Shine

Wie gefährlich ist diese OP wirklich ???

Mich würde einfach mal interessieren, welches die ernstzunehmenden Gefahren bei einer Bimax OP sind.

Vielleicht gibt es jemanden der das genau weiß.

Was ist die häufigste ernstzunehmende Gefahr dabei oder nach der OP ???

Ich weiß von der Gefahr, dass ein Taubheitsgefühl zurückbleiben kann, man sagte mir was von möglicher Erblindung, Verblutung.

Ich kann halt nicht einschätzen was es sonst noch für Gefahren gibt außer die der Narkose und ob das mit den eben genannten Gefahren etwas auf sich hat wie mit den Beipackzetteln bei Medikamenten. Alles nennen, damit der Arzt abgesichert ist.

Was sind die echten Gefahren ???

Liebe Grüße

Stefan

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Hi Stefan!

Diese Frage hat mir mein Kieferchirug erläutert; also erblinden kann man nicht - da die Tränenkanüle - ich glaube so nennt sich nennt sich das??

grr - werden nicht berührt, da der Oberkiefer etwa auf Höhe der Nase abgetrennt wird, somit geht auch die Nase ein Stück nach vorne.

Bei Kindern sagte er, habe man früher die Gesichtsknochen unterhalb der Augen abgetrennt und somit den Oberkiefer vorverlagert (also eigentlich das Gesicht nach vorne verlagert, dies macht man jedoch nicht mehr - es ist zu gefährlich(hier besteht die Gefahr, dass die Tränenkanüle verletzt werden - sie müssen ja irgendwie auch verlagert werden). Beim Unterkiefer ist es so, das durch das zurücksetzen ein Taubhautsgefühl entstehen kann, es bildet jedoch meist wieder, nach einiger Zeit, zurück, nur bei einem Prozent der Patienten bleibt das Taubheitsgefühl (betrifft auch die Zunge) dauerhaft bestehen.

Ich hoffe Dir etwas geholfen zu haben.

matze

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ja vielen Dank Matze,

doch ich hoffe es folgen weitere Wissen´s bzw. Erfahrungsberichte.

Danke im voraus !

Stefan

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liess mal deine Privaten nachrichten....

Mach Dich nicht so vogelig.

Die stehen seit zig Jahren jeden Tag im OP.

Mit solchen Fragen "was kann passieren...." geht man schon so gestresst in die OP, das dann nachher wirklich was passiert.

Blindes Vertrauen ist natuerlich auch nicht angebracht. Ich denke z.b. nur an das Ergebnis.

Frag bei der Aufklaerung genau nach. Es nuetzt nix sich in einem Forum Halbwissen anzueignen.

Klaer die Risiken ab und waege dann ab, ob Du ein 0,4% Risiko eingehen willst ein bleibendes Taubheitsgefuehl oder eine Embolie zu bekommen.

LG

olli

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hallo olli,

versteh mich nicht falsch aber warum liest Du dann in diesem Forum ???

Mir hilft dieses Forum sehr. Und zwar weil ich ganz einfach mir aller Risiken bewußt sein möchte.

Stefan

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Es besteht immer ein Restisiko..., das ist bei diesen Op's aber sowas von gering.

Dir kann schon bei einem Zahnarzt passieren, das ein Nerv beschaedigt und DU eine Fascialesparese ( Gesichtslaehmung) erleiden kannst.

Narkosezwischenfaelle gibts es nur noch ganz selten. Und ein Transfusionszwischenfall schliesst sich aus, da Du eh Eigenblut abgibst. Wobei man das in vielen Kliniken auch schon nicht mehr macht.

Ich lese hier vorallem, weil ich micht so auf das Ergebnis freue und mich interessiert, wie die anderen sich nach der Op wahrnehmen.

Meine Frau macht sich mehr in die Hose als ich.

Hier gibts noch das "Frag den KFO" Board. Da kannste auch nochmal einen

KFO direkt interviewen, wenn Du Dich nicht so gern an den Chirurgen wenden moechtest.

Ich kann Dir uebrigens waermstens Frau DR. Schlemme ans Herz legen. Die nimmt sich Zeit und ist sehr verstaendnisvoll und fachlich TOP.

LG

olli

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Hallo an alle.

Ich will hier jetzt keinem Angst machen. Hatte selber eine Bimax-Op und werde auch bald wieder eine OK-Vorverlagerung oder UK-rück. haben.

Hallo Matze,

also ich finde es durchaus begründet wieso du dir sorgen machst oder das einfach wissen willst. Natürlich darfst du nicht vergessen das dies schon eine risige Operation ist wo doch einiges passieren kann. Hier sind nur ein paar Beispiele welchen sich ergeben können:

*Blutverlust/Transfusion:

Durch viel Blutverlust besteht die möglichkeit das der Chirurg eine Transfusion machen lässt. Ansich nicht gefährlich, aber du musst das Risiko tragen das du nachher AIDS haben könntest. (An alle wo jetzt lachen: Diese Bedingungen sind aus meinem Operationsblatt und habe ich unterschreiben müssen)

* Knochenabstossung

Es kann auch sein das sich deine knochen nicht annehmen. So würde dies eine erneute operation erfordern. Dies würde dann so lange gehen bis es einmal das gewebe animmt.

* Eiter im Kiefer

Es gibt auch fälle wo der Kiefer begonnen hat zu eitern und dies den knochen schädigt.

* Taubheit

Zunge und Lippe können nach der Operation auf Zeit oder für immer Taub sein. Auch wenn nicht, es ist auf jedenfall nicht mehr das selbe wie vor der Operation.

* Falsche Gelenksausgleich

Wenn der Chirurg den UK in eine falsche Position bringt stimmt die Krafteinwirkung der Kiefergelenke nicht. Sprich ein Gelenk könnte mehr belastet werden als das andere. Dies kann zu sehr schlimmen Schmerzen führen und ZERSTÖRUNG des Gelenkes! Da hilft dann nur eine erneute Operation.

* Nicht gefallen

Ein Risiko ist zum beispiel auch das du dir nach der Operation nicht gefällst. Oder vielleicht sogar schlechter als davor. Kommt in der Regel je nach Progeniestärke drauf an.

* Nerv

Der nerv ist eine sehr heikle geschichte. Bei mir zum beispiel ist es so das wenn ich auf die wunde drücke (wo gesägt wurde am Uk) dann ist das wie ein feuerwerkt von hinten bis vorne in die lippe.

* Narkose

Du könntest während der narkose aufwachen. Alles auch schon passiert. Oder du hast so einen Arzt wie ich wo dir ohne betäubing nachher nochmal die schrauben locker und wieder reinschraubt!!!!!!! Der ist KRANK!

Dies und noch viel mehr kann bei einer OPERATION schief gehen. Du hast dies nie in der Tasche. Die meisten gehen gut aber es gibt auch ausnahmen. Du darfst nie vergessen das eine Operation dein ganzes Leben verändert, sei es jetzt positiv oder negativ!

Aber jetzt keine Angst haben, ich will mich auch wieder unters Messer legen lassen.

lg harry

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Hallo MeisterChefKoch,

die von mir angeschnitten Punkte sind weder blödsin noch übertrieben! Ich behaupte ja nicht das diese fix bei jeder OP auftritt!!!! Aber Sie können. Wenn du es nicht glaubst kannst du die Liste nehmen und Sie deinem KFO zeigen, er wird dir dies sicher bestätigen!

Aber nochmal zu deinen Punkten:

* Blut u. AIDS

Ich weiß das du kein AIDS von deinem eigenen Blut gekommst. Aber es wird nicht vor jeder OP eine Eigenblutentnahme gemacht! Das ist eher WENIGER der Fall. Und Fremdblut wirst du ganz sicher bekommen, wenn du kurz vor dem verbluten bist! (ausgenommen du hast dein eigenes blut gespendet). Aber es ist generell unwahrscheinlich das man Blutinfusionen bekommt. Aber in dem Fall habe ich das geträumt das ich es unterschreiben musste??.

* Knochen

Das mit dem Knochen ist ÜBERHAUPT kein BLÖDSINN. Es gibt einige Fälle bei denen der Knochen nicht richtig angenommen wurde. Nur weil es dein eigenes Knochenmaterial ist heisst es noch lange nicht das dies wilkürlich wieder überall anwächst!!! FRAG deinen KFO oder KFC!!!

* Nerv

O.k, dass ist der einzige Punkt wo ich dir teilweise recht gebe. Sollte der Chirurge wirklich nicht den nerv berühren, dann gut und recht. hingegen wenn, dann ist es ziemlich fix das es nicht mehr so wie früher ist!

* Narkose aufwachen

Naja, narkosearzt hin oder her. Es ist durchaus möglich das du aufwachst. Es ist zwar sehr unwahrscheinlich aber es KANN passieren!

* Nichtgefallen

Das ist sowieso ein Thema über das die Ärzte viel zu wenig reden! Aber ich habe ja auch geschrieben es kommt auf die Progenie drauf an.

Vielleicht noch zu mir selber und wieso ich finde das ich mich gut auskenne auf dem Gebiet. Vor einem halben jahr hat mein kfo gesagt das mein kiefer wieder gewachsen ist und ich 5 jahre warten muss bis er wieder operiert. Darauf habe ich im gesagt wo er sich das hinein stecken kann. Bin seit dem auf eigene Faust im Kampf gegen die Progenie unterwegs. Ich habe mit Ärzten, Medizinstudenten, Pharmazinstudenten usw. kontakt, die mir alle helfen. Natürlich habe ich da einiges an wissen erfahren........

Ich will dich nicht blöd anreden über das forum, aber es regt mich einfach auf weil ich schon seit über 1 jahr mit allen mitteln kämpfe und dann sagt jemand nachher das ist kompleter blödsinn! Ich weiss nicht was du hattest, aber ich befasse mich seit 1 jahr damit und glaub mir. ich kenne mich mittlerweile aus!

lg harry

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Hallo,

also das mit dem Knochen - ich hab zu Anfang mal meinen Zahnarzt gefragt was damit los ist, da war ich ganz am Anfang meiner Recherchen zu diesem Thema, er sagte mir: "Das wächst wieder zusammen, es ist so als hätten Sie sich Ihr Bein gebrochen! Er empfahl mir spontan Dr. Wangerin vom Marienhospital Stuttgart. Meine Bedenken gehen eher in die Richtung des vielleicht hohen Blutverlustes, aber man kann ja Eigenblut spenden. Im übrigen habe ich in der Uniklinik Frankfurt mich mal mit einem Patienten getroffen, den ich in einem anderen Forum kennen lernte. Ich habe mal in seinen Mund (am Zahnfleisch) schauen dürfen. Es war die Naht zu sehen - ganz deutlich. Bei mir hat er die Fehlstellung sofort erkannt. Er sagte mir, seit der OP geht es für Ihn bergauf - er hatte wohl psychisch sehr darunter gelitten, außerdem hatte mal eine Spalte und damit verbunden undeutliche Aussprache. Er brachte zum Ausdruck, dass es sich für Ihn gelohnt hat.

Wichtig ist auch, wieviele OP´s dieser Art in der Klinik Deiner Wahl im Jahr durchgeführt werden, und wieviel Erfahrung der Chirug damit hat. Risiken mögen berechtigt sein und auch bestehen, jedoch sich selbst in Panik zu versetzen bringt auch nichts.

Da ich selbst eine Gaumenspalte habe/hatte, bin ich in einer Selbsthiflevereinigung. Die meisten Patienten, die eine Spalte haben leiden unter einer Rücklage des Oberkeifers, dies kommt durch die Operation in der Spalte verschlossen wurde und der damit verbunden Narbenbildung.

Bei mir liegt vermutlich nicht an den Narben, sondern es handelt sich um eine OK-Rücklage, die auch "normale" Menschen haben können.

Die SH-Vereinigung kennt sich daher auch mit diesem Thema aus. Wegen der Sache der Kieferverlagerung rief ich auch mal dort an und erkundigte mich darüber. Diese empfahlen dann Kliniken in meiner Nähe.

Ich fragte ob man Fälle kenne in denen eine solche Kieferverlagerung mißlungen sei, man sagte solche Fälle gibt es, aber solche Kliniken und Chirugen empfehlen sie nicht. Die Dame am Telefon (Selbstbetoffene) sagte mir, dass Sie diese Chirugen auch persönlich durch die Arbeit in der SH kennt. Diese halten auch bei Treffen dieser SH gelegentlich Vorträge. Nun hoffe ich, dass ich dort auch in guten Händen bin. Eine Hundertprozentige Garantie gibt es bei keiner OP!

matze

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Hi DjAfterDark!

Also ich muss dem ChefKoch zustimmen...

Finde deine Ansichtsweise auch vollig übertrieben. Natürlich magst

du mit deinen ganzen genannten Komplikationen recht haben, aber man muss auch mal die Kirche im Dorf lassen. Ich meine, man kann auch bei Rot

über die Ampel gehen und vom LKW überfahren werden.

Was ich damit sagen will: Wenn man sich einen guten und kompetenten

Kieferchirugen anvertraut, der schon viele OP`s hinter sich gebracht hat,

dann denke ich ist das Restrisiko dauerhafte Schäden zu erleiden

sehr sehr gering!

Du musst das ganze mal relativieren! Wieviele Patienten

werden alleine in Deutschland jährlich am Kiefer operiert? - und

wieviele davon haben dann mit diesen Komplikationen zu kämpfen!?

Die Wahrscheinlichkeit von einem Hai in der Nordsee aufgefressen

zu werden :-D ist wahrscheinlich höher als nach einer

Kiefer OP Aids zu haben! Das ganze Leben besteht aus Risiken!!!

Ciao

Olli

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Hallo Oliver,

das ist mir schon alles klar. und ich weiss ja selber das man sich dann nicht mehr operieren dürfte. und trotzdem werde auch ich ich wieder unters messer legen lassen.

Aber ich mag es halt nicht wenn man meine punkte als absoluten "blödsinn" bezeichnet wie MeisterChefKoch das geschrieben hat.

Ich renne dem Zeug einfach schon zu lange nach und weiß daher auch ein bisschen bescheid. Mir ist auch klar das die meisten komplikationen nur sehr selten vorkommen. und das mit dem blut weiß ich auch.

Aber es sind nunmal einfach risiken die man ruhig wissen darf. Ich habe ja geschrieben das er deswegen keine panik bekommen soll. aber es ist wichtig einfach alles darüber zu wissen.

Sag ja nicht das dies bei jedem 2ten eintrift. aber das habe ich öfters geschrieben.

Zudem komme ich aus Österreich, weiß daher nicht wie es bei euch in der Nordsee abgeht :mrgreen::wink: !

Also fakt ist, die punkt sind wahr und können sein, aber eher selten.

@ Shine

Keine Panik, den zettel wo die risiken oben stehen bekommst du noch früh genug zum unterschreiben :lol: !

lg harry

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Hallo ihr Kampfhähne! :wink:

Also, zu der Sache mit dem Knochen: Ich glaube zwar auch, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass so etwas passiert, aber mein KC hat mir gesagt das Risiko besteht, dass der Knochen nicht mehr angenommen wird und deshalb verkümmert und ganz abstirbt. Dieses Risiko sei allerdings ein sehr theoretisches, denn er selbst und auch alle anderen Ärzte in der Klinik haben NOCH NIE auch nur von einem Fall GEHÖRT, wo das vorgekommen wäre.

Also, Unsinn ist dieser Punkt wohl nicht, aber es ist wohl doch sehr unwahrscheinlich, dass so etwas eintrifft.

Und jetzt gebt euch doch die Hand und vertragt euch, wir habens schließlich alle schwer genug! :lol:

Viele Grüße!

Anna

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hi zusammen,

ich hab im moment wenig zeit, aber zu der knochengeschichte will ich doch kurz was sagen: grundsätzlich kann es sein, dass teile des vom gesichtsschädel abgelösten knochens absterben, weil eine suffiziente blutversorgung nicht mehr gewährleistet ist. das passiert aber vornehmlich bei osteotomien, bei denen sehr weite strecken überwunden werden müssen und bei operationen, bei denen der oberkiefer im vorderen bereich transversal gespalten wird.

ich werd morgen mal objektiv alle risiken zusammenschreiben und hier posten.

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Ey DJ,

ich habe in der Anarsthesie gearbeitet und ungewolltes aufwachen habe ich nie erlebt.

Entzuendungen, Wundheilungsstoerungen kann es natuerlich immer geben.

Das Nervenstraenge anatomisch anders liegen und durchtrennt werden, kann sehr gut passieren...

Aber das es zu Infektionen mit HIV kommt ist eher unwahrscheinlich.

Sehr gross ist die Wahrscheinlichkeit eine allergische Reaktion auf eine Antibiose zu bekommen. Die gibts im OP als Singelshot Kurzinfusion.

Auch wenn es zu irgendwelchen Unvertraglichkeiten kommt, da stehen lauter Aerzte im Saal.....

Alles halb so wild Leute....

Hab meine OP in 3 Wochen und freue mich tierisch drauf.

LG

Olli

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Vielen Dank für die bisherigen hitzigen Beiträge.

Es zeigt natürlich wie sehr das beschäftigt.

Ich denke nach allem, was ich nun so gelesen habe,dass das Risiko bei dieser OP beherrschbar ist.

Jeder ist anders veranlagt. Ich fühle mich nun besser mal gehört zu haben was passieren kann um dann für mich zu erkennen, dass ich meinem Operateur genügend vertraue um keine wirkliche panische Angst zu haben.

Ich freue mich auch auf meine OP und vor allem auf das Ergebnis.

Ich hoffe dass ich heute meinen OP termin bekomme.

Drückt mir die Daumen !

Stefan

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hallo Shine,

ja freu dich auf die OP. Sie verändert sehr viel. Ist ein ganz neues leben danach. Ich sag immer das muss man mal erlebt haben einzuschlafen und nacher als neuer mensch aufzuwachen.

Wünsche dir das beste.

lg harry

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moin zusammen,

so, ich will die sache jetzt mal etwas objektiver und sachlicher beleuchten.

grundsätzlich muss man die risiken einer solchen op in drei bereiche unterteilen. die da wären:

1.) spezielle risiken der op an sich (d.h. was kann bei dieser speziellen skelettverlagernden operations so schiefgehen?)

2.) generelle risiken einer op (d.h. risiken, die auch bei anderen op's, auch nicht im gesichtsbereich vorkommen können)

3.) narkoserisiken (eben die dinge, die rein narkosebedingt auftreten können)

ad 1.)

  • verletzungen des nervus alveolaris inferior: die häufigste komplikation bei der sagittalen spaltung des unterkiefers; irreversible schädigungen werden von der literatur mit 3-5% angeben.
  • verletzungen des nervus infraorbitals: bei der verlagerung des oberkiefers wird dieser nerv, der unterhalb des auges aus dem knochen austritt präpariert und dargestellt, um dieses bei herunterklappen zu schützen. selten kommt es dabei zu dessen irreversiblen schädigung.
  • verletzungen des nervus facialis: schädigungen dieses nervs, der die gesamte gesichtsmuskulatur innerviert, sind grundsätzlich durch operationsfehler oder starke, unvorhersehbare blutungen bedingt. lt. literatur eine sehr seltene komplikation
  • nekrosen (absterben von knochenteilen): hab ich oben schon erwähnt; sehr selten, treten vor allem bei operationen des oberkiefers auf, wenn dieser mehrfach gespalten wird (z.b. three-piece-maxilla o.ä.)
  • rezidive (wiederauftreten der alten erkrankung): totalrezidive kommen quasi nie vor, teilrezidive sind bei verlagernden osteotomien aber die regel und werden zum teil in die op-planung miteinbezogen

das sind so die risiken, über die euch der chirurg grundsätzlich aufklären muss.

ad 2.)

  • infektionen: selten, obwohl bei einer oberkieferverlagerung die kieferhöhle ja sehr breit eröffnet wird. dagegen werden immer wirksame antibiotika eingesetzt; mögliche infektionen haben fachgerecht behandelt keine schlimmen konsequenzen
  • hiv/hcv/hbv-infektionen durch fremdbluttransfusionen: dazu habe ich eine interessante folie der entsprechenden abteilung der uni erlangen gefunden, die von einem risiko von 1:10^6 spricht, sich mit einem dieser erreger zu infizieren. [1]
  • intraoperative blutungen: kommen natürlich vor, sind aber zumeist kontrollierbar. eine eigenblutspende ist grundsätzlich sinnvoll, auch wenn die wahrscheinlichkeit eher gering ist, dieses blut rückzutransfusieren.
  • postoperative blutungen: durch eine strenge überwachung nach der op gut zu kontrollieren

ad 3.)

dazu kann und will ich mich im prinzip nicht äußern, weil ich so gar nichts davon verstehe. über die risiken über vollnarkosen an sich gibt es aber etliche seiten im internet, die sich über die stichpunkte "vollnarkose + risiken" leicht über google finden lassen. vielleicht weiss ja einer der hier anwesenden medizinisch-versierten kollegen da mehr :)

[1] http://www.transfusion.med.uni-erlangen.de/Zimmermann_Indikation_Risiken.pdf

so, das soll's mal für's erste gewesen sein und ich bin mir sicher, dass ich irgendwas vergessen habe. deshalb: kein anspruch auf vollständigkeit, ich werde das hier vervollständigen, wenn mir noch was wichtiges einfällt.

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danke rainer,

das deckt sich ziemlich genau mit dem, was mir mein operateur gerade heute erklärt hat.

Ich denke es ist für viele interessant, denen diese op bevorsteht.

Ich habe heute meinen OP termin genannt bekommen. Es ist der 23.02.06.

Drück´t mir die Daumen.

Stefan

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habe zu dem ganzen auch noch mal eine frage. habe irgendwo gelesen, dass eine schädigung des sehnerves möglich wäre. (zumindest beim oberkiefer) ich bekomme den oberkiefer etwas höher gesetzt (gummy smile) mir hat allerdings keiner etwas von diesem risiko gesagt. habe einen gerichtsprozess gefunden, in dem eine patientin nach einer kieferoperation auf dem einen auge blind war. (war allerdings 1996). auch beschäftigt mich noch die tatsache, dass probleme mit der nase auftreten könnten, allerdings stelle ich mir das so vor, wenn lediglich der oberkiefer "gekürzt" wird, müsste doch eigentlich alles an ort und stelle bleiben, oder? mein arzt hat sich sehr bedeckt gehalten, was die risiken angeht. er soll zwar sehr gut sein, aber was die aufklärung angeht leider nicht. ich werde aber jetzt auf jeden fall noch mal zu einem anderen gehen. übrigens lehnt er auch die eigenblutspende konsequent ab...er meint das wär nicht nötig...

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hi chris,

ich weiss nicht, warum hier immer wieder die geschichte mit der blindheit herumgeistert. grundsätzlich ist es immer möglich, dass es bei operationen im gesichtsbereich zu blutungen kommt, die dann nerven (in diesem falle wahrscheinlich der sehnerv) schädigen können. dieses risiko ist aber dermassen gering, dass darüber nicht aufgeklärt werden muss. und das zu recht, denn sonst müsste im aufklärungsgespräch tatsächlich jede noch so kleine komplikation besprochen werden, und das wäre schon rein zeitlich nicht möglich.

von welcher art probleme mit der nase spricht du denn?

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hallo. sorry, dass es etwas länger bei mir dauert mit dem antworten. ich meinte bezüglich der nase zweierlei. einerseits, dass sie sich optisch verändert und dass man dann wohlmöglich anschliessend da auch noch was dran machen muss. (ich kriege allerdings den ok nur hochgesetzt, gummy smile) deshalb dachte ich, dass das bei mir nicht soviel ausmacht. dann habe ich hier gelesen, dass viele echt über viele viele monate hinweg probleme mit laufenden nasen und blutenden nasen haben. habe auch noch mal eine andere frage. wann kann man eigentlich wieder lachen oder gähnen nach einer bimax? kann mir vorstellen, dass das sehr schmerzhaft ist, am anfang...vielen dank für die hilfe, gruss chris

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hi chris,

jo, lachen und gähnen ist nach der op tatsächlich noch ein bisschen unangenehm, weil halt alles noch ziemlich spannt. das sollte sich aber nach ein paar wochen der abschwellung legen, ich kann dir ehrlichgesagt gar nicht genau sagen, wie lange das bei mir gedauert hat, weil's einem nach ner gewissen zeit gar nicht mehr auffällt.

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