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muse

UK-Vorverlagerung Uniklinik Mainz 08.07.09

Sooo, heute morgen bin ich endlich aus dem Krankenhaus gekommen und dachte, ich schreibe gleich mal einen Bericht für euch :-D

06.07.09 - Aufnahmetag

Ich hatte die ganze Nacht miserabel geschlafen und bin nachts rotiert wie ein Grillhähnchen, aber nun sollte er da sein, der Aufnahmetag. Morgens um halb 10 war ich noch extra bei meinem KFO der mir die OP-Häkchen eingesetzt hat. Gegen halb 11 waren wir dann in der Klinik. Nach etwa einer Stunde Warterei waren wir dann endlich dran - um gleich wieder heimgeschickt zu werden. Mein Termin war um einen Tag nach hinten verschoben worden, ohne das man mich informiert hatte... *freude*

07.07.09 - Aufnahmetag... schon wieder

Dies war mittlerweile der 4. Anlauf, nachdem der Termin einmal abgesagt und zweimal verschoben wurde. Dementsprechend nervös war ich. Diesmal ging es aber gut. Beim Blutabnehmen hat mir der nette Assistenarzt sehr viel Freude bereitet. Er braucht 3 Anläufe um mir genug Blut abzunehmen. Nun gut, nichts was mich nicht in meiner Krankenhausphobie bestätigt hätte :roll:

Nachdem wir durch das halbe Gelände laufen mussten um alle Aufnahmepapiere zusammenzubekommen und das Aufklärungsgespräch mit der Narkoseärztin absolviert hatten, saßen wir ab etwa 14 Uhr auf dem Zimmer. Da erst um 17 Uhr der nächste Termin sein sollte, hab ich meinen Freund nochmal nach Hause geschickt. Da saß ich nun, alleine mit meinen Gedanken. Wieder erwarten war ich gefühlstechnisch relativ stabil. Meine Zimmernachbarin (Krebs an der Stirn, der ausgeschabt wurde und sie deshalb ein 7cm Loch dort hatte) war sehr nett, aber die Atmossphäre wurde bald gestört. Wir bekamen eine absolut senile Oma mit aufs Zimmer, die mir den Aufenthalt zum Horror machte (ich weiß, sie kann nichts für, aber ich finde trotzdem, man sollte soweit möglich - und vom Platz her war es möglich - halbwegs altersgerechte Zimmernachbarn zusammen bringen).

Um 17 Uhr war dann Vorstellung bei den Ärzten und der Chefarzt fragte mich mehrfach, ob ich mich mit den "optischen Folgen" auseinandergesetzt hab. Ich hab nur gemeint: "Lang und ausführlich" und mein Chirurg setzte grinsend hinzu "Und leider auch mehrfach".

Das wars dann auch für den Tag. Mein Freund kam abends nochmal rein und da fings langsam an, mich richtig fertig zu machen. Ich wollte nimmer, ich wollte heim.

Gegen 22 Uhr nahm ich meine Schlaftablette und hab halbwegs gut geschlafen.

08.07.09 - Op Tag

Wie angewiesen war ich um 7 Uhr morgens fertig, hatte die schicken Strümpfe und das nette Netzhöschen an und wartete. Die Aussagen über den OP-Beginn variierten von 9 Uhr bis 15 Uhr. Abgeholt wurde ich schließlich gegen 10.30 Uhr. Und jetzt bekam ich wirklich, wirklich Angst. Ich hab im OP Flur noch ziemlich geheult, aber die Narkoseschwester hat mich schließlich gut abgelenkt.

Man hat mir später gesagt, ich wäre gegen 15.30 Uhr wieder "wach und ansprechbar" gewesen. Meine erste Amtshandlung jedoch war, mich herzhaft zu übergeben. Hab eigentlich nie so auf Narkose reagiert, aber da kam es mir vor, als ob es Liter wären.

Der Tag und mein Zustand an diesem Tag waren relativ bescheiden. Lag aber hauptsächlich daran, das ich nicht aufs Klo durfte bis abends sondern die Bettpfanne nutzen musste, mir ein sehr ruppiger Pfleger das Höschen auszog (empfand ich als sehr unangenehm, bei ner Frau wäre es weniger schlimm gewesen). Das schönste war, als ich abends dann doch endlich aufs normale Klo durfte, nachdem ich tausendmal versichert hab, das mir NICHT übel ist und das mir NICHT schwindelig ist. Ob der Chirurg an dem Tag noch zu mir gekommen ist, oder erst am nächsten weiß ich leider nicht mehr, aber mir wurde gesagt, die Op sei gut gelaufen. Ich habe sofort und perfekt in den Splint gepasst und außer der Tatsache, das die den Nerv auf der linken Seite zur Seite schieben mussten und die Seite deswegen momentan etwas taub ist, wäre alles wunderbar.

09.07.09 - 1. Tag Post Op

Heute durfte ich schon wieder alleine aufstehen. Die Nacht jedoch war grausam. Ich schlafe normalerweise total flach und auf dem Bauch, deswegen konnte ich kaum schlafen. Außerdem hat die Oma die ganze Zeit nachts nach der Schwester geklingelt und hat ihr irgendwelche Märchen erzählt. Von der Geruchsbelästigung per Klostuhl erzähl ich lieber gar nicht :roll:

Bei der Visite wurde mir in Aussicht gestellt, das diese Auffangbehälter für das Blut an beiden Seiten (sie nannten diese Redongs oder so ähnlich?) schon heute entfernt würde. Hat leider nicht geklappt, weil es links noch etwas nachblutete.

Dafür wurde mir von einem höchst attraktiven Assistenzarzt (Vergleich: Dr. Karev aus Grey's Anatomy) Blut abgenommen. Den blauen Fleck, den er mir verpasst hat, hab ich auch immer schön zur Schau gestellt und sein schlechtes Gewissen hat mir am Entlassungstag noch sehr geholfen :mrgreen:

10.07.09 - 2. Tag Post Op

Heute wurde ich meine "Handtaschen" wie ich die Auffangbehälter mittlerweile liebevoll nannte, los. Auch der Klebeverband, der Schwellungen unterdrücken sollte kam weg. War leider alles andere als angenehm. Es tat furchtbar weh, als die Schläuche aus den Wunden gezogen wurden. Ich hab ziemlich geheult. Wurd auch lieb getröstet und hab mich da endlich getraut, die Sache mit der Oma anzusprechen. Danach wurde der Klostuhl netterweise immer samt ihr auf die Toilette geschoben. Es wurden an dem Tag auch Röntgenbilder gemacht. Ich muss sagen, es ist der absolute Wahnsinn, wenn man es mit den Bildern vom Anfang verglich. Plötzlich sah alles passend aus. Ein sehr schönes Gefühl :mrgreen:

11.07.09 - 3. Tag Post Op

Heute hatte mein Chirurg Dienst im Verbandzimmer und war mutig genug mir weichere Gummis einzusetzen, weil ja alles passte. Ich hab es aber wohl übertrieben und die neugewonnene Redefreiheit an mehreren Freunden und Familienmitgliedern (mein Bruder hatte doch Geburtstag) ausprobiert. Jedenfalls saß es dann nicht mehr so perfekt. Aber ich wurde ja am Morgen schon drauf vorbereitet, das ich evt. am Sonntag wieder härtere Gummis reinbekomme.

12.07.09 - 4. Tag Post Op

Heute war es soweit, die härteren Gummis mussten leider wieder rein. Aber dafür wurde mir gesagt, das es extrem wahrscheinlich ist, das ich wegen der geringen Schwellung und dem minimalen blauen Fleck am nächsten Tag entlassen werde.

13.07.09 - Entlassungstag

Die Nacht hatte ich wieder schlechter geschlafen, nachdem es die anderen Tage besser war. Ich hatte echt Angst, dass das mit der Entlassung heute nicht klappt. Deswegen hab ich auch total verzweifelt auf die Visite gewartet und war soooo erleichtert, als es mir bestätigt wurde. Ich durfte endlich, endlich nachhause. Als die Visite weg war hab ich meine Sachen gepackt und bin dann nochmal raus. Eigentlich sollte das mit der Entlassung ja erst gegen 10 sein, wenn das Verbandzimmer besetzt war. Aber mein blauer Fleck vom Blutabnehmen hat mir hier geholfen. Gegen 9 bin ich wieder hoch, am Verbandzimmer vorbeigelaufen, um zu sehen ob schon Leute warten. Das war mein Glück. Mein "Dr. Karev" hat mich gesehen, reingezogen und alles für mich fertig gemacht. Gott, was war ich erleichtert, als ich endlich bei meinem Freund im Auto nachhause saß!

Jetzt hab ich natürlich ein wenig Probleme mit der Ernährung, keine Ahnung wie ich mit Flüssigkeit auf meine Kalorien kommen soll... Aber ich denke das wird schon. Freitag ist dann Fäden ziehen auf dem Programm und vielleicht krieg ich da ja wieder leichtere Gummis rein...

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Heute morgen war ich zum Fäden ziehen. War etwas panisch, weil ich morgens Blut im Mund gehabt hatte, aber war alles halb so schlimm.

Das einzig unschöne war, dass ich weiterhin die starken Gummis tragen muss und damit auf Flüssignahrung angewiesen bin. Alete Trinkmahlzeit hat sich dabei als sehr leckere Alternative auf die schnelle herausgestellt ;-)

Am 30.07. hab ich den nächsten Termin und dann bekomme ich weichere Gummis rein. Hoffe sehr, dass das heißt ich kann zumindest püriertes wieder essen..

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Auch an dieser Stelle nochmals alles Gute zur überstandenen OP, endlich geschafft !! ;-)

Danke für Deinen Bericht & weiterhin alles GUTE !!!

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Hallo muse

Endlich hast du's geschafft, nach all den Terminverschiebungen! :-D

Und auch danke für dein Bericht, der trotz dem Leidvollen, was ja in jedem OP-Bericht steckt, auch sehr amüsant geschrieben war.:mrgreen:

Gute Besserung,

lg Canelle

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Danke, ihr Lieben.

Heute hatte ich wieder nen Termin und hab mich schon so gefreut, jetzt wenigstens Brei essen zu können... Sieht aber nicht danach aus. *wein* Ich hab weiterhin die festen Gummis drin...

Beim Termin nächsten Freitag soll allerdings der Splint schon rauskommen. 4 Wochen und 2 Tage Post Op. Gott, ich kann es kaum erwarten. Mittlerweile gelüstet mir schon nach den ekeligsten Sachen und Schatzi isst immer schön fleißig vor mir Pommes, Pizza und Co.

Ansonsten geht es mir eigentlich gut. Die linke Unterlippenseite ist zwar noch etwas taub, aber es wird besser. Nur das Wetter macht mir zu schaffen, ich spiele immer schön An- und Abschwellen im Wechsel...

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Oh Gott, das hört sich ja nach einer sehr unfreiwilligen Diät an die ganze Flüssigernährung, oder??

Aber den Splint nach vier Wochen draußen zu haben ist doch gut! Also ich hatte zwar noch keine OP (die steht nach langem Hickhack in nem halben Jahr bzw. eher acht Monaten an) und man wurde mir schon gesagt, dass es in meiner Klinik üblich ist, den Splint 5-6 Wochen zu tragen...

Dann wünsch ich dir mal ein angenehmes Abschwellen und passendes wetter dazu =)

grüße =)

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Oh ja, Diät trifft es. Hab bisher 6kg abgenommen.

Ich hab mich auch gewundert, das es plötzlich so schnell gehen soll mit dem Splint, aber da ich ja seit der OP ununterbrochen gesagt kriege, das es ja so toll passt... Aber ich glaub nach dann 4 Wochen Total-Stilllegung ist das auch kein so großes Wunder *gg*

Ja, bei mir war die Op-Geschichte auch ein Riesen-Hickhack. Erst sollte die Op nach einem Jahr Spange sein, wurde dann um ein halbes Jahr verschoben. Einen Tag vor der Aufnahme wurde es wieder auf unbestimmte Zeit verschoben, weil ein Zahn nicht so stand wie der KC wollte... Schlussendlich wurde nun über 2 Jahre nach dem Einsetzen der Spange operiert.

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So, heute hab ich meine Liason mit dem Splint endlich beendet. Es ist wirklich ganz seltsam ohne den mittlerweile gewohnten Aufbiss. Aber es ist auch ein gutes Gefühl.

Heute mittag werde ich mal ganz vorsichtig versuchen, ob die Nudeln, von denen ich die letzten 4 Wochen geträumt habe, wirklich so fabelhaft schmecken.*lol*

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Und wie waren die Nudeln?? ;)

Wie gehts dir denn mittlerweile? Alles wieder soweit im Lot?

Schönes, splintfreies WE,

Jana :)

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Die Nudeln waren genauso gut wie erträumt *seufz*

Die erste Nacht ohne Splint leider nicht. Ich hatte (und habe immer noch) ziemliche Schmerzen, ähnlich denen nach einem Bogenwechsel, nur viel intensiver. Vermute, das hängt mit dem nicht-mehr-vorhanden-sein des Splintes zusammen... Hat jemand vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht oder eine andere Ansicht, wo es herkommt?

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