Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0
Jan87

UK-Rückverlagerung am 15.7.09 in Mannheim

Hallo zusammen,

Zunächst möchte ich sagen, dass ich dieses Forum vor ca. 3 Wochen entdeckt habe und ich mich duch rinige OP-Berichte gegekämpft habe, da bei mir eben auch eine OP bevorstand und ich mit jedem Tag der näher rückte immer nervöser wurde. Mir hat das ganze alles sehr geholfen und ich war wirklich froh, dass ich hierher gefunden habe.

Kleiners Vorwort bzgl. OP (Verzeiht mir, wenn ich irgendwelche spezifischen Begriffe bzw. Sätze durch Laiensprache ersetzen werde)

Ich hatte einen leichten Überbiss. Mein Unterkiefer war (scheinbar durch die Zunge ..) etwas zu sehr vorgerückt (Zähne von Ober- und Unterkiefer waren genau aufeinander bzw. meine rechte Seite des Unterkiefers sogar ein Stück weiter vorne als der Oberkiefer), was mich persönlich immer gestört hat und ich mich für diesen doch recht langwierigern Schritt vor 26 Monaten entschieden habe. Meine Umwelt hat die kleine Fehlstellung dabei gar nicht wahrgenommen, manche wissen bis heute nicht, wieso ich mich operiert habe, aber ihr kennt das ja, wenn es einen persönlich stört, dann helfen nur selten Meinungen anderer.

Zunächst habe ich einen Gaumenbügel bekommen, den ich 4 Wochen drin hatte, um halt dort eben alles etwas breiters zu machen. Im Anschluss daran kam die feste Spange, die ich dann ca. 2 Jahre jetzt trage, um halt die Zähne gerade zu machen und dadurch einen perfekten Biss zu erhalten. Nun bin ich 21 Jahre alt und habe endlich die OP hinter mir.

Tag der OP:

Ich konnte gut schlafen, bin um ca. halb 5 aufgestanden und hab mich auf den Weg ins Diakoniekrankenhaus in Mannheim gemacht. MEin chirurg meinte drei Tage vorher, dass die OP um 8 Uhr stattfinden wird. Ich muss ehrlich sagen, dass ich die Tage vorher wesentlich aufgeregter war, als am OP-Tag selbst. Am Krankenhaus angekommen wurde ich noch in mein Zimmer geführt, umziehen, Sachen noch kurz verstauen. 7.15 kam die Schwester und gab mir zwei kleine Pillen. Eine halbe Stunde später lag ich schon im OP-Saal. Die Anasthäsisten waren cool drauf, lustig und versuchten (O-Ton Anasthäsist: "Wir brauchen kein Glück :) ) mir die Angst etwas zu nehmen. Mir wurde noch die Nase etwas frei gemacht mit so einem Gel später für den Schlauch. Dann 1, 2, 3 und ich schlief.

Ich weiß nicht mehr genau, wann ich genau aufgewacht bin. Aufjedenfall wurde ich im Aufwachraum wieder wach und total benebelt. Ich hörte die Schwestern öfters meinen Namen sagen und schwupps wurde ich in mein Zimmer gerollt, wo schon meine Mutter auf mich wartetet. Ich ließ mir sofort einen kleinen Spiegel geben, um mir das "Ergebnis" anzusehen. Mann, ich hätte Freuendsprünge machen können. Trotz den Schwellungen sah ich die neue Anordnung meiner Zähne und mir sind Tonnen von Steinen vom Herz gefallen. Wenig später kam dann mein Chirurg. Er sagte mir, dass alles wie geplant verlief, auch wurden keine Nerven verletzt (habe aber noch ein taubes Gefühl in der Unterlippe, die fast ans Kinn geht mit Kribbeln). Meine Schwellungen bezeichnete er als "delikat". 8)

Tage nach OP:

Werde hier nicht zu sehr ins Detail gehen, da es einfach nur pure Langeweile war.

Ich konnte nachts kaum schlafen. Zum einen schnarrchte ein Zimmernachbar und zum anderen konnte ich einfach nicht. Die Verdrahtung störte mich nicht so sehr. Ich fühlte mich nicht gut, lag einfach nur im Bett rum und regte mich auf, wie langsam doch die Zeit verging. Am Donnerstag (oder Freitag) ging ich dann zur Kontrolle in die Praxis meines Chirurgen, die ebenfalls im Diakoniekrankenhaus zu finden ist. War froh endlich dort mal rauszukommen. In der Praxis angekommen wurde noch ein Röntgenbild gemacht. Eine Schwester, die an der OP beteiligt war, meinte zu mir, dass wirklich alles perfekt verlief. Mein Chirurg meinte dann anhand des Röntgenbildes zu mir, dass die Schrauben perfekt sitzen und alles super aussieht. Das war das zweite Mal, dass ich Luftsprünge hätte machen können. die Hiobsbotschaft kam dann aber gleich danach. Ich durfte erst am Montag nach Hause. :-?

Die restlichen Tage verliefen auch wenig spektuakulär, hier und da ein Besuch, etwas TV, spazieren am Gelände. Am Samstag und sonntag hatte mein Chirurg frei. Das war cool, als er dann in Lederhosen vor mir stand und mir offfenbarte, dass er mit Mottorrad hier war. Dass er mich besuchen kommt, hatte er ja bereits angekündigt. Die Heilung der Wunden verlief gut. Ich habe dann noch versucht ganz sanft die Zähne zu putzen.

Heute war Entlasstag. Ich sollte bevor ich nach Hause gehe nochmal kurz beim Chirurgen vorbeischauen. Zwei weitere Röntgenbilder (unter anderem Seitenprofil) wurden gemacht. Das dritte Mal, dass ich hätte Luftsprünge machen können. War alles perfekt. Ich soll auch ein sehr vorbildlicher Patient sein. 8) Meine Backen sind immer noch geschwollen, auch etwas grün. Das taube Gefühl ist noch da, aber er meinte, dass es je nach Zeit wieder weggeht. Meine Fäden werden am Freitag gezogen, Draht kommt am Montag raus. Hat schon gesagt, dass ich etwas abnehmen werde, aber ehrlich, mich stört das nicht, wenn hinterher alles gut wird. Mein Kiefer werde ich nach zwei bis drei Tagen Eingewöhnungszeit wieder normal bewegen können. Habe jetzt diesen Bericht geschriben, viellelicht ergänze ich ihn nochmal, aber ich hab dazu im Augenblick nicht so die Lust. Bin aufjedenfall sehr happy, dass alles so reibungslos abgelaufen ist. Bilder werde ich vielleicht mal später reinstellen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

-Werbung-

-Werbung-

Das klingt doch eigentlich nicht schlecht, oder?? Mal abgesehen von der Langeweile ;)

Herzlichen Glückwunsch zur überstandenen OP und frohes Ausruhen noch =)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

So, meine Verdrahtung ist draßen, habe noch Gummis für zu Hause mitbekommen, die ich aber eher nachts reinhängen soll. Es ist jetzt echt ein total neues Gefühl für mich, muss mich noch etwas an diese neue Anordnung der Kiefer gewöhnen. Manchmal zieht es noch ein bisschen, z. B. wenn ich nach oben schaue und den Kopf entsprechend hoch bewege.

Das Taubheitsgefühl auf der linken Unterlippe/Kinn ist immer noch da, aber ich merke mit jedem Tag, wie es weniger wird. Essen soll ich in den nächsten zwei Wochen eher weiches Zeug (Nudeln ...), auch soll ich die nächsten Tage noch nicht zu viel reden, damit sich alles noch an ihre neuen Postionen gewöhnen kann. Die ersten sätze waren auch ganz lustig, habe doch glatt vergessen wie ich mich eigentlich anhöre. Brauche aber noch etwas Übung im Sprechen. Werde die nächsten Tage auch meine Logopädische Behandlung wieder in Angriff nehmen. Nicht, dass die Zunge wieder den Unterkiefer vor drückt. :-D

Ansonsten bin ich echt zufrieden mit dem Ergebnis, nebenbei auch gut abgenommen. Es ist zwar wie geschrieben alles noch etwas ungewohnt, aber ich denke die nächste Zeit wird da etwas Abhilfe schaffen. Habe bereits morgen einen Termin bei meinem Kieferorthopäden, mal schauen was er sagt, auch bzgl. Feintuning. 8)

8)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Ich beneide dich!

Habe ähnlich Behandlunf mit meinen 18 Lenzen noch vor mir und bin deshalb sehr interessiert mit dir die ein ode randere Erfahrung auszutauschen...

Wie lange musstest du nach der Op die Spange noch tragen?

Hat man im Krankenhaus die Gelgenheit ein wenig Narkosemittel zu entweden? 8)

Wie hat dein Umfeld auf deine Op reagiert?

Muss man die Platindinger (weiss nicht wie die heissen) rausnehmen oder sind die biokopatibel?

lg

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Ich beneide dich!

Habe ähnlich Behandlunf mit meinen 18 Lenzen noch vor mir und bin deshalb sehr interessiert mit dir die ein ode randere Erfahrung auszutauschen...

Wie lange musstest du nach der Op die Spange noch tragen?

Hat man im Krankenhaus die Gelgenheit ein wenig Narkosemittel zu entweden? 8)

Wie hat dein Umfeld auf deine Op reagiert?

Muss man die Platindinger (weiss nicht wie die heissen) rausnehmen oder sind die biokopatibel?

lg

1. Das weiß ich noch leider nicht. Ich war vor ca. 2 Wochen beim Kieferorthopäden und der hat noch nichts gesagt bzgl. deem rausnehmen der Spange. Hatte den Termin recht frisch nach der OP und konnte da auch noch nicht weit den Mund öffnen und er wollte bis zum nächsten Termin (Anfang September) mit irgendwelchen Entscheidungen warten. Ich soll lediglich die Gummis tragen, aber sonst war er sehr zufreiden mit der OP und sieht wohl auch nicht viel Handlungsbedarf.

2. Narkosemittel, hehe. Das war ehrlich gesagt meine geringste Sorge während des Aufenthalts. :D

3. Sehr positiv. Meine Mutter war allerdings zumindest vor der OP eher dagegen. Habe aber auch nicht viel darüber gerdet, hatte auch eher eine kleine Fehlstellung und das hat sich dann halt so ergeben. Nachdem man die OP hinter sich gebracht hat, gibt es sehr viele interessante Fragen der Leute. Werde noch bei jeder möglichen Gelegenheit auf die OP angesprochen. Für die meisten, die ich kenne, wäre so eine OP auch eine recht große Angelegenheit und eher etwas, was sie nicht machen würden. Tja, wären sie mit ihrem Kiefer nicht zufrieden, dann würden wohl viele anders denken.

4. Welche Platindinger meinst du denn? Diese Platten die man normalerweise bekommt? Ich habe keine Platten, bei mir wurde es nur mit Hilfe von Schrauben fixiert. Gaumenbügel habe ich auch noch drin, Splint blieb zwei Wochen im Mund (nervig).

Allgemein geht es sehr gut voran, die grünen Felcke sind mittlerweile verschwunden, die Schwellung so gut wie weg. Mein Kinn und meine linke Unterlippe haben auch langsam, aber sicher immer mehr Gefühl. Essen geht immer besser, auch wenn ich mich an die härteren Sachen noch nicht so ganz rantraue (laut Chirurg soll das aber schon möglich sein). Wichtig ist jetzt halt die Logopädische Behandlung. Beim Chirurgen soll ich mich nächsten Monat wieder vorstellen. Beim letzten Besuch (ca. 3 Wochen nach OP) war er sehr zufrieden mit dem Heilungsverlauf.

Bei mir hat es übrigens auch mit 18 (oder war ich da 19?) angefangen. Ist ein gutes Alter bzgl. so einer OP, auch wenn der Weg bis dahin einem sehr lang vorkommt. Hinterher ist man wirklich glücklich und um viele Erfahrungen reicher. Das war übrigens meine erste OP und ich hatte im vorfeld tiierisch Angst vor der Narkose, dem Krankenhaus, einfach allem. Aber heute sehe ich das alles mit ganz anderen Augen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Mhh danke vielmals für deine Hilfreichen Antworten.

Momentan bin ich sehr beschäftigt, kann also nicht gross zurückschreiben, aber blicke nichtsdestotrotz in einer zahntechnisch verheissungsvolle Zukunft, denn am WE werde ich mich für die Weisheitszahnop anmelden (muss auch gemacht werden)...

mfg

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!


Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.


Jetzt anmelden
Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Folgen diesem Inhalt 0