chingchang

Zungenverkleinerung

hallo zusammen!

habe laut aussage des kieferothopädens progenie. hatte am freitag einen besprechungstermin und da meinte er, dass meine zunge evtl zu groß sein könnte und ich diese in der kiefer-op (plus nasenmuschel-erweiterung) operieren lassen ,müsse!..

in der op soll mein ok vorgerückt und mein uk zurückgesetzt werden.

in meinen ersten beratungsterminen bei allerdings anderen orthopäden wurde mir gesagt, dass meine kieferfehlstellung genetisch veranlagt sei. dieser, mich im moment behandelnder arzt sagt, meine kieferfehlstellung käme durch meine falsche atmung, da ich oft durch den mund atme.

ist es richtig, dass meine zunge zu groß sein könnte? oder will der mir nur mehr geld abknüpfen? sollte ich mir eine zweite meinung einholen?

und wie läuft so eine zungenverkleinerung ab?..gibt es risiken, dass zb geschmacknerven etc. beschädigt werden?

gibt es alternativ-behandlungen? und wieviel kostet eine "kiefer-op" ungefähr?

hoffe auf antworten!..gruß gruß, chingchang

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Ohne dass ich etwas zum Thema sagen kann:

Wenn du dich unwohl fühlst, hol dir auf jeden Fall eine zweite und oder dritte Meinung ein. Schadet ja nicht und beruhigt.

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Natürlich gehst du mit einer Zungenverkleinerung das Risiko ein, dass deine Geschmacksnerven (teilweise) absterben könnten.

Und das ist nicht das einzige Risiko.

Also ich denke, (meine Meinung), dass man jeder noch so großen Zunge durch eine Vorverlagerung der/des Kiefer genug Platz schaffen kann!

Ich würd mir da ebenfalls noch mehrere Meinungen einholen und dann auch direkt auf das Zungenproblem ansprechen!

Ich persönlich jedenfalls würde mir nie die Zunge operieren lassen!

Wenn du wirklich eine Kiefer-OP brauchst (wenn das durch den Arzt in die jeweilige KIG-Stufe eingeteilt wird) übernimmt deine Krankenkasse die Kiefer-OP!

LG Anna

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Ich hatte die ähnliche Situation, dass meine Zunge zu groß bzw. der Platz für die Zunge zu gering ist. Deshalb hat sich die Zunge zum einen Platz geschaffen und Zähne verschoben und andererseits habe ich eine starke Schlafapnoe entwickelt. Aber die Ursache war eine Progenie, deren Auslöser eine falsche Zungenhaltung in meiner Kindheit gewesen ist mit der Folge, dass sich der Unterkiefer überentwickelt und der Oberkiefer unterentwickelt hat. In meiner Jugend hat eine KFO versucht dies zu beheben bzw. während der Wachstumsphase entgegenzusteuern. Im Rahmen dieser Behandlung wurden damals alle vier 4er-Zähne gezogen.

Mein Chirurg hat mir auch den Vorschlag einer Zungenverkleinerung gemacht, den ich aber vehement abgelehnt hatte. Denn dass an meiner Zunge rumgeschnippelt werden sollte kam für mich nicht in Frage da mir die Risiken einer Störung beim Sprechen, Schlucken oder Schmecken viel zu groß waren. Daher war das Thema dann auch wieder schnell vom Tisch. Außerdem wurde mir von einer Logopädin auch sehr vehement von einer Zungenverkleinerung abgeraten.

Meine jetzige KFO ist das Problem so angegangen, dass der Unterkiefer vergrößert wurde indem die beiden unteren 4er-Lücken wieder geöffnet wurden. Dadurch wurde die Stufe zwischen Ober- und Unterkiefer noch mehr vergrößert. Geplant war dann, dass der Oberkiefer um ca. 9 mm vorverlagert werden soll und damit der Zunge mehr Platz geschaffen wird. Dieser Plan wurde dann noch dahingehend erweitert, dass zur weiteren Linderung der Schlafapnoe beide Kiefer vorverlagert werden, der Unterkiefer um 5 mm, der Oberkiefer um 15 mm. Diese 15 mm im OK waren dabei aber der absolute Grenzbereich, denn die meisten Chirurgen trauen sich nicht an mehr als 10 mm heran (hier hatte ich echt Glück mit meinem Chirurgen). Jedenfalls hat jetzt die Zunge einen ganzen Ballsaal zur Verfügung. Weiterhin habe ich danach noch mit logopädischen Übungen eine neue Zungenhaltung im Ruhezustand, beim Reden und beim Essen gelernt (bzw. muss noch einigen Feinschliff machen lassen). Die beiden geöffneten Lücken im UK werden zur Zeit auch mit Implantaten geschlossen.

Ich würde Dir empfehlen Dir auf alle Fälle eine zweite Meinung bei einem anderen KFO und auch von einem Kieferchirurgen einzuholen. Frag auch mal einen Logopäden um Rat. Denn es geht auch anders.

Wobei ich gleich auch darauf hinweisen muss, dass auch meine Behandlung einige Nachteile mit sich zieht. So hat sich durch die große Distanz der Kieferverlagerung mein Aussehen drastisch verändert hat. Vergleichsbilder sind in meinem Bilderthreat enthalten. Damit die Verlagerung von 15 mm im OK einigermaßen stabil ist wurde anstelle der üblichen Metallplatten zur Fixierung ein komplettes Titangeflecht in dem Bereich beiderseits der Nase bis hin zu den Weisheitszähnen eingesetzt welches nicht mehr entfernt werden kann. In der Zeit nach der OP war ich auch verhältnismäßig lang eingeschränkt was das Essen betrifft. Die erste Woche gab es nur flüssige Nahrung, danach weitere 5 Wochen püriertes Essen und bis ich wieder einigermaßen normal Essen konnte hat das über 3 Monate gedauert.

Außerdem sind die Implantate auch nicht gerade billig und sind auch in meinem Fall keine hundertprozentige Kassenleistung.

Zu den Kosten. Der Hauptteil war bei mir eine Kassenleistung. Dennoch sind auch für mich einige Kosten angefallen:

- Zusatzleistungen bei meiner KFO: 1400 €

- Zusatzleistungen bei der OP (3d-Röntgenausfnahmen, Modell-OP): 850 €

- Eigenanteil bei den beiden Krankenhausbesuchen: 100 €

- Eigenanteil bei den beiden Implantaten inkl. Krankenkassenanteil und Zahnzusatzversicherung: ca. 2000 € (wenn ich Glück habe, die finalen Kosten stehen noch nicht fest)

Was mir in Deinem Fall komisch vorkommt ist die Rückverlagerung des Unterkiefers, denn dadurch wird der Platz für die Zunge doch wieder eingeschränkt. Wie oben beschrieben wurde bei mir der Unterkiefer erst vergrößert um dann den Oberkiefer noch weiter vorzuverlagern und so mehr Platz zu gewinnen.

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danke erstmal für die antworten.

zu tomtom:

bei mir ist das problem, dass mein uk durch die zungenfehlstellung schon zu sehr nach vorne geschoben wurde. selbst meine zähne vom ok sind durch die zunge vorgeschoben worden.

als vorbereitung auf die op muss ich sowieso erst einmal ca 3 jahre eine feste zahnspange tragen, wofür mir auch vier zähne gezogen werden müssen. anscheinend ist mein kiefer insgesamt einfach zu klein.

aber kann man das zungenproblem nicht noch zusätzlich zu der therapie beim logopäden mit ner schiene oder ähnliches bändigen, dass diese den kiefer wieder nach vorne schiebt?

kenne jemanden, dessen tochter so ne art schiene bekommen hat, welche den kiefer zurückhält.

gruß gruß, ching chang

ps. wie kann ich mir dei bilder angucken?.. da steht ich brauche ein kennwort für das forum!?

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Das Kennwort bekommst Du von den Admins, dann klappt's auch mit den Bildern. Ich habe mal hier im Forum einen Threat von katriin gelesen, die hat auch zur Bändigung der Zunge sogenannte Spikes in die Spange montiert bekommen. Ist aber leider auch in der Bildersammlung drin.

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Mir wurde es von einem Chirurgen vorgeschlagen, ich habe gleich abgelehnt. Ich würde es nicht freiwillig wagen, die wunderbaren Geschmacksnerven in Gefahr zu bringen. Abgesehen davon hat mir auch meine Logopädin dringend davon abgeraten.

"Das macht man nicht mehr, es gibt keine zu große Zungen, man muss die Muskulatur nur richtig trainieren".

Also bevor Du eine Entscheidung trifft, besuch' vielleicht mal eine logopädische Praxis. Mit Zungentraining geht eine Menge wie ich gerade feststelle.

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das heißt: mein kieferorthopäde ist voll scheiße, weil er mir evtl zu einer zungenverkleinerung rät!?... dann sollte ich mir wohl einen neuen suchen, hm?

hab eigentlich gedacht, der hats drauf!..

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Eine zweite Meinung von einem anderen KO kann nicht schaden.;-) Vielleicht zu einer Uniklinik gehen- sie sind immer auf dem neuesten Stand der Forschung.

Ich hatte das gleiche Problem und es wurde durch eine Bimax gelöst, ohne daß die Zunge "mitbehandelt" werden müßte.

Viele Grüße und viel Erfolg

Julia

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das heißt: mein kieferorthopäde ist voll scheiße, weil er mir evtl zu einer zungenverkleinerung rät!?... dann sollte ich mir wohl einen neuen suchen, hm?

hab eigentlich gedacht, der hats drauf!..

Na so ein Urteil wird hier wohl niemand fällen :)

Hol' Dir doch den Rat einer Logopädin ein. Die können das eigentlich gut einschätzen, was machbar ist.

Zunge zu groß ist relativ, da sie in den meisten Fällen wohl noch in einem kindlichen Schluckmuster (viszeral) steckt, was für die Zahn- und Kieferstellung im Wachstum äußerst kontraproduktiv ist. Sie drückt dabei gegen die Frontzähne. Das findet statt, weil sie falsch trainiert ist und weil die Muskulatur nicht ausgeprägt ist.

Mein Zungentraining bei der Logopädin ist ein reines Muskel- und Koordinationstraining. Ist die Muskulatur trainiert, zieht sich die Zunge automatisch Richtung Gaumen zurück und da gehört sie auch hin.

Eine Zungen-OP würde vermutlich im Rahmen der Bimax zeitlich liegen, also kannst Du vorher auf jeden Fall eine Logopädentherapie starten und Dir vom KFO ein Rezept für zehn Sitzungen geben lassen. Ich würde das nicht unversucht lassen, bevor ich überhaupt an eine Zungenverkleinerung denken würde.

Eine weitere KFO-Meinung einholen schadet nie. Was mich übrigens wundert: es ist eigentlich der Job des Chirurgen zu entscheiden, welche OP gemacht wird und welcher Kiefer wieviel in welche Richtung bewegt wird. Sollte das bei Dir so offensichtlich sein, ist das eine Sache. Normalerweise schreibt der Chirurg nach der ersten Begutachtung eine Empfehlung an den KFO, auf welche OP hingearbeitet werden sollte. Letzte Entscheidung wird kurz vorher dem Termin getroffen, einzig vom Chirurg. Der schließt in seine Entscheidung nicht nur den Faktor der Funktionalität ein. Ich gehe davon aus, dass es einem KFO relativ egal ist, ob ein harmonisches Profil nach der OP hergestellt wurde, der Chirurg schließt solche Überlegungen mit in seine Entscheidung ein.

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Hi chingchang,

also wenn du deine Behandlung noch nicht begonnen hast, würde ich auf jeden Fall empfehlen, drei KFO`s und mindestens 2 KFC`s auf zu suchen,

1., weil man sich dadurch eine sehr gute Meinung seines zukünftigen KFO´s bilden kann,

2., weil man dann seinem ausgewählten KFO und KFC besser vertraut,

3., ist das Aufsuchen einer Uniklinik nicht nur gut wegen des neuen Wissenschaftsstand sondern, weil dort deine Zähne, Zahnfleisch und Knochen beachten bei der Untersuchung -sozusagen ganzheitlich sind- und

4. kannst du dann ein sehr gutes Bild von deiner Kieferfehlstellung machen und besser einschätzen, wie schwerwiegend das Ganze ist und was alles auf dich zukommt, wenn du eben mehrere KFO`s und mindestens 2 KFC`s zur Beratung aufsuchst.

Eine Behandlung an einer Uniklinik dauert allerdings meist länger, als bei einem niedergelassenen Arzt, weil du dort nicht immer von demselben KFO behandelt wirst.

lg, janine67

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Auch wenn es gerade vom Thema abweicht... Meine Behandlung an der Uniklinik hat nicht länger gedauert (KO-Behandlung, Bimax, Entfernung der Zahnklammer- insgesamt zwei Jahre) und ich wurde ausschließlich (!) von einer Kieferorthopädin behandelt. Studentische "Zuschauer" waren höchstens 2mal dabei, wobei mich persönlich dies überhaupt nicht gestört hätte.

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Hi chingchang

tja scheinbar machen die Unikliniken das unterschiedlich.

Um also aufs Thema zurück zu kommen:

erkundige dich bei der Uniklinik, ob du bei einem KFO bleibst oder mehrere dich behandeln werden.

lg, janine67

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ja dann muss ich mich mal umhören informieren, welche unikliniken in meiner nähe sind.. aber auch blöd, wenn man den fast kompletten kh-aufenthalt ohne freunde und familie sein muss, wenns soweit weg ist und das würde bei mir der fall sein. [komme aus minden (westf).]

hattet ihr auch alle so ne probleme bei der richtigen arzt-suche. jeder erzählt mir was anderes und wenn ich denke ich hab den richtigen gefunden, sowie jetzt..

danke nochmal an alle, war sehr hilfreich für mich!:-D

..hauptsache ich hab alles hinter mir bevor ich 30 werde..hehe 8)

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