Käuzchen

UK-Vorverlagerung am 31.07.2009 bei Dr. Dr. Kindermann in der Havelklinik in Berlin

39 Beiträge in diesem Thema

Ich lese schon seit geraumer Zeit in diesem Forum, und es hat mir bei der Vorbereitung auf meine OP sehr geholfen. Daher möchte ich auch meinen OP-Bericht einstellen. Bei mir musste der Unterkiefer vorverlagert werden.

Am OP-Tag wurde ich in der Havelklinik in Berlin-Spandau aufgenommen. Die Schwester zeigte mir das Zimmer und legte mir die schicke OP-Kleidung bereit. Um 10.30 Uhr wurde ich abgeholt und in meinem Bett in den OP geschoben. Die Anästhesistin legte einen Zugang und an viel mehr kann ich mich nicht erinnern. Ich habe es nicht mal mehr geschafft, vor der Narkose an was schönes zu denken, weil ich so schnell weg war.

Nachmittags wachte ich dann auf der Wachstation wieder auf. Viel habe ich von diesem Tag nicht mitbekommen. Mein Mann war eine dreiviertel Stunde da und konnte mir alles zwei mal erzählen, ich habe es einfach vergessen. Ich wurde mit EEG und Blutdruckmessen überwacht und erhielt verschiedene Infusionen. Geschlafen habe ich in der Nacht so gut wie gar nicht, weil mein Nachbar furchtbar geschnarcht hat. Außerdem hatte ich eine elektrisch betriebene Kühlmaske, die zwar ganz toll ist, aber einen Heidenlärm macht.

Irgendwann war auch diese Nacht vorbei und ich kam am nächsten Morgen zurück auf mein Zimmer. Da ich noch Wunddränagen im Mund hatte, bin ich außer zum auf die Toilette gehen nicht aufgestanden. Im Zimmer lag noch eine junge Frau, die ebenfalls eine Unterkiefervorverlagerung hatte und eine Frau, die am Fuß operiert und an diesem Tag entlassen wurde. So hatten wir das 3-Bett-Zimmer zu zweit, was sehr schön war. Ich fühlte mich vom Kreislauf her noch nicht besonders gut. Zu trinken gab es Wasser in Schnabeltassen und Brühe. Ansonsten ist an diesem Tag nicht viel passiert, ich war auch noch so müde, dass ich mich nicht auf Lesen oder so konzentrieren konnte. Schmerzen hatte ich keine besonders großen, das Problem waren eher mein Kreislauf und Übelkeit. Abends kam der Chirurg und zog die Wunddränagen. Das tat erstaunlicherweise überhaupt nicht weh. Wir wurden dann ermutigt, doch mal ein paar Runden zu laufen, um den Kreislauf auf Vordermann zu bringen. Ich habe mich erstmal gewaschen und mein schickes OP-Nachthemd gegen meine eigenen Sachen gewechselt. Das war vielleicht schön. Später bekam ich dann noch schlimmen Durchfall und Bauchschmerzen. Die Nacht war wieder nicht so gut, weil ich am liebsten auf der Seite schlafe. Das war aber aufgrund der Kühlmaske nicht möglich und außerdem bekam ich höllische Schmerzen, sobald ich mich nur etwas mit dem Kopf zur Seite gedreht habe.

Am zweiten Tag post-OP wurde die Langeweile schon größer. Ich hatte immer noch mit meiner Übelkeit zu kämpfen und entwickelte einen ausgesprochenen Ekel gegenüber der Brühe. Mein Versuch, diese Mittags runterzubekommen, musste ich mich beinahe übergeben. Der zweite Tag war auch der schlimmste von der Schwellung her, auch wenn die Schwestern alle meinten, die Schwellungen seien im Vergleich nicht schlimm. Das Wetter war an diesem Tag sehr warm und schwül, was die Schwellung sicher noch zusätzlich beeinflusst hat. Gegen die Übelkeit bekam ich Tropfen und drehte weiterhin meine Runden über die Station. Nachmittags bekamen wir eine Fertig-Trinknahrung. Die war zwar sehr seltsam, aber wenigstens mal ein anderer Geschmack. Abend schaute nochmal der Chirurg vorbei. Ich erzählte ihm von der Übelkeit und dem Durchfall, woraufhin er sofort das Antibiotikum absetzen ließ. Offenbar habe ich dieses nicht vertragen. Abends gab es dann zum ersten Mal neben der obligatorischen Brühe etwas Pudding. Wir waren etwas ratlos, wie wir denn die Löffel in den Mund bekommen sollten, weil der gar nicht so weit aufging. Aber irgendwie haben wir uns eine Methode ausprobiert. Nur dauert das Essen natürlich ewig lange, wenn man sich immer nur ein halbes Teelöffelchen zwischen die Zähne schiebt und dann nach hinten befördert...

In der Nacht ging es mir dann richtig schlecht vom Kreislauf her. Ein Zäpfchen gegen die Übelkeit half überhaupt nicht. So wurde mir mitten in der Nacht nochmal ein Zugang gelegt (den hatten sie schon entfernt, weil ja die Antibiotika abgesetzt waren) und ich bekam Flüssigkeit und ein Medikament gegen die Übelkeit. Das half dann auch ganz gut und ich konnte noch ein paar Stunden schlafen. Dabei hatte ich allerdings das Gefühl, dass sich nachts mein Kiefer unangenehm verschiebt und hatte wieder große Schmerzen.

Sehr lustig fand ich, dass meine Zimmernachbarin am nächsten Morgen auch die Antibiotika verweigerte, weil sie ja mitbekommen hatte, wie es mir in der Nacht ging.

Am dritten Tag post-OP wurde ich dann entlassen. Mein Mann holte mich ab und fuhr mich gleich in die Praxis meines Chirurgen. Der entfernte die festen Gummis und ich durfte mir mal die Zähne putzen. Das tat gut, war aber total komisch, weil ich den Mund für meine Zahnbürste gar nicht weit genug öffnen konnte, um wie gewohnt und auch innen zu putzen. Ich bekam dann neue Gummis, ein Rezept für ein Schmerzmittel, eine Krankschreibung für zwei Wochen und einen neuen Termin für Mittwoch.

Wie war ich froh, wieder zu Hause zu sein! Mit dem Essen klappt es nun ganz gut. Ich esse viel Suppe und Babynahrung oder auch Apfelmus. Fürs Zähne putzen habe ich mir eine kleine Kinderzahnbürste gekauft, mit der geht das viel leichter. Außerdem sind die kleinen TePe-Bürstchen, die man auch für die Zwischenräume der Bracketts bekommt, sehr zu empfehlen. Ich laufe jeden Tag ziemlich viel, weil das ja gegen die Schwellung helfen soll. Die Schwellung sackt bei mir immer weiter nach unten, so dass ich nun noch eine dicke Unterlippe habe und eben zwischen Nase und Kinn total dick bin. Schmerzen habe ich nur nachts. In der ersten Nacht zu Hause konnte ich keine Position finden, die einigermaßen erträglich wäre und habe schon überlegt, im Sitzen zu schlafen. Heute Nacht habe ich gleich eine Schmerztablette genommen. Aber schön war es trotzdem nicht, zumal die nur ein paar Stunden hielt. Morgens nach dem Aufwachen habe ich dann das Gefühl, dass sich alles erst wieder hinordnen muss, die Schwellung, der Kiefer. Ich wundere mich, dass noch kein Anderer hier im Forum über Schmerzen beim Liegen oder Schlafen geklagt hat. Ich werde meinen Chirurgen heute mal darauf ansprechen, da ich ja eh einen Termin bei ihm habe. Ich hoffe doch, dass mit dem Kiefer an sich alles in Ordnung ist. Falls jemand von Euch ähnliche Probleme hatte, wäre es schön, wenn er sich mal melden würde.

Von den Wunddränagen haben sich meine Lippenwinkel ganz entzündet, was ich aber inzwischen mit einer Bepanthen-Lippencreme ganz gut hingekommen habe.

Von meinem neuen Aussehen kann ich noch nicht viel erkennen, da sich dafür erst noch die Schwellung legen muss. Irgendwie fühlt man sich wie immer, aber im Spiegel kommt man sich dann doch noch sehr fremd vor.

Ich denke, ich werde den Bericht in den nächsten Tagen noch weiter ergänzen.

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Hallo Käuzchen.

Erst mal Herzlich Willkommen im Forum und Glückwunsch zur überstandenen OP! Es wäre schön, wenn du deinen Bericht noch weiter ergänzen würdest.

Musst du den Splint noch tragen? Wurdest du verdrahtet oder musst du Gummis einhängen? Wie sieht es denn mit Taubheitsgefühlen aus?

Viele Grüße

Minimi

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Hallo Minimi,

vielen Dank! Gern schreibe ich meinen Bericht noch weiter.

Am Mittwoch (5. Tag post-OP) hatte ich ja den zweiten Termin bei meinem KFC. Wir haben zunächst noch einmal über die OP gesprochen. Mein Unterkiefer wurde 8 mm nach vorne verschoben. Auf der linken Seite war wohl der Knochen sehr dünn, so dass es beinahe zu einem ungewollten Durchbruch gekommen wäre. Außerdem war zum Nerv nur sehr, sehr wenig Platz, so dass die OP auf der linken Seite etwas komplizierter war. Insgesamt war der KFC mit seiner Arbeit aber zufrieden und irgendwie besonders stolz auf die "perfekte Mittellinie". Naja.

Anschließend hat der KFC den Splint rausgenommen, womit ich noch gar nicht gerechnet hatte. Das war natürlich super, weil ich dadurch ja ein bisschen mehr Platz im Mund habe. Bevor er dann neue, zierlichere Gummis eingesetzt hat, durfte ich mir nochmal die Zähne putzen. Dabei habe ich gemerkt, dass ich den Mund schon weiter aufbekomme als am Montag.

Die neuen Gummis dürfte ich sogar zum Essen rausnehmen und dann selbst wieder einsetzen. Hierzu hat der KFC mir noch einen kleinen Spiegel und so eine Zange mitgegeben. Allerdings habe ich das noch nicht ausprobiert. Er hatte mir nicht erklärt, von wo bis wo die Gummis gespannt sind und meine Backe ist noch so dick, dass ich mich das bisher noch nicht getraut habe.

Den nächsten Termin habe ich Donnerstag nächster Woche.

Die Schwellung geht nach und nach zurück, ist aber heute (eine Woche post OP) immer noch deutlich sichtbar. Links ist die Schwellung sehr viel schlimmer als rechts, was sicher daran liegt, dass die OP links ja auch komplizierter war.

Die Schmerzen sind auch noch deutlich zu spüren, links ebenfalls wieder mehr. Tagsüber geht es ganz gut, weil ich mich ja ablenken kann. Nur Nachts nehme ich immer noch Schmerztabletten, um mal ein wenig schlafen zu können. Ich glaube, ich fühle mich wegen des Schlafmangels auch insgesamt so schlapp. Neulich bin ich über irgendwas gestolpert und habe dabei instinktiv die Zähne zusammengebissen. Das tat vielleicht weh!

Mit dem Essen geht es so lala. Aber langsam entwickle ich auch mehr Kreativität, was ich mir so kochen kann.

Meine Zähne kommen nur auf der linken Seite zusammen. Offenbar hat sich der Biss durch die OP so verschoben, dass links zwei Zähne direkt aufeinander stehen, so dass rechts Luft dazwischen bleibt. Mein KFO sagte mir bei einer telefonischen Nachfrage, dass sei nicht schlimm und werde in der Nachbehandlung schnellstmöglich behoben. Na hoffentlich, denn das Gefühl ist schon sehr seltsam.

Das Taubheitsgefühl ist auch noch da. Rechts ist es ein wenig besser. Aber links am Kinn habe ich eine Stelle, an der ich nicht viel fühle. Ansonsten fühle ich stärkere Berührungen und kann auch ohne Probleme aus einem Glas trinken, aber so leichte Berührungen oder dass noch Zahnpasta am Kinn ist, fühle ich noch nicht. Der KFC sagt, das wäre normal. Da muss ich wohl noch Geduld haben. Auf alle Fälle ist sicher, dass ich auch weiterhin werde Querflöte spielen können, denn in der Unterlippe stellt sich langsam Gefühl ein. Das war meine größte Sorge, zumal der KFC im Vorgespräch meinte, er würde mir von der OP abraten, falls ich beruflich Querflöte spielen würde, was aber bei mir "nur" ein Hobby ist.

In der nächsten Woche sollen dann die Fäden gezogen werden und sicher werde ich mit ihm noch über eine weitere Krankschreibung reden.

Viele Grüße,

Käuzchen

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Hey käuzchen =)

erstmal herzlichen Glückwunsch zur überstandenen OP!

Und natürlich zu einem Splintfreien Erholen ;)

Danke auch für deine Berichte, die gerne weitergeführt werden dürfen :mrgreen: , find ich immer sehr spannend, auch weiter über die OP hinaus die Fortschritte zu verfolgen...=)

Liebe Grüße und gute besserung und frohes Abschwellen!

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Hallo,

dein Bericht ist super schön ausführlich. Tut mir Leid, dass du so starke Schmerzen hattest. Hier im Forum ist es ja sehr unterschiedlich-entweder die Operierten hatten starke Schmerzen oder fast gar keine. Echt doof. Aber du hast es geschafft! Genieß jetzt die Zeit zu Hause und entspann dich gut. Ich freue mich auf weitere Berichte:)

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Hallo Käuzchen,

auch von mir herzlichen Glückwunsch zur überstandenen OP!!!! Ich wünschte, ich wäre schon so weit wie Du.

Ich bin auf Deinen Beitrag aufmerksam geworden, weil ich just am Montag vor Deiner OP bei Herrn Dr. K. war, um ihn kennenzulernen (befinde mich momentan auf der Suche nach einem Chirurg meines Vertrauens).

Daher meine Frage an Dich: Wie bist Du auf Dr K. gekommen? Un hattest Du auch Beratungen bei anderen KC?

Je näher der Termin kommt (OP soll im Oktober stattfinden), desto größer wird meine Unsicherheit, ob ich es ÜBERHAUPT machen lassen soll. Wenn ich das Forum/die Beiträge hier durchsehe, ein "scheinbar ganz normales Phänomen" bei Einigen von uns. Und doch können mich die vielen tollen "Nur Mut-Beiträge" von Anderen für Andere nicht voll überzeugen, weil mir doch mein Fall/die Umstände bei mir wieder besonders erscheinen. Aber vielleicht geht das auch vielen Anderen subjektiv so ...

Sorry, Käuzchen - Du bist 12 Tage post OP und ich "texte" soo viel.

Ich hoffe und wünsche, Dir geht es weiterhin gut bzw. den Umständen entsprechend gut. Wenn Du Lust und Zeit hat., würde ich mich über die Beantwortung der beiden o.g. Fragen zum KC freuen.

LG,

Susisschwester

PS: Hast Du denn eine weitere Krankschreibung bekommen?

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Hallo,

erst einmal vielen Dank an alle für die guten Wünsche.

Zuerst auf die Fragen von Susisschwester: Mein KFO hatte Herrn Dr. K. empfohlen, als es bei mir um die Entscheidung OP ja/nein ging. Das war im Frühjahr 2008. Damals gab es nur zwei KC, mit denen mein KFO zusammen arbeitete. Inzwischen hat sich das wohl geändert. Aber da mir der andere KC von der Website her nicht so sympatisch war, habe ich mich bei Dr. K. beraten lassen. Ich fand ihn in seiner Art von Anfang sehr professionell und beruhigend. Er hat sich immer viel Zeit für alle meine Fragen genommen. Das fand ich so sympatisch und vertrauenserweckend, dass ich mich gleich für ihn als KC meines Vertrauens entschieden habe und mich auch nicht mehr woanders habe beraten lassen.

Zu Deiner Unsicherheit: kurz vor der OP hatte ich dann auch ganz schön Angst. Ehrlich gesagt, bin ich beim KFO sogar spontan in Tränen ausgebrochen, als der mir sagte, es müsse operiert werden, weil ich die Vorstellung doch sehr gruselig fand. Da hatte ich aber auch schon eine Irrfahrt bei verschiedenen Zahnärzten hinter mir, die nie das eigentliche Problem entdecken konnten. Aber es gab ja keine Alternative. Ohne die OP wären meine Zähne dann wieder in die schlechte Ausgangsposition zurückgefallen und ein Jahr Zahnspange wäre völlig umsonst gewesen. Aber ich kann Deine Bedenken gut verstehen, weil man sich ja dem Können von anderen aussetzt und keinen Einfluss nehmen kann, was die da so mit einem anstellen. In den ersten Tagen nach der OP habe ich mich auch x Mal gefragt, warum ich das nur auf mich nehme. Je länger die OP dann aber zurück liegt und je besser es einem geht, desto mehr vergisst man die Schmerzen. Ich kann Dir bei Deiner Entscheidung natürlich nicht raten, da ich ja auch Deine Probleme gar nicht kenne. Fakt ist, dass die ersten Tage echt mies sind, aber man kann es alles überstehen. Und da jetzt unter der Schwellung bei mir auch langsam noch ein Gesicht zum Vorschein kommt, kann ich sagen, dass es sich für mich gelohnt hat. Ich wünsche Dir auf jeden Fall alles Gute!

Nun noch eine Ergänzung zu meinem Bericht: Am letzten Donnerstag (13.08., 13. Tag post OP) hatte ich noch einen Termin beim KC. Er zog mir die Fäden, was erstaunlicherweise überhaupt nicht weh tat. Außerdem bemerkte er diesmal, dass ich nur links zusammenbeissen kann und sich die Zähne rechts nicht treffen. Er fragte mich ganz überrascht, seit wann das denn sei. Als ob ich als Patient da irgendwas gemacht hätte... Das war ja schon so, seit er den Splint rausgenommen hat und an die Stellung davor kann ich mich ehrlich gesagt nicht erinnern. Ich hatte aber schon beim KFO angerufen, und die meinten, das wäre nicht weiter schlimm und würde beim anschließenden Feintuning der Zähne erledigt. Der KC hat dann aber die Gummis anders eingehängt, was ich ganz gut fand, denn so lassen sie sich fürs Zähneputzen viel leichter rausnehmen. Desweiteren hat mich der KC noch für eine weitere Woche krank geschrieben (also jetzt die dritte Woche). Auf meine Frage nach Schmerztabletten bekam ich nur den Hinweis, mir selbst Ibuprofen aus der Apotheke zu besorgen. Und das war's dann auch schon. Aus Sicht der KC sind wir jetzt erstmal fertig, ich habe keinen weiteren Termin bei ihm.

Insgesamt geht es mir inzwischen schon viel besser. Die Schwellung ist nur noch am Kinn, da aber hartnäckig. Leider habe ich links immer noch nicht viel Gefühl, was nach Aussage des KC auch noch Monate dauern kann. Die Schmerzen sind zurückgegangen, ich brauche keine Tabletten mehr. Und nachts kann ich sogar vorsichtig auf der Seite liegen und dadurch endlich wieder einigermaßen erholsam schlafen. Natürlich bin ich noch etwas schlapp, da ich nach der OP vier Kilo abgenommen habe, eines habe ich inzwischen schon wieder kompensiert.

Als nächstes steht der erste Termin nach der OP beim KFO an, mal sehen, was der so sagt. Ich werde weiter berichten.

Nochmals vielen Dank an alle für ihre guten Wünsche und Antworten. Da fühlt man sich gleich viel besser.

Viele Grüße,

Käuzchen

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Hallo,

ich wollte meinen Bericht noch weiterführen:

Gestern (17.08., 17. Tag post OP) hatte ich einen Termin beim KFO. Der KFO war soweit ganz zufrieden. Er meinte, es sei nicht schlimm, dass ich auf der rechten Seite noch nicht zusammen beißen kann. Das könne in der weiteren Behandlung korrigiert werden. Ich bekam eine neue Kette im Oberkiefer, was ein wenig unangenehm war. Außerdem wurden die Gummis nun ganz anders gespannt, vom letzten Zahn im Unterkiefer zu den oberen Eckzähnen. Das soll dazu dienen, dass mein Unterkiefer noch ein wenig nach vorn kommt. Die Gummis darf ich zum Essen und Zähne putzen heraus nehmen. Gestern Abend habe ich das aber nicht mehr gemacht, weil ich Panik hatte, dass ich die Gummis dann hinten nicht mehr eingehakt bekomme. Aber irgendwie muss ich das wohl schaffen. Immerhin habe ich ein Tütchen mit Gummis zum Wechseln mitbekommen. Der KC hatte mir ja nichts weiter mitgegeben, da hatte ich immer Angst, ein Gummi mal beim Rausmachen zu verlieren. Außerdem soll ich weiter mit der Chlorhexidin-Lösung spülen.

Laut KFO soll ich mit der restlichen Schwellung Geduld haben, die würde auch noch weggehen. Und das Gefühl würde irgendwann auch wiederkommen. Na, hoffentlich.

Der nächste Termin beim KFO steht in drei Wochen an.

Viele Grüße,

Käuzchen

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Hallo Käuzchen,

Gartuliere zur überstandenen OP!!:o

meine OP (UK-Vorverlagerung) ist nut etwas über sechs Wochen her. Und ich hatte auch die Probleme wie Du. Nachts beim Schlafen hatte ich tierische Schmerzen, aber auch nur auf einer Seite (links). Konnte sehr lange Zeit nachts nicht ohne Schmerzmittel schlafen. Nachdem ich die festen Gummis rausbekommen habe hatte ich nachts auch kaum noch Schmerzen und es ging zum Glück wieder ohne Tabletten. Mittlerweile habe ich garkeine Gummis mehr drin. Leider habe ich immer noch beim Gähnen und ganz besonders beim Kauen starke Schmerzen beim Kauen. Das ist ein stechender Schmerz der in das Ohr zieht. Vielleicht kennst Du das ja auch? Habe gestern einen Termin bei einer Physioterapheutin die speziell den UK behandelt. Die hat mir auch gesagt, dass meine Backenzähne hinten rechts sich berühren und dass zwichen OK und UK auf der anderen Seite Luft dazwischen währe. Diese sich also nicht berühren. So wie bei Dir. Sie meinte, dass wahrscheinlich daher die Schmerzen auf der linken Seite entstehen würden, daduch das ich nicht richtig zubeiss. Meine KFC dagegen, hatte vor einer Wochen wo ich einem Kontrolltermin bei Ihm hatte gemeint, dass dies nach dieser Zeit schon noch vorkommen kann. Sich aber dann von selbst wieder reguliert. Ich hoffe so dass das stimmt, denn sonst hätte ich mich nicht operieren lassen brauchen!!! :(

Wie geht es Dir beim Kauen, hast du Schmerzen??

Und gehst du auch zur mandibulären Physiotherapie?

Würde mich sehr über Antwort von Dir freuen.

Grüsse und weiterhin gute Besserung!

LG CatX

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Hallo Käuzchen,

auch von mir, herzlichen Glückwunsch zur überstandenen OP. Wir hatten den gleichen Kieferchirurgen, ich wurde am 13. Februar operiert, allerdings BIMAX. Mit dem Taubheitsgefühl musst du dich gedulden, das kann wirklich lange dauern, ich hab jetzt noch eine taube Stelle an der Unterlippe die sich bis zum Kinn runterzieht. Sie wird aber mit der Zeit immer weniger und ich hoffe, dass sie irgendwann weg ist. Auch die Schwellung kann recht lange andauern, bei mir hat man nach paar Wochen immer noch ein bißchen gesehen. Trotz allem lohnt sich der ganze Aufwand und ich wäre sehr gespannt, mal ein paar Bilder von dir zu sehen, da 8 mm Vorverlagerung ganz schön viel ist. Da hast du dich bestimmt ganz schön verändert.

Ich wünsche dir weiterhin gute Besserung und munteres Abschwellen

sambamaus

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Hallo CatX,

vielen Dank für Deine guten Wünsche und Deinen Bericht. Da bin ich aber froh, dass ich nicht die einzige bin, die solche Schmerzen beim Schlafen hat. Ich habe immer noch Gummis drin, aber die Schmerzen werden gaaanz langsam weniger. Heute Nacht habe ich zum ersten Mal auf der linken Seite gelegen und konnte es gerade so aushalten. Das Problem mit den Schmerztabletten war bei mir auch, dass die nicht die ganze Nacht gewirkt haben, sondern nur ein paar Stunden.

Ob ich beim Kauen Schmerzen habe, kann ich Dir noch nicht sagen, da ich immer noch nichts kauen darf. Zumindest beim Zähneputzen und beim Gähnen habe ich aber keine.

Ich beiße auf der rechten Seite ja auch noch nicht zusammen. Ich hoffe, dass sich das bald reguliert. Ich erinnere mich nämlich noch wie Du, wie toll ich vor der OP überall zusammen beißen konnte... Naja, ich bin da aber ganz positiv, das wird schon noch werden.

Zur Physiotherapie gehe ich derzeit noch nicht. Ich hatte bereits vor der OP von meinem KFO Massagen und Anwendungen zur Stärkung der Muskulatur verschrieben bekommen. Davon habe ich aber nicht mehr alle Termine vor der OP geschafft. Neue Termine konnte ich erst für Anfang September bekommen. Ich denke, das ist auch o.k. so, denn erst jetzt würde ich so langsam jemand an diese Stellen heranlassen. Kurz nach der OP tat es einfach zu weh.

Ich wünsche Dir alles gute und weiterhin gute Besserung!

Hallo Sambamaus,

auch Dir vielen Dank für Deine Antwort. Ich werde mich also gedulden. Aber es ist ja beruhigend zu hören, dass die taube Stelle bei Dir immer weniger wird. Hast Du manchmal ein Prickeln oder sowas an der Stelle, wenn das Gefühl langsam wieder kommt? Ich hatte da am Anfang direkt nach der OP, aber jetzt ist es erheblich seltener. Blöd ist das Taubheitsgefühl beim Essen oder Zähneputzen. Wann war denn bei Dir die Schwellung ganz wieder weg? Ich finde, dass sie für jemanden, der mich nicht gut kennt, kaum noch zu erkennen ist, aber sich irgendwie innen mehr auswirkt. Innen drückt meine Backe jedenfalls definitiv gegen die Gummis und die Spange.

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen. Vielen Dank!

Viele Grüße,

Käuzchen

Viele Grüße,

Käuzchen

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Hallo Käuzchen,

das mit dem Prickeln kenne ich, dann hab ich immer gedacht, jetzt wird wieder ne Stelle wach. Leider hab ich das auch sehr selten. Die taube Stelle nervt schon ein bisschen, vor allem, wenn da mal Krümmelchen dran hängen und man merkt es gar nicht, weil ist ja taub! Bei mir war die Schwellung bestimmt so ca. 2 Monate zu sehen. Du darfst jedoch nicht vergessen, dass ich eine Bimax hatte und somit die Wunde erheblich grösser war. Vor allem morgens hatte ich ganz schön dicke Backen, am meisten aufgefallen ist es um die Nase rum. Das Problem wirst du sicherlich nicht haben.

Beim schlafen hatte ich weniger Probleme, nur am Anfang im Krankenhaus, da war ich so aufgekratzt von der Narkose. Ich hatte ein tolles Schmerzmittel, schreib dir mal den Namen auf: Novaminsulfonratiopharm 500, die sind echt gut, damit haben sich die Schmerzen ganz gut ertragen.

Viel Erfolg

sambamaus

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Hallo Sambamaus,

ich weiß genau, was Du mit dem Krümelchen meinst. Bei mir ist es derzeit noch oft Joghurt. Das ist degradierend, wenn man das wegen des Taubheitsgefühls nicht von selbst merkt. Aber ich hoffe sehr, dass sich das auch noch erledigt.

Das Schmerzmittel hatte ich am Anfang auch, aber ich habe das vom Kreislauf her nicht so gut vertragen und daher sehr schnell abgesetzt. Inzwischen habe ich nur noch beim Schlafen Schmerzen, und die sind auch ohne Schmerztabletten auszuhalten.

Viele Grüße,

Käuzchen

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Hallo Käuzchen,

was mir gerade beim schreiben noch einfiel: Wie sieht es bei dir eigentlich mit den Taubheitsgefühlen aus? Hast du noch taube Stellen? Bei mir sind auf der einen Seite Unterlippe und Kinn immer noch ein bisschen taub. Jetzt durch die OP auch noch gleiche Seite Oberlippe, aber da muss ich eh noch abwarten.

Und, du brauchst keine Angst vor der OP haben, bei dir ist es ja nur die Plattenentnahme, da fällt die Hälfte der Beschwerden schon mal weg. Ich seh dich im Geiste am 5. März nachmittags schon auf der Station rumlatschen, so wie ich es auch getan habe. Kriegst du auch ne Kühlmaske? Die könnte man dann glatt für paar Tage mit nach Hause nehmen.

Toi toi toi nochmal bis bald

sambamaus

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Hallo Sambamaus,

ja, ich habe immer noch taube Stellen. Die Unterlippe und das Kinn auf der linken Seite haben noch kein richtiges Gefühl. Es ist zwar ein wenig besser geworden seit der OP, aber eben immer noch nicht gut. Es ist aber nicht so schlimm, ich habe mich daran gewöhnt. Und ich hoffe natürlich, dass es nach der Plattenentnahme am 05. März dann besser wird.

Die Kühlmaske hatte ich nach der richtigen OP, aber jetzt hatten wir darüber noch nicht gesprochen. Es war ja alles total chaotisch bei meinem Vorbesprechungstermin. Gut, dass Du das nochmal sagst, ich werde es noch einmal ansprechen, wenn mich der KFC bzw. seine Assistentin heute hoffentlich zurück rufen.

Ich hoffe, dass die Herausnahme der Platten dann so unkompliziert wird, wie Du sagst. Ich glaube, es ist einfach nur so die Vorstellung, wieder so einen Eingriff zu haben und wieder für ein paar Tage zu leiden... Natürlich ist das kein Vergleich mit der richtigen OP oder mit Deiner OP jetzt. Du hast ja recht, ich habe da ja nur das halbe Programm, bzw. noch weniger, weil ich ja nur im Unterkiefer die Platten drin habe. Vielen Dank jedenfalls für Deine aufmunternden Worte! Wird schon vorüber gehen. Ich bin ja nur froh, dass ich dieses Mal nur über Nacht im Krankenhaus bleiben muss, zu Hause fühlt man sich doch gleich viel wohler.

Viele liebe Grüße,

Käuzchen

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Hallo allerseits,

am 05.03., also am Freitag, steht bei mir die Metallentnahme an. Röntgenbilder hat der KFO gemacht. Es gab im Vorfeld ein wenig Verwirrung um den Termin (die Assistentin meines KFC rief eines Tages auf Arbeit an und fragte, wo ich am letzten Freitag war, sie hätten mich operieren wollen... mir hatte der Doc einen Termin Mitte März gegeben, zu dem er überhaupt nicht in Berlin ist...), aber ich bin nun zuversichtlich, dass alles klappen wird. Ein wenig mulmig ist mir zwar schon. Aber wenigstens ist es nur eine Nacht im Krankenhaus. Ich werde dann berichten.

Viele Grüße,

Käuzchen

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Hallo Käuzchen,

viel Erfolg für die OP am Freitag!!! Das geht schneller vorbei als du denkst. Und immer schön kühlen…

lg

sambamaus

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04.03.2010

Ich gehe zum Narkose-Vorgespräch in die Havelklinik. Das geht wieder relativ fix, weil ich laut dem Arzt nicht zu Risikogruppe gehöre. Da ich am nächsten Morgen schon um 6:50 Uhr operiert werde und um 6.30 Uhr meine Beruhigungstablette bekommen soll, soll ich mich schon mal auf der Station vorstellen und alle Formalitäten regeln.

Auf der Station fragt mich die Schwester, ob ich nicht heute schon zur Aufnahme kommen sollte. Nein, nein, nein.

05.03.2010

Mein Mann fährt mich ins Krankenhaus. Wir sind schon um 6:15 Uhr da. Es ist zwar ein Bett frei in meinem Zimmer, weil die betreffende Frau noch auf der Narkoseüberwachung liegt, aber kein Schrank. Die anderen beiden Damen werden an diesem Tag entlassen. Die eine räumt freundlicherweise gleich ihren Schrank aus, so dass ich meine Sachen verstauen kann.

Nun werde ich doch sehr aufgeregt, verabschiede meinen Mann und ziehe mich um. Dann kommt auch schon die Beruhigungstablette, die aber gar nicht wirkt. Die Frau neben mir erzählt noch ganz viel mit mir, so lange geht es auch. Aber als mich dann die Schwestern abholen kommen, wird mir doch ganz anders. Klar, ist es "nur" die Metallentnahme, aber noch geht's mir gut und wenn ich aufwache, nicht mehr... Im OP-Vorraum ist es super kalt, so dass ich hier endgültig anfange zu zittern und nicht mehr aufhören kann. Die Ärzte packen mich in warme Decken und wickeln extra Flanell um meinen Arm, aber es hilft nichts. Die Anästhesistin legt dann den Zugang und löst das Problem auf ihre Weise, für uns alle sicher das beste.

Als ich wieder zu mir komme, ist es halb zehn, ich liege im Aufwachraum. So weit so gut. Ich döse noch ein wenig vor mich hin. Dann kommt eine Schwester mit Trinken, das geht schon mal aus einem normalen Glas, wie schön. Dann komme ich aufs Zimmer, zusammen mit dem Röhrchen, in dem die zwei Platten und die Schrauben sind. Irgendwie hatte ich sie mir viel kleiner vorgestellt.

Um 14 Uhr kommt mein Chirurg. Er meint, dass es gut gewesen sei, dass wir die Plattenentnahme gemacht haben, denn die Schrauben wären locker gewesen! Die hätten also durch die Kaubewegungen auch irgendwann da rumwandern können. Er hat das sonst nur bei Patienten mit Wundheilungsstörungen, aber sowas lag bei mir gar nicht vor. Ansonsten sei der Kiefer unter den Platten gut geheilt, alles in Ordnung. Durch die lockeren Schrauben sei das ganze noch schneller gegangen als sonst.

Der Rest des Tages vergeht mit Lesen, ich kann sogar schon rumlaufen, als mein Mann mich nachmittags besuchen kommt. Außerdem kühle ich noch so viel wie möglich. Ich habe mich diesmal gegen die Kühlmaske entschieden, denn mit der konnte ich nach der richtigen OP kein Auge zumachen, weil die so laut war. Allerdings scheint sie aber doch besser gegen die Schwellung zu helfen als die Kühlakkus.

Infusionen oder Medikamente bekomme ich aber keine mehr. Und ich habe offenbar zumindest teilweise noch richtige Fäden drin und nicht selbstauflösende, weil ich in zehn Tagen zum Fäden ziehen kommen soll. Naja, vielleicht will er sich auch einfach den Heilungsprozess dann nochmal ansehen.

Abends gibt es wieder die furchtbare Brühe und einen Pudding. Zum Glück bekomme ich die Portion meiner Zimmernachbarin auch, sonst wäre ich hungrig schlafen gegangen.

In der Nacht wache ich immer wieder auf, weil so viel Unruhe ist. Meine Zimmernachbarin schnarcht, aber dafür kann keiner was. Und draußen auf dem Gang ist auch so viel los.

06.03.2010

Blick in den Spiegel: auweia! Ich bin mindestens so doll angeschwollen wie nach der richtigen OP. Jedenfalls kommt mir das definitiv so vor. Ich habe keine wirklichen Schmerzen, aber die Schwellung drückt auf die Nähte, insbesondere beim Schlucken.

Zum Frühstück gibt es Milchsuppe (sehr seltsam) und wieder Pudding. Irgendwie lustig, dass einem die Ärzte immer sagen, man soll nach solchen OPs ein paar Tage lang keine Milchprodukte essen, und hier im Krankenhaus gibt es fast nur welche.... Ich bin noch nicht ganz fertig mit dem Pudding, da kommt schon mein Mann mich abholen.

Zu Hause ist es doch am besten. Allerdings laufen wir dann noch zur Apotheke und holen ein paar Kühlpacks nach. Ich habe zwar schon fünf, aber die werden nicht schnell genug wieder kalt. Und ich will unbedingt diese Schwellung schnell wegbekommen, ist ja schrecklich.

Heute werde ich mich wohl nur noch ausruhen, flüssige Sachen essen und auf eine gute Nacht hoffen. Hoffentlich bekomme ich heute Nacht auch meine Spange wieder ganz rein, gestern ging nur der obere Teil. Mal sehen, was die Schwellung nachher zulässt.

Insgesamt ist man nach der Metallentnahme viel schneller wieder "fit", aber die Schwellung ist wirklich nicht zu unterschätzen. Ich kann für mich behaupten, dass ich wieder richtig gut angeschwollen bin.

Viele Grüße erstmal,

Käuzchen

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Hallo Käuzchen,

herzlichen Glückwunsch ur überstandenen ME und weiterhin fleißiges Abschwellen. Wirst du denn auch Lymphdrainage machen lassen, damit du schneller abschwillst?

@sambamaus: wie sieht es mit deiner Schwellung denn jetzt fast 3 Wochen danach aus?

Oh man, ich bin auch schon total hibbelig und aufgeregt. Meine ME wird nächste Woche am Montag den 15. März gemacht zusammen mit meinem Kinn :shock:

ich bin irgendwie richtig froh, dass derzeit hier im forum einige von ihrer ME gerade jetzt berichten. Vielen Dank an euch.

lg, janine67

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Hallo Käuzchen,

du hast es fast hinter dir, nicht verzagen, jetzt noch die Schwellung weg, dann ist alles überstanden. Erstaunlich, wie viel Metall man da im Kiefer hat, oder??? In meinem Röhrchen war noch viel mehr drin, bei dir war es ja "nur" der Unterkiefer. Ach, du hast keine selbstauflösende Fäden??? Na ja irgendein Grund wird es dafür schon geben.

Die erste Nacht wieder im eigenen Bett wird super werden, vor allem, wenn du dir abends noch ne Ibu reinpfeifst, du wirst schlafen wie ein Baby. Hast du im Krankenhaus keine Schlaftablette bekommen? Die Beruhigungstablette war wohl nicht so der Hit, ich hab ja auch nicht sooo viel gemerkt, aber immerhin war ich entspannter.

Alles andere wird jetzt noch, du musst nur ein bisschen Geduld haben.

Ja genau, eine Frage noch, wie siehts aus mit Lymphdrainage? Angeblich soll man das alles nach einer ME nicht brauchen, sagt der KFC, aber ich bin am Mittwoch beim KFO, da frag ich auch nach. Soll ja auch bei der Narbenheilung helfen.

@janine67: die Schwellung ist besser oder besser gesagt weniger, aber längst nicht weg. Vor allem meine Nase ist noch ganz schön breit, aber das dauert wohl. Morgens speziell siehts doch ganz schön knubbelig aus. Aber das Problem wirst du ja auch nicht haben. Dennoch fühl ich mich soweit fit, wieder arbeiten zu gehen und mich auf die Strasse zu trauen.

Und sonst natürlich toi, toi, toi

LG

sambamaus

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Zum Frühstück gibt es Milchsuppe (sehr seltsam) und wieder Pudding. Irgendwie lustig, dass einem die Ärzte immer sagen, man soll nach solchen OPs ein paar Tage lang keine Milchprodukte essen, und hier im Krankenhaus gibt es fast nur welche....

Das hab ich auch gedacht! Seltsam. Schön, daß Dus überstanden hast. Das macht Mut! Frohes Abschwellen... jetzt ist es dann erstmal vorbei mit den OPs, oder?

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Hallo,

vielen Dank für die guten Wünsche.

Ich habe im Krankenhaus gar keine weiteren Medikamente bekommen. Nach einer Schlaftablette haben sie mich nicht gefragt, nur ob ich Schmerzmittel will. Aber so dolle Schmerzen habe ich ja nicht. Nur die Schwellung drückt auf die Nähte. Ich habe auch keine Antibiotika bekommen. Ich hatte nämlich jedem gesagt, dass ich letztes Mal auf Clyndamycin schlecht reagiert habe. Ob es nicht nötig war, weil meine Wunde ja auch viel Kleiner ist als die von Sambamaus oder ob sie es dann lieber ganz weggelassen haben, kann ich nicht sagen.

Ich bin heute womöglich noch dicker angeschwollen, aber ab morgen sollte es ja dann besser werden. Immerhin habe ich inzwischen meine herausnehmbare Zahnspange für Nachts reinbekommen und die Nacht war auch einigermassen.

Tja, mit den Lymphdränagen ist das so eine Sache. Mein KFC hat schon bei der richtigen OP gesagt, dass das nichts bringt, die Schwellung ginge von allein zurück, als ich ihn direkt danach gefragt habe. Mein KFO wollte mir da auch nichts groß verschreiben. Und mein Allgemeinarzt meinte, das müsse schon der Chirurg machen, da könne er jetzt nicht dazwischen gehen. Mir leuchtet das ja schon ein, dass es beim Abschwellen hilft. Aber diesmal habe ich nach meinen Erfahrungen beim letzten Mal gar nicht erst gefragt. Ich hätte das natürlich selbst zahlen können. Aber ich habe eben wirklich nicht damit gerechnet, dass die Schwellung so stark wird und daher im Vorfeld keine Termine gemacht. Ich bezweifle auch, dass ich jetzt spontan was bekommen werden, aber ich kann ja mal bei der Physio anrufen.

Ja, die Beruhigungstablette war echt nicht der Hit. Aber ich bin jetzt so froh, dass alles vorbei ist. Ja, das war die letzte OP. Ich hoffe, dass ich dann erstmal mit den Zähnen Ruhe habe. Das war doch alles sehr anstregend und aufregend.

Liebe Janine67, ich wünsche Dir ganz viel Glück für Deine Metallentnahme und die Kinn-OP. Das wird schon alles. Die Schwellung ist echt schlimm, aber ich fühle mich ansonsten viel fitter als nach der grossen OP. Auch wenn man noch nicht richtig kauen kann/will, so ist doch das Essen viel einfacher als nach der OP, weil man den Mund weiter aufbekommt.

Ja, das ist echt viel Metall im Körper. Ich hatte mir die Platten auch nicht so lang vorgestellt. Da habe ich neulich beim Röntgenbild schon gestaunt. Mal sehen, ob jetzt meine Hautprobleme am Kinn auch wieder weggehen. Die eine Stelle an der Lippe, die sich immer noch so seltsam angefühlt hat, scheint aber besser geworden zu sein.

Vielen Dank für Eure Wünsche nochmal, das baut mich echt auf.

Viele Grüße,

Käuzchen

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Hallo Allerseits,

ich wollte nur noch was ergänzen. Ich habe gestern die Pflaster unter meinen Ohren abgemacht und habe gesehen, dass ich da auf den Wangen Einstichlöcher und jeweils einen kleinen Schnitt habe. Ist alles nicht dramatisch, aber der KFC hatte mit mir nie darüber gesprochen. Es hieß immer, dass alles von innen gemacht werde. Hat jemand von Euch auch solche Schnitte?

Ansonsten geht die Schwellung sehr langsam zurück. Ich bin noch sehr müde, aber habe keine Schmerzen und kann auch endlich wieder auf der Seite schlafen.

Viele Grüße,

Käuzchen

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Hey Käuzchen

Diese Schnitte sind meist für die Schrauben, wenn bei der OP klar wird, dass man die nicht von innen anbringen / entfernen kann. Ich habe das schon oft gesehen bei Leuten, mit denen ich ausserhalb von Progenica gesprochen habe, und die ihre OPS wesentlich früher als wir hatten.

Die gehen aber absolut zu und sind so gut wie nicht sichtbar. Kann aber verstehen, dass man da vorher gern den Hinweis drauf gehabt hätte.

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Hey Käuzchen,

das muss ich wohl unterschlagen haben. Ich habe diese Schnitte auch gehabt, die Schrauben und Platten waren wohl schon so sehr verwachsen, dass sie von innen direkt nicht entfernt werden konnten. Keine Panik, da wird man nachher nichts sehen, bei mir ist da auch nichts mehr übrig. Ich habe es auch hinterher erfahren, liegt wohl daran, dass man das vorher noch nicht genau weiss.

lg

sambamaus

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