sophie07

Frontal offener Biss - Fragen über Fragen

Hallo,

bin neu hier und nach umfangreicher Recherche im Internet schließlich auf dieses Forum getroffen. Ich habe nun schon Vieles Nützliches zum Thema hier nachlesen können, habe aber trotzdem noch weitere Fragen, was meinen Fall betrifft.

Ich will versuchen, meine Zahnspangen-Odysee hier in Kurzfassung niederzuschreiben und hoffe auf die ein odere andere Meinung zum Fall:

Da bei mir schon mit Eintreffen der bleibenden Zähne Engstände im Ober- und Unterkiefer bestanden, begann meine Behandlung beim Kieferorthopäden mit ca. 8 Jahren. Um Platz zu schaffen, wurden im OK + UK jeweils die 1. Backenzähne gezogen. Mittels fester Zahnspange wurden die verbleibenden Zähne dann zurechtgerückt und ich war die Brackets relativ schnell wieder los. Vom offenen Biss war damals nicht die Rede... ich erinnere mich jedenfalls nicht mehr daran. Zusätzlich musste ich zeitweise diese Gummis einhängen (von oben nach unten) und hatte auch mal eine Zeit lang eine Gaumenplatte dran (ob das wohl zur Gaumennahtdehnung/erweiterung dienen sollte?), welche aber dann, noch bevor die Brackets wieder entfernt wurden, herausgenommen wurde. Als die Brackets herausgenommen wurden, bekam ich kurzzeitig eine gummiartige lose "Spange" die beim Tragen von OK und UK festgehalten wurde (keine Ahnung, wie soetwas heißt). Jedenfalls konnte ich zu dieser Zeit, daran erinnere ich mich genau, mit den Schneidezähnen aufeinander beissen. Während dieser Phase war ich bei einer Logopädin in Behandlung und musste meine Zunge tranieren, die scheinbar damals auch zu sehr an die Zähne gestossen ist, daher mein offener Biss. Im Anschluß daran folgten 2 Schienen (OK + UK) Invisalign. Die Zähne standen mit 13 Jahren in Reih und Glied und damit war die Behandlung erfolgreich abgeschlossen.

Im Laufe der Jahre (und mit Eintreffen der Weisheitszähne) konnte man zusehen, wie sich mein Gebiss wieder verschob. Nicht nur der frontal offene Biss stört mich nun, auch, dass durch das Verschieben der Zähne die Zahnpflege immer schwieriger wird.

Vor ca. 5 Jahren nahm ich den ersten Anlauf, die "Baustellen" in meinem Mund zu beseitigen. Nach zwei Beratungsterminen bei einem KFO mit guten Ruf hatte ich plötzlich zwei Lösungsansätze, die Engstände zu beseitigen. Parallel dazu einen Termin in Bad Homburg wg. dem offenen Biss. Da für mich die 2 Lösungen des KFO damals inakzeptabel waren (1. Ziehen der 2. Schneidezähne oder Abschleifen des Zahnschmelz um somit Platz zu gewinnen), verwarf ich die Behandlung damals. Zwischenzeitlich kamen meine beiden Kinder zur Welt.

Nun ist das Thema noch einmal aktuell und ich bin gerade dabei, mir eine 2., 3., usw. Meinungen einzuholen.

Der 1. Termin fand bereits statt. Ein KFO mit gutem Ruf und viel Erfahrung:

Er rät auch zur OP, allerdings soll der UK vorverlagert werden und nicht, wie mir damals in Bad Homburg empfohlen wurde, der OK angepasst, werden. Die Engstände wären wohl das kleinere Übel. Alternativ gibt es noch die OP Zungenverkleinerung.

Nun bin ich natürlich wieder etwas verunsichert, weil es wieder verschiedene Meinungen/Lösungsansätze dafür gibt.

Grundsätzlich habe ich keine Probleme mit meinem Kiefer / Gelenk. Abbeissen geht natürlich nicht mit den Schneidezähnen und einen entspannten Lippenschluß kann man auch vergessen. Es wäre natürlich schon toll, wenn all das wieder möglich wäre, aber um welchen Preis?

Ich habe viel über die Mundvorhofplatte gelesen. Ist die Schließung eines offenen Bisses mittels einer MVP denn im Erwachsenenalter noch möglich? Durch gezielte Logopädische Behandlung? Wenn man seine Zunge "im Griff" hat? Fragen über Fragen. Ich versuche, diese OP irgendwie zu umgehen und eine alternative Therapie zu finden. Vielleicht kann jemand berichten, hat ein ähnliches Problem und will sich auch nicht unbedingt operieren lassen.

Vielen Dank vorab (und wer es bisher hin geschafft hat zu lesen :-)),

Sophie

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Hallo liebe Sophie,

Frontal offener Biss-> kommt mir doch sehr bekannt vor... seit 3 Jahren fange ich die Behandlung immer wieder fast an und irgendwas - bzw. irgendwie geht es nicht weiter. Kannst du mal Fotos hochstellen, sieht das bei dir aus wie bei mir? Ich war bei Dr. S in der Uniklinik in Freiburg, dieser meinte das Unterkiefersegment trennen und nach oben kippen(Fachwort weiß ich grad nicht (Segmentosteomie oder so^^)). Jetzt hab ich am 4.August auch einen Termin in Bad Homburg bei Herrn Dr. Ka. und bin gespannt was dieser meint- meinen Oberkiefer will ich eigentlich nicht operieren, da ich gehört habe das allgemeine Risiko da größer ist(?).

Zur Logopädie hab ich aber was zu sagen: Ich hab 10 std. von der KH gezahlt bekommen, gemacht hab ich glaub 5 oder so, jetzt nur noch einen Kontrolltermin irgendwann. Ich hab "gelernt" zu schlucken, wobei ich eigentlich schon wusste wie das richtig geht.... und zur Abschlussprüfung musste ich Müsli essen-- ja wirklich XD. Ich weiß nicht ob das jetzt hilft, aber sie meinte, dass man da extrem viel erreichen kann- zumindest bei Kindern...

Liebe Grüße, bin gespannt wies bei dir weiter geht!

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Hallo Sophie,

ich kann Dich gut verstehen. Bei mir sollte eine GNE gemacht werden oder alternativ 4 Zähne gezogen werden. Beides war für mich absolut nicht akzeptabel. Die Schmelzreduktion wird bei mir durchgeführt. Ich hatte mit 15 schon einmal eine und lebe sehr gut damit. Ich war auch erst skeptisch und wollte das nicht. Ich habe mich dann im Internet schlau gemacht und einige Berichte dazu gelesen. Im Gegensatz zu dem, was man denken könnte, ist das Kariesrisiko nicht erhöht.

Ich habe jede Menge Engstände im OK+UK und nur durch exzessive Zahnpflege halte ich mir die Zwischenzahnkaries vom Hals. Ist halt aufwendig, aber machbar. Ich habe nur einen tendentiell offenen Biss mit Distalbiss, aber ich denke, das bekommt man schon hin.

Wenn du im Internet nichts findest, bleibt Dir nur, verschiedene KFO's zu fragen. Ansonsten ist halt die Frage, was Du machen läßt. Wenn es bei mir die Option mit der Herbst-Apparatur nicht gegeben hätte, hätte ich wahrscheinlich nur die Zähne wieder einordnen lassen.

Für eine OP ist meiner Meinung nach mein Zahnproblem nicht ausgeprägt genug.

LG, NIna

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Hallo,

ich habe auch einen offenen Biss, er jetzt eigentlich seit nem halben Jahr behandelt wird. Vor Jahren war ich auch schon in Behandlung beim KFO.

Wenn ich mich richtig erinnere, wurden mir 2 x sitzungen bei der Logopädin verschrieben.

Wenn man seine Zunge "im Griff" hat?

Was meinst du damit?

Bei mir ists so, dass meine Zunge immer unten lag und nicht am Gaumen wo sie hingehört. Bei der Logopädin lernte ich richtig schlucken, wobei ich das eh schon konnte. Außerdem wurde versucht mir anzutrainieren, meine Zunge am richtigen Platz zu haben. Der Erfolg ist mäßig. Versuch es immer wenn ich drandenke und wenn ich schlafen gehe. Wenn ich mit etwas beschäftigt bin, ist meine Zunge zu 75 % unten.

Ob bei dir entspannte Mundschließung und so geht, dank Logopädie weiß ich natürlich nicht. Bei hat es zumindest nicht im jugendlichen Alter.

Jedoch wurde entspannte Mundschließung nie angesprochen, war es gewohnt ihn immer bissl offen zu haben und beim schlafen ganz, bis ich beim KC war. Durch Zahnspange wurds noch schlimmer.

Klar, mir wärs auch lieber, wenn ich mich nicht operieren lassen müsste. Aber was solls. Bei mir hilft nix anders. :roll:

MfG

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Hallo,

ich hatte auch einen Offenen Biss aufgrund zu enger Kiefer und der Weisheitszähne die schief im Kiefer lagen.

Ich hatte 2007 eine GNE mittels Op und im Februar diesen Jahres meine BIMAX. Es wurden beide Kiefer Behandelt weil sie gegeneinader gewachsen sind. Der OK wuchs nach oben und der UK nach unten. Bei mir wurden im OK 3mm Knochen abgetragen und der UK nach Oben versetzt. Ich bin froh die ganze Prozedur gemacht zu haben, das Ergebniss ist bisher Super. Die Spange ist noch drin und die Feineinstellung der Zähne läuft gerade. Zahnspange kommt dieses Jahr noch raus.

Gruß Jörg

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Sooo...

mich würd jetzt mal interessieren, wie du nun zu dem Thema stehst. Hast ja doch Antworten/Beiträge bekommen.

MfG

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Hallo,

ich wolllte hiermit kurz berichten, was mein 2. Beratungstermin bei einem anderen KFO, welcher auch Erwachsenenbehandlung anbietet, ergeben hat.

Dem KFO ist natürlich direkt das Problem mit meiner Zunge aufgefallen. Im Gegensatz zu KFO Nr. 1 kann er aber nicht nachvollziehen, wieso der UK operativ vorverlagert werdern sollte, macht für ihn keinen Sinn. Auch hat er ganz klar gesagt, das die ganze OP langfristig nichts bringt, wenn man das Problem mit der Zunge nicht gelöst hat. D. h. konkret langfristig Logopädie. Er meint, der Biss würde sich auch trotz OP irgendwann wieder öffnen, wenn die Zunge immer wieder dagegen stösst. Klingt einleuchtend. Außerdem stellte er fest, das mein Zungenbändchen viel zu kurz sei und riet mir, es durchtrennen zu lassen. Dies werde ich in den nächsten Wochen vom Zahnarzt durchführen lassen. Die Engstände würde er mittels Zahnschmelzabschleifen beseitigen wollen - Gaumennahterweiterung ist seiner Meinung nach nicht machbar.

Alles in Allem wollte sich dieser KFO jedoch nicht festlegen und gab mir die Adresse eines Kollegen in WI, der schon sehr lange solche "Spezialfälle" behandelt. Auf dessen Aussage könne ich mich verlassen und wenn er sagen würde, dass eine OP notwendig ist, dann wäre das auch so. Dieser Arzt behandelt keine Kassenpatienten aber ich wäre evtl. dennoch bereit, für eine fachkundige Beratung ein paar Kröten hinzulegen. Aber, ist sie das dann auch wirklich?

Alles in Allem fand ich diesen Termin schon wesentlich angenehmer als KFO Nr. 1 und trotzdem stehe ich nun wieder da und weiss eigentlich genausoviel wie vorher. Ich bin jetzt schon extrem verunsichert und verwundert, wie sehr doch die Meinungen auseinander gehen. Wem darf man Glauben schenken, wer hat keine Ahnung von seinem Handwerk? Schwierig.

Im September habe ich einen Termin bei KFO Nr. 3. Bin gespannt, was er dazu sagt und ob es noch eine neue Variante dazu gibt.

Soviel dazu, das ist der momentane Stand, mehr gibt es nicht und eine Entscheidung ist auch noch nicht getroffen.

Sophie

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Hallo zusammen,

hat jemand von euch die Spanngummis getragen? Die zw. OK und UK eingesetzt werden müssen?

Ich habe auch einen offenen Biss (ca. 1,5 mm) und er soll bei mir ohne OP nur mit Gummis und Zähne aufrichten geschlossen werden. Jetzt ist die Zeit gekommen die Gummis einzusetzen und ich habe voll Angst vor... Könnt ihr bitte kurz berichten wie der Erfolg bei euch war und wie schnell der Biss geschlossen wurde?

Danke!!!!!!

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