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inmabella

Ein Hallo in die Runde...

Hallo liebes Forum!

Ich bin 41 und komme aus der Nähe von Nürnberg. Gestern habe ich mich hier angemeldet, ziemlich durcheinander und niedergeschlagen…

Ich will euch von mir erzählen:

Vor 30 Jahren hat mein Zahnarzt schon festgestellt, dass mein UK zu weit hinten liegt. Das war eben damals so, ich hatte sonst keinerlei Beschwerden.

Vor einem Jahr sind unten 2 Zähne locker geworden. Mein Zahnarzt meinte, das würde von meiner Kieferfehlstellung kommen und man könnte das operativ richten. HALLO?? Ich war 11 Jahre bei ihm in Behandlung und jetzt fällt ihm das auf? Ich bin einfach nicht mehr hin gegangen.

Jetzt habe ich mir eine neue Zahnärztin gesucht, vor 2 Wochen war ich das erste Mal bei ihr. Sie bestätigte den zu weit zurückliegenden UK und meinte, dass die Zahnfehlstellungen davon kommen. Wenn nicht schnell etwas getan wird, werden sich auch meine wackelnden Zähne – es sind mittlerweile 4 – bis Ende des Jahres verabschieden. Sie hat mich auf dem schnellsten Weg zu einem KFO überwiesen. Bei ihm war ich vorgestern…

Der KFO hat mir 3 Behandlungsmöglichkeiten aufgezeigt:

1. Eine "Plastikschiene" für nachts, die den jetzigen Zustand der Zähne erhalten soll.

2. Einzelne Zähne erhalten, wie genau, müsse man absprechen.

3. UK-Vorverlagerung durch eine OP. Die einzige Behandlung, die die Kasse übernimmt.

Er hat mich wieder nach Hause geschickt, ich soll mir das überlegen und in 5 Wochen wieder kommen… :?

Nun zerbreche ich mir den Kopf, was ich tun soll. Wenn ich an eine OP denke bekomme ich Panik, auch der Gedanke, mit 41 noch so eine Behandlung zu beginnen, macht mich völlig fertig. Andererseits möchte ich auch nicht zusehen, wie sich in naher Zukunft ein Zahn nach dem anderen verabschiedet.

Bei mir geht es also nur um die Zahnerhaltung. Der Gedanke, dass sich auch mein Profil verändert, macht mir eher Kopfschmerzen. Mein Profil ist bis auf einen kleinen Knick über dem Kinn ok, ich lache nur nicht gerne aus vollem Herzen wegen der krummen Zähne…

Was soll ich nur tun? Ich hoffe, durch dieses Forum eine Entscheidung treffen zu können. Vielleicht ist ja jemand in einer ähnlichen Situation wie ich (gewesen)?

Danke erst einmal fürs Lesen... ist etwas länger geworden, aber es hat gut getan, mir meinen Kummer von der Seele zu schreiben. :cry:

Liebe Grüße

inmabella

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Hallo und herzlich willkommen im Forum! Noch jemand aus der Nürnberger Ecke! :) (Ich bin in Erlangen.)

Also "in deinem Alter" sind hier noch so einige unterwegs, die auch eine Behandlung angefangen haben - das ist also wahrlich kein Hinderungsgrund!

Dass du nicht gern offen lachst ist auch auf jeden Fall ein großes Argument PRO Behandlung, schließlich wird genau das behandlet. Und natürlich die Zahnerhaltung...

Also ich würde als aller erstes Mal den Rat geben: zu anderen KFOs gehen, um verschiedene Meinungen einzuholen. Verschiedene KFOs haben auch fast immer verschiedene Behandlungsvorschläge und es ist einfach immer gut, verschiedene Meinungen einzuholen. Das wäre meine Idee...

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Hallo Els, danke für die Antwort und Grüße in die Nachbarschaft!

Mit gepressten Lippen lachen oder die Hand vor den Mund halten ist für mich normal, wobei herzliches Lachen mit Zähne zeigen einen Menschen weniger verkniffen macht. Das bewundere ich bis jetzt nur an anderen.

Die Informationen des KFO fand ich einerseits recht viel und verwirrend, andererseits habe ich jetzt, 2 Tage danach, viele offene Fragen. Z.B. wie lange die Behandlung in etwa bei mir dauern würde… Auch deshalb finde ich deine Idee mit den anderen Meinungen einholen recht gut, danke!

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Hallo Inmabella,

bin ebenfalls Ü40 (genau genommen 43) und seit knapp einem Jahr in KFO-Behandlung (Ausgangslage: tiefer Deckbiss, Steilstand Frontzähne im OK, UK-Rücklage, gedrehte, gekippte Zähne im OK + UK, Kiefergelenkknacken und weiß der Teufel was sonst noch) - die Entscheidung zur KFO-Behandlung habe ich keinen einzigen Tag bereut, auch wenn es mir schon etwas mulmig wird, wenn ich an die anstehende OP (voraussichtlich Ende 2009) denke. Anfangs dachte ich auch: "Was wird das Umfeld sagen - eine Frau über 40!! und dann mit Spange??" - zu meiner Überraschung hatte ich bislang nur positive Erfahrungen gemacht - keiner schaut mich "schief" an und grübelt, was so'ne alte Oma noch ne Zahnspange braucht - ganz im Gegenteil: Meine Bekannten, Verwandten, Arbeitskollegen und Vorgesetzten finden das ganz normal - wohl auch deshalb, weil es für mich auch "normal" ist.

Ich hoffe, ich konnte etwas Mut zusprechen. Ich würde dir aber auch empfehlen, noch eine weitere Meinung eines KFO oder KC einzuholen.

Liebe Grüße

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Hallo würmchen, Omas sind wir noch nicht! Das dauert noch mindestens 20 Jahre!! :mrgreen:

Du musst deine Spange also ca. 1 Jahr tragen vor der OP, ich hätte jetzt in unserem Alter mit länger gerechnet. In einem deiner Beiträge habe ich gelesen, du hast Speed-Brackets, was es alles gibt… ich sehe schon, da habe ich noch eine riesige Wissenslücke. Ist deine Spange denn sichtbar? Irgendwo habe ich gelesen, man kann sie auch innen anbringen…

Vielen Dank für deine Antwort, du konntest mir auf jeden Fall etwas Mut machen. Man fühlt sich eben gleich anders wenn man merkt, dass es Menschen in ähnlicher Situation gibt. Danke dir!

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Hallo Inmabella,

also Speed-Brackets habe ich deshalb bekommen, weil ich schon mal ne feste Spange hatte (damals gab es nur diese normalen "Klopper"-Brackets, die den halben Zahn bedecken), die dann aber nach 3 Monaten entfernt werden musste, weil ein Schneidezahn im OK dem Druck nicht gewachsen war und so höllische Schmerzen verursachte, dass die KFO-Behandlung abgebrochen werden musste (das war vor über 20 Jahren!!!, d.h. ich bin dann noch weitere 20 Jahre mit krummen, scheppen, schiefen Zähnen durch die Welt gewandert)!

Mein jetziger KFO empfahl mir deshalb die Speed-Brackets, weil diese friktionsärmer arbeiten als die "normalen" Brackets, d.h. es wird weniger Druck auf den einzelnen Zahn ausgeübt, hinzu kamen zu Anfang der Behandlung im OK noch superelastische Bögen - auch sind die Speed-Brackets wesentlicher kleiner als die "normalen" (bei mir bedecken sie etwa 25% des Zahns).

Im OK habe ich jetzt den "letzten" Bogen vor der OP drinnen. Also wenn ich beide System miteinander vergleiche, kann ich nur eins sagen: Gut, dass es heute noch andere Brackets-Arten gibt. Denn das kann man gar nicht vergleichen, wenn ich überlege: Damals hatte ich den "Anfängerbogen" drin und der Schneidezahn verursachte - trotz Schmerztabletten - Höllenschmerzen (also, selbst meinem ärgsten Feind würde ich die nicht wünschen) - und jetzt habe ich schon den vierten Bogen drin (ist schon ein strammes Kerlchen, dieser Bogen) und ich muss bezüglich der Schmerzen sagen: gar kein Vergleich zu früher!!!! 2 bis 3 Tage nach dem Bogenwechsel habe ich leichte, ziehende Schmerzen (vorallem beim Essen und Zähneputzen), die aber gut auszuhalten sind - ohne Schmerzmittel!

Also, lass dir am besten die verschiedenen Systeme zeigen - nicht jedes System ist für jeden geeignet (meine Tochter z.B. hat Keramikbrackets, die etwas größer sind als meine stählernen Speed-Brackets). Ob man Speed-Brackets von innen (sprich: lingual) kleben kann, weiß ich leider nicht.

Zur Frage, wie lange muss man eine Spange tragen, bis man operiert wird: Das ist bei jedem verschieden: Also bei mir wurde erst der Zahnbogen im OK komplett ausgeformt (das war Ende 2008 der Fall), Anfang Januar 2009 habe ich dann die Spange im UK (dem Sorgenkind oder wie mein KFO sagt: Großbaustelle) bekommen. Der letzte Backenzahn im linken UK war gedreht und gekippt und musste erst gerichtet werden (das hat 4 Monate gedauert), jetzt muss noch die linke UK-Seitenpartie nach außen gezogen werden, damit die unteren Zähne zu den Zähnen im OK passen - erst wenn alle Zähne im UK passend zu den Zähnen im OK stehen wird operiert - das wird hoffentlich Ende 2009 der Fall sein - also du siehst: je nach dem wie dein Zahnstatus ist und wie deine Zähne "mitarbeiten" dauert es mehr oder weniger lang.

Apropos lang: Lang ist auch mein Bericht geworden, der aber hoffentlich weiterhelfen konnte.

Liebe Grüße

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Hallo würmchen,

danke dir für deine ausführliche Antwort!

Nur ehrlich gesagt, bin ich etwas überfordert… ich kann nur ahnen, was ein Bogen oder ein Anfängerbogen ist und ich dachte allen Ernstes, Speed-Brackets heißen speed, weils damit schneller geht. Das war sicher ein naiver Irrglaube von mir. :oops: Aber es liest sich sympathisch, dass sie kleiner sind als diese normalen Metalldinger. Ich sehe schon, mit dem Thema muss ich mich noch intensiv beschäftigen und du hast recht, ich sollte mir die verschiedenen Systeme zeigen lassen, damit ich auch weiß, auf was ich mich einlasse. Als Kind hatte ich nur eine herausnehmbare Spange und war damals total happy, dass ich keine feste tragen musste. Naja… scheinbar zu früh gefreut… :cry:

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