susisschwester

"Du verlierst zwei Jahre Deines Lebens." ???

Liebe Leut,

seit Herbst 2007 bin ich hier angemeldet, lese phasenweise viele Beiträge von Euch, sehe natürlich, dass sich viele Themen wiederholen und man Antworten auf fast alles finden kann, wenn man nur genug sucht. Und dennoch nöchte ich heute ein eigenes Thema starten, auch auf die Gefahr hin, das Thema damit vielleicht doch zu wiederholen.

Ich war am 27.7.2009 bei einem KC zur Beratung (bin momentan noch auf der Suche nach einem KC meines Vertrauens), die OP (wahrscheinlich Bimax) soll gem. KFO im Oktober stattfinden. Im Wartezimmer kam ich mit einer jungen Frau ins Gespräch: Ohne auf die Details eingehen zu wollen (das Gespräch war sehr angenehm und sie sprach über die Erfahrungen eines Bekannten mit seiner UK-Verlagerung), blieb ein Satz hängen "Du verlierst zwei Jahre Deines Lebens."

Ich habe plötzlich das Gefühl, mich seinerzeit bei Beginn der KFO-Behandlung leichtfertig für den Weg mit OP entschieden zu haben (es gabe auch eine Planung ohne OP), ohne mir damals verdeutlicht zu haben, was die OP eigentlich bedeutet. Diese Befürchtung kam schon langsam, als ich nach Beginn der KFO-Behandlung nach und nach hier Eure OP-Erfahrungsberichte gelesen habe und wurde durch die Aussage der jungen Frau im Wartezimmer noch bestärkt.

Was mich eigentlich aberr wirklich interessiert, sind Beiträge/Erfahrungen von Leuten, die sich zwei Jahre oder länger nach der OP befinden und die auch schon über 30 waren, als sie die OP gemacht haben (also Mitten im Leben stehend, mit wenig Zeit und vielen Verpflichtungen; bei mir heißt das z.B. ein anstrengender Job, wo ich sehr auf meine geistige Leistungsfähigkeit angewiesen bin). Was soll ich von der Ausssage oben halten?

Bin ich nach der OP lange Zeit dauernd so stark beeinträchtigt, dass ich kein echtes Leben (d.h. möglicherweise immer Schmerzen, geringere Leistungsfähigkeit, daher wenig Freude an "normalen" Lebensgenüssen) habe (bis möglicherweise zwei Jahre nach der OP oder sogar länger)?

Ich bin sehr gespannt, ob und welche Antworten ich hierzu bekommen werde!

Ich danke allen ganz herzlich im Voraus dafür, die sich ggf. die Zeit nehmen, den schon etwas lang gewordenen Themenstarter-Beitrag zu lesen und ggf. ihre Erfahrungen zu schreiben.

LG

Susisschwester

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"Du verlierst zwei Jahre Deines Lebens."

Was mich eigentlich aberr wirklich interessiert, sind Beiträge/Erfahrungen von Leuten, die sich zwei Jahre oder länger nach der OP befinden und die auch schon über 30 waren, als sie die OP gemacht haben (also Mitten im Leben stehend, mit wenig Zeit und vielen Verpflichtungen; bei mir heißt das z.B. ein anstrengender Job, wo ich sehr auf meine geistige Leistungsfähigkeit angewiesen bin). Was soll ich von der Ausssage oben halten?

Bin ich nach der OP lange Zeit dauernd so stark beeinträchtigt, dass ich kein echtes Leben (d.h. möglicherweise immer Schmerzen, geringere Leistungsfähigkeit, daher wenig Freude an "normalen" Lebensgenüssen) habe (bis möglicherweise zwei Jahre nach der OP oder sogar länger)?

Hallo

meine Op ist zwar noch keine 2 Jahre her aber über 30 und mitten im Leben steh ich auch;-)

die Op beeinträchtigte mich eigentlich nur über die Zeit direkt um die OP

d.h. danach 6 Wochen nicht kauen zu können und in manchen Fällen sicherlich auch eine über mehrere Wochen dauernde körperliche Schwächung

bei mir dauerte dies max. 2 Wochen, war aber auch 6 Wochen krank geschrieben

wenn bei der Op alles glatt verläuft hat man eigentlich nur noch die Kontrolltermine und natürlich die Plattenentfernung

die Op macht bei mir eigentlich der kleinste Teil der Behandlung aus

wenn ich von einer 2 jährigen Beeinträchtigung sprechen würde müsste ich da eher die Zahnspange nennen

da hast du mit oder ohne Op ähnliche Abläufe und dies oft auch länger als 2 Jahre

aber mit der hast du dich ja bereits abgefunden

ich jedenfalls kann bisher nichts negatives über die Op sagen

aber meine Behandlung ist auch noch nicht abgeschlossen

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Die Aussage "Du verlierst 2 Jahre deines Lebens" klingt ziemlich hart!

Ich bin 20 und hatte im März diesen Jahres meine Bimax. Ich war schon früher in kieferorthopädischer Behandlung, aber die hatte nichts gebracht. Meine wesentliche Behandlung, sprich: Weisheitszähne raus, feste Spange rein, Bimax, feste Spange raus, Platten raus, habe ich noch nicht ganz abgeschlossen.

Zur Übersicht:

Sommer 2007: alle 4 Weisheitszähne raus

September 2007: feste Spange rein

März 2009: Bimax

Im September 2009 wird voraussichtlich die feste Spange entfernt und 2010 kommen dann die Platten raus, denk ich mal.

Wenn man die Zahnspangenzeit + Bimax zusammen nimmt, kommt man schon auf 2 Jahre. Bei manchen dauert alles länger, bei manchen geht es aber auch schneller. Aber diese Zeit ist ja nun nicht komplett für'n A**** oder so.

Die Aussage, dass man 2 Jahre verliert, würde ich nicht unterschreiben! Für mich war das Ganze schon eine sehr harte Zeit, aber wenn ich bedenke, was diese Bimax bewirkt hat, dann nehme ich diese harte Zeit in Kauf.

Ich würde sagen "Die Behandlung ist hart und lang und auch wenn es einem gut geht, hat man immer im Hinterkopf, dass man noch nicht fertig ist, aber sie schenkt einem für die weiteren Jahre (wenn man zufrieden ist mit dem Ergebnis) eine ganz neue Dimension von Lebensqualität und das ist denke ich der entscheidende Punkt!"

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Meine OP ist erst 3 Monate her daher kann ich dazu nicht wirklich viel sagen, aber auch nach 3 Monaten bin ich noch nicht FIT genug oder fertig genung mit allem das ich alles machen kann.

Bekomme den Mund noch nicht weit genug auf, kann noch nicht alles essen, die Nase läuft immer noch.

Habe schmerzen muß noch Gummis tragen, ( finde wenn man Gummis trägt kann man nicht sehr gut sprechen).

Und habe noch taube stellen etc. und wenn Du dich auf diese ganzen Sachen fixierst dann hast manchmal echt 0 Bock auf gar nichts.

Aber gut das sind meine Erfahrungen nach 3 Monaten, hoffe nicht das es die nächsten 3 Monate auch noch so sein wird.

Naja gut bald kommt die PE + Kinnn, dann beginnt ja einige von vorne, oh man wenn ich daran schon denke.

Naja irgendwie schafft man es , und bei einiegen ist es mehr beieiniegn weniger anstrengend.

Auch Du wirst es schaffen.

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Naja, das ist bei jedem anders. Meine OP ist 4 Monate und 3 Wochen her. Mir geht es gut. Das einzige ist, dass mein Kinn noch gestört ist. Also etwas seltsam auf Berührungen reagiert, aber das kann noch werden. Und wenn nicht, dann war's mir die Sache trotzdem wert. Schlimmer fänd ich ne taube Lippe oder so. Klar habe ich auch Angst vor der Plattenentnahme, aber ich zieh das jetzt durch.

Ich denke man muss einfach abwegen...man muss sich genau überlegen, welche Nachteile es hat, wenn man die Behandlung nicht auf sich nimmt und wenn das viele sind, dann sollte man es wagen. Ohne Frage ist das ein großer Schritt und den sollte man gründlich mit KFO, KFC, Familie usw. besprechen, aber oft führt er einfach zu mehr Lebensqualität. In einzelnen Fällen geht auch was schief, aber du steigst auch jeden Tag z.B. ins Auto, oder in den Zug ohne zu wissen, ob der nicht entgleist oder so. Überall gibt es ein Risiko, aber das gehört zum Leben dazu.

Ich wünsch dir in jedem Fall alles Gute ;-)

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Hallo,

ich erfülle die genannten "Kriterien" und deswegen möchte ich dir auch meine Erfahrung mitteilen: ich würde mich grundsätzlich der Meinung von ff1977 anschließen: für mich war die KFO-Behandlung eher die Zeit, die ich nicht noch einmal erleben möchte. Die Zeit vor der OP war für mich die Zeit, in der sich mein Terminkalender- trotz des anspruchsvollen Jobs- hauptsächlich nach den KFO-Terminen richtete. Das Warten auf die OP empfand ich als z.T. absolut unerträglich, weil sich die letzten Monate hinziehen, ohne daß man selbst irgendeine Veränderung wahrnimmt. Hinzu kommt die Tatsache, daß sich mein Aussehen durch die KFO-Behandlung schon deutlich verschlechtert hat und ich damit nicht so gut klar gekommen bin. Vielleicht klingt es etwas banal, aber blöd fand ich es, daß ich bei ganz vielen privaten und beruflichen Terminen keine Zusagen machen konnte, weil ich immer sagen mußte: "Ich werde wahrscheinlich in der Zeit operiert" (und das monatelang). Urlaubsplanung u.ä. ging auch nicht. Außerdem habe ich mich ohne Ende über die OP informieren wollen, habe mich oft in die Unibibliothek begeben und die ganzen Fachbücher gewälzt, die man natürlich am Anfang nicht versteht und sich immer weiter einlesen muß- also Zeitverluste an jeder Ecke, obwohl ich beruflich extrem viel zu tun hatte. Zwischendurch habe ich mir selbst gewünscht, ich hätte nie die Behandlung angefangen.

Aber wenn ich dich richtig verstehe, macht dir eher die OP zu schaffen. Da kann ich allerdings sagen, daß es bei mir gar kein Problem war. Ich habe noch am Tag vor der OP gearbeitet, bin genau 1 Woche im KH geblieben und war nach insgesamt 10 Tagen sowohl körperlich als auch geistig schon sehr fit. Deswegen habe ich auch nach genau 2 Wochen wieder arbeiten wollen und ich war auch 100%ig dazu in der Lage. Ich würde sogar so weit gehen, daß ich sage, daß es mir ganz gut getan hat, weil für mich damit die permanente Beschäftigung mit der gesamten Behandlung aufgehört hatte. Die OP war vorbei, mir ging es gut, ich sah schon einigermaßen normal aus- also über was sollte ich mir noch Gedanken machen?:-D Übrigens habe ich einen Job, wo ich ausschließlich auf meine geistige Fitness und hohe Konzentrationsfähigkeit angewiesen bin, und das war nach 2 Wochen kein Problem.

Ich habe inzwischen die Metallentfernung hinter mir, die Zahnspange ist auch seit einiger Zeit weg und für mich ist die Sache jetzt tatsächlich abgeschlossen. Mir geht es sehr gut, ich habe keinerlei Einschränkungen, keinerlei "Schäden" o.ä. Der Biß paßt perfekt, meine Atmung hat sich deutlich verbessert und ich bin mit dem gesamten Verlauf sehr zufrieden. Aber ich habe immer noch nicht diese furchtbare Zeit vor der OP vergessen und ärgere mich selbst darüber, daß ich so viel Zeit und Energie auf die "mentale" Vorbereitung der OP verschwendet habe- aber man kann ja nichts gegen die eigene Natur machen;-)

Als Fazit würde ich sagen, daß die Aussage "Zwei Jahre des Lebens verlieren" arg übertrieben ist. Wie gesagt- ich habe in der Tat sehr viel Zeit "verloren", aber nur durch die extreme Beschäftigung mit der ganzen präoperativen Phase. Aber ich habe in der Zeit weder meine sozialen Kontakte noch die beruflichen Aspekte vernachlässigt- ich war nur etwas mehr gestreßt als sonst.

Im Nachhinein würde ich auch sagen: was sind auch diese 2 Jahre (bei mir sind es sogar über 3 Jahre insgesamt) im Vergleich zu deinem gesamten Leben? Ich denke, daß sich auch meine Einstellung zu der präoperativen Phase irgendwann relativieren wird. Wenn ich jetzt meine Zähne sehe, wenn ich überlege, daß ich jetzt zum ersten Mal in meinem Leben durch die Nase atmen kann- dann würde ich sagen, daß es im Endeffekt ein großer Gewinn für das gesamte Leben ist. Natürlich nur unter der Voraussetzung, daß alles so optimal verläuft, wie es bei mir der Fall war. Ich weiß nicht, was ich zu dem Ganzen sagen würde, wenn ich jetzt irgendwelche Probleme/Einschränkungen hätte, die ich vor der OP nicht hatte.

Ich wünsche dir viel Erfolg für deine Behandlung!

Gruß

Julia

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liebe schwester von susi,

ich hatte eine uk-vorverlagerung und 2,5 jahre insgesamt eine feste spange. ich bin jetzt 25 und nicht über 30 aber ich schreibe trotzdem.

ein paar wochen nach der op hab ich gebraucht, um mich zu erholen (2 Wochen war ich wirklich nur zuhause), aber danach (und auch die spangenzeit vorher) lebte ich wie immer. ich schloss in der zeit mein studium ab und arbeitete daneben, fuhr auf urlaub, trieb viel sport. das einzige: als studentin und nicht vollzeit arbeitend war ich mit den terminen (alle paar wochen beim kfo) sicher flexibler.

ich bereue die op nicht! lass dich von solchen dramatisch-übertriebenen sätzen nicht einschüchtern, also wenn du dich gegen eine op entscheidest, dann musst du es nicht deswegen tun ;)

alles gute, franka

edit: ja, natürlich hast du nach den kfo-terminen wenn die spange nachgestellt wird zwischendurch schmerzen und das warten auf die op ist auch etwas aufreibend. verharmlosen wollte ich es jetzt auch nicht. aber für mich war das alles wirklich auszuhalten. die op war ein großer schritt, mein gesicht sieht wirklich anders aus (aber besser!! ;) )

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Hallo,

ich habe zwar keine OP gehabt, aber ich muss sagen, auch "nur" mit Spange würde ich schon behaupten, dass ich ein paar Jahre meines Lebens "verloren" habe. Ich konnte sie einfach nur eingeschränkt nutzen!

Trotzdem habe ich es durchgezogen, bis heute und weiterhin, weil ich weiß, wenn die Spange irgendwann mal draußen ist, gewinnst du die verlorenen Jahre wieder hinzu, weil ich mir vorstellen kann, dass man dann innerlich viel zufriedener und glücklicher ist!

Also alles steht irgendwie in einer Relation!

LG, Anna

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Riesengroßen Dank an alle Antwortenden!

Ich find es wirklich unglaublich toll, dass es Menschen wie Euch gibt, die sich Zeit nehmen, Ihre Erfahrungen zu teilen!!!

In wirklich jeder Antwort habe ich etwas gefunden, was mir geholfen hat, die die Aussage (Du verlierst zwei Jahre ..) ein bisschen besser einordnen zu können, bzw. über meine Einstellung zur OP als Ganzes nachzudenken.

Ich könnte nicht sagen, dass ich schon endgültig weiß, was ich tun soll. Ich weiß aber zumindest, dass ich der Entscheidung ein bisschen näher gekommen bin - Dank Eurer Hilfe!

Was mir Eure Antworten auch gezeigt haben, ist, dass die Genesungszeiten einfach sehr unterschiedlich sein können. Sicherlich auch abhängig davon, was konkret bei der OP gemacht wurde ("nur" UK-Verlagerung, UK und OK, Wieviele cm usw.).

@ ff1977: Was wurde in der OP bei Dir gemacht?

@ okide: Bei Dir klingts ein bisschen anstrengender. Gerade Dir auch vielen Dank für Deine Antwort! Was wurde bei Dir in der OP gemacht? "PE" heißt Plattenentfernung nehme ich an, oder? Und meinst Du mit "Kinn", eine Kinnplastik?

@ Julia: Wow, das war ausführlich! :-D Abgesehen von der stressigen Zeit davor, klingt es bei Dir nach nem perfekten Ablauf der OP. 8) so schnell fit, klingt unglaublich. Was wurde bei Dir in der OP gemacht?

Werde also fleißig weiter Pros und Cons abwägen, Infos sammeln und dann hoffentlich bald wissen, was das Richtige für mich ist. ...

VG

Susisschwester

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Was mir Eure Antworten auch gezeigt haben, ist, dass die Genesungszeiten einfach sehr unterschiedlich sein können. Sicherlich auch abhängig davon, was konkret bei der OP gemacht wurde ("nur" UK-Verlagerung, UK und OK, Wieviele cm usw.).

Das denke ich auch, zudem reagiert jeder Körper anders.

Kurz zu meiner Geschichte: Ich bin 24 und meine Op ("nur" UK-Vorverlagerung) ist erst 2 Wochen her, Zahnspange ist seit knapp 2 Jahren drinnen.

Dass man "nur" durch die Op 2 Jahre seines Lebens verliert, trifft auf mich sicher nicht zu. Bei mir ist die Op gerade mal 2 Wochen her und ich fühle mich kaum noch beeinträchtigt. Ich gehe schon arbeiten, bin nur noch ganz wenig geschwollen, Schmerzen hatte ich zu keiner Zeit. Einschränkungen gibt es natürlich beim Essen, ist aber nicht so schlimm.

Was mich mehr stört, ist das Taubheitsgefühl am Kinn bzw. das damit verbundene kribbeln. Das ist zwar lästig, aber auszuhalten.

Für mich war die erste Woche psychisch eine größere Belastung als physisch, aber es ging schnell bergauf. Die Schwellung ist schnell zurückgegangen und ich bin auch so bald wie möglich aus dem Haus gegangen, nur zu Hause sitzen hält man ja nicht aus.

Die präoperative Zeit habe ich gar nicht so empfunden wie z.B. Julia. Ich bin gelassen an die Sache herangegangen (bin aber generell ein gelassener und optimistischer Mensch 8) ). Ich habe mir nicht so viele Gedanken darüber gemacht und mich auch nicht so intensiv mit dem Thema beschäftigt. Natürlich habe ich mich informiert was auf mich zukommt, ich habe aber keinen Sinn darin gesehen irgendwelche Fachbücher zu lesen. Ich wollte es einfach hinter mich bringen und war froh als es endlich so weit war.

Vielleicht hilft auch eine positive Einstellung, dass man das alles leichter verkraftet.

Für mich ist/war die Zahnspange eine größere Belastung als die Op, weil es einfach viel länger dauert. Alle paar Wochen zur Kontrolle, damit verbunden ständig Schmerzen, ständig hängt irgendwo ein Draht heraus der piekst, einfach zu viel Metall im Mund, usw.

Ich hoffe jetzt, dass alles gut und schnell verheilt und ich die Zahnspange bald loswerde. Dann werde ich hoffentlich sagen, dass sich alles gelohnt hat :-)

Ich wünsche dir noch alles Gute auf deinem Weg,

LG

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bei mir wurde der UK 12mm nach vorne verlagert und der OK zweigeteilt, d.h. außen und in der Mitte durchtrennt und hierbei hinten 6mm breiter wieder zusammengebaut

und ich muss auch sagen das ich dank dieses Forums sehr entspannt an die Sache ran ging

ich war davor noch nie im Krankenhaus, dass ich da freiwillig hin bin will was heißen:mrgreen:

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..., ich würde gerne auch mein Senf dazu geben, da ich offensichtlich auch deine Kriterien erfülle:-D

Also, natürlich sind "Folgen" eines Eingriffes bzw. Behandlung sehr individuell, aber wenn ich die Zeit zurückdrehen müsste, um mich wieder dafür oder dagegen zu entscheiden, hätt ich wieder alles so gemacht wie bisher. Jetzt, wo die Behandlung komplett abgeschlossen ist, bin ich absolut beschwerdenfrei. Die Zeit nach der Op war sichen nicht soo toll, wegen dem Kauverbot, die Schmerzen waren zwar da, waren allerdings durch die Tabletten gut in den Griff zu bekommen. Nach 6 Wochen nach der Op bin ich wieder in die Arbeit gegangen, wo ich problemlos meine Aufgaben wiedeaufnehmen konnte.

Fazit: die Entscheidung liegt natürlich nur bei dir. Aber bitte laß dich nicht von den Aussagen der Menschen beeinflüssen, die es nicht persönlich erlebt haben, sondern etwas vom Hören-Sagen weitergeben.

LG Leen

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Hallo Susi !

Ich habe bis jetzt nur eine GNE hinter mir, der Rest folgt erst noch.

Trage seit Februar eine feste Spange, an die ich mich nach ein paar Tagen gewöhnt habe. Muß noch meinen Unterkiefer vorverlagern und eventuell den Oberkiefer leicht kippen. Meine Spange werde ich laut meinem Kieferorthopäden 2 Jahre tragen, doch ich rechne mal mit 3. Denn dann bin ich nicht so enttäuscht, wenn es etwas länger dauert.

Ich habe mich aber in garnichts eingeschränkt. Tue das, was ich vorher auch gemacht habe. Lache immer noch sehr gern, obwohl ich eine Spange trage. Aber ehrlich gesagt, gehen 2 Jahre auch schnell rum.Man ist zwar in manchen Sachen eingeschränkt, doch das gibt sich ja wieder.

meine 2 Jungs und deren Freunde finden es schon cool, das ich in meinem Alter eine Spange trage. :))

Hatte vergessen zu erwähnen, das ich auch schon 37 Jahre alt bin.

gruß

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Hallo,

ih würde auch nicht sagen, dass man durch die OP "2 Jahre seines Lebens verliert."

Meine OP ist zwar gerade mal 6 Monate her, habe die Zahnspange aber bereits 2 Jahre drin.

Auch wenn ich bei der OP (OK-RV+ UK-VV) nicht so viel Glück hatte und bisher 3 mal operiert wurde (bekam ständig Abszesse im UK) würde ich mich (glaube ich) wieder für die OP entscheiden.

Klar ist man in manchen Dingen eingeschränkt, grade kurz nach der OP, eben wegen Kauverbot, Taubheit usw., aber man gewöhnt sich an alles und wenn man positiv denkt nimmt alles ein gutes Ende!

Meine Unterlippe+ Kinn sind zwar heute noch taub bzw. gefühlsgestört aber ich kann/muss damit leben und es is auch halb so schlimm wie man meinem sollte.

Natürlich kann bei jeder OP etwas schiefgehen, aber das sollte man vorher alles gut abwägen-eben pro und contras, wie du es eh schon machst ;).

Die Zeit vor der OP war für mich psychisch der Hammer, man wartet "nur" auf diesen einen Tag und zählt auch schon "die Tage die man noch hat".

Nach der OP sind halt einfach Einschränkungen gegeben, gegen die du sowieso nichts machen kannst und mit denen du dich bei der Entscheidung zur OP schon abgefunden hast.

Also mein Fazit: Trotz "Risiken und Nebenwirkungen" ist es zu schaffen und ich bezeichne diesen Schritt auf keinen Fall als "Verlust von 2 Jahren" da ich ja dennoch lebe und mit meinem neuen (viiiel besseren) Äusseren viel mehr Lebensqualität haben (auch mit tauber Lippe ;) )

Ich hoffe, dir ein wenig geholfen zu haben und freue mich auf einen Beitrag zu deiner Entscheidung 8)

GlG Steffi

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Hallo,

ja, solche Aussagen von Leuten, die jemand kennen, aber selber nicht betroffen sind, sollte man nicht ernstnehmen. Natürlich ist man sehr beeinflussbar in einer solchen Entscheidungsphase, im guten wie im schlechten. Um so wichtiger ist es nur Leuten Aufmerksamkeit zu schenken, die persönlich betroffen sind und natürlich den Ärzten.

Ich bin jetzt 43, hatte so um die 3 Jahre eine feste Zahnspange, bin sie jetzt seit einem Monat los und muss nun herausnehmbare Spangen tragen. Ich hatte zwei OP´s. Für mich sind die herausnehmbare Spangen das "schlimmste" an der ganzen Sache, gefolgt von der festen Spange. Die OP´s waren degegen das kleinste Problem. Wenn man eingeschränkt ist in der Behandlungszeit, dann sicherlich mehr durch die Spangen, als durch die OP´s. Man meint halt vom psychologischen her, dass eine Op immer etwas ganz großes, schreckliches ist. Ist es aber in den aller meissten Fällen nicht. Eine ordentliche Grippe finde ich da z.B. unangenehmer.

Klar, wenn bei einer OP was schief geht, dann kann das schlimme Folgen haben. aber es kann auch schlimme Folgen haben mit einem grippalen Infekt arbeiten zu gehen, was sehr viele Menschen ständig tun, weil man sich damit eine Herzmuskelentzündung holen kann. Dieses Risiko lässt sich halt leichter verdrängen. Das Risiko beim Autofahren zu Schaden zu kommen oder schweren Schaden anzurichten ist warscheinlich auch größer, als das einer Kiefer OP.

Ich persönlich habe durch den Weg meiner Kiefer Behandlung keine Zeit verloren, sondern gewonnen. Nur mit Bewusstheit, Mut und Willenskraft kann man einen solchen Weg gehen. Man erlebt sich selber und die Welt neu, während dieser Zeit. Man organisiert sich selber und seine Wertmaßstäbe neu, so wie der eigene Körper in dieser Zeit neu organisiert wird. Durch die Bewegung der Zähne und die Veränderung der Kieferstellung verändert sich zum Teil auch die eigene Wahrnehmung und die eigene Wertschätzung solcher körperlichen Prozesse. Man funktioniert nicht nur, sondern man lebt bewusst und mit einem Ziel.

Wenn man meint, dass man zwei jahre seines Leben verliert, dann glaubt man warscheinlich, dass jede Zeit verloren ist, in der man nicht vollkommen frei von jeder Belastung das Leben in vollen Zügen geniesen kann, in der man nicht perfekt funktionieren kann. Welche Illusion!

Ich hatte natürlich auch meine Bedenken, ich dachte mir steht eine Zeit bevor, die geprägt ist von Schmerzen, Problemen, Ängsten und verlorener Lebensfreude. Aber das Gegenteil war der Fall. Ich habe gelernt, mit welchen Einschränkungen man leben kann und zwar gut leben. Die meisste Zeit der Behandlung waren mir diese Einschränkungen in keiner Weise negativ bewusst. Zudem hatte ich ja selbst die Entscheidung getroffen die Behandlung machen zu lassen. Ich tat es nur für mich.

Ich finde, jeden Tag wie besinnungslos arbeiten zu gehen, ist verlorene Zeit. Falsche Freunde und miese Partnerschaften sind verlorene Zeit. Mit seinem Auto im Stau zu stehen und Fernsehen zu gucken ist verlorene Zeit und so vieles mehr. An seiner Gesundheit zu arbeiten, auch wenn es mühsam und schmerzhaft ist, das ist so wie ins Training zu gehen und schwere Gewichte zu stemmen, mit viel Anstrengung und Überwindung. Das ist gut und richtig. Weil es nicht einfach ist, weil es nicht kostenlos ist, es kostet Schweiss, Überwindung, Mut, Schmerz und viel Kraft.

Früher hab ich mich null um meine Gesundheit gekümmert. Ich hätte nie auch nur 200 Euro für meine Gesundheit ausgegeben, oder mich aus freiem Willen einer Op unterzogen. Ich hätte aber jederzeit 1000 Euro Werkstattkosten für mein Auto bezahlt, wenn was kaputt gewesen wäre. So war meine Wertschätzung, meine Orientierung. Die meissten Leute finden einen Kratzer im Autolack schlimmer als einen kaputten Zahn. So sind wir erzogen worden, das ist unser Wertesystem.

Natürlich ist es immer am besten, man ist gesund und braucht keine OP und keine sonstige Behandlung. Aber wenn man was für sich tun muss und auch die Chance hat es tun zu können, dann ist das auf keinen Fall verlorene Zeit. Verlorene Zeit ist es, es nicht zu tun. Dann ist aber auch die Chance auf Gesundheit gleich mit verloren.

Mhm, sollte jetzt nicht das Wort zum Sonntag werden und auch keine Predigt. Ich kann jeden verstehen, der sich das ganze nicht gibt, wenn er es für sich nicht will. Aus falscher Angst heraus oder weil Leute Mist reden sollte man nicht davor zurückschrecken. Meine Meinung.

Lg

Stefan

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Hallo,

nur eine kurze Antwort auf deine Frage: ich hatte eine Bimax: OK um 5mm nach vorne und 2mm nach oben, UK um 4mm nach hinten versetzt.

Mir sagen auch die KC immer, daß ich der "Idealfall" bin- also perfekter Ablauf der OP, alles gut zusammengewachsen, keinerlei Probleme. Ich habe mich auch ganz brav an alles gehalten, was sie mir gesagt hatten, z.B. in den ersten 6 Wochen kaum reden, was mir am schwersten gefallen war:-D

Vor ca. einem Monat hatte ich meine ME- alles bestens gelaufen, nach 5 Tagen topfit- also wieder arbeiten;-)

Viele Grüße

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Hallo Julia,

was meinst du mit ME?

Susi, also ich hatte am 4.8.2009 mein Op (UK+OK) und ich hatte gar keine Schmerzen nach der OP bzw. bis heute. Toi, toi, toi!! Mein Kreislauf war ziemlich im Argen, was ich gar nicht gewohnt bin und natürlich habe ich abgenommen und es sind auch ehrlich gesagt, Tränen geflossen, als ich nach 1 Wochen KH-Aufenthalt inl. 1 Woche Magensonde wieder richtig essen sollte (Suppe püriert) und nicht wusste wie und hier zu Hause nichts mit mir anzufangen weiß weil es so heip und demzufolge die Entzündungsgefahr hoch ist, aber es ist keine Zeitverschwendung!!

Das allerschlimmste waren bzw. sind wirklich die KFO-Behandlungen, jedes Mal nachdem er den Bogen gewechselt hat, konnte ich drei Tage nur Brei essen weil ich solche Schmerzen hatte.

Die Magendsonde war für mich noch schlimm, weil ich immer das Gefühl hatte, ich verschlucke mich.

Da ich kein Geduldsmensch bin, geht mir alles nicht schnell genug obwohl ich wirklich JEDEN Tag Fortschritte mache.

Der Splint ist rosa und jeder denkt, meine Zunge guckt raus ;-)

Ein kleiner Teil der Lippe, des Kinns und der Wange ist noch taub.

Suppenkost, Brei und Joghurt sind lecker aber ich zähle die Wochen runter (noch 2 Wochen und 3 Tage 8) ) bis ich wieder normal essen kann

Es ist Sommer und heiß und ich darf nicht raus und hab vom Sommer nix.

Das waren die Nachteile, die mir gerade so eingefallen sind. Ach ja, und ich bin 27 und wurde gerade verlassen (Anfang 2007), als ich die Spange bekommen hatte und dachte wirklich, mein Leben ist vorbei aber ich habe nur positive Reaktionen von Außen erhalten und werde immer jünger geschätzt und lebe auch wieder (trotz Spange :mrgreen: ) in einer glücklichen Beziehung. Ansonsten würde ich alles genauso wieder machen.

Und ich würde lieber nochmal die OP machen, als nochmal 2 Jahre KFO-Behandlungen. Und durch die heutige Technik kann ich von zu Hause arbeiten (bin im Büro beschäftigt), da ich 6 Wochen krankgeschrieben bin. Ich sehe auch nicht so gravierend anders aus, dass mich die Leute nicht erkennen würden, eher jetzt "stimmig" und ich find mich hübscher als vorher ;-)

Ich hoffe, das hilft dir bei deiner Entscheidung und ich denke, den meisten anderen hier geht es genauso wie mir. Du brauchst nach der OP Geduld und Spucke, alles wird anfangs nervig sein und bei mir ist es so, dass nach den 6 Wochen das "goldene M" geplündert wird:mrgreen: :mrgreen: , das steht fest, aber ich habe es nicht bereut!!

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