rückkehr eine ausgeprägte Frauenwelt erwarten wird, (ich werde 18!) und diese Lücken es nicht unbedingt leichter machen werden, sich eine unter den Nagel zu reißen... Sprüche wie "Echte Liebe geht darüber hinaus" lass ich jetzt mal dahingestellt...

@ninah: Danke auch für die Reaktion.

Da mein extrem unfähiger KFO (wie ich im Nachhinein) denke die Spange oft extrem eng geschnallt hat, konnte von Entspannung wirklich nur höchst selten die Rede sein.

In Sachen Mundöffnung ist es so, dass ich den Mund relativ problemlos zukriege. Das war allerdings, wenn ich mich richtig erinnere, auch schon vor der Zieherei der Fall. Wichtig ist natürlich, dass ich nach der Behandlung kein "Pferdegebiss" bekomme, aber das glaube ich eigentlich weniger.

Der Zahnarzt hier in Sydney hat mir auch erklärt, dass ich später Probleme mit einfallenden Lippen bekommen werde (sofern das so bleibt) und dem vertraue ich eben relativ blind.

Allgemein wird hier oft von Gaumennahterweiterungen und OP geredet. Was ist mit Geräten wie Bionator oder Damon-System? Bei zweiterem bin ich eher unsicher ob das ohne die Vierer mit der Weitung so problemlos laufen wird, in den Bionator setze ich aber relativ große Hoffnungen.

Von "traditioneller Kieferorthopädie", wozu ich diese GNE zähle (ist doch dieses Teil, was einem sozusagen den Kiefer bricht, schöne Lücken zwischen die Schneidezähne bringt usw.) habe ich ehrlich gesagt erstmal die Schnauze voll. Dann setze ich lieber auf neue Techniken...

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Sorry für den Doppelpost, aber die bisher nervigste "Macke" dieser Behandlung hab ich euch bisher sogar noch vorenthalten!

Als mir der Vierer links oben gezogen wurde, meinte der Arzt, "Oh, da ist ja etwas Nervengewebe" dran. Meine Mutter fragte sofort, ob der Nerv kaputt sei und was los ist... der leicht senile Arzt meinte nur, das sei schon in Ordnung, wenn da irgendwas sichtbar kaputt ist müsse man es halt überprüfen. Vorerst fiel uns nichts auf. Etwa Oktober letzten Jahres habe ich bei meiner Mimik folgenden Fehler bemerkt:

Bei der Aussprache von S, Z und C (also praktisch den "Lispellauten") macht meine linke Oberlippe nicht richtig mit. Die rechte geht sichtbar nach oben, bei der linken rührt sich nichts. Alle anderen Laute sind normal, bei S streikt die aber und das empfinde ich als entsetzlich. Ich weiß nicht, wann das angefangen hat. Ich kann mir gut vorstellen, dass das schon unmittelbar nach der Extraktion der Fall war (also ein Jahr bevor ichs entdeckt hab), weil ich ja nur durch Zufall drauf gekommen bin. Ich dachte, das geht vielleicht mit dem Rausnehmen der Spange weg, aber es hat sich jetzt seit mindestens einem halben Jahr nichts verändert - und ich habe etwas Angst!

Überhaupt fühlt sich die linke obere Seite seit der ganzen Behandlung immer etwas "anders" an. So schlaff, kraftlos! Ich habe echt das Gefühl, dass da was (Nervenkram) kaputtgegangen ist, und frage mich, ob und wenn ja wie man da überhaupt noch was reparieren kann eventuell? Ich kann damit nicht für den Rest meines Lebens zurechtkommen...

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