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rockandmetal

Meine Bimax am 17.08.09 – möchte euch Mut machen!!!

Hallo,

ich bin 19 Jahre alt und habe am 17.08.09 meine Bimax-Op hinter mich gebracht. Mein UK wurde ein paar mm zurück verlagert und mein OK ein paar mm vor verlagert und dabei ein bisschen gedreht oder geschwenkt oder wie auch immer.

Anreise am 13.08.09 im Krankenhaus:

Am 13 August wurde ich stationär aufgenommen. Als ich im Krankenhaus ankam wurde mir mein Zimmer gezeigt und ich wurde meiner sehr netten Zimmergenossin vorgestellt. Kurz darauf kam eine Schwester, die mir Blutdruck und Puls checkte. Danach ging ich zum Anästhesisten und zu meinem Operateur. Hier wurden mir die ganzen Risiken der OP erklärt…

Als ich zurück auf meinem Zimmer war quatschte ich noch die ganze zeit mit meiner Bettnachbarin. Plötzlich ging die Tür auf und ein Arzt kam kein, mit den Worten: „Es tut uns leid, man hat uns den OP-Saal geschlossen, die dürfen wieder nach Hause gehen und kommen sie bitte am 16.08.09 abends wieder. Sie werden dann am 17.08.09 operiert!“ Naja gut, begeistert war ich nich… aber was will man machen! Wer weiß für was es gut war… also rief ich meine Eltern an und ging wieder nach Hause.

Selbstverständlich hatte ich vorher mit meiner neuen Freundin die Adresse usw. getauscht.

Die nächsten 2 Tage verbrachte ich noch mal mit ordentlich viel Party und mit einem Krankenhausbesuch meiner neuen Freundin.

16.08.09 – erneute stationäre Aufnahme:

So nun war es wieder so weit und ich ging erneut ins Krankenhaus… einige Freunde von mir begleiteten mich, da wir noch ein bisschen auf meinem Zimmer chillen wollten. Danach machte ich noch eine Art DVD-Abend mit meiner Zimmerkollegin. Dieser wurde leider von einer Nachtschwester unterbrochen, die mir eine Beruhigungstablette gab, die ich eigentlich gar nicht brauchte… Naja, hab sie dann doch genommen und bin relativ schnell eingeschlafen und konnte den Film nicht weiter schauen *heul*

OP-Tag

Ich wurde früh morgens geweckt und musste so ein nicht gerade stylisches OP-Hemd mit super peinlicher OP-Unterhose anziehen… Meine Zimmernachbarin und ich sind fast gestorben vor lachen und haben bevor ich in den OP musste noch schnell ein paar Fotos in OP-Kleidung gemacht. Während ich in den OP geschoben wurde, wurde mir noch gesagt, dass ich den Splint, der fest am OK verdrahtet wird, wahrscheinlich nur 1-2 Wochen und nicht wie normal (5 Wochen) brauche, weil alles so gut zusammen passen würde. Kurz darauf schlief ich auch schon ein….

Einige Stunden später wachte ich auf der Zwischenintensivstation wieder auf. Ich hatte keine Schmerzen, war ziemlich klar im Kopf und spürte nur ein leichtes kratzen im Hals. Und dann hätte ich am liebsten vor Freude los gebrüllt… ich hatte keinen Splint. Ein Arzt hat mir dann gesagt, dass alles top gelaufen ist und dass ich keinen Splint brauche, weil alles so gut ineinander beißt und passt. :D Bevor ich jedoch vor Freude platzen konnte schlief ich wieder ein. Als ich das nächste mal aufwachte habe ich mich kurz mit einer Schwester unterhalten. (reden konnte ich ganz normal) Sie erklärte mir, dass ich zurzeit eine Magensonde, einen Katheter, eine Kühlmaske, ein Blutdruckmessgerät und ein Luftschläuchle besitze. Naja, warum auch nicht, wird schon alles seinen Grund haben. Das leichte Kratzen in meinem Hals kam also von der Magensonde.

1. post OP-Tag

Irgendwann so gegen 4 Uhr morgens wurden mit dann Magensonde und Katheter entfernt. Beides tat überhaupt nicht weh, nur das zeihen der Magensonde fühlte sich eklig an. Danach redete ich noch kurz mit der Schwester und schlief dann bis ca. 8 Uhr morgens. Ich durfte aufstehen in ein kleines Bad gehen, mich waschen, aufs Klo gehen und ging danach zurück in mein Bett. Da verdrückte ich dann erstmal eine ordentliche Portion Pudding. Ich war total überrascht, dass mir immer noch nicht schlecht war, dass ich keine Schmerzen hatte und dass es mir eigentlich echt gut ging. Auch das Puddingessen klappte wunderbar, ich bekam mein Mund nur nicht allzu weit auf. Jedoch sabberte ich (erstaunlicher Weise) kein bisschen.

Nach dem Frühstück wurde ich dann wieder auf die normale Station zu meiner Bettnachbarin gebracht. Diese war jedoch grad am abreisen…Verdammt! Naja, wir machten uns noch kurz über mein schon ein bisschen angeschwollenes Gesicht lustig… und dann begann ich meinen Laptop aus zu packen und im inet zu surfen. Ich ein bisschen TV und telefonierte mit meinen Eltern und ein paar Freuden. Danach machte ich einen langen ausgedehnten Mittagschlaf und bekam abends von einigen Leuten Besuch. Alle waren total zufrieden mit mir und Gott froh, dass ich sprechen konnte! Aber eigentlich bekam jeder (auch ich) immer wieder einen Lachanfall, wenn man an mein geschwollenes Gesicht denken musste. Naja, man muss halt alles mit Humor sehen. Ich hatte immer noch keine Schmerzen… Nur lachen und gähnen war unangenehm. Abends schlief ich ganz schnell ein. Leider wachte ich nachts 2 Mal oder so auf, weil ich mein Bett so hochgestellt war…

2. post OP-Tag:

Mir ging es super, meine Schwellung wurde größer, mein Mund ging immer noch nicht weit auf… aber TV, Telefon und Laptop bzw. Internet wurden bis Nachmittags meine besten Freunde. Bis dann endlich, meist so gegen 4 Uhr Besuch kam… Juhu!

3. post OP-Tag:

es gibt nichts neues! Immer noch alles gut, ich hätte nur mal gern geduscht… aber das durfte ich ja nich! Naja in einem unbeobachteten Moment schlich ich mich einfach schnell in die Dusche… oh Mann! Das war eine Wohltat!

4.-6. OP-Tag

mir ging’s super, keine Schmerzen, viel Besuch, immer weniger Schwellung! Immer wieder musste ich zur Kontrolle zu einem Arzt, der war aber immer zufrieden mit mir und meinen Zähnen :D am 6. post OP-Tag durfte ich dann endlich nach Hause mit der dringenden Bitte, dass ich mich zu Hause ja nicht überanstrengen soll.

Mein Fazit:

So, heute bin ich auch nun schon wieder ein paar wenige Tage zu Hause! Mir geht’s is immer noch super gut, meine Schwellung ist schon stark zurückgegangen. Gefühlt habe ich noch nicht überall im Gesicht, aber fast! Also meine Lippen spüre ich komplett! Ich kann wieder alles machen außer, feste Sachen essen und Sport. Ich bin immer noch total erstaunt und sehr froh, dass bis jetzt alles so Problemlos abgelaufen ist. Schlechte Laune, Angst und Selbstmitleid usw. hatte ich eigentlich zu keiner Zeit! Außer einige Monate vor der OP. Da war ich total fertig und war mit den Nerven am Ende. Und es gab etwas was mir geholfen hat und was ich jedem weiterempfehlen will. Lest doch einfach ein Buch über irgendjemanden der eine schlimme Krankheit hat, kurz vor dem Tod steht, ein Pflegefall ist und eigentlich nichts mehr tun kann. Als ich so ein Buch gelesen hatte wurde mir klar… oh mein Gott, manchen Menschen geht es so schlecht und ich mache wegen einer Kiefer-OP so einen Aufstand. Diese Menschen würde alles tun, wenn sie nur eine Kiefer-OP überstehen müssten und dann wär alles wieder ok! Von dem Moment an, war Angst, Selbstmitleid und so Zeug kein Thema mehr. Außerdem habe ich versucht alles mit Humor zu sehen und mit Freuden z.B. über dicke Backen, eckligen Brei zum Essen und anderes zu lachen! Das macht es einem wirklich viel einfacher und es geht einem viel Besser. Ein weiterer Tipp von mir sind: Labello und Otriven Nasensalbe! Durch die Schwellungen habe ich oft schlecht durch die Nase Luft bekommen und hatte ganz trockenen Lippen!

Also alles in Allem war meine Bimax bis jetzt ein Kinderspiel und wie Weisheitszähne ziehen mit Krankenhaus und bissle mehr Schwellung. Hoffentlich bliebt dass auch so und es kommen keine bösen Entzündungen oder eine Verschlechterung von meinem Biss!

Ich wünsche, allen die eine OP noch vor sich haben ganz ganz ganz viel Glück :D

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Ich wünsche dir weiterhin alles Gute und einen guten Heilungsverlauf.

Es ist schön mal einen so durchweg positiven Bericht zu lesen!

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Vielen Dank!

Ich wurde im Marienhospital in Stuttgart operiert und kann es jedem weiterempfehlen. Ich würde es dort auf jeden Fall wieder machen lassen.

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Hallo !

Mus sagen, dein Bericht hört sich wirklich toll an.Hatte letztes Jahr meine GNE im Marienhospital in Stuttgart. Die Bimax steht, denke ich, nächstes Jahr an.

Bammel hab ich schon, wenn ich mitkriege, das man da eine Magensonde , Katether usw. bekommt.

Ich selbst war vom Marienhospital sehr begeistert.

Wünsche dir auch noch weiterhin schnelles Heilen, vorallem das du schmerzfrei bleibst.

Gruß

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... und er hat auch noch einen guten Musikgeschmack. :)

Wer hat Dich denn operiert? Klingt sehr positiv der Bericht, wahrscheinlich sind die notorischen Pessimisten hier sehr still in diesem Thread.

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War gestern im Marienhospital zur Kontrolle… sie waren echt zu frieden mit mir :D hab (immer noch) keine Schmerzen und bin top fit!

Essen geht … kann sogar schon wieder Schnitzel usw essen… darf es halt net zu feste beissen… und brauch bissle länger als andere :D

@Eddy: ja das stimmt, schon das Marienhospital ist echt toll! Also vor der Bimax musst du wirklich kein Bammel ham, es bringt NIX dich vorher zu stressen, du kommst ja eh nicht drumrum!!! Und wegen Magensonde und Katheter würde ich mich glei 2mal net stressen, des is wirklich nur halb so schlimm! Die Magensonde kratzt nur bissle im Hals und is eklig beim rausziehen aber des wars au scho! Durch die Magensonde wird man immer wieder bissle abgesaugt, ich glaub des dient dazu, dass einem nicht schlecht wird!!! Weiß aber net genau, mir war jeden Fall kein bissle schlecht :D Der Katheter is au nur halb so schlimm… naja is zwar ne dumme vorstellung, aber eig is er echt geschickt! Du musst einfach net aufs Klo und kannst ganz gechillt liegen bleiben und weiter schlafen!

Ich wünsch dir auf jeden Fall alles Gute für deine Bimax und, dass es bei dir auch so gut läuft!

@Chris 80: Wer hat nen guten Musik Geschmack? Falls du mich meinen solltest, ich bin ein Mädel :D :D :D Mich hat der Dr. K… operiert (darf man hier Namen nennen????)

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Ich war nur zur Beratung einmal dort und hab ihn nur mit seinen netten Schlappen über den Gang huschen sehen, war bei seinem Kollegen Zo....

Hast ne PN

VG

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das ist echt ein Super bericht der kann einem nur Mut machen bei dir glang das so als wäre es so ne Art Spaziergang mit kleinen Hinternissen

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